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Nebenkosten für eigenes Flugzeug?

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a...@thk-bremen.de

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Feb 21, 1999, 3:00:00 AM2/21/99
to
Abgesehen von der eigentlichen Anschaffung eines Kleinflugzeugs, was fallen an
fixen Kosten an? Was kostet die Versicherung, Steuer, Hangar, JNP, etc.?
Kann jemand eine ungefähre Angabe machen?

Danke,

Axel Weil

-----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own

Peter Lampen

unread,
Feb 21, 1999, 3:00:00 AM2/21/99
to a...@thk-bremen.de
>

Hallo!
Eben dieser Frage gehe ich seit Wochen nach. Die Jahres-Rechnung für den
Motorsegler Piccolo, 1sitzig mit 26 PS lautet in etwa so:
Haftpflicht: DM 800
Kasko: keine Angabe
Hangar-Platz auf Verkehrslandeplatz,
abgerüstet im Anhänger: DM 1400
Motor-Wartungsintervall 300h: DM 500
Steuern: keine
Landegebühren-Pauschale: DM300
JNP, Papierkrieg usw.: DM250
Wertverlust: keine Angabe
Zinsverlust bei 5%
bei Kapitalbindung (TDM 50) DM 2500

Auf jeden Fall sollte man die Fixkosten einmal durch die tatsächlichen oder
angenommenen Flugstunden teilen und dann mit Charterpreisen vergleichen. 50
Std./Jahr sind schon ein hoher Wert für Hobbypiloten und deutsches Wetter.
Andererseits sind die Zahlungen für das eigene Flugzeug von den einzelnen Flügen
entkoppelt, so daß sich die Frage: War diese Flugstunde jetzt die 150-200 DM
Chartergebühr wirklich wert? nicht ganz so offensichtlich stellt.

Fliegergruß Peter Lampen

http://home.t-online.de/home/fliegerlatein/


Löf

unread,
Feb 21, 1999, 3:00:00 AM2/21/99
to
Hi,

Versicherung 2 -3000, Steuer (noch) keine aber Sprit DM 2,40 pro Liter,
Hanger zwisch 2 und 10000 jenachdem wie exklusiv, JNP bei meiner popeligen
PA28-140 waren es nie unter DM 5000. Ab und zu noch sonstige Kleinigkeiten
(z.B. Austausch aller Funkgeräte wegen neuer Kanal-Abstände, das kann
alleine leicht auf zig 1000 DM kommen. Also decke ich mal mit genügend
Kleingeld ein

Löf

P.S.
auch aus o.g. Gründen sympathisiere ich seit geraumer Zeit mit einem
Eigenbau (Kitplane). Jahresinpektion werde ich selbst machen, nach dem
Fliegen Tragflächen zurückklappen, Flieger trailern und in der Garage
abstellen - man wird sehen, ob die Rechnung aufgeht.


a...@thk-bremen.de schrieb in Nachricht <7apain$1p3$1...@nnrp1.dejanews.com>...

loef

unread,
Feb 21, 1999, 3:00:00 AM2/21/99
to
Jan-Berend,
nein, Mechaniker muß man nicht sein, durchschnittliche
Autobastler-Kenntnisse sollten ausreichen (aber die Qualität beim Flieger
muß natürlich besser sein ;). Die Jahresnachprüfung kann man an seinem
eigenen Fleiger selbst machen, muß aber von einem anerkannten Prüfer
abgenommen werden.
Für Eigenbau-Anfänger gibt es Wochenendkurse in Composite oder auch
Blechverarbeitung etc. Die OUV sollte Dir weiterhelfen können. Das
Wintertreffen findet am 20. und 21. 3. in der TH Darmstadt statt, werde auch
da sein. Interessant ist auch das OUV Sommertreffen auf dem Flugplatz
Speyer. Dort kannst du dann die ganzen Selbstbauflieger aus der Nähe
betrachten. Bezügl. Kitplanes- Info: abonniere am besten die amerikanische
"Kitplanes". In der Dezember- Ausgabe war ein Sonderteil über alle gängigen
Kitplanes (mehr als 400!). Fast jeder Hersteller hat eine Web-Seite.
Außerdem gibt es noch für die gängigsten Typen (Kitfox, RV, KR etc)
Mailing-Listen, die ich sehr empfehlen kann, denn da kannst du aus erster
Hand erfahren, wo die Eigenbauer Probleme mit den Kits haben. Ansonsten kann
ich diesbezügl.Auskünfte geben, habe den Markt seit ca 1 Jahr intensiv
beobachtet.

