neulich bei einer unterhaltung mit einem anderen flieger ist
folgende frage aufgetreten:
Sind in Dt. die VFR-Halbkreisflughoehen (-flaechen) zwingend
vorgeschrieben oder nur eine empfehlung?
dass ATC abweichende hoehenzuteilung gibt ist mir bekannt, es war
nur die frage ob man beim "freien" VFR-fliegen ohne funkkontakt die
hoehen einhalten muss (und man eine ordnungswiedrigkeit begeht wenn
nicht) oder ob das nur empfehlungen sind ("strongly recommended") um
den VFR-fliegern ein hilfsmittel zur hand zu geben um eine art
hoehenstaffelung zu machen, es jedoch jedem selbst ueberlassen ist
diese einzuhalten.
Thomas
--
Thomas Wimmer | Landing Instructions Made Easy:
tho...@wimmer.net | "fly towards the ground until you're
Wiesloch, Germany | not in the sky anymore."
> Sind in Dt. die VFR-Halbkreisflughoehen (-flaechen) zwingend
> vorgeschrieben oder nur eine empfehlung?
Nöö, nur eine Empfehlung, die in Flughöhen > 5000 ft. als dringend gilt.
Du kannst aber bis FL 100 in .de jede Höhe fliegen, die Dir das Wetter
gestattet, so z. B. auch FL 80 bei Heading 030. Ob das sinnvoll ist,
lassen wir mal offen ;-))
Happy Landings
--
CU@FL95
Thorsten
bei allem Respekt, da blieb mir eben beim Lesen fast die Spucke weg...
Thorsten Neitzel schrieb in Nachricht <39EAFA11...@t-online.de>...
Empfehlung? Nein! Weder in D noch in sonst irgendeinem ICAO-Staat.
Allerdings ist die Transition-Altitude von Staat zu Staat verschieden.
Siehe LuftVO §31, gepostet als Antwort auf das Posting von Thomas Wimmer.
<OBERLEHRER>
Bevor ihr - als PPL-Inhaber nehme ich an - derartiges Halbwissen
veröffentlicht, wäre doch ein Blick in die LuftVO etc. angebracht, oder?
</OBERLEHRER>
Gruß Hans
FI(A)
die Halbkreisflughöhen sind keineswegs nur eine Empfehlung, sondern
verbindlich einzuhalten. Hier der entsprechende §31 aus der LuftVO:
<ZITAT>
(1) Bei Flügen nach Sichtflugregeln in und unterhalb der nach Absatz 3
festgelegten Höhe hat der Luftfahrzeugführer den Höhenmesser auf den
QNH-Wert des zur Flugstrecke nächstgelegenen zivilen Flugplatzes mit
Flugverkehrskontrollstelle einzustellen, wenn der Flug über die Umgebung des
Startflugplatzes hinausführt. QNH-Wert ist der auf mittlere Meereshöhe
reduzierte Luftdruckwert eines Ortes, unter der Annahme, daß an dem Ort und
unterhalb des Ortes die Temperaturverhältnisse der Normalatmosphäre
herrschen.
(2) Bei Flügen nach Sichtflugregeln oberhalb der nach Absatz 3 festgelegten
Höhe hat der Luftfahrzeugführer den Höhenmesser auf 1013,2 Hectopascal
einzustellen (Standard-Höhenmessereinstellung). Dabei ist die Flugfläche
einzuhalten, die nach den Regeln über Halbkreisflughöhen (Anlage 3) dem
jeweiligen mißweisenden Kurs über Grund entspricht. Dies gilt nicht, soweit
das Luftfahrzeug sich im Steig- oder Sinkflug befindet oder die nach § 28
Abs. 1 und 3 vorgeschriebenen Werte für Flugsicht und Abstand von Wolken in
der entsprechenden Flugfläche nicht eingehalten werden können. Flugflächen
sind zum Zwecke der Höhenstaffelung vorgesehene Flächen in der Atmosphäre,
die durch festgelegte Anzeigewerte eines auf 1013,2 Hectopascal
eingestellten Höhenmessers bestimmt sind. Halbkreis-Flughöhe ist die
festgelegte Reiseflughöhe, die nach der jeweiligen Hälfte der
Kompaßgradeinteilung, in der der mißweisende Kurs über Grund liegt, bestimmt
wird.
(3) Die Höhen nach Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 Satz 1 werden von dem
Flugsicherungsunternehmen festgelegt und in dem Bundesanzeiger sowie in den
Nachrichten für Luftfahrer bekanntgemacht.
(4) In den Lufträumen der Klassen B und C sind bei Flügen nach
Sichtflugregeln die von der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle
zugewiesenen Flughöhen einzuhalten.
</ZITAT>
Gruß Hans
FI(A)
>Empfehlung? Nein! Weder in D noch in sonst irgendeinem ICAO-Staat.
>ein Blick in die LuftVO etc. angebracht, oder?
Danke fuer Dein Posting!
Ich bin kein Jurist (vielleicht schweift das vom Thema ab), aber wenn
man von der aus §31 der LuftVO verbindlich einzuhaltenden Flughoehe
abweicht, was ist das dann? Eine Ordnungswidrigkeit?
Wie diese geahndet/verfolgt wird steht auf einem anderen Blatt, moechte
nur auf die rechtliche Lage raus.
Bestimmt halten wir uns alle an die Halbkreisflugregeln, aber darauf
bezog sich nicht Thomas seinen Frage - denke ich mal.
Ich halte diese Hoehen immer ein, weil ich mich dann besser fuehle.
Rausgucken tue ich trotzdem. ;-)
Viele Gruessle
Rupert
Hans Riedel schrieb:
> Hallo Thomas und Thorsten,
>
> bei allem Respekt, da blieb mir eben beim Lesen fast die Spucke weg...
> <OBERLEHRER>
> Bevor ihr - als PPL-Inhaber nehme ich an - derartiges Halbwissen
> veröffentlicht, wäre doch ein Blick in die LuftVO etc. angebracht, oder?
> </OBERLEHRER>
Was machst Du denn, wenn Du in der enstsprechenden Halbkreisflughöhe nicht
Deine Sichtverhältnisse antriffst? Du weichst auf eine andere Flughöhe /
Flugfläche aus.
So ist es also durchaus in Übereinstimmung mit der LuftVO, daß Du VFR in FL80
fliegst, obwohl diese eigentlich für IFR reserviert ist.
Also kann man den §31 LuftVO nur als Empfehlung interpretieren, denn Deine
Sichtverhätlnisse haben vor dem Einhalten der Halbkreisflughöhe absolute
Priorität.
