Würde auch folgende modifikation funktionieren: statt eines zylinders
lasse ich eine art folie um eine tragfläche rotieren. Die folie liegt
also um den flügel, an der vorder- und rückseite des flügels sind
kleine rollen, über die die folie läuft. Im querschnitt sieht das dann
so aus wie wenn die kette um die räder eines panzers wandert.
Damit könnte ich den auftrieb eines flugzeugs massiv erhöhen, oder?
Jens Martin Schlatter
> Würde auch folgende modifikation funktionieren: statt eines zylinders
> lasse ich eine art folie um eine tragfläche rotieren.
Ich denke schon. Entscheidend ist ja wohl die Reibung an der Oberfläche
des rotierenden Körpers.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rotorflugzeug
Ciao, MM
--
Marian Aldenhövel, Rosenhain 23, 53123 Bonn
http://www.marian-aldenhoevel.de
"Success is the happy feeling you get between the time you
do something and the time you tell a woman what you did."
Martin schrieb:
> Würde auch folgende modifikation funktionieren: statt eines zylinders
> lasse ich eine art folie um eine tragfläche rotieren. Die folie liegt
> also um den flügel, an der vorder- und rückseite des flügels sind
> kleine rollen, über die die folie läuft. Im querschnitt sieht das dann
> so aus wie wenn die kette um die räder eines panzers wandert.
Hallo,
es würde nur niemand mit einer so labilen, unzuverlässigen Konstruktion
fliegen wollen wo auch noch sehr häufig die Folie gewechselt werden
müsste. Das wäre auch nur mit Tragflächen möglich die über ihre gesamte
Länge den gleichen Querschnitt haben.
Bye
Aber wie antreiben und wie die auf die Folie wirkenden Kräfte auf die
Tragfläche, Holm übertragen?
cu KH
Ich habe es grade nochmal umgebaut. Die folie ist zu oft gerissen ;-)
Ich nehme jetzt viele 20 cm lange walzen (rollen) mit ca. 2cm
durchmesser, die anstatt der flügelbespannung in der
rahmenkonstruktion sitzen und die flügeloberfläche bilden.
Die elemente sehen ungefähr so aus: http://www.kaul-foerdertechnik.de/images/Gurtfoerderer.jpg
Nur sind die rollen dichter beieinander.
JMS
Aus Wiki...
Die typische Flächenbelastung bei kleinen 2- bis 6 sitzigen
Sportflugzeugen der GA (Allgemeinen Luftfahrt) liegt bei etwa 80-110 kg/m².
Dann belaste mal die "Folie" mit o.a. Last. Das ist denn wohl schon eine
etwas stärkere "Folie", die bei einer solchen Last die Form hält.
Mir kommt da eher der Begriff Flachriemen in den Sinn. Aber sowas
spannen und antreiben an einer Flügelkonstruktion. Da widerspricht sich was.
Aber dein Grundgedanke ist nicht schlecht..
Grüße Karl-Heinz
Das vielleicht schon. Ohne jetzt das nötige Hintergrundwissen zu haben:
Vermutlich ist das Auftriebs-Widerstandsverhältnis auch nicht günstiger
als bei einer normalen modernen Tragfläche. Außerdem hab ich nirgends
was von der nötigen Antriebsleistung für die Walzen gelesen. Weiterhin
wird auch dieser Auftriebskörper das Problem haben, dass der induzierte
Widerstand der größte Teil des Widerstandes ist und den kann man nur
durch längere Tragflächen/Rollen nennenswert veringern.
Ein normales Flugzeug kann bei völligem Antriebsverlust immernoch
fliegen, segelfliegen. Ein Rollenflugzeug wohl kaum. Bei einer
Folienumwickelten Tragfläche werden sich die Flugleistungen dramatisch
verschlechtern, nicht sehr vertrauenserweckend.
Michael
Das sicher nicht. Aber es geht auch nicht drum, eine 747 zu
verbessern, sondern vielleicht ein flugzeug zu bauen für
anforderungen, die man sonst eher mit einem hubschrauber löst: extrem
langsamer flug oder sehr grosse lasten.
Martin schrub:
> Das sicher nicht. Aber es geht auch nicht drum, eine 747 zu
> verbessern, sondern vielleicht ein flugzeug zu bauen für
> anforderungen, die man sonst eher mit einem hubschrauber löst:
> extrem langsamer flug oder sehr grosse lasten.
So viel Kraft, wie das FLuggerät heben muss, muss es als Luft
(Masse) nach unten beschleunigen. Das erfordert Leistung, da
kommt man nicht drum herum.
Und überhaupt Hubschrauber: Für große Lasten nimmt man einen Kran
oder wenn es um große Strecken geht ein Lastflugzeug.
Hubschrauber sind nur der schlechte Kompromiss, wenn beides
nicht geht (und den Cargolifter will ja keiner). Hubschrauber
können nicht besonders schnell fliegen und nicht besonders
schwer tragen.
Das was du bauen möchtest, wurde schon unter dem Begriff
Schwenkrotor oder so versucht, also die Vorteile von
Hubschrauber und Flugzeug zusammenzubringen. Klappt auch, man
fängt sich aber auch Nachteile ein. Hat sich nicht durchgesetzt.
Siehe z.B.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:V-22_Osprey_tiltrotor_aircraft.jpg
Ein FLugzeug wie du es vorschlägst würde übrigens wie jedes
Flugzeug eine Mindest-Fluggeschwindigkeit brauchen, könnte also
nie einen Hubschrauber komplett ersetzen.
CU Rollo
Um das Prinzip zum schweben zu nutzen muesste man bei einem
Helikopter die rotorblätter gegen rotor "rollen" tauschen
und diese antreiben. Könnte gehen, aber der Gewinn liegt
nur in der isotropie des Auftriebskörpers. Kein Stall durch
Anstellfehler.
uwe
Das lässt sich aber nicht per Magnus-Effekt erreichen, denn
dieser ist darauf angewiesen, dass die aerodynamische Fläche
nicht nur rotiert, sondern sich auch durch die Luft bewegt.
Das beste Konzept in der Richtung Starrflügler mit großer
Hubkapazität beim Langsamflug ist IMHO nach wie vor die V-22
Osprey <http://de.wikipedia.org/wiki/Bell-Boeing_V-22>. Haben
die eigentlich schon die technischen Probleme damit in den Griff
bekommen, Indienststellung sollte ja eigentlich dieses Jahr
sein?
Ansonsten bleiben nur noch Helis. Die max. Hubkraft ergibt sich
ja direkt aus der Kraft die durch den Abtrieb der Luft erzeugt
wird und über die Luftdichte kommt man über wenige Schritte auf
die Leistung, die die Motoren dazu aufbringen müssen. Und ob man
diese Leistung mittels Magnus-Effekt in Luftbewegung umsetzt,
oder per Heli-Rotor ist der Luft egal.
Wolfgang Draxinger
--
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