Wie könnte ich den hohlraum am einfachsten ausfüllen, ohne alle dielen
rauszureissen?
Für bauschaum ist der hohlraum zu gross, da brauche ich ja 50 dosen.
Sand reinschütten ist so eine sache: sand ist ziemlich schwer und ich
weiss nicht genau, wie die kosntruktion unten drunter ist :-)
JMS
Da kannst du Dämmmaterial einblasen lassen.
http://www.fill-it.de/index.html
Hans
> Da kannst du Dämmmaterial einblasen lassen.
> http://www.fill-it.de/index.html
Meinst du das dämmt auch trittschall?
JMS
Gehe ich mal von aus, die Resonanz ist weg.
Hans
Was drunter ist kann ich dir sagen... entweder von unten an die Balken
genagelte Latten (1,5cm Fichte) und Verputz oder wenn die Hütte
entsprechend verhackt wurde Rigips.
Professionell kannst du nur den Boden entfernen, seitlich an die
Balken Latten schrauben, darauf einen sog. Fehlboden anbringen und ca.
10cm hoch mit einem möglichst schweren Material (Lehm oder
Hochofenschlacke) beschütten. Perlit ginge zur Not auch noch, ist aber
IMHO aus Umweltsicht ein Wahnsinn, da zur Herstellung jede Menge
Energie verbraten wird. Lehm und Schlacke haben laut Baubiologen beide
den Vorteil, den Boden trockenzuhalten und Wasser rasch wieder
abzugeben wenn es von oben in den Boden kommt.
Einblasdämmung hilft vermutlich zu einem gewissen Grad, aber dafür
erschwert sie es gewaltig, später von unten neue Elektroleitungen zu
verlegen.
sg Ragnar
1898!?
> Was drunter ist kann ich dir sagen... entweder von unten an die Balken
> genagelte Latten (1,5cm Fichte) und Verputz oder wenn die Hütte
> entsprechend verhackt wurde Rigips.
Rigips gabs damals nicht.
> Professionell kannst du nur den Boden entfernen, seitlich an die
> Balken Latten schrauben, darauf einen sog. Fehlboden anbringen und ca.
> 10cm hoch mit einem möglichst schweren Material (Lehm oder
> Hochofenschlacke) beschütten.
Ein fehlboden wäre also bretter zwischen den balken?
JMS
> > Was drunter ist kann ich dir sagen... entweder von unten an die Balken
> > genagelte Latten (1,5cm Fichte) und Verputz oder wenn die Hütte
> > entsprechend verhackt wurde Rigips.
>
> Rigips gabs damals nicht.
>
Nachträglich verhackt gibts alles.
> > Professionell kannst du nur den Boden entfernen, seitlich an die
> > Balken Latten schrauben, darauf einen sog. Fehlboden anbringen und ca.
> > 10cm hoch mit einem möglichst schweren Material (Lehm oder
> > Hochofenschlacke) beschütten.
>
> Ein fehlboden wäre also bretter zwischen den balken?
>
Korrekt. Das war die in D früher übliche Methode um genau dein Problem
zu verhindern.
Und wenn deine Bretter von oben vernagelt sind und nicht mit Nut und
Feder verdeckt genagelt solltest du sie ziemlich beschädigungsfrei
herauslösen können.
Wenn du Bilder suchst und im Internet keine findest... schau ob du auf
Amazon o.ä. "Knaurs Handwerksbuch" von 1958 auftreibst, da sind
wunderschön bebilderte Anleitungen und Beschreibungen zu genau solchen
Bodenaufbauten. Und nebenbei ist das Buch absolut geniale Lektüre -
bei dem trockenen Humor mit dem das verfaßt ist hat sogar meine
Freundin (die mit Heimwerken nichts am Hut hat) schallend gelacht.
sg Ragnar
Danke für den tipp!
jens martin schlatter
Wenn ich die diehlen weg habe, könnte ich sie dann nicht auch an der
unterseite mit schwingungsdämpfendem material bekleben?