Löf

>Auch eine gute Idee, aber wie geht das in Deutschland? Muss man da nicht
>ausgebildeter, staatlich gepruefter Mechaniker mit Lizenz zum Loeten sein?
>So ungefaehr, oder?
>Gibt es da nicht auch eine Webseite zu dem Thema? Die habe ich leider nicht
>gefunden, weil die irgendwie nicht in den Suchmaschinen unter Kit* zu
finden
>ist.

loef

unread,
Feb 21, 1999, 3:00:00 AM2/21/99
to
Nach dem letzten Touch&Go landen, aussteigen, die obligatorische 500-DM
Tasse Kaffee Trinken, bezahlen, abfliegen.

P.S. Jede Touch&Go ist eine Landegeühr! In Bad-Dürkheim kann man aber "fünf
für eine" bezahlen. Gut für Touch&Go oder Platzrunden.

Löf

>Uebrigens, wie geht das eigentlich, wenn ich auf einem fremden Flugplatz
>Touch'n'Go uebe und weider anch Hause fliege: Werfe ich dann den
>10-Mark-Schein durch das Fenster, oder wie?
>
>Axel Weil


Jan-Berend Holzapfel

unread,
Feb 22, 1999, 3:00:00 AM2/22/99
to
>Versicherung 2 -3000, Steuer (noch) keine aber Sprit DM 2,40 pro Liter,
>Hanger zwisch 2 und 10000 jenachdem wie exklusiv, JNP bei meiner popeligen
>PA28-140 waren es nie unter DM 5000. Ab und zu noch sonstige Kleinigkeiten
>(z.B. Austausch aller Funkgeräte wegen neuer Kanal-Abstände, das kann
>alleine leicht auf zig 1000 DM kommen. Also decke ich mal mit genügend
>Kleingeld ein


Danke erstmal. Da muss ich wohl warten bis die Erbtante abtritt ;-))

>auch aus o.g. Gründen sympathisiere ich seit geraumer Zeit mit einem
>Eigenbau (Kitplane). Jahresinpektion werde ich selbst machen, nach dem
>Fliegen Tragflächen zurückklappen, Flieger trailern und in der Garage
>abstellen - man wird sehen, ob die Rechnung aufgeht.

Jan-Berend Holzapfel

unread,
Feb 22, 1999, 3:00:00 AM2/22/99
to
>Landegebühren-Pauschale: DM300


Hast du das pauschal angesetzt oder gibt es das auch als Jahrespauschale?

a...@thk-bremen.de

unread,
Feb 22, 1999, 3:00:00 AM2/22/99
to

> Nach dem letzten Touch&Go landen, aussteigen, die obligatorische 500-DM
> Tasse Kaffee Trinken, bezahlen, abfliegen.

D.h. "nur" Touch'n'Go geht gar nicht - weil man ja noch bezahlen muss!

> P.S. Jede Touch&Go ist eine Landegeühr! In Bad-Dürkheim kann man aber "fünf
> für eine" bezahlen. Gut für Touch&Go oder Platzrunden.

Und wie sieht das aus mit CVFR - muss ich dem Controller meine Kontonummer
ueber Funk durchgeben?

Danke schonmal,

a...@thk-bremen.de

unread,
Feb 22, 1999, 3:00:00 AM2/22/99
to

> Für Eigenbau-Anfänger gibt es Wochenendkurse in Composite oder auch
> Blechverarbeitung etc. Die OUV sollte Dir weiterhelfen können. Das
> Wintertreffen findet am 20. und 21. 3. in der TH Darmstadt statt, werde auch
> da sein. Interessant ist auch das OUV Sommertreffen auf dem Flugplatz
> Speyer. Dort kannst du dann die ganzen Selbstbauflieger aus der Nähe

Hast du noch Websites zu dem Thema? Wer ist die OUV? (ist das die dt. EAA?)

Danke,

Axel

Löf

unread,
Feb 22, 1999, 3:00:00 AM2/22/99
to
Axel,

ja, du liegst goldrichtig. OUV (Oskar Ursinus (der legendäre Rhönflieger)
Vereinigung) ist sozusagen die deutsche EAA. Ich bin zwar (noch) nicht
Mitglied, habe aber mehrere Veranstaltungen besucht. Du wirst dort eine
Menge unglaublich kompetenter Leute (zumeist älteren Semesters) finden. Eine
erste Vorstellung erhältst Du bei www.ouv.de. Di Org. stellt Dir einen
"Betreuer" für die Dauer des Projektes. Der Betreuer kann später (im
Allgemeinen) auch die Jahresnachprüfung abnehmen. Für weitere Fragen nimm
bitte direkt Kontakt mit Elaine Renn auf.

