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DLR - TEST

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Stefan

unread,
May 16, 2002, 6:56:40 AM5/16/02
to
Hallo,

habe mich vor kurzem bei der Lufthansa zur Pilotenausbildung
beworben -- weiß jemand wie ich mich am besten auf die mir bevorstehenden
Tests vorbereiten kann ?
-oder was man erwarten muß ?

Grüße

Stefan


Knut Hannemann

unread,
May 16, 2002, 7:57:25 AM5/16/02
to

Hi Steffan,

mach Dich einfach mal mit Kopfrechnen, sowie den für die Fliegerei
grundlegenden Rechenoperation, und physikalischen Grundprinzipien vertraut.
Desweiteren solltest Du mal in eine englische Grammatik schauen oder
andersweitig Dein English polieren und Dein räumliches Orientieren und
logisch-kombinatorisches Denken trainieren. Für gewöhnlich schickt Dir die
Hansa einige Beispielaufgaben an den Du erkennen kannst was auf Dich zu
kommt.
Wenn man viel Geld hat kann man auch in einem der vielem Assessment-Center
Unterricht für den DLR-Test nehmen. Die werben damit, daß man ab einer
gewissen Unterrischtmenge den Test in jedem Falle bestehst. Allerdings
arbeiten die kommerziell also vorsicht. Anhören was die einem beibringen
wollen ist bestimmt nicht schlecht. Im aerokurier oder in der flug-revue
findest Du alle möglichen Angebote von Assessment-Centern.
Im übrigen gilt: Grundlagen in Mathematik, Physik und English solltest du
drauf haben und anwenden können (auch schnell und unter Zeitdruck).
Zusätzlich Merkfähigkeit, Auffassungsgabe und räumliches Denken trainieren.
Dann klappt's schon...

Fliegergrüße und viel Glück

Knut -EDDL-


Sven-Hajo Sieber

unread,
May 16, 2002, 8:44:23 AM5/16/02
to
Am Thu, 16 May 2002 12:56:40 +0200, schrieb "Stefan" <stev...@gmx.de>
folgendes:

Infos bekommt man unter www.fluglotse.com, www.dlr-downloads.de,
http://www.hh.dlr.de/materie/antimaterie.html. Dort gibt es auch zum Teil
entsprechende Vorbereitungsprogramme.

Ach ja, und schau Dich sicherheitshalber nach einem anderen Beruf um, die
Chancen sind recht gering und eine freifinanzierte Ausbildung ist derzeit der
direkte Weg in den Lebenslangen finanziellen Ruin.

Sven-Hajo

--
Sven-Hajo Sieber___________
email: | s_h_s...@hotmail.com
www.fluglotse.com | www.flugzeug-board.de
_|_
\__________________/ \________________/
Denti in diversen \___/ MUDs (SL, MG, PK)

Jürgen Jakob

unread,
May 16, 2002, 4:55:41 PM5/16/02
to
Hi!

Halte Dich auf alle Fälle von kommerziellen Vorbereitern wie ATTC usw.
fern.
Die verlangen einen Haufen Kohle für ein äußerst schwaches Training,
das in keinem Fall Erfolg garantieren kann.
Kauf Dir das Buch von Hesse/Schrader: Der Pilotentest, übe
Kopfrechnen, Englisch und Physik (Mechanik) und Du hast alles nötige
getan, um vorbereitet zu sein.
Das Wichtigste: Bleib cool, und mach Dir keinen Kopf wenn es nicht
klappt.
Ich selbst bin im Dezember im letzten Teil des Einstellungstests, dem
Interview im Rahmen der Firmenqualifikation ausgesiebt worden - mit
einer Begründung, die mir mehr als nur zweifelhaft erschien.
Leider habe ich vorher einen Vorbereitungskurs bei ATTC in München
besucht - das Geld dafür hätte ich genausogut verbrennen können.
Heute -sechs Monate später- habe ich bereits PPL und werde wohl den
ATPL parallel zu meinem Studium machen.
Viel Glück in Hamburg!

Robin Pommeranz

unread,
May 17, 2002, 6:27:09 AM5/17/02
to
"Jürgen Jakob" <oxy...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:63b79b32.02051...@posting.google.com...

