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Flugzeugabsturz

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Patrick Bueker

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Aug 21, 1999, 3:00:00 AM8/21/99
to
Hier ist eben ca 500m von meinem Wohnhaus eine Sportmaschine auf den
Acker gestürzt, ganz schön lauter Knall. (Borchen bei Paderborn)
Wie man sagte mit 3 Insassen, alle tot.
Nach einer Weile ist ein SAR-Hubschrauber gekommen, haben die eigentlich
Funkkontakt zu den Polizisten oder anderen Einsatzkräften vor Ort?
Wie wird der Hubschrauber eingewiesen, haben die keine Handfackeln, oder
Rauch?
Patrick

Alen Ahja

unread,
Aug 21, 1999, 3:00:00 AM8/21/99
to
Hallo Patrick!

Üble Sache für alle Beteiligten!!

Zu Deiner Frage:
Der SAR-Hubschrauber hat funkkontakt zu den Kräften vor Ort!
Er meldet sich zu erst in der Feuer- und Rettungsleitstelle an (die haben
ihn ja auch angefordert). Von dort aus wird ihm nochmal der genaue
Einsatz-Ort bekannt gegeben sowie um was es sich dort handelt. Zu dem
bekommt er auch noch die Information, wer sein Ansprechpartner vor Ort ist.
Im Normalfall wird die Polizei den Hubschrauber einweisen, da alle
Streifenwagen eine sogenannte Fliegernummr auf dem Dach haben. Ist das
Gelände jedoch sehr überschaubar für den Piloten, dann wird es ihm meistens
selbst überlassen, wo er landet.

Gruß aus dem Norden
--

A l e n A h j a

Feuerwehr Kummerfeld
Pressewart - Webmaster
EDV Fachwart (FLaSH 112)

http://pi-net.nu/JF-Kummerfeld/


Patrick Bueker <bo...@azrael.uni-paderborn.de> schrieb in im Newsbeitrag:
37BE7B73...@azrael.uni-paderborn.de...

Stefan Hettwer

unread,
Aug 21, 1999, 3:00:00 AM8/21/99
to

> Nach einer Weile ist ein SAR-Hubschrauber gekommen, haben die eigentlich
> Funkkontakt zu den Polizisten oder anderen Einsatzkräften vor Ort?

Bei uns läuft das so, daß sich der SAR Hubschrauber bei der zuständigen RLSt
anmeldet und so der Kontakt zu den bodengebundenen RM gehalten wird. Die

>
> Wie wird der Hubschrauber eingewiesen, haben die keine Handfackeln, oder
> Rauch?

Bis zum Sichtkontakt wird nach markanten Punkten oder dem UTM-Gitter
geflogen.
Bei Sichtkontakt erfolgt die Einweisung i.d.R. von einem Fahrzeug aus (z.B.
durch den Fahrer des NEF) der dem Piloten (aus der Sicht des Piloten
gesehen!!!) die Richtung im Uhrzeigersystem (z.B. nach 12 Uhr für geradeaus,
3 Uhr für 90° nach rechts) angibt, in die er fliegen soll. Der Pilot
umfliegt dann das Gelände und sucht sich selbst den geeigneten Landeplatz
aus.
Auf keinen Fall sollten Tücher o.ä. ausgelegt werden, da diese aufgewirbelt
werden und sich in den Rotorblättern verheddern.
Bei Dunkelheit können die meisten Maschinen eh nicht fliegen. Gibt nur
wenige die das dürfen. Z.B. der HSD Halle.

>
> Patrick

Hoffe geholfen zu haben

Stefan


Henning Koch

unread,
Aug 21, 1999, 3:00:00 AM8/21/99
to
Am Sat, 21 Aug 1999 17:21:31 +0200, "Alen Ahja" <ah...@gmx.net>
schrieb:

>Ist das Gelände jedoch sehr überschaubar für den Piloten, dann wird es ihm meistens
>selbst überlassen, wo er landet.

noe, der Pilot hat immer die Verantwortung, er entscheidet alleine ob
und wo er landen kann.


