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Erfahrungsbericht: PPL-A in den USA

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Fuchs, Wolfgang J.

unread,
Jun 26, 2001, 2:44:37 PM6/26/01
to
Hi alle,

für alle die vorhaben ihre Privatpilotenlizenz in den USA zu machen
hier eine Beschreibung meiner Erlebnisse in den USA. Ich war gerade
vom 21.Mai-21.Juni 2001 in Denver/Colorado um dort meinen PPL zu
machen. Leider ist der Text etwas lang geworden, ich wollte möglichst
viel unterbringen.
Ganz besonderen Dank an die Ersteller des US-PPL-FAQ - es hat mir
sehr viel bei der Vorbereitung geholfen!!

Schock Nr.1:
Die Preise. Die von mir geplante Flugschule hatte alte Preise auf den
Webseiten, die tatsächlichen Preise lagen um 15 Dollar/Std. (!!) höher
(die Schule hatte die Preise erst ein paar Wochen zuvor korrigiert,
daher nahm ich an, mich auf die Web-Preise verlassen zu können, aber
das war wohl ein billiger Trick, um Leute in die Schule zu bekommen).
Die angebotene 150er war nicht mehr im Programm, nur noch die teureren
172er.

Schock Nr. 2:
Die Flugzeuge. Um Denver herum habe ich daraufhin 6 Flugschulen
abgeklappert weil ich bei der Nepp-Firma nicht bleiben wollte. Fazit:
Die einzige Schule die noch eine Cessna 152 im Programm hatte bestand
auf einer FAR 141-Ausbildung, was ich aufgrund des Zeitrahmens (4
Wochen) nicht machen konnte und wollte. Also blieb nur eine Cessna
172. Die Preise unterschieden sich bei allen Flugschulen nur um +/- 5
Dollar.
Meine Wahl fiel auf die Jeffco-Flightschool in Broomfield/CO (Tel.
001-303-465-0288). Eine kleine Schule, familiär, unkompliziert, alle
sehr nett und vertrauenerweckend, keine super coolen Typen wie in
einigen anderen Schulen. Ausserdem die einzige, die mir für einen
4-Wochen Zeitraum einen Instructor mit 3-4 Stunden pro Tag
Verfügbarkeit fix zusagen konnte.
Preise: CE 172: ca.70,- USD/h (abhängig vom Spritpreis). Instructor:
30,-USD/h. Lehrvideos in der Schule gratis anzuschauen (KING-Serie zum
PPL-A written & practical exam, nicht die allerneuste Version, aber
trotzdem sehr hilfreich bei der Vorbereitung).

Schock Nr. 3:
Das Medical. Der einzige Arzt, der mir kurzfristig einen Termin geben
konnte verlangte 98,- USD. (alle anderen waren 70-80 USD, Termine in
4-14 Tagen). Schock 3a: Die Fangfragen im Formular zum Medical: "Haben
Sie, oder HATTEN SIE JEMALS eine der folgenden Krankheiten: Allergie,
Asthma,..." etc. etc. Alles was man dort ankreuzt darf man
nachgewiesenermaßen nicht mehr haben....und "Nachweise" kosten
weiteres GELD. Obwohl seit 10 Jahren kein Asthma mehr gehabt musste
ich daraufhin einen 3-minütigen Asthma-Test (Lungenvolumen) machen.
Zusatzkosten 72 USD!! Gesamtkosten fürs Medical also 170 USD und ein
gehöriger Schreck, als beim ersten Versuch am Lungenapparat das
Ergebnis aufgrund eines Fehlers negativ ausfiel.

Schock Nr. 4:
Die Anzahl Stunden. Ich hatte mit 40 Stunden dort kalkuliert, da ich
bereits vor vier Jahren 8,8 Stunden genommen hatte. Tatsächlich habe
ich dann aber 55 Stunden gebraucht (inkl. Prüfung) (...die Landungen
waren für mich schwieriger als gedacht).

Schock Nr. 5:
Die praktische Prüfung. Theorie war super gelaufen. Der mündliche Teil
der praktischen Prüfung ebenfalls. Dann bin ich gleich zweimal durch
den praktischen Teil geflogen. Der zweite Prüfer war sehr nett.
Versuch Nr. 2 war am Abend vor meiner Abreise. Aufgrund meiner
Situation hat er sich bereit erklärt, die dritte Prüfung am nächsten
morgen um 6 Uhr früh durchzuführen (4 Stunden vor meinem Abflug), wenn
ich sofort im Anschluß an die 2.Prüfung noch zwei Flugstunden nehmen
würde um mein "skidding" im Traffic Pattern wegzubekommen.

Jau. Um 6.45 Uhr war ich dann PPL-A-Inhaber und bin dann direkt weiter
zum Flughafen gedüst. Freuen konnte ich mich erst ein paar Stunden
später.

Gesamtkosten in DEM:

Unterkunft & Auto gratis bei/von einem Freund
1.200,- Flug (München-Denver-L.A-München)
2.500,- Essen, Ausgehen etc.etc.
2.600,- Flugstunden (Solo 16 x 70 USD * 2,30 DEM; inkl. Prüfungsflüge)

9.000,- Flugstunden (Dual 39 x 100 USD x DEM)
700,- Theoriestunden (10 x 30 USD)...der CFI verrechnet i.d.R. 0,2
Stunden mehr als die eigentliche Flugzeit wegen Nachbesprechung des
Fluges etc.)
1.000,- Drei Prüfungsgebühren (250+150+50 USD)
150,- Written Exam (65 USD)
400,- Medical (170 USD)
250,- Material (Plotter, Karten etc.)
700,- Theoriekurs in Dtl. (inkl. Material)
400,- Headset (Telex ANR 200 gebraucht 175 USD)

18.900,- DEM Total. (=Schock Nr.6 weil um mindestens 5 Tausender höher
als geplant)

(dazu kommen ehrlich gerechnet noch die Vorkosten: meine 8,8 Dual
Stunden vor vier Jahren plus Material damals, das ich auch heute noch
verwenden konnte, zusammen etwa nochmal 1300 DEM zum damaligen
Preis/Kurs)

Wenn ich das vorher gewusst hätte... Die europäische Lizenz wäre
vermutlich deutlich billiger gewesen. Und auch ein Pauschalangebot
wäre besser gewesen. Jetzt kann ich die nächsten Monate daran
arbeiten, mein Konto wieder aus dem Minus zu bekommen :-((

OK, Aber hier nun auch die Highlights:

Meinen großen Solo Cross-Country habe ich zum Mount Rushmore (South
Dakota) gemacht., netto Flugzeit 7,1 Stunden, Stopps in vier
verschiedenen Staaten, einmaliges Erlebnis und saugut fürs
Selbstvertrauen nachdem ich diese Monstertour hinter mir hatte (mein
CFI hat die ganze Zeit daheim geschwitzt ;-)

Im Rahmen des Nachtfluges ein Stop & Go in Denver International
("Class B"). Einfach gigantisch zwischen den Jumbos herumzufliegen
(vor allem im Funk: "United 781 cleared for rwy 17 R No. 2 behind a
Cessna on short final").

Das Wetter in Colorado war spitze (vier Nicht-VFR-Tage in vier
Wochen).

Der Ausblick auf die Rocky Mountains beim Fliegen lässt einen die
Kosten fast vergessen.

Und das Highlight Nr.1: Wie auch immer: Hey, jetzt habe ich die
Lizenz!!! :-)

Allgemein: Jeffco ist ein kontrollierter Flughafen mit Tower ("Class
D"). Ich bin sehr froh, dort gelernt zu haben. Wer nur die 3
Pflichtlandungen an einem kontrolliert Platz macht hat MMN absolut
keine Chance den Funkverkehr in den USA zu erlernen. Ich habe mich
dort ausserdem sicherer gefühlt als auf den unkontrollierten Plätzen
wo jeder legal auch ohne Funkankündigung landen kann oder ich einmal
ganz schön geschwitzt habe, als drei gleichzeitig mit mir sagten, sie
seien "on downwind" für den gleichen Runway, ich aber nur einen davon
in Sicht hatte... Bei einem Tower muss man zwar auch selbst schauen,
aber da steht immer noch einer im Tower mit dem Radar, der notfalls
sagt "Cessna 44J make a 180 immediately" oder "Cessna 44J traffic at
12 o'clock report traffic in sight" (schwitz schwitz)). Am Anfang
macht eh der CFI die gesamte Funkarbeit, später übernimmt man Stück
für Stück und der CFI springt nur ein, wenn man etwas nicht verstanden
hat.

Zeitplan 4 Wochen: Abgesehen von den 4 nicht-VFR-Tagen bin ich zweimal
krank geworden (ich bin sonst höchstens 2 mal pro Jahr krank...), das
hat mich zusammen 6 verlorene Tage gekostet, dazu noch die durch die
Fehl-Prüfungen verlorenen Tage...d.h. das vier Wochen selbst im "worst
case" absolut reichen sollten.