Daß man dabei am besten mit FIS plaudert bzw. wenn die Sichten es zulassen
diese Flughöhen meidet ist selbstredend.
Ich bin bereits des öfteren durch das Wetter z.B. VFR auf FL 80 gezwungen
worden (von Karlsbad nach Egelsbach) oder auf 6000Ft. (von Leipzig nach
Egelsbach). Andere Flughöhen waren zu dieser Zeit VFR nicht sicher machbar.
Du informierst FIS darüber und fliegst Deinen Weg. Wenn IFR-Traffic kommt,
gibt Dir der Lotse i.d.R. entsprechende Informationen und Ausweichempfehlung.
Und da hat niemand gemosert, weil ich nicht in FL75 oder FL85 war.
Ich habe anfangs diese Flughöhen requestet, allerdsings kam dann vom Lotsen
immer die Antwort "Remain VFR - no Problem" oder ähnliches...
Also bleibe ich mal bei meiner Behauptung....
Happy Landings
Thorsten
Au weia. FIS darf keine Anweisungen geben, selbst wenn Du
offensichtlichen Unsinn treibst. Ich kann nur hoffen daß ich Leuten
Deines Schlags nicht begegne wenn ich IFR (natürlich in
IFR-Halbkreishöhe) unterwegs bin.
Schockiert,
Michael
--
Yesterday is history. Tomorrow is a mystery. Today is a gift. That's why
it is called 'present'.
Proudly sent with Linux. Web home: http://www.qsl.net/dc1rn
sachte, sachte. fehlinformationen gibts immer. und wenn man
oeffentlich was falsches sagt wird man (hoffentlich hoeflich) darauf
hingewiesen und hat was gelernt.
(...)
> Empfehlung? Nein! Weder in D noch in sonst irgendeinem
> ICAO-Staat.
> Allerdings ist die Transition-Altitude von Staat zu Staat
> verschieden.
>
> Siehe LuftVO §31, gepostet als Antwort auf das Posting von
> Thomas Wimmer.
>
> <OBERLEHRER>
> Bevor ihr - als PPL-Inhaber nehme ich an - derartiges
> Halbwissen veröffentlicht, wäre doch ein Blick in die LuftVO
> etc. angebracht, oder?
> </OBERLEHRER>
das war imho unnoetig spitz formuliert. wenn ich etwas nicht weiss
frage ich nach. dann bekomme ich antwort und evtl. sogar
literaturstelle dazu. wenn dann im gleichen moment ein irrtum
aufgeklaert wird um so besser.
zum thema ppl-inhaber: jep, ich bin ppl-inhaber (US-ppl) und habe
deswegen gefragt ob in _Dt._ das so ist
> Gruß Hans
> FI(A)
Ich glaube wenn Du ihm begegnen solltest kannst Du noch froh sein.
Es gibt genug Leute, die ohne Funkkontakt zu irgendeiner Bodenstelle und
ohne Transponder im Luftraum "E" unterwegs sind, bzw. mit Transponder 0021
aber ohne Höhenkodierung, und diese "Piloten" sind in meinen Augen eine
wesentlich größere Gefahr, als welche, die wenigstens zu FIS Kontakt halten.
Klar, in 3000ft fliegt es sich ja gut und ich bin ja auch über der
Kontrollzone, hab also meine Ruhe vor den doofen Lotsen...
Das ganze ist auch noch steigerungsfähig:
Es gibt Spezialisten, zu 90% "D-E___", die sich bei 10 NM Final in 3000ft
melden und einen simulierten ILS Anflug erbitten.
Sorry ... etwas vom Thema abgewichen.
Ich sehe es auch so, daß Halbkreisflughöhen obligatorisch sind, solange
diese Regelung nicht durch eine andere aufgehoben wird. Wetterbedingungen
brechen in diesem Fall sehr wohl diese Regel, genauso wie man auch nicht
gezwungen ist 2000ft bei Überlandflügen einzuhalten, wenn es das Wetter
nicht erlaubt.
Gruß
Benjamin
EDHL TWR
>Rupert M. Klein schrieb in Nachricht
<39EBF8EC...@studserv.uni-stuttgart.de>...
>
>Ich bin kein Jurist (vielleicht schweift das vom Thema ab), aber wenn
>man von der aus §31 der LuftVO verbindlich einzuhaltenden Flughoehe
>abweicht, was ist das dann? Eine Ordnungswidrigkeit?
>
>Wie diese geahndet/verfolgt wird steht auf einem anderen Blatt, moechte
>nur auf die rechtliche Lage raus.
>Bestimmt halten wir uns alle an die Halbkreisflugregeln, aber darauf
>bezog sich nicht Thomas seinen Frage - denke ich mal.
Viel kann ich - da kein Jurist - dazu nicht sagen, nur dass:
<ZITAT>
LuftVO § 43
Ordnungswidrigkeiten
Ordnungswidrig im Sinne des § 58 Abs. 1 Nr. 10 des Luftverkehrsgesetzes
handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
[1. bis 30. hier nicht zitiert]
31. einer Vorschrift des §28 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1
oder Abs. 4 Satz 1, §31 Abs. 1, 2 oder 4, §32 oder §33
über Flüge nach Sichtflugregeln zuwiderhandelt.
</ZITAT>
Gruß Hans
FI(A)
Thomas Wimmer schrieb in Nachricht <39EC61C9...@wimmer.net>...
>Hans Riedel wrote:
>>
>> Hallo Thomas und Thorsten,
>>
>> bei allem Respekt, da blieb mir eben beim Lesen fast die
>> Spucke weg...
>
>sachte, sachte. fehlinformationen gibts immer. und wenn man
>oeffentlich was falsches sagt wird man (hoffentlich hoeflich) darauf
>hingewiesen und hat was gelernt.
Gegen das Fragen habe ich nichts. Dennoch bin ich über diese Frage -
vorsichtig ausgedrückt - unverändert überrascht. Das Wissen um die
Halbkreisregeln erwarte ich als stets präsent beim Fliegen wie das kleine
Ein-Mal-Eins.
>> <OBERLEHRER>
>> Bevor ihr - als PPL-Inhaber nehme ich an - derartiges
>> Halbwissen veröffentlicht, wäre doch ein Blick in die LuftVO
>> etc. angebracht, oder?
>> </OBERLEHRER>
>
>das war imho unnoetig spitz formuliert. wenn ich etwas nicht weiss
>frage ich nach. dann bekomme ich antwort und evtl. sogar
>literaturstelle dazu. wenn dann im gleichen moment ein irrtum
>aufgeklaert wird um so besser.
