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Röntgengeräte am Flughafen

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Carsten Lehmann

unread,
Jun 23, 2003, 10:23:27 AM6/23/03
to
Hallo,
ich hoffe ich bin hier richtig und es geht auch ein bisschen um
Sicherheit am Flughafen.
Ab und zu, wenn ich meine Eltern besucht habe und wieder nach Hause
fahre, bekomme ich von meiner Mutter einen Kuchen mit. Dieser ist in
Alufolie eingepackt. Da ich mit der Bahn reise, ist das ja kein Problem.
Aber was wäre, wenn ich fliegen würde. Können die Röntgengeräte am
Flughafen da durch gucken? Oder wird da nur eine dunkle Fläche
angezeigt?
Dann könnte doch ein Terrorist/Partisan/Irrer, in seinen Kuchen ein
kleines Messer einbacken. Im Röntgengerät sieht man nix und der Beamte
sieht auch nur einen leckeren Kuchen.
Und bevor der Bösewicht das Flugzeug entführt, hätte er sogar noch was
zu essen.

Das kann doch nicht so einfach sein, oder?
Weiß jemand da besser Bescheid und klärt mich auf?

Danke & Ciao
Carsten

PS: Liebe Mama, Danke für die vielen leckeren Kuchen.

Andreas Mauerer

unread,
Jun 23, 2003, 11:37:05 AM6/23/03
to
Carsten Lehmann <carsten...@siemens.com> meinte:

>Ab und zu, wenn ich meine Eltern besucht habe und wieder nach Hause
>fahre, bekomme ich von meiner Mutter einen Kuchen mit. Dieser ist in
>Alufolie eingepackt. Da ich mit der Bahn reise, ist das ja kein Problem.
>Aber was wäre, wenn ich fliegen würde. Können die Röntgengeräte am
>Flughafen da durch gucken?

Ja, da wird ein bißchen die Leistung erhöht und schon blicken sie durch.

>Dann könnte doch ein Terrorist/Partisan/Irrer, in seinen Kuchen ein
>kleines Messer einbacken.

Wenn der Gegenstand am Durchleuchtungsgerät nicht identifizierbar ist,
wird halt der Koffer geöffnet und nachgeschaut. Schade um evtl.
vorhandene Schlösser ;-)


Gruß

Andreas
--
If you want to mail me directly:
- Use Rot13 on my address
- Enter "abfcnz" after the "@"
- Use Rot13 again and delete the "nospam"

"Malte H. Höltken"

unread,
Jun 23, 2003, 11:47:39 AM6/23/03
to
Andreas Mauerer schrieb:
[...]

>
> Wenn der Gegenstand am Durchleuchtungsgerät nicht identifizierbar ist,
> wird halt der Koffer geöffnet und nachgeschaut. Schade um evtl.
> vorhandene Schlösser ;-)

Würde ich, gesetzt den Fall, daß mein Koffer Grundlos gewaltsam Geöffnet
wurde, diesen Koffer von der Flughafenbetriebsgesellschaft ersetzt bekommen?

> Gruß
> Andreas

Grusz,
Malte

--
"Meine Reflexe sind miserabel. Einmal bin ich von einem
Auto überfahren worden, das einen Platten hatte und von
zwei Typen geschoben wurde." Woody Allen

Benjamin Schmidt

unread,
Jun 23, 2003, 6:16:05 PM6/23/03
to
"Carsten Lehmann" schrieb

Dann könnte doch ein Terrorist/Partisan/Irrer, in seinen Kuchen ein
kleines Messer einbacken. Im Röntgengerät sieht man nix und der Beamte
sieht auch nur einen leckeren Kuchen.


Keine Chance, gar kein Problem für die Geräte durch Alufolie etc.
durchzugucken.
Kommen die Röntgenstrahlen irgendwo nicht durch erhöhen die Geräte
automatisch die Leistung bis zu einem gewissen Punkt. Wenn man nun etwas,
z.B. ein Messer, in einem dicken Bleimantel verstecken würde, sodaß das
Gerät nicht durchgucken kann, erscheint das undurchsichtige Objekt sehr
deutlich hervorgehoben auf dem Bildschirm, sodaß die Sicherheitsbeamten auf
jeden Fall die Tasche / den Koffer öffnen würden.