Fazit:
- Wenn ich es noch einmal machen würde, dann mit einem Pauschalangebot
(alle Flugstunden inklusive zum Fixpreis).
- Meine Flugschule kann ich absolut weiterempfehlen, Colorado als
Standort ebenfalls.
- Jeder der "irgendwann" mal "irgendetwas" gesundheitliches hatte
sollte aus Geld- und Sicherheitsgründen lieber sein Medical bereits in
Dtl. machen. Einen Lungentest z.B. würde in Dtl. die Krankenkasse
zahlen, dto. einen Allergietest.
- Es macht Sinn einige Kapitel der Theorie zuhause vorzulernen (z.B.
Flugrecht), wirklich Sinn macht es bei den meisten Sachen aber erst in
Kombination mit dem Fliegen (z.B. Navigation), ich habe den Test nach
10 Tagen gemacht, es war genügend Zeit neben dem Fliegen zum Lernen.
- Mit der Flugschule vor Ankunft klären, dass man EINEN Lehrer für den
gesamten Zeitraum mit genügend Zeit bekommen kann.
- umgehend ein eigenes Headset kaufen, die meisten Flugschulen
berechnen zwischen 3-4 USD pro Tag Miete, da loht sich ein eigenes
recht schnell, ab 120 USD gibt es gute Neue, an den schwarzen Brettern
findet man gebrauchte.
- Wenn man sich (wie auch ich in guter Gesellschaft mit 90% aller
Deutschen ;-) für einen guten Autofahrer hält: Nicht daraus schließen,
dass man den Flugschein deswegen in "40 maximal 45 Stunden" schafft.
Also: genügend finanziellen Puffer einkalkulieren. Wenn man es dann
doch in Mindestzeit schafft kann man das "gesparte" Geld wunderbar mit
Sightseeingflügen durchbringen.

Vielleicht kann der Eine oder Andere mit meinen Erfahrungen etwas
anfangen.

Viele Grüße aus München,
W o l f g a n g.

PS: Rückfragen bitte im Forum, da ich die Mails an die Absender
E-Adresse nur sehr selten lese.


Patrick

unread,
Jun 26, 2001, 4:46:41 PM6/26/01
to
> Schock Nr.1:
> Die Preise. Die von mir geplante Flugschule hatte alte Preise auf den
> Webseiten, die tatsächlichen Preise lagen um 15 Dollar/Std. (!!) höher

Ich würde mir die derzeit gültigen Preise vor Buchung per Fax bestätigen
lassen - ist zwar keine Garantie, hilft aber. Hast Du mit denen vorher mal
telefoniert?

> Schock 3a: Die Fangfragen im Formular zum Medical: "Haben
> Sie, oder HATTEN SIE JEMALS eine der folgenden Krankheiten: Allergie,
> Asthma,..." etc. etc. Alles was man dort ankreuzt darf man
> nachgewiesenermaßen nicht mehr haben

Sorry, aber das ist Quatsch. Das sind keine Fangfragen. Die Fragen im
Medical dienen lediglich der Ausschließung bestimmter Krankheiten. Auch wenn
Du Asthma oder Diabetes ankreuzt, können AME und/oder FAA immer noch die
Tauglichkeit anerkennen, es gibt in USA Tausende von Piloten mit Diabetes
oder Asthma. Unter Umständen ist das etwas kompliziert (vielleicht musst Du
ein SODA kriegen - Statement of demonstrated ability), oder Dein AME muss
mit Oklahoma City konferieren, aber es funktioniert. Wenn Dir das jemand so
verkauft hat, hat er Dich übers Ohr gehauen.

> Schock Nr. 4:
> Die Anzahl Stunden. Ich hatte mit 40 Stunden dort kalkuliert, da ich
> bereits vor vier Jahren 8,8 Stunden genommen hatte. Tatsächlich habe
> ich dann aber 55 Stunden gebraucht (inkl. Prüfung) (...die Landungen
> waren für mich schwieriger als gedacht).

Mit 40 Stunden (also dem Minimum bei Part 61) zu kalkulieren, halte ich für
reichlich blauäugig. 8 Stunden vor 4 Jahren zählen IMHO gar nix - das ist
schlicht zuwenig und zu lange her. OK, jeder lernt unterschiedlich schnell,
akzeptiert, aber 55 Stunden sind total OK - das macht selbst mit Deiner
Vorerfahrung unter 70 Stunden und damit liegst Du ungefähr im Schnitt.

> Schock Nr. 5:
> Die praktische Prüfung. Theorie war super gelaufen. Der mündliche Teil
> der praktischen Prüfung ebenfalls. Dann bin ich gleich zweimal durch
> den praktischen Teil geflogen. Der zweite Prüfer war sehr nett.
> Versuch Nr. 2 war am Abend vor meiner Abreise. Aufgrund meiner
> Situation hat er sich bereit erklärt, die dritte Prüfung am nächsten
> morgen um 6 Uhr früh durchzuführen (4 Stunden vor meinem Abflug), wenn
> ich sofort im Anschluß an die 2.Prüfung noch zwei Flugstunden nehmen
> würde um mein "skidding" im Traffic Pattern wegzubekommen.

Also, wenn Du zweimal durch die Prüfung hagelst, stimmt mit Deiner
Ausbildung etwas nicht. CFIs werden an den Erfolgsquoten gemessen, jeder CFI
möchte, daß möglichst viele seiner applicants durchkommen.

> Und auch ein Pauschalangebot wäre besser gewesen.

Die sind aber unlauter. Ob Du nun 40 oder 240 Stunden brauchst, immer
derselbe Preis - da muss man doch stutzen, das kann nicht mit rechten Dingen
zugehen, dann prügeln sie Dich durch die Prüfung, egal ob Du was kannst oder
nicht.

> Einen Lungentest z.B. würde in Dtl. die Krankenkasse
> zahlen,

Die Kasse möchte ich sehen - einen LuFu nur zum Spass, ohne Diagnose - das
zahlt keine Kasse in Deutschland.

Sorry, aber insgesamt klingt das, als ob Du doch etwas blauäugig, wenig
vorbereitet und mit viel zu wenig Zeit nach USA geflogen bist ("am Tag der
Abreise" - hattest Du vielleicht den Urlaub so geplant, daß Du beim ersten
Mal loooogischerweise die Prüfung schaffst?). Schieb bitte nicht alles auf
die Flugschule und die DE's - ehrlich gesagt: wer ein all-inclusive-Paket
als tolle Alternative anpreist, kann IMHO nicht lange darüber nachgedacht
haben.

Ich weiss, ich werd jetzt wieder zugeflamt, aber das ist nunmal meine
Meinung als alter USA-Flieger, und dazu stehe ich auch.

Anyway: herzlichen Glückwunsch zu Deiner Lizenz & happy flying :-))

Patrick
US-PPL ASEL AMEL IA


David Sander

unread,
Jun 27, 2001, 4:43:35 AM6/27/01
to
Hi,
also die Stunden die ich da hatte im Flieger waren super, die Flugzeuge
waren tip top und so hohe Preise musst ich net zahlen... aber da sieht man
mal wieder das nichts überall gleich ist:-(


Martin Hotze

unread,
Jun 27, 2001, 10:33:09 AM6/27/01
to
In article <3B38D814...@gmx.net>,

"Fuchs, Wolfgang J." <bran...@gmx.net> wrote:

> für alle die vorhaben ihre Privatpilotenlizenz in den USA zu machen
> hier eine Beschreibung meiner Erlebnisse in den USA. Ich war gerade


bitte bringe dazu auch noch allfällige Anregungen in die US-PPL-FAQ ein.
Thomas kann diese Anregungen auch gleich mit reinpacken. Thomas?


> vom 21.Mai-21.Juni 2001 in Denver/Colorado um dort meinen PPL zu
> machen. Leider ist der Text etwas lang geworden, ich wollte möglichst
> viel unterbringen.

no problem.

> Ganz besonderen Dank an die Ersteller des US-PPL-FAQ - es hat mir
> sehr viel bei der Vorbereitung geholfen!!
>

gerne (als kleiner Mitwirker davon).



> Schock Nr.1:
> Die Preise. Die von mir geplante Flugschule hatte alte Preise auf den
> Webseiten, die tatsächlichen Preise lagen um 15 Dollar/Std. (!!) höher


hast du die Flugschule mit dieser Tatsache konfronitiert? was war die
Reaktion darauf?
hattest du vorher schon mal telefonsichen/schriftlichen/Email - Kontakt
mit der Schule?

> (die Schule hatte die Preise erst ein paar Wochen zuvor korrigiert,
> daher nahm ich an, mich auf die Web-Preise verlassen zu können, aber
> das war wohl ein billiger Trick, um Leute in die Schule zu bekommen).

no idea.

> Die angebotene 150er war nicht mehr im Programm, nur noch die teureren
> 172er.

hast du auch gefragt, warum das so war?

>
> Schock Nr. 2:
> Die Flugzeuge. Um Denver herum habe ich daraufhin 6 Flugschulen
> abgeklappert weil ich bei der Nepp-Firma nicht bleiben wollte. Fazit:

^^^^^^^^^^^^^

durch was hast du diesen Eindruck gewonnen? erst drüben?
was sollte eine amerikanische Flugschule einem Europäer sagen/schreiben?
ich frage, weil ich das auch öfters von meinen amerik. Kollegen gefragt
werde.


(...)


> Meine Wahl fiel auf die Jeffco-Flightschool in Broomfield/CO (Tel.
> 001-303-465-0288). Eine kleine Schule, familiär, unkompliziert, alle
> sehr nett und vertrauenerweckend, keine super coolen Typen wie in
> einigen anderen Schulen. Ausserdem die einzige, die mir für einen
> 4-Wochen Zeitraum einen Instructor mit 3-4 Stunden pro Tag
> Verfügbarkeit fix zusagen konnte.

ich weiss nicht, was besser ist: immer den gleichen Lehrer oder
wechselnde Lehrer. was meint ihr?