Eine andere Sache wuerde mich aber noch interessieren:
Irgendwo wurde mir mal erzaehlt, die gaengigen RTH's koennten ein (als
Homing bezeichnetes) Verfahren der Funkpeilung anwenden; man koenne
also durch Senden eines Dauertraegers vom RTH angepeilt werden.
Abgesehen von der Blockierung des Kanals und der Sendezeitbegrenzung
(der RTH wird mich wohl kaum in 30 Sekunden finden..): wie weit
verbreitet sind solche Ausruestungen bei den Hubschraeubern?


--
mfg,
Henning
--------------------------------------------------------
Henning Koch
http://studserver.uni-dortmund.de/Henning.Koch
FF Dortmund-Holzen: (inoffizielle Seite! nicht von mir!)
http://home.t-online.de/home/martinreimann/lz8.htm
-----------------------------------------------------zha

Alen Ahja

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to
Hallo Henning!

Meines Wissens nach haben alle RTH's der Bundeswehr diese Ausrüstung an
Bord. Für die Suche nach abgeschossenen Piloten ist das ein hilfreiche
Sache. Der Pilot / Navigator tragen immer ein Notsender mit. Im Falle eines
Falles können sie sich mit dem RTH dann verständigen. Nach Abfrage des
Rufzeichens und der Ident.Nr. wird der Pilot vom RTH aufgefordert sein
bestimmtes Signal (ich glaube es gibt drei verschiedene) für ca. 30 sek.
lang einzuschalten. Damit ist es dann möglich den Piloten ausfindig zu
machen.
Meines Wissens nach haben alle SAR-Hubschrauber der BW diese Hilfsmitttel an
Bord. Wie es mit den zivivlen HiOrgs aussieht weiß ich leider nicht.

Gruß

--

A l e n A h j a

Feuerwehr Kummerfeld
Pressewart - Webmaster
EDV Fachwart (FLaSH 112)

http://pi-net.nu/JF-Kummerfeld/


Henning Koch <Hennin...@studserver.uni-dortmund.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 37bf0597...@news.uni-dortmund.de...

Diego

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to
Kann jemand nähere Angaben zu diesem Unfall machen?

Henning Koch

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to
Am Sun, 22 Aug 1999 10:50:18 +0200, "Alen Ahja" <ah...@gmx.net>
schrieb:

>Meines Wissens nach haben alle SAR-Hubschrauber der BW diese Hilfsmitttel an


>Bord. Wie es mit den zivivlen HiOrgs aussieht weiß ich leider nicht.

koennen mit diesen Geraeten denn auch BOS-FuG angepeilt werden?

Tobias Wichert

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to
Hennin...@studserver.uni-dortmund.de (Henning Koch) wrote:

>>[Funkpeiler]


>>Meines Wissens nach haben alle SAR-Hubschrauber der BW diese Hilfsmitttel an
>>Bord. Wie es mit den zivivlen HiOrgs aussieht weiß ich leider nicht.
>koennen mit diesen Geraeten denn auch BOS-FuG angepeilt werden?

Meines Wissens ja. Das sind 'breitband' -geräte.


So long,
Tobias

Andreas Pickavé

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to

Besagter Hubschrauber wird von der Flugsicherung zum Absturzort geführt, ab
da weiter von Einsatzkräften vor Ort.

Andreas
(ATC Düsseldorf)

Elmar Solimini

unread,
Aug 23, 1999, 3:00:00 AM8/23/99
to
Hallo Diego,

hier ein Artikel, noch mehr unter www.paperball.de und dann
'Flugzeugabsturz'.