> Hi!
>
> Halte Dich auf alle Fälle von kommerziellen Vorbereitern wie ATTC usw.
> fern.
> Die verlangen einen Haufen Kohle für ein äußerst schwaches Training,
> das in keinem Fall Erfolg garantieren kann.

Zustimmung. Und dann sollte man noch wissen, dass die Psychologen vom DLR
pro Woche ca 100 Leute bei der GU haben. Die wissen schon anhand der
Testergebnisse, wer sich kommerziell vorbereitet hat und wer nicht. Und das
Wissen fliesst dann in die Endgültige Entscheidung mit ein, und zwar nicht
zugunsten der Finanzstarken Prüflinge, von denen wird dann aufgrund der
Vorbereitung in einigen Punkten mehr erwartet.

> Kauf Dir das Buch von Hesse/Schrader: Der Pilotentest, übe
> Kopfrechnen, Englisch und Physik (Mechanik) und Du hast alles nötige
> getan, um vorbereitet zu sein.

Kenn ich nicht - hab ich aber auch nicht zum bestehen des ersten Tests
gebraucht.

> Das Wichtigste: Bleib cool, und mach Dir keinen Kopf wenn es nicht
> klappt.

Cool bleiben ist das wichtigste. Das hilft Dir mehr als alles andere.

> Ich selbst bin im Dezember im letzten Teil des Einstellungstests, dem
> Interview im Rahmen der Firmenqualifikation ausgesiebt worden - mit
> einer Begründung, die mir mehr als nur zweifelhaft erschien.

War bei mir und 80% der weiteren FQ-Teilnehmern ähnlich ;-(

> Leider habe ich vorher einen Vorbereitungskurs bei ATTC in München
> besucht - das Geld dafür hätte ich genausogut verbrennen können.

Das hab ich jedenfalls gespart ;-)

> Heute -sechs Monate später- habe ich bereits PPL und werde wohl den
> ATPL parallel zu meinem Studium machen.
> Viel Glück in Hamburg!

Auch von mir viel Glück
Robin

PS: Bei der GU fallen ca 80% durch. Bei unserer Gruppe haben sich ca 50%
kommerziell vorbereitet. Kannst Dir ja mal selbst ausrechnen wieviele der
teuer Vorbereiteten schon im ersten Durchlauf keinen Erfolg hatten. Dazu
muss man dann noch wissen, dass ich 4 Leute aus der GU bei der FQ
wiedergesehen habe, von denen kein einziger Geld für die Vorbereitung
ausgegeben hatte.
25 Leute bei der GU - davon 80 % = 20 -> 5 Leute wurden zur FQ eingeladen.
Diese 5 Leute alle ohne teure Vorbereitung. Allerdings sind auch alle 5 bei
der FQ durchgefallen. Vielleicht hätte man da etwas mehr in Vorbereitung
investieren sollen? Glaub ich aber auch nicht, weil das müsste dann
Schauspielunterricht sein.


Stefan Berger

unread,
May 17, 2002, 12:09:05 PM5/17/02
to
Hallo,

"Stefan" schrieb

Ich habe auch an einem Vorbereitungsseminar teilgenommen. Von ATTC hat mir
jedoch jeder abgeraten. Stattdessen war ich in einer sehr kleinen Firma
(Name und Tel gerne per Mail).

Zuerst war ich auch skeptisch. Ich leiste momentan noch Zivildienst. Man
sollte wissen, dass solche Seminare vom Bundesamt mit 820 Euro gefördert
werden. Außerdem bekommt man 5 Tage Sonderurlaub. War auch ein wichtiges
Kriterium für mich.

Ich kann nur jedem, der ernsthaft mit dem Gedanken spielt Pilot bei der LH
zu werden raten, ein solchen Vorbereitungsseminar mitzumachen.

Du weißt nacher welche Tests drankommen. Du bekommst diese Tests sogar auf
CD zum üben. Und Du weißt, wo in etwa die Sollwerte der einzelnen Tests
liegen. Ich persönlich habe bei diesem Seminar recht schnell festgestellt wo
meine Stärken und wo meine Schwächen sind.

Mit English, Mathe und Physik hatte ich fast gar keine Probleme. Die
Multitasking Tests haben es jedoch schon in sich. Und wer vorher noch nie
etwas von einem "Neu Uhren Test" gehört hat, wird IMHO auch etwas dumm aus
der Wäsche sehen.

