>Nimm nur den Vergleich DG300 / LS4.
>Die hätten vor 10 Jahren ungefähr das gleiche gekostet. Und jetzt wird einem
>die DG
>nur so nachgeschmissen...
>
Na ja, das liegt wohl auch am Ruf. Die DG300 ist genauso gut wie die LS4 ;-)
Aber die LS4 geniesst einen sehr guten Ruf, auch durch Wettbewerbe. Wobei die
DG300 eher selten im Wettbewerb geflogen wurden. Mit Wasser geht die DG300 auch
sehr gut.
Allerdings fliege ich mit meiner 19 einer LS4 locker hinterher, bzw ist kein
Unterschied feststellbar gewesen.
Gruss
Rainer
---------------------------------
Wissen ist Macht
Nix
wissen macht nichts
http://corsair.flugmodellbau.de/
Ja, ich hab die 300 bei der LM dieses Jahr geflogen und weder beim Steigen noch
im Gleitflug einen Unterschied zur LS4 feststellen können. Allerdings ohne Wasser
(Clubklasse). Was man auf jeden Fall aber gemerkt hat, ist, dass das Profil der 300
sehr mückenempfindlich ist. Im Vergleich zu den LS4en mit Mückenputzis waren an
mückenreichen Tagen teils extreme Unterschiede in der Gleitleistung erkennbar.
(Werd mir wohl diesen Winter auch Mückenptzis bauen...)
Ein grosser Unterschied dürfte wohl noch der Sitzkomfort sein. In der LS4 sitzt
eigentlich jeder Pilot wie angegossen. Die 300 ist bei Flügen >5h doch recht
unbequem. Vor allem bekommt man mit großen Füßen X-Beine bei diesen engen Seiten-
ruderpedalen...
Aber alles in allem ist die 300 ein spitzenmässiger Flieger, vor allem in Bezug auf
deren aktuellen Gebrauchtmarktpreis.
Gruss,
Martin
Bernd Roosmann wrote:
>
> Du sprichst davon du Willst die Mückenputzer bauen! Gibt es dafür eine
> Anleitung oder baust du die von BWS ab.
Wir haben bei uns im Verein schon mehrere gebaut. Und koennten eigentlich
schon fast in Serie gehen... ;-)
> Ich wäre Dir dankbar wenn du mir eben kurz beschreiben könntest wie Du
> es machen willst.
Ich kann Dir gerne mal Skizzen schicken... Ganz grob das Prinzip:
Die Rumpfwand bekommt ein ganz kleines Loch (ca. 0,5mm) durch das die
Nylonschnur gezogen wird. Auf der Innenseite wird ein Zug nach vorne ins
Cockpit gelegt und auf Rollen mit etwa 5-7 cm Durchmesser gewickelt.
Du brauchst an den Rollen eine Verriegelung und eine Handkurbel.
Ich möchte mich jetzt aber an elektrische Mueckenputzis versuchen.
Probleme macht dabei noch die Endabschaltung. Vermutlich werde ich den
Motor irgendwie ueber die Seilspannung abschalten.
Auf der Fläche läuft ein Hufeisen-foermiger CfK-Rahmen mit eingebundenem
Putzfaden. Dass dieser nach aussen laeuft, bekommt er einen Anstellwinkel
gegenueber der anstroemenden Luft. Dieser wird dadurch erreicht, dass bei
losgekurbeltem Einzugsfaden ein Alubuegel per Feder an den Rumpf gedrueckt
wird und den eigtnlichen Putzer nach aussen drueckt. Wen nach dem Putzen
wieder eingekurbelt ist, dreht man so lange weiter, bis die Feder wieder
zusammengedrueckt ist und der Luftwiederstand somit wieder minimiert ist.
Hier muss man aufpassen, dass er ohne Anstellwinkel dann nicht flattern
kann.
btw: Es gibt auch schon das Prinzip der selbstlaufenden Putzer. Da werden
bisher zwei Seitenfenster in die Haube eingebaut, durch die der Putzer
auf die Fluegelnase gesetzt wird. Der putzer laeuft nach aussen an einen
Anschlag. Der Putzer klappt um, der Anstellwinkel ist entgegengesetzt und
der Putzer laeuft wieder nach innen, bis er dort wieder umklappt. Man muss
ihn dann nur wieder rechtzeitig einfangen. Im Doppelsitzer geht das
scheinbar problemlos. Im Einsitzer lenkt das den Piloten jedoch IMHO zu
stark ab. Hie muesste man ueber eine elektromagnetische Fangvorrichtung
nachdenken, oder ueber einen Fanghaken...