Glaub nicht, daß das sonderlich zielführend ist... was du eventuell
machen könntest, wäre auf die Balken Trittschalldämmung auflegen und
hoffen, daß die Nägel deine Bemühungen nicht wieder zunichtemachen
(IMHO sollte die Dämmung aber trotzdem eine Verbeserung bringen).
sg Ragnar
Achso, es geht nicht um die leute untendrunter, da ist treppenhaus.
Es geht nur um das "laufgeräusch".
Da bist du mit einer stabilen Schüttung vermutlich am besten bedient,
das dämmt die ganz vorzüglich.
sg Ragnar
Hab ich mir jetzt besorgt. Ist ja echt ein eigener humor, wie das
geschrieben ist :-)
Was mir auffällt: die nageln dielen nur, auch wenn sie das knarren
wegbekommen wollen. Warum hat man früher nicht geschraubt? Ist das ein
problem, dielen zu schrauben?
Ich hab hier ein paar knarrende kandidaten ohne nut und feder. Kann
ich da normale holzschrauben nehmen?
JMS
> Warum hat man früher nicht geschraubt? Ist das ein
> problem, dielen zu schrauben?
Ein Grund: Ganz früher waren Dielen, insbesondere in Küchen,
ein Verschleißteil, wurden mit Sand und Wurzelbürste weiß ge-
scheuert und irgend wann einfach zu dünn.
Dann gingen genagelte schneller raus.
Nächster Grund: Schrauben waren *sehr* teuer.
Gruß
Jochen
schauben sind teurer?
schrauben dauert länger?
Grüße aus der Eifel
Steffen
nö, so schlimm ist das nicht! außerdem wurden dielen gestrichen
(wie früher ist bei dir früher? das elternhaus ist in den 20ern gebaut
worden, die dielen sind immer noch drin
> nö, so schlimm ist das nicht! außerdem wurden dielen gestrichen
> (wie früher ist bei dir früher? das elternhaus ist in den 20ern gebaut
> worden, die dielen sind immer noch drin
Früher ist sehr viel früher :-)
Als man noch eine Köchin hatte, und Dienstmädchen die mindestens
ein Mal pro Woche die Küchendielen mit gescheuert haben.
Gruß
Jochen
> Was mir auffällt: die nageln dielen nur, auch wenn sie das knarren
> wegbekommen wollen. Warum hat man früher nicht geschraubt? Ist das ein
> problem, dielen zu schrauben?
>
Hast du schonmal versucht, ohne Elektrowerkzeug einen ganzen Fußboden
anzuschrauben?`Mit einem Akkuschrauber oder einer Bohrmaschine mag das
gehen, aber es dauert vermutlich immer noch länger als Nageln. Profis
sind im Nageln unheimlich schnell, auch händisch. Wir haben in einem
Zimmer neuen Fischgrätparkett legen lassen, bei dem Typen konnte man
quasi die Hand vor Bewegungsunschärfe nicht mehr sehen ;-)
> Ich hab hier ein paar knarrende kandidaten ohne nut und feder. Kann
> ich da normale holzschrauben nehmen?
>
Können schon, optisch sind Schrauben in einem alten Boden halt nicht
gerade der Weisheit letzter Schluß, und sie hinterlassen auch deutlich
größere Löcher. Ich würde eher probieren mit deutlich schräg
zueinander gesetzten Senkkopfnägeln (bei von oben vernagelten Brettern
wohl 70er oder 75er) nachzuhelfen.
sg Ragnar
...
>schrauben dauert länger?
vor allem ohne Akkuschrauber
--
Gruß,
Wolfgang
http://www.wolfgang-kynast.de
Mails bitte nur an ReplyTo, From wird nicht gelesen!
Ähmm...stimmt...ohne elektrowerkzeug kannst du das ja vergessen. Das
vergisst man so schnell, dass diese errungenschaften nicht schon das
natürliche instrument der neandertaler waren.
