Einen Pilotenschein zu machen schlaegt mit den Flugstunden in
Deutschland mit ungefaehr 10-12 Tausend Euro zu Buche.
Angenommen, man hat das geschafft, aber nicht das noetige Kleingeld,
um sich ein privates Flugzeug zu kaufen.
Man muss also eines mieten. Und wenn man dann, sagen wir mal im Monat
so 10-12 Stunden fliegen will, wieviel Kosten kommen da dann jedesmal
zusammen?
Kann sich das ein Normalsterblicher ueberhaupt leisten, der gerade
seine Ersparnisse fuer die Lizenz draufgehauen hat?
Wie sieht es in anderen Laendern aus?
NEIN!
Ich hab es u.a. nach UL Schein und JAR FCL (TMG und SEP) wegen der
laufenden Kosten drangegeben.
Grüße KH
Kleines Beispiel:
Eine für Anfänger relevante SEP beginnt bei ca 104,- €/h nass. Das wäre
z.B. meine P92-J.
Eine Cessna 150 in etwa bei 120 €/h und eine Cessna 172 ca. 165 €/h.
Da hast Du schon einmal einen Rahmen.
Deine 10-12h pro Monat ergäben 120 bis 144h im Jahr und damit wärst Du
locker in einem Bereich wo chartern weniger interessant wäre als ein
eigenes Flugzeug.
Diese Anzahl von Flugstunden muss man aber erst einmal zusammen bringen.
Ich arbeite voll, kämpfe mit dem deutschen VFR-Wetter und habe nebenbei
Familie, Haus und Hof. Bei mir wird es damit knapp im Zeitfaktor, trotz
eigenem Flugzeug und Verfügbarkeit nach Gusto.
Für andere Länder kann ich nicht sprechen, da aber Hallenmieten,
Versicherungen und Spritpreis so unterschiedlich nicht sind, vermute ich
unter betriebswirtschaftlichen Aspekten keine dramatischen Unterschiede
zumal ja die Abschreibungen und Reparaturkosten auch vergleichbar sind.
Es kämen aber noch entsprechende Fahrtkosten und Fahrtzeiten für Dich
hinzu, die nicht zu verachten sind.
Überlege einmal, ob eine Haltergemeinschaft nicht eine Option wäre. Hier
z.B. ist das gar nicht so chancenlos, denn es stehen hier monatelang
Flugzeuge unbewegt im Hangar, deren Halter es nicht ungern hätte,
jemanden zu haben der sich ein wenig darum kümmert.
Gruß
Thomas
Offensichtlich gibt es welche, die sich das leisten können, sonst gäbs
die Flieger ja nicht...
Die Kosten hängen erheblich davon ab, was für einen Flieger Du haben
möchtest und auch wo Du wohnst. Da Du zu beiden Punkten nix genannt hast
empfehle ich einen ersten Überblick bei eddh.de zu suchen (Achtung: nur
als ersten Eindruck, die Liste ist leider nicht sehr aktuell, den ersten
dort in der Liste genannten Flugplatz EDAL gibts inzwischen gar nicht
mehr, da ist also auch nix zu chartern, die Preise sind teilweise
mehrere Jahre alt, aber für nen ersten Eindruck wo man was in welcher
Preislage kriegen könnte hilfts schon mal weiter.)
Außer Kaufen und Chartern gibts aber auch noch andere Modelle, die
Gründung einer Haltergemeinschaft z.B. Wenn man die passenden Leute
findet kann das das Fliegen sehr preisgünstig machen und zudem noch eine
gesellige Komponente beinhalten, die durchaus anregenden Austausch und
gegenseitige Hilfe ermöglicht. Genauso kann man aber auch einem
Motorflugverein beitreten, auch dort kann das Vereinsleben und die
gemeinsame Nutzung der "Spielsachen" eine Bereicherung darstellen und
gleichzeitig das Fliegen selbst kostengünstiger ermöglichen.
Da in allen Fällen gilt: wenn es zu aufwändig ist, den Flugplatz zu
erreichen, dann fliegt man deutlich weniger. Also einfach mal die
Plätze, die um Deinen Wohnsitz rum gut erreichbar sind abklappern und
dort konkret nach Vereinen und Vercharterern suchen (google hilft da
sehr....)
Übrigens: Mit 10-12 Motorflugstunden im MONAT wärst Du bei den
Privatpiloten schon unter den Vielfliegern. Eine ganz erhebliche Zahl
fliegt diese Stundenzahl gerade mal im JAHR...
M.
Der Kauf ist nicht das Problem. Ein typisches Anfaengerflugzeug, sagen
wir mal ein Piper Cherokee oder C-152/172, kostet nicht mehr als ein
Neuwagen der gehobenen Mittelklasse. Das Problem sind eher die fixen
Kosten mit jaehrlicher Inspektion, Hangar, ... und Ruecklage fuer
Motorueberholung.
>Man muss also eines mieten. Und wenn man dann, sagen wir mal im Monat
>so 10-12 Stunden fliegen will, wieviel Kosten kommen da dann jedesmal
>zusammen?
>
>Kann sich das ein Normalsterblicher ueberhaupt leisten, der gerade
>seine Ersparnisse fuer die Lizenz draufgehauen hat?
>Wie sieht es in anderen Laendern aus?
USA:
10-12 Stunden im Jahresdurchschnitt pro Monat ist fuer einen
Freizeitpiloten sehr viel und liegt deutlich ueber der Grenze (100
Stunden in Jahr), bei der man ueblicherweise sagt, dass ein eigenes
Flugzeug billiger kommt als mieten.
