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Pfetten auswechseln

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Ralf Polscher

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Feb 22, 2003, 4:21:26 AM2/22/03
to
Vielleicht bin ich in der "Heimwerkergruppe" nicht ganz richtig,
aber hat jemand eine Vorstellung was es kostet bei einem
Haus (11*10 m, Weber-Fertighaus BJ 2002 45° Dach) das komplette
Dach abzunehmen, die 5 Pfetten (ca. 12,60m, da 80 cm Dachüberstand)
auszuwechseln, und das Dach wieder draufzubauen?
Zusätzliche Arbeiten in den Innenräumen eingeschlossen.

Hintergrund ist der, daß mir ein Tiefbauer gegen den Dachüberstand
gefahren ist, und er mir das Dach (und Haus) ramponiert hat.
Natürlich waren die Jungs von Weber schon da, und werden die nächsten
Tage ein Angebot ausarbeiten.
Nur als der Sachverständige mir heute erzählte, daß die Pfetten ausgewechselt
werden müssen, da bekam ich doch weiche Knie.

Falls also jemand eine Idee hat was sowas kosten wird, wäre ich
ihm dankbar, ansonsten habe ich mich von dem Schock schon
ganz gut erholt.

Jochen Kriegerowski

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Feb 22, 2003, 4:30:19 AM2/22/03
to
"Ralf Polscher" <ra...@gmx.de> schrieb

> Vielleicht bin ich in der "Heimwerkergruppe" nicht ganz richtig,
> aber hat jemand eine Vorstellung was es kostet bei einem
> Haus (11*10 m, Weber-Fertighaus BJ 2002 45° Dach) das komplette
> Dach abzunehmen, die 5 Pfetten (ca. 12,60m, da 80 cm Dachüberstand)
> auszuwechseln, und das Dach wieder draufzubauen?

Zu den Kosten kann ich wenig sagen, dich aber insoweit beruhigen,
als dafür nicht unbedingt das ganze Dach abgenommen werden
muss: Die Hölzer kann man (fast) immer einzeln austauschen.

Gruß
Jochen

Ralf Polscher

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Feb 22, 2003, 5:41:25 AM2/22/03
to

"Kai Dupke" <K...@Dupke.org> schrieb im Newsbeitrag news:lmi73b...@koma.han.de...
> Ralf Polscher <ra...@gmx.de> wrote:
> > Nur als der Sachverstaendige mir heute erzaehlte, dass die Pfetten ausgewechselt
> > werden muessen, da bekam ich doch weiche Knie.
>
> Aeh, Du hast doch einen Verursacher? Oder bist Du der Tiefbauer?

Nein ;-)
Ich habe den Verursacher, seine Versicherung war auch schon da.
Ich mache mir nur Sorgen wegen der Arbeiten.
Wenn es sich um ein Auto handeln würde, dann würde ich es defekt
verkaufen und es durch ein Unfallfreies ersetzten (1).
Bei einem Haus ist das leider nicht möglich, und deswegen bin ich
etwas besorgt.

(1) Bei Autos habe ich schon die tollsten Folgeschäden auch
nach geringfügigen Reparaturen erlebt.

Ralf Polscher

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Feb 22, 2003, 5:45:07 AM2/22/03
to

"Jochen Kriegerowski" <Kriege...@despammed.com> schrieb im Newsbeitrag
news:b37fvd$1ae$00$1...@news.t-online.com...

>
> Zu den Kosten kann ich wenig sagen, dich aber insoweit beruhigen,
> als dafür nicht unbedingt das ganze Dach abgenommen werden
> muss: Die Hölzer kann man (fast) immer einzeln austauschen.

Na ich lass mich mal überraschen.
Ich werde nächste Woche mal ins Werk fahren, und mich mit den
Technikern unterhalten, welche Idden die haben.

Axel Buessing

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Feb 23, 2003, 5:29:22 AM2/23/03
to
Hallo Jochen!


[Pfetten auswechseln]

JK> Zu den Kosten kann ich wenig sagen, dich aber insoweit beruhigen,
JK> als dafuer nicht unbedingt das ganze Dach abgenommen werden
JK> muss: Die Hoelzer kann man (fast) immer einzeln austauschen.

Wie das denn, wenn von innen ausgebaut ist?

Ich seh' allerdings nicht die Notwendigkeit, warum Pfetten (und dann auch
gleich alle...) ueberhaupt getauscht werden muessen, kenne aber natuerlich den
Schaden nicht.


Axel

Jochen Kriegerowski

unread,
Feb 23, 2003, 6:57:15 AM2/23/03
to
"Axel Buessing" <Axel.B...@mailonly.ftn.de> schrieb

Hallo Axel,

> [Pfetten auswechseln]


> Wie das denn, wenn von innen ausgebaut ist?

Man muss natürlich die Pfetten, und die Sparren im Auflagerbereich,
komplett freilegen - Sparren provisorisch abfangen, alte Pfette raus,
neue Pfette rein.