Es gibt eben auch Tests, die man durch andere Tests nicht ausgleichen kann.
Einmal unter dem Sollwert, und tschüss.

Ich finde so ein Vorbereitungsseminar sollte nicht dafür da sein, dass man
unbedingt die allerbesten Testergebnisse bringt (das wollen die bei der LH
teilweise gar nicht,) und das Argument der LH, solche Seminare würden die
angehenden Flugschüler nur verfälschen halte ich auch für nichtig.

Das Buch Hesse/Schrader ist schon ganz nett, die Tipps die dort gebracht
werden sind teilweise aber nicht zutreffend

Ich habe dieses Vorbereitungsseminar auf keinen Fall bereut. Und ich kann
jetzt locker und vor allem ohne Angst und zuviel Aufregung an den DLR Test
rangehen.


Stefan

PS: meistens wird man bei der GU auch geftragt, ob man sich professionell
vorbereitet hat. Hier würde ich eher NEIN angeben. Man muss das dann aber
auch durchziehen.
Wenn es jetzt im ReadyEntry geht. Mal ehrlich, wer zum Teil 100.000 Euro für
eine private Ausbildung hingeblättert hat und auf einen Job angewiesen ist,
wer würde da noch etwas dem Zufall überlassen. Diese Jungs sind alle top
vorbereitet und das finde ich auch gut so.

Jürgen Jakob

unread,
May 18, 2002, 2:27:00 AM5/18/02
to
Hallo!


> Ich kann nur jedem, der ernsthaft mit dem Gedanken spielt Pilot bei der LH
> zu werden raten, ein solchen Vorbereitungsseminar mitzumachen.
>
Natürlich musss jeder selbst entscheiden, inwieweit er solche Seminare
nötig hat oder eben nicht. Der Aufwand (finanziell) steht jedoch in
krassem Mißverhältnis zu Nutzen und Ergebnis.
Ob die vorbereitende Firma nun ATTC, S&P, Angels etc. heißt, spielt
dabei eine untergeordnete Rolle. Im Rahmen des Lufthansa
Auswahlverfahrens habe ich viele Leute kennengelernt, die über die
verschiedenen Vorbereiter ähnliches berichtet haben.


> Mit English, Mathe und Physik hatte ich fast gar keine Probleme. Die
> Multitasking Tests haben es jedoch schon in sich. Und wer vorher noch nie
> etwas von einem "Neu Uhren Test" gehört hat, wird IMHO auch etwas dumm aus
> der Wäsche sehen.

Stimmt. Aber um von diesen Tests noch nichts gehört zu haben, bedarf
es einer gehörigen Portion Ignoranz und Faulheit - auch ohne
Vorbeitungsseminar hat jeder die Möglichkeit sich auf den
einschlägigen Seiten (hh.dlr.de dlr-downloads.de pilotentest.de usw.)
ausgiebig über diese Tests zu informieren und sich in den Foren noch
offene Fragen von Leuten, die den Test hinter sich haben, beantworten
zu lassen.

Ein bisschen Eigeninitiative ersetzt und schlägt jede kommerzielle
Vorbereitung.
Auf die FQ kann man sich in der Tat nur noch mit Schauspielunterricht
vorbereiten - und das geht meistens gehörig in die Hose.
Viel Erfolg bei der BU und hoffentlich FQ!
Jürgen

Dirk Slodzinski

unread,
May 29, 2002, 2:53:14 PM5/29/02
to
"Robin Pommeranz" <Robin.P...@gmx.de> schrieb am Fri, 17 May
2002 12:27:09 +0200:

>Vielleicht hätte man da etwas mehr in Vorbereitung
>investieren sollen? Glaub ich aber auch nicht, weil das müsste dann
>Schauspielunterricht sein.

Schauspielunterricht wäre auch das falsche, eine gute Vorbereitung
sagt Dir nicht, wie Du Dich verhalten sollst, sondern worüber Du Dir
im klaren sein solltest, bevor Du in die FQ gehst. Schauspieler sind
IMHO die ersten, die ausgesiebt werden, die Psychologen beim DLR sind
einfach zu erfahren, um auf sowas reinzufallen.

