ich hätte da mal eine Frage da ich den Bericht auf VOX von dem Airbus
A340/600 gesehen habe. Dabei gehts mir weniger um das Flugzeug sondern
viel mehr um die Tatsache warum bei Linienmaschinen der Pilot links
sitzt. Bei Fliegern wie der 747 kann ich es noch "verschmerzen", da die
Piloten dort auch durchaus mit der rechten Hand, bzw. beiden Händen
steuern können. Nur gerade beim Airbus steuert der Pilot ja mit Links.
Hat das einen Grund? In Kampfflugzeugen steuert der Pilot doch auch mit
der rechten Hand und gibt Schub mit der Linken. Also wo liegt da der
Sinn?
Es mag sein das ich da einen Knax vom Modellfliegen habe. Da steuere ich
an meinem Sender mit Rechts und gebe Gas und Seitenruder mit Links. Als
ich mal das Modell eines Freundes mit dessen Sender geflogen bin,
dazugesaht er ist Linkshänder, sah ich mich auf einmal mit einer linken
Steuerung konfrontiert. Nach bischen Üben war das zwar weniger ein
Problem, aber ich stellte Fest das ich mit Rechts doch wesentlich mehr
Feingefühl habe und mir ähnliches auch von vielen anderen
Modellfliegerkollegen bestätigt wurde.
Da ich mal nicht davon ausgehe das die meisten Linienpiloten Linkshänder
sind würde es doch mehr Sinn machen den Pilot nach rechts zu setzen,
damit dieser auch mit der rechten Hand steuern kann.
Kann mir das jemand erklären?
Neben dem Erklärungsansatz durch den Link vom Wolfgang (Platzrunde
historisch bevorzugt links - PF links) gibt es heute einen ganz banalen
Grund: Bei den meisten Jets ist nur auf der linken Seite eine
Bugradsteuerung. Siehe z.B.
<http://www.airliners.net/open.file/538916/M/>, das kleine Rad links
neben dem Steuerhorn. Und nur der PIC (Pilot in Command) darf bei den
meisten Gesellschaften den Flieger am Boden steuern. Der PF (Pilot
flying) kann durchaus auf der rechten Seite sitze, ist aber trotzdem nur
die Nummer Zwei in der ersten Reihe.
Auch bei Boeing kann man mit nur einer Hand fliegen, die andere bedient
die Hebel und Knöpfe, sofern dieses nicht der PnF (Pilot not flying)
macht. Dunkel erinnere ich mich an ein Cockpitvideo, wo in der
Startphase bei Piloten die Hand am oder in der Nähe der Schubhebel
hatten. Insofern macht das Steuerhorn als langer Hebel nur noch bei
drahtgelenkten Steuerflächen Sinn. Sobald nur noch Impulse an die
Elektronik gegeben werden, kann man die Sache auch anders gestalten. Bei
den modernen Airbussen ist es halt ein Joystick, der nicht mehr im
Blickfeld zwischen den Beinen herausragt. Den Platz kann man dann auch
anders nutzen, z.B. für einen kleinen Tisch, auf dem man z.B: in der
Flugvorbereitung ein Laptop und andere Unterlagen plazieren kann
(<http://www.airliners.net/open.file/503873/M/>) Gibt es wohl auch bei
der 777 als Option, soll aber noch keiner geordert haben.
Tschö!
Carsten
>Steuerung konfrontiert. Nach bischen Üben war das zwar weniger ein
>Problem, aber ich stellte Fest das ich mit Rechts doch wesentlich mehr
>Feingefühl habe und mir ähnliches auch von vielen anderen
>Modellfliegerkollegen bestätigt wurde.
>
>Da ich mal nicht davon ausgehe das die meisten Linienpiloten Linkshänder
>sind würde es doch mehr Sinn machen den Pilot nach rechts zu setzen,
>damit dieser auch mit der rechten Hand steuern kann.
Hallo,
mit ein bißchen Übung geht das wohl mit Links so gut, wie mit Rechts.
Beste Grüße
Andreas
Gruss
Thomas
na ja, angenommen du fliegst mit einer c172 oder einer piper arrow.
du sitzt als PIC rechts - und du hast einen ferry flight.
jetzt stehst du am holdingpoint eines unkontrollierten flugplatzes...
macht es da nicht mehr sinn links zu sitzen, weil du die
ankommende/anfliegenden maschinen besser siehst - als von rechts?
bei einer cessna ist es schwer den anflugsektor vor dem t/o zu
kontrollieren, ausser du stellst dich "schräg" hin.
also ich würde sagen, dass vielleicht auch das ein aspekt sein könnte :-)
LG
Das tönt so, wie wenn derjenige auf der rechten Seite kein Pilot wäre. Das
stimmt schon lange nicht mehr. Heutzutags sitzen in einer Linienmaschine
zwei vollwertige Piloten. Da muss zwangsläufig einer links sitzen. Beide
Piloten können ein Flugzeug im Prinzip auch alleine bedienen. Allerdings
will man das im Normalbetrieb eben genau nicht. Die zwei Piloten wechseln
sich gegenseitig im fliegen oder assistieren ab. Bei den Airbussen ab A320
können auch beide am Boden rollen (es gibt zwei Handsteuerräder).
Es hat sich halt so eingebürgert, dass der Commander auf der linken Seite
sitzt und der First Officer rechts. Vielleicht hat das sogar seinen Ursprung
in der Schifffahrt?
Gruss Walter
Hi,
> Mahlzeit,
um 22:50?
> ich hätte da mal eine Frage da ich den Bericht auf VOX von dem Airbus
> A340/600 gesehen habe. Dabei gehts mir weniger um das Flugzeug sondern
> viel mehr um die Tatsache warum bei Linienmaschinen der Pilot links
> sitzt. Bei Fliegern wie der 747 kann ich es noch "verschmerzen", da die
> Piloten dort auch durchaus mit der rechten Hand, bzw. beiden Händen
> steuern können. Nur gerade beim Airbus steuert der Pilot ja mit Links.
> Hat das einen Grund? In Kampfflugzeugen steuert der Pilot doch auch mit
> der rechten Hand und gibt Schub mit der Linken. Also wo liegt da der
> Sinn?
Mir fällt zwar gerade kein konkretes Kampflugzeug ein, das eine
Sidestick-Steuerung hat, erinnere mich aber dunkel an diverse Artikel. Da
mag das wohl auch in Mode kommen (wobei der normale Stick wohl den Vorteil
hat, daß man ihn mit beiden Händen bedienen kann, z.B. wenn die rechte
weggeschossen ist).
Es gab mal einen Artikel im (IIRC) Fliegermagazin, Besprechung eines
Urteils, weil der Pilot in einem Segelflugzeug am falschen Platz saß und
bei einem Unfall irgendeinen Fehler gemacht hatte.
Grundgedanke des Urteils war: Der Pilot sitzt weder generell vorn noch
links, sondern da, wo der Flugzeughersteller den Platz des PIC vorgesehen
hat.
Daß dies meistens links ist, hat meines Erachtens eher historische als
praktische Gründe.
Hans
--
Hans Peter Stroebel
hp...@operamail.com
Yes, I do. But not Yahoo.
Das bestreite ich auch nicht. Ich verstehe nur den Sinn nicht Leute
"umzutrainieren" wenn man sie doch einfach nach rechts setzen kann.
Sorry so sollte das nicht rüber kommen. Ich hab schon in anderen
Berichten gesehen das bei kürzeren Strecken, wo die Mannschaft am
gleichen Tag hin und zurück fliegt sich de Piloten die Strecken teilen.
Wollte damit nicht den rechten Pilot herabsetzen.
> Am Montag, 22. März 2004 22:50 schrieb Dany Thinnes :
>
> Hi,
>
> > Mahlzeit,
>
> um 22:50?
>
Sag ich grundsätzlich ;-)
>
> Mir fällt zwar gerade kein konkretes Kampflugzeug ein, das eine
> Sidestick-Steuerung hat, erinnere mich aber dunkel an diverse Artikel. Da
> mag das wohl auch in Mode kommen (wobei der normale Stick wohl den Vorteil
> hat, daß man ihn mit beiden Händen bedienen kann, z.B. wenn die rechte
> weggeschossen ist).
>
Die F-16 und der Eurofighter haben so einen Stick. Wenn ich mich recht
erinnere gehen auch die ersten Abstürtze der F-16 auf die FBW Steuerung
weil ein Kabelbaum durchscheuern konnte und die Kiste dann die
Angewohnheit hatte im Rückenflug Sehnsucht nach der Erde zu kriegen.
Nagel mich da aber nicht dran fest denn das ist lange her das ich mich
mit der F-16 befasst habe.
in meinen ersten Flugstunden hatte ich den Stick (Katana DV20)
gern in meiner rechten Hand, was mir meine Fluglehrer schnell
abgewöhnten. Der Grund: die rechte Hand wird für andere
Dinge benötigt. Besonders im Landeanflug oder beim Start
müssen Klappen usw. bedient werden, an deren Schalter die linke
Hand nicht reicht. Gerade der wichtige Gashebel
(Durchstarten, Anflugkorrektur...) sitzt rechts vom Pilot
in der Mittelkonsole. Darum eine Hand fürs Steuer, eine
fürs Gas.
So fliege ich auch mit Cessna und Piper, auch wenn es da kein
Stick ist. Die rechte Hand brauche ich trotzdem für andere
Dinge. Im Reiseflug ist es ziemlich egal.
Ich bin noch kein anderen Typ geflogen. Vielleicht liegt irgendwo
der Gashebel woanders, so daß eine andere Aufteilung sinnvoll
erscheint (wie ist es in einer Robin?).
Es ist sicher auch bekannt, daß bei den meisten Helikoptern
der verantwortliche Pilot in der Regel rechts sitzt. Der steuert
in der Regel den Stick mit der rechten Hand, weil er die
linke für den Pitch-hebel braucht. Allerdings wird der Pitch-hebel
für den linken Piloten meines Wissens auch auf dem linken Sitz
links davon angeordnet.
#OT Anfang
Wenn ich Auto fahre, lenke ich fast ausschließlich mit der
linken Hand. Die rechte ist fast ständig am Schalthebel.
Deswegen ist mein feinmotorisches Gefühl für die
Lenkung mit der linken Hand nicht schlechter ausgeprägt.
Bei den Pedalen wird das noch deutlicher. Für die Kupplung
benötigt man sehr viel Gefühl. Trotzdem macht man es mit links.
Versucht man nun (abseits der Straßen) einmal mit dem
rechten Fuß zu kuppeln (etwa Anfahren mit Standgas, was
mit links problemlos klappen sollte), wird man merken, daß dies
nicht so einfach ist. Tritt man ohne Übung mal mit dem
linken Fuß auf die Bremse, wird man merken, daß auch dafür
das Feingefühl fehlt.
#OT Ende
Es ist also alles eine Frage der Übung. Man kann sowohl
vom linken als auch vom rechten Platz aus steuern.