Deshalb sind viele Leute auch in Flying Clubs organisiert oder teilen
sich das Flugzeug mit ein oder zwei Miteigentuemern um zum einen die
Anschaffungs- und zum anderen die Fixkosten zu teilen.
jue
> empfehle ich einen ersten Überblick bei eddh.de zu suchen
Der Link fehlte da noch: www.eddh.de/info/charter.php
M.
Hier ein Beispiel:
Platz (mit Kontrollzone, aber nix los...) im Westen.
1h Grob 109 B vom Verein - 180 Euronen
Dazu 10 Platzrunden - 111 Euronen.
Da ist mir der Spass vergangen!
KH
Ähhhm, also 180 € für ne Vereins- G109 ist ein -wie soll ich sagen-
ähhhm etwas exotischer Preis... Vor allem vereinsintern (!), da kenne
ich G109 tendenziell eher für ein Drittel dieses Betrages. Bist Du
sicher, dass das der Stundenpreis war?
M.
Man sagt auch: "If it flies, floats or f*cks it is cheaper to rent than
to own."
#m
--
"What would I do with 72 virgins? That's not a reward,
that's a punishment. Give me two seasoned whores any day."
(Billy Connolly)
>--> http://www.aeroclub77.de/
Hm, das ist deutlich am oberen Ende. Was du allerdings nicht dazu schreibst
ist, dass sich das mit Fixkostenumlage von €70 pro Monat auf €108/Stunde
reduzierst, da bist du also mit einer Stunde im Monat schon unter
€180/Stunde.
Für die Landegebühren in EDLN kann der Verein allerdings nichts, die ergeben
sich durch den fehlenden erhöhten Schallschutz und den "Luxus" einer
Kontrollzone...Towerlotse, Rollkontrolllotse, Feuerwehr, ILS, VOR...will
alles bezahlt werden. Platzrunden dreht man da besser in EDLC.
Ohne werben zu wollen sei allerdings gesagt, dass man in EDLN *gewerblich*
deutlich günstiger chartern kann als für €180 im Verein. Man schaue, was es
da auf <http://www.mgl.de/d/index.php?type=index&path=04_infos_service> noch
so gibt...
"Manfred Schulz" <ng_...@nurfuerspam.de> schrieb
> Übrigens: Mit 10-12 Motorflugstunden im MONAT wärst Du bei den
> Privatpiloten schon unter den Vielfliegern. Eine ganz erhebliche
> Zahl fliegt diese Stundenzahl gerade mal im JAHR...
Genau das war bei mir der Punkt, den Gedanken an einen PPL ad acta zu
legen: Mit den geforderten 10 Stunden Minimum im Jahr (oder sind es
grandiose 20?) möchte ich mich nicht in die Luft begeben! Und nein,
diese Stunden mit einem Lehrer zu absolvieren, möchte ich auch nicht.
Genau so wenig, wie ich mit einer "Fahrpraxis" von 10 Stunden im Jahr
mit dem Auto unterwegs sein will (ok, bei manchen Verkehrsteilnehmern,
die einem so entgegen kommen, fangt man schon zu zweifeln an... ;-) ).
Meine Gedanken waren auch eher bei 2 Stunden pro Wochenende.
Roland
(früher viel Geld, wenig Zeit; jetzt wenig Geld, viel Zeit; irgendwann
hoffentlich viel Geld, viel Zeit! ;-) )
> Genau das war bei mir der Punkt, den Gedanken an einen PPL ad acta zu
> legen: Mit den geforderten 10 Stunden Minimum im Jahr (oder sind es
> grandiose 20?) möchte ich mich nicht in die Luft begeben! Und nein,
> diese Stunden mit einem Lehrer zu absolvieren, möchte ich auch nicht.
12 jedes 2. Jahr wäre richtig. Ich mach zur Zeit übrigens genau das und
fühle mich nicht unsicher dabei. Ich flieg aber nur bei gutem Wetter und
in 'bekannten Gefilden' - oder dann mit FI. Nur mit einem Kollegen habe
ich kürzlich einen Flug auf einen mir nicht bekannten Platz gemacht, der
hat allerdings demnächst auch sein PPL in der Tasche und fliegt
dementsprechend sehr viel zur Zeit, also auch eine gewisse Beruhigung.
Der FI beim Checkflug auf der C182RG hat mir (nachdem ich die Tage zuvor
ein paar Stunden mit dem C172 unterwegs war) nach über einem Jahr Pause
übrigens eine 'Fliegerisch hochstehende Leistung' bescheinigt, was 'ihn
auch nicht verwundert hat, seit dem er mich vom Fliegen mit dem Hintern
zum Fliegen mit dem Intellekt umerzogen habe'. Nur mit Checks auswendig
runterbeten und sowas hat's ein bisschen gehapert.
Die restlichen Stunden schrubb ich dann diesen Winter noch mit FI in
Spanien runter…
>Meine Gedanken waren auch eher bei 2 Stunden pro Wochenende.
Also wenn ich mir so die Wochenende in Wien oder Umgebung anschaue,
gibt's das ganze Jahr über ganz sicher nicht die Möglichkeit, an jedem
Wochenende 2 Stunden VFR fliegen zu können...
Und wenn's an zwei Wochenenden im Monat mal nicht möglich ist, muss man
an den verbliebenen schon vier fliegen um den Schnitt zu halten.
lg
Wolfgang
--
Das Problem ist oft, dass die Anbieter gar nicht wissen, was sie anbieten
wollen, könnten oder sollten und die resultierende Inhaltslosigkeit dann
hinter einer bunten Fassade kaschieren. Christoph Päper in dciwam
Neu: http://www.traumrouten.com/namibia
"Wolfgang Decker" <wode_mu...@yahoo.de> schrieb
> Und wenn's an zwei Wochenenden im Monat mal nicht möglich ist, muss
> man
> an den verbliebenen schon vier fliegen um den Schnitt zu halten.