Ich hoffe ich hab Dir einige Denkansaetze geben koennen.
Bei Fragen, melde dich einfach nochmal.
Gruss
Martin
PS: Ich schreibe in de.rec.luftfahrt - dann kannst Du auch davon ausgehen,
dass ich dort lese. Musst also nicht auf die eMail ausweichen.
>Cockpit gelegt und auf Rollen mit etwa 5-7 cm Durchmesser gewickelt.
>Du brauchst an den Rollen eine Verriegelung und eine Handkurbel.
>
Wo bekommt Ihr die Rollen her ????
Weiss ich leider nicht. Kann ich aber am Wochenende mal nachfragen...
Gruss
Martin
Martin Bahlinger wrote:
> Rainer Anthony Reubelt wrote:
> > Wo bekommt Ihr die Rollen her ????
>
> Weiss ich leider nicht. Kann ich aber am Wochenende mal nachfragen...
Ich hab heute mal nachgefragt. Die Rollen wurden selbst gedreht aus mit
Phenylharz(?) getraenktem mehrlagigem Baumwollgewebe. Aus diesen Platten
kann man mit der Laubsaege die Rollen ausschneiden. An der Drehmachine
werden die Rollen dann schoen rund gemacht und bekommen von aussen diese
Nut fur die Seilwicklungen verpasst.
Bei den eigentlichen Putzern, an denen die Putzfaeden befestigt werden,
wird das Aussaegen schon deutlich schwieriger. Denn bei 3mm CfK haelt ein
Saegeblatt der Laubsaege fuer vielleicht 2cm...
Gruss
Martin
> Ich möchte mich jetzt aber an elektrische Mueckenputzis versuchen.
> Probleme macht dabei noch die Endabschaltung. Vermutlich werde ich den
> Motor irgendwie ueber die Seilspannung abschalten.
Nur als Idee: Wie waer's mit einer Abschaltung ueber den Motorstrom?
Wenn der Putzer an einen Anschlag laeuft, steigt die Stromaufnahme des
Motors. Das muesste man doch irgendwie verwerten koennen. Die Details
muesste dann allerdings ein Elektroniker dazu legen.
Gruss
/oli
Hallo Martin, hallo Rainer,
versucht es doch mal mit Rollen aus dem Anglerbedarf (irgendetwas in der
Art haben wir in unserer Vereins ASW19).
Thorsten
----------
Thorste...@t-online.de
Ja, genau daran hab ich auch schon gedacht. Nur ist das imho etwas aufwendig.
Ich wollte jetzt ainfach mal eine Umlenkrolle ueber eine Feder an das Seil
druecken und damit den Seilzug auf einen Microschalter uebertragen, der mir
den Motor stoppt.
> Die Details
> muesste dann allerdings ein Elektroniker dazu legen.
Nicht unbedingt. Der Winter ist ja lang... ;-)))
Gruss
Martin
Was willst Du, denn als "Seilwinde" benutzen?
Hast Du vielleicht noch eine Genauere beschreibung von den Hufeisen-foermiger
CfK-Rahmen mit eingebundenem Putzfaden?
Bis dahin
Bernd
P.S.:Diese Wiederstandsabschaltung gibt es z.B.in Fensterhebern,
Garagentoröffner, Rolladenmotoren, ....
Martin Baulicher schrieb:
Du bekommst die Rollen aus dem Anglerfachgeschaeft.
Das sind einfach Rollen zum fliegenfischen.
Gruss Peter
Rainer Anthony Reubelt schrieb:
so aufwendig kann das nicht sein. Die Bandabschaltung meines ehemaligen
Compur-Anrufbeantworters hat so funktioniert. Schaltplan und
Service-Beschreibung dazu hätte ich noch. Das bestand nur aus zwei
Transistoren und ein paar Widerständen.
--
Heiner Hass
Munich
> so aufwendig kann das nicht sein. Die Bandabschaltung meines ehemaligen
> Compur-Anrufbeantworters hat so funktioniert. Schaltplan und
> Service-Beschreibung dazu hätte ich noch. Das bestand nur aus zwei
> Transistoren und ein paar Widerständen.
Aufwendig ist das auch nicht, ich kann halt nur nicht den fertigen Plan
dazu reichen. Es ist eine uebliche Methode um anfaellige Mechnikteile
(Hebelchen, Taster, etc.) einzusparen. Waere damit 'schuettelfester'.
Gruss
/oli
Wie exakt schalten die denn? Ist sowas verlaesslich? temperaturunabhaengig?
