Louis Noser wrote:
>Wenn der Eigenantrieb eines Flugzeugs 800 kmh beträgt und es einen
>Rückenwind von 160 kmh hat, ist dann die effektive Fluggeschwindigkeit
>960 kmh bzw. wenn der Wind von vorne kommt 640 kmh?
Vorsicht mit den Begriffen :-) Was du mit „effektive Fluggeschwindigkeit“
meinst, ist die Groundspeed, die Geschwindigkeit relativ zum Boden. Der
Pilot meint mit „Fluggeschwindigkeit“ immer die Airspeed, nämlich die
Geschwindigkeit relativ zur umgebenden Luft (denn die bestimmt das
aerodynamische Verhalten des Flugzeuges).
Stell dir Wind nicht als „etwas in der Luft“ vor, sondern als eine
Bewegung, die die Luft als Ganzes macht. Ein Luftklotz rumpelt über den
Erdboden. Das Flugzeug befindet sich in diesem Luftklotz. Wenn es sich
ebenso schnell wie der Luftklotz gegenüber dem Erdboden bewegt, bewegt es
sich relativ zum Luftklotz überhaupt nicht - und fällt runter. Es muß also
entsprechend schneller sein.
Wenn der Fahrtmesser im Flugzeug 800 km/h anzeigt (er ist in Knoten geeicht,
ist aber hier egal) und das Flugzeug 160 km/h Rückenwind hat, ist es über
Grund (jetzt mal ohne Berücksichtigung von abnehmender Luftdichte und so)
960 km/h schnell. Es „fühlt“ aber nur eine Geschwindigkeit von 800 km/h.
Es ist auch nicht so, daß der Rückenwind das Flugzeug „schiebt“, wie der
Laie sich das vorstellt. Oder wie Elly Beinhorn (?) sagte: „Beim Fliegen
kommt der Wind immer von vorn, Rückenwind gibts nur in der Theorie“.
>(So habe ich in der Lösung zu einer Denksportaufgabe - siehe unten -
>gelesen.)
>
>Das erscheint mir aber eher nicht der Realität entsprechend.
Es stimmt dann, wenn man die Aspekte der Flughöhe nicht mitrechnet. (Da
oben in der dünnen Luft muß ein Flugzeug tatsächlich schneller als 800 km/h
sein, um 800 km/h Airspeed zu „fühlen“.)
>Habe ich Recht oder ist die Annahme in der Lösung richtig?
Ob du recht hast, kann man erst sagen, wenn du deinen Lösungsweg
offenlegst.
vG
--
Flugfunk im UL ohne BZF:
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