Falls es so aufgefasst wurde - unhöflich sollte meine Antwort nicht sein,
aber sehr deutlich zeigen was ich von Piloten erwarte. Nämlich das
abrufbereite Basiswissen für die praktische Flugdurchführung sowie die
Fähigkeit, Wissenslücken selbsttätig zu schließen. Klar, diese NG ist
manchmal eine der möglichen Quellen.
>zum thema ppl-inhaber: jep, ich bin ppl-inhaber (US-ppl) und habe
>deswegen gefragt ob in _Dt._ das so ist
Ich wäre baff erstaunt, wenn dieses Thema in den USA oder sonst wo nicht
ebenso gelehrt wird.
Gruß Hans
FI(A)
[...]
wenn in einer Flugfläche die erforderlichen Bedingungen nicht mehr
eingehalten werden können, ist auf die nächste geeignete Flugfläche oder in
bzw. unterhalb die Transition-Altitude zu wechseln.
So einfach ist das!
Alles andere würde die Halbkreisregeln völlig ad adsurdum führen.
Das Du mit FIS in Verbindung stehst, ist ja prima. Aber kein FIS-Controller
wird Dir irgendwelche Anweisungen geben. Und wenn der nichts zu Deinem
VFR-Flug in FL80 sagt, Dein Glück soweit. Dadurch ist jedoch niemals eine
Legalisierung anzunehmen.
Das Wissen um die Halbkreisregeln erwarte ich als stets präsent beim Fliegen
wie das kleine
Ein-Mal-Eins. Und ich erwarte, dass sich alle Piloten in gleicher Weise
daran halten. Schließlich sind diese Regeln kein Selbstzweck.
Ich kann ich nur bitten, derartige Behauptungen nicht einfach in die Welt zu
setzen. Ich leite für mich daraus eine gewisse Gleichgültigkeit und Ignoranz
ab.
Geschockt,
Gruß Hans
FI(A)
Thomas Wimmer <tho...@wimmer.net> schrieb in im Newsbeitrag:
39EAF13F...@wimmer.net...
> Hallo
>
> neulich bei einer unterhaltung mit einem anderen flieger ist
> folgende frage aufgetreten:
>
> Sind in Dt. die VFR-Halbkreisflughoehen (-flaechen) zwingend
> vorgeschrieben oder nur eine empfehlung?
>
> dass ATC abweichende hoehenzuteilung gibt ist mir bekannt, es war
> nur die frage ob man beim "freien" VFR-fliegen ohne funkkontakt die
> hoehen einhalten muss (und man eine ordnungswiedrigkeit begeht wenn
> nicht) oder ob das nur empfehlungen sind ("strongly recommended") um
> den VFR-fliegern ein hilfsmittel zur hand zu geben um eine art
> hoehenstaffelung zu machen, es jedoch jedem selbst ueberlassen ist
> diese einzuhalten.
>
>
> die Halbkreisflughöhen sind keineswegs nur eine Empfehlung, sondern
> verbindlich einzuhalten. Hier der entsprechende §31 aus der LuftVO:
>
> ...Luftfahrzeugführer ... Flugverkehrskontrollstelle ...
Normalatmosphäre > ... Standard-Höhenmessereinstellung ...
Flugsicherungsunternehmen ... > Nachrichten für Luftfahrer
bekanntgemacht... Flugverkehrskontrollstelle
Au weia, herzlich willkommen in Deutschland. ;-)
Nein, ernsthaft, VFR ist VFR. See and avoid. Und wenn das Wetter dir
einen Strich durch Deine Rechnung macht, das steigst und sinkst Du eben
solange zwischen Deinen "halbkreisflughoehen" hin und her bis es passt.
Common sense. Das sollte in D auch nicht anders als in USA sein. Und
common sense laesst sich in keinen Paragraphen pressen.
Just my $0,02.
Ciao, Jens
!^NavFont02F02CA001671H59HH5AE1H72HH73HICC95EB
--
CFII/MEI
Euro Atlantic Aviation Int.
Naples, Florida
Noch was anderes zu diesem Thema: Ich habe ja auch in dne USA gelernt,
da hiess es: ungerade + 500 ostwaerts, gerade + 500 westwaerts; die
glatten (ohne +500) sind fuer IFR. Mein "Trevor Thom Air Law"-Buch,
das angeblich "JAA compliant" ist und auf dessen Basis ich also meinen
fuer Deutschland gueltigen Schein gemacht habe, macht aber keinen
Unterschied zwischen IFR und VFR: Hier gibt es fuer beide die "quadran-
tal rule" (die fuer IFR "required" und fuer VFR "strongly suggested"
ist), und die heisst:
Magnetic Track 000-089: ungerade tausend
090-179: ungerade tausend + 500
180-269: gerade tausend
279-359: gerade tausend + 500
Oberhalb FL245 gibt es dann eine "semicircular rule", aber das ist ja
fuer mich eher uninteresant :-)
Ist das jetzt eine britische Spezialregel mit den Viertelkreisen, die
sich IFR und VFR teilen, und alle anderen (D, USA) machen es mit Halb-
kreisen, in denen VFR und IFR voneinander getrennt sind?
Bye
Frederik
--
Frederik Ramm ## eMail fred...@remote.org ## N57°48.10' W005°40.32'
Im Gegentum zu .de tummeln sich in USA im "uncontrolled airspace" auch beide
Verkehrsarten IFR und VFR. Das ist hierzulande noch verboten (außer im "F"
Luftraum.)
Hier müssen die IFR-Piloten drauf vertrauen können, daß sich die VFR-Flieger
an die Regeln halten, sonst wirds kriminell.
Gruß,
Heiko
Hans Riedel schrieb:
> Das Wissen um die Halbkreisregeln erwarte ich als stets präsent beim Fliegen
> wie das kleine
> Ein-Mal-Eins. Und ich erwarte, dass sich alle Piloten in gleicher Weise
> daran halten. Schließlich sind diese Regeln kein Selbstzweck.
Keine Sorge, das Wissen ist präsent. Allerdings mußt Du auch wissen, wann Du die
Regeln brechen darfst oder mußt, damit Du nicht in die Bredouille kommst.
Natürlich halte ich mich normalerweise an die vorgegebenen Flughöhen, aber
manchmal geht es halt nicht anders.
Gruß
Thorsten
wie willst du unkontrolliert IFR fliegen (und wissen wohin`s geht)?
so in etwa?
Controller: Cessna 123, radar service terminated, remain this sqwack,
resume own IFR navigation, frequency change approved, have a nice day.
martin
--
Flying in USA: http://www.sunbirdflight.com/
Live Air Traffic: http://www.atlascomm.net/faaflyer/live.html
Michael Hofmann schrieb:
> Au weia. FIS darf keine Anweisungen geben, selbst wenn Du
> offensichtlichen Unsinn treibst. Ich kann nur hoffen daß ich Leuten
> Deines Schlags nicht begegne wenn ich IFR (natürlich in
> IFR-Halbkreishöhe) unterwegs bin.