...oder unter der Woche auch fliegen... ;-)
Roland
Ja, das ist im Herbst/Winter/Frühling halt mit einem "normalen" Job
wegen der frühen Dunkelheit auch nicht ganz so einfach.
Klar, Urlaubstage gibt's auch, aber mitunter halt auch Familie ;-)
Der große Zeitaufwand hält mich im Moment auch noch ein wenig vom
Segelflugschein ab...
> Einen Pilotenschein zu machen schlaegt mit den Flugstunden in
> Deutschland mit ungefaehr 10-12 Tausend Euro zu Buche.
Ich wuerde ernsthaft ueber einen UL-Schein nachdenken, das kostet ca.
die Haelfte.
> Angenommen, man hat das geschafft, aber nicht das noetige Kleingeld,
> um sich ein privates Flugzeug zu kaufen.
> Man muss also eines mieten. Und wenn man dann, sagen wir mal im Monat
> so 10-12 Stunden fliegen will, wieviel Kosten kommen da dann jedesmal
> zusammen?
Viel zu viel.
> Kann sich das ein Normalsterblicher ueberhaupt leisten, der gerade
> seine Ersparnisse fuer die Lizenz draufgehauen hat?
Ich leiste es mir schon viele Jahre ohne Grossverdiener zu sein. Ein
schnuckliges UL (P96 oder sowas, gebraucht gekauft) kann man locker
alleine unterhalten, kostet mich ca. 40EUR/Std.
Chartern kaeme mir nicht im Traum in den Sinn, das ist _viel_ zu teuer.
Chris
Wobei aber zumindest bei allen Berechnungen die ich kenne zu bedenken
ist, dass diese nur die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzahl von Flug-
und Ausbildungsstunden enthalten und die tatsaechlich benoetigte
Stundenzahl im Durchschnitt erheblich hoeher ist. Z.B. hier in den USA
40 Flugstunden vorgeschrieben (35 Stunden unter Part 141), aber der
Durchschnitt liegt bei 65 Stunden bis zum Erwerb des PPL.
Und darueber hinaus findet man die niedrigen Stundenzahlen eher noch bei
Vollzeit-Flugschuelern von z.B. Airlines oder Studenten an Hochschulen
fuer Luftfahrt. Will sagen der typischen "Hobbyflugschueler", der es
gerade mal an 3 Wochenenden im Monat bis zum Flughafen schafft, braucht
nochmals erheblich laenger.
jue
> Scheinverlängerung alle 5 Jahre.
Da mir das in zwei Jahren erstmalig bevorsteht: Wie läuft das einklich?
Neuer Prüfungsflug oder reiner Verwaltungsakt?
vG
--
Die Pappnase adelt den Clown, sie ersetzt ihn nicht.
(David Kastrup in de.rec.musik.machen über eingebildetes Talent)
-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin für jeden: <http://debian.org/> --
Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> writes:
>> Scheinverlängerung alle 5 Jahre.
> Da mir das in zwei Jahren erstmalig bevorsteht: Wie läuft das einklich?
> Neuer Prüfungsflug oder reiner Verwaltungsakt?
Kommt wohl auf die ausstellende Stelle an, wie aufwendig das
tatsächlich ist, habe ich gehört, aber bei mir (RP Freiburg) war das
trivial einfach. IIRC Formular ausgefüllt, Kopie vom Schein dabei, Kopie
vom Medical dabei, Kopie von der Proficiency-Prüfung dabei, fertig ist
die Laube. Und die Proficiency-Prüfung hat sich dann ja auch erledigt
das nächste Mal.
Summa summarum: Reiner Verwaltungsakt.
Cheers,
Toby.
--
And the Grim Reaper put down his scythe and mounted his combine harvester,
for it was war.
Der _Durchschnitt_? Wow. I am stymied. Ich kenne hier niemanden, der
deutlich mehr als die 40 Stunden gebraucht hat, vielleicht mal 45 oder
so. Aber im Schnitt 65? Wo liegen denn dann die Ausreißer? Bei 200?
Der Hintergrund ist, ich bin jetzt erstmals in der Lage finanziell
ueberhaupt an sowas zu denken, wuerde mir damit einen Lebenstraum
erfuellen.
Allerdings ist die Zukunft ungewiss (befristete Stellen usw), aber was
nuetzt mir die PPL wenn ich mir danach das Fliegen nicht leisten kann?
Auch waere mir der ganze Aufwand zu hoch, um dann nur 3 mal im Jahr
ins Cockpit zu steigen. Ok, die 10-12 Stunden waren zu hoch angesetzt,
aber zumindest im Sommer sollte es schon fast jedes Wochenende sein.
Ultralight ist auch eine Option ueber die ich nun nachdenke. Standort
ist Hamburg, gibt es da empfehlenswerte Schulen?
Nochwas, ich fliege seit 12 Jahren am PC im Flugsimulator mit hohem
Realismusanspruch, ist das eher gut oder schlecht?
Kann es sein, dass man sich da Unarten angewoehnt, die man hinterher
schwer wieder loswird? Oder ist es eher von Vorteil, weil man
Instrumente und einige Prozeduren und Funkkonventionen schon kennt?
Danke
> ueberhaupt an sowas zu denken, wuerde mir damit einen Lebenstraum
> erfuellen.
> Allerdings ist die Zukunft ungewiss (befristete Stellen usw), aber was
> nuetzt mir die PPL wenn ich mir danach das Fliegen nicht leisten kann?