> Preise: CE 172: ca.70,- USD/h (abhängig vom Spritpreis). Instructor:
> 30,-USD/h. Lehrvideos in der Schule gratis anzuschauen (KING-Serie zum
> PPL-A written & practical exam, nicht die allerneuste Version, aber
> trotzdem sehr hilfreich bei der Vorbereitung).
>

die Preise erscheinen mir vernünftig.


(...)


> Schock Nr. 4:
> Die Anzahl Stunden. Ich hatte mit 40 Stunden dort kalkuliert, da ich


... selber Schuld.


> bereits vor vier Jahren 8,8 Stunden genommen hatte. Tatsächlich habe


hmmmm. das bringt dir wohl nur so viel, als dass du dich wieder an das
Fluggefühl erinnern kannst.


> ich dann aber 55 Stunden gebraucht (inkl. Prüfung) (...die Landungen
> waren für mich schwieriger als gedacht).


das liegt im Schnitt.

>
> Schock Nr. 5:
> Die praktische Prüfung.

was war da der Schock? Dass du durchgefallen bist oder was?

> Theorie war super gelaufen. Der mündliche Teil
> der praktischen Prüfung ebenfalls. Dann bin ich gleich zweimal durch
> den praktischen Teil geflogen. Der zweite Prüfer war sehr nett.
> Versuch Nr. 2 war am Abend vor meiner Abreise. Aufgrund meiner
> Situation hat er sich bereit erklärt, die dritte Prüfung am nächsten
> morgen um 6 Uhr früh durchzuführen (4 Stunden vor meinem Abflug), wenn
> ich sofort im Anschluß an die 2.Prüfung noch zwei Flugstunden nehmen
> würde um mein "skidding" im Traffic Pattern wegzubekommen.


nuja.



> Jau. Um 6.45 Uhr war ich dann PPL-A-Inhaber und bin dann direkt weiter
> zum Flughafen gedüst. Freuen konnte ich mich erst ein paar Stunden
> später.
>
> Gesamtkosten in DEM:
>
> Unterkunft & Auto gratis bei/von einem Freund
> 1.200,- Flug (München-Denver-L.A-München)

JFTR: LH fliegt inzwischen non-stop nach Denver von FRA aus.

> 2.500,- Essen, Ausgehen etc.etc.

tja, das kannst du nicht wirklich reinrechnen. essen musst du auch zu
hause - zwar nicht so teuer (immer auswärts), aber trotzdem.

> 2.600,- Flugstunden (Solo 16 x 70 USD * 2,30 DEM; inkl. Prüfungsflüge)
>
> 9.000,- Flugstunden (Dual 39 x 100 USD x DEM)
> 700,- Theoriestunden (10 x 30 USD)...der CFI verrechnet i.d.R. 0,2
> Stunden mehr als die eigentliche Flugzeit wegen Nachbesprechung des
> Fluges etc.)
> 1.000,- Drei Prüfungsgebühren (250+150+50 USD)
> 150,- Written Exam (65 USD)
> 400,- Medical (170 USD)
> 250,- Material (Plotter, Karten etc.)
> 700,- Theoriekurs in Dtl. (inkl. Material)


du hattest einen Theoriekurs in DE gemacht? eigenständig oder wie steht
das im zusammenhang mit der Schule in USA?

> 400,- Headset (Telex ANR 200 gebraucht 175 USD)
>


das gehört nicht zum PPL.



> 18.900,- DEM Total. (=Schock Nr.6 weil um mindestens 5 Tausender höher
> als geplant)
>


es als "Schock" zu bezeichnen finde ich nicht ganz das richtige Wort.


(...)


> Wenn ich das vorher gewusst hätte... Die europäische Lizenz wäre
> vermutlich deutlich billiger gewesen. Und auch ein Pauschalangebot

ich denke, dass eine US-Ausbildung mehr Spass macht.

(...)


> Meinen großen Solo Cross-Country habe ich zum Mount Rushmore (South
> Dakota) gemacht., netto Flugzeit 7,1 Stunden, Stopps in vier


so lange? wie lange muessen die XC sein für den Schein?

> verschiedenen Staaten, einmaliges Erlebnis und saugut fürs
> Selbstvertrauen nachdem ich diese Monstertour hinter mir hatte (mein

^^^^^^^^^^^^^^^^

klar. :-)

> CFI hat die ganze Zeit daheim geschwitzt ;-)
>
> Im Rahmen des Nachtfluges ein Stop & Go in Denver International
> ("Class B"). Einfach gigantisch zwischen den Jumbos herumzufliegen
> (vor allem im Funk: "United 781 cleared for rwy 17 R No. 2 behind a
> Cessna on short final").
>


ja, sowas ist immer wieder nett. in Europa fliegen aber diese Jumbos in
einer anderen Luft ... das geht dann nicht, dass unsereins auf solchen
Plätzen landet .... *hmpf*



> Das Wetter in Colorado war spitze (vier Nicht-VFR-Tage in vier
> Wochen).
>

hattest du Probleme mit der density altitude? mit einer C172 wolh
weniger ... aber sicherlich mit einer C150/152.


(...)

> Und das Highlight Nr.1: Wie auch immer: Hey, jetzt habe ich die
> Lizenz!!! :-)
>

Gratulation!

> Allgemein: Jeffco ist ein kontrollierter Flughafen mit Tower ("Class
> D"). Ich bin sehr froh, dort gelernt zu haben. Wer nur die 3
> Pflichtlandungen an einem kontrolliert Platz macht hat MMN absolut
> keine Chance den Funkverkehr in den USA zu erlernen. Ich habe mich


naja ... es wird schon gehen, aber besser ist es sicher so, wie du
gesagt hast.

> dort ausserdem sicherer gefühlt als auf den unkontrollierten Plätzen
> wo jeder legal auch ohne Funkankündigung landen kann oder ich einmal
> ganz schön geschwitzt habe, als drei gleichzeitig mit mir sagten, sie
> seien "on downwind" für den gleichen Runway, ich aber nur einen davon
> in Sicht hatte...

du musst bei der Ausbildung erst mal schauen, dass du das Flugzeug im
Griff hast, dann ist die Workload schnell zu groß, um den Traffic mit in
den Griff zu bekommen.

Es gibt aber Leute, die können mit Funk im unkontrollierten Luftraum
nichts anfangen ....

> Bei einem Tower muss man zwar auch selbst schauen,
> aber da steht immer noch einer im Tower mit dem Radar, der notfalls
> sagt "Cessna 44J make a 180 immediately" oder "Cessna 44J traffic at
> 12 o'clock report traffic in sight" (schwitz schwitz)). Am Anfang
> macht eh der CFI die gesamte Funkarbeit, später übernimmt man Stück
> für Stück und der CFI springt nur ein, wenn man etwas nicht verstanden
> hat.

yep.

>
> Zeitplan 4 Wochen: Abgesehen von den 4 nicht-VFR-Tagen bin ich zweimal
> krank geworden (ich bin sonst höchstens 2 mal pro Jahr krank...), das
> hat mich zusammen 6 verlorene Tage gekostet, dazu noch die durch die
> Fehl-Prüfungen verlorenen Tage...d.h. das vier Wochen selbst im "worst
> case" absolut reichen sollten.
>

... wenn man die Theorie vorher ein wenig lernen konnte.



> Fazit:
> - Wenn ich es noch einmal machen würde, dann mit einem Pauschalangebot
> (alle Flugstunden inklusive zum Fixpreis).

forget it. wie soll das seriös ausschauen? und wenn du das
Kleingedruckte bei vielen Pauschalangeboten liest, dann findest du einen
Hacken nach dem anderen.

> - Meine Flugschule kann ich absolut weiterempfehlen, Colorado als
> Standort ebenfalls.

ja, der Westen ist eine schöne Gegend.

(...)


> - Es macht Sinn einige Kapitel der Theorie zuhause vorzulernen (z.B.
> Flugrecht), wirklich Sinn macht es bei den meisten Sachen aber erst in
> Kombination mit dem Fliegen (z.B. Navigation), ich habe den Test nach

ja. vieles erklärt sich im Laufe des Fliegens von selbst.

> 10 Tagen gemacht, es war genügend Zeit neben dem Fliegen zum Lernen.
> - Mit der Flugschule vor Ankunft klären, dass man EINEN Lehrer für den
> gesamten Zeitraum mit genügend Zeit bekommen kann.


s.o. - ich weiss nicht, was besser ist.

> - umgehend ein eigenes Headset kaufen, die meisten Flugschulen
> berechnen zwischen 3-4 USD pro Tag Miete, da loht sich ein eigenes
> recht schnell, ab 120 USD gibt es gute Neue, an den schwarzen Brettern
> findet man gebrauchte.

agree.

> - Wenn man sich (wie auch ich in guter Gesellschaft mit 90% aller
> Deutschen ;-) für einen guten Autofahrer hält: Nicht daraus schließen,


die Betonung lieft auf der Selbsteinschätzung.


