weiß zufällig jemand, wie sich die 24-bit-Adresse des Mode-S Transponders
errechnet? Da die Adresse weltweit einmalig sein soll, müsste es ja hierfür
einen bestimmten Algorithmus geben, mit dem man das Kennzeichen in den Hex-
oder Binär-Code umrechnen kann.
Bin heute schon den halben Tag am Suchen, hab aber noch nichts brauchbares
gefunden.
Gruß
Stephan
Stephan Bruckmann schrieb:
> weiß zufällig jemand, wie sich die 24-bit-Adresse des Mode-S
> Transponders errechnet?
Leider nein, aber...
> Da die Adresse weltweit einmalig sein soll,
...wahrscheinlich genau so, wie Netzwerkkarten für PC einmalige
Hardware-Adressen (MAC) haben: Sie werden einfach vom Hersteller
verteilt. Und der Hersteller wiederum bekommt Kontingente von einer
zentralen "Ausgabestelle". Da sich in der Fliegerei die Anzahl der
Hersteller in überschaubaren Grenzen halten wird, ist das sicher noch
leichter möglich, als bei zig Millionen von Netzwerkkarten.
> müsste es ja hierfür einen bestimmten Algorithmus geben, mit dem
> man das Kennzeichen in den Hex- oder Binär-Code umrechnen kann.
Mathematisch gesehen ist mir kein Algorithmus bekannt, der aus
beliebigen Zeichen einen eindeutigen Code mit nur 24 bit errechnen
ließe.
Aber wie oben erwähnt: ist nur eine Vermutung von mir!
Roland
Hm, du meinst, das Kennzeichen des Flugzeugs? Nö, das muß da überhaupt
nicht umrechenbar sein. Es muß lediglich eine eindeutige Abbildung von
SSR-Adresse auf Kennzeichen geben. Die muß aber durchaus keiner
ernsthaften Logik folgen (genausowenig wie dein Autokennzeichen aus
deinem Nachnamen errechenbar ist).
Cheers,
Toby.
--
BIND 9 commits suicide if it gets confused, or if you poke it sharply, or if
you simply think bad thoughts in its general direction.
---D. J. Bernstein
ciao
Gerhard
--
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Gerhard (at) Kreuels-Online.de
das (at) bitte mit @ ersetzen(replace (at) with @)
> Da die Adresse weltweit einmalig sein soll, müsste es ja hierfür
> einen bestimmten Algorithmus geben, mit dem man das Kennzeichen in den Hex-
> oder Binär-Code umrechnen kann.
>
Wie die anderen sagen: So ist das nicht. Die Hex-Adresse hat mit dem
Kennzeichen nichts zu tun. Das Kennzeichen wird bei privaten Flügen als
"Flight-ID" in den Transponder eingegeben, bei Linienflügen kommt da die
Flugnummer rein.
--
Thomas Borchert (EDHE)
Hallo,
In der Schweiz wird der Code vom BAZL (Bundesamt für Zivilluftfahrt),
entspricht LBA, vergeben. Die Codes sind für alle immatrikulierten
Flugzeuge vergeben und in aus der Datenbank des BAZL ersichtlich.
Beispiel (beachte das Feld 'Aircraft Address'):
http://www.bazl.admin.ch/fachleute/luftfahrzeugregister/index.html?lfrSucheTs=1212599571&lang=de&nummer=KEE&muster=&lfz=&eigentuemer=&name=&lfrSucheDetailKnz=HB-KEE
Gruss
Bear
Das mit der Flugnummer ist mir bekannt. Allerdings denke ich schon, dass
das Kennzeichen auch bei Airlinern eine Rolle spielt. Warum sollte man
sonst beim LBA unter Angabe des Kennzeichens eine Mode-S Adresse
beantragen müssen, welche anschließend in den Transponder
einprogrammiert wird?
Auf die Idee mit der Errechnung der Adressen bin ich im Übrigen
gekommen, da ich neulich eine fortlaufende Liste von Kennzeichen gesehen
habe, dei der die Mode-S Adressen ebenfall fortlaufend anstiegen. Daher
meine Vermutung.
Gruß
Stephan
So, jetzt bin ich schlauer!
Heißt es auf der Seite doch: "Jede Behörde hat einen eigenen
einzigartigen Kennsatz, welcher am Beginn der 24-Bit
Adresse steht." Also nix mit errechnen.
Schade, ich dachte schon ich kann dann zukünftig bei allen neuen
Fliegern den Code auch schon mal ohne die Bestätigung vom LBA vorhersagen.
Spart ja unter Umständen doch etwas Zeit.
Danke für die Aufklärung!
Gruß
Stephan
Vorsicht, prinzipiell könnte man sich natürlich schon ein Schema
überlegen, das den von der Landesbehörde zu vergebenden Teil aus der
Kennung errechnet. Alleine die Tatsache, daß es länderspezifische
Präfixe gibt, schließt das natürlich nicht aus. Man könnte zum
Beispiel trivialerweise sagen, ein deutsches Kennzeichen besteht aus
vier Stellen (Buchstaben, Ziffern), was also 36*36*36*36 mögliche
Kennzeichen ergibt, und die sozusagen einfach durchnummerieren. Das
paßt locker in den Adreßraum, den .de bekommen hat, und wäre ein
solches berechenbares Schema.
Ich glaube allerdings nicht, daß das in .de so gemacht wird. ;-)
> Allerdings denke ich schon, dass
> das Kennzeichen auch bei Airlinern eine Rolle spielt. Warum sollte man
> sonst beim LBA unter Angabe des Kennzeichens eine Mode-S Adresse
> beantragen müssen, welche anschließend in den Transponder
> einprogrammiert wird?
>
Weil das LBA die Hex-Adresse einem bestimmten Flugzeug zuordnet, das
über die Luftfahrzeugrolle per Kennzeichen eindeutig zuzuordnen ist.
--
Thomas Borchert (EDHE)