>
> Auch waere mir der ganze Aufwand zu hoch, um dann nur 3 mal im Jahr
> ins Cockpit zu steigen. Ok, die 10-12 Stunden waren zu hoch angesetzt,
> aber zumindest im Sommer sollte es schon fast jedes Wochenende sein.
Hallo,
noch eine Meinung: Für mich planst Du schon den zweiten Schritt vor dem
ersten.
Wenn ich das richtig lese, ist fliegen für Dich ein Traum. Kann ich
nachvollziehen. Als ich damals angefangen habe, war ich auch am
rumrechnen und bin dann für mich zu dem Schluss gekommen, das ich die
heute 8-10K Euro ja nicht nur hinlegen muss um danach zu fliegen,
sondern mit diesem Geld kaufe ich ja schon so rund 40 Stunden fliegen.
Und falls ich es mir danach nie wieder leisten kann zu fliegen (was
schon sehr unwahrscheinlich ist) dann habe ich wenigstens 40 Stunden
Flugfreude gehabt. Und selbst nur die wären nach meiner Meinung den
Aufwand wert.
Gruss Michael
Ich würde jetzt erstmal die Lizenz machen. Man kann den Schein bei
finanzieller Knappheit ganz gut auf Minimum laufen lassen und später
wieder voll einsteigen.
Überleg Dir auch, ob Du kommerziell oder im Verein schulen willst.
> Auch waere mir der ganze Aufwand zu hoch, um dann nur 3 mal im Jahr
> ins Cockpit zu steigen. Ok, die 10-12 Stunden waren zu hoch angesetzt,
> aber zumindest im Sommer sollte es schon fast jedes Wochenende sein.
Ich weiß nicht genau, wieviele Stunden der deutsche PPLer im Schnitt
fliegt, aber es würde mich nicht wundern, wenn es unter 20h/Jahr wären -
nimm Dir mal nicht zu viel vor.
> Ultralight ist auch eine Option ueber die ich nun nachdenke. Standort
> ist Hamburg, gibt es da empfehlenswerte Schulen?
UL hat ein paar handfeste Nachteile. Versuche Dir vorher klar zu machen,
was Du wirklich willst. PPL-A auf UL zu erweitern ist recht einfach.
> Nochwas, ich fliege seit 12 Jahren am PC im Flugsimulator mit hohem
> Realismusanspruch, ist das eher gut oder schlecht?
Ich würde sagen, das hat keinen Einfluss. PC-Fliegen hat mit richtigem
Fliegen genau gar nichts zu tun (meine unmaßgebliche Meinung).
> Kann es sein, dass man sich da Unarten angewoehnt, die man hinterher
> schwer wieder loswird?
Unwahrscheinlich...
> Oder ist es eher von Vorteil, weil man
> Instrumente und einige Prozeduren
Spiel im VFR Verkehr keine große Rolle.
Hoffe das hilft - viele Grüße
Eric.
Aussreisser haben auf einen Durchschnitt doch nur einen verschwindend
geringen Einfluss. Deswegen nimmt man ja den Durchschnitt als
Vergleichsgroesse.
Nein, ich denke eher es liegt an den deutlich umfangreicheren
Ausbildungsinhalten. Ich bin ganz sicherlich kein Experte fuer deutsche
Fluglizenzen, aber muss man in D nicht Zusatzausbildungen/-pruefungen
machen fuer
- Nachtflug
- Flug ueber Wolken/zwischen Wolkenschichten (d.h. ohne
Erdsicht)
- Funk
- Flug in Luftraum D/C/B
In der USA-PPL ist dies alles mit enthalten, ebenso wie in der
Ausbildung 3 Stunden Flug nach Instrumenten, Fluege von Flughafen mit
Tower, usw, usw vorgeschrieben sind.
jue
Ich glaube, du meinst nicht den Durchschnitt, sondern den Median. Der
Durchschnitt wird eben nämlich genau von Ausreißern dominiert (das
Durchschnittseinkommen ist ein prominentes Beispiel).
> Nein, ich denke eher es liegt an den deutlich umfangreicheren
> Ausbildungsinhalten. Ich bin ganz sicherlich kein Experte fuer deutsche
> Fluglizenzen, aber muss man in D nicht Zusatzausbildungen/-pruefungen
> machen fuer
> - Nachtflug
Ja.
> - Flug ueber Wolken/zwischen Wolkenschichten (d.h. ohne
> Erdsicht)
Nicht daß ich wüßte.
> - Funk
Ja. Wirkt sich aber nicht auf die Flugstundenzahl aus. (Oder meinst du
Ausbildungsstunden inklusive Theorie? Dann bist du in .de deutlich
eher in der Richtung 150 oder so, würde ich annehmen.)
> - Flug in Luftraum D/C/B
Weiß nicht, wie das bei JAR-FCL ausschaut, um ehrlich zu sein.
> In der USA-PPL ist dies alles mit enthalten, ebenso wie in der
> Ausbildung 3 Stunden Flug nach Instrumenten, Fluege von Flughafen mit
> Tower, usw, usw vorgeschrieben sind.
Interessant, insbesondere der IFR-Teil. Ich hatte das Glück, zeitweise
an einem kontrollierten Platz schulen zu können (EDSB), das hat man
schon gemerkt im Vergleich zu anderen, die noch nie eine Kontrollzone
von innen gesehen haben (und die dann entsprechend gemieden haben wie
der Teufel das Weihwasser).
> Summa summarum: Reiner Verwaltungsakt.
Danke euch beiden.
vG
--
"Man könnte ihn höchstens fragen, was das für eine blöde Idee war,
am Rand des Haifischbeckens Nasenbluten zu kriegen."
(David Kastrup über einen Anfängerthread in de.rec.musik.machen)
> Ultralight ist auch eine Option ueber die ich nun nachdenke.