Gruß
Elmar

Absturz fordert drei Tote

Sechssitziges Reiseflugzeug auf Acker bei
Borchen zerschellt

Von unserem Redakteur

Ralph Meyer

Borchen. Drei Männer im Alter von 55 bis 63 Jahren sind am
Samstagmorgen bei einem Flugzeugabsturz in Borchen bei
Paderborn getötet worden. Gegen 10.20 Uhr schlug das
leichte Reiseflugzeug vom Typ Piper PA-46 Malibu, das sich
im Anflug auf den Flughafen Paderborn/Lippstadt befand,
auf einem Acker etwa 400 Meter - nur wenige Flugsekunden -
vom Ortsrand Kirchborchens entfernt auf.

Die sechssitzige Maschine war um 9.18 Uhr auf dem Flughafen
Niederstetten bei Bad Mergentheim (Baden-Württemberg)
gestartet. An Bord des Fluzeugs, das von Dr. Kristian B.
(56),
Chefarzt der Diabetesklinik in Bad Mergentheim gesteuert
wurde,
befanden sich der 55-jährige Radiologe Stefan G. und der 63
Jahre alte Kaufmann Horst S., alle aus Bad Mergentheim. Sie
wollten sich mit Freunden auf dem Flughafen in Büren-Ahden
treffen.

Gegen 10.15 Uhr hörte ein Ehepaar auf der benachbarten
Baustelle ihres Wohnhauses das laute Heulen eines
Flugzeugmotors. Wegen der tiefhängenden Wolken konnten sie
jedoch nichts sehen. Wenig später durchbrach die Maschine in

einem steilen Sturzflug die Wolkendecke und schlug Sekunden
später auf dem steinigen Acker auf.

Im Sturzflug durch die Wolkendecke

Ein Landwirt, der den Knall des Aufpralls beim Pflügen auf
seinem
Trecker gehört hatte, sah eine rund 70 Meter hohe Erdfontäne
an
der Einschlagstelle. Kurz vor dem Aufprall wollen die Zeugen

beobachtet haben, wie sich eine Tragfläche löste.

Die Maschine wurde bei dem Aufprall völlig zerstört. Die
Trümmer
wurden über eine Fläche von rund 10 000 Quadratmetern
verteilt.
Zwei Personen wurden aus dem Wrack geschleudert, eine dritte

Person war im Cockpit eingeklemmt. Ein Sprecher der
Paderborner Polizei erklärte gestern, dass die Toten
aufgrund ihrer
Personalpapiere identifiziert werden konnten.

Obwohl der 56-jährige Pilot in seinem Heimatort als sicherer
und
erfahrener Flieger mit langjähriger Erfahrung galt, schloss
ein
Sprecher des Paderborner Flughafens nicht aus, dass der
Pilot in
der dichten Wolkendecke möglicherweise die Orientierung
verlor
und den Instrumenten misstraute. Ein Notruf von der
abstürzenden
Maschine wurde nicht empfangen. Noch am Samstag nahmen
Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen
aus
Braunschweig die Ermittlungen an der Abstutzstelle auf. Die
Opfer
werden heute in Paderborn von Rechtsmedizinern obduziert.

Die 400 Stundenkilometer schnelle Piper PA-46 Malibu hat
eine
Spannweite von 13,10 Metern und eine Länge von 8,66 Metern.
Sie bietet einen Reisekomfort, der dem eines zweimotorigen
Geschäftsreiseflugzeugs entspricht.

RaReubelt

unread,
Aug 23, 1999, 3:00:00 AM8/23/99
to
Im Artikel <7pp42p$kun$1...@news03.btx.dtag.de>, "Diego" <Dirk....@t-online.de>
schreibt:

>
>Kann jemand nähere Angaben zu diesem Unfall machen?
>

Nein, nur das es eine Maschine aus Niederstetten war. Eine Kollegin kennt einen
der Insassen :(

Gruss
Rainer

Diego

unread,
Aug 24, 1999, 3:00:00 AM8/24/99
to
Danke für die Infos.

Diego

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