Nur keine Bange, im Gegensatz zu Dir schaue ich aus dem Fenster, da ich VFR fliege.
Ich wechsele ja extra wegen der Sicht in eine andere Höhe. Wenn Du dann
Kaffeetrinkend auf mich zukommst, mache ich halt einen Schlenker.
Außerdem bekommst Du vom Lotsen Traffic info, ich ebenso.
Also, wozu die Panik? Bei den Wetterlagen, wo Du zu solchen Manövern gezwungen
bist, ist sowieso kaum ein Flieger VFR unterwegs.
Happy Landings
Thorsten
Das gibts sogar in Europa:
Man verläßt zum Zwecke des Approaches den kontrollierten Luftraum und fliegt
ein veröffentlichtes Verfahren im unkontrollierten Luftraum. Und hier kann
ein Controller nichts kontrollieren. Hier müssen die Piloten halt aus dem
Fenster schauen und die Mindestwetterbedingungen berücksichtigen sowie
disziplinierten Funkverkehr ausüben. VFR wie IFR.
Gruß,
Heiko
KGL schrieb:
> Hallo Pilots!
> Weia.. mal ganz locker gesagt, wenn ein Fluglehrer schon von einer
[...] viel richtiges
Stimme ich voll zu.
Gruß
Thorsten
Heiko Bauer schrieb:
> Das gibts sogar in Europa:
> Man verläßt zum Zwecke des Approaches den kontrollierten Luftraum und fliegt
> ein veröffentlichtes Verfahren im unkontrollierten Luftraum. Und hier kann
> ein Controller nichts kontrollieren. Hier müssen die Piloten halt aus dem
> Fenster schauen und die Mindestwetterbedingungen berücksichtigen sowie
> disziplinierten Funkverkehr ausüben. VFR wie IFR.
>
> Gruß,
> Heiko
Geht dem nicht ein 'IFR cancelled at ... ' voraus? Oder ist das dann ein Visual
Approach unter weiterhin bestehendem IFR?
Sprichst Du hier vom Luftraum 'F'?
Gruß
Thorsten
ist in .de ein transponder in luftraum E vorschrift??
viele gr"usse,
-gerhard
--
The template parameters of the template parameter need to be known in
order to use the template parameter.
-- B. Stroustrup, ``The C++ Programming Language''
>> Im Gegentum zu .de tummeln sich in USA im "uncontrolled airspace"
>> auch beide Verkehrsarten IFR und VFR. Das ist hierzulande noch
>> verboten (außer im "F" Luftraum.)
>> Hier müssen die IFR-Piloten drauf vertrauen können, daß sich die
>> VFR-Flieger an die Regeln halten, sonst wirds kriminell.
>
> wie willst du unkontrolliert IFR fliegen (und wissen wohin`s geht)?
>
> so in etwa?
>
> Controller: Cessna 123, radar service terminated, remain this sqwack,
> resume own IFR navigation, frequency change approved, have a nice day.
Hi Martin,
wenn du IFR in IMC in class g airspace unterwegs bist, machst du deine
position reports und vertraust darauf, dass etwaiiger VFR-Traffic sich
an die cloud-clearances haelt, sprich dich rechtzeitig sehen und
ausweichen kann, wenn du aus dem wetter kommst. Perfectly legal. Ob's zu
empfehlen ist, naja... ;-)
Ciao, jens
Beispielflugplatz in Frankreich, ich weiß nicht mehr den Namen....
Bis zum FAF bin ich mit Marseille Radar verbunden. Der cleared mich für den
ILS Approach und verabschiedet sich. Ich fliege das veröffentlichte
Verfahren, melde mich beim Tower (wenn da einer ist) und mache meine
Position Reports. Die vor allem dann, wenn der Tower unbesetzt ist. Solange
ich in Wolken bin, muß ich drauf vertrauen, daß da keiner unangemeldet
rumgeistert. Kann ja eigentlich auch nicht, da Radar von legalem Verkehr
wissen müßte. Bin ich frei von Wolken, muß ich selber rausschauen.
Ist das Wetter zu schlecht fliege ich den veröffentlichten Missed Approach
und melde mich bei Radar zurück.
Ich bin definitiv während des Approaches IFR unterwegs, in uncontrolled
Airspace.
Das geht sogar beim Abflug. Da braucht noch nicht mal jemand am Tower
sein.....
Naja, das restliche Europa ist halt flexibler.....
Gruß,
Heiko
Nicht direkt im Luftraum E, aber für alle motorgetriebenen Luftfahrzeuge
über 5000 ft MSL bzw. 3500 ft GND (höherer Wert entscheidend), und dort ist
in Deutschland ja noch genug Luftraum E anzutreffen. Hier ist der Transpon-
der unaufgefordert auf Mode A/C 0022 zu schalten.
Frank
--
+ Frank Pilhofer f...@informatik.uni-frankfurt.de +
| http://www.uni-frankfurt.de/~fp/ |
+---- Life would be a very great deal less weird without you. - DA ----+
kann vielleicht jemand die entsprechende gesetzesstelle zitieren?
(bis vor kurzem hatten wir noch einen tandem-falken ohne transponder,
heisst das, damit h"atten wir eigentlich gar nicht in unser sch"ones
nachbarland fliegen d"urfen? oder gilt die regelung vielleicht nur f"ur
D-zugelassene motorbetriebene lfz?)
wie auch immer, transponder und halbkreisflugh"ohen hin oder her, IMHO
ist jeder vfr-pilot ist f"ur seine eigene separation verantwortlich und
hat daher aus dem fenster zu schauen. selbst wenn er in airspace D oder
C unterwegs ist!
KGL schrieb in Nachricht <8sijjd$tps$00$1...@news.t-online.com>...
>Hallo Pilots!
>Weia.. mal ganz locker gesagt, wenn ein Fluglehrer schon von einer
Nachfrage
>und der Diskussion darüber "geschockt" ist, dann muß er ja jedesmal
>triefnass und käseweis aus dem Flieger steigen bei einem Beginner.
keine Sorge, ist bislang noch nicht vorgekommen, auch wenn's mit Spins
abwärts geht bleibt alles trocken, und ich fliege viel mit Beginnern.
"geschockt" war sicher etwas hart gewählt, "kopfschüttelnd" wäre wohl
treffender gewesen.
Was mich stört, war der Tenor der Antwort, welcher mir den Eindruck einer
eher gleichgültigen Grundeinstellung vermittelt hat und das wohl unsichere
Basiswissen beider Personen.