> dass man den Flugschein deswegen in "40 maximal 45 Stunden" schafft.
> Also: genügend finanziellen Puffer einkalkulieren. Wenn man es dann
> doch in Mindestzeit schafft kann man das "gesparte" Geld wunderbar mit
> Sightseeingflügen durchbringen.
>

gute Idee.



> Vielleicht kann der Eine oder Andere mit meinen Erfahrungen etwas
> anfangen.

aber sicher, das denke ich schon.
danke für den Beitrag!

> PS: Rückfragen bitte im Forum, da ich die Mails an die Absender
> E-Adresse nur sehr selten lese.

das ist der Sinn der Diskussionsgruppe.


mfg
martin
--
You know how Windows 98 freezes and goes really slow if you put too
much demand on it?
Well your brain goes like that - your brain blue-screens.
Dylan Smith; Message-ID: <slrn9j4kh2...@vexed.alioth.net>

Martin Hotze

unread,
Jun 27, 2001, 10:48:02 AM6/27/01
to
In article <3b38f...@news.arcor-ip.de>, "Patrick" <pat...@yahoo.com>
wrote:

(...)


> > Schock 3a: Die Fangfragen im Formular zum Medical: "Haben
> > Sie, oder HATTEN SIE JEMALS eine der folgenden Krankheiten: Allergie,
> > Asthma,..." etc. etc. Alles was man dort ankreuzt darf man
> > nachgewiesenermaßen nicht mehr haben
>
> Sorry, aber das ist Quatsch. Das sind keine Fangfragen. Die Fragen im

der Arzt - so habe ich es verstanden - verlangte eine Zusatzuntersuchung
und verlangte in Folge dann auch mehr Geld.

(...)


> > Schock Nr. 5:
> > Die praktische Prüfung. Theorie war super gelaufen. Der mündliche Teil
> > der praktischen Prüfung ebenfalls. Dann bin ich gleich zweimal durch
> > den praktischen Teil geflogen. Der zweite Prüfer war sehr nett.
> > Versuch Nr. 2 war am Abend vor meiner Abreise. Aufgrund meiner
> > Situation hat er sich bereit erklärt, die dritte Prüfung am nächsten
> > morgen um 6 Uhr früh durchzuführen (4 Stunden vor meinem Abflug), wenn
> > ich sofort im Anschluß an die 2.Prüfung noch zwei Flugstunden nehmen
> > würde um mein "skidding" im Traffic Pattern wegzubekommen.
>
> Also, wenn Du zweimal durch die Prüfung hagelst, stimmt mit Deiner
> Ausbildung etwas nicht. CFIs werden an den Erfolgsquoten gemessen, jeder CFI
> möchte, daß möglichst viele seiner applicants durchkommen.
>

richtig. und da ist doch auch was, dass bei entsprechend schlechter
Quote der CFI eine auf die Finger bekommt. Kann da wer Licht in die
Sache bringen?


(...)


> Sorry, aber insgesamt klingt das, als ob Du doch etwas blauäugig, wenig
> vorbereitet und mit viel zu wenig Zeit nach USA geflogen bist ("am Tag der

_ganz_ klar klingt es mir auch nicht.

(...)

Christian Schuett

unread,
Jun 28, 2001, 12:33:40 AM6/28/01
to
Hi


> Gesamtkosten in DEM:


>
> 18.900,- DEM Total. (=Schock Nr.6 weil um mindestens 5 Tausender höher
> als geplant)

In der Tat recht deftig, ich bin vor 2 Wochen fertig geworden, mit 45
Flugstunden und allem Krimskrams kam ich auf ca. 11.500 DM.
Ich dachte bisher auch immer, dass der PPL in USA _sicher_ nicht mehr kostet
als hier, eher weniger, naja, so kann man sich taeuschen....:(

Chris
EDNC


Martin Hotze

unread,
Jun 28, 2001, 2:48:33 AM6/28/01
to
In article <9hebuk$dl8bh$1...@ID-2913.news.dfncis.de>,
"Christian Schuett" <0...@gmx.ch> wrote:

naja ... in den angeführten Kosten wurde ja auch alles reingerechnet,
was man nur reinrechnen konnte (die Postkarten nach Hause fehlen noch in
der Aufstellung).

dass es mehr Geld kostet, als nur die reinen Kosten, die das
Ausbildungsunternehmen angibt, ist ja wohl klar.

Patrick

unread,
Jun 28, 2001, 8:24:01 AM6/28/01
to
> richtig. und da ist doch auch was, dass bei entsprechend schlechter
> Quote der CFI eine auf die Finger bekommt. Kann da wer Licht in die
> Sache bringen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den CFI zu verlängern. Eine davon: in der
Geltungsdauer (24 Monate) müssen mindestens 5 students vom CFI zur Prüfung
angemeldet worden sein (endorsement), davon müssen mindestens 80% beim 1.
Mal bestanden haben. (FAR 61.197)

Patrick


Thomas Wimmer

unread,
Jun 28, 2001, 9:04:52 AM6/28/01
to
Martin Hotze wrote:
>
> In article <3B38D814...@gmx.net>,
> "Fuchs, Wolfgang J." <bran...@gmx.net> wrote:
>
> > für alle die vorhaben ihre Privatpilotenlizenz in den USA zu
> > machen hier eine Beschreibung meiner Erlebnisse in den USA.
>
> bitte bringe dazu auch noch allfällige Anregungen in die
> US-PPL-FAQ ein.

der bitte schliesse ich mich an.

> Thomas kann diese Anregungen auch gleich mit reinpacken. Thomas?

thomas hat im moment keine zeit, sorry (abgabetermin...).

(...)


Thomas
--
Thomas Wimmer | Landing Instructions Made Easy:
tho...@wimmer.net | "fly towards the ground until you're
Wiesloch, Germany | not in the sky anymore."

Thomas

unread,
Jun 29, 2001, 3:05:22 AM6/29/01
to
Martin Hotze <mar...@hotze.com> wrote:

> ich weiss nicht, was besser ist: immer den gleichen Lehrer oder
> wechselnde Lehrer. was meint ihr?

Gesundes Mittelmass. Zwei Lehrer haette ich Klasse gefunden, die ewige
Arie mit insgesamt .. ich glaube 8 .. CFIs war definitiv zu viel und ..
teuer (jeder wollte erstmal wieder die Basismanoever sehen, a 3..4h).
Und nein. die meisten musste ich wegen (deren) Zeitmangel wechseln *fg*

--
this mailaddress is valid but will expire soon

Thomas

unread,
Jun 29, 2001, 3:05:23 AM6/29/01
to
Christian Schuett <0...@gmx.ch> wrote:

Also mich hat der Spass mit (schnief) 80h 10000 DM gekostet. Plus 2
Monate Aufenthalt in San Diego, noch mal 1500 DM Unterkunft. Also selbst
mit Alptraum-Dauer muss es nicht soo teuer sein.
IN der Retrospektive war zwar einiges bloed und nicht soo superbillig
wie anfangs gedacht, naja, mit konstantem Lehrer haette ich vermutlich
20..40 h weniger gebraucht, dafuer waren bei allen Flugschulen die Leher
30 % und die Maschinen 50 % teurer, es waere in etwa auf das gleiche
rausgekommen.

Fuchs, Wolfgang J.

unread,
Jun 29, 2001, 6:10:20 AM6/29/01
to
Nochmal Hi Martin,


> bitte bringe dazu auch noch allfällige Anregungen in die US-PPL-FAQ ein.
> Thomas kann diese Anregungen auch gleich mit reinpacken. Thomas?

Ich habe gerade nicht die aktuelle Version auf meinem PC, aber spontan fällt
mir ein
- Medical: Bei irgendwelchen historischen Allergiesachen etc: Medical in D
machen.
- Preise bestätigen lassen
- sicherstellen, dass für die meiste Zeit _ein_ bestimmter CFI zur Verfügung
steht. (siehe auch anderes Mail)

> > Schock Nr.1:
> > Die Preise. Die von mir geplante Flugschule hatte alte Preise auf den
> > Webseiten, die tatsächlichen Preise lagen um 15 Dollar/Std. (!!) höher
>
> hast du die Flugschule mit dieser Tatsache konfronitiert? was war die
> Reaktion darauf?

Die gestiegenen Ölpreise.

> > Die angebotene 150er war nicht mehr im Programm, nur noch die teureren
> > 172er.
>
> hast du auch gefragt, warum das so war?

Bei der ersten SChule wollte die angeblich kaum ein Schüler mehr fliegen
(??), bei der SChule bei der ich dann war hat man mir gesagt, dass die
Maschine wegen der niedrigen Stundepreise einfach nicht rentabel war.

> > Die Flugzeuge. Um Denver herum habe ich daraufhin 6 Flugschulen
> > abgeklappert weil ich bei der Nepp-Firma nicht bleiben wollte. Fazit:
> ^^^^^^^^^^^^^
>
> durch was hast du diesen Eindruck gewonnen? erst drüben?
> was sollte eine amerikanische Flugschule einem Europäer sagen/schreiben?
> ich frage, weil ich das auch öfters von meinen amerik. Kollegen gefragt
> werde.