Ob man das Steuer mit der linken Hand oder der rechten
bedient, hängt nicht bloß davon ab, wo sich das Steuer
befindet (etwa der Stick in der Mitte, der ja mit beiden
Händen gleich erreichbar ist), sondern auch davon,
welche Aufgaben die andere HAnd übernehmen soll.
Fliegt man ein Flugzeug vom linken Sitz mit der rechten
Hand, kann man die linke aus dem Fenster baumeln lassen
wie beim Mantafahren. ;-)
Steuert man mit links, kann die rechte Hand diverse
nützliche/notwendige Dinge steuern.
So fängt man auf Kleinflugzeugen an und lernt es.
Fliegt man später einmal auf dem rechten Platz
(als Kopilot oder Fluglehrer), gewöhnt man sich
bestimmte Dinge um.
Ich persönlich steuere meist mit der linken Hand,
obwohl ich Rechtshänder bin.
Das ist sicher noch keine Erklärung, weshalb der Pilot
nun links sitzt.
Nun von der linken Seite aus hat man in einem Standard-
holding oder einer normalen Platzrunde immer den Blick
nach "innen", bei der Platzrunde also zum Platz hin.
Man kann den anderen Verkehr besser beobachten und
sieht auch die Landebahn besser.
Es gibt auch Holdings in die andere Richtung oder
Rechtsplatzrunden. Da ist das nicht so praktisch.
Die treten normalerweise aber nur dort
auf, wo die geografischen Gegebenheiten oder
Verkehrsführungen es notwendig machen.
Das sollte aber eigentlich die Ausnahme
von der Regel sein. (Ich weiß, wie es in .de
tatsächlich aussieht.)
Vielleicht deshalb links?
Die Tatsache, daß die Handsteuerung o.ä. bei einer
Boing links ist, halte ich für keinen primären Grund.
Wenn der PIC auf dem rechten Platz sitzen würde,
hätte Boing das Ding an den rechten Platz eingebaut.
Die haben sich also nur daran orientiert.
Walter Loetscher wrote:
> dass der Commander auf der linken Seite sitzt und der
> First Officer rechts. Vielleicht hat das sogar seinen Ursprung in
> der Schifffahrt?
Also wenn mich nicht alles täuscht, ist es da ja gerade nicht so.
Deshalb ist bei einem Schiff rechts Steuerbord. Bei den
meisten kleinen Booten findet man den Steuerstand auch noch
auf der rechten Seite. Hat wohl damit zu tun, daß man
bei Anlegemanövern auf der rechten Seite die bessere Übersicht
hatte (meine Vermutung). Große Schiffe haben den Steuerstand meist
ohnehin genau in der Mitte. Unübesichtliche "Ecken" werden
heute sogar kameraüberwacht. Bei Schiffen ist es mittleiweile
also auch schnuppe geworden, so daß man heute auch Hobbyskipper
findet, die ihren Steuerstand entgegen der tratitionellen
Anordnung links haben - wie im Auto eben. Ist aber die Ausnahme.
Von der Schiffahrt kommt es also sicher nicht, daß der Pilot
meist links sitzt.
Beim Vergleich mit der Schiffahrt ist mir übrigens auch aufgefallen,
daß die Farbe der Positionsleuchten genau umgekehrt angeordnet
ist:
Beim Flugzeug ist rot links, während es beim Schiff an Steuerbord,
also rechts ist. Grün ist jeweils auf der anderen Seite. Lediglich
die Farben sind gleich - nur eben an den vertauschten Seiten.
(Oder bin ich bisher immer rückwärts geflogen?) ;-)
Tobias
Genau da ist ja der "Denkfehler".
Die Leute müssen ja gerade "umtrainieren", wenn sie rechts sitzen
wollen.
Grundsätzlich lernt man das Fliegen auf kleinen Maschinen mit der
linken Hand. (siehe mein anderes Posting) Will man mit rechts Fliegen
muß man sich also umstellen. Ich möchte aber behaupten, daß
diese Umstellung nicht so schwer ist. Beim Auto können ja auch
die meisten Menschen sowohl mit links als auch mit rechts lenken.
Tobias
>
>Beim Vergleich mit der Schiffahrt ist mir übrigens auch aufgefallen,
>daß die Farbe der Positionsleuchten genau umgekehrt angeordnet
>ist:
>
>Beim Flugzeug ist rot links, während es beim Schiff an Steuerbord,
>also rechts ist. Grün ist jeweils auf der anderen Seite. Lediglich
>die Farben sind gleich - nur eben an den vertauschten Seiten.
>(Oder bin ich bisher immer rückwärts geflogen?) ;-)
Schau Dir noch mal gaaaanz genau ein paar Schiffe an :)
Grüsse, Sven-Hajo
--
Sven-Hajo Sieber___________
email: | s_h_s...@hotmail.com
www.fluglotse.com |
_|_
\__________________/ \________________/
\___/
TobiasMarkfeld schrieb:
> Grundsätzlich lernt man das Fliegen auf kleinen Maschinen mit der
> linken Hand. (siehe mein anderes Posting) Will man mit rechts Fliegen
> muß man sich also umstellen.
Ob das der Grund dafür ist, dass so viele Motorflieger wenig
fliegerisches Gefühl entwickeln und grobschlächtig herumrudern?
Ich, Segelflieger und eindeutiger Rechtshänder, bringe mit links
lange nicht die feinmotorische Qualität wie mit rechts.
Ernst-Peter
> Beim Flugzeug ist rot links, während es beim Schiff an Steuerbord,
> also rechts ist. Grün ist jeweils auf der anderen Seite. Lediglich
> die Farben sind gleich - nur eben an den vertauschten Seiten.
>
Du dreckige Landratte ;-)
Das merkt man sich so:
Wenn Dir ein Rechtshänder eine runter haut, welche Backe trifft der
dann? Und wie färbt sich die Haut? Eben! Also: Backbord, links, rot.
Und entsprechend: Steuerbord, rechts, grün.
Ist bei Schiffen und Flugzeugen natürlich exakt gleich.
Und jetzt weiter zur allgemeinen Relativitätstheorie...
--
Thomas Borchert
> Und jetzt weiter zur allgemeinen Relativitätstheorie...
Vielleicht so: "Wo sitzt beim Flieger der Rotweintrinker?"
;-)
Ist von Rod Machado aus dem King-Videokurs... (US-PPL).
Viele Grüse
Torsten
> [...] Dunkel erinnere ich mich an ein Cockpitvideo, wo in der
> Startphase bei Piloten die Hand am oder in der Nähe der Schubhebel
> hatten.
Da erinnere ich mich lebhaft aus meiner Ausbildung dran: Meine
Fluglehrerin hat mir immer auf die Hand "gehauen", wenn ich während
Startlauf, Takeoff oder Approach die Hand nicht am Hebel hatte. Aussage:
"Man spart wertvolle Zeit, bis man den Hebel wieder in der Hand hat, und
zieht nicht aus Versehen am Falschen..."
Zu den Airliner-Piloten: Die nehmen die Hand nach erreichen von v1
(Entsch.-Geschw.) und der Aussage "Go" definitiv weg von den Hebeln.
Viele Grüsse
Torsten
Also wir haben es bei unserem mcc training so gelernt, dass du während der
t/o runs bis v1 die powerhebel hältst, auch wenn der PNF ein takeoff power
adjustment macht, er macht dann den callout v1 -> hand weg -> beide hände am
steuer, vr, und v2. Vor v1 kannst du den run noch abbrechen, darum hand am
hebel. Danach sollte der takeoff durchgeführt werden (meistens)...
LG
Sven-Hajo Sieber wrote:
> Schau Dir noch mal gaaaanz genau ein paar Schiffe an :)
habe gerade nochmal nachgeschaut und nehme alles
zurück und behaupte das Gegenteil. :-)
Da habe ich mich gewaltig geirrt.
Du hast natürlich recht. Auch beim Schiff ist
grün rechts und rot links.
Steuerbord ist aber trotzdem rechts. ;-)
Tobias
> Ich bin noch kein anderen Typ geflogen. Vielleicht liegt irgendwo
> der Gashebel woanders, so daß eine andere Aufteilung sinnvoll
> erscheint
bei einigen ULs ist das so. Eine C42 hat den Stick in der Mitte und je
zwei Gashebel zwischen den Beinen. Ich steuere also mit rechts oder
links, je nachdem wo ich sitze. (Ich kann aber mit rechts besser
fliegen.)
Eine italienische Flugschule wollte das mal umbauen: Gas in der Mitte
und zwei Sticks. Keine Ahnung, was daraus geworden ist.
Bei unserer Rans S12 gibt's Stick und Gas zweimal: Von beiden Seiten
aus steuert man den Stick (zwischen den Beinen) mit rechts und den
Gashebel mit links (neben dem Sitz).
[Heli]
> Allerdings wird der Pitch-hebel
> für den linken Piloten meines Wissens auch auf dem linken Sitz
> links davon angeordnet.
Genau, so kenn ich das.
> So fängt man auf Kleinflugzeugen an und lernt es.
> Fliegt man später einmal auf dem rechten Platz
> (als Kopilot oder Fluglehrer), gewöhnt man sich
> bestimmte Dinge um.
Ich fand den kleinen Unterschied im Blickwinkel anfangs auch
gewöhnungsbedürftig.
Wolfram
Thomas Borchert wrote:
> Ist bei Schiffen und Flugzeugen natürlich exakt gleich.
habe mich gerade selbst geohrfeigt.
Und ich kann nur sagen, Deine Theorie stimmt. ;-)
War natürlich mein Fehler. Glücklicherweise
habe ich nicht in einer schiffahrts-ng gepostet. :-)
Die Farben am Flugzeug waren ja Gott-sei-Dank richtig
herum. Hat sich der regelmäßige Außencheck also
doch gelohnt. :-)
Tobias
> #OT Anfang
>
> Wenn ich Auto fahre, lenke ich fast ausschließlich mit der
> linken Hand. Die rechte ist fast ständig am Schalthebel.
> Deswegen ist mein feinmotorisches Gefühl für die
> Lenkung mit der linken Hand nicht schlechter ausgeprägt.
Wehe Du sitzt dann mal in einem rechtsgesteuerten Wagen, und mußt mit links
schalten ;-) Ist dann schon eine Umstellung (am nervigsten finde ich aber
immer noch daß dann auch Blinker und Scheibenwischer vertauscht sind). Die
Pedale sind hingegen bei allen PkW gleich verteilt.
Grüße,
Frank
> Der weniger massochistisch veranlagte
> merkt sich ganz einfach, daß die Farben
> den Vorflugregeln entsprechen.
Neee, da muss man mitdenken. Das lehne ich ab. ;-)
Viele Grüsse
Torsten
Oliver, EDDH
Der "Verantwortliche Flugzeugführer" sitzt nach deutschem Recht da, wo
der LFZ-Halter dies bestimmt! Das kann auch rechts sein (z.B. bei
PPL-Schulung der Lehrer...)