Waere schon eine elegante Loesung.
> Wendeschalter und Sicherung rein,
> nächster Putzdurchlauf.
Ja, genauso hab ich das geplant. Wenn der Putzer aussen ist, braucht der
Motor nicht umgeschaltet werden, da die Spule einfach wieder andersrum
aufwickelt. Die Daempfung macht dabei der Luftwiederstand, da ja der
Einzugsfaden sehr weit nach hinten ausweht und erst sehr langsam die
Spannung auf den Putzer uebertraegt.
> Was willst Du, denn als "Seilwinde" benutzen?
Da hab ich mir bei Conrad passende Getriebmotoren ausgesucht:
Nennspannung: 12 V
Leistungsaufnahme: 0,42 W
Untersetzung: 1:112
Leerlaufdrehzahl: 57 UpM
max. Drehmoment: 30 Ncm
Als Zugkraft hab ich 8 N ausgerechnet, da sollte bei einem Rollendurch-
messer von 2-4 cm die Leistungsreserve ausreichend sein. Je nachdem,
wie der Motor das packt, erhoehe ich dann den Rollendurch messer, um die
maximale Geschwindigkeit rauszuholen.
> Hast Du vielleicht noch eine Genauere beschreibung von den Hufeisen-foermiger
> CfK-Rahmen mit eingebundenem Putzfaden?
Das sah bei uns etwa so aus (musst eine Schriftart mit fester Breite nehmer,
dass man etwas erkennt)
________
__/ /
/\ / ooooooooooooo
/ \/ oooooooooooooooooooooooo
| /\ ooooooooooooooooooooooooooooooo
\_/ \ oooooooooooooooooooooo
\___\_____
Also rechts, das ist das Tragfluegelprofil. Vornedran der CfK-Putzer mit zwei
ueber Kreuz eingebundenen Putzfaeden. Der Putzer beruehrt den Fluegel also
nicht, die Fluegelnase wird vielmehr von den Putzfaeden umschlossen.
Von oben sieht man dann auch den Alu-Buegel, der dem Putzer mit Federkraft
vom Rumpf weg den noetigen Anstellwinkel gibt:
____Einzugseil__|___O O___|__
______\\____/__________| E-Motoren |__
Putzer\\ /Alubuegel
\\/
Tragfluegel Rumpf
________________________ ___
\ /
| |
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| |
Genauere Zeichnungen kann ich dir momentan leider nicht mailen, da es (noch)
keine gibt. Wir haben einfach immer die alten nachgebaut...
Gruesse
Martin
Kannst Du mir den Schaltplan einscannen und als GIF oder JPEG mailen?
Ich werd zwar erst mal nach Sicherungsautomaten suchen, aber wenn ich
nichts passendes finde, dann meld ich mich nochmal.
Gruss
Martin
Kannst du mir noch einen Seitenzahl angeben? Ich hab nichts gefunden, nur
Automaten fuer Schaltstroeme > 1A. Mein Motor liegt ja eher im Bereich von
MilliAmperes...
Martin
Bis dahin
Bernd
Martin Bahlinger schrieb:
Unterschaetze das nicht, halt den Motor an und mess den Strom.
1A ist meiner Meinung nach zu wenig ;-)
Gruss
Rainer
---------------------------------
Wissen ist Macht
Nix
wissen macht nichts
Martin Bahlinger schrieb:
>
>
> Kannst Du mir den Schaltplan einscannen und als GIF oder JPEG mailen?
> Ich werd zwar erst mal nach Sicherungsautomaten suchen, aber wenn ich
> nichts passendes finde, dann meld ich mich nochmal.
>
Hallo Martin,
das mit den Sicherungsautomaten vergiss ganz schnell. Diese Dinger haben
entweder einen zu grossen Ausloesestrom oder eine zu lange Ausloesezeit,
da sie meist nach dem Bimetallprinzip, d.h. auf thermischer Basis,
arbeiten. Bei dem zu erwartenden Stromanstieg muesstest Du die Automaten
so niedrig dimensionieren, dass sie wohl schon beim Einschalten
rausfliegen. Bei z.B. doppeltem Strom halten die u.U. noch minutenlang.
Die zwei machbaren Alternativen wurden im Thread schon genannt:
Entweder den Stromanstieg elektronisch erfassen, dann must Du aber die
Mechanik recht robust auslegen, weil ein signifikanter Anstieg erst bei
fast-Blockade eintritt, und dann schon ordentliche Kraefte walten. Oder
rein mechanisch mit irgendeiner Art von Endschalter.