Ich habe mich auf die WebSeite verlassen (weil sie eben kurz vorher [2
Monate ?] geändert worden war ging ich von "halbwegs" aktuellen Preisen aus
[während meines Aufenthaltes sind die Maschinen in Jeffco wegen des Prits um
1-2 USD billiger geworden, das empfinde ich als normale Schwankung]). Dass
dann a) die Preise soweit weg davon waren und b) die billige Maschine aus
der Preisliste überhaupt nicht mehr im Angebot war habe ich als
Anlockversuch empfunden. Damit waren bei dieser Schule meine Flugkosten
statt geplanten 40,- (C150er) + 25,- (CFI) = 65,-/h nun auf 67,- (172er) +
33,- (CFI - da habe ich nicht speziell nachgefragt, ob diese Erhöhung auch
auf den Sprit zurückgeht :-/ ) = 100,-/h gestiegen...und _dann_ fühlt man
sich glaube ich geneppt. [Jau - _jetzt_ weiß ich es auch: traue niemals
diesen Web-Angaben ohne schriftliche Bestätigung)]


> > Schock Nr. 5:
> > Die praktische Prüfung.
>
> was war da der Schock? Dass du durchgefallen bist oder was?

klar. Wer tritt schon für 250,-(Prüfer) + 140,- (Flugzeug) an, wenn er
glaubt durchzufallen? Es war ja anfangs noch genügend Zeit.

> > 1.200,- Flug (München-Denver-L.A-München)
>
> JFTR: LH fliegt inzwischen non-stop nach Denver von FRA aus.

Der Preisunterschied war 50 DEM mehr für MUC-L.A. mit 4 wöchigem "Stop over"
in Denver. Da habe ich für den Preis L.A. mitgenommen.

> > 2.500,- Essen, Ausgehen etc.etc.
>
> tja, das kannst du nicht wirklich reinrechnen. essen musst du auch zu
> hause - zwar nicht so teuer (immer auswärts), aber trotzdem.

Stimmt. In MUC brauche ich dafür im Schnitt 1049,- DEM das muss man wieder
rausrechnen (ich führe darüber Buch ;-)

> > 700,- Theoriekurs in Dtl. (inkl. Material)
>
> du hattest einen Theoriekurs in DE gemacht? eigenständig oder wie steht
> das im zusammenhang mit der Schule in USA?

Ja, das war einer speziell für den US-PPL-A, da ich schon einiges vorgelernt
hatte, hat er mir leider nicht so viel gebracht, grundsätzlich glaube ich
aber, dass er für jemanden, der sich noch "gar nicht" mit dem Thema
beschäftigt hat sehr geeignet ist (mehr Infos unter
http://www.aviationcareer-academy.com oder direkt bei Doris Daily:
Flyingw...@aol.com).

> > 400,- Headset (Telex ANR 200 gebraucht 175 USD)
>
> das gehört nicht zum PPL.

Das ist Geschmackssache. Wer den PPL macht braucht z.B. Flugstunden, einen
Plotter, ein Headset, ... für mich war es eine der notwenigen Ausgaben im
Rahmen des Scheins.

> > 18.900,- DEM Total. (=Schock Nr.6 weil um mindestens 5 Tausender höher
> > als geplant)
> >
>
> es als "Schock" zu bezeichnen finde ich nicht ganz das richtige Wort.

Die Differenz Soll-Ist hat es für zu einem solchen gemacht

> > Wenn ich das vorher gewusst hätte... Die europäische Lizenz wäre
> > vermutlich deutlich billiger gewesen. Und auch ein Pauschalangebot
>
> ich denke, dass eine US-Ausbildung mehr Spass macht.

das kann ich zwar nicht vergleichen, aber ich bin jetzt auch happy, das ich
es gemacht habe :-)

> > Meinen großen Solo Cross-Country habe ich zum Mount Rushmore (South
> > Dakota) gemacht., netto Flugzeit 7,1 Stunden, Stopps in vier
>
> so lange? wie lange muessen die XC sein für den Schein?

Das waren 2 Stunden mehr als ich noch gebraucht hätte, aber ich wollte eine
schöne neue & spanende Tour machen, statt den großen XC nur zu
uninteressanten Flugplätzen zu machen, die ich teilweise schon von den
Dual-Stunden her kannte (sprich einen Mehrwert zum "nur" fliegen um die
Pflichtstunden zusammen zu bekommen).

> > Das Wetter in Colorado war spitze (vier Nicht-VFR-Tage in vier
> > Wochen).
> >
>
> hattest du Probleme mit der density altitude? mit einer C172 wolh
> weniger ... aber sicherlich mit einer C150/152.

Ich bin nie höher als 10500 geflogen, service ceiling der 172 war 14200, die
Densitiy Altitude war im extrem max. +3000 (aber auch nicht am gleichen
Tag), also kein Problem für mich. Aber an dem einen Tag hat der CFI auch
gesgat, dass eine 150er da wohl Probleme hätte.

> > Fazit:
> > - Wenn ich es noch einmal machen würde, dann mit einem Pauschalangebot
> > (alle Flugstunden inklusive zum Fixpreis).
>
> forget it. wie soll das seriös ausschauen? und wenn du das
> Kleingedruckte bei vielen Pauschalangeboten liest, dann findest du einen
> Hacken nach dem anderen.
>

Da habe ich beim hinschreiben schon gewusst, dass das nicht ankommt. Ich
habe leider die Zeitschriften inzwischen weggeschmissen. ICh habe mich nicht
so intensiv damit auseinandergesetzt, dass ich mir Verträge besorgt hätte,
wo ich Kleingedrucktes finden könnte, da mir das eh zu teuer erschien. Für
mich hätte sich jedes Angebot unter 5000 USD gelohnt (abgesehen davon, dass
ich mir an einem anderen Ort einen Wohnung hätte mieten müssen). Ich habe
ein Angebot für 4000 gesehen (und eines für 5500).

Ich denke die rechnen nicht anders als die TELEKOM mit ihrer Flatrate,
Phantasialand mit einem pauschalen Eintrittspreis oder ein Restaurant mit
einem all-you-can-eat Angebot: Es gint einen Erfahrungswert =
Duchschnittspreis, einige Kunden (ver)brauchen/essen/fliegen/fahren mehr als
der Durchschnitt, andere weniger und unterm Strich rechnet es sich. Daran
erkenne ich noch nichts unseriöses, das ist eine kaufmännische Rechnung. Das
einzige blöde ist, dass die die weniger brauchen zu viel gezahlt haben
(=selber schuld)

> > - Wenn man sich (wie auch ich in guter Gesellschaft mit 90% aller
> > Deutschen ;-) für einen guten Autofahrer hält: Nicht daraus schließen,
>
> die Betonung lieft auf der Selbsteinschätzung.

ja, ich habe das auch nicht geschrieben um mich hier als
Möchtegernguterautofahrer zu outen :-) sondern weil ich mir gedacht habe,
dass der eine oder andere u.U. die selbe falsche Idee im Kopf hat und das
teuer werden kann...

Puuh, nächstes Mal lasse ich mein Posting vorher Korrektur lesen, damit ich
hinterher nicht so viel klarstellen muss ;-))

cu,

Fuchs, Wolfgang J.

unread,
Jun 29, 2001, 12:21:51 PM6/29/01
to
Thomas schrieb:

> Martin Hotze <mar...@hotze.com> wrote:
>
> > ich weiss nicht, was besser ist: immer den gleichen Lehrer oder
> > wechselnde Lehrer. was meint ihr?
>
> Gesundes Mittelmass. Zwei Lehrer haette ich Klasse gefunden, die ewige
> Arie mit insgesamt .. ich glaube 8 .. CFIs war definitiv zu viel und ..
> teuer (jeder wollte erstmal wieder die Basismanoever sehen, a 3..4h).
> Und nein. die meisten musste ich wegen (deren) Zeitmangel wechseln *fg*

Stimme ich voll zu.
Meiner hatte dann auch plötzlich ein Jobangebot als Berufspilot und war
binnen ein paar tagen weg, wie das in Amiland so ist (zum Glück erst nach
meinem Solo). Darauf hin hatte ich noch zwei weitere CFI, die an meiner
Ausbildung herumgetan haben, das hat mich zusätzliche Stunden und Nerven
gekostet und der Lerneffekt (neuer Lehrer) hat das subjektiv nicht
aufgewogen..
Als zweiter Lehrer hätte mir der Chief-CFI für 2-3 Stunden kurz vor dem
Checkride gereicht,.
Gruß,


W o l f g a n g.

>

Fuchs, Wolfgang J.

unread,
Jun 29, 2001, 5:35:05 AM6/29/01
to
Hi Martin,

Martin Hotze schrieb:

> In article <3b38f...@news.arcor-ip.de>, "Patrick" <pat...@yahoo.com>
> wrote:
>
> (...)
> > > Schock 3a: Die Fangfragen im Formular zum Medical: "Haben
> > > Sie, oder HATTEN SIE JEMALS eine der folgenden Krankheiten: Allergie,
> > > Asthma,..." etc. etc. Alles was man dort ankreuzt darf man
> > > nachgewiesenermaßen nicht mehr haben
> >
> > Sorry, aber das ist Quatsch. Das sind keine Fangfragen. Die Fragen im
>
> der Arzt - so habe ich es verstanden - verlangte eine Zusatzuntersuchung
> und verlangte in Folge dann auch mehr Geld.

das habe ich etwas übereifrig formuliert, die Fangfragen hätten in
".." gehört.
_Ich_ habe es als Fangfragen empfunden, da ich ja wusste, dass ich
seit 10 Jahren
beschwerdenfrei bin und für mich das Thema gegessen war, und dann der
Arzt auf den
Beweis bestand, dass ich es nicht mehr habe.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte war, dass ich der Korrektheit
halber angegeben
habe, "irgendwann" einmal Asthma gehabt zu haben und das mir das dann
ausser
zusätzlichen 72 USD Kosten beinahe einen großen Haufen Ärger
eingebracht hätte.
(ob meine Zeit gereicht hätte, eine Sondergenehmigung der FAA für
Asthmatiker
einzuholen..??).
--> Darum mein Ratschlag an alle, die eben "irgendwann" mal "irgend
etwas" hatten,
bereits hier in D das Medical zu machen oder zumindest für vergangenen
Krankheiten
Nachweise mitzunehmen, dass sie nicht mehr relevant sind.
Das war eine potentielle Falle, mit der ich nicht (mehr) gerechnet
hatte.