Löf

a...@thk-bremen.de schrieb in Nachricht <7asfhi$nb6$1...@nnrp1.dejanews.com>...

McFly

unread,
Feb 23, 1999, 3:00:00 AM2/23/99
to

Jan-Berend Holzapfel wrote:

Huch ??
Mach ich da vieleicht etwas falsch? Mein Dampfer (Echo-Klasse) kostet mich
durchschnittlich pro Jahr etwa DM 12 - 15.000 an Unterhaltskosten bei etwa 100
bis 150 Flugstd/Jahr. Hierin sind alle Landegebühren, Kraftstoff, Kontrollen und
Jahresnachprüfungen enthalten. Also macht ca. DM 1.000,- bis 1.250,-/Monat oder
um DM 100,-/Std naß. Hierbei ist allerdings der Motorverschleiß (hoffnungsweise
hält er noch 700 Std) nicht berücksichtigt.

Flugbenzin muß auch nicht immer DM 2,40 kosten. Holland z.B. DM 0,95, Dänemark
z.B. DM 1,60...... usw. Man ist ja schließlich mobil mit dem Flieger. :-)

Meine Jahresnachprüfungen kosten in der Regel max DM 1.000. Vieleicht solltest
Du die 50h und 100h Kontrolle sorgfältiger durchführen (lassen), dann ist die
Jahresnachprüfung eigentlich kein Problem. Naja, ich pflege meinen Dampfer
selber und die Kontrollen werden in Eigenregie durchgeführt. Natürlich wird
hierzu jedes Mal der Prüfer für die Jahresnachprüfung konsultiert.
Möglicherweise liegt das Geheimnis für normale Kosten wohl in der richtigen
Wartung und nicht in dem Versuch dem Prüfer irgend etwas vorzumachen. Der sieht
meinen Flieger nämlich immer wenn er zu den Kontrollen frei zugänglich ist und
hat somit die Möglichkeit sich über den Zustand auch mal zwischendurch intensiv
zu informieren.

Gruß von einem der sich das Fliegen gerade noch leisten kann :-)
Klaus


Juergen Esser

unread,
Feb 24, 1999, 3:00:00 AM2/24/99
to
Hallo,
das mit der OUV klingt ja toll, aber i8st es das auch?
Die Frage war doch, wie man die Kosten für ein kleines Flugzeug in Grenzen
hällt. Und da ist Selberbauen sicher der fragwürdigste Weg.
Sicher spart man ein paar Mark für die Jahresnachprüfung ( bei optimaler
Vorbereitung ca. 700DM/Jahr). Aber man sollte die Kosten für ein
Selbstbauflugzeug nicht unterschätzen.
Meine KR2-S hat als Bausatz ca 8000US$ gekostet. (Für alle, die den Ofen
nicht kennen, das ist ein kleiner 2Sitzer mit 80-100PS, Holz/FVK-Bauweise
und technisch eher primitiv). Kommt noch ein neuer Motor hinzu, etwa ein
Rotax 912, kommen noch 16000DM dazu. Funk und Instrumente verbraten noch mal
10000DM und einige Kleinteile und Lack werden auch noch benötigt. Noch
einmal 10000DM (Für alle Besserwisser: wo ist der Prop?).
Der Herrsteller gibt als Bauzeit 1200 Stunden an. Vergesst es; 2000 sind
realistischer. Rechnet man für jede Stunde nur DM10 sind wieder 20000DM
weg.(das Ziel war der Besitz und nicht der Bau!!).
Und nun das Unangenehmste. Das LBA verlangt einige Nachweise, bevor ihr
fliegen dürft. Zwar "hilft" die OUV dabei, aber
1. liegt dieser Kram nicht jedem
2. das Ganze kostet Zeit, und nicht wenig.
Nur denke ich, daß vor dieser Rechnung der Kauf sicherlich der schnellere
und sicher nicht der teurere Weg ist.
Ach ja, die sonstigen Betriebskosten sind identisch.

