lernen kann man es eigentlich "nebenbei", wenn man sich in einem Verein
engagiert. Segelfliegen dagegen ist ein echter Gruppensport. Keiner
kommt allein in die Luft. Daher ist im Grunde jeder Sonntag auch ein
Flugplatztag. Die Kosten hängen vom Berechnungsmodell des Vereins ab und
sin meist nebensächlich. Das Engagement zählt.
Gruß Michael
Hallo Florian!
> wie hoch ist etwa der Zeitbedarf um Segelflug auszuüben/zu lernen.
Es gibt Flugschulen, bei denen Du den Schein in einem knappen Monat erlangen
kannst (Intensivkurs). Bei einem Verein dauert das eher eine ganze Saison
(Schulung meist am Wochenende).
Die Ausbildung kostet so ca. knapp 3000 DM.
Die Ausbildung im Verein ist IMHO besser als bei einer Flugschule.
Wenn man Segelfliegen ernsthaft betreiben will, handelt es sich dabei mit
Sicherheit nicht um ein Hobby, dass man nur mal so ab und zu ausüben kann (wie
z.B. Tennis oder Fußball). Wie schon Michael geschrieben hat, ist man beim
Segelfliegen immer auf die Hilfe mehrerer Fliegerkollegen angewiesen
(Teamsport).
Segelfliegen ist daher generell ein relativ zeitintensives Hobby.
lg, Klaus.
> Es gibt Flugschulen, bei denen Du den Schein in einem knappen Monat
erlangen
> kannst (Intensivkurs). Bei einem Verein dauert das eher eine ganze Saison
> (Schulung meist am Wochenende).
Ach ja? Die Flugschule will ich mal sehen, bei der man als Fußgänger nach 4
Wochen nicht nur alleine fliegt, sondern auch gleich noch seinen PPL-C hat.
Allein der Verwaltungsaufwand in den Behörden hat mich knapp 2 Monate
gekostet.
Und in meinem Verein ist ein Jahr auch eher unteres Minimum.
> Wenn man Segelfliegen ernsthaft betreiben will, handelt es sich dabei mit
> Sicherheit nicht um ein Hobby, dass man nur mal so ab und zu ausüben kann
(wie
> z.B. Tennis oder Fußball). Wie schon Michael geschrieben hat, ist man beim
> Segelfliegen immer auf die Hilfe mehrerer Fliegerkollegen angewiesen
Den Aspekt des "In-Übung-Bleibens" sollte man auch nicht vernachlässigen.
Gruß,
Christoph
lass dich aber nicht davon abbringen, Segelfligen, klar ist kostenaufwendig
und zeitaufwendig.
Jedoch kannst du entscheiden, wann du hingehen möchtest.
Du wirst nicht gezwungen. Du wirst automatisch öfters hinfahren,
weil es einfach spaß macht.
Also noch veil spaß,
Tobias
"Florian Lindner" <Florian...@xgm.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9s6aej$djm$00$1...@news.t-online.com...
ich habe vor zwei Jahren bei einem kleinen Verein in Daun versucht den
Segelschein zu machen. Ich wurde über den extremen Zeitbedarf zwar
informiert, aber ich habe ich dachte zunächst, dass auch hier nichts
so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Weit gefehlt !!!
Es stellte sich heraus, dass man in diesem Verein tatsächlich
mindestens Samstag oder Sonntag den kompletten Tag auf dem Platz
verbringen musste. Dabei konnte man an guten Tagen zwei oder drei
Starts am Tag machen, normalerweise aber weniger, oft kam man auch
keine Minute in die Luft. In den Ferien war es gerne gesehen, wenn man
eine ganze Woche Dienst am Stück schob. Im Winter waren Arbeitsstunden
angesagt. Ca. 100-200 Stunden leistete in Daun jeder und das
unabhängig von den Wochenendgeschichten, die ich oben bereits
beschrieben habe.