Grüße
Benjamin


Sven-Hajo Sieber

unread,
Jun 23, 2003, 7:58:00 PM6/23/03
to
Am Mon, 23 Jun 2003 17:47:39 +0200, schrieb
=?ISO-8859-1?Q?=22Malte_H=2E_H=F6ltken=22?= <ma...@hoeltken.de> folgendes:

>Andreas Mauerer schrieb:
>[...]
>>
>> Wenn der Gegenstand am Durchleuchtungsgerät nicht identifizierbar ist,
>> wird halt der Koffer geöffnet und nachgeschaut. Schade um evtl.
>> vorhandene Schlösser ;-)
>
>Würde ich, gesetzt den Fall, daß mein Koffer Grundlos gewaltsam Geöffnet
>wurde, diesen Koffer von der Flughafenbetriebsgesellschaft ersetzt bekommen?

Der Koffer wird nicht einfach so geöffnet, der Passagier wird entweder sofort
ausgerufen oder beim Boarding zur Seite genommen und muss den Koffer selbst
vor den Augen der Sicherheitsleute öffnen (sogenannte Gepäck-Nachkontrolle).
Wenn der Passagier nicht aufkreuzt darf der Koffer eh nicht an Bord und bleibt
am Boden. Etwaige Schlösser sollte man schon noch selber öffnen können.

Was allerdings durchaus öfter passiert ist das gezielte öffnen von Koffern um
etwaige wertgegenstände zu entfernen (auch genannt Diebstahl). Es empfiehlt
sich also nicht Digitalkameras etc im aufgegebenen Gepäck zu verstauen (in .de
sind mir da allerdings verhältnismässig wenig Fälle bekannt).

Grüsse, Sven-Hajo

--
Sven-Hajo Sieber___________
email: | s_h_s...@hotmail.com
www.fluglotse.com |
_|_
\__________________/ \________________/
\___/

Andreas Mauerer

unread,
Jun 24, 2003, 2:07:58 AM6/24/03
to
s-h.s...@web.de (Sven-Hajo Sieber) meinte:

>>Andreas Mauerer schrieb:
>>[...]
>>>
>>> Wenn der Gegenstand am Durchleuchtungsgerät nicht identifizierbar ist,
>>> wird halt der Koffer geöffnet und nachgeschaut. Schade um evtl.
>>> vorhandene Schlösser ;-)
>>
>>Würde ich, gesetzt den Fall, daß mein Koffer Grundlos gewaltsam Geöffnet
>>wurde, diesen Koffer von der Flughafenbetriebsgesellschaft ersetzt bekommen?
>
>Der Koffer wird nicht einfach so geöffnet, der Passagier wird entweder sofort
>ausgerufen oder beim Boarding zur Seite genommen und muss den Koffer selbst
>vor den Augen der Sicherheitsleute öffnen (sogenannte Gepäck-Nachkontrolle).
>Wenn der Passagier nicht aufkreuzt darf der Koffer eh nicht an Bord und bleibt
>am Boden. Etwaige Schlösser sollte man schon noch selber öffnen können.

Das hat sich geändert, ich zitiere von
http://www.tsa.dot.gov/public/display?theme=53
(die sind in den USA für die Gepäcksicherheit zuständig)

==============
Unlocking Checked Bags
TSA suggests that you help prevent the need to break your locks by
keeping your bags unlocked. In some cases screeners will have to open
your baggage as part of the screening process. If your bag is unlocked
then TSA will simply open the bag and screen the bag. However if the
bag is locked and TSA needs to open your bag then locks may have to be
broken. You may keep your bag locked if you choose but TSA is not
liable for damage caused to locked bags that must be opened for security
purposes.
===============


Es passieren nämlich öfters Kontrollen hinter den Kulissen und einige
Sprengstoffschnüffelapparate reagieren manchmal z.B. auf Schokolade. Bei
solchen Alarmen wird der Passagier nicht mehr hinzugerufen, man bekommt
dann einen Koffer mit kaputten Schlössern und einem Zettel, daß
kontrolliert wurde, zurück.

