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Wie Flüssig darf Beton sein.

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Martin Rohner

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Apr 5, 2002, 12:25:00 PM4/5/02
to
Hallo,

ich stehe vor der Aufgabe in einen Hohlraum Beton zu gießen.
Da der Zwischenraum tws. nur 30mm dick ist (60 cm Höhe) frage ich mich
wie flüssig der Beton sein kann und wie lange das abbinden dauert.
Die Schalung besteht aus Porenbeton.

Kann man auch reinen Zement mit Wasser mischen und so einschlämmen ?

So hat man meine Träger für die Carportstützen in Beton eingeschlämmt.

20 mm Stahl in 25 mm Bohrloch.

Gruß Martin


Stefan Brammann

unread,
Apr 6, 2002, 2:42:10 AM4/6/02
to

"Martin Rohner" <Martin...@iz.maus.de>
schrieb im Newsbeitrag news:200204051...@iz.maus.de...

Hallo Martin,Beton bekommt meines Wissens nur eine Haerte
in Verbindung mit Kies,Zement alleine ist keine Loesung.
Hast du schon mal ein Sack Zement gesehen das nass wird und
abgebunden hat,wenn du den aus 1-2m Hoehe fallen laesst,platz
der Kram aus_ein_ander.

Habe auch gerade diese Woche meine Carport stuetzen gesetzt.
1 Teil Zement auf 4 Teile Kies 0,8er.
(War uebrigens die Empfehlung eines Nachbarn=Kieswerkbesitzer,
und der sollte es Wissen)

*HTH
Stefan

PS: Hoffe du wirst mit dein Carportstuetzen kein Wunder erleben,
halte nicht viel von den 1-Dorn Stuetzen,lange H-Traeger sind
die bessere Alternative.


Martin Rohner

unread,
Apr 6, 2002, 3:48:06 AM4/6/02
to
Hallo Stefan,

>
> Hallo Martin,Beton bekommt meines Wissens nur eine Haerte
> in Verbindung mit Kies,Zement alleine ist keine Loesung.
> Hast du schon mal ein Sack Zement gesehen das nass wird und
> abgebunden hat,wenn du den aus 1-2m Hoehe fallen laesst,platz
> der Kram aus_ein_ander.
Der Effekt wäre bei Gebilden mit 2,5mm Wandstärke aber gleich.

> Habe auch gerade diese Woche meine Carport stuetzen gesetzt.
> 1 Teil Zement auf 4 Teile Kies 0,8er.

Die Stützen wurden in eine 25 cm dicke Betonplatte gesetzt die auf ein
vorheriges Betonfundament gegossen wurde.


> PS: Hoffe du wirst mit dein Carportstuetzen kein Wunder erleben,
> halte nicht viel von den 1-Dorn Stuetzen,lange H-Traeger sind
> die bessere Alternative.

Es sind H-Träger 121 x 400. Das Carport ist 43 m3 groß und begehbar.

Gruß Martin


>


Andrea Glatthor

unread,
Apr 6, 2002, 5:09:55 AM4/6/02
to
Hallo Martin,

Martin...@iz.maus.de (Martin Rohner) schrieb:

> ich stehe vor der Aufgabe in einen Hohlraum Beton zu gießen.
> Da der Zwischenraum tws. nur 30mm dick ist (60 cm Höhe) frage ich mich
> wie flüssig der Beton sein kann und wie lange das abbinden dauert.
> Die Schalung besteht aus Porenbeton.

Was muss die Füllung denn aushalten? Wo befindet sich der Hohlraum und
welche Funktion hat der Beton?

Normalerweise würde ich sagen, man nimmt einfach Betonvergußmörtel
(Vergußbeton). Die gibt es mit verschiedenen Körnungen und sie werden
üblicherweise zum kraftschlüssigen Vergießen von irgendwelchen Einbauten
(in Maschinenfundamente z.B.) verwendet. Beispiel:
Vergußbeton von Quick-mix:
http://www.quick-mix.de/sortiment/sortiment_profi/276.html

> Kann man auch reinen Zement mit Wasser mischen und so einschlämmen ?