Technisch sind die billigen Kitflieger auch nicht besser, als das, was einem
auf dem Markt so angeboten wird. Neue Technik hat halt ihren Preis, und wenn
ich das Geld habe eine Lancair zu bauen, kann ich auch eine Cirrus kaufen.

Also, wenn das Ziel der Besitz eines billigen Flugzeugs ist, Hände weg vom
Baukastenflugzeug.

Gruß Jürgen

loef

unread,
Feb 24, 1999, 3:00:00 AM2/24/99
to
Juergen,
ich habe die Diskussionen seit längeren verfolgt was günstiger ist:
Selbstbau oder konventionell, Antrieb Auto-Konversion oder Lyco/Conti. Jede
Fraktion vertritt da ihre eigene Auffassung. Daß die Kosten für einen
Selbstbau von den meisten (auch von mir und selbst bei Vernachlässigung der
eigenen Arbeitszeit) am Anfang unterschätzt werden, stimme ich Dir voll bei.
ABER meine PA28-140 hatte ich 4 Jahre, damals für DM 40.000 gekauft (ca. 25
Jahre alt, 3000+h auf Airframe), während der 4 Jahre nochmals ca. 30 000 nur
für Wartung (nur das "übliche", ohne daß größere Reparaturen ausgeführt
wurden, allerdings alles im LTB). Wenn man das vergleicht, hast DU mit der
KR vielleicht doch das besere Geschäft gemacht -oder?

löf
P.S. ich würde gerne privat (lo...@irlgmbh.com) ein paar infos bezügl. Deines
KR-Projektes austauschen.

Juergen Esser schrieb in Nachricht <7b1l7o$po3$2...@nets3.rz.RWTH-Aachen.DE>...

Gerald Freundl

unread,
Feb 25, 1999, 3:00:00 AM2/25/99
to
>Hast du noch Websites zu dem Thema? Wer ist die OUV? (ist das die dt. EAA?)


Interessant ist vielleicht auch noch die Newsgroup
rec.aviation.homebuilt


a...@thk-bremen.de

unread,
Feb 25, 1999, 3:00:00 AM2/25/99
to

> das mit der OUV klingt ja toll, aber i8st es das auch?

> Meine KR2-S hat als Bausatz ca 8000US$ gekostet. (Für alle, die den Ofen


> nicht kennen, das ist ein kleiner 2Sitzer mit 80-100PS, Holz/FVK-Bauweise

> Technisch sind die billigen Kitflieger auch nicht besser, als das, was einem


> auf dem Markt so angeboten wird. Neue Technik hat halt ihren Preis, und wenn
> ich das Geld habe eine Lancair zu bauen, kann ich auch eine Cirrus kaufen.

Das finde ich den groessten Nachteil am Selbstbau in Deutschland:
max. 2 Sitze!!!! (wenn ich den OUV richtig verstehe)

Also nichts fuer eine Familie oder Urlaub - sondern "nur" fuer Kaffeeflug,
oder?

Sven-Hajo Sieber

unread,
Feb 25, 1999, 3:00:00 AM2/25/99
to

a...@thk-bremen.de wrote:
>
> > das mit der OUV klingt ja toll, aber i8st es das auch?
>
> > Meine KR2-S hat als Bausatz ca 8000US$ gekostet. (Für alle, die den Ofen
> > nicht kennen, das ist ein kleiner 2Sitzer mit 80-100PS, Holz/FVK-Bauweise
>
> > Technisch sind die billigen Kitflieger auch nicht besser, als das, was einem
> > auf dem Markt so angeboten wird. Neue Technik hat halt ihren Preis, und wenn
> > ich das Geld habe eine Lancair zu bauen, kann ich auch eine Cirrus kaufen.
>
> Das finde ich den groessten Nachteil am Selbstbau in Deutschland:
> max. 2 Sitze!!!! (wenn ich den OUV richtig verstehe)
>
> Also nichts fuer eine Familie oder Urlaub - sondern "nur" fuer Kaffeeflug,
> oder?
>
> Axel

Ich habe mal gehoert, dass man, wenn man in den USA ein Kitflugzeug baut
und zulaesst, sogar in den Genuss von 4 Sitzen und sogar IFR-Zulassung
kommt,
wenn man also eine Pressurized Lancair baut, kann man schoen "ueber" dem
Wetter mit 3 Freunden sehr schnell unterwegs sein. War da nicht mal ein
Bericht im Aerokurier ueber so ein Flugzeug? Gebaut von zwei
Schweizern in den USA und auch N-registriert?