Wenn Du vorwiegend allein fliegen wirst, ist das eine gute Option. Für
Fotoflüge kann es sogar sehr praktisch sein, wie langsam UL fliegen können.
Du kannst halt maximal einen Fluggast mitnehmen, was interessierte Pärchen
eher abschreckt, und bei klassentypischen ~180 kg Zuladung abzüglich 30 kg
Sprit dürft ihr beide zusammen inkl. Gepäck, Klamotten und Trinkflaschen
max. 150 kg auf die Waage bringen. Ein UL zerbricht zwar nicht von 20 oder
30 kg Überladung, aber dann seid ihr halt illegal unterwegs, im
Schadensfall zahlt keine Versicherung.
Ich persönlich (UL-Pilot) kann fast nur mit Kindern guten Gewissens fliegen
(gehöre zu der Sorte Menschen, die schon zunimmt, wenn sie Fettgedrucktes
liest.) Ich fliege aber sehr gern mit Kindern :)
> Standort ist Hamburg, gibt es da empfehlenswerte Schulen?
Mit Sicherheit. Guck ma hier:
<http://www.dulv.de/Service/Adressen/E1019.htm>
> Nochwas, ich fliege seit 12 Jahren am PC im Flugsimulator mit hohem
> Realismusanspruch, ist das eher gut oder schlecht?
Ähnlich gut oder schlecht, wie es wäre, wenn Du seit 12 Jahren Vegetarier
wärest oder Kaninchen halten würdest. Mit anderen Worten: Hat nicht viel
damit zu tun. Dazu gab es hier vor einigen Monaten einen langen Thread.
Fluglehrer machen die Erfahrung, daß Simulatorflieger sich tendenziell erst
gewaltig überschätzen ("kann ich doch alles schon") und dann vom Ergebnis
schwer enttäuscht sind. Wirkliche Luft unterm Hintern fühlt sich anders an
als ein Schreibtischstuhl vor ein paar tausend Pixeln.
vG
--
"Du weisst, daß du eine Sprache nicht kennst,
wenn sie nach ROT13 immer noch aussieht wie ROT13."
(Christian Wetzel in de.alt.arnooo)
jaja .. ist ja Recht ... ich habe den Schein hier wie dort gemacht. Wenn
man in den USA den Schein innerhalb eines Jahres nicht mit max. 50
Stunden schafft dann ist was grundlegendes faul, entweder beim Schüler
oder beim Ausbilder.
Vielleicht geht es bei uns schneller weil man hier nicht bei Adam und
Eva anfangen muss und der durchschnittliche Europäer deutlich gebildeter
ist als der durchschnittliche Amerikaner.
Das kommt darauf an. Der OP hat MS-Simulator Kenntnisse, aber auch echte
Erfahrung? Wenn es noch nicht passiert ist dann empfehle ich vorher mal
einen Schnupperflug um herauszufinden ob das einem überhaupt zusagt.
> Das kommt darauf an. Der OP hat MS-Simulator Kenntnisse, aber auch echte
> Erfahrung? Wenn es noch nicht passiert ist dann empfehle ich vorher mal
> einen Schnupperflug um herauszufinden ob das einem überhaupt zusagt.
Das versteht sich von selbst. In der Regel wird niemand gezwungen, eine
begonnene Ausbildung (und damit meine ich den Schnupperflug) zu Ende zu
führen...
Grüße
Eric.
5 Stunden Zusatzausbildung für NVFR nach Lizenzerhalt.
> - Flug ueber Wolken/zwischen Wolkenschichten (d.h. ohne
> Erdsicht)
Nein, ist enthalten.
> - Funk
Muss man separat machen, geht aber im Selbststudium. (Wobei ich davon
ausgehe, Du meinst Sprechfunk. Funknav ist in der normalen Ausbildung
enthalten.)
> - Flug in Luftraum D/C/B
B hammer nit, alles andere ist nach JAR.FCL 1 mit drin.
> In der USA-PPL ist dies alles mit enthalten, ebenso wie in der
> Ausbildung 3 Stunden Flug nach Instrumenten, Fluege von Flughafen mit
> Tower, usw, usw vorgeschrieben sind.
Hier auch: 2 x Landung in CTR, Basic-IFR unter'm Häubchen usw.
> jue
>
>
--
Viele Grüsse
Jörg Pauly
>Hier auch: 2 x Landung in CTR, Basic-IFR unter'm Häubchen usw.
Mit Haube ist JAR-FCL soviel ich weiss nur das Beherrschen der
180-Grad-Umkehrkurve vorgeschrieben; keine Zeitvorgabe. Was den Prüfer bei
bei meiner Prüfung nicht dran hinderte, nach einer Zwischenlandung zu
fordern: "So, dann starten Sie mal, setzen in sicherer Höhe die Brille auf
und fliegen Sie mal Querabflug und Gegenwind mit Brille und dann zum
Meldepunkt von Gladbach mit VOR-Navigation." Kurz vor'm Meldepunkt durfte
die Brille dann runter.
>> Ultralight ist auch eine Option ueber die ich nun nachdenke.
> Wenn Du vorwiegend allein fliegen wirst, ist das eine gute Option. Für
> Fotoflüge kann es sogar sehr praktisch sein, wie langsam UL fliegen können.
> Du kannst halt maximal einen Fluggast mitnehmen, was interessierte Pärchen
> eher abschreckt, und bei klassentypischen ~180 kg Zuladung abzüglich 30 kg
> Sprit dürft ihr beide zusammen inkl. Gepäck, Klamotten und Trinkflaschen
> max. 150 kg auf die Waage bringen. Ein UL zerbricht zwar nicht von 20 oder
> 30 kg Überladung, aber dann seid ihr halt illegal unterwegs, im
> Schadensfall zahlt keine Versicherung.