Nein. Das gibt Risse ohne Ende in der Zementfüllung. Du brauchst viel zu
viel Wasser zum Anmachen des Zements. Der pure Zement hat mit der
maximal zulässigen Wassermenge eine knetgummiartige Konsistenz und die
bekommst Du in den Hohlraum kaum hinein. :-)

(Es sei denn, die bröselnde Zementfüllung stört nicht, aber dann könnte
man auch Sand hineinfüllen.)

> So hat man meine Träger für die Carportstützen in Beton eingeschlämmt.
> 20 mm Stahl in 25 mm Bohrloch.

Hmmm, da sage ich nichts zu. IMHO: "Echte Fachleute"[tm] am Werk.

Andrea
--
FAQ von de.rec.heimwerken http://www.d-r-h.de/faq/
FAQ von de.sci.chemie http://www.svbuc.de/dsc/faq/
Bauchemie-Datenbank http://db.baustoffchemie.de/

Stefan Brammann

unread,
Apr 6, 2002, 11:39:35 AM4/6/02
to

"Martin Rohner" <1...@z71.de>
schrieb im Newsbeitrag news:a8mdht$h6o$04$1...@news.t-online.com...

Hallo Martin.

> > Hast du schon mal ein Sack Zement gesehen das nass wird und
> > abgebunden hat,wenn du den aus 1-2m Hoehe fallen laesst,platz
> > der Kram aus_ein_ander.
> Der Effekt wäre bei Gebilden mit 2,5mm Wandstärke aber gleich.

Stimmt,sollte auch nur als Beispiel dienen das Zement
alleine nicht viel bringt.

> Die Stützen wurden in eine 25 cm dicke Betonplatte gesetzt die auf ein
> vorheriges Betonfundament gegossen wurde.

> Es sind H-Träger 121 x 400. Das Carport ist 43 m3 groß und begehbar.


Okay,das hoert sich schon besser an.Nach deinem Posting dachte ich das
du diese billigen Eindornhalter genommen hast,in etwa so:
I I
I--I
I
I

Fuer deine Fuellung in der Wand wuerde ich auch eine Mischung
von ca 1:4 nehmen mit feinerem Kies 0,2-0,4 und dann so dick,
das es gerade noch darein laeuft.

Gruss
Stefan


Martin Rohner

unread,
Apr 7, 2002, 12:00:14 PM4/7/02
to
Hallo Andrea,

>
> Was muss die Füllung denn aushalten? Wo befindet sich der Hohlraum und
> welche Funktion hat der Beton?
Ich habe es heute noch geschafft ein Bild zu machen. Das habe ich unter
"krumbeutel.de" mal ins web gestellt.

Das Problem (wenn es denn eins war) ist aber gelöst. Ich höre aber immer
gerne andere Meinungen.

Gruß Martin


Martin Rohner

unread,
Apr 7, 2002, 3:57:00 AM4/7/02
to
Hallo Andrea,
AG>Was muss die Füllung denn aushalten? Wo befindet sich der Hohlraum und
AG>welche Funktion hat der Beton?
Es handelt sich um einen "Doppel-T-Träger". Es steht in einer Wandecke und ist
ca. 1 Meter im Fundament verankert.
Der soll jetzt mit Beton ummantelt werden. Die 30 mm ergeben sich aus der Seite
des Trägers die an der Wand liegt.

Die Sache hat nichts mit Statik zu tun, es ist nur eine Vorbeugemaßnahme, da
die Wand im Erdreich liegt.
AG>Hmmm, da sage ich nichts zu. IMHO: "Echte Fachleute"[tm] am Werk.
Da gab es auch noch andere Sachen :-)

Gruß Martin

Andrea Glatthor

unread,
Apr 7, 2002, 5:49:32 PM4/7/02
to
Hallo Martin,

"Martin Rohner" <1...@z71.de> schrieb:

[Ich fragte:]


>> Was muss die Füllung denn aushalten? Wo befindet sich der Hohlraum und
>> welche Funktion hat der Beton?