Ein Kollege von mir hat die Sache eher pragmatisch geloest. Er hat sich
den Motorteil eines elektrischen Schraubendrehers (nicht
Elektroschraubers!) besorgt, eine einfache Gabelkupplung drangebaut, und
damit die beiden Spulen unter manueller Kontrolle aufgezogen.
Gruss Wolfgang
Wolfgang Schmidt schrieb:
> Martin Bahlinger schrieb:
> >
> >
> > Kannst Du mir den Schaltplan einscannen und als GIF oder JPEG mailen?
> > Ich werd zwar erst mal nach Sicherungsautomaten suchen, aber wenn ich
> > nichts passendes finde, dann meld ich mich nochmal.
> >
>
> Hallo Martin,
>
> das mit den Sicherungsautomaten vergiss ganz schnell. Diese Dinger haben
> entweder einen zu grossen Ausloesestrom oder eine zu lange Ausloesezeit,
> da sie meist nach dem Bimetallprinzip, d.h. auf thermischer Basis,
> arbeiten. Bei dem zu erwartenden Stromanstieg muesstest Du die Automaten
> so niedrig dimensionieren, dass sie wohl schon beim Einschalten
> rausfliegen. Bei z.B. doppeltem Strom halten die u.U. noch minutenlang.
Die Aussage ist ein bisschen zu einfach und zu pauschal! Man sollte sich
vorher schon mal die Auslösekarakteristik anschauen. Da ist die Zeit und der
Auslösestrom genau angegeben. Und so eine Sicherung gibt es nicht bei OBI
und auch von den S-Automaten im eignem Sicherungskasten sollte man lieber
die Finger lassen.
Mfg
Bernd
ach so, in Euro... ;-)
> steht auf Seite 999,
im alten Katalog...
> gehen aber erst bei 2,5A
> los. Könnte ein bisschen zu viel für deinen Motor sein. Ich hätte aber
> auch nicht gedacht das die Mückenputzer so leicht laufen.
Naja, 1kg Zuglast auf dem Seil ist doch schon eine ganze Menge. Und wie
ich schon schrieb, ist der Motor wahnsinnig stark (> 1:100) untersetzt,
deshalb so kleine Stroeme.
Uebrigens, die Untersetzung hat noch einen anderen positiven Effekt:
Ich brauche keine Verriegelung, da sich die Rolle bei abgeschaltetem
Motor nicht mehr zurueckdrehen laesst.
Gruss
Martin
angegeben ist er mit 0,57 Watt bei 12 Volt, ergaebe grob ueberschlagen
etwa 50 mA. Dann wird er im normalen Betrieb doch bestimmt kein ganzes Ampere
ueberschreiten?
Gruss
Martin
Wolfgang Schmidt wrote:
> Die zwei machbaren Alternativen wurden im Thread schon genannt:
> Entweder den Stromanstieg elektronisch erfassen, dann must Du aber die
> Mechanik recht robust auslegen, weil ein signifikanter Anstieg erst bei
> fast-Blockade eintritt,
ja, bei ner Untersetzung von 1:100 hat der Motor ganz schoen Zug drauf...
> und dann schon ordentliche Kraefte walten. Oder
> rein mechanisch mit irgendeiner Art von Endschalter.
Ist imho immer noch die beste alternative, da sich sowas sehr praezise
einstellen laesst.
> Ein Kollege von mir hat die Sache eher pragmatisch geloest. Er hat sich
> den Motorteil eines elektrischen Schraubendrehers (nicht
> Elektroschraubers!) besorgt, eine einfache Gabelkupplung drangebaut, und
> damit die beiden Spulen unter manueller Kontrolle aufgezogen.
Pfiffige Loesung! Dann hat er aber immer noch die Spulen im Cockpit.
Und die wollte ich eigentlich irgendwo samt Motoren im Gepaeckfach, unter
der Sitzschale oder im Radkasten unterbringen.
Gruss
Martin
> Unterschaetze das nicht, halt den Motor an und mess den Strom.
>> 1A ist meiner Meinung nach zu wenig ;-)
>
>angegeben ist er mit 0,57 Watt bei 12 Volt, ergaebe grob ueberschlagen
>etwa 50 mA. Dann wird er im normalen Betrieb doch bestimmt kein ganzes Ampere
>ueberschreiten?
Damit es dir nicht deine Elektronik schmilzt, solltest du das ganze bei
Kurzschlußstrom auslegen.
Das heist, wieviel A zieht der Motor bei Blockade. Da kommen mal ganz schnell
10A zusammen ;-)