Gruesse, Sven-Hajo

Guntram

unread,
Feb 25, 1999, 3:00:00 AM2/25/99
to
Das sehe ich genauso,
Hier mal die Zahlen der letzten Jahre:
95 230,--DM/h 30h
96 195,--DM/h 65h
97 145,--DM/h 81h
98 249,--DM/h 36h
Kosten incl. Sprit und aller Wartungen - ohne Motor-Abschreibung - in einer
Haltergemeinschaft zu dritt..
Stark unterschiedliche Flugstunden durch die schlechte Situation der GA in
München.

Und es ist kein Dampfer, sondern eine Beech Bonanza. Bequem wie ein Dampfer,
aber wendig und schnell, selbst gewartet, 140kt IAS bei 65% für 4,5h +
Reserve. Da bin ich schon von Marokko ohne Zwischenstop nach Tunesien
gekommen.

Und warum will keiner in unsere Haltergemeinschaft einsteigen?
http://www.mucl.de/Home/guntram/
Inzwischen gibt's das Drittel schon für 25.000,--DM.

Klaus, wenn Du nicht offensichtlich zu weit im Norden wärst, würd ich bei
Dir einsteigen. (oder umgekehrt?)

Gruß
Guntram

Juergen Esser

unread,
Feb 26, 1999, 3:00:00 AM2/26/99
to
Das mit dem Austausch sollten wir mal tun.
Ich bin mir nur nicht ganz klar, ob Du mit den Kosten für die PA28 nicht
etwas aus dem normalen Rahmen fällst. Und was war in den 30.000DM alles
enthalten?
Gruß
Jürgen

e-mail an: juerge...@dialup.fh-aachen.de

loef schrieb in Nachricht <7b31h0$1ofj$1...@news.ipf.de>...

Juergen Esser

unread,
Feb 26, 1999, 3:00:00 AM2/26/99
to
Gegen das Bauen in den USA spricht eigentlich nur, daß das Ganze ca. 1Jahr
dauert, wenn man sonst nichts macht und sich nicht um seinen Lebensunterhalt
kümmert.
Vorher sollte man aber einmal beim LBA anfragen, ob man überhaupt eine
Überfluggenehmigung für ein amerikanisches Experimental bekommt.
Aber was spricht gegen eine Fox-Zulassung?


>Das finde ich den groessten Nachteil am Selbstbau in Deutschland:
>max. 2 Sitze!!!! (wenn ich den OUV richtig verstehe)
>
>Also nichts fuer eine Familie oder Urlaub - sondern "nur" fuer Kaffeeflug,
>oder?
>
>Axel
>
>

Löf

unread,
Feb 28, 1999, 3:00:00 AM2/28/99
to
Ja,
habe Interesse an einer Homebuilt-Mailingliste (ich glaube sogar, die wäre
überfällig). Könnte über meine Firma die Liste hosten, falls erforderlich

löf

Thomas Weinberger schrieb in Nachricht <7bb3li$rm7$1...@news.online.de>...
>Hi Juergen, Sven-Hajo, Axel, community,


>
>>>Das finde ich den groessten Nachteil am Selbstbau in Deutschland:
>>>max. 2 Sitze!!!! (wenn ich den OUV richtig verstehe)
>>>
>>>Also nichts fuer eine Familie oder Urlaub - sondern "nur" fuer
>Kaffeeflug,
>>>oder?
>

>Ja, das ist leider so (auch und gerade nichts für's Geschäft).


>
>>Gegen das Bauen in den USA spricht eigentlich nur, daß das Ganze ca.
>1Jahr
>>dauert, wenn man sonst nichts macht und sich nicht um seinen
>Lebensunterhalt
>>kümmert.
>

>Man kann auch zu Hause bauen und nur die Endmontage in die USA
>verlegen. Dazu müßte man einen Container vollpacken und in die Staaten
>verschiffen. In den USA gibt es (nach leisen Anfragen meinerseits)
>genügend EAA'ler, die ihren (privaten) Hangar und ihre (private) Bahn
>zur Verfügung stellen würden, um die Endmontage und die Erprobung
>durchzuführen. Kostet also ein paar Mark, aber es geht.
>Das Problem ist die N-Zulassung. Nur US-Bürger oder US-Firmen dürfen
>dort Flugzeuge zulassen. Es gibt zwar Halterfirmen - die sind aber
>erstens recht teuer und zweitens sieht's dann mit der Wartung am
>(nicht mehr eigenen) Flugzeug schlecht aus. Die bessere Möglichkeit
>ist eine eigene US-Firma. Das kostet nach Aussage verläßlicher Quellen
>nicht sehr viel und das Flugzeug bleibt Eigentum.


