Am 26.07.2014 20:33, schrieb Gernot Griese:
>> Wie erkl�rst Du Dir dann die vielen dokumentierten F�lle? Sind die
>> Piloten alles Simulanten?
>>
> Gibt es darunter einen Fall, bei dem eine Netzhautsch�digung
> nachgewiesen wurde?
Ich hab vorhin mal gegoogelt, leider auf Anhieb nichts gefunden. Ich bin
mir ziemlich sicher, dass es bei der BFU einen Bericht dazu gibt,
allerdings ist die Durchsuchbarkeit der Berichte dort hmm, ja, �hem,
nicht vorhanden. Alle durchklicken wollte ich nicht.
Ich meine ein Heli war betroffen.
>
>>> Aus einem
>>> Kilometer Entfernung sind praktisch alle k�nstlichen Lichtquellen
>>> punktf�rmig.
>>
>> Nat�rlich, aber kaum eine andere k�nstliche Lichtquelle ist aus 1km
>> Entfernung noch so hell. Kaum eine andere punktf�rmige Lichtquelle hat
>> so eine hohe Lichtst�rke:
>>
http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtst%C3%A4rke_%28Photometrie%29
>
> Ach ja? Wo steht da was von Lasern? Ein 10kW Flakscheinwerfer blendet
> sicher mehr als ein 1mW Laser.
Ich schrieb "kaum eine", nicht "keine".
Au�erdem bezog ich mich immer auf einen 1W-Laser.
>
>> Au�erdem: Laut
>>
http://de.wikipedia.org/wiki/Laserpointer#Divergenz_und_Farbe
>> liegt die Divergenz eines Laserpointers �blicherweise ca bei 1mm/m, das
>> bedeutet, in 1km Entfernung ist der Leuchtfleck nur 1m im Durchmesser,
>> nicht 6m.
>>>
> G�hn! Entweder der Fleck ist klein und man trifft nicht oder der Fleck
> ist gro�, das Licht blendet aber es zerst�rt deshalb noch lange nicht
> die Netzhaut, dazu reicht auch 1W/m� noch lange nicht aus.
Auf der Netzhaut hast Du viel mehr als 1W/m�
>
>>>> An die Sonne wird der Laserpointer nicht rankommen, aber wenn man mit
>>>> voll ge�ffneten Pupillen direkt in die Sonne schaut, d�rfte es in
>>>> k�rzester Zeit ein sch�nes Loch in der Netzhaut geben.
>>>>
>>> Man kann nicht mit voll ge�ffneten Pupillen in die Sonne schauen wenn
>>> man nicht gerade Atropin in die Augen getr�ufelt bekommen hat ;-)
>>
>> Ich wollte das eigentlich mit einem Nachtflug vergleichen. Pupille voll
>> offen, Auge maximal empfindlich und schlagartig trifft der Laserstrahl.
>
> Mit der Helligkeit einer 15W-Gl�hlampe in 2,5 Metern Entfernung, ja das
> blendet durchaus.
>
>> W�rde das mit der Sonne passieren, w�re das Auge dann wohl hin.
>
> Sicher nicht, sonst w�ren wir alle blind.
Nein, weil keiner mit vollst�ndig ge�ffneter Pupille in die Sonne schaut.
>>> Was ich mit meinen Postings sagen m�chte, ist folgendes:
>>>
>>> - Mit legal erh�ltlichen Laserpointern ist es unm�glich Piloten auch nur
>>> zu blenden,
>>>
>>> - mit selbst gebauten oder illegal importierten Handlasern ist es sehr
>>> wohl m�glich, Piloten zu blenden und somit die Flugsicherheit zu
>>> beeintr�chtigen, wenn die Leistungen der Laser im Wattbereich liegen und
>>> Hilfsmittel wie Stative und Ferngl�ser eingesetzt werden,
>>>
>>> - eine nachhaltige Sch�digung der Augen ist auch bei solchen Lasern
>>> nicht zu erwarten.
>>
>> Die Erfahrung zeigt, dass eben doch nachhaltige Sch�digungen auftreten,
>> wenn auch selten.
