danke,
Klaus Fritz
Ist gründlich in die Hose gegangen. Er hat dann nur die Form gebaut und das
war auch schon aufwendig. Das Ganze wurde dann bei München von einer
Spezialfirma verwendet.
Grob gesagt die Vorgänge:
- Positivkörper am Flugzeug einpassen
- Schleifen, schleifen und was wohl nochmal schleifen
- Negativform vom Körper nehmen
- Jetzt in Negativform aus hitzebeständigem Harz+Gewebe eine Positivform
erstellen
- Diese wird in Ofen I erhitzt und dann mit Gleitmittel (viel Schmier) und
Stoff überzogen
- Dann wird hydraulisch die WESENTLICH größere in Ofen II erhitze Platte
darauf gezogen. Dauert nur wenige Minuten
- Nun wird mit der gemeinen Flex alles rundrum weggeflext
Nicht umsonst schafft dort eine Exmitarbeiter der schweizer
auchwieheißtsienoch Firma ;-).
Fazit Haube gut, Tönung kein Problem, lohnt nur wenn er mehrere an andere
ULF Bauer verkauft.
Und deswegen ist meine Pitts S2a offen! ;-))
Mit Hals- und Beinbruch
Philipp
"Klaus Fritz" <KFr...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3CBD7B03...@t-online.de...
Hallo Klaus Fritz,
nur so zur Information: Plexiglas ist lediglich ein (geschützter)
Markenname für das Material Acrylglas.
Und mit Deiner Heizstrahler-Methode dürfte wahrscheinlich
das Styropor (ebenfalls ein Markenname des Materials Polystyrol)
eher schmelzen, als sich das Acrylat -in der von Dir vorgesehenen
Richtung- verformt.
Und wenn Du es tatsächlich in einen haubenähnlichen Zustand
bringen solltest, so wirst Du durch die ganzen Schlieren-Bildungen
sicherlich wenig Freude daran haben.
Nein, solche wunderschöne Hauben wie z. B. bei den modernen
Segelflugzeugen müssen schon durch Profis geblasen werden.
Und wenn es Dich 'mal in die Schweiz -an den Bieler See- verschlagen
sollte; dort gibt es (noch?) in Grenchen die Firma
Mecaplex, die sich speziell auf die Herstellung geblasener
Flugzeug-Hauben spezialisiert hat und die Du dann sicherlich
auch einmal besichtigen kannst.
Und dort kannst Du ja Deine Frage nochmals wiederholen.
PS. Ich habe in meinem (Flieger-) Leben ja schon viel an Flugzeugen
herumgebastelt, aber an die Herstellung einer
Plexiglas-Haube habe ich mich nun doch noch nicht
herangewagt; lediglich an eine nur leicht gekrümmte (L-Spatz-) Haube
aus Polycarbonat auf Stahl-Unterkonstruktion
--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ron Sommer abgelöst werden
sollte.
>[Versuchsreihe mit Hauben-Selbstziehversuch => bekanntes Resultat]
>Ist gründlich in die Hose gegangen. Er hat dann nur die Form gebaut und das
>war auch schon aufwendig. Das Ganze wurde dann bei München von einer
>Spezialfirma verwendet.
Es gibt derer zwei, die luftfahrtzugelassene Verglasungen (und in der
erwarteten Qualität) herstellen:
Weiss Plastik (Nähe München)
http://www.plexiweiss.de/
Mecaplex in der Schweiz
http://www.mecaplex.ch/deutsch/index_deutsch.htm
Von Mecaplex ist auch eine Arbeitsanleitung erhältlich, die minutiös
den Bau einer Haubenmatrize erklärt (anrufen!). Von Weiss weiss ich
diesbezüglich nichts - aber dort anrufen kann auch nicht schaden.
Daneben gibt es noch diverse Anbieter von Plexiglas[tm] oder
Polycarbonat Verglasungen - durchaus auch aus Luftfahrtwerkstoffen.
z.B.: http://www.hansboerner.de/ac4.htm
Ob man denen aber für ein musterzugelassenes Gerät einen Auftrag
erteilen kann würde ich vorher klären.
Gruss,
Robert
PS.: Siehe Sig! Danke
--
Was ist TOFU? Wieso finden die anderen meine Artikel schwer zu lesen?
TOFU steht für "Text Oben, Fullquote Unten". Das ist eine Unart, die
einen nicht nur in dieser Newsgroup, sondern im ganzen Netz unbeliebt
macht. Lies "Wie zitiere ich im Usenet?":
http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/.
erstmal möchte ich mich für die Antworten und Tips bedanken.
Ich habe natürlich meine Frage etwas simpel formuliert, das es nicht
ganz so einfach ist, habe ich mir schon gedacht.Ich habe den Jacobs/Lück
zuhause, dort ist beschrieben, wie man mit einem Positivmodell aus Holz
und einer Negativform aus Gips einfache sphärische Haubenteile
herstellen kann. Ich wollte einfach nur wissen, ob es mit moderneren
Materialien mittlerweise einfachere Verfahren gibt.
Es geht mir auch nicht darum, eine getönte Highend-Haube für eine
Super-Orchidee, sondern eine einfache Steckhaube im Stil der K6-Haube
für mein offenes Uralt-UL (Vne 95km/h..) zu basteln.Die im
Luftfahrtbedarf angebotenen Haubenrohlinge sind mir für den Zweck
einfach zu teuer (dadurch würde sich allerdings auch der Wert mein Uli1 verdoppeln...)
Ich werde also mal bei den Firmen wg. dem Preis nachfragen, wenn ich die
Positivform selber herstelle.
Danke und Grüsse,
Klaus