Ich habe ein Frage zur o.g.. Thema. Wie schnell sind die ein- bzw.
ausströmenden Gase bei einem "normalen" Triebwerk ?
a) relativ zum Flugzeug
b) absolut
Vielen Dank im voraus !
Mfg André
Servus André,
ich stell Dir mal die Gegenfrage: Wozu willst Du das denn wissen?
Wenn Dich mehr als das interessiert, lies mal das Buch von Klaus Hünecke:
Flugtriebwerke durch.
Gruss Robert
Bis dann
André
André Wargin schrieb in Nachricht
<38FC8675...@planet-interkom.de>...
>Ich habe ein Frage zur o.g.. Thema. Wie schnell sind die ein- bzw.
>ausströmenden Gase bei einem "normalen" Triebwerk ?
>a) relativ zum Flugzeug
>b) absolut
Ich vermute, du meinst mit einem "normalen" Triebwerk ein
Strahltriebwerk.
Die Eintrittsgeschwindigkeit entspricht der Fluggeschwindigkeit, vor dem
Eintritt in die Brennkammer wird die Strömungsgeschwindigkeit aber auf
etwa Ma 0,2 oder 0,3 reduziert, um eine bessere Verbrennung zu
erreichen. Bei im Überschall fliegenden Flugzeugen wird die Strömung in
der Regel bereits vor dem Verdichter auf Unterschall gebracht.
Die Austrittsgeschwindigkeit muß natürlich über der
Eintritts-/Fluggeschwindigkeit liegen, um überhaupt eine Schubwirkung zu
erzielen (der Schub F kann mit F = Massendurchsatz *
[Austrittsgeschwindigkeit - Eintrittsgeschwindigkeit] angegeben werden).
Bei Zweikreistriebwerken hat man - wie es der Name sagt - zwei Kreise:
Den durch das "eigentliche" Triebwerk (höhere Austrittsgeschwindigkeit)
und den Bypass (niedrigere Austrittsgeschwindigkeit, aber hoher
Massendurchsatz).
Gruß Wolle
--
Wolfgang Birkenstock
wo...@wb-on.de http://www.wb-on.de
André
Hab ich das richtig verstanden, daß die Austrittsgeschwindigkeit nach
der Brennkammer niedriger ist als am Triebswerkausgang? Das würde doch
bedeuten, das nach der Brennkammer eine weitere Beschleunigung erfolgt.
Kommt mir seltsam vor.
War immer der Meinung, direkt nach der Brennkammer wäre die
Geschwindigkeit des Gases am höchsten und wird dann durch den Antrieb
der Turbinen für den Verdichter reduziert bis zum Triebwerksausgang.
Prabodh
verwundert
Prabodh C. Brendler <pra...@nightliner.de> wrote:
> Sandmann schrieb:
> > [...]
> > kurz vor der brennkammer ist die strömungsgeschw. bei 75 bis 150 m/s
> > in der brennkammer ist sie 20 bis 40 m/s
> > nach der brennkammer 140 bis 180 m/s (t=2800°)
> > die austrittsgeschw. liegt bei 900m/s
> Hab ich das richtig verstanden, daß die Austrittsgeschwindigkeit nach
> der Brennkammer niedriger ist als am Triebswerkausgang?
Hast du!
> Das würde doch
> bedeuten, das nach der Brennkammer eine weitere Beschleunigung erfolgt.
Genau das bedeutet es!
> Kommt mir seltsam vor.
> War immer der Meinung, direkt nach der Brennkammer wäre die
> Geschwindigkeit des Gases am höchsten und wird dann durch den Antrieb
> der Turbinen für den Verdichter reduziert bis zum Triebwerksausgang.
In der Brennkammer steigen Druck und Temperatur. In der Düse entspannt
sich das Gas und Geschwindigkeit wird aufgebaut.
Aber ein Frage an "Sandmann": Woher hast du die Werte? Welches
Triebwerk?
die Geschwindigkeit der austretenden Gase wird nach der Brennkammer und
Turbine durch die Form der Auslasses erhöht.
Dieser Auslass verjüngt sich zum Ende und nach Bernoulli muß sich die
Geschwindigkeit bei engerem Querschnitt erhöhen, da das Gas mit dem selben
Durchsatz durch die Enge "will".
Will sagen: kleiner Querschnitt & gleicher Luftdurchsatz --> höhere
Luftgeschwindigkeit.