> > Ich hab hier ein paar knarrende kandidaten ohne nut und feder. Kann
> > ich da normale holzschrauben nehmen?
> >
> Können schon, optisch sind Schrauben in einem alten Boden halt nicht
> gerade der Weisheit letzter Schluß, und sie hinterlassen auch deutlich
> größere Löcher. Ich würde eher probieren mit deutlich schräg
> zueinander gesetzten Senkkopfnägeln (bei von oben vernagelten Brettern
> wohl 70er oder 75er) nachzuhelfen.
Die bretter arbeiten sehr, auch beim drauf laufen, wohl auch weil die
auflage schlecht ist. Gibt es schrauben mit aufgerauten schaften oder
mit teflonmantel, die beim reiben am holz nicht knarren?
[Parkett nageln]
>... Profis
> sind im Nageln unheimlich schnell, auch händisch. Wir haben in einem
> Zimmer neuen Fischgrätparkett legen lassen, bei dem Typen konnte man
> quasi die Hand vor Bewegungsunschärfe nicht mehr sehen ;-)
Ist das Dein Parkettleger?
http://de.rofl.to/wer-klatscht-am-schnellsten
scnr
Horst
> > > Ich hab hier ein paar knarrende kandidaten ohne nut und feder. Kann
> > > ich da normale holzschrauben nehmen?
>
> > Können schon, optisch sind Schrauben in einem alten Boden halt nicht
> > gerade der Weisheit letzter Schluß, und sie hinterlassen auch deutlich
> > größere Löcher. Ich würde eher probieren mit deutlich schräg
> > zueinander gesetzten Senkkopfnägeln (bei von oben vernagelten Brettern
> > wohl 70er oder 75er) nachzuhelfen.
>
> Die bretter arbeiten sehr, auch beim drauf laufen, wohl auch weil die
> auflage schlecht ist. Gibt es schrauben mit aufgerauten schaften oder
> mit teflonmantel, die beim reiben am holz nicht knarren?
Nein, im Gegenteil, mir bekannte Dielenschrauben haben extra glatte
Schäfte, eben damit das Holz möglichst wenig reibt.
Ich persönlich würde folgendermaßen entscheiden:
Wenn der Boden zwecks besserer Schalldämmung sowieso entfernt wird,
beim Neuvernageln möglichst die Balken ausgleichen, so daß die Bretter
satt aufliegen.
Wenn nicht... entweder sauber nachnageln oder als Charakter
akzeptieren. Hier in Wien gibt es in Bauten vor 1950 nur schwimmende
Böden, da gehört Knarren zum Alltag.
sg Ragnar
> > Die bretter arbeiten sehr, auch beim drauf laufen, wohl auch weil die
> > auflage schlecht ist. Gibt es schrauben mit aufgerauten schaften oder
> > mit teflonmantel, die beim reiben am holz nicht knarren?
>
> Nein, im Gegenteil, mir bekannte Dielenschrauben haben extra glatte
> Schäfte, eben damit das Holz möglichst wenig reibt.
Das glaube ich nicht. Gerade an glatten flächen enstehen die lautesten
geräusche (schwingungen). Nimm z.b. mal eine fensterscheibe. Wenn man
das glas aber mattiert (anätzt), dann ist das quitschen weg.
Ich glaube, an sehr glatten flächen staut sich durch die hohe
haftreibung viel energie an, die sich dann in lauten tönen entlädt.
Rauhe flächen haben eine viel kleinere haftreibung. Aber natürlich
eine höhere gleitreibung, die auch irgendwo geräusche macht, aber
gleichmässiger.
Ich habe von spax nichtrostende "parkettschrauben" gefunden. Die haben
ein zweigeteiltes gewinde: der obere teil für die diele, der untere
teil für den balken. Damit wird der diel nicht nur vom schraubenkopf
gehalten, sondern auch vom gewinde. Sie haben sogar eine torx-
aufnahme. Also echt ideal.
Aber: gelb wäre mir für holzschrauben lieber gewesen als silber.
JMS