>
>>Vorher sollte man aber einmal beim LBA anfragen, ob man überhaupt
>eine
>>Überfluggenehmigung für ein amerikanisches Experimental bekommt.
>

>Nach Aussage des LBA ist das in Old Germany grundsätzlich erlaubt. Was
>jedoch die erweiterten Möglichkeiten (Nachtflug/IFR) angeht, kann es
>durchaus Einschränkungen geben (dunno). Mir ist ein Projekt einiger
>Niederländer bekannt, die den USA-Weg gegangen sind und nun
>IFR-Fliegen im Experimental praktizieren. Wenn ich diese Leute
>ausfindig gemacht habe, werde ich 'mal nach Erfahrungen mit Germany
>fragen ...


>
>>Aber was spricht gegen eine Fox-Zulassung?
>

>Die Leistungsbegrenzung :-( Nach jetzigem Informationsstand in
>Frankreich 260 PS (im UK 250). Wenn ich schon ein Kitflugzeug baue,
>dann soll es auch SIGNIFIKANTE Vorteile gegenüber den "certified
>stuff" haben. Und IFR scheint sowieso nicht möglich zu sein ... hat
>jemand weitere Info's?
>
>So long,
> Tom
>
>P.S.: Habt Ihr Interesse an einer Mailingliste zum Amateurbau in
>Deutschland?
>
>--
>PGP key available on request.
>Please use the subject line for immediate delivery of important
>messages.
>The above is my private opinion and is not intended to blame anyone.
>
>

Juergen Esser

unread,
Feb 28, 1999, 3:00:00 AM2/28/99
to
Hallo,
also ganz so einfach ist das mit der N-Zulassung nicht. Gemäß der FAA muß
ein amerikanisches Experimental überwiegend auch in den USA gebaut sein.
Eine Endmontage reicht da sicher nicht, oder man hat Vitamin B.

Die 300PS Geschichte mit als technisch die Nase vor haben zu bezeichnen
halte ich für fragwürdig. Frag doch mal woher die besch.. Flugleistungen im
kommerzellen Flugzeugbau kommen. Ich würde sagen, daß man in einem
Experimental mit 150PS durchaus Flugleistungen erziehlen wie ein gekauftes
Flugzeug mit 300PS. Man kann mit Widerstandsreduktion sehr viel erreichen.

Jürgen

Thomas Weinberger

unread,
Feb 28, 1999, 3:00:00 AM2/28/99
to

Thomas Weinberger

unread,
Mar 1, 1999, 3:00:00 AM3/1/99
to
Hallo Jürgen,

[You wrote:]


>also ganz so einfach ist das mit der N-Zulassung nicht. Gemäß der FAA
muß
>ein amerikanisches Experimental überwiegend auch in den USA gebaut
sein.
>Eine Endmontage reicht da sicher nicht, oder man hat Vitamin B.

Kannst Du angeben, wo genau das steht?

[You wrote:]


>Die 300PS Geschichte mit als technisch die Nase vor haben zu
bezeichnen
>halte ich für fragwürdig. Frag doch mal woher die besch..
Flugleistungen im
>kommerzellen Flugzeugbau kommen. Ich würde sagen, daß man in einem
>Experimental mit 150PS durchaus Flugleistungen erziehlen wie ein
gekauftes
>Flugzeug mit 300PS. Man kann mit Widerstandsreduktion sehr viel
erreichen.

Es ist NATÜRLICH nicht gerade als Fortschritt zu bezeichnen, größere
Triebwerke zu verwenden. Deine KR-2 zeigt da sehr deutlich, wie man's
machen kann. Ich meine, die Velocity XL (die habe ich im Sinn) hat
schon nicht mehr das Schrankkoffer-Design einer Cessna o.ä. Die 300 PS
sind schlicht notwendig, da wegen der vier Sitze + Gepäck + fuel +
IFR-Ausstattung einiges an Gewicht zusammenkommt. Laut Aussage von
Velocity-Besitzern geht Vollbeladung nur, wenn man ein paar mehr
Pferdchen unter der Haube hat.
Und außerdem habe ich es gerne etwas flotter ;-)

So long,
Tom

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