Dein Gedanke mit der Reduzierung der Geschwindigkeit ist nicht ganz falsch,
jedoch die Reihenfolge ist nicht korrekt.
In der Brennkammer wird die Luft nicht einfach beschleunigt, sondern durch
einspritzen und verbrennen von Kraftstoff wird schlagartig das Volumen des
Luft/Kraftstoffgemischs vergrößert. Und damit sind wir wieder bei Bernoulli:
gleicher Luftdurchsatz - höhere Geschwindigkeit.
Hoffe damit geholfen zu haben.
Ach ja, ein Gruß an André: Eine einfache und bestimmt nicht böse gemeinte
Frage braucht man nicht so unfreundlich zu beantworten! Diese Antwort ist
NICHT für Dich gedacht, sondern für Prabodh.
Gruß
Markus
--
___
www.tuerdesign.foru.de
www.salzundpfeffer.foru.de
www.abreisen.foru.de
Check it out!
Prabodh C. Brendler <pra...@nightliner.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3900E1CD...@nightliner.de...
> Sandmann schrieb:
> > [...]
> > kurz vor der brennkammer ist die strömungsgeschw. bei 75 bis 150 m/s
> > in der brennkammer ist sie 20 bis 40 m/s
> > nach der brennkammer 140 bis 180 m/s (t=2800°)
> > die austrittsgeschw. liegt bei 900m/s
>
> Hab ich das richtig verstanden, daß die Austrittsgeschwindigkeit nach
> der Brennkammer niedriger ist als am Triebswerkausgang? Das würde doch
> bedeuten, das nach der Brennkammer eine weitere Beschleunigung erfolgt.
> Kommt mir seltsam vor.
> War immer der Meinung, direkt nach der Brennkammer wäre die
> Geschwindigkeit des Gases am höchsten und wird dann durch den Antrieb
> der Turbinen für den Verdichter reduziert bis zum Triebwerksausgang.
>
> Prabodh
> verwundert
>
Hast Du. Dangge
Prabodh
was dazugelernt habend
Das mit dem engeren Querschnitt stimmt nicht so ganz.
Bei der "Laval-Düse wird der Querschitt größer ( siehe raketentriebwerke ).
Dies bringt aber erst bei hohen geschwindigkeiten ( > Mach 1 ) vorteile.
cu
Boris
"Markus Bitzer" <markus...@debitel.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3903...@news.ivm.net...
> Hallo,
>
> die Geschwindigkeit der austretenden Gase wird nach der Brennkammer und
> Turbine durch die Form der Auslasses erhöht.
> Dieser Auslass verjüngt sich zum Ende und nach Bernoulli muß sich die
> Geschwindigkeit bei engerem Querschnitt erhöhen, da das Gas mit dem selben
> Durchsatz durch die Enge "will".
> Will sagen: kleiner Querschnitt & gleicher Luftdurchsatz --> höhere
> Luftgeschwindigkeit.
> Dein Gedanke mit der Reduzierung der Geschwindigkeit ist nicht ganz
falsch,
> jedoch die Reihenfolge ist nicht korrekt.
> In der Brennkammer wird die Luft nicht einfach beschleunigt, sondern durch
> einspritzen und verbrennen von Kraftstoff wird schlagartig das Volumen des
> Luft/Kraftstoffgemischs vergrößert. Und damit sind wir wieder bei
Bernoulli:
> gleicher Luftdurchsatz - höhere Geschwindigkeit.
> Hoffe damit geholfen zu haben.
>
Boris Haschke <bo...@inetmail.de> wrote:
> Hi !
>
> Das mit dem engeren Querschnitt stimmt nicht so ganz.
>
> Bei der "Laval-Düse wird der Querschitt größer ( siehe raketentriebwerke ).
>
> Dies bringt aber erst bei hohen geschwindigkeiten ( > Mach 1 ) vorteile.
"Bringt Vorteile" ist nett formuliert . . . ;-)
Bei Ma > 1 geht es gar nicht anders!
Im Unterschall führte eine Reduzierung des Querschnitts zu einer höheren
Geschwindigkeit, im Überschall ist es umgekehrt (große Dichteänderung,
Luft expaniert).
Ein Lavaldüse hat den Zweck, eine Unterschallströmung auf höheren
Überschall zu bringen. Sie verengt sich zuerst, um sich dann wieder
auszuweiten. Im sich verengenden Teil beschleunigt die
Unterschallströmung auf Ma = 1, im Teil mit dem größer werdenden
Querschnitt wird im Überschall weiter beschleunigt.