Ich habe absolut nichts gegen vernüftige Entscheidungen, auch wenn sie mal
kurzzeitig von den Regeln abweichen. Wohl aber habe ich etwas dagegen, wenn
jemand fehlerhafte Aussagen macht obwohl er/sie es besser wüssen müßte.
>>Nöö, nur eine Empfehlung, die in Flughöhen > 5000 ft. als dringend
gilt.
>>Du kannst aber bis FL 100 in .de jede Höhe fliegen, die Dir das Wetter
>>gestattet, so z. B. auch FL 80 bei Heading 030.
Ganz allgemein, ich beobachte immer wieder, dass oft wenig Wissen um den
Sinn einiger Regeln vorherrscht. Der Nicht-IFR-Flieger kennt meist die
Situationen nicht genau, in der sich dieser befinden kann (Stichwort
Mindestabstand zu Wolken, IFR Anflüge im Luftraum F, Halbkreisregeln,
Transponder). Viele Motorflieger wissen nichts über Segelflug und umgekehrt.
Oder was es bedeutet, in einer 152er anfliegend den Hinweis auf ein
Verkehrsflugzeug als Nr.2 im 6 miles final zu bekommen. Undsoweiter...
Jedenfalls versuche ich meinen Teil in der Ausbildung dazu beizutragen.
Ebensowenig ist irgendetwas gegen unsere Partner von FIS zu sagen; Hinweise
und Ratschläge nehme ich gerne an. Ich habe ja i.d.R. immer Gelegenheit die
Informationen zu verifizieren.
[...viel gutes, aber IMHO vom ursprünglichen Thema leicht entferntes...]
Gruß Hans
FI(A)
>> Nicht direkt im Luftraum E, aber für alle motorgetriebenen Luftfahrzeuge
>>über 5000 ft MSL bzw. 3500 ft GND (höherer Wert entscheidend), und dort
ist
>>in Deutschland ja noch genug Luftraum E anzutreffen. Hier ist der
Transpon-
>>der unaufgefordert auf Mode A/C 0022 zu schalten.
>
>kann vielleicht jemand die entsprechende gesetzesstelle zitieren?
AIP VFR, ENR Seite 1-17,
basierend auf NFL I-3/99, I-21/99
Kurzfassung:
Verbindlich ist A/C 0022 oberhalb 5000 ft MSL oder 3500 ft GND, mit Ausnahme
im Luftraum C oberhalb der genannten Höhen, sowie in den TMZ (Transponder
Mandatory Zone).
Empfohlen ist A/C 0021 in/unterhalb 5000 ft MSL bzw. 3500 ft GND, jedoch
nicht bei Flügen in der Platzrunde.
>(bis vor kurzem hatten wir noch einen tandem-falken ohne transponder,
>heisst das, damit h"atten wir eigentlich gar nicht in unser sch"ones
>nachbarland fliegen d"urfen? oder gilt die regelung vielleicht nur f"ur
>D-zugelassene motorbetriebene lfz?)
Gilt für motorgetriebene LFZ in D, unabhängig davon in welchem Land ein LFZ
registriert ist.
>wie auch immer, transponder und halbkreisflugh"ohen hin oder her, IMHO
>ist jeder vfr-pilot ist f"ur seine eigene separation verantwortlich und
>hat daher aus dem fenster zu schauen. selbst wenn er in airspace D oder
>C unterwegs ist!
Völlig richtig!
Gruß Hans
FI(A)
Hans Riedel schrieb:
> eher gleichgültigen Grundeinstellung vermittelt hat und das wohl unsichere
> Basiswissen beider Personen.
Das sehe ich anders....
> Ich habe absolut nichts gegen vernüftige Entscheidungen, auch wenn sie mal
> kurzzeitig von den Regeln abweichen. Wohl aber habe ich etwas dagegen, wenn
> jemand fehlerhafte Aussagen macht obwohl er/sie es besser wüssen müßte.
Sehe ich das richtig, daß Du bei Wetter lieber permanent zwischen Flightlevels
pendelst und das auch so Deinen Schülern beibringst? Das ist ja wohl um ein
Vielfaches gefährlicher als im Kontakt mit FIS straight und level zu fliegen,
das solltest Du eigentlich wissen.
> [...]
> Jedenfalls versuche ich meinen Teil in der Ausbildung dazu beizutragen.
Das ist gut so, aber bitte auch mal etwas pragmatisch sein beim Fliegen. Es ist
halt manchmal sinnvoller, nicht stur nach Regeln zu fliegen. Dazu zählen Levels
entgegen den Halbkreishöhen ebenso wie der Verzicht auf das Vorflugsrecht in der
Platzrunde oder ähnliches.
Du solltest Dich vielleicht nochmal mit einem Fluglotsen darüber unterhalten und
ihn fragen, was ihm lieber ist:
Einer, der permanent die Höhe und Richtung wechselt, möglichst ohne Funkkontakt,
nur um Wolken auszuweichen?
Oder einer, der in die Wolken fliegt, weil er sich an die Halbkreishöhen hält?
Oder vielleicht doch lieber jemand, der in Absprache mit dem Lotsen ein Level
wählt, daß für ihn sicher ist und für alle anderen im Luftraum sicher ist?
Ich glaube, Du kannst Dir diese Frage selbst beantworten.
Nix für ungut, aber ich denke, da solltest Du nochmal drüber nachdenken.
Gruß
Thorsten
Die Aussage versteh ich in diesem Bezug jetzt nicht ganz.
Hast Du noch nie von Airspace "F" Plätzen in Deutschland gehört?
Bestes Beispiel ist wohl Siegerland, ein unkontrollierter Platz aber sogar
mit ILS und der Flugleiter hat sogar ein Radardatendarstellungssystem.
Benjamin
EDHL
(...)
> "geschockt" war sicher etwas hart gewählt, "kopfschüttelnd"
> wäre wohl treffender gewesen.
>
> Was mich stört, war der Tenor der Antwort, welcher mir den
> Eindruck einer eher gleichgültigen Grundeinstellung
> vermittelt hat und das wohl unsichere Basiswissen beider
> Personen.
als der fragesteller (und damit wohl einer von den erwaehnten
"beiden Personen"):
inwiefern meinst du ich haette unsicheres basiswissen?
zur verdeutlichung: ich hatte nur gefragt ob halbkreisflugregel
vorschrift ist oder nicht. was bei dir vielleicht zu der annahme
gefuehrt haben koennte ich wuerde die halbkreisflugregel ignorieren
wenns keine vorschrift ist und mich auch sonst nicht so in
"gepflogenheiten" auskennen.
fuer die akten: ja, ich halte mich an die halbkreisflugregeln, aber
nicht weil das vorschrift ist sondern weil mir das a) so beigebracht
wurde und ich b) den sinn dahinter verstehe. und dann brauche ich
keine vorschrift die mir das vorschreibt was ich sowieso mache (->
deswegen nie drum gekuemmert obs vorschrift ist).
die diskussion die ich mit einem fliegerkollegen hatte war rein
akademischer natur.
ist es "besseres basiswissen" wenn ich eine regelung einhalte weil
es halt vorschrift ist oder vielleicht doch weil ich den sinn und
zweck der regelung verstehe und fuer richtig erachte?