> (...)
> > Sorry, aber insgesamt klingt das, als ob Du doch etwas blauäugig, wenig
> > vorbereitet und mit viel zu wenig Zeit nach USA geflogen bist ("am Tag der
>
> _ganz_ klar klingt es mir auch nicht.

Ich habe den Bericht geschrieben, damit andere vielleicht aus meinen
Fehlern etwas
mitnehmen können. _Hinterher_ weiß ich jetzt auch, was ich alles hätte
besser
machen können. Der Kollege im Vormail hat meine Pannen ja pointiert
zusammengefasst.
Zeitlich sehe ich allerdings, wie beschrieben, überhaupt keine
Fehlplanung: Von 31
Tagen vor Ort habe ich in 17+3= 20 netto Flugtagen (inkl. den drei
Prüfungsterminen) den
Schein gemacht. Es ist ja nicht normal, dass man 2x durchfällt und 2x
krank wird,
aber selbst damit hat es noch gereicht. Mehr Puffer braucht man MMN
wirklich nicht
einzuplanen.
Und meine Planung mit den 40 zusätzlichen Stunden bei 8,8, früheren
Stunden:
sorry, ich hatte halt gedacht, schneller als der Durchschnitt zu sein.
Das mag der
eine oder andere auch glauben darum mein Hinweis hier, dass man sich
da ganz schön
vertun kann.

Grüße,

Patrick

unread,
Jun 29, 2001, 12:45:39 PM6/29/01
to
> Ja, das war einer speziell für den US-PPL-A, da ich schon einiges
vorgelernt
> hatte, hat er mir leider nicht so viel gebracht, grundsätzlich glaube ich
> aber, dass er für jemanden, der sich noch "gar nicht" mit dem Thema
> beschäftigt hat sehr geeignet ist (mehr Infos unter
> http://www.aviationcareer-academy.com oder direkt bei Doris Daily:
> Flyingw...@aol.com).

IMHO ist Frau Daily eine grosse Abzockerin, die nur versucht, unwissenden
Pilotenanwärtern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Hast Du etwa auch diese
unsägliche Zeitschrift von ihr abonniert? Mein Beileid. Den Stoff kriegst Du
aus dem FAQ und einem Telefongespräch oder Treffen mit nem US-Piloten in D
seeehr viel besser und billiger.

Patrick


Martin Hotze

unread,
Jun 29, 2001, 1:14:59 PM6/29/01
to
In article <3b3cb...@news.arcor-ip.de>, "Patrick" <pat...@yahoo.com>
wrote:


ich kenne zwar im Konkreten nicht den Kurs, den Doris Daily anbietet,
aber ich muss sagen, dass ich es nur jedem empfehlen kann, sich nach
Piloten in seiner Gegend zu erkundigen. Oft gibt es einen
Pilotenstammtisch oder eine nette Runde, die sich rund um die Fliegerei
bildet. Einfach mal am nächsten Flugplatz nachfragen, oft weiss der Wirt
des Flughafenkaffee/Restaurant Bescheid oder ist sogar selbst Pilot und
kann weiterhelfen.
Ich habe auch schon hier in der Newsgroup jemanden angeboten (und es
wurde auch angenommen), dass er zu mir nach Hause kommen kann. Wir haben
dann die ganzen Unterlagen gesichtet, gemütlich was gemampft, Dias
geschaut und dabei über das eine oder andere Detail gequatscht. Jeder
hat da seine eigenen Schwerpunkte und das wäre auch in einer FAQ nicht
wirklich abzudecken.

Martin Hotze

unread,
Jun 29, 2001, 1:17:00 PM6/29/01
to
In article <3B3C4BC9...@gmx.net>,

"Fuchs, Wolfgang J." <bran...@gmx.net> wrote:

> Martin Hotze schrieb:
>
> > In article <3b38f...@news.arcor-ip.de>, "Patrick" <pat...@yahoo.com>
> > wrote:
> >
> > (...)

(...)
> > > Sorry, aber insgesamt klingt das, als ob Du doch etwas blauäugig, wenig
> > > vorbereitet und mit viel zu wenig Zeit nach USA geflogen bist ("am Tag der
> >
> > _ganz_ klar klingt es mir auch nicht.
>
> Ich habe den Bericht geschrieben, damit andere vielleicht aus meinen
> Fehlern etwas
> mitnehmen können. _Hinterher_ weiß ich jetzt auch, was ich alles hätte
> besser
> machen können.

hast du eigentlich vorher mal hier in der Gruppe nachgefragt oder
real-life Kontakte zu Piloten gehabt und dir Tips eingeholt?


(...)


> Und meine Planung mit den 40 zusätzlichen Stunden bei 8,8, früheren
> Stunden:
> sorry, ich hatte halt gedacht, schneller als der Durchschnitt zu sein.
> Das mag der
> eine oder andere auch glauben darum mein Hinweis hier, dass man sich
> da ganz schön
> vertun kann.

wie gesagt, idR braucht man mehr als die Mindeststunden ....

Martin Hotze

unread,
Jun 29, 2001, 1:24:47 PM6/29/01
to
In article <3B3C540C...@gmx.net>,

"Fuchs, Wolfgang J." <bran...@gmx.net> wrote:

> > bitte bringe dazu auch noch allfällige Anregungen in die US-PPL-FAQ ein.
> > Thomas kann diese Anregungen auch gleich mit reinpacken. Thomas?
>
> Ich habe gerade nicht die aktuelle Version auf meinem PC, aber spontan fällt
> mir ein

http://www.airport-directory.com/faq/US-PPL-FAQ/index.html

> - Medical: Bei irgendwelchen historischen Allergiesachen etc: Medical in D
> machen.

oder etwas unrelevantes nicht erwähnen


> - Preise bestätigen lassen

ja, und ausgedruckt mitnehmen.

> - sicherstellen, dass für die meiste Zeit _ein_ bestimmter CFI zur Verfügung
> steht. (siehe auch anderes Mail)
>


plan well ahead.


> > > Schock Nr.1:
> > > Die Preise. Die von mir geplante Flugschule hatte alte Preise auf den
> > > Webseiten, die tatsächlichen Preise lagen um 15 Dollar/Std. (!!) höher
> >
> > hast du die Flugschule mit dieser Tatsache konfronitiert? was war die
> > Reaktion darauf?
>
> Die gestiegenen Ölpreise.

ich muss auch die Preise anpassen auf der Website. die C172 wird um $ 2
teurer. :-/(

> > > Die Flugzeuge. Um Denver herum habe ich daraufhin 6 Flugschulen
> > > abgeklappert weil ich bei der Nepp-Firma nicht bleiben wollte. Fazit:
> > ^^^^^^^^^^^^^
> >
> > durch was hast du diesen Eindruck gewonnen? erst drüben?
> > was sollte eine amerikanische Flugschule einem Europäer sagen/schreiben?
> > ich frage, weil ich das auch öfters von meinen amerik. Kollegen gefragt
> > werde.
>
> Ich habe mich auf die WebSeite verlassen


ich habe oft den Eindruck, dass viele amerik. Flugschulen eine etwas
*hüstel* merkwürdige Ansicht haben um Informationen aufderen Website zu
veröffentlichen.

> (weil sie eben kurz vorher [2
> Monate ?] geändert worden war ging ich von "halbwegs" aktuellen Preisen aus
> [während meines Aufenthaltes sind die Maschinen in Jeffco wegen des Prits um
> 1-2 USD billiger geworden, das empfinde ich als normale Schwankung]). Dass
> dann a) die Preise soweit weg davon waren und b) die billige Maschine aus
> der Preisliste überhaupt nicht mehr im Angebot war habe ich als
> Anlockversuch empfunden. Damit waren bei dieser Schule meine Flugkosten
> statt geplanten 40,- (C150er) + 25,- (CFI) = 65,-/h nun auf 67,- (172er) +
> 33,- (CFI - da habe ich nicht speziell nachgefragt, ob diese Erhöhung auch
> auf den Sprit zurückgeht :-/ )


die Begründung bei "meiner" Flugschule für die Erhöhungen war, dass der
Sprit, die Flugzeugversicherungen und die Krankenversicherungen für das
Personal teurer wurden. Man hat wohl alles in einem Aufwasch gemacht.

> = 100,-/h gestiegen...und _dann_ fühlt man
> sich glaube ich geneppt. [Jau - _jetzt_ weiß ich es auch: traue niemals
> diesen Web-Angaben ohne schriftliche Bestätigung)]
>

(...)