> [...]
Man ist dann insbesondere objektiv zu schwer unterwegs. Bei
der BFU findet man häufiger Berichte, wo man vermuten kann,
dass der Pilot davon ausgegangen ist, "wie üblich" rechtzei-
tig vor der Baumreihe hochzuziehen, nur um die Steigleistung
bei Überladung aufgezeigt zu bekommen. Wenn man sich dann
nachher noch mit der Versicherung streiten kann, hat man
viel Glück gehabt.
Tim
Äh...ja genau...Gegenanflug plus Downwind ergibt Gegenwind. :-\
Naja, wenn mitten in der Platzrunde gerade ein Tornado unterwegs ist,
kann man durchaus im Gegenanflug Gegenwind haben.
vG
--
Diese Nachricht wurde mit freundlicher Unterstützung eines freilaufenden
Pinguins erstellt und ist garantiert frei von Microsoft-Viren.
Dazu braucht's keinen Tornado, dazu reicht ein passendes lokales
Windsystem. Z.B. Münster in der Schweiz (LSPU) ist genau dafür bekannt.
> Dazu braucht's keinen Tornado, dazu reicht ein passendes lokales
> Windsystem.
Da wäre ich auch bedeutend lieber in der Luft
als direkt neben einem Tornado.
vG
--
"Man könnte ihn höchstens fragen, was das für eine blöde Idee war,
am Rand des Haifischbeckens Nasenbluten zu kriegen."
(David Kastrup über einen Anfängerthread in de.rec.musik.machen)
> Nochwas, ich fliege seit 12 Jahren am PC im Flugsimulator mit hohem
> Realismusanspruch, ist das eher gut oder schlecht?
> Kann es sein, dass man sich da Unarten angewoehnt, die man hinterher
> schwer wieder loswird? Oder ist es eher von Vorteil, weil man
> Instrumente und einige Prozeduren und Funkkonventionen schon kennt?
Fliegerisch bringt es genau 0 bis gar nichts. In Sachen Instrumente und
Prozeduren ist das nützlich. Allerdings sind die in der Anfängerschulung
nicht das Essentielle. Eine Anfängerschulung ist genau dann erfolgreich,
wenn Du die Instrumente zum reinen Fliegen an sich nicht mehr brauchst.
Dabei ist es egal, ob Du UL oder PPL machst.
Gruß
Thomas
Danach kannst du noch 5h auf SEP machen und schon hast du
beide CRs, TMG und SEP für <7,5k€
In jedem zweiten Jahr musst du mindestens 12h fliegen,
wobei die Zeiten von TMG und SEP addiert werden können.
Und wenn du jemand mitnimmst, der sich an den Kosten beteiligt ...
Je grösser dein Bekanntenkreis, um so besser.
Michael
Meister Eckhard wrote:
> Hallo
>
>
> Einen Pilotenschein zu machen schlaegt mit den Flugstunden in
> Deutschland mit ungefaehr 10-12 Tausend Euro zu Buche.
>
> Angenommen, man hat das geschafft, aber nicht das noetige Kleingeld,
> um sich ein privates Flugzeug zu kaufen.
> Man muss also eines mieten. Und wenn man dann, sagen wir mal im Monat
> so 10-12 Stunden fliegen will, wieviel Kosten kommen da dann jedesmal
> zusammen?
>
> Kann sich das ein Normalsterblicher ueberhaupt leisten, der gerade
> seine Ersparnisse fuer die Lizenz draufgehauen hat?
> Wie sieht es in anderen Laendern aus?
>
> Einen Pilotenschein zu machen schlaegt mit den Flugstunden in
> Deutschland mit ungefaehr 10-12 Tausend Euro zu Buche.
>
Je nachdem, welchen Schein Du machen willst.
In (ungefähr) aufsteigender Reihenfolge (immer PPL):
Segelfliegen
Motorsegler
UL
Einmotorige national (PPL-N)
Einmotorige nach JAR (PPL-A JAR FCL)
Hubschrauber (PPL-H JAR FCL)
Bei den Segelfliegern bist Du teilweise so zwischen 3 und 5 T€ dabei,
PPL-A nach JAR FCL geht so zwischen 7 und 10 T€,
Ich mache gerade den PPL-H Schein nach JAR-FCL und rechne mit
Gesamtkosten zwischen 20 und 25 T€.
Nach JAR-FCL sind übrigens 45h Minimum, dafür ist dann aber
auch CVFR enthalten, und Du bist in der Lage, auf Verkehrsflughäfen
und in Kontrollzonen zu operieren.
Nacht- und Instrumentenflugberechtigung gehen immer extra.
Zum Lizenzerwerb gesellen sich diverse hunderter für
- Vereinsmitgliedschaft (Aufnahmegebühr, Jahresgebühr)
- Theorie-Unterricht (incl. Erste Hilfe, Funk)
- Lehrmaterial
- aktuelle Karten (einmal im Jahr)
- AIP-Zugang (Verein, eigenes Abo, ...)
- Arzt (alle 5 bzw. 2 Jahre)
- Verwaltung (div. Bescheinigungen und Anmelde/Prüfungsgebühren)
- sonstige Ausrüstung (Headset, Navi-Besteck, ...)
- Fahrten zum Unterricht/Flugplatz
- Landegebühren (sehr unterschiedlich, je nachdem, wo)
Keiner kann die individuelle Höhe dieser Kosten vorher nennen, aber
die meisten Vereine und Flugschulen weisen sogar noch nicht mal darauf
hin,
dass diese Kosten überhaupt anstehen.
