gibt es ein Klapptriebwerk, das man in Segelflugzeuge nachträglich
einbauen kann?
In einem Buch von 1989 hab ich sowas gefunden,
(Kiwi-TOP von Valentin Flugzeugbau in Hassfurt)
weiß aber nicht, ob es die Firma und das Triebwerk noch gibt.
Gibt es Alternativen?
Frank
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Die waren oder sind die einzigen die so eine Nachrüstung ermöglicht haben.
Durch ein Klapptriebwerk wird der Rumpf fester gebaut als bei der
Seglerversion.
Vor allen Dingen bedingt durch das öffnen der Rumpfröhre.
Von der Idee ist der KIWI die billigste Variante ein Flugzeug nachzuruesten.
Aber es gibt jede Menge DG 400 auf dem Markt. Diese liegen um die 100.000 DM
Anschaffungskosten.
Ob sich dann ein Umbau lohnt sollte gut ueberlegt sein.
Gruss
Rainer Reubelt
Was mag denn so ein Triebwerk mit Einbau kosten?
> Aber es gibt jede Menge DG 400 auf dem Markt. Diese liegen um die 100.000 DM
> Anschaffungskosten.
> Ob sich dann ein Umbau lohnt sollte gut ueberlegt sein.
Im Aerokurier sind eine Menge gebrauchter Segler so um die 10.000 - 20.000 DM.
Um auf die 100.000 DM einer DG 400 zu kommen müsste das Triebwerk 80.000 DM
kosten. Ist das so oder sind solche Gebrauchtflieger zu alt und nicht für
einen Einbau geeignet?
Hallo Flieger,
also, ich kenne den KIWI ein bißchen und rate zumindest davon ab, einen
solchen zu kaufen. Die Pferdestärken des 3 Zylinder König Motors sind
einfach ein bißchen schwächlich.
Was die Nachrüstung betrifft: Erstmal glaube ich nicht, daß es sich lohnt,
einen 20TDM Segler nachzurüsten. Auf diesem Gebiet gibt es den Astir, der
schwer ist und es daher auf noch weniger Leistung bringt als ein leichtes
Flugzeug wie der KIWI. Andere nachrüstbare Flugzeuge sind z.B. die ASW 20,
und die kostet immer noch gutes Geld. Da wäre ein gebrauchter Selbststarter
eher das richtige. Zumal die Flieger mit dem Höcker ziemlich beknackt
aussehen. Wirkt sich sicher auch auf die Leistung im Segelflug aus.
Außerdem gibt es den Hersteller des KIWI bzw. des TOP´s nicht mehr.
Gebraucht eines zu finden, dürfet schwer sein. Und dann stellt sich noch die
Frage, wer die Musterbetreuung und den Umbau übernimmt. Evtl. gibt es gar
keine Verkehrszulassung mehr. Alles offene Punkte, die viele Probleme machen
können.
Eine Alternative wäre da doch eher einer dieser neuen, ultraleichten Segler.
Zum Beispiel der Silent. Ist sicher nicht so teuer und trotzdem ein guter
Segler mit respektablen Motoreigenschaften (siehe fliegermagazin). Und dazu
noch umweltfreundlich und schick.
Also, Gruß
Maverick.
Weis ich nicht, hab ich nie nachgefragt ;-)
Aber min. DM 10.000 aufwaerts ;-) Falls es noch gemacht wird. Aber ich habe von
TOP schon lange nichts mehr gehoert.
>
>> Aber es gibt jede Menge DG 400 auf dem Markt. Diese liegen um die 100.000
>
>Im Aerokurier sind eine Menge gebrauchter Segler so um die 10.000 - 20.000
>DM.
Das sind Segler, Ka6, ASW 15, Cobra, Phoenix usw.
Also Segler aus der letzen Holz und aus der ersten Kunsstoffgeneration.
Selbst eine LS1 geht nicht unter DM 30.000.-
Eine DG 202 (Ist das gleiche wie DG 400, aber ohne Motor) liegt um die DM
50000.-
Sind aber selten auf dem Gebrauchtmarkt zu finden. Die Eigner sind mit dem Teil
zufrieden wie man mit einem Flugzeug zufrieden sein kann und wollen selten das
Fliegerle verkaufen.
>Um auf die 100.000 DM einer DG 400 zu kommen müsste das Triebwerk 80.000 >DM
kosten. Ist das so oder sind solche Gebrauchtflieger zu alt und nicht für
>einen Einbau geeignet?
Eine Segler wie z.b. LS4 oder ASW 15 mit einem Klapptriebwerk alla DG 400
umzubauen ist nicht moeglich. (Das gibt sehr grosse Festigkeitsproblem am
Rumpf) Wobei du die LS4 weit hinter dir laest von der ASW 15 ganz zu schweigen
;-)
Die Konstruktion bei einem Motorsegler ist wesentlich fester ausgelegt als bei
einem Segler. Allein schon durch die geoffnete Rumpfroehre. Das geht nur mit
viel Kohlefaser von anbeginn des Rumpfbaues.
Also nicht Aepfel mit Birnen vergleichen. Eine DG 400 ist ein Rennklasseflieger
aus Kohlefaser mit einer immer noch aktzeptablen Flugleistung.