Für mich war das sehr frustrierend, weshalb ich die Flinte nach einem
halben Jahr ins Korn warf und auf UL umstieg. Aber auch hier wurde ich
im Verein nicht besonders glücklich, weshalb ich nach drei Wochen zu
einer kommerziellen Flugschule wechselte (Klippel in Trier)
Das war dann schon eher meine Sache. Keine Vereinsmeierei, -
man trägt sich einfach in eine Art Terminkalender ein, kommt fünf
Minuten vor der Flugstunde auf den Platz, fliegt und fährt
anschliessend wieder nachhause. Dafür kostet die Flugstunde mehr als
doppelt so viel und die Ausbildung ist für mein Gefühl dennoch
schlechter als im Verein. (Zumindestens die Dauner fliegen im
Durchschnitt wesentlich sauberer als so ziemlich jeder, der in Trier
fliegen gelernt hat)
Mein Fazit: Wenn Zeit keine Rolle spielt UND man neben der Fliegerei
auch noch soziale Kontakte sucht, dann ist man im Verein genau richtig
aufgehoben.
Wenn eines von beiden nicht zutrifft und Geld genug vorhanden ist,
dann auf jeden Fall zur kommerziellen Flugschule.
Wenn das Geld auch knapp ist, sollte man die Fliegerei lieber ganz
sein lassen.
Grüsse
Karl
P.S: Ich habe bei der Flugschule Klippel schon Schüler gesehen, die
nach drei Wochen Intensiv-Lehrgang mit dem UL-Schein nachhause
gefahren sind. Ich selbst habe mir 7 Monate Zeit gelassen. Der Spass
kostete mich inklusive aller Gebühren etwa 10000 DM.
In Daun hätte ich bei mittelmässigem Wetter mindestens drei Jahre für
den Segelschein gebraucht und hätte dafür um die 4000 DM bezahlt.
Hallo Florian,
wie schon gesagt wurde, ist es sehr zeitintensiv, vor
allem am Anfang, wenn Du recht schnell vorankommen
willst, damit Du Dich bald freifliegst.
- Wie lange Du brauchst, um Segelfliegen zu lernen
- das ganze Leben, würd ich mal sagen. Der Schein ist
ja erst der Anfang, nicht das letzte Ziel der Ausbildung.
;-)
(Ich merk in Deutschland immer diese strikte Aufteilung
in Piloten und Schüler - Blödsinn, wir sind alle im
Prinzip Schüler und lernen ständig was dazu. In GB
ist das PPL-C-Äquivalent wirklich sozusagen nur die
Eintrittskarte zum Segelfliegen.)
Aber konkret - wenn Du in einen Verein eintrittst und
wirklich fast jedes Wochenende da bist und fliegst,
solltest Du Dich innerhalb einer Saison freifliegen
können. Dann im Winter Theorie büffeln, näxte Saison
50 km fliegen und PPL-C-Prüfung machen.
(Und wenn Dir das Segelfliegen im Winter fehlt, komm
nach England, da fliegen wir das ganze Jahr durch...)
:-)
Happy Soaring
Claudia
> lernen kann man es eigentlich "nebenbei", wenn man sich in einem Verein
> engagiert. Segelfliegen dagegen ist ein echter Gruppensport. Keiner
> kommt allein in die Luft. Daher ist im Grunde jeder Sonntag auch ein
> Flugplatztag. Die Kosten hängen vom Berechnungsmodell des Vereins ab und
> sin meist nebensächlich. Das Engagement zählt.
Also, dass die Kosten meist nebensächlich sind, stimmt so nicht ganz.
Segelfliegen gehört sicher zu den teureren Hobbies. Ist aber
finanzierbar.
Gruß
Bernhard
P.S.: Frag doch einfach mal bei dem nächsten Segelflugverein nach.
--
www.netzwerk1.de == Netzwerkinfos
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est modus matulae - dt. es gibt auch ein Maß für den Nachttopf
Viel Spaß beim Interpretieren...
> Also, dass die Kosten meist nebensächlich sind, stimmt so nicht ganz.
Ack
> Segelfliegen gehört sicher zu den teureren Hobbies.
Nein. Dem möchte ich widersprechen. Man _kann_ es auch sehr günstig haben.
Ich habe meinen Segelflugschein damals (ab1991) mit DM 50,- Taschengeld im
Monat und sehr viel Zeitaufwand finanziert.
Richtig ist allerdings, daß der Flugverein ganz erheblichen finanziellen
Aufwand vollbringen muß.
> Ist aber
> finanzierbar.
Ja, unbedingt!
Es hängt eben so sehr vom zeitlichen Aufwand den man bereit ist zu
investieren ab, daß man die Kosten des Segelfliegens (für eine einzelne
Person) nicht pauschalieren kann.
> P.S.: Frag doch einfach mal bei dem nächsten Segelflugverein nach.
