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Ollis Rezension: Das Geheimnis des Bermuda Dreieck

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ollihimself

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Jan 27, 2006, 5:22:31 PM1/27/06
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Titel: Das Geheimnis des Bermuda Dreieck
Genre: SCI FI
Label: Maritim
Laufzeit: . ca. 63 Min
Erscheinungsjahr: 1978

Die Originalrezi:
http://www.hoerothek.de/hsp-rez/cms/include.php?path=content/content.php&contentid=473

Vorbemerkung:
Vor der Südostküste der Vereinigten Staaten von Amerika liegt im
Atlantik ein Gebiet in dem so viele Schiffe und Flugzeuge auf
unerklärliche Weise verloren gegangen sind, wie nirgendwo sonst auf
der Welt. Schiffe und Flugzeuge verschwanden mit ihren Besatzungen ohne
eine Spur zu hinterlassen. Aufmerksam wurde die Weltöffentlichkeit auf
diesen Bereich als am 5. Dezember des Jahres 1945 fünf Flugzeuge der
Marine vom Typ TBM3 Avenger im Bermuda Dreieck ohne Spuren zu
hinterlassen verloren gingen.

Inhalt:
Mit dem Verschwinden der fünf amerikanischen Avenger Bomber im Bermuda
Dreieck startet das Hörspiel. Die Flugzeuge verschwinden spurlos. Kein
Wrackteil wird gefunden, keine Leiche entdeckt. Die Flugzeuge sind
einfach weg. Vorher setzt der Führer der Flugstaffel per Funk aber
noch einen Hilferuf ab...

Das Wasser sähe merkwürdig weiß aus, die Kompasse wären
ausgefallen, ein merkwürdig grünes Licht würde alle Flugzeuge
umgeben, man könne den Weg zurück nicht mehr finden... Kurze Zeit
Später reißt der Funkkontakt ab.

Die Marine schickt ein Suchflugzeug aus. Aber auch das kehrt nie wieder
zurück, verschwindet spurlos. Kurz darauf beschließt man, mit allen
verfügbaren Mitteln nach den verschollenen zu suchen. Es startet die
größte Suchaktion, die jemals in den Vereinigten Staaten angelaufen
ist....
Der Erfolg? Keiner! Die Flugzeuge und deren Besatzungen bleiben auf
mysteriöse Weise verschwunden.

Captain Kneeshaw versucht dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Doch
Niemand nimmt seine Versuche, Licht in das Dunkel der Geschehnisse rund
um das Bermuda Dreieck zu bringen ernst. 18 Jahre nach dem Verschwinden
der Flugstaffel ist es aber endlich soweit. Privat organisierte der
geschulte Soldat eine Expedition ins Dreieck. Per Schiff und Echolot
soll der Meeresboden erkundet werden.

Bereits beim ersten Auslaufen des Forschungsschiffes passiert etwas
Unheimliches: Der Notruf eines angeblich in Seenot geratenen Schiffes
erreicht Kneeshaw und seine Besatzung. Der Captain macht sich sofort
daran, dass in Not geratene Schiff aufzusuchen. Doch etwas ist
merkwürdig: Das Wasser ist ganz ruhig und von einem Sturm ist nichts
zu sehen. Warum also ist das notrufabgebende Schiff in Seenot geraten?

Als Kneeshaw beim Schiff ankommt, sind alle Besatzungsmitglieder
verschwunden. Niemand ist mehr an Bord. Das Wasser beginnt sich zu
verfärben und nimmt eine weiße Farbe an. Die Sonne ist kaum noch zu
erkennen, da urplötzlich Nebel aufzieht. Und dann wird das Schiff von
hohen Wellen umspült. Die Lüft leuchtet grünlich...

Kritk:
Mir läuft es jedes Mal kalt den Rücken herunter und ich bekomme
wirklich eine Gänsehaut, wenn ich dieses Hörspiel höre. Und das
wahrlich nicht, weil es so schlecht ist. Grund hierfür ist, dass ein
Teil der Geschichte wirklich wahr ist. Die 5 Avenger Bomber hat es in
der Tat gegeben.

Die mysteriösen Umstände ihres Verschwindens und das ebenso
unverständliche Abhandenkommen des Suchflugzeuges ohne die
Hinterlassenschaft irgendwelcher Wrackteile sind bis heute nicht
rational erklärbar...

Eine gewisse Affinität zu mysteriösen Science Fiction Geschichten
angenommen, ein wenig Interesse an den ungelösten Geheimnissen unseres
Planeten vorausgesetzt, kann die gekonnte Vermischung von Daten und
Fakten mit Erzählung und Fantasie jeden Hörspielfreund absolut
überzeugen.

Das Ganze erinnert in diesem Sinne an eine Mischung der Theorien des
Erich von Däniken und der Hörspielgeschichten um Commander Perkins.

Die Dramaturgie des Hörspiels ist vorbildlich: Zu Anfang wird gekonnt
das Mysterium Bermuda Dreieck eingeführt. In diesem Zusammenhang
dominiert zunächst weniger eine actionreiche Handlung als die
Beschreibung der geheimnisvollen Vorgänge rund um das merkwürdige
Fleckchen Erde vor der Küste Amerikas.

Spannend ist dies allemal, denn auch realiter ranken sich
wissenschaftliche Theorien um die Vorgänge dort. Wie geschrieben: Den
wissenschaftlichen Diskussionsstand kennend, kann das überaus klasse
inszenierte Verschwinden der Avenger Mannschaft einem durchaus eine
Gänsehaut bescheren.

Aber weiter im Text:
Nach und nach nimmt die Geschichte an handfester Dramatik zu und zum
Ende hin werden alle offenen Fragen mit der gebotenen
"Actionlastigkeit" beantwortet. Mich persönlich überzeugt das Ende
der Geschichte weniger. Es liefert für mich einfach nicht die
erwartete plausible Lösung des Phänomens "Bermuda" Dreieck.

Macht aber nichts, denn auch mit dem im Hörspiel präsentierten Ende
der Geschichte kann man leben.
Insgesamt inhaltlich jedenfalls in allen Punkten eine runde Sache!

Klasse in Bezug auf die Sprecherwahl ist, dass Horst Stark als die
durch die Europa Hörspiele ins Leben gerufene Versinnbildlichung eines
Sci FI Helden auch in diesem Werk eine Sprecherrolle hat. Eine kleine
zwar nur, aber immerhin. Wolf Dieter Stubel, Rolf Mamero u.a. tragen
ihren Beitrag dazu bei, die Produktion auch von Sprecherseite ins
rechte, sprich glänze Licht zu setzen.

Die ins Hörspielgeschehen eingebundenen Geräusche hingegen sind
reiner Durchschnitt. Nix besonderes halt, aber eben auch nicht wirklich
schlecht.

Fazit:
So werden wirklich gute Hörspiele gemacht:
Mann nehme ein real existierendes wissenschaftliches
Rätsel, gepaart mit einer dazu passenden, gut in Szene gesetzten
erdachten Geschichte, garniert mit guten Sprechern.

Eine Warnung sei allerdings ausgesprochen: Wer mit SCI FI nichts am Hut
hat, und die Geschichten(?!) Erich v. Dänikens als überflüssigen,
verquerten Humbug abtut, sollte geflissentlich die Finger von dieser
raren Hörspielproduktion lassen. Denn besonders billig dürfte das
Teil heute nicht mehr zu bekommen sein....
_
Gruß
Der
Olli

http://www.hoerspiel-rezensionen.de

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