Ewald Rabler

unread,
Jun 24, 2003, 2:33:41 AM6/24/03
to
Es ist definitiv nicht möglich hier was zu verstecken. Das Messer würde
auffallen.

Am Flughafen Wien werden Geräte verwendet, die ein je nach Reflektion des
Materials die Darstellungsfarbe am Bildschirm verändert - Dadurch ergeben
sich manchmal Bilder bei denen man keine allzugroße Phantasie entwickeln
muss, um zu erkennen, um welchen Gegenstand es sich dabei handelt. (Ich habe
keine Ahnung, welche Geräte auf anderen Flughäfen verwendet werden, aber
allzugroße Unterschiede sollten sich dabei nicht ergeben)

Ich denke aber dass dieser "Erkennungserfolg" sehr vom Zustand und Willen
des Bedienenden abhängt, denn sehr oft ergibt sich nur farbiges WirrWarr am
Bildschirm. Um den genauen Inhalt geht es bei der Röntgenkontrolle sowieso
nicht, sondern um metallische Gegenstände, und die werfen Röntgenstrahlen
hervorragend zurück - somit werden sie auf jeden Fall erkannt. (Messer,
Schere, Kabel, Gürtelschnallen, etc...)

Gruß

Ewald
VIE


Frank Adam

unread,
Jun 24, 2003, 3:57:14 AM6/24/03
to
Andreas Mauerer <a.ma...@expires-2003-06-30.arcornews.de> schrieb:

> Es passieren nämlich öfters Kontrollen hinter den Kulissen und einige
> Sprengstoffschnüffelapparate reagieren manchmal z.B. auf Schokolade. Bei
> solchen Alarmen wird der Passagier nicht mehr hinzugerufen, man bekommt
> dann einen Koffer mit kaputten Schlössern und einem Zettel, daß
> kontrolliert wurde, zurück.

Und wer haftet für den Schaden? Es muss doch irgendeine Handhabe für
den Passagier geben, dass er Schadenersatz für das durch eine solche
Kontrolle zerstörte Gepäckstück erhält.

Gruß Frank

Andreas Mauerer

unread,
Jun 24, 2003, 4:18:47 AM6/24/03
to
Frank Adam <fr...@adam-hg.net> meinte:

Es haftet niemand. Man hat folgende Möglichkeiten, das Aufbrechen der
Schlösser zu verhindern:

- Wie inzwischen empfohlen wird nicht abschließen. Wenn Du den Koffer
versiegeln willst (mehr sind die Kofferschlösser ja auch nicht, für
einen Dieb stellen die kein Hinderniss dar). Dann klebe halt Aufkleber
über die zu öffnenden Stellen

- Kein Gepäck aufgeben

- Gar nicht mitfliegen.

Gunter Kuhnle

unread,
Jun 24, 2003, 4:55:43 AM6/24/03
to
* Andreas Mauerer <a.ma...@expires-2003-06-30.arcornews.de> wrote:
> Es haftet niemand. Man hat folgende Möglichkeiten, das Aufbrechen der
> Schlösser zu verhindern:
>
> - Wie inzwischen empfohlen wird nicht abschließen. Wenn Du den Koffer
> versiegeln willst (mehr sind die Kofferschlösser ja auch nicht, für
> einen Dieb stellen die kein Hinderniss dar). Dann klebe halt Aufkleber
> über die zu öffnenden Stellen
>
> - Kein Gepäck aufgeben
>
> - Gar nicht mitfliegen.

Aber wo ist das Problem, es in den USA so zu handhaben wie in Europa?
Einfach den Passagier ausrufen und dann selbst oeffnen lassen? Liegt das
an der Technik, die dort eingesetzt wird (mein Gepaeck wurde bisher nur
in den USA komplett von Hand durchsucht, weil es am Flughafen
anscheinend kein Roentgengeraet gab ...)?