> Angenommen, man hat das geschafft, aber nicht das noetige Kleingeld,
> um sich ein privates Flugzeug zu kaufen.
Eher die Regel als die Ausnahme. Dabei sind, wie viele hier schon
schrieben,
die Anschaffungskosten das kleinere Problem. Der Unterhalt ist halt
das
Teure.
> Man muss also eines mieten. Und wenn man dann, sagen wir mal im Monat
> so 10-12 Stunden fliegen will, wieviel Kosten kommen da dann jedesmal
> zusammen?
>
Unser Verein (FFG in Braunschweig, früher Peine) vermietet an
Vereinmitglieder
seine Aquila und die C150 für knapp 100€/h. Die TB200 und die C172
liegen bei
ca. 145€/h, sind aber beides 4Sitzer.
Dazu dann jeweils aber immer noch der Fluglehrer.
> Kann sich das ein Normalsterblicher ueberhaupt leisten, der gerade
> seine Ersparnisse fuer die Lizenz draufgehauen hat?
Viele Piloten (PPL), die ich kenne, nutzen die Chance, Rundflüge gegen
Kostenbeteiligung über den Verein anzubieten:
- Interessent fragt nach Rundflug beim Verein
- Verein stimmt Termin ab und teilt dann Piloten zu.
- Kosten werden vom Interessenten getragen
- Pilot bekommt seine Stunden
- Wichtig: Als PPLer darf das nicht zu Gewinnerzielungsabsicht führen.
Mehr als ein Trinkgeld ist nicht drin, dafür gibt's aber die
Flugzeit
ins Flugbuch.
- Auch Werftflüge (Überführungen) sind für den Piloten kostenlos
und begehrte Chancen, Solozeit zu sammeln.
Zu anderen Ländern kann ich leider nichts sagen, aber sehr viel
anders dürfte das nicht strukturiert sein.
Möglicherweise sind aber die Versicherungsbedingungen im
Ausland günstiger, so dass evtl. die Flugstunden billiger sind.
Dann brauchst Du aber auf jeden Fall ein BZF I oder AZF für
den englischen Funk (natürlich inkl. Sprachtest, der regelmäßig
abgelegt werden muss) und eine Lizenz nach JAR-FCL.
Dann geht's aber auch nur in den JAR-Staaten (weite Teile
Europas) etwas einfacher.
In anderen Fällen musst Du eine Lizenzumschreibung im jeweiligen
Land versuchen.
Oder willst Du die Lizenz im Ausland machen? Dann kommt die
Umschreibung/Akzeptanz hier in D auf Dich zu.
Das klingt alles ziemlich viel, ist es auch, aber zumindest mir macht
es einen Riesenspaß, so eine Kiste durch die Luft zu schieben.
Und irgend einen Weg, nach der Lizenz noch weiter zu fliegen, wird
man schon finden. Keine Sorge.
Schönen Gruß
Olaf
ich würde ggf auch zu UL raten.
derzeit JAR-FCL mit SEP, TMG und noch nen nationalen Segelschein.
Wir sind 2 Piloten als Haltergemeinschaft für eine Dimona.
Versuchen tun wir jeder etwa 35h/Jahr, es werden dann aber so 60 gesamt.
Kosten sind all inklusive bei 120,- nass / h. Allerdings ist da auch
einiges an Arbeitsstunden dabei. Wenn ich allein über das Wechseln der
Bremsbeläge nachdenke... Febraur, Hall saukalt. Zum Glück gabs einen
älteren Werkstattleiter, der alle Tricks kannte.
Eigenes Flugzeug nur, wenns was besonderes sein soll (Motorsegler gibts
selten ohne Verein zu chartern, PA-18 ist vermutlich auch nicht so
einfach). Sonst wohl eher chartern...
Gruß
>
> Chris
> In der USA-PPL ist dies alles mit enthalten, ebenso wie in der
> Ausbildung 3 Stunden Flug nach Instrumenten, Fluege von Flughafen mit
> Tower, usw, usw vorgeschrieben sind.
>
Außerdem werden in den USA die Stunden geflogen, die in D im
Unterrichtsraum verbracht werden. So sind die Schwerpunkte...
--
Thomas Borchert (EDHE)
> Eigenes Flugzeug nur, wenns was besonderes sein soll (Motorsegler gibts
> selten ohne Verein zu chartern, PA-18 ist vermutlich auch nicht so
> einfach). Sonst wohl eher chartern...
>
Der RIESENNachteil am Chartern: Mach mal vier Tage Kurzurlaub mit dem
Flugzeug, geschweige denn zwei Wochen...
--
Thomas Borchert (EDHE)
> 1h Grob 109 B vom Verein - 180 Euronen
Das ist extrem teuer für so einen Fliege im Verein.
> Dazu 10 Platzrunden - 111 Euronen.
Wer fliegt denn nach Scheinerhalt ständig Platzrunden - und wozu?
Hinaus in die Welt!
--
Thomas Borchert (EDHE)
> Rein technisch können viele der modernen ULs auch
> mit 550 oder 600 kg fliegen.
>
Wir überlegen in der Redaktion nach wie vor, T-Shirts mit dem
Schriftzug "Mein UL fliegt in den USA auch mit 600 kg" zu drucken. Ist
nämlich das erste, was man hört ;-)
Rein technisch können Autos auch bei Rot über die Ampel...
--
Thomas Borchert (EDHE)
> Und wenn man dann, sagen wir mal im Monat
> so 10-12 Stunden fliegen will, wieviel Kosten kommen da dann jedesmal
> zusammen?