> Ich habe es heute noch geschafft ein Bild zu machen. Das habe ich unter
> "krumbeutel.de" mal ins web gestellt.

Habe ich mir angesehen. Und nu?

> Das Problem (wenn es denn eins war) ist aber gelöst. Ich höre aber immer
> gerne andere Meinungen.

Wozu? Ist das Problem jetzt gelöst oder nicht? =:-)
Warte wenigstens noch ein paar Jahre ... frostsicher ist Deine
Mörtelmischung nämlich nicht und vielleicht hast Du dann wieder ein
Problem. ;->

Zu den braunen Flecken auf dem Kellerboden ... war das jetzt der Aufruf
zur konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe? ;-)

Martin Rohner

unread,
Apr 10, 2002, 10:40:00 AM4/10/02
to
Hallo,
AG>frostsicher ist Deine Mörtelmischung nämlich nicht
Warum ? Es ist doch kein Wasser mehr drin.
Oder ist es die unterschiedliche Ausdehnung ?

AG>Zu den braunen Flecken auf dem Kellerboden ... war das jetzt der Aufruf
AG>zur konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe? ;-)
Später, aber ich habe es erst einmal auf der Festplatte.

Gruß Martin


Andrea Glatthor

unread,
Apr 12, 2002, 3:55:07 AM4/12/02
to
Hi Martin.

Martin...@iz.maus.de (Martin Rohner) schrieb:

> AG>frostsicher ist Deine Mörtelmischung nämlich nicht

> Warum ? Es ist doch kein Wasser mehr drin.
> Oder ist es die unterschiedliche Ausdehnung ?

Nee, Du hast schon recht. Ich wußte anfangs ja nicht wo der zu
verfüllende Hohlraum liegt und welchen Zweck der Füllmörtel erfüllen
soll. Wenn er weder naß werden kann, noch als Rostschutz für die
Stahlstütze gedacht ist, dann kann er ruhig porös sein bzw.
frostempfindlich (und was schlechter Mörtel sonst noch so an
Charaktereigenschaften aufweist). Macht alles nix.

Andrea
--
Webverzeichnis für Heimwerker: http://db.d-r-h.de/

Martin Rohner

unread,
Apr 13, 2002, 8:52:00 AM4/13/02
to
Hallo Andrea,
AG>Wenn er weder naß werden kann, noch als Rostschutz für die
AG>Stahlstütze gedacht ist,
Was muß er den für Eigenschaften haben um als Rostschutz zu dienen.

Gruß Martin


Andrea Glatthor

unread,
Apr 15, 2002, 6:31:03 AM4/15/02
to
Martin...@iz.maus.de (Martin Rohner) schrieb:

[Beton]


> AG>Wenn er weder naß werden kann, noch als Rostschutz für die
> AG>Stahlstütze gedacht ist,

> Was muß er den für Eigenschaften haben um als Rostschutz zu dienen.

Er darf nicht porös sein - genauer gesagt darf er möglichst kein CO2
aus der Luft in sich hinein lassen und im Außenbereich darf er auch
kein Wasser aufsaugen.
Für den Rostschutz ist nämlich der pH-Wert maßgebend: In alkalischer
Umgebung rostet der Bewehrungsstahl nicht. Also darf der Beton, der in
frischem Zustand hochalkalisch ist, nicht neutralisiert werden. Genau
das passiert aber durch das CO2 aus der Luft. Den Vorgang nennt man
bei Beton 'Carbonatisierung' und diese ist verantwortlich für jene
Betonschäden, die sich als Rostfahnen an Sichtbetonflächen bemerkbar
machen. Dort war der Beton entweder nicht dicht genug gegenüber dem
CO2 (und dem sauren Regen) oder die Schichtdicke des Betons war nicht
hoch genug um die alkalische Umgebung für den Stahl auf Dauer zu
gewährleisten.

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