Oliver, EDDH
Hans Peter Stroebel schrieb:
in de.rec.luftfahrt TobiasMarkfeld <tobia...@gmx.net> wrote:
> Es ist sicher auch bekannt, daß bei den meisten Helikoptern
> der verantwortliche Pilot in der Regel rechts sitzt. Der steuert
> in der Regel den Stick mit der rechten Hand, weil er die
> linke für den Pitch-hebel braucht. Allerdings wird der Pitch-hebel
> für den linken Piloten meines Wissens auch auf dem linken Sitz
> links davon angeordnet.
Vermutlich, weil das beim Heli kniffliger ist (a: Beide Hände
halten eine Art Stick - die Verwechslungsgefahr im "Panikfall"
wäre größer. b: Die Steuerung ist insgesamt komplizierter und
erfordert mehr Koordination zwischen beiden Steuerungen.)
> #OT Anfang
> Wenn ich Auto fahre, lenke ich fast ausschließlich mit der
> linken Hand. Die rechte ist fast ständig am Schalthebel.
> Deswegen ist mein feinmotorisches Gefühl für die
> Lenkung mit der linken Hand nicht schlechter ausgeprägt.
Jo - ich musste mich mal umgewöhnen, das war am Anfang
schon komisch.
> Bei den Pedalen wird das noch deutlicher. Für die Kupplung
...
> nicht so einfach ist. Tritt man ohne Übung mal mit dem
> linken Fuß auf die Bremse, wird man merken, daß auch dafür
> das Feingefühl fehlt.
Oh ja. Noch besser: Wenn man mit der Kupplung mal versehentlich
die Bremse mit erwischt - da nagelt man die Karre fest und
weiß überhaupt nicht, was los ist.
> Es ist also alles eine Frage der Übung. Man kann sowohl
> vom linken als auch vom rechten Platz aus steuern.
Man muss sogar, weil man unter Umständen mal links und mal
rechts sitzt. Jedenfalls in Linienmaschinen.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Meine Erfahrung zeigt: hast du Scanner, brauchst du RAM.
Hast Du kein RAM...guckst Du nur! (kai_...@kender.wupper.de)
Hi...
...nicht wirklich!
In "Linienmaschinen" fliegt man erst einige Jahre nur von rechts, dann
wird man im Rahmen der Kapitäns-Schulung auf den linken Sitz umgeschult.
Also sicher nicht mal so, mal so!
Oliver, EDDH
"Dr. O. Brock" schrieb:
> > Man muss sogar, weil man unter Umständen mal links und mal
> > rechts sitzt. Jedenfalls in Linienmaschinen.
>
> ...nicht wirklich!
> In "Linienmaschinen" fliegt man erst einige Jahre nur von rechts, dann
> wird man im Rahmen der Kapitäns-Schulung auf den linken Sitz umgeschult.
> Also sicher nicht mal so, mal so!
Doch, das gibt's schon. Nämlich gerade im Rahmen der Kapitäns-Schulung.
Da sitzt dann nämlich rechts ein sog. "Line Training Captain" der eben
auch von rechts fliegt, im sonstigen Linienbetrieb aber wieder links.
Gruß, Carsten.
> Ob das der Grund dafür ist, dass so viele Motorflieger wenig
> fliegerisches Gefühl entwickeln und grobschlächtig herumrudern?
> Ich, Segelflieger und eindeutiger Rechtshänder, bringe mit links
> lange nicht die feinmotorische Qualität wie mit rechts.
> Ernst-Peter
Das ist ja mit ein Grund warum ich das nicht verstehe. Okay zugegeben
alles was ich bisher selbst durch die Luft gesteuert habe sind meine
Modelle, doch Flugschein werd ich definitiv auch noch machen. Allerdings
bin ich schon bei Segelflugzeugen und auch bei verschiedenen
Ultraleichtfliegern mitgeflogen. Da hatte jeder den Stick in der rechten
Hand und bei den ULs war der Gashebel auch links. Bis auf bei dieser
Komischversion, wo unter einen Drachen einfach ne Gondel geschraubt
worde. Da gab der Gas wie im Auto, aber das Ding find ich eh komisch.
Genau da kommt bei mir ja das nichtverstehen. Kampfjetzs steuern rechts
und geben links gas. Segler fliegen auch meist mit rechts, sofern sie
denn rechtshänder sind. Auch die meisten ULs haben rechts das Steuer und
Links das Gas, zumindest die die ich kenne. Auch ein bekannter
Kunstflieger steuert mit rechts oder beiden Händen und gibt mit links
Gas.
Was mir derzeit am Meisten einleuchtet ist das mit der Platzrunde. Das
macht schon Sinn, wenn die immer links rum geflogen werden. Ich kenn das
ja vom Autofahren. Linkskurven sieht man besser ein als Rechtskurven.
Nur warum fliegt man die Links?
> Wehe Du sitzt dann mal in einem rechtsgesteuerten Wagen, und mußt mit links
> schalten ;-) Ist dann schon eine Umstellung (am nervigsten finde ich aber
> immer noch daß dann auch Blinker und Scheibenwischer vertauscht sind). Die
> Pedale sind hingegen bei allen PkW gleich verteilt.
Zum Auto kann ich nur sagen, als ich noch auf Schaltung stand hab ich
auch immer gejammert das der Knüppel rechts ist. Seit ich auf Automatik
umgestiegen bin benutze ich die linke Hand nur dann wenn ich was an der
Mittelkonsole mache. Ansonsten ist die rechte immer am Lenker.
> Dany Thinnes schrieb:
>
> > Nur warum fliegt man die [Standardplatzrunde] Links?
>
> Warum läuft man im Stadion links rum?
Die Frage würde ich nicht stellen. Da spielt es keine Rolle ob du dein
Leben lang die rechte Hand trainiert hast oder die Linke.
> Als mögliche Erklärung hab ich mal gehört, dass das wegen der Asymetrie
> im Körperbau (Herz links) so sein soll, keine Ahnung ob das stimmt. Und
> frag jetzt bitte nicht, warum es beim Pferderennen anders rum geht... ;-)
Ich hatte jetzt auf ne Erklärung gehofft das man die Platzrunden, oder
gerne auch die Standartplatzrunden, falls der Zusatz von Nöten ist,
Links fliegt weil der PIC dann auf dem linken Platz mehr sieht.
>na ja, angenommen du fliegst mit einer c172 oder einer piper arrow.
>du sitzt als PIC rechts - und du hast einen ferry flight.
>jetzt stehst du am holdingpoint eines unkontrollierten flugplatzes...
>
>macht es da nicht mehr sinn links zu sitzen, weil du die
>ankommende/anfliegenden maschinen besser siehst - als von rechts?
>bei einer cessna ist es schwer den anflugsektor vor dem t/o zu
>kontrollieren, ausser du stellst dich "schräg" hin.
Hallo,
das wußte ich auch noch nicht, daß man da auf beiden Seiten zur
gleichen Richtung aus dem Flieger schaut.
Das mußt Du mir aber einmal erklären!
btw: Dur rollst auf der Nordseite der Bahn 09/27 einmal zum
Holdingpoint 09 und ein andermal zur 27. An welchem ende möchtest du
denn jetzt lieber links oder lieber rechts sitzen?
Beste Grüße
Andreas
>Wenn ich Auto fahre, lenke ich fast ausschließlich mit der
>linken Hand. Die rechte ist fast ständig am Schalthebel.
Das hast Du in der Fahrschule aber nicht so gelernt, aber ist
wahrscheinlich cool, oder?
Beste Grüße
Andreas
>On Tue, 23 Mar 2004 12:19:05 +0100, TobiasMarkfeld wrote:
>schalten ;-) Ist dann schon eine Umstellung (am nervigsten finde ich aber
>immer noch daß dann auch Blinker und Scheibenwischer vertauscht sind). Die
Das gab es auch schon öfters bei linksgesteuerten Autos!
Beste Grüße
Andreas
Jup sorry, bin an meinen heimatflughafen gewöhnt, da rollst du rund um die
bahn zum anderen ende d.h. man sieht den anflugsektor immer von links :)
Aber egal ob links oder rechts, es ist behördlich und vom halter so
festgelegt und man gewöhnt sich ja gott sei dank schnell daran!
Thx & LG
Doch, auch das gibt es. Auf der Langstecke fliegt man sehr oft zu dritt. Der
Enlarger kann ein Kapitän oder ein Copilot sein und fliegt auf beiden
Seiten. Allerdings nur im Cruise.
Für Start und Landung sitzt jeder auf seinem angestammten Sitz. Checkpiloten
fliegen auch rechts, sie üben das aber zuvor im Simulator.
Gruss Walter
Andreas Pesch wrote:
> Das hast Du in der Fahrschule aber nicht so gelernt, aber ist
> wahrscheinlich cool, oder?
Es ist vor allem funktionsgerecht und zeitökonomisch
beim schalten. Man braucht nicht zwei Hände am Lenkrad,
um sicher zu fahren, wenn man auch mit einer sicher ist
und die andere Hand andere wichtige Funktionen übernehmen
kann - wie beim Fliegen halt. In gewissen Situationen
empfiehlt es sich dennoch, zwei Hände ans Steuer zu nehmen.
Während der Fahrschule darf man das natürlich nicht.
Später wurde mir das von einem mitfahrenden Fahrlehrer
aber nicht bemängelt. Er meinte vielmehr, es würde
zeigen, daß der Fahrer das Fahrzeug sicher steuert
und sich nicht überängstlich am Lenkrad festhält.
Während der Fahrschule fährt man auch möglichst weit am
rechten Fahrbahnrand um alle Schlaglöcher mitzunehmen.
Beim ersten eigenen Auto wird man spätestens
über einen anderen Fahrstil nachdenken.
Und wenn ich ein Flugzeug nur mit der linken Hand
im Anflug auf die Piste bekomme, sollte ich
auch mit einer Hand ein Auto einparken können,
zumal man so besser nach hinten schauen kann.
Wenn wir ehrlich sind, ist nicht wirklich alles
für die Praxis erstrebenswert, was man in der Theorie einmal
lernt.
Ich denke da nur an das Sprechfunkzeugnis.
Wer wiederholt wirklich den Wind? Soll man sogar nicht tun.
Und trotzdem muß man es in der Theorieprüfung.
Tobias
Gernot Zander wrote:
>> der verantwortliche Pilot in der Regel rechts sitzt. Der steuert
>> in der Regel den Stick mit der rechten Hand, weil er die
>> linke für den Pitch-hebel braucht. Allerdings wird der Pitch-hebel
>> für den linken Piloten meines Wissens auch auf dem linken Sitz
>> links davon angeordnet.
>
> Vermutlich, weil das beim Heli kniffliger ist (a: Beide Hände
> halten eine Art Stick - die Verwechslungsgefahr im "Panikfall"
> wäre größer. b: Die Steuerung ist insgesamt komplizierter und
> erfordert mehr Koordination zwischen beiden Steuerungen.)