>
Das läge für einen Privatpiloten deutlich über dem Schnitt. Überleg
mal: Unter der Woche abends - ok, einmal pro Woche eine Stunde. Macht
4. Ein Wochenende verregnet. An drei Wochenenden drei Stunden. Dann
bist Du da. Klingt unrealistisch, wenn Du noch ein Leben hast und im
mitteleuropäischen Klima lebst.
Aber: Pro Charterstunde 150 Euro sind machbar. 450 auch. Kommt halt
drauf an, was Du fliegen willst.
Bei der Stundenzahl lohnt sich, wie schon gesagt, mindestens eine
Haltergemeinschaft, oder ein eigener Flieger.
--
Thomas Borchert (EDHE)
>> Dazu 10 Platzrunden - 111 Euronen.
>
> Wer fliegt denn nach Scheinerhalt ständig Platzrunden - und wozu?
Kommt auf die zahlenden Paxe an. Ich hatte mal einen Jugendlichen dabei, der
konnte seinen Anteil für einen längeren Flug nicht aufbringen und war total
glücklich über fünf Platzrunden.
Nee, im Ernst: einfach zur Übung? Unterschiedliche Anflüge probieren? Heute
hatten wir in EDTY auch wunderschönen Seitenwind :)
vG, heute auf der A-22 ausgecheckt ... äußerst cooles Gerät, Thomas, wann
kommt das bei euch dran?
vG
--
Die Pappnase adelt den Clown, sie ersetzt ihn nicht.
(David Kastrup in de.rec.musik.machen über eingebildetes Talent)
> Der RIESENNachteil am Chartern: Mach mal vier Tage Kurzurlaub mit dem
> Flugzeug, geschweige denn zwei Wochen...
Wennde jeden Tag 3 bis 4 Stunden fliegst, hat wohl kaum ein Vercharterer was
dagegen.
> Rein technisch können Autos auch bei Rot über die Ampel...
Die gefährden dann jemand anders. Und wen gefährdet ein UL,
das im Rahmen des technisch Möglichen fliegt?
vG
--
"Du weisst, daß du eine Sprache nicht kennst,
wenn sie nach ROT13 immer noch aussieht wie ROT13."
(Christian Wetzel in de.alt.arnooo)
Ich *LIEBE* meinen Verein! Da geht das, man redet miteinander und lebt
das Motto, wie man hier in Köln sagt: "M'r muss och jönne könne!"
Und ausserdem hat ein Verein den - meiner Meinung nach -
Wahnsinns-Vorteil, dass er ständig Weiterbildungsangebote bereitstellt.
Die verschiedenen Vorträge, die bei uns angeboten werden, halte ich für
sehr sinnvoll; einerseits fliegerisch-fachlich, andererseits vom
Menschlichen her, denn jede Veranstaltung hat auch immer ein gemütliches
Nachspiel, in dem man sich austauscht.
Das Ganze wird bei uns kostenlos angeboten.
Mein Fazit:
In einem vernünftigen Luftsport-Verein hat man für günstigere Kosten
mehr Fliegerei.
> Wennde jeden Tag 3 bis 4 Stunden fliegst, hat wohl kaum ein Vercharterer was
> dagegen.
>
Schon klar. Bist Du verheiratet oder liiert?
--
Thomas Borchert (EDHE)
> Thomas Borchert wrote:
>
>> Rein technisch können Autos auch bei Rot über die Ampel...
>
> Die gefährden dann jemand anders. Und wen gefährdet ein UL,
> das im Rahmen des technisch Möglichen fliegt?
>
Ach, hör bloß auf mit _dem_ Thema! Die Kleinstaaterei im UL-Bereich ist
schuld daran, daß es keinen großen Markt gibt, sondern ein Fluggerät
möglichst für alle Vorschriftenwerke halbwegs passen muß. Da kommen die
Länder, in denen das Gewicht am geringsten sein muß, am schlechtesten weg.
Ich behaupte, man kann auch ein 450kg-UL so bauen, daß es leicht genug ist,
mit zwei Leuten an Bord und ein wenig Handgepäck ansprechende Flugleistungen
zu haben. Nur wird das speziell für uns paar Hansels in de niemand machen,
weil es sich nicht lohnt.
Grüße, Peter
>> Wennde jeden Tag 3 bis 4 Stunden fliegst, hat wohl kaum ein Vercharterer
>> was dagegen.
>>
>
> Schon klar. Bist Du verheiratet oder liiert?
Weder noch, aber so viel am Tag bin ich ... doch halt ... Pfingstmontag,
erstes fliegbares Wetter seit Wochen dieses Jahr: 252 Minuten.
Spaß beiseite, das war ein rein hüpotetischer Einwand.
vG
--
"Man könnte ihn höchstens fragen, was das für eine blöde Idee war,
am Rand des Haifischbeckens Nasenbluten zu kriegen."
(David Kastrup über einen Anfängerthread in de.rec.musik.machen)
> Nee, im Ernst: einfach zur Übung? Unterschiedliche Anflüge probieren?
>
Ja, schon klar. Aber daraus die Landegebühren als dominierenden Faktor
der Kosten abzuleiten...
--
Thomas Borchert (EDHE)
Das ist Quatsch, ganz klar.
Ich fliege Platzrunden, wenn ich mal einen Monat nicht in der Luft war,
weil danach die ersten zwei Landungen nicht unbedingt magenfreundlich
ausfallen.
Oder um mich mit einem neuen Muster vertraut zu machen
(selbstverständlich *nach* der Einweisung).
Ansonsten geht es auf die Strecke, macht doch viel mehr Spaß.
Oder auch mal mit einem Kameraden vorn rechts - i.d.R. einem FI - in
unseren Übungsraum, um Grenzflugzustände zu trainieren.