>
> > > 1.200,- Flug (München-Denver-L.A-München)
> >
> > JFTR: LH fliegt inzwischen non-stop nach Denver von FRA aus.
>
> Der Preisunterschied war 50 DEM mehr für MUC-L.A. mit 4 wöchigem "Stop over"
> in Denver. Da habe ich für den Preis L.A. mitgenommen.

es war auch nur JFTR.

> > > 2.500,- Essen, Ausgehen etc.etc.
> >
> > tja, das kannst du nicht wirklich reinrechnen. essen musst du auch zu
> > hause - zwar nicht so teuer (immer auswärts), aber trotzdem.
>
> Stimmt. In MUC brauche ich dafür im Schnitt 1049,- DEM das muss man wieder
> rausrechnen (ich führe darüber Buch ;-)
>

:-)



> > > 700,- Theoriekurs in Dtl. (inkl. Material)
> >
> > du hattest einen Theoriekurs in DE gemacht? eigenständig oder wie steht
> > das im zusammenhang mit der Schule in USA?
>
> Ja, das war einer speziell für den US-PPL-A, da ich schon einiges vorgelernt
> hatte, hat er mir leider nicht so viel gebracht, grundsätzlich glaube ich
> aber, dass er für jemanden, der sich noch "gar nicht" mit dem Thema
> beschäftigt hat sehr geeignet ist (mehr Infos unter
> http://www.aviationcareer-academy.com oder direkt bei Doris Daily:
> Flyingw...@aol.com).


*hüstel* ... siehe die anderen Postings dazu.

>
> > > 400,- Headset (Telex ANR 200 gebraucht 175 USD)
> >
> > das gehört nicht zum PPL.
>
> Das ist Geschmackssache. Wer den PPL macht braucht z.B. Flugstunden, einen
> Plotter, ein Headset, ... für mich war es eine der notwenigen Ausgaben im
> Rahmen des Scheins.
>

auch recht.


(...)


> > > Fazit:
> > > - Wenn ich es noch einmal machen würde, dann mit einem Pauschalangebot
> > > (alle Flugstunden inklusive zum Fixpreis).
> >
> > forget it. wie soll das seriös ausschauen? und wenn du das
> > Kleingedruckte bei vielen Pauschalangeboten liest, dann findest du einen
> > Hacken nach dem anderen.
> >
>
> Da habe ich beim hinschreiben schon gewusst, dass das nicht ankommt. Ich

es bleibt dabei, es ist nicht sonderlich seriös.


> habe leider die Zeitschriften inzwischen weggeschmissen. ICh habe mich nicht
> so intensiv damit auseinandergesetzt, dass ich mir Verträge besorgt hätte,
> wo ich Kleingedrucktes finden könnte, da mir das eh zu teuer erschien. Für
> mich hätte sich jedes Angebot unter 5000 USD gelohnt (abgesehen davon, dass
> ich mir an einem anderen Ort einen Wohnung hätte mieten müssen). Ich habe
> ein Angebot für 4000 gesehen (und eines für 5500).
>
> Ich denke die rechnen nicht anders als die TELEKOM mit ihrer Flatrate,

da macht es überall die Masse aus. In dieser Branche gibt es aber keine
Masse.

> Phantasialand mit einem pauschalen Eintrittspreis oder ein Restaurant mit
> einem all-you-can-eat Angebot: Es gint einen Erfahrungswert =
> Duchschnittspreis, einige Kunden (ver)brauchen/essen/fliegen/fahren mehr als
> der Durchschnitt, andere weniger und unterm Strich rechnet es sich. Daran
> erkenne ich noch nichts unseriöses, das ist eine kaufmännische Rechnung. Das
> einzige blöde ist, dass die die weniger brauchen zu viel gezahlt haben
> (=selber schuld)


s.o.: die Masse macht es.

> Puuh, nächstes Mal lasse ich mein Posting vorher Korrektur lesen, damit ich
> hinterher nicht so viel klarstellen muss ;-))

... dann gäbe es ja nichts zu diskutieren ... ist schon recht so.
inhaltlich wäre ja samt Korrekturlesen wohl das selbe rausgekommen.

Thomas Borchert

unread,
Jul 1, 2001, 9:54:17 AM7/1/01
to
Wolfgang,

Vorheriger Kontakt zur Schule hätte wohl geholfen. Dass die in Denver
mit den Platzhöhen (6000 ft?!) keine 152 zum Schulen nehmen, ist fast
schon eine Sicherheitsfrage. Der Stundenschnitt in den USA liegt bei 65
Stunden, anders als in D.

Ich hätte vermutlich die Theorie hier von der Multimedia-CD gelernt und
auf einem vorherigen USA-Trip gemacht. Und das Medical sollte man
unbedingt vorher in D machen - wenn man nämlich untauglich sein sollte,
ist der Urlaub richti im Eimer.

Freu' Dich, dass Du den Schein hast - und die Ausbildung vermutlich in
jedem Fall besser war als alles, was es in D gibt. Jetzt musst Du nur
noch mit den Merkwürdigkeiten in D klar kommen lernen - etwa
"Luftaufsichts"-Menschen, von denen man erst nach dem Fliegen in den
USA weiß, wie komplett überflüssig sie wirklich sind.

--
Thomas Borchert


Thomas Borchert

unread,
Jul 1, 2001, 9:54:20 AM7/1/01
to
Martin,

> > Die angebotene 150er war nicht mehr im Programm, nur noch die teureren
> > 172er.
>
> hast du auch gefragt, warum das so war?
>


Jeffco ist auf etwa 6000 Fuss, mit den Rockies gleich nebendran. Nach Mt.
Rushmore wäre er in der 152 nie gekommen. Meiner Ansicht nach eine
SIcherheits-Entscheidung.

--
Thomas Borchert


Thomas Borchert

unread,
Jul 1, 2001, 9:54:24 AM7/1/01
to
Martin,

> oder etwas unrelevantes nicht erwähnen
>

Vorsicht, potentielle Straftat. Die FAA möchte gerne selbst
entscheiden, was relevant ist.

--
Thomas Borchert


Thomas Borchert

unread,
Jul 1, 2001, 9:54:30 AM7/1/01
to
Thomas,

wann und mit welchem Dollarkurs?
--
Thomas Borchert


Thomas

unread,
Jul 2, 2001, 4:44:59 PM7/2/01
to
Thomas Borchert <borcher...@hotmail.com> wrote:

> Thomas,
>
> wann und mit welchem Dollarkurs?

Vor zirmllich genau ywei Jahren *schnief, biannual..}, so um die 1:1.8

Patrick

unread,
Jul 2, 2001, 5:15:46 PM7/2/01
to
da kann ich drüber... äääh, drunter: 1995 PPL in USA. Dollarkurs: 1,35
*schluchz*

Patrick


Jürgen Esser

unread,
Jul 12, 2001, 3:06:54 PM7/12/01
to
Das mit dem Medical in D ist so eine Sache. So weit mir bekannt schließt das
Erstmedical die Schülerflugberechtigung ein ( oder wie man den Lappen nennt,
den man vor dem eigentlichen PPL bekommt) und dieser darf nur in den USA
ausgestellt werden. Für eine Verlängerung ist dann ein Medical in D möglich.
Sollte sich da was geändert haben?

Zu meiner Erfahrung (auch schon ein paar Jährchen her)
55h sind für einen Fußgänger ein guter Wert. Ich lag auch in der Kante.
Der große Fehler war, wenn man schon nicht seinen Fluglehrer von D
mitbringt, sich nicht mit der Flugschule in Verbindung zu setzen und alle
Fragen schriftlich zu fixieren. Die Amis scheinen nicht viel von der Art zu
halten, daß Ausländer planlos zu Ihnen kommen und fliegen lernen wollen.
67US$ hat einen 172 vor 6 Jahren auch schon etwa gekostet (+-5US$)
allerdings war der Kurs günstiger. 30 US$ für einen Leher ist zuviel. Meine
lagen zwischen 10 und 20 US$ und waren nicht schlecht. Aber immer Druck
machen sonst überwiegt die Trägheit.
Von Pauschalangeboten halte ich nichts. Entweder ist das Equipment totaler
Schrott, die Lehrer schlecht oder die Ausbildung zu kurz. Irgendwo muß dr
niedrige Preis ja herkommen.
Und die Theorie über einen Kurs hier in Deutschland lernen. Naja, sicher
aber nicht bei Fray Daily!!
Fragt einfach mal in der NG rum, viellleicht findet sich jemand, der z.B.
für sein BFR lernt und ihr setzt euch zusammen.

Gruß Jürgen

P.S. bei mir ist es bald soweit!


Patrick

unread,
Jul 13, 2001, 1:30:03 AM7/13/01
to
> Das mit dem Medical in D ist so eine Sache. So weit mir bekannt schließt
das
> Erstmedical die Schülerflugberechtigung ein ( oder wie man den Lappen
nennt,
> den man vor dem eigentlichen PPL bekommt) und dieser darf nur in den USA
> ausgestellt werden. Für eine Verlängerung ist dann ein Medical in D
möglich.
> Sollte sich da was geändert haben?