Das ist aber nicht der Grund dafür, daß der PIC rechts sitzt,
denn die Hebel sind auf beiden Sitzen gleich angeordnet.
Auch auf dem linken findet sich links ein Pitch-Hebel.
Also keine Umgewöhnung.
Tobias
Alle Segelflieger fliegen mit rechts, da der Klappenhebel
links an der Bordwand ist.
Alle Motorflugzeuge (die von Segelfliegern entworfen
wurden) sind auch mit rechts sinnvoller zu steuern.
(Beispiel UL: FK9, 2 Gashebel, einer mittig, einer links,
nur die doofen Klappen in der Mitte... Beispiel MOSE: Dimona
+ G109, Echo: Katana )
Ruru
Da macht das dann auch Sinn. Keine Frage.
> Alle Motorflugzeuge (die von Segelfliegern entworfen
> wurden) sind auch mit rechts sinnvoller zu steuern.
Ohne den Zusatz "die von Segelfliegern entworfen wurden",
den ich nicht überprüfen kann/möchte, hätte ich meine
Zweifel, Dir da uneingeschränkt zuzustimmen.
Bei den Motorfliegern sind doch Typen
der Marken Cessna und Piper mit am weitesten
verbreitet. Und genau bei denen macht es eben Sinn
mit links zu fliegen.
Aber ich kann nur auf mein anderes Posting verweisen:
Man fliegt je nachdem mit der Hand, mit der es
am sinnvollsten ist. Das hängt auch davon ab, welche
Aufgaben die jeweils andere Hand zu übernehmen hat.
Die bedient in der Regel die Klappen, Gashebel,
Verstellschraube, Treibstoffgemisch, Navigation,
Vergaservorwärmung usw..
In einem Flugzeug, in dem der PIC links sitzt,
sind die meisten Schalter und Hebel tendenziell
rechts von ihm, weil dort mehr Platz ist. Wenn also
die rechte Hand diese Schalter und Hebel bedienen
soll, bleibt nur die linke zum Steuern.
Abgesehen davon sind es hier zwei Sachen, über die
gesprochen wird:
1. steuert man mit der linken oder mit der rechten Hand?
(siehe oben)
2. warum sitzt der PIC i.d.R. links?
Tobias
Gott erhalte mir die Vorurteile.......
Wenn man erst mal ein wenig Übung beim Fliegen entwickelt hat und nicht mehr
jeden Handgriff verkrampft ausübt ist es irgendwann einfach egal, mit
welcher Hand man was bedient. Ich hab am Anfang meiner fliegerischen
Karriere an einem Steuerhorn rumgedreht, und zwar mit links. Danach machte
ich eine Schulung auf dem C-Falken, weils Motorsegeln so schön billig ist.
Dort steuert man in der Regel mittels Steuerknüppel mit Rechts, außer man
spielt am Gashebel rum, dann kann auch die Linke an den Knüppel.
Irgendwelche Unterschiede außer der anfänglichen Umgewöhnung konnte ich
nicht feststellen. Als Copilot auf größerem Gerät fliegt der PF
(Pilot-Flying) mal von Rechts, mal von Links, je nachdem ob Co oder Captain.
Ist halt Übungssache.
Gruß,
Heiko
>>Alle Motorflugzeuge (die von Segelfliegern entworfen
>>wurden) sind auch mit rechts sinnvoller zu steuern.
>
>
> Ohne den Zusatz "die von Segelfliegern entworfen wurden",
> den ich nicht überprüfen kann/möchte, hätte ich meine
> Zweifel, Dir da uneingeschränkt zuzustimmen.
Ich gebe Dir recht, die Klammern waren unnötig bis verwirrend.
Motorflugzeuge fliegt man mit links, Segler mit rechts.
Konstrukteure, die vom Segelflug kommen bauen die Cockpits
der Quirlkisten so, dass sie AUCH sinnvoll mit rechts gesteuert
werden können (katana, dimona, G109, FK9...usw.).
Gruss
Ruru
> > Das hast Du in der Fahrschule aber nicht so gelernt, aber ist
> > wahrscheinlich cool, oder?
>
> Es ist vor allem funktionsgerecht und zeitökonomisch
> beim schalten. Man braucht nicht zwei Hände am Lenkrad,
> um sicher zu fahren, wenn man auch mit einer sicher ist
> und die andere Hand andere wichtige Funktionen übernehmen
> kann - wie beim Fliegen halt. In gewissen Situationen
> empfiehlt es sich dennoch, zwei Hände ans Steuer zu nehmen.
Siehe unten.
> aber nicht bemängelt. Er meinte vielmehr, es würde
> zeigen, daß der Fahrer das Fahrzeug sicher steuert
> und sich nicht überängstlich am Lenkrad festhält.
Das bitte beim Überholen von Lkw bei Seitenwind im dreistelligen
Bereich...
Gruß, ULF
Heiko Bauer schrieb:
>>Ob das der Grund dafür ist, dass so viele Motorflieger wenig
>>fliegerisches Gefühl entwickeln und grobschlächtig herumrudern?
>>Ich, Segelflieger und eindeutiger Rechtshänder, bringe mit links
>>lange nicht die feinmotorische Qualität wie mit rechts.
>
>
> Gott erhalte mir die Vorurteile.......
> Wenn man erst mal ein wenig Übung beim Fliegen entwickelt hat und nicht mehr
> jeden Handgriff verkrampft ausübt ist es irgendwann einfach egal, mit
> welcher Hand man was bedient.
Glückwunsch, wenn es bei dir so ist.
Bei mir nicht, und das wird sich nach 30 Jahren Fliegerei nicht
mehr ändern. Natürlich kann ich mit links annehmbar steuern. Aber
die Feinfühligkeit in der Thermik ist längst nicht die gleiche.
Ich habe 20 Jahre in einer Kunsthandwerksfirma gearbeitet. Bei der
Einstellung von Lehrlingen wurde umfangreich getestet, dass keine
Linkshänder dabei waren. Die hätten es sauschwer gehabt. Noch
ärmer waren umdressierte Linkshänder dran, also natürliche
Linkshänder, die man in Schule und Elternhaus auf "Rechtsbetrieb"
umgezwungen hat. Macht man heute zum Glück nicht mehr.
Wer mehr über diese Thematik wissen möchte, sollte sich zuerst
über die Eigenheiten der rechten und linken Hirnhälfte schlau
machen.
Ernst-Peter
Hallo Oliver,
> Der "Verantwortliche Flugzeugführer" sitzt nach deutschem Recht da, wo
> der LFZ-Halter dies bestimmt! Das kann auch rechts sein (z.B. bei
> PPL-Schulung der Lehrer...)
Da war das Landgericht in dem genannten Artikel (mal sehen, vielleicht habe
ich ihn noch irgendwo) anderer Auffassung. In dem Fall ging es IIRC darum,
daß der LFZ eben nicht uneingeschränkt bestimmen kann, wer wo sitzt (es kam
zum Unfall in einem Segelflugzeug, wo ein Gast vorn auf dem Pilotensitz
Platz genommen hatte).
Wenn man`s genau wissen will, müßte man allerdings das Urteil selbst lesen,
liegt mir nicht vor.
Hans
--
Hans Peter Stroebel
hp...@operamail.com
Yes, I do. But not Yahoo.
Muss hier Heiko zustimmen, schöne Vorurteile. Ich hab auch erst im Segelflug
angefangen, bin dann bei meiner Ausbildung primär von links geflogen und sitz
nun wieder rechts. Das jeweilige Umgewöhnen dauert ein paar Minuten und ist
nicht weiter wild, hin und wieder darf ich auch mal im SIM nem
Supervisionkapitän bei seinem Rechtssitzerteil helfen und flieg dann von
links, rein vom fliegerischen ist das kein Problem.
Noch ein gutes Beispiel, ein Kollege in meiner Firma dürfte in
Segelfliegerkreisen recht bekannt sein (Holger Karow), im Berufsleben fliegt
er von links und ansonsten sitzt er wohl mittig in seinen Nimbus und fliegt
wahrscheinlich mehr mit Rechts.
Grüsse, Sven-Hajo
--
Sven-Hajo Sieber___________
email: | s_h_s...@hotmail.com
www.fluglotse.com |
_|_
\__________________/ \________________/
\___/
Geht das nicht aus dem Betriebshandbuch
hervor und damit vom Hersteller bestimmt?
Vielleicht Verwechslung mit, daß der
verantwortliche Luftfahrer vom Halter
bestimmt wird.
... bei welcher Pruefbehoerde musstest Du in der BZF Theorie den Wind
wiederholen? Das hoere ich zum allererstenmal...
Safe Landings!
Eric.
Ich vermute auch, daß die Prüfer gezielt
überprüfen wollen wieviel Fakten Du am
Stück behalten kannst. Vielleicht gibts es
da auch Vorgaben.
>
> Bei der RegTP in Erfurt mußte ich das jedenfalls,
> alles wiederholen, kein Wilco, Rogger usw.
> Das wurde auch im Kurs für die Prüfung so
> gelehrt, Begründung der Prüfer will ja wissen,ob
> Du auch alles verstehst und sprechen kannst.
> War für mich auch plausibel.
>
Also wie gesagt, ich hoer das zum ersten mal. Und: wenn der Wind so
immens wichtig ist, dass der Pruefer pruefen muss, ob Du gerade das
verstanden hast, dann muesstest Du ihn in der Praxis auch wiederholen,
denn Du koenntest Dich ja verhoert haben.
> Ich vermute auch, daß die Prüfer gezielt
> überprüfen wollen wieviel Fakten Du am
> Stück behalten kannst.
Dann soll er Dir eine knackige S-VFR Freigabe geben, da hast Du genug zu
merken.
Safe Landings!
Eric.
Meine ich ja. Damit keine Umgewöhnung nötig -> Hebel gleich.
Das lässt die Frage, warum der PIC rechts, freilich offen.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Dieser Artikel besteht ausschließlich aus recyclebaren Zeichen.
Öffnen Sie nach dem Bildlöschen die kleine Klappe unten am Monitor,
entnehmen Sie die gebrauchten Buchstaben und führen Sie diese einer
ordnungsgemäßen Entsorgung zu.
Grüsse
Andreas
Aber dem Getriebe (Schaltklauen) tut das staendige Handaufliegen garnicht
gut...
Chris
EDNC
Mal wieder ein Beispiel für die idiotische Funksprechausbildung hierzulande.
Die ist in der durchgeführten Form überflüssig wie ein Kropf. Anderswo wird
sowas weitaus praxisgerechter, weil parallel zur Flugausbildung durchgeführt
und erspart einem dort unsicher vor sich hinstammelnde und minutenlang den
Funk mit unnötigem Zeugs verstopfende "Inhaber einer Berechtigung zur
Durchführung des beweglichen Flugfunks in deutscher Sprache".