(...)
> Gruß Hans
> FI(A)
Im Artikel <8slis8$kse58$1...@ID-16545.news.cis.dfn.de>, "Hans Riedel"
<mai...@riedel-online.de> schreibt:
>
>AIP VFR, ENR Seite 1-17,
>basierend auf NFL I-3/99, I-21/99
>
>Kurzfassung:
>
>Verbindlich ist A/C 0022 oberhalb 5000 ft MSL oder 3500 ft GND, mit Ausnahme
>im Luftraum C oberhalb der genannten Höhen, sowie in den TMZ (Transponder
>Mandatory Zone).
>
>Empfohlen ist A/C 0021 in/unterhalb 5000 ft MSL bzw. 3500 ft GND, jedoch
>nicht bei Flügen in der Platzrunde.
jetzt wird es lustig.
Es heist es "ist" der Transponder zu schalten (wenn also vorhanden) aber es muß
nicht geschaltet werden ;-)
Bei TMZ steht " Es "muß" der Transponder geschaltet werden"
Dann steht : 3. Hinweise
3.1 Durch die Schaltung "sollen" LFZF von kontrollierte und militaerischen LFZ
verbesserte Verkehrsinformationen seitens der Flugsicherung gegeben werden.
3.2 Die VFR-Fluege werden nicht kontrolliert.
Pflichten : zusammenstöße vermeiden
die Ausweichregeln zu beachten
in den vorgeschriebenen Fällen Freigabe einholen.
Sollte also ein Flugzeug keinen Transponder haben, so darf er trotzdem bis
FL100 fliegen. Waere ja noch schoener, wenn der Wellenflug in Deutschland
vermiesst wird.
Kann sich ein Motorflieger (ps hab selbst PPL-A) vorstellen, wie geil es ist
auf ueber 2500m in einer Welle zu fliegen, ohne jeden Antrieb ?????
Ich sage immer, daß alle Piloten die noch keinen Streckenflug in einem
Segelflieger mitgemacht haben, ganz unglueckliche Menschen sein muessen ;-)
Ohne Antrieb 300km abspulen und das in ganz gemuetlichen 5 Stunden ;-)
Ups ein bischen abschweifend ;-)
Gruss
Rainer
---------------------------------
Wissen ist Macht
Nix
wissen macht nichts
http://corsair.flugmodellbau.de/
Im Artikel <8sg6gu$kcpc9$1...@ID-16545.news.cis.dfn.de>, "Hans Riedel"
<mai...@riedel-online.de> schreibt:
>bei allem Respekt, da blieb mir eben beim Lesen fast die Spucke weg...
>
>Thorsten Neitzel schrieb in Nachricht <39EAFA11...@t-online.de>...
>>Hallo Thomas!
>>
>>> Sind in Dt. die VFR-Halbkreisflughoehen (-flaechen) zwingend
>>> vorgeschrieben oder nur eine empfehlung?
>>
>>Nöö, nur eine Empfehlung, die in Flughöhen > 5000 ft. als dringend gilt.
>>
>Empfehlung? Nein! Weder in D noch in sonst irgendeinem ICAO-Staat.
>Allerdings ist die Transition-Altitude von Staat zu Staat verschieden.
>
>Siehe LuftVO §31, gepostet als Antwort auf das Posting von Thomas Wimmer.
>
><OBERLEHRER>
>Bevor ihr - als PPL-Inhaber nehme ich an - derartiges Halbwissen
>veröffentlicht, wäre doch ein Blick in die LuftVO etc. angebracht, oder?
></OBERLEHRER>
>
>Gruß Hans
>FI(A)
Hai Hans,
kannst mir verraten wie andere Teilnehmer die Flugflaechen einhalten sollen ??
Als Fallschirmspringer, Segelflieger ist das schlichtweg unmoeglich, also muß
ein IFR Flieger oder ein VFR-Flieger, die Flugflaeche fliegen, immer die Augen
aufmachen, denn ein Flugzeug im Steigflug oder Sinkflug kann immer den Weg
kreuzen. Zudem bezweifle ich das die meisten Uls die Halbkreisflughoehen kennen
und sowieso kaum in dieser Hoehe unterwegs sind.
Den meisten Verkehr und Dichte haben wir eh unter 5000ft, denn wer geht schon
auf FL wenn er 50km zum naechsten Flugplatz fliegt um Kaffee zu trinken ??
Zudem moechte ich gerne die Landschaft sehen, was bei FL kaum moeglich ist.
Ed fakt ist es nur eine Empfehlung und kein Gesetz.
happy landings und Hals- und Bein...
scabola
Rainer Anthony Reubelt schrieb in Nachricht
<20001019150231...@nso-fp.aol.com>...
>
>Hai Hans,
also mal vorweg, ich hab' mir diese Regeln ja nicht ausgedacht - sondern nur
die LuftVO zitiert und auf eine falsche Behauptung aufmerksam gemacht.
>kannst mir verraten wie andere Teilnehmer die Flugflaechen einhalten sollen
??
>Als Fallschirmspringer, Segelflieger ist das schlichtweg unmoeglich, also
muß
>ein IFR Flieger oder ein VFR-Flieger, die Flugflaeche fliegen, immer die
Augen
>aufmachen, denn ein Flugzeug im Steigflug oder Sinkflug kann immer den Weg
>kreuzen.
Klar. Aber was willst Du damit sagen? Da "die" das naturgemäß nicht können,
brauch' ich mich auch nicht dran zu halten? Warum hat man diese Regeln
ersonnen - wohl um die Sicherheit im Luftverkehr zu erhöhen. Das die
Halbkreisregeln keine 100%-ige Sicherheit ohne weiteres Zutun (rausgucken
etc.) bringen, wissen wir wohl alle.
>Zudem bezweifle ich das die meisten Uls die Halbkreisflughoehen kennen
>und sowieso kaum in dieser Hoehe unterwegs sind.
>Den meisten Verkehr und Dichte haben wir eh unter 5000ft, denn wer geht
schon
>auf FL wenn er 50km zum naechsten Flugplatz fliegt um Kaffee zu trinken ??