Nicht ganz richtig. Die AMEs (US-Fliegerärzte) in D dürfen medicals immer
ausstellen. Beim ersten medical ist tatsächlich die student pilot license
mit dabei, da wird verlangt, daß die Untersuchung entweder in den USA
stattfindet, oder eine US-Anschrift angegeben wird - irgendein Freund oder
sogar die Flugschule in USA reichen völlig aus! Wer sich nicht sicher ist,
obs mit der Tauglichkeit klappt... lieber hier zum Doc!

> 55h sind für einen Fußgänger ein guter Wert.

Find ich auch! Ich würde finanziell eher mal mit 60 kalkulieren...

Die Amis scheinen nicht viel von der Art zu
> halten, daß Ausländer planlos zu Ihnen kommen und fliegen lernen wollen.

Das liegt daran, daß Du in kurzer Zeit viel fliegen willst - und das muss
vorher geplant sein. Ich hab immer vorher gebucht, dann gabs nie Probleme
mit Verfügbarkeit von Flugzeug oder Lehrer.


.
> Von Pauschalangeboten halte ich nichts. Entweder ist das Equipment totaler
> Schrott, die Lehrer schlecht oder die Ausbildung zu kurz. Irgendwo muß dr
> niedrige Preis ja herkommen.

Ich halte Pauschangebote auch für ziemlich unseriös. Wobei, ein paar gute
gibts! Da umfasst das package alle Mindeststunden (zB 40 für den PPL),
Studimaterial usw und das zu einem guten Preis - die zusätzlichen Stunden
musst Du dazukaufen. Aber dieses "3000$ egal wie doof sie sich anstellen"
riecht nach Nepp.

> Und die Theorie über einen Kurs hier in Deutschland lernen. Naja, sicher
> aber nicht bei Fray Daily!!

Unterschreib ich toootal :-) Kauf lieber das Lehrmaterial (zB Jeppesen
Bücher und Training Manual) hier und fang an zu lernen. Der Theoriekurs ist
Geldverschwendung.

Happy flying,
Patrick


Martin Hotze

unread,
Jul 13, 2001, 3:08:07 AM7/13/01
to
In article <9ikse1$18u$1...@nets3.rz.RWTH-Aachen.DE>,
"Jürgen Esser" <juerge...@dialup.fh-aachen.de> wrote:

>(...)


> Zu meiner Erfahrung (auch schon ein paar Jährchen her)

> (...) 30 US$ für einen Leher ist zuviel.

wieviele Jährchen ist das wirklich her?

> (...)


> Fragt einfach mal in der NG rum, viellleicht findet sich jemand, der z.B.
> für sein BFR lernt und ihr setzt euch zusammen.
>


für ein BFR hast du in 1-2 Stunden fertig gelernt, vielleicht einen
halben Tag im Extremfall.

martin
--
The sequence is important. People just learning to pee sometimes
put the steps in the wrong order, with frustrating results.
Maybe a checklist would be useful to those just starting out.
Brien K. Meehan; Msg-ID <tkolgcf...@news.supernews.com>

Thomas Wimmer

unread,
Jul 12, 2001, 4:50:16 PM7/12/01
to
"Jürgen Esser" wrote:
>
> Das mit dem Medical in D ist so eine Sache. So weit mir
> bekannt schließt das Erstmedical die Schülerflugberechtigung
> ein ( oder wie man den Lappen nennt, den man vor dem
> eigentlichen PPL bekommt) und dieser darf nur in den USA
> ausgestellt werden. Für eine Verlängerung ist dann ein Medical
> in D möglich.
> Sollte sich da was geändert haben?

ja, seit ein paar jahren, siehe FAQ.

(...)

> Gruß Jürgen
>
> P.S. bei mir ist es bald soweit!

Jürgen Esser

unread,
Jul 17, 2001, 6:23:56 AM7/17/01
to
>wieviele Jährchen ist das wirklich her?
exakt 5 Jahre, als ich den Schein gemacht habe und 2 Jahre seit dem letzten
USA trip. Bis dahin waren die Preise unverändert!!


eso...@gmail.com

unread,
Nov 2, 2017, 7:58:07 PM11/2/17
to
Hallo Wolfang,

also ich kann deine Erfahrungen voll und ganz unterstuetzen. Bin selbst von Florida Flyers in St. Augustine, Florida 2012 reingelegt worden. Der Inhaber ist ein Deutscher Rainer Hueckels und gehoehrt meiner Ansicht nach in Deutschland vor Gericht gestellt wegen vorsaetzlichen BETRUGS. Diesbezuegelich hab ich bereits mit dem County Sheriff in St. Augustine damals wegen einer Anzeige Kontakt aufgenommen, leider schuetzen die Amerikaner aber solche Geschaeftspraktiken! Daher beherbergen die Amerikaner unveraendert diesen Betrueger (ich muss dabei immer an diesen Idioten von George W. Bush denken..der ja grosszuegig als Weltpolizist markige Sprueche von wegen wer Kriminelle beherbergt oder schuetzt...etc. kopfte, denken! und wegen diesem Idioten haben wir heute in Europa eine Unmenge von Kriegsfluechtlinge!) Die Methoden sind genauso wie du es beschrieben hast. Es werden niedrigere Preise angegeben, als dann gefordert werden. Die Kosten gehen durch die Decke. Die sogenannte Fluginstruktoren sind nicht willens (sie verdienen ja damit Ihre Geld) und teils nicht mal in der Lage das Wissen und die Faehigkeiten zu vermitteln. Spaetestens wenn dann der Pruefer anwatschelt wird es lustig. Also durchfliegen ist eine Methoden, noch mehr Geld aus dem Flugschueler rauszuholen. Ich muss vorallem deswegen darueber lachen, da die gleichen flugschulen in Deutschland oder Oesterreich bereits rechtsgueltig verklagt wurden wegen Betrugs und es diese Herrschaften bei uns faktisch nicht mehr gibt. Ich selbst hab in BRD den Ultraleichtflugschein gemacht...und bin damit gerne unterwegs. Ich fliege schon lange alleine..ohne instruktor. Wenn ich erfahrene Fluglehrer in Deutschland von diesem Zeugs in den USA erzaehle, werden sie teils sauer. Die Echo-klasse (das sind eben diese verdammte Cessna Meute) in BRD ist faktisch schon weg vom Fenster..und das ich auch gut so. Zu teuer und ein viel zu grosser Wasserkopf...den du als Hobbyflieger mitbezahlen kannst.
Natuerlich schau ich weiter bei der Echo Klasse hier in den USA vorbei. Und jetzt wollen sie ploetzlich auch die Ultraleichtflieger bei sich haben, allerdings darfst du sie hier nur mit US PPL Fliegen, damit sie ganzen arbeitslosen Piloten hier und dort wieder ihr Heckenpennerleben weiter finanzier bekommen!
Kurz und Gut wir muessen in Europa aufpassen, dass wir diesen Echoabschaum rauskriegen und alles auf Ultraleichtflug umruesten...wird faktisch eh schon gemacht. Dann muessen wir aber auch explizit darauf achten, dass dieses Pack nicht zum Ultraleichtflug rueber kriecht. Sonst haben wir hier bald die gleichen Probleme wie diese zwielichtigen Gestalten der Echoklasse!
Ich hoffe ich werde hier jetzt nicht falsch verstanden! Ich fliege gerne und moechte es auch jedem Menschen ermoeglichen es zu erlernen und selbst zu fliegen. Wenn aber sein Hobby einen soweit treibt, dass man kriminell wird es zu finanzieren gehoeren diesen subjekten die Grenzen des Rechtsstaates aufgezeigt! Ich spreche fliessend Englisch wohlgemerkt. Beruflich bin ich kein Heckenpenner sondern Arzt im Chirurgischen Bereich! In meinem Ultraleichtflugclub in Niedersachsen wuerde ich fuer jeden einzelnen die Hand ins Feuer legen...alles anstaendige Typen. Betrogen wird dort keiner. Und Gute Flieger muessen es sein, wenn man sich mal die Flugplatzlaenge in Dankern ansieht!

T.

unread,
Nov 3, 2017, 7:24:43 AM11/3/17
to
eso...@gmail.com schrieb:

> Also durchfliegen ist eine Methoden, noch mehr Geld aus dem
> Flugschueler rauszuholen.

Troll, oder einfach keine Ahnung?

Ich hoffe Du hast Beweise für Deine Behauptungen, so wie Du vom Leder
abziehst und dabei noch öffentlich Leute diskreditierst!

> Kurz und Gut wir muessen in Europa aufpassen, dass wir diesen Echoabschaum rauskriegen und alles auf Ultraleichtflug umruesten...wird faktisch eh schon gemacht.

UL heißt leicht und billig, da wird gespart, am Gewicht, also der
Materialstärke und weil billig, wird das nicht durch besseres Material
kompensiert, bei Kontrollen wird gespart, bei der Wartung , bei der
Ausbildung usw.

Am Ende bedeutet das weniger Sicherheit.

Ich will darauf nicht verzichten, für nächstes Jahr habe ich mir ein
"Upgrade" auf Echo vorgenommen. Kosten: Etwa 5 Flugstunden mit
Fluglehrer (und noch einige mehr, damit es wirklich sitzt).

Warum Echo? Weil ich da zwei Nasen mehr rein bekomme, als z.B. bei Kilo.
Und meines Wissens gibt es bei UL keine Bestrebungen da überhaupt mehr
als zwei Nasen rein zu lassen ...
--

Gruesse,

Thorolf
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