Das sowieso.
Lars
--
There's no place like cloud base.
> Michael Willner <mwil...@becker-floege.de> wrote:
>
>
>>lernen kann man es eigentlich "nebenbei", wenn man sich in einem Verein
>>engagiert. Segelfliegen dagegen ist ein echter Gruppensport. Keiner
>>kommt allein in die Luft. Daher ist im Grunde jeder Sonntag auch ein
>>Flugplatztag. Die Kosten hängen vom Berechnungsmodell des Vereins ab und
>>sin meist nebensächlich. Das Engagement zählt.
>>
>
> Also, dass die Kosten meist nebensächlich sind, stimmt so nicht ganz.
> Segelfliegen gehört sicher zu den teureren Hobbies. Ist aber
------------------------
> finanzierbar.
>
Energischer Widerspruch!
Segelfliegen ist sicher nicht das billigste Hobby, soweit stimme ich
noch zu. Aber mit einem Gesamtaufwand von rund 1000,- DM / Jahr bei
durchschnittlicher Beteiligung als Flugschueler *ohne Arbeitsstunden*
liegen einige gaengige Hobbys (einschliesslich z.B. des immanenten
Hobbys "zeitgenoessischer" Kleidung) sicher deutlich darueber. Die
Aussage gilt fuer unseren Verein und der finanzielle Aufwand kann durch
Mitarbeit weiter gesenkt werden.
Gruss Wolfgang
Ich habe mich gerade vor ein paar Tagen dazu entschlossen
die Segelfliegerei in einem Verein zu erlernen.
Zum Zeitbedarf:
Hab' schon etwas hin- und herüberlegt da ich auch noch andere Hobbys
hab.
Jedenfalls sollte man wohl davon ausgehen,
daß man an jedem Wochenendtag, an den man Fliegen kann,
von Morgens bis Abends am Flugplatz ist.
Zum Fliegen und zum Helfen.
Dann gibt es da noch
die Theorie (Unterricht und Bücher lesen)
Prüfungen (Funksprechzeugnis...)
Arbeitsstunden und Dienste im Verein
und ich weiß nicht was sonst noch.
Für die eigentliche Ausbildung (3. Ausbildungsabschnitt)
hab' ich mal 2 Jahre (im Verein) angesezt.
(Was sagt der Rest? ist das realistisch?)
Jedenfalls braucht man wohl viiiel Zeit (besonderst am WE)
und es sollte einen wohl wirklich interessieren.
Zu den Kosten:
Ich hab' überschlägig mit 4500 DM für die 2 Jahre gerechnet.
(Hängt natürlich vom Verein ab)
Bei 4800 DM wären das 200 DM pro Monat.
Ob das viel oder wenig ist,
hängt dann natürlich von der persönlichen finanziellen Lage ab...
( Hab' lange gerechnet ;-) )
Hierbei hab' ich aber auch noch nicht einberechnet,
daß es sich durch geleistete Arbeitsstunden verbilligt.
Hoffe ich hab' nichts wichtiges vergessen
und ich konnte Dir weiterhelfen!
Bis denne,
Ralph
am besten, du schaust Dir die Vereine vor Ort einmal an und informierst Dich.
Den Kosten- und Zeifaktor kann man nicht allgemein erfassen und ist extrem
Vereinsspezifisch.
Unter
http://www.segelflug.de/karte/d_karte.html
findest Du sicherlich einen nahegelegenen Verein - doch Achtung: noch nicht
alle Vereine verfügen über eine eigene Homepage und sind dort aufgelistet. Du
kannst auch beim Deutschen Aero Club nachfragen:
www.daec.de
Dort sind alle in Deutschland ansässigen Vereine verfügbar.
Gruss,
Andreas
Luftsportverein Geilenkirchen e.V.
> Ich habe mich gerade vor ein paar Tagen dazu entschlossen
> die Segelfliegerei in einem Verein zu erlernen.
Sehr Brav!!!
| Für die eigentliche Ausbildung (3. Ausbildungsabschnitt)
> hab' ich mal 2 Jahre (im Verein) angesezt.
> (Was sagt der Rest? ist das realistisch?)
Ich kenne den Verlauf der ausbildung in Deutschland nicht aber mit 2 Jahren hast
du dann schon sicher IFR.
> Zu den Kosten:
> Ich hab' überschlägig mit 4500 DM für die 2 Jahre gerechnet.