>Zudem moechte ich gerne die Landschaft sehen, was bei FL kaum moeglich ist.
Das sind jetzt aber gaaaanz andere Themen...
>Ed fakt ist es nur eine Empfehlung und kein Gesetz.
Ist die LuftVO eine Empfehlung? Nein, sie stützt sich auf das LuftVG. Aber
das können Juristen im Detail besser erklären als ich.
>Gruss
>Rainer
>---------------------------------
>
>Wissen ist Macht
Möglich...
>Nix wissen macht nichts
Hmmm, wirklich?
Gruß Hans
FI(A)
>Thomas Wimmer schrieb in Nachricht <39EEDD65...@wimmer.net>...
>
>inwiefern meinst du ich haette unsicheres basiswissen?
>
>zur verdeutlichung: ich hatte nur gefragt ob halbkreisflugregel
>vorschrift ist oder nicht.
Ich war doch arg darüber erstaunt, diese Frage von einem >= PPL-Inhaber zu
lesen. Eine aus meiner Sicht fundamentale Regel, die großen Praxisbezug hat.
Ich erwarte dass dieses für die Praxis so bedeutende Wissen parat ist.
Anders als beispielsweise zu Wissen, mit welcher Drehzahl irgendwelche
Kreisel drehen. Schließlch lernten wir diese Dinge doch sowohl beim BZF/AZF
und nochmal in der PPL-Theorie. Und mußten dies in Prüfungen belegen.
>was bei dir vielleicht zu der annahme
>gefuehrt haben koennte ich wuerde die halbkreisflugregel ignorieren
>wenns keine vorschrift ist und mich auch sonst nicht so in
>"gepflogenheiten" auskennen.
Nein. Aber aufgrund der Antwort von Thorsten "Nöö, ...in jeder Höhe..."
kam's über mich. Ich hab oft die Erfahrung gemacht, das sich aufgrund
solcher Diskussionen (nicht nur in NGs) Unrichtiges verbreitet und als
Richtiges behalten wird. Komischerweise merken sich einige Leute Fehler
besser, ich weiß nicht warum.
>fuer die akten: ja, ich halte mich an die halbkreisflugregeln, aber
>nicht weil das vorschrift ist sondern weil mir das a) so beigebracht
>wurde und ich b) den sinn dahinter verstehe. und dann brauche ich
>keine vorschrift die mir das vorschreibt was ich sowieso mache (->
>deswegen nie drum gekuemmert obs vorschrift ist).
Das freut uns alle sicher, mich vor allem wegen dem Sinn.
>die diskussion die ich mit einem fliegerkollegen hatte war rein
>akademischer natur.
>
>ist es "besseres basiswissen" wenn ich eine regelung einhalte weil
>es halt vorschrift ist oder vielleicht doch weil ich den sinn und
>zweck der regelung verstehe und fuer richtig erachte?
Ganz allgemein: Es gibt fraglos zahlreiche Regeln die wir Bürger einhalten
müssen, auch wenn Sie nicht jedem als sinnvoll erscheinen. Es steht jedem
offen, mit den korrekten Mitteln für Abhilfe zu sorgen.
Schöne Flüge, ich bin jetzt erstmal 2 Wo. offline und fliege auf den
Canaren.
Gruß Hans
FI(A)
ich freue mich ja über Spitzfindigkeiten, aber...
>>Kurzfassung:
>>
>>Verbindlich ist A/C 0022 oberhalb 5000 ft MSL oder 3500 ft GND, mit
Ausnahme
>>im Luftraum C oberhalb der genannten Höhen, sowie in den TMZ (Transponder
>>Mandatory Zone).
>>
>>Empfohlen ist A/C 0021 in/unterhalb 5000 ft MSL bzw. 3500 ft GND, jedoch
>>nicht bei Flügen in der Platzrunde.
>jetzt wird es lustig.
>
>Es heist es "ist" der Transponder zu schalten (wenn also vorhanden) aber es
muß
>nicht geschaltet werden ;-)
...wieso interpretierst Du "ist zu schalten" als "ist zu schalten wenn
vorhanden" ?
Da kann ich Dir nicht folgen.
>Bei TMZ steht " Es "muß" der Transponder geschaltet werden"
Auch hier sehe ich keinen Spielraum für Interpretationen. TMZs liegen ja
unterhalb der Transition-Altitude.
>Dann steht : 3. Hinweise
>
>3.1 Durch die Schaltung "sollen" LFZF von kontrollierte und militaerischen
LFZ
>verbesserte Verkehrsinformationen seitens der Flugsicherung gegeben werden.
>
>3.2 Die VFR-Fluege werden nicht kontrolliert.
>Pflichten : zusammenstöße vermeiden
>die Ausweichregeln zu beachten
>in den vorgeschriebenen Fällen Freigabe einholen.
Dies (3.) verstehe ich als nützliche Hintergrundinformation im Sinne der
Sesamstraße "wieso, weshalb, warum".
>Sollte also ein Flugzeug keinen Transponder haben, so darf er trotzdem bis
>FL100 fliegen.
Motorgetriebene nicht. Von irgendwelchen genehmigten Ausnahmen mal
abgesehen, aber darum geht es hier nicht.
>Waere ja noch schoener, wenn der Wellenflug in Deutschland
>vermiesst wird.
>
>Kann sich ein Motorflieger (ps hab selbst PPL-A) vorstellen, wie geil es
ist
>auf ueber 2500m in einer Welle zu fliegen, ohne jeden Antrieb ?????
>
>Ich sage immer, daß alle Piloten die noch keinen Streckenflug in einem
>Segelflieger mitgemacht haben, ganz unglueckliche Menschen sein muessen ;-)
>Ohne Antrieb 300km abspulen und das in ganz gemuetlichen 5 Stunden ;-)
>
>Ups ein bischen abschweifend ;-)
Gruß Hans
FI(A)
Thorsten Neitzel schrieb in Nachricht <39EECF37...@t-online.de>...
[...]
>Sehe ich das richtig, daß Du bei Wetter lieber permanent zwischen
Flightlevels
>pendelst und das auch so Deinen Schülern beibringst?
Wie kommst Du darauf? Ich habe nie von "ständig pendeln" gesprochen.
>Das ist ja wohl um ein Vielfaches gefährlicher als im Kontakt mit
>FIS straight und level zu fliegen, das solltest Du eigentlich wissen.
Stimmt. FIS habe ich in meine Ausführungen nicht einbezogen. Das es
unabhängig davon mit FIS besser ist, ist doch logisch.
>> [...]