Das war jetzt polemisch......
Gruß,
Heiko
Christian Schuett wrote:
>> Es ist vor allem funktionsgerecht und zeitökonomisch
>> beim schalten.
>
> Aber dem Getriebe (Schaltklauen) tut das staendige Handaufliegen
> garnicht gut...
Weiß nicht, was für ein empfindliches Getriebe Du hast.
Ich schrubbe viele Kilometer und mein Getriebe hat sich noch
nicht beschwert.
Aber abgesehen davon liegt meine Hand ja nicht unbedingt
dauernd auf dem Schaltknüppel. Das ist auch eher unbequem.
Trotzdem ist die Hand eben nicht immer am Lenker und mehr in der
Nähe des Schaltknüppels (z.B. am Knie meiner Beifahrerin ;-)).
Rückwärts einparken geht IMHO allein mit der linken
Hand wesentlich besser, als wenn man beide Hände
am Lenker läßt, weil man sich besser nach hinten orientieren kann.
Ist ja aber jedem selbst überlassen.
Ich wollte ja auch nur sagen, daß man mit der linken
Hand ein Auto sicher steuern kann. Und der Schluß auf
das Steuern beim Fliegen liegt da nahe.
Das soll?s aber von mir hierzu gewesen sein, weil?s doch OT wird.
Tobias
> Ob das der Grund dafür ist, dass so viele Motorflieger wenig
> fliegerisches Gefühl entwickeln und grobschlächtig herumrudern?
> Ich, Segelflieger und eindeutiger Rechtshänder, bringe mit links
> lange nicht die feinmotorische Qualität wie mit rechts.
Hi,
das Ruder bedient man doch mit den Füssen, oder :-)
Ne mal im Ernst, ich habe von beiden Seiten Fliegen gelernt, es ist
einfach Gewöhnung. Fluglehrer wechseln ja sogar täglich die Seiten.
Versuch doch einfach mal konsequent die andere Hand zu benutzen, nach
einer kurzen Zeit merkt man keinen Unterschied mehr.
Grüße
Steffen
--
Antworten / reply : Steffen_Braasch(at)gmx.de
> Neben dem Erklärungsansatz durch den Link vom Wolfgang (Platzrunde
> historisch bevorzugt links - PF links) gibt es heute einen ganz banalen
> Grund: Bei den meisten Jets ist nur auf der linken Seite eine
> Bugradsteuerung. Siehe z.B.
> <http://www.airliners.net/open.file/538916/M/>, das kleine Rad links
> neben dem Steuerhorn. Und nur der PIC (Pilot in Command) darf bei den
> meisten Gesellschaften den Flieger am Boden steuern. Der PF (Pilot
> flying) kann durchaus auf der rechten Seite sitze, ist aber trotzdem nur
> die Nummer Zwei in der ersten Reihe.
Hi Carsten,
es ist eher umgekehrt. Die Bugradsteuerung ist deshalb links, weil bei
den meißten Fluggesllschaften am Boden der Kapitän steuern soll. Ein
Bugradsteuerhorn für den Copilot wäre da nur ein Goodie.
Bei LH haben im übrigen alle Airbus rechts ein Bugradsteuer.
Ehrlich gesagt sehe ich das nun überhaupt nicht so.
Und das einem keine Funksprechausbildung Leute,
die nicht funksprechen können ersparen könnte ist
ja wohl nun ziemlicher Unsinn.
Du glaubst doch wohl selber nicht, daß Leute die
funken nicht geübt haben, daß davon besser können,
daß sie das parallel zur Flugzeugbedienung tun, die
sie auch noch nicht drauf haben während sie
nebenbei noch mit den Anflugkarten hantieren.
Und wenn Du Dir das mehr an Flugstunden leisten
kannst um in the Air funken zu lernen bittesehr.
Warum nicht auch noch die Theoriestunden
fliegend absolvieren, wers kann.
> Aber egal ob links oder rechts, es ist behördlich und vom halter so
> festgelegt und man gewöhnt sich ja gott sei dank schnell daran!
Dagegen sag ich ja nichts. Das kann ja von mir aus so geregelt sein und
das brauchen die auch wegen mir nicht zu ändern. Allerdings muss
irgendwann mal in früher Fliegerzeit die Frage aufgekommen sein, wo
setzen wir den Chef hin. Links oder rechts? Da muss dann irgendjemand
das auf Links festgelegt haben, so denke ich mal. Aber warum? Ich gehe
jetzt nur mal von mir aus, als ich meinen Sender für meine Modelle
bekommen habe. Da stellte sich auch die Frage, lenk ich mit dem linken
Stick und geb Gas mit dem rechten oder umgekehrt. Ich bin rechtshänder
als war klar ich flieg rechts. Davon ausgehend das irgendwann mal ohne
Richtlinien ein Flugzeug gebaut wurde welches zwei Sitze im Cockpit
hatte, hätte ich mich nach rechts gesetzt. Rechtshänder eben. Das wird
mir auch von vielen Freunden in der Modellfliegerszene bestätigt, wärend
die Linkshänder sich automatisch nach Links setzen würden. Wenn es also
keinen Vorteil bringt die rechte Hand zum Gasgeben zu benutzen warum hat
man dann das so eingeführt? Doch wohl nicht weil umlernen so einfach
ist, oder?
> Aber abgesehen davon liegt meine Hand ja nicht unbedingt
> dauernd auf dem Schaltknüppel. Das ist auch eher unbequem.
> Trotzdem ist die Hand eben nicht immer am Lenker und mehr in der
> Nähe des Schaltknüppels (z.B. am Knie meiner Beifahrerin ;-)).
Hey als ich das bei meiner Fahrlererin versucht hab gabs Prügel ;-).
> Rückwärts einparken geht IMHO allein mit der linken
> Hand wesentlich besser, als wenn man beide Hände
> am Lenker läßt, weil man sich besser nach hinten orientieren kann.
Ich will da auch mal kurz nochmal mit abschweifen. Das was du da gerade
geschrieben hast passt jetzt gerade so garnicht zu mir. Wenn ich beim
Rückwärts einparken meine rechte Hand nicht am Lenker hab gibts Beulen.
Naja nicht ganz so schlimm, aber mit rechts park ich problemlos ein,
während mir das mit links nie so gelingen will.
> Ne mal im Ernst, ich habe von beiden Seiten Fliegen gelernt, es ist
> einfach Gewöhnung. Fluglehrer wechseln ja sogar täglich die Seiten.
>
> Versuch doch einfach mal konsequent die andere Hand zu benutzen, nach
> einer kurzen Zeit merkt man keinen Unterschied mehr.
Wie ich ja schon geschrieben habe, dass Umgewöhnen ist nicht wirklich
wild. Aber warum das in Kauf nehmen und die Leute nicht einfach nach
rechts parken?
Ich finde es ziemlich bescheuert. In den USA ist es schon seit langem
abgeschafft, und das System ist immer noch nicht zusammengebrochen...
>Bei den Motorfliegern sind doch Typen
>der Marken Cessna und Piper mit am weitesten
Piper ist nicht gleich Piper!
Beste Grüße
Andreas
Auf diese Antwort habe ich gewartet.
Ein paar Anmerkungen:
Als ich mit meiner fliegerischen Karriere begann, wußte ich nur, daß
Flugzeuge Flügel haben und es irgendwie g**** sein muß, damit im Himmel
rumzutoben.....
Begonnen hat die Ausbildung mit dem "Funksprechzeugnis". Eine Woche lernte
ich §§§, Vorschriften und Funkverkehr, dessen Sinn ich mangels Bezug zur
Praxis überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Man brachte es also hinter
sich, indem man mehr oder weniger den Krempel so nachplapperte, daß man eine
Prüfung bestand.
Als anschließend meine fliegerische Ausbildung begann, versuchte ich auf dem
kleinen PPR-Flugfeld eine Abstellfläche für die allgemeine Luftfahrt
wiederzufinden und fragte ständig nach Freigaben aller Art. Nichts von dem,
was ich da im "Funksprech" gelernt hatte, schien irgendwas mit der
fliegerischen Realität da draußen zu tun zu haben, also gewöhnte man sich
irgendso eine Psudo-Funksprache an.
Als man dann noch erlebte, daß ein korrekt flugfunkmäßig abgearbeiteter
Anflug auf einen Verkehrsflughafen eine adrenalinfördernde Angelegenheit
ist, die sogar altgediente Fluglehrer aus dem Tritt brachte, war der Horror
vor dem Flugfunk erst mal im Hirn eingebrannt.
Erst als ich später in der IFR/CPL ausbildung mit professionellem Verkehr in
Berührung kam, wurde mir der Sinn und Zweck von Lufträumen, Verfahren und
Sprechgruppen begreiflich und man bekam das Gespür für die wirklich
wichtigen Sprechgruppen, Verfahren.
Und die unterschieden sich erheblich von dem theoretischen Mist, den man
Jahre vorher in irgendeiner der damaligen Oberpostdirektionen vorführen
mußte.
Gerade beim Funken ist Learning by Doing das bessere Konzept. Die nötige
Theorie könnte auf einen Bruchteil des derzeitigen Mülls reduziert werden
und in die normale Ausbildung integriert. Und ohne "Funksprechzeugnis" wird
man zumindest beim PPL nicht in die Luft entlassen. Also kann man es auch
gleich in die Ausbildung integrieren.
Außerdem: Man kapiert viel besser, wenn man vor den Antworten die dazu
passenden Fragen selbständig artikulieren kann.
Gruß,
Heiko
Und gerade die Prüfung wird ja von echten Kontrollern
gemacht und die wissen das ja am besten.
Weil wir gerade dabei sind was mich an den
Rollanweisungen immer extrem stört ist
"Rollen sie via A B C 23 D E" was weiß ich was.
Da weiß man nie ob man dann nach rechts oder links
einbiegen muß, wird nicht gesagt weder auf deutsch
noch englisch, das muß man sich dann selber
zusammenbasteln aus der Bodenkarte, sonst käme
man ohne aus, halte ich für einen Designfehler.
Ich war nun noch nicht in den USA, habe aber
letztens einen Bericht gelesen, über die Ausbildung,
wie eben der Fluglehrer im Flugzeug dem Schüler
nebenbei das Funken beibringt. Erst soll er zuhören,
dann fragt er ihn was er sagen würde, während er
selber noch funkt, dann darf er das mal selber etc.
Das Hobbs-Meter läuft selbstverständlich, wo soll
da der Vorteil sein.
Das Problem wird hauptsächlich sein, daß sich viele
Leute schwer tun mit der Funkerei und das ganze
System der Flugsicherung zu durchblicken, die
Klagen dann halt das sie das lernen müssen.
Und reden sich damit raus, das wäre praxisfern und
im beim Fliegen könnte man das besser lernen, was
einfach Unsinn ist. Das lernt man kein Stück besser
wenn man im Flugzeug sitzt auch da sieht man nicht
mehr oder so.