Im übrigen wird man wohl die eigene Meinung über ATTC dem Resultat des
DLR-Tests anpassen. Ich bin durchgekommen, und war durchaus mit der
Vorbereitung zufrieden. Zu teuer war sie allerdings schon, und sie
hilft einem auch nicht, wenn man hinterher zwar die normale
Medizinische Tauglichkeit Klasse 1 bekommt, aber die LH-Ärzte einem
die "Lufthansa-Tauglichkeit" verweigern, und man allenfalls bei
Cityline hätte anfangen können...

Naja, die Weisheiten aus der FQ-Vorbereitung helfen auch sehr bei
Bewerbungen für andere Berufe, von daher war das Geld nicht völlig aus
dem Fenster geworfen. Und durch den DLR-Test zu kommen, gibt auch
reichlich Selbstvertrauen... :-)

Gruss,

Dirk

--
Dirk Slodzinski
TU Braunschweig / University of Nebraska at Omaha
Dir...@gmx.de

Robin Pommeranz

unread,
May 30, 2002, 6:06:25 AM5/30/02
to

"Dirk Slodzinski" <Dir...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:2h8afuog7v6iomv46...@4ax.com...
[...]

> Schauspielunterricht wäre auch das falsche, eine gute Vorbereitung
> sagt Dir nicht, wie Du Dich verhalten sollst, sondern worüber Du Dir
> im klaren sein solltest, bevor Du in die FQ gehst. Schauspieler sind
> IMHO die ersten, die ausgesiebt werden, die Psychologen beim DLR sind
> einfach zu erfahren, um auf sowas reinzufallen.

Das denke ich allerdings auch.

> Im übrigen wird man wohl die eigene Meinung über ATTC dem Resultat des
> DLR-Tests anpassen. Ich bin durchgekommen, und war durchaus mit der
> Vorbereitung zufrieden. Zu teuer war sie allerdings schon, und sie
> hilft einem auch nicht, wenn man hinterher zwar die normale
> Medizinische Tauglichkeit Klasse 1 bekommt, aber die LH-Ärzte einem
> die "Lufthansa-Tauglichkeit" verweigern, und man allenfalls bei
> Cityline hätte anfangen können...

Bist Du denn der Meinung, dass Du die FQ nur durch die Vorbereitung
geschafft hast. Ich kenn solche Vorbereitungskurse nicht, aber ich glaube
auch nicht, dass sie einem bei der FQ helfen können, ausser dass sie einem
sagen, worauf man sich einstellen muss.
Gerade bei der FQ kommt es doch sehr auf die Persönlichkeit an, und die
lässt sich nicht durch eine Vorbereitung verändern.
Bei der BU sieht es dagegen anders aus. Da glaub ich schon, dass eine
Vorbereitung hilfreich sein kann. Allerdings sollte man da auch wieder
wissen, dass die Psychologen des DLR die positven Effekte der Vorbereitung
aus den Testergebnissen rausfiltern können, und man dadurch dann wieder
keinen Vorteil hat.

> Naja, die Weisheiten aus der FQ-Vorbereitung helfen auch sehr bei
> Bewerbungen für andere Berufe, von daher war das Geld nicht völlig aus
> dem Fenster geworfen. Und durch den DLR-Test zu kommen, gibt auch
> reichlich Selbstvertrauen... :-)

Das auf jeden Fall. Eine bestandene BU nimmt einem jede Angst vor
irgendeinem Einstellungstest. Die sind danach nur Kür

Bis dann
Robin


Dirk Slodzinski

unread,
May 31, 2002, 7:45:06 AM5/31/02
to
"Robin Pommeranz" <Robin.P...@gmx.de> schrieb am Thu, 30 May
2002 12:06:25 +0200:

>Bist Du denn der Meinung, dass Du die FQ nur durch die Vorbereitung
>geschafft hast. Ich kenn solche Vorbereitungskurse nicht, aber ich glaube
>auch nicht, dass sie einem bei der FQ helfen können, ausser dass sie einem
>sagen, worauf man sich einstellen muss.

Genau! Und das hilft etwas, die Angst zu nehmen. Damit kann man dann
etwas freier aus sich heraus kommen, und liefert einen sichereren
Eindruck ab. Macht das ganze etwas angenehmer, ich denke aber, man
kommt wohl auch ohne aus.

Letztlich kommt es natürlich auf die Persönlichkeit an, das ist es ja,
worauf die meisten Tests aufgebaut sind.

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