>> Jedenfalls versuche ich meinen Teil in der Ausbildung dazu beizutragen.
>
>Das ist gut so, aber bitte auch mal etwas pragmatisch sein beim Fliegen. Es
ist
>halt manchmal sinnvoller, nicht stur nach Regeln zu fliegen. Dazu zählen
Levels
>entgegen den Halbkreishöhen ebenso wie der Verzicht auf das Vorflugsrecht
in der
>Platzrunde oder ähnliches.
Ich habe Dich lediglich - äußerst deutlich - auf die Regeln hingewiesen.
>Du solltest Dich vielleicht nochmal mit einem Fluglotsen darüber
unterhalten und
>ihn fragen, was ihm lieber ist:
Das geschieht ziemlich oft...
>Einer, der permanent die Höhe und Richtung wechselt, möglichst ohne
Funkkontakt,
>nur um Wolken auszuweichen?
>Oder einer, der in die Wolken fliegt, weil er sich an die Halbkreishöhen
hält?
>Oder vielleicht doch lieber jemand, der in Absprache mit dem Lotsen ein
Level
>wählt, daß für ihn sicher ist und für alle anderen im Luftraum sicher ist?
Das geht etwas am Thema vorbei. Du versuchst hier meines Erachtens Argumente
zu finden, um das Umgehen zumindest der Halbkreisregeln für Dich zu
legalisieren. Vielleicht auch um Deine Behauptung "...nur eine
Empfehlung..." nicht korrigieren zu müssen. Die Größe besteht doch darin,
zumindest sich selbst gegenüber Fehler einzugestehen. Fehler machen alle,
auch Du und ich. Gegen pragmatisches Vorgehen ansich habe ich nicht das
geringste einzuwenden.
>Ich glaube, Du kannst Dir diese Frage selbst beantworten.
>Nix für ungut, aber ich denke,
>da solltest Du nochmal drüber nachdenken.
Das will ich Dir wärmstens "zurückempfehlen".
Gruß Hans
FI(A)
P.S.: in den nächsten 2 Wo. bin ich offline, da hab't ihr Ruhe vor mir.
Na Prost Mahlzeit.
Du sagtest, Du hast einen PPL-A?
Ich würde Dir jetzt, wenn ich es könnte, eine deftige Nachschulung
verordnen.
Dein Argument Wellenflug kann man nicht werten, da diese
Transponder-Regelung nicht für Segelflugzeuge gilt.
Benjamin Schmidt
EDHL Tower
Am liebsten ist mir zum Beispiel jemand, der *sowohl* auf einer FIS-Frequenz
*als auch* in der richtigen Höhe laut Halbkreisflughöhe ist.
Sicher, beim Steig- und Sinkflug werden auch andere Höhen gekreuzt, doch
wenn man als VFR-Flieger auf ein Flight Level steigt, so tut man es ja doch
meistens für längere Strecken, wobei die Strecke dann meistens deutlich
überwiegt gegenüber Steig- und Sinkflug.
Ich bin kein Radar- oder FIS-Lotse, aber ich bin mir sicher, daß die der
gleichen Meinung sind.
Benjamin
EDHL TWR
Jep,
>Ich würde Dir jetzt, wenn ich es könnte, eine deftige Nachschulung
>verordnen.
Noe danke.
>Dein Argument Wellenflug kann man nicht werten, da diese
>Transponder-Regelung nicht für Segelflugzeuge gilt.
Frag beim RP Stuttgart Herr Peter Spaenig nach.
Es gibt keine Transponderpflicht für Motorflugzeuge und ohne Transponder dürfen
die bis FL100 fliegen.
>Benjamin Schmidt
>EDHL Tower
PS wenn ich in diesen Hoehen unterwegs bin, fliege ich FL und schalte
Transponder. Zudem habe ich keine Probleme mich mit FFM Info zu unterhalten.
Gruss
Rainer
---------------------------------
Wissen ist Macht
Grins, gerne.
>
>>Es heist es "ist" der Transponder zu schalten (wenn also vorhanden) aber es
>muß
>>nicht geschaltet werden ;-)
>
>
>...wieso interpretierst Du "ist zu schalten" als "ist zu schalten wenn
>vorhanden" ?
>Da kann ich Dir nicht folgen.
Weil der Gesetzgeber keine unmissverständlich schreibt.
Wenn der Transponder Pflicht ist, wie in Friedrichshafen, dann muß der
Transponder geschaltet werden. Ist er dagegen keine Pflicht, dann ist er zu
schalten.
>
>>Bei TMZ steht " Es "muß" der Transponder geschaltet werden"
>
>Auch hier sehe ich keinen Spielraum für Interpretationen. TMZs liegen ja
>unterhalb der Transition-Altitude.
Doch bei entsprechender Freigabe, kannste ohne Transponder durchfliegen.
>
>>Sollte also ein Flugzeug keinen Transponder haben, so darf er trotzdem bis
>>FL100 fliegen.
>
>Motorgetriebene nicht. Von irgendwelchen genehmigten Ausnahmen mal
>abgesehen, aber darum geht es hier nicht.
Hm, eine Piper PA 18/150 hat keinen Transponder und trotzdem werden F-Schlepps
auf mehr als 1000m getätigt, sowie Astmafluege durchgeführt.
Die Piper wird immer wieder auch mal von einem RP-Beamten geflogen und der hat
bis heute nichts dagegen gehabt, daß dieses Flugzeug ohne Transponder bis unter
FL100 rumfliegt.
Ed fakt duerfen alle zugelassenen Flugzeuge ob mit oder ohne bis FL100 fliegen.
Siehe auch neuesten Aerokurier, wo die Ankündigung ab 2010 mit neuen
Luftraumstruktur kommen soll. Dann wird allgemein eine Transponderpflicht
vorgeschrieben für alle Hoehen. Bis FL100 dann ohne Freigabe, über FL100 mit
Freigabe.
Boese Zeiten, der arme Lotse wird dann eh alle Segler ausblenden da die sowieso
vollkommen unberechenbar sind.
Grins, dem Loten fragen ob ich jetzt diesen Bart nehmen darf, oder ob ich durch
das Kurbeln jemanden im Wege bin :-(
>
>
>Gruß Hans
>FI(A)
Wolltest du nicht 2 Wochen offline sein ??
WAS???? das kann doch nicht dein ernst sein? soll denn der segelflug
in .de komplett abgemurkst werden?
liebe gr"usse,
Gerhard Wesp schrieb:
>
>
> WAS???? das kann doch nicht dein ernst sein? soll denn der segelflug
> in .de komplett abgemurkst werden?
>
Ja.
Ist aber ein anderes Thema.
Gruss Wolfgang