Dazu etwas Lustiges aus der Aeromarkt 3/04, S.16 "Chicken Wings":
"Cessna 3 Bravo Tango, we have an amended clearance for you.
Taxi to *I*ndia, cross *D*elta, but stay on *I*ndia, left on *O*scar, than
right on *T*ango."
Zur Übung: schreibt mal die *x*-Zeichen mit.
;-)
Schorsch Fischer
www.fliegerszene.de
> Wie ich ja schon geschrieben habe, dass Umgewöhnen ist nicht wirklich
> wild. Aber warum das in Kauf nehmen und die Leute nicht einfach nach
> rechts parken?
mhh, ich meinte mit "Umgewöhnen" das Wechseln des Sitzes in Folge einer
Ausbildung oder Karriereschritt etc.
Ich denke, es sollte eigentlich egal sein mit welcher Hand man steuert,
man sollte doch in der Lage sein, mit beiden Händen koordinierte
Bewegungen auszuführen.
Bei einem Auto sind ja auch nicht zwei Lenkräder & Gangschalthebel etc
angebracht, damit man nach persönlichen Preferencen Platz nehmen kann.
Wenn einem des wirklich Probleme bereitet, dann sollte man vielleicht
seinen Wunsch nach der Fliegerei überdenken. ( kling vielleicht jetzt
etwas hart).
Grüße
Steffen
--
_________
Antworten / Reply : SteffenBraasch"by"gmx.de
> mhh, ich meinte mit "Umgewöhnen" das Wechseln des Sitzes in Folge einer
> Ausbildung oder Karriereschritt etc.
>
> Ich denke, es sollte eigentlich egal sein mit welcher Hand man steuert,
> man sollte doch in der Lage sein, mit beiden Händen koordinierte
> Bewegungen auszuführen.
>
> Bei einem Auto sind ja auch nicht zwei Lenkräder & Gangschalthebel etc
> angebracht, damit man nach persönlichen Preferencen Platz nehmen kann.
>
> Wenn einem des wirklich Probleme bereitet, dann sollte man vielleicht
> seinen Wunsch nach der Fliegerei überdenken. ( kling vielleicht jetzt
> etwas hart).
>
Also nochmal. Mir geht es nicht darum das ich mich nicht umgewöhnen
kann. Mir geht es um die Tatsache ansich das ich nicht verstehe warum
die Piloten nach links gepflanzt werden. Ich habe noch nicht einmal
gehört das jemand geschrieben hätte mit Links hätte man die bessere
Feinmotorig, oder bessere Gewalt oder besser Koordination. Es war immer
davon die Rede das das Umgewöhnen kein Problem ist. Aber genau das ist
der Punkt den ich nicht verstehe. Will man bei den grossen Airlinern
unbedingt das sich der Pilot umgewöhnen muss? Was hat das für einen
Sinn? Warum werden Kampfjets so gebaut das man mit Rechts steuert und
links Gasgibt? Wohl kaum weil man in solchen Maschinen so wenig zu
steuern hat. Für mich persönlich wäre der logische Platz für den Pilot,
oder PIC nicht das da wieder Missverständnisse entstehen, auf der
rechten Seite da es wohl mehr Rechtshänder als Linkshänder gibt und sich
daher weniger Piloten umgewöhnen müssen. Ich habe die Frage ja auch
eigentlich gestellt in der Annahme es gäbe einen Grund warum die PICs
sich an das Linksfliegen gewöhnen müssen. Einen logischen Grund der das
Umgewöhnen rechtfertigt. Doch bisher war der logischste Grund noch wegen
den Standartplatzrunden. Im Endeffekt ist es mir egal, denn ich werde
wohl niemals einen Airliner fliegen. War nur Interesse nach dem Grund.
Doch anscheinend gibts dafür keinen vernümftigen.
Dany Thinnes <kein...@keinspam.de> wrote:
Aber genau das ist
> der Punkt den ich nicht verstehe. Will man bei den grossen Airlinern
> unbedingt das sich der Pilot umgewöhnen muss?
Hier auch noch einmal die Frage zurück.
Was verstehst du unter hier unter umgewöhnen. Wenn ich Ich jetzt richtig
verstehe, dann siehst du es als Problem an mit der linken Hand zu
fliegen ( und mit der rechten Gas zu geben ). Vielleicht bin hier in der
Minderheit, aber, ich denke, von welcher aus Seite man Fliegen lernt,
sollte keine Rolle spielen. Ich kenne jedenfalls keinen, der damit
Probleme hatte. Selbst das eventuelle "umgewöhnen" danach auf den
anderen Sitz, hat bis jetzt noch zu keinen Problemen geführt.
Das man bei den Airlines eine einheitliche Struktur hat, liegt ganz
einfach daran, daß man die Handlungsabläufe während des Betriebes nicht
durch einen Seitenwechsel verkomplizieren will. Das hat auch etwas mit
"automatsierten" Abläufen bei Notfällen zu tun. Die "Griffe" müssen
sitzen. Ein Seitenwechsel ist da nicht vorgesehen.
> Doch bisher war der logischste Grund noch wegen
> den Standartplatzrunden. Im Endeffekt ist es mir egal, denn ich werde
> wohl niemals einen Airliner fliegen. War nur Interesse nach dem Grund.
> Doch anscheinend gibt's dafür keinen vernünftigen.
Na, der mit der Platzrunde ist doch vernünftig, oder.
Standardisierung ist ein logischer und wichtiger Grund.
Aber, jetzt wo du es sagst, ich habe mal gelesen, der Grund für den
rechts sitzenden Hubi-PIC war der alte Herr Sikorsky. Er war Linkshänder
und flog den ersten Hubi vom rechten Sitz aus. Dementsprechend brachte
er den Piloten das Fliegen vom linken Sitz aus bei.
> Für mich persönlich wäre der logische Platz für den Pilot,
> oder PIC nicht das da wieder Missverständnisse entstehen, auf der
> rechten Seite da es wohl mehr Rechtshänder als Linkshänder gibt
Wenn der PIC links sitzt, so kann er (als Rechtshänder) seine
feinmotorischen Fähigkeiten dort einsetzen, wo er sie hauptsächlich
braucht: Beim Programmieren des Autopiloten. :-)
Stefan
> Was verstehst du unter hier unter umgewöhnen. Wenn ich Ich jetzt richtig
> verstehe, dann siehst du es als Problem an mit der linken Hand zu
> fliegen ( und mit der rechten Gas zu geben ). Vielleicht bin hier in der
> Minderheit, aber, ich denke, von welcher aus Seite man Fliegen lernt,
> sollte keine Rolle spielen. Ich kenne jedenfalls keinen, der damit
> Probleme hatte. Selbst das eventuelle "umgewöhnen" danach auf den
> anderen Sitz, hat bis jetzt noch zu keinen Problemen geführt.
Unter Umgewöhnen verstehe ich folgendes: Wie ich ja schon sagte bin ich
Rechtshänder und Modellflieger. Meine erste Wahl bei Belegung meiner
Sticks war von mit rechts fliegen, mit links Gasgeben, da ich
Rechtshänder bin. So steuernd hatte ich von anfang an keine ruckartigen,
bzw. etwas grobmechanische Steuerbefehle gegeben. Das ich da zwar noch
nicht so fliegen konnte wie heute nach Jahrelanger Praxis ist klar. Doch
als ich nun das Modell eines Freundes flog, welcher aufgrund das er
Linkshänder ist die Steuerung genau umgekehrt hat und ich also mit Links
steuern musste kamen zu Anfang doch einige Knackige Manöver, die man
deutlich darauf zurückführen konnte das ich mit Links einfach nicht das
Feingefühl habe wie mit Rechts. Wie ja erwähnt konnte ich zwar mit
rechts auch nicht gleich fliegen wie ein alter Hase, aber meine Manöver
waren entsprechend dosiert. Gleiches gelang mir nach drei oder vier
Flügen mit Links zum grösstenteil auch, sprich ich hatte mich umgewöhnt.
Ich bin allerdings nicht lange genug den FLieger an dem Tag geflogen um
ihn so zu beherrschen wie meine Maschinen mit meinre Steuerung. Jedoch
war das Fliegen danach kein Problem. Von daher sage ich es jetzt
nochmal. Es geht mir nicht darum ein Problem in die Linksfliegerei
einzubauen. Hat man sich daran gewöhnt kann man rechts wie links, mein
Beispiel in meinen Verhältnissen ist ja der Beweis dafür. Alles was ich
will ist erfahren warum sich jemand dazu entschieden hat die
ausführenden Piloten nach Links zu setzen, wenn man doch davon ausgehen
kann das die Meisten Menschen Rechtshänder sind und daher ihre
Feinmotorig seit Kind auf in der rechten Hand trainiert haben. Nur dafür
hätte ich gerne einen Grund. Für sonst nix.
> Das man bei den Airlines eine einheitliche Struktur hat, liegt ganz
> einfach daran, daß man die Handlungsabläufe während des Betriebes nicht
> durch einen Seitenwechsel verkomplizieren will. Das hat auch etwas mit
> "automatsierten" Abläufen bei Notfällen zu tun. Die "Griffe" müssen
> sitzen. Ein Seitenwechsel ist da nicht vorgesehen.
>
Unbedingt. Da gebe ich dir voll und ganz recht. Ich kenn das Spielchen
ja vom Auto, wo in einigen Bereichen jeder mal das macht was er will.
Speziel beim Lichtschalter. BMW baut das Ding links neben die Amaturen.
Peugeot hats lieber am Blinkerhebel und im Ford Escort lieber um den
Blinkhebel rum. Das ist auch kein besonderes Problem, nevrt aber wenn du
es nicht gewohnt bist. Ich würde nie etwas gegen die einheitliche
Struktur, wie du es nennst, sagen. Darum gehts mir wie gesagt auch
nicht, denn das ist kein logischer Antwort für meine Frage, denn würde
jeder PIC rechts sitzen wäre es das Gleiche spiel.
>
> Na, der mit der Platzrunde ist doch vernünftig, oder.
>
> Standardisierung ist ein logischer und wichtiger Grund.
>
> Aber, jetzt wo du es sagst, ich habe mal gelesen, der Grund für den
> rechts sitzenden Hubi-PIC war der alte Herr Sikorsky. Er war Linkshänder
> und flog den ersten Hubi vom rechten Sitz aus. Dementsprechend brachte
> er den Piloten das Fliegen vom linken Sitz aus bei.