Im Innern kann das natürlich bei einem ausgebauten Dachgeschoss
ziemlich aufwändig sein, aber immer noch weniger 'invasiv' als das
Dach komplett abzureißen, nur um 5 Hölzer zu tauschen.

> Ich seh' allerdings nicht die Notwendigkeit, warum Pfetten (und dann auch
> gleich alle...) ueberhaupt getauscht werden muessen, kenne aber natuerlich den
> Schaden nicht.

Eben. Merkwürdig kam mir das auch vor - wenn die nur (alle?), offensicht-
lich an einer Giebelwand da vom Dachüberstand die Rede war, irgendwie
angebrochen sind, lassen die sich auch reparieren (evtl. 2 oder 3 Meter,
je nach Konstruktion, absägen und ersetzen)

Aber: Das kann natürlich nur ein Zimmermann vor Ort entscheiden.

Gruß
Jochen

Andreas Isenboeck

unread,
Feb 25, 2003, 5:47:50 AM2/25/03
to
> Man muss natürlich die Pfetten, und die Sparren im Auflagerbereich,
> komplett freilegen - Sparren provisorisch abfangen, alte Pfette raus,
> neue Pfette rein.

In meinem DG muß auch ein Teil der Mittelpfette ersetzt werden

Wie werden die Sparren abgefangen ?
Werden hierfür spezielle Stahlstützen mit schrägem Auflager verwendet ?

Andreas Isenböck

Jochen Kriegerowski

unread,
Feb 25, 2003, 6:01:17 AM2/25/03
to
"Andreas Isenboeck" <Isen...@freenet.de> schrieb

> Wie werden die Sparren abgefangen ?
> Werden hierfür spezielle Stahlstützen mit schrägem Auflager verwendet ?

Da wird je nach Situation improvisiert. Stahlstützen schräg, oder ein
Kantholz irgend wo zwischen geklemmt.
Das muss ja nicht für die Ewigkeit halten, und du würdest dich wundern,
was ein erfahrener Zimmermann alles an Holz aus dem Dachstuhl haut
_ohne_ irgend was abzufangen, und das Dach trotzdem nicht einstürzt.

Will sagen: Wegen einer Mittelpfette brauchst du evtl. gar nichts abstützen.
Eine gigantische Schneelast wird während der Arbeiten kaum auf dem
Dach sein, orkanartiger Sturm mit entsprechender Windlast wohl eben so
wenig, die Sparren sind noch an zwei Punkten fixiert....

Aber: Bevor du die Kettensäge holst lass' das lieber noch mal von jemand
ansehen, der sich damit auskennt [tm]

Gruß
Jochen

Andreas Isenboeck

unread,
Feb 25, 2003, 8:22:46 AM2/25/03
to
> Will sagen: Wegen einer Mittelpfette brauchst du evtl. gar nichts
abstützen.
> Eine gigantische Schneelast wird während der Arbeiten kaum auf dem
> Dach sein, orkanartiger Sturm mit entsprechender Windlast wohl eben so
> wenig, die Sparren sind noch an zwei Punkten fixiert....

Die Mittelpfette ist 15m lang und unterbrochen durch abgerissene Kamine.
Entsprechend stehen viele Stile herum die ich durch teilweise oder komplette
Erneuerung der Mittelpfette ersetzen möchte.


> Aber: Bevor du die Kettensäge holst lass' das lieber noch mal von jemand
> ansehen, der sich damit auskennt [tm]

Ich mache das auf keinen Fall selbst.

Gruß
Andreas


Jochen Kriegerowski

unread,
Feb 25, 2003, 9:08:53 AM2/25/03
to
"Andreas Isenboeck" <Isen...@freenet.de> schrieb

> Die Mittelpfette ist 15m lang und unterbrochen durch abgerissene Kamine.
> Entsprechend stehen viele Stile herum die ich durch teilweise oder komplette
> Erneuerung der Mittelpfette ersetzen möchte.

Ah ja - verstehe.

> Ich mache das auf keinen Fall selbst.

Besser ist das in diesem Fall, wenn es auch noch ein paar Stielen an den
Kragen gehen soll, evtl. dafür andere gesetzt werden müssen, mit allem
was dazu gehört.

Gruß
Jochen

Andreas Isenboeck

unread,
Feb 25, 2003, 1:36:25 PM2/25/03
to
> Besser ist das in diesem Fall, wenn es auch noch ein paar Stielen an den
> Kragen gehen soll, evtl. dafür andere gesetzt werden müssen, mit allem
> was dazu gehört.

Mit allem was dazugehört ? Kannst Du das näher erläutern ?

Danke Dir Jochen


Jochen Kriegerowski

unread,
Feb 25, 2003, 1:47:54 PM2/25/03
to
"Andreas Isenboeck" <Isen...@freenet.de> schrieb

> Mit allem was dazugehört ? Kannst Du das näher erläutern ?

Ich dachte da an Schwellen (1) und Kopfbänder (2), in erster
Linie.

(1) Wenn du einen Stiel an eine Stelle setzt wo vorher keiner
war, muss ja die Kraft irgend wie auf die Deckenbalken ab-
geleitet werden. Dazu liegen unter den Stielen Schwellen,
die die Last auf mehrere Balken verteilen.