(Die Gleitzahl liegt bei ca. 45 mit 17m) Damit kannste immer noch einen Ventus
2 und einen Ventus 2cm aergern ;-) Wobei eine ASW 20 auch nicht schlecht geht,
wenn ein Pilot damit umgehen kann ;-)
Das einzige was mich stoert ist die Regenempfindlichkeit, dann wirste richtig
runtergewaschen, aber wer fliegt auch bei Regen und durch Schauer ;-)
Zudem steigst du im Motorsteigflug mit 3-4m/s so kannste auf jedem Grasplatz
starten, egal obs heis, feucht und sonst noch welche Schikanen sind.
Das einzige was aergert ist der Unterhalt mit rund 1000 bis 3000 DM/Jahr.
Dafuer kommt man fast immer nach Hause und kann auch mit Rueckenwind starten,
ohne einen Helfer an der Flaeche zu haben.
Die Bremsklappen wirken sehr gut womit sich auch sehr kurze Landungen
realisieren lassen.
Das sind ein paar Vorteile die es mir gestatten ohne Rueckholer, ohne
Schleppmaschine, bei fraglichem Wetter die Angsplatzrunde zu verlassen und in
bessere Thermische Gebiete vorzustossen.
So konnte ich mir schon ein paar schoene Fluege goennen, die ich mit einem
Segler nicht gemacht haette.
Auch nicht mit einem Turbo der mit Motor nur 1m/s steigen bringt. Bei einem
grossen Sinkgebiet von 2m/s hockt der auch auf dem Acker oder steckt im Gebirge
in einem Tal fest.
Gruss
RAR
Hans
Gruß Thomas
RaReubelt schrieb:
>
>
> >Um auf die 100.000 DM einer DG 400 zu kommen müsste das Triebwerk 80.000 >DM
> kosten. Ist das so oder sind solche Gebrauchtflieger zu alt und nicht für
> >einen Einbau geeignet?
>
> Eine Segler wie z.b. LS4 oder ASW 15 mit einem Klapptriebwerk alla DG 400
> umzubauen ist nicht moeglich. (Das gibt sehr grosse Festigkeitsproblem am
> Rumpf) Wobei du die LS4 weit hinter dir laest von der ASW 15 ganz zu schweigen
> ;-)
FK>Was mag denn so ein Triebwerk mit Einbau kosten?
Wenn es ein zur Umrüstung vorgesehenes und vorbereitetes Muster ist, würde
es sich vielleicht finanziell lohnen, aber spätestens bei einer fälligen
Einzelstücklösung ist es nur zu rechtfertigen, wenn man unbedingt sein
eigenes Kind durchziehen will. Rechne in einem solchen Falle locker mit
100000,- und _sehr_ viel Arbeit. Wenn Du alles selbst machst, geht es
natürlich deutlich billiger, ist dann aber noch _viel_ mehr Arbeit.
Kleine Nennung: eine Antriebseinheit System Binder liegt bei über 50000,-,
ein Fischer-Top kostet mindesten 50% davon, falls es sehr billig ist.
Ciao, Steffen
offensichtlich ist das Interesse an solchen Klapptriebwerken
zu gering, als daß es ein Hersteller noch produziert.
Schade eigentlich!
Ich hatte vermutet, daß solch ein Triebwerk den Herstellern
aus den Händen gerissen wird.
Tschüss: Frank
Zu welchem Preis ????
In eine ASW 15 mit einem Wert von DM 20.000 ein Klapptriebwerk fuer DM 30.000
einzubauen... hm ob das sich lohnt ????
>mit 30PS Fichtel & Sachs Motor und Kurt Heimanns ASW15BR mit einem Rotax501
Wau, ich wette die 15 ging ab wie eine Rakete ;-) mit dem starken Motor
;);););)
Warum wurde so etwas nicht fuer ander Flieger angeboten ??? Wenn der
nachtraegliche Einbau moeglich ist ????
>Das Loch was beim Top in den Rumpf kommt ist ja, glaube ich auch nicht zu
>verachten. Ich kenne diesen aber nur aus den Berichten im Aerokurier.
Laut Werbeprospekt nur ein paar Loecher fuer die Motorhalterung, aber ich hab
selber nur einmal ein Astir-Top gesehen. Der hatte soviel Vertrauen zu seinem
Motor, das er sicherheitshalber an der Winde gestartet ist ;-)
Gruss
RAR
> (Kiwi-TOP von Valentin Flugzeugbau in Hassfurt)
Nach meinem Kenntnisstand gibt es das Unternehmen leider nicht mehr.
Cu
Thiemo
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Thiemo Gorath private: tgo...@cal.ping.de
http://www.ping.de/~tgorath office: tgo...@pcz.uni-dortmund.de
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FK>Ich hatte vermutet, daß solch ein Triebwerk den Herstellern aus den
FK>Händen gerissen wird.
Was? Das Fisher-Top? Nee, die meisten Segelflieger kriegen dabei wohl eher
einen Anfall, schließlich fordern Segelflieger gute Aerodynamik.
Und die echten Klapptriebe gehen ja ganz gut, sind aber eben recht teuer.
Ciao, Steffen
R>Warum wurde so etwas nicht fuer ander Flieger angeboten ??? Wenn der
R>nachtraegliche Einbau moeglich ist ????
Weil das _sehr_ teuer ist und eine Vermarktung damit _sehr_ fraglich ist.
Ciao, Steffen