>
Sicher ist standardisierung ein logischer ud wichtiger Grund. Aber er
lässt sich nunmal bei den vorliegenden Beispielen nicht zur Klärung
meiner Frage heranziehen, da die gleichen logischen Abläufe auch machbar
wären, wenn der PIC rechts sitzen würde. Da mir auch noch niemand gesagt
hat warum man die standartplatzrunden links fliegt kann ich das auch
noch nicht als befriedigende Antwort durchgehen lassen. Was nun aber den
Hubi angeht, ist da nicht eh bei den meisten Modellen der Stick rechts
und der Pitch links? Egal wo man sitzt? Nun konnte ich noch nicht so in
wirklich vielen Hubschraubern mitfliegen, aber in Museen wie Hermeskeil,
Sinsheim und Co habe ich nur Hubbschrauber stehen sehen, wo rechts oder
Links sitzen von den Hebeln her das Gleiche ist. Bis auf bei einer Bell,
frag mich jetzt aber nicht nach der Nummer. Da gabs nur einen riesen
Pitch in der Mitte.
> Dany Thinnes wrote:
>
> Wenn der PIC links sitzt, so kann er (als Rechtshänder) seine
> feinmotorischen Fähigkeiten dort einsetzen, wo er sie hauptsächlich
> braucht: Beim Programmieren des Autopiloten. :-)
>
Von dem Standpunkt aus gesehen ist das die beste Antwort seit der
Platzrunde :-)
Dany Thinnes <kein...@keinspam.de> wrote:
Aber genau das ist
> der Punkt den ich nicht verstehe. Will man bei den grossen Airlinern
> unbedingt das sich der Pilot umgewöhnen muss?
Hier auch noch einmal die Frage zurück.
Was verstehst du unter hier unter umgewöhnen. Wenn ich Ich jetzt richtig
verstehe, dann siehst du es als Problem an mit der linken Hand zu
fliegen ( und mit der rechten Gas zu geben ). Vielleicht bin hier in der
Minderheit, aber, ich denke, von welcher aus Seite man Fliegen lernt,
sollte keine Rolle spielen. Ich kenne jedenfalls keinen, der damit
Probleme hatte. Selbst das eventuelle "umgewöhnen" danach auf den
anderen Sitz, hat bis jetzt noch zu keinen Problemen geführt.
Das man bei den Airlines eine einheitliche Struktur hat, liegt ganz
einfach daran, daß man die Handlungsabläufe während des Betriebes nicht
durch einen Seitenwechsel verkomplizieren will. Das hat auch etwas mit
"automatsierten" Abläufen bei Notfällen zu tun. Die "Griffe" müssen
sitzen. Ein Seitenwechsel ist da nicht vorgesehen.
Abgesehen davon, daß man Flieger eiber bestimmen Größe sowieso zu zweit
fliegt. Damit wäre ja einer immer der doofe und fliegt auf seiner
"falschen" Seite.
> Doch bisher war der logischste Grund noch wegen
> den Standartplatzrunden. Im Endeffekt ist es mir egal, denn ich werde
> wohl niemals einen Airliner fliegen. War nur Interesse nach dem Grund.
> Doch anscheinend gibt's dafür keinen vernünftigen.
Na, der mit der Platzrunde ist doch vernünftig, oder.
Standardisierung ist ein logischer und wichtiger Grund.
Aber, jetzt wo du es sagst, ich habe mal gelesen, der Grund für den
rechts sitzenden Hubi-PIC war der alte Herr Sikorsky. Er war Linkshänder
und flog den ersten Hubi vom rechten Sitz aus. Dementsprechend brachte
er den Piloten das Fliegen vom linken Sitz aus bei.
Grüße
Dany Thinnes <kein...@keinspam.de> wrote:
> Unter Umgewöhnen verstehe ich folgendes: Wie ich ja schon sagte bin ich
> Rechtshänder und Modellflieger..........
Wäre jetzt noch die Frage, wen Du es konsequent am Anfang gleich
andersherum probiert hättest.
> Struktur, wie du es nennst, sagen. Darum gehts mir wie gesagt auch
> nicht, denn das ist kein logischer Antwort für meine Frage, denn würde
> jeder PIC rechts sitzen wäre es das Gleiche spiel.
Ok, verstanden.
Aber, das Rechtshänder Problem ist für mich auch kein logischer Grund
warum man nun rechts sitzen soll. Für beide "Hebel", Steuerhorn und Gas,
werden die gleichen feinmotorischen Fähigkeiten benötigt.
Ist die beim Modellfliegen nicht ebenso?
Warum haben wir Rechtsverkehr und die Fahrer sitzen links? ( ist eine
rhetorische Frage und soll hier nicht beantwortet werden)
> Was nun aber den
> Hubi angeht, ist da nicht eh bei den meisten Modellen der Stick rechts
> und der Pitch links? Egal wo man sitzt? Nun konnte ich noch nicht so in
> wirklich vielen Hubschraubern mitfliegen, aber in Museen wie Hermeskeil,
> Sinsheim und Co habe ich nur Hubbschrauber stehen sehen, wo rechts oder
> Links sitzen von den Hebeln her das Gleiche ist. Bis auf bei einer Bell,
> frag mich jetzt aber nicht nach der Nummer. Da gabs nur einen riesen
> Pitch in der Mitte.
Keine Ahnung, die Geschichte mit Sikorsky stammt aus der Anfangszeit der
Hubis, damals hatten diese bestimmt keine Dual Controls.
Wo da der Standart jetzt liegt, Schulterzuck.
Was hier anscheinend übersehen wird ist dass es in einem Airliner immer zwei
Pilotensitze gibt, einer davon muss nun mal rechts und einer links sitzen. Das
heisst aber dass es in der normalen Karrierefolge irgendwann auf jeden Fall
ein Umgewöhnen gibt. Flugzeuge sind historisch links ausgerichtet, das fängt
mit der Linksplatzrunde an und hört beim boarden von links nicht auf (bei der
Boeing heissen die Türen auf der rechten Seite folgerichtig service door und
nicht passenger door und sind kleiner als die auf der linke Seite).
Grüsse, Sven-Hajo
--
Sven-Hajo Sieber___________
email: | s_h_s...@hotmail.com
www.fluglotse.com |
_|_
\__________________/ \________________/
\___/
> Noch
> ärmer waren umdressierte Linkshänder dran, also natürliche
> Linkshänder, die man in Schule und Elternhaus auf "Rechtsbetrieb"
> umgezwungen hat. Macht man heute zum Glück nicht mehr.
> Wer mehr über diese Thematik wissen möchte, sollte sich zuerst
> über die Eigenheiten der rechten und linken Hirnhälfte schlau
> machen.
Das ist mir passiert und auch noch in der Steiner Schule...
....desalb schreibe ich wohl jetzt auch mit Rechts und links ( mit einer
Sauklaue )
...Fliegerisch, Ich denke, auch bei Dir ist daß nur Gewöhnung und
Wohlgefühl. Wenn Du müßtest, würdest Du das gleiche Feingefühl auch mit
links haben..
> Natürlich kann ich mit links annehmbar steuern. Aber
> die Feinfühligkeit in der Thermik ist längst nicht die gleiche.
Gerade weil der Rechtshänder der "Normalfall" ist, ist der Pilot links
doch sehr gut aufgehoben. Wenn ich einmal von einem typischen
1Mot-Piloten ausgehe, ist das Handling des Steuerhorns (Knüppels) doch
nur der geringste Teil. Nebenbei muss noch folgendes erledigt werden:
- Gashebel bedienen, bzw. Ladedruck/Drehzahl einstellen
- Trimmen
- Leanen
- Com- und Nav-Frequenzen rasten
- Transpondercodes rasten
- Klappen bedienen
- Höhenmesser und Kreiselkompass einstellen
- Freigaben oder ATIS mitschreiben
- GPS bedienen
- usw. usf.
Unterm Strich "hundert" Dinge, die ich mit rechts erledige, und wo es
durchaus auch auf Feinmotorik ankommt.
Meine linke Hand hat nur eines zu tun: Steuerhorn, und damit Kurs und
Höhe, halten (sofern es nicht der AP erledigt). Ach ja: Und Sendeknopf
bedienen!
Es ist sicher so, dass in der Modellfliegerei das "Steuern" Maß aller
Dinge ist. In der Motorfliegerei ist es nur ein Job von vielen.
Ciao
Roland
"Dany Thinnes" <kein...@keinspam.de> wrote in message news:<9577137084042.N...@News.Individual.DE>...
> Mahlzeit,
>
> ich hätte da mal eine Frage da ich den Bericht auf VOX von dem Airbus
> A340/600 gesehen habe. Dabei gehts mir weniger um das Flugzeug sondern
> viel mehr um die Tatsache warum bei Linienmaschinen der Pilot links
> sitzt. Bei Fliegern wie der 747 kann ich es noch "verschmerzen", da die
> Piloten dort auch durchaus mit der rechten Hand, bzw. beiden Händen
> steuern können. Nur gerade beim Airbus steuert der Pilot ja mit Links.
> Hat das einen Grund? In Kampfflugzeugen steuert der Pilot doch auch mit
> der rechten Hand und gibt Schub mit der Linken. Also wo liegt da der
> Sinn?
>
> Es mag sein das ich da einen Knax vom Modellfliegen habe. Da steuere ich
> an meinem Sender mit Rechts und gebe Gas und Seitenruder mit Links. Als
> ich mal das Modell eines Freundes mit dessen Sender geflogen bin,
> dazugesaht er ist Linkshänder, sah ich mich auf einmal mit einer linken
> Steuerung konfrontiert. Nach bischen Üben war das zwar weniger ein
> Problem, aber ich stellte Fest das ich mit Rechts doch wesentlich mehr
> Feingefühl habe und mir ähnliches auch von vielen anderen
> Modellfliegerkollegen bestätigt wurde.
>
> Da ich mal nicht davon ausgehe das die meisten Linienpiloten Linkshänder
> sind würde es doch mehr Sinn machen den Pilot nach rechts zu setzen,
> damit dieser auch mit der rechten Hand steuern kann.
>
> Kann mir das jemand erklären?
Steffen Braasch schrieb:
> ...Fliegerisch, Ich denke, auch bei Dir ist daß nur Gewöhnung und
> Wohlgefühl. Wenn Du müßtest, würdest Du das gleiche Feingefühl auch mit
> links haben..
Möchte ich (Vorurteile?) doch bezweifeln, nachdem ich mich mit den
Thema auch als Fluglehrer (jeder dritte ist übrigens ein
"Spontan-rechts-links-Verwechsler") auseinandersetzen musste.
Gewöhnung ist auf jeden Fall an der Rechtspräferenz beteiligt,
völlig klar. Ob ich aber, wenn ich ab jetzt nur noch links steuern
würde, irgendwann Gleichstand erreichen könnte, wird sich nicht
klären lassen. Zu diesem Experiment hab ich wirklich keinen Bock.
Ernst-Peter
Steffen Braasch schrieb:
> Für beide "Hebel", Steuerhorn und Gas,
> werden die gleichen feinmotorischen Fähigkeiten benötigt.
Tatsächlich? Steuern ist eine permante räumliche Aktion. Der
Gashebel wird beim Start voll nach vorne geschoben und später nur
gelegentlich korrigiert, und das eindimensional. Ansonsten parkt
die wertvollere Hand dort irgendwo und drückt immer mal AN/AUS-Knöpfe.