> (Hängt natürlich vom Verein ab)
> Bei 4800 DM wären das 200 DM pro Monat.
Nur für den Segelflugschein kommt mir das aber doch ganz schön teuer vor.
Vielleicht ist das in Deutschland aber anders. Ich bin auch bei einem Verein und
meine Ausbildung hat mehr als eine ganze Saison gedauert. Grund waren technische
wie organisatorische Fehler. Naja egal. Normalerweise geht das aber schneller.
Bin nun schon seit einigen Jahren begeisterter Segelflieger. Ich habe damals für
meinen Schein ca 2000 DM bezahlt. inkl. Gebühren und Arzt. Ich muss aber
dazusagen, dass unsere Fluglehrer das alles ehrenamtlich machen und der
Jahresmitgliedsbeitrag nur umgerechnet ca. 340 DM betragt. Das wichtigste
allerdings ist, daß wir keinen eigenen Flugplatz haben und deshalb auch keine
Arbeitseinsätze in deinem/euren Sinn notwendig sind. Natürlich ist immer etwas
zu tun denn so ein Flugzeug will ja auch gewartet werden.
Den Zeitbedarf würde ich mir ca den gesammten Tag rechnen. hin zum Flugplatz,
ausräumen, starten, vorher natürlich noch den anderen helfen weil sonst geht
nix. dann fliegen so lange man kann/will. Putzen wegräumen. und dann gemütlich
zusammensitzen (sehr wichtig!!).
Glück ab gut Land
Stefan
Vergessen hast du ein nicht unerhebliche Kostenpunkt: einige Kasten Bier !
Alleinflug, Kullervergessen, Theoriepruefung, 50 Km, Praktischepruefung,
Geburtstage, da kommt schon was zusammen :-)
--
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Tjeerd Mulder ! mailto:tjeerd...@fujitsu-siemens.com
Fujitsu Siemens Computers !
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Buergermeister Ulrichstr 100 ! Phone: +49 821 804 3549
86199 Augsburg ! Fax : +49 821 804 3934
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Full ACK!
Wenn man bedenkt, dass man in einem Fintesstudio gut und gerne 100 DM /
Monat und mehr los wird...
-Christian
Gruß
Anderas
--
andreas....@firemail.de
Ohne mich jetzt allzu lange in eine Diskusssion hereinhängen zu wollen, in
der der alte Streit: "Wie edel ist die Segelfliegerei" auflebt, nur eine
kurze Anmerkung. Die Erfahrung, ob an einer Schule oder in einem Verein
besser ausgebildet wird, spricht für die Schule und das aus einem guten
Grund: Die Lehrer an der Schule sind Profis, die im Verein i.d. R. nicht. Da
ich beides lange gemacht habe, musste ich feststellen, dass gerade in großen
Verein Schüler "herumgereicht" werden und sich der Alleinflug auch aus
diesem Grund verzögert (Warum soll ich die Verantwortung tragen, kann doch
ein Kollege machen?).
An der Schule geht es auch flotter zu, die Kosten (und das wurde berits
richtig gepostet) sind natürlich höher. Für die (etwa) 50 Starts bis zum
Alleinflug (Zeitdauer ca. 2 Wochen, wenn das Wetter mitspielt, den
Segelfliegen ist keine Hallensportart) muss man zwischen 1200,- bis 1500,-
rechnen.
Man kann auch weiterhin bei einer Schule bleiben und pro Jahr 2-4 Wochen
fliegen, mauus aber berücksichtigen, dass man in der Zwischenzeit immer
wieder etwas verlernt. Da benötigt man einfach Zeit um wieder
hineinzukommen. Auf jeden Fall sollte man einplanen, sicher weiter als die
Alleinflugreife zu kommen, den halbe Piloten, die je nach Tagesform mal
über, mal unter der Alleinflugreife sind, machen jedem (oder jeder)
FluglehrerIn graue Haar. Außerdem ist dies sowohl der eigenen, als auch der
Sicherheit der anderen gegenüber nicht besonders nett.
Auf jeden Fall ist der Segelflug an einer Schule auch eine Teamsportart,
also dies bitte nicht mit der Erwartung verknüpfen: "Ich bezahle, also
stellt mir mal ein Flugzeug dahin!".
Alles weitere in "Segelfliegen für Anfänger", MOTORBICHVERLAG Stuttgart 2000
Alexander Willberg