(2) Das sind die kurzen schräg verlaufenden Höler zwischen
Stiel und Pfette, die der Längsaussteifung des Dachstuhls dienen.
Die kann man relativ leicht auch selbst anbringen, man darf sie
aber nicht 'vergessen', weil sie z.B. beim Innenausbau stören.

Gruß
Jochen

Andreas Isenboeck

unread,
Feb 25, 2003, 5:01:45 PM2/25/03
to
> > Mit allem was dazugehört ? Kannst Du das näher erläutern ?
>
> Ich dachte da an Schwellen (1) und Kopfbänder (2), in erster
> Linie.
>
> (1) Wenn du einen Stiel an eine Stelle setzt wo vorher keiner
> war, muss ja die Kraft irgend wie auf die Deckenbalken ab-
> geleitet werden. Dazu liegen unter den Stielen Schwellen,
> die die Last auf mehrere Balken verteilen.

Und wenn ich den neuen Stil auf einen Deckenbalken setze ?
Unter Berücksichtigung der Statik natürlich !

>
> (2) Das sind die kurzen schräg verlaufenden Höler zwischen
> Stiel und Pfette, die der Längsaussteifung des Dachstuhls dienen.
> Die kann man relativ leicht auch selbst anbringen, man darf sie
> aber nicht 'vergessen', weil sie z.B. beim Innenausbau stören.

Ich finde Höler sind schöne Gestaltungselemente in einem DG.
Als Verbindungselemente würde ich wieder Holzstifte wählen. Nur wie stelle
ich die formschlüssige Verbindung her ?

Andreas Isenböck


Jochen Kriegerowski

unread,
Feb 26, 2003, 2:33:20 AM2/26/03
to
"Andreas Isenboeck" <Isen...@freenet.de> schrieb

> Und wenn ich den neuen Stil auf einen Deckenbalken setze ?
> Unter Berücksichtigung der Statik natürlich !

Unter Berücksichtigung der Statik wirst du in 99,99 % der Fälle
feststellen, dass diese Punktlast für einen einzelnen Decken-
balken zu groß ist und du somit eine Schwelle brauchst.

> Als Verbindungselemente würde ich wieder Holzstifte wählen.

Für das Gespräch mit dem Zimmerer: Das ist ein Holznagel.

> Nur wie stelle ich die formschlüssige Verbindung her ?

Du sagst dem Zimmermann, dass du 'klassische' Zimmermanns-
mäßige Verbindungen haben willst und dann wird er das für dich
machen. Denn:
Du kannst dir ein Buch kaufen und anhand der Abbildungen
selbst dein Glück versuchen (üben, üben, üben!), aber wenn
du dich dann an deiner schönen 15 m langen Pfette um ein paar
Millimeter 'verschnitzt'... dann darfst du u.U. eine neue bestellen.

Ansonsten: Der Stiel hat oben und unten je einen Zapfen (ohne
Nagel), die Kopfbänder an beiden Enden einen schrägen Zapfen
(mit Nagel)

Gruß
Jochen

Werner Reimann

unread,
Feb 26, 2003, 7:54:03 AM2/26/03
to
Andreas Isenboeck schrieb in der newsgroup de.rec.heimwerken:

> Ich finde Höler sind schöne Gestaltungselemente
> in einem DG.

ACK, man kann was draus machen, sollte aber dann auch keine
"imprägnierten" nehmen.

> Als Verbindungselemente würde ich wieder
> Holzstifte wählen. Nur wie stelle
> ich die formschlüssige Verbindung her ?
>

Am besten gar nicht :-)
Es gibt grad genug Verbinder, die man nicht sieht. Holzstifte dienen in
der Regel nur der Lagesicherung, nicht der Kraftübertragung.
Mit den traditionellen Verbindungen kannst Du zum einen nur Druck
übertragen, was die Konstruktionsfreiheit einschränkt, zum anderen wird
der Querschnitt gerade an den "interessanten" Stellen durch Aussparungen
geschwächt, weshalb man unnötig dicke Querschnitte braucht.

viele Grüße
Werner

------------------------------------------------------------------------
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de


Jochen Kriegerowski

unread,
Feb 26, 2003, 10:15:48 AM2/26/03
to
"Werner Reimann" <werner_...@freenet.de> schrieb

> Mit den traditionellen Verbindungen kannst Du zum einen nur Druck
> übertragen, was die Konstruktionsfreiheit einschränkt, zum anderen wird
> der Querschnitt gerade an den "interessanten" Stellen durch Aussparungen
> geschwächt, weshalb man unnötig dicke Querschnitte braucht.

Schon richtig. Aber wenn man eine alte (traditionelle Knoten) Pfette
gegen eine neue austauscht, wird man ja in aller Regel die gleichen
Dimensionen nehmen (sonst passt ja gar nichts mehr), und da waren
früher die Querschnittsverminderungen natürlich schon berücksichtigt.

Gruß
Jochen

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