Aber aehnlich seltsam finde ich auch, dass bei Handgepaeckkontrollen in
den USA der 'Screener' ohne zu Fragen in das Handgepaeck und die Taschen
greift ... aber beim Kampf gegen das Boese[tm] muessen andere Dinge eben
zurueckbleiben.

Gruss Gunter


Sven-Hajo Sieber

unread,
Jun 24, 2003, 10:19:47 AM6/24/03
to
Am Tue, 24 Jun 2003 08:07:58 +0200, schrieb Andreas Mauerer
<a.ma...@expires-2003-06-30.arcornews.de> folgendes:

>s-h.s...@web.de (Sven-Hajo Sieber) meinte:


>
>
>
>Das hat sich geändert, ich zitiere von
>http://www.tsa.dot.gov/public/display?theme=53
>(die sind in den USA für die Gepäcksicherheit zuständig)
>
>==============
>Unlocking Checked Bags
>TSA suggests that you help prevent the need to break your locks by
>keeping your bags unlocked. In some cases screeners will have to open
>your baggage as part of the screening process. If your bag is unlocked
>then TSA will simply open the bag and screen the bag. However if the
>bag is locked and TSA needs to open your bag then locks may have to be
>broken. You may keep your bag locked if you choose but TSA is not
>liable for damage caused to locked bags that must be opened for security
>purposes.
>===============

Gut, meine Aussagen bezogen sich auf Europa, insbesondere Deutschland. Ich
fliege halt nicht in die USA (und bin inzwischen froh drüber, als Crew wird
man dort wie ein Schwerverbrecher behandelt).

Da die USA sich inzwischen in erschreckend kurzer Zeit in einen annähernd
totalitären Staat umgewandelt haben gibt es dort die entsprechenden Regeln
nach denen fast alles mit dem Gepäck angestellt werden darf.

In Deutschland wird nur unbeaufsichtig liegen gelassenes Gepäck zwangsgeöffnet
oder nachdem eine glaubwürdige Bombenwarnung eingegangen ist.

Steffen Braasch

unread,
Jun 25, 2003, 2:00:55 PM6/25/03
to
Andreas Mauerer <a.ma...@expires-2003-06-30.arcornews.de> wrote:

> Es haftet niemand. Man hat folgende Möglichkeiten, das Aufbrechen der
> Schlösser zu verhindern:

LH zeigt, je nach Gast bzw. Häufigkeit, Kulanz und ersetzt auch diesen
Schaden.....

Grüße
Steffen

--
------

Reply: Steffen_Braasch(at)se.maus.de

Stefan Gschwind

unread,
Jun 28, 2003, 7:06:11 PM6/28/03
to
"Ewald Rabler" <cole...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:3ef7f0c2$0$17652$91ce...@newsreader02.highway.telekom.at...

>
> Ich denke aber dass dieser "Erkennungserfolg" sehr vom Zustand und Willen
> des Bedienenden abhängt, denn sehr oft ergibt sich nur farbiges WirrWarr
am
> Bildschirm. Um den genauen Inhalt geht es bei der Röntgenkontrolle sowieso
> nicht, sondern um metallische Gegenstände, und die werfen Röntgenstrahlen
> hervorragend zurück - somit werden sie auf jeden Fall erkannt. (Messer,
> Schere, Kabel, Gürtelschnallen, etc...)

Das Personal muss aber auch den Willen haben was zu finden.
Komme gerade heute von meinen Tauchferien zurück In meinem
Handgepäck hatte ich in einem Plastikkoffer ein Unterwasserblitzgerät,
welches aus einer stabilen Aluröhre (ca. 25cm lang, 9cm Durchmesser)
besteht und diverse Kabel. So die typische Flugzeugbombenform eben.
In Zürich haben sie den Koffer sofort vom Band gepickt und zu zweit
geschaut wer sich das Ding nehmen will. Naja war darauf vorbereitet.
Als dann der Rückflug auf dem Programm stand und ich in Malta
durch die Handgepäckkontrolle ging musste ich ein zweites mal durch
den Metalldetektor wegen dem Münz im Hosensack. Ansonsten keine
Fragen... Da war ich doch recht überrascht.

Stefan


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