>>
> Quellen?
s.o.
Vielleicht kann jemand anderes eine beisteuern (Rolf?).
Die F�lle aus Aviation Herald hatte ich ja bereits verlinkt.
>> Ich m�chte nun auch mal einen Ansatz vorrechnen, um selbst ein Gef�hl zu
>> bekommen:
>> - Laser mit 1W Strahlungsleistung und 1mm/m Divergenz.
>> - Leuchtfleck im 1km entfernten Flugzeug: n�herungsweise 1m�
>> - Leistungsdichte ist dann 1�W/mm�
>
> Also ein Tausendstel der Sonnenintensit�t.
Ja
>
>> - Durch die maximal ge�ffnete Pupille von 8mm Durchmesser (50mm�)
>> fallen also 50�W
>> - Diese 50�W werden auf der Netzhaut auf einen Punkt fokussiert,
>> der gesch�tzt kleiner als 0,1mm * 0,1mm ist.
>> - Die Leistungsdichte in diesem Punkt betr�gt dann
>> 50�W/0,01mm� = 5mW/mm�
>
> Mit der Hand f�hlst du etwa 100 mW/mm�, wenn du sie sehr ruhig f�r
> einige Sekunden in einen passenden Laserstrahl h�ltst. >1 W/mm� f�hlt
> sich an wie ein Nadelstich.
Da hast Du eine dicke Hornschicht und damit eine relativ gro�e
thermische Tr�gheit davor. Mit 100mW/mm� hast Du nach 1 Sekunde sicher
schon Ver�nderungen auf der Oberfl�che der Hornschicht.
Die Netzhaut ist dagegen sehr d�nn.
>
>> - Um die Netzhaut zu sch�digen reicht vermutlich eine
>> Temperaturerh�hung von weniger als 20K.
>>
> Und die willst du mit 50 �W erreichen? Denn mehr, als das, was auf die
> Pupille f�llt, kommt auch auf der Netzhaut nicht an.
Mit 50�W nicht. s.u.
>
>> Trotzdem ist die Leistungsdichte nicht sehr hoch so dass auch ich mir
>> bei kurzzeitiger Einwirkung keine Sch�digung vorstellen kann.
>>
>> Allerdings sind einige Parameter doch ziemlich variabel. Sollten Laser
>> mit deutlich mehr als 1W verwendet werden und/oder die Divergenz
>> deutlich besser sein und au�erdem das Flugzeug n�her am Laser sein, ist
>> eine Sch�digung vorstellbar.
>
> Wie oben erw�hnt: Ist die Divergenz klein, trifft man das Flugzeug
> nicht
Nat�rlich trifft man, es wird nur unwahrscheinlicher, dass man den
Piloten erwischt. Was glaubst Du, wieviele "Angriffe" es gibt, die keine
Folgen haben und nicht gemeldet werden. Nur ein kleiner Bruchteil der
Angriffe f�hrt zu Beeintr�chtigungen.
, ist sie gro�, kann das Licht zwar blenden aber noch lange keinen
> nachhaltigen Schaden anrichten.
Das sehe ich auch so.
>
>> 50mW/mm� auf der Netzhaut w�rde ich schon als sehr kritisch ansehen und
>> Faktor 10 ist bei den genannten Unsicherheiten nicht sehr viel. Schon
>> wenn man die Divergenz halbiert, vervierfacht sich die Leistung auf der
>> Netzhaut.
>>
> Du bist ernsthaft der Meinung, mit einem Strahl von 20 mm� ein Flugzeug
> treffen zu k�nnen?
Woher hast Du die 20mm�?
Ohne Zweifel, um eine dauerhafte Augensch�digung zu erreichen, muss
schon einiges zusammenkommen und das ist sehr unwahrscheinlich aber
nicht unm�glich.
Eine Blendung, die die Dunkeladaption der Augen der Piloten f�r einige
Minuten zerst�rt ist dagegen sehr wahrscheinlich und kann massiven
Einfluss auf die Sicherheit des Fluges nehmen.
--
Michael