Moin Wolfgang
Mensch, das ja richtig ans Herz zu gehen.
Na dann möchte ich auch konkret darauf antworten.
> news:881600090342440499.180502I...@news.individua
>
l.de:
>
>> Moin Wolfgang,
>>
>> Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
>>
>>> Wenn der Passagier fragt "Wie hoch sind wir?".
>>
>> Antwort: 33000 Fuss
>>
>> Für die Umrechnung auf Metrisch runde ich großzügig auf maximal volle
>> Hunderter auf/ab, kann ich sogar ohne Taschenrechner. Der Pax merkt es
>> nicht.
>
> "Guck doch selber auf den Höhenmesser." "Diese Einheiten sagen mir
> nichts." "Und wie schnell sind wir?" "XYZ Knoten." "Sagt mir auch
> nichts."
>
Wir müssen hier anscheinend wirklich trennen zwischen Deiner und meiner
Welt
In Meiner Welt kommt keiner während des Fluges ins Cockpit und Flughöhe
durch drei als Meterangabe stellt i.d.R die Gäste zufrieden und hat auch
keine Konsequenzen für den Flugverlauf.
Wenn man denn diese Angaben überhaupt machen muss, da in vielen Flugzeuge
hinten die Airshow läuft.
>>> Wenn der Wetterbericht
>>> Wetter für bestimmte Höhen unterscheidet. Wenn die Höhe von
>>> Hindernissen oder Gebirgen von "normalen" Karten abgelesen werden
>>> soll.
>>
>> Wie ich sagte, nach solchen Karten darf ich garnicht fliegen und habe
>> auch nicht die Veranlassung dafür.
>
> Aber andere Leute dürfen und haben dafür Veranlassung.
Deine Welt, nicht meine, sorry
>>> Konkretes Beispiel: Es gibt eine VFR-Karte als Konkurrenz zur
>>> ICAO-Karte, deren topographische Grundlage die "Generalkarte"
>>> 1:200000 ist, worin die Höhen von Bergen usw. in Metern angegeben
>>> sind, die zusätzlich aufgedruckten Luftfahrthindernisse und natürlich
>>> Lufträume usw. in Fuß. Diese Einheitenmischung wäre vermeidbar.
>>
>> Stimmt, alles in Fuss z. B.
>
> Du hast das glaub ich nicht richtig verstanden. Das ist eine VFR-Karte,
> deren Grundlage eine konventionelle geographische Landkarte ist, welche
> so identisch an Autofahrer und Wanderer verkauft wird, folglich mit
> Höhenangaben in Metern. Die fliegerischen Merkmale (Flugplätze,
> Lufträume, Hindernisse) sind zusätzlich aufgedruckt. Es wäre für den
> Verlag nicht mit vertretbarem Aufwand machbar, in der Kartengrundlage
> die Höhenangaben aller natürlichen Erhebungen abzuändern, die bleiben
> einfach wie sie sind. Ergebnis: Eine Karte mit gemischten Einheiten.
Habe ich schon verstanden, eine genaue, aber billige Karte, weil sie auf
einer anderen Karte aufbaut. Die gemischten Angaben sind für den Piloten
zusätzlich, wo wichtig (Luftraum etc. ) eingedruckt.
Für einen IFR Piloten aber nicht wirklich verwendbar
> In einer hypothetischen Parallelwelt, wo entweder die USA seit
> Generationen das metrische System verwenden, oder wo sie es nicht
> geschafft hätten, der Luftfahrt in den meisten Teilen der Welt ihr
> Einheitensystem aufzudrücken, gäbe es das Problem nicht.
Ist es denn ein sooo ein riesiges Problem. Fuss statt Meter
Nur davon reden wir, oder?
Da wären
> sowohl Kartengrundlage wie auch Luftfahrt-Aufdruck metrisch. Dies wäre,
> zumindest was die Frage der Einheiten angeht, eine bessere Welt. :) Das
> ist alles was ich sage.
Geschmacksache.
>>> Weiteres Beispiel: Aus Gründen der Tradition verwenden Teile der
>>> Luftfahrt bis heute metrische Angaben. Segelflug m.W. durchgehend,
>>> Ballonflug glaub ich auch (?). Im UL-Bereich gibt es eine Mischung:
>>> Höhen in Fuß, aber Geschwindigkeiten werden üblicherweise in km/h
>>> gemessen, die Instrumente sind darauf ausgelegt. Für Flugplanaufgabe
>>> oder Kommunikation mit FIS muss man immer umrechnen.
>>
>> Ja, was bedeutet hier Tradition. Die gleiche Tradition wie die anderen
>> Flieger Fuss benutzen
>
> Das Nebeneinander von zwei Einheitensystemen ist einfach sehr
> unpraktisch, und die Trennungslinie verläuft nicht schön sauber an der
> Luftfahrt vorbei, sondern mitten durch sie hindurch. Keines von beiden
> hat "mehr Recht", es ist aber blöd dass es überhaupt so gekommen ist.
>
>> Wolfgang, ich weis genau was Du meinst und auch ich finde diesen
>> Mischmasch lästig. Nur in welche Richtung sollen wir gehen. Wo ist der
>> größere Aufwand mit der Umstellung vs. den Nutzen für das System.
>
> Wir können auf absehbare Zeit nichts ändern. Wenn ich die Macht hätte,
> eine Vorschrift zur großflächigen Umstellung zu erlassen, würd ich das
> nicht tun. Die Nachteile des imperialen Systems sind am Ende des Tages
> auch überschaubar und beherrschbar. Aber es sind schon Nachteile. Dass
> das Fuß/Meilen/Knoten-System Vorteile hätte, kann mir keiner erzählen.
Ich hatte es ja schon versucht, aber in Deiner Welt kennst Du halt diese
Probleme nicht.
>> Ich finde das Beispiel von DocBroc ganz Nett: wenn wirklich der
>> Linksverkehr weniger Unfälle macht, wieso stellen wir dann nicht um?
>
> Der Umstellungsaufwand würde jeden denkbaren Vorteil überwiegen.
> Außerdem stimmt es beim Linksverkehr nicht, es gibt dabei keinen
> Vorteil. Dass das SI-System dem imperialen haushoch überlegen ist,
> stimmt aber. TROTZDEM stimme ich zu, dass der Umstellungsaufwand sich
> nicht lohnen würde, aber nur deswegen. Sinnvoll ist am imperialen
> System gar nichts.
Ja, also dann doch RAD :-) als Steuerkurs.
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Grüße Steffen
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