Ernst-Peter
> Noch mal Hallo,
>
> Wäre jetzt noch die Frage, wen Du es konsequent am Anfang gleich
> andersherum probiert hättest.
>
Ist keine Frage. Würde ich seit Jahren links fliegen würde ich heute
wohl erstmal mit Rechts probleme haben. Nur stellte sich mir die Frage
nicht. Für mich war klar, ich hab das meiste feingefühl rechts also ab
das Steuer auf den rechten Stick. Daher ja meine ganze Fragerei.
>
> Ok, verstanden.
>
> Aber, das Rechtshänder Problem ist für mich auch kein logischer Grund
> warum man nun rechts sitzen soll. Für beide "Hebel", Steuerhorn und Gas,
> werden die gleichen feinmotorischen Fähigkeiten benötigt.
>
> Ist die beim Modellfliegen nicht ebenso?
>
Weiss jetzt nicht was du da genau meinst. So viel mach ich am Gas nicht
um da viel Feingefühl zu brauchen. Das meiste Feingefühl brauch ich beim
Kunstflug. Inverse kubanische 8 und rollen in einer Kurve. Das sind so
meine Steckenpferde. Da ist bei meiner Extra super viel Feingefühl
verlang am Steuer. Gas darf ich zwar auch nicht einfach so hin und her
reissen, aber so sensibel wie beim Steuer muss ich das nicht behandeln.
Ist das bei den grossen Maschinen anders?
>
> Keine Ahnung, die Geschichte mit Sikorsky stammt aus der Anfangszeit der
> Hubis, damals hatten diese bestimmt keine Dual Controls.
>
> Wo da der Standart jetzt liegt, Schulterzuck.
>
Da will ich mich auch garnicht mit dir streiten. Alles was ich am
Hubschrauber mag sind deine Schwebemöglichkeiten. Und Airwolf mag ich
;-)
> Was hier anscheinend übersehen wird ist dass es in einem Airliner immer zwei
> Pilotensitze gibt, einer davon muss nun mal rechts und einer links sitzen. Das
> heisst aber dass es in der normalen Karrierefolge irgendwann auf jeden Fall
> ein Umgewöhnen gibt. Flugzeuge sind historisch links ausgerichtet, das fängt
> mit der Linksplatzrunde an und hört beim boarden von links nicht auf (bei der
> Boeing heissen die Türen auf der rechten Seite folgerichtig service door und
> nicht passenger door und sind kleiner als die auf der linke Seite).
>
Nein das übersehe ich keineswegs und hab es auch schon öfters
geschrieben. Mir geht es um den von dir besagten historischen Grund
warum die Flugzeuge links ausgerichtet sind. Nicht ob man von links
nicht fliegen kann, nicht ob man sich das angewöhnen kann und auch nicht
ob es nach ein paar flügen rechts geht wie links. Mir geht es nur um
eben den historischen Punkt an dem die Airliner links ausgerichtet
wurden. Nur auf diesen Grund zielt meine ganze Fragerei ab.
Klingt in de Tat sehr interessant. Das wäre eine Überlegung die ich
sogar nachvollziehen kann. Von dem Standpunkt aus gesehen, dass wohl die
meisten Airliner grösstenteils geradeaus fliegen kommt da auch Logik
auf. Wenn ich mit meiner Kiste in der Luft rumhetze fliegt die noch
keine 10 Sekunden gerade aus. Halte ich Kampfjets dagegen, jetzt nicht
auf Überwachung sondern im Angriff dann ist ja gar oberstes Gebot nie
lange geradeaus zu fliegen.
> Mir geht es nur um
> eben den historischen Punkt an dem die Airliner links ausgerichtet
> wurden. Nur auf diesen Grund zielt meine ganze Fragerei ab.
Warum fahren wir auf der Strasse rechts? Warum fahren die Engländer
links? Warum heisst es *der* Apfel aber *die* Birne? Fragen über Fragen.
Stefan
> Warum fahren wir auf der Strasse rechts? Warum fahren die Engländer
> links? Warum heisst es *der* Apfel aber *die* Birne? Fragen über Fragen.
>
Korrekt. Fragen über Fragen. Und ich möchte nur auf eine dieser Fragen,
nämlich warum in Airlinern der PIC links sitzt obwohl auf der rechten
Seite die gleichen Instrumente usw. sind.
> Tatsächlich? Steuern ist eine permante räumliche Aktion. Der
> Gashebel wird beim Start voll nach vorne geschoben und später nur
> gelegentlich korrigiert, und das eindimensional. Ansonsten parkt
> die wertvollere Hand dort irgendwo und drückt immer mal AN/AUS-Knöpfe.
Morgen,
Ich kann ja jetzt nur von "meinen" Fliegern reden. Auf dem Dickschiff
werden die Gashebel zum Start und Steigflug praktisch in einer Stellung
gelassen, richtig. Zum Anflug und Landung allerdings wird der Schub sehr
gezielt und präzise eingesetzt und auf keinen Fall Statisch.
Ich als Linkshänder in einer Rechtshänder Welt kann auch die
"Wertigkeit" von Linker und Rechter Hand nicht bestätigen. Ist alles
erlernbar.
> Gas darf ich zwar auch nicht einfach so hin und her
> reissen, aber so sensibel wie beim Steuer muss ich das nicht behandeln.
> Ist das bei den grossen Maschinen anders?
Guten Morgen,
doch schon. Schub wird als wesentliches Element zur Flugpfadkontrolle
benutzt.
Ich bewundere ja Modellflieger. Nicht selber drin zu sitzen und die Lage
im Raum zu koordinieren.
>>Warum fahren wir auf der Strasse rechts? Warum fahren die Engländer
>>links? Warum heisst es *der* Apfel aber *die* Birne? Fragen über Fragen.
> Korrekt. Fragen über Fragen. Und ich möchte nur auf eine dieser Fragen,
> nämlich warum in Airlinern der PIC links sitzt obwohl auf der rechten
> Seite die gleichen Instrumente usw. sind.
Na gut, da Du offenbar die Ironie meines Beitrags nicht zu deuten
weisst, hier halt die Aussage im Klartext: Es gibt historische
Zufälligkeiten, die einmal dazu geführt haben, dass eine Weiche so und
nicht anders gestellt wurde. Vielleicht gab's dafür einen Anlass,
vielleicht nicht, aber falls es einen gab, ist das heute nicht mehr zu
eruieren. Die Seite, auf der der PIC sitzt, halte ich für eine solche
Zufälligkeit. Würde der PIC heute rechts sitzen, würdest Du oder ein
anderer die Frage einfach anders herum stellen, und meine Antwort wäre
die gleiche.
Stefan
> Ich kann ja jetzt nur von "meinen" Fliegern reden. Auf dem Dickschiff
> werden die Gashebel zum Start und Steigflug praktisch in einer Stellung
> gelassen, richtig. Zum Anflug und Landung allerdings wird der Schub sehr
> gezielt und präzise eingesetzt und auf keinen Fall Statisch.
Hmm. Kann ich teilweise durchaus nachvollziehen. Beim Landen ist bei
meinen kleinen Fliegern das Gas immer um unteren Drittel. Nur ist das
Dosieren da nicht so kompliziert um grosse Feinmotorig zu brauchen und
auch beim Durchstarten reichts den Stick bis zum Anschlag vor zu
drücken. In wie weit das jetzt auf Dickschiffe übertragbar ist kann ich
natürlich nicht sagen. Lass mich mal diene Kiste fliegen, dann sag ichs
dir (lol).
> Ich als Linkshänder in einer Rechtshänder Welt kann auch die
> "Wertigkeit" von Linker und Rechter Hand nicht bestätigen. Ist alles
> erlernbar.
Sicher. Sag ich nix gegen. Ein Beispiel ist mir gestern beim Rasieren
aufgefallen. Sei ich mal mit meiner rechten Hand Bekanntschaft mit einem
laufenden Propeller gemacht habe und die gut verschnitten war musste ich
einige Dinge eben mit Links erledigen. Inklusive Rasieren was Anfangs
doch sehr schmerzhasft war. Aber mittlerweile kann ich das auch rechts
wie links. Von daher, Feinmotorig ist wohl schon erlernbar nur wie weit
weiss ich nicht.
> doch schon. Schub wird als wesentliches Element zur Flugpfadkontrolle
> benutzt.
Ja? Hmm. Hätte ich jetzt nicht gedacht. Ausser bei meiner B-29 fällt mir
jetzt nichts ein wo ich mit dem Schub arbeiten würde. Loopings mal
ausgenommen. Aber bei der Kiste ist ein langer Landeanflug von nöten und
da nutze ich mehr oder weniger Schub umd die Sinkrate zu steuern.
> Ich bewundere ja Modellflieger. Nicht selber drin zu sitzen und die Lage
> im Raum zu koordinieren.
Bei so Modellen wie ich flieg ist das nicht so wirklich ein Problem.
Aber als ich den zweistrahligen Eurofighter geflogen bin (109 Kg
startgewicht, ja mit offizieller Zulassung), da war das bei der Landung
schon hammer, da die Kiste im Landeanflug auch nur so um die 80-90 Km/H
schnell ist.
Aber meine Lieblinge flieg ich eh von innen. Die B-17, B-29 und meine
Draken haben Kameras. Naja nicht jede, aber ich kann das Modul unter den
Maschinen austauschen. Macht einfach mehr Spass von innen.
> Na gut, da Du offenbar die Ironie meines Beitrags nicht zu deuten
> weisst, hier halt die Aussage im Klartext: Es gibt historische
> Zufälligkeiten, die einmal dazu geführt haben, dass eine Weiche so und
> nicht anders gestellt wurde. Vielleicht gab's dafür einen Anlass,
> vielleicht nicht, aber falls es einen gab, ist das heute nicht mehr zu
> eruieren. Die Seite, auf der der PIC sitzt, halte ich für eine solche
> Zufälligkeit. Würde der PIC heute rechts sitzen, würdest Du oder ein
> anderer die Frage einfach anders herum stellen, und meine Antwort wäre
> die gleiche.
Warte mal. Wenn du den ganzen Beitrag mit dem links sitzen gelesen hast
müsstest du die Ironie in meiner Antwort erkannt haben. Deine Ironie
bezog sich darauf das es auf manche Fragen keine zufriedenstellende
Antwort mehr gibt. Vielleicht sitzen die PICs links weil die ersten
Piloten rechtsfliegen gewohnt haben und die Schüler daher nach links
verfrachtet wurden oder wie auch immer. Um das zu erkennen reicht mein
Verständnis noch. Meine Antwort bezog sich jetzt aber darauf, dass ich
es äusserst ironisch finde eine Frage zu stellen wo fast alle Antworten
an dem vorbei gingen wonach ich gefragt habe. Okay?
...
> wo fast alle Antworten
> an dem vorbei gingen wonach ich gefragt habe. Okay?
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Stefan