news:lhoe86$664$1...@dont-email.me...
> Ein Bekannter von mir, der regelmäßig beruflich einen Stromgenerator
> benötigt, hat sich so einen Chinakracher gekauft, nachdem sein
> steinalter Bosch nach vielen Jahren die Grätsche gemacht hatte.
> Er meinte, dass diese Dinger vergleichsweise bescheiden anspringen. Er
> hat nach kurzer Zeit dann ein Teil mit Hondamotor gekauft. Damit ist er
> sehr zufrieden.
> Gerade wenn man so einen Generator nur sehr selten benutzt, steigt die
> Gefahr, dass der Sprit vergammelt und das Ding noch schlechter, bis gar
> nicht anspringt.
Hi,
das liegt meist an der grob unintelligenten Behandlung solcher Stinker. Die
meisten Leute "probieren das aus" und stellen das Teil dann "fertig"
irgendwohin. Klar, dann gammelt der Sprit, stockt das Öl und rostet der
Kolben...man muß diese Teile "einmotten", also Kerze raus, Löffel voll Öl in
den Zyliunder, dreimal anziehen, Kerze lose wieder rein...Sprit ablassen und
getrennt in Kanister lagern, ungemischt...und Mischöl dazustellen. Dazu
bietet die Industrie Kanister mit "zwei getrennten Kammern" an...wozu auch
immer das gut ist. Jedenfalls darf man kein Gemisch stehenlassen.
Macht man alles richtig, springt soein Teil an wie neu. Der weniger dämliche
User legt dann aber den Zündkerzenschlüssel gleich dabei :-) festgemacht mit
Kette. Dito bleibt der Tankdeckel offen, da steckt bloß ein Lappen drin. So
sammelt der Tank kein Kondenswasser, rostet nicht. Alle losen Teile stecken
natürlich dann nicht irgendwo in Kisten, sondern nahebei in wasserfesten
Behältern oder gleich am Gerät. Verliersicher...
klar, so dauert der erste Start einige Minuten länger...aber es lohnt sich.
Die Alternative ist monatlicher Testlauf, ne halbe Stunde lang, damit
Betriebstemp erreicht wird. Erfahrungsgemäß unterbleibt das aber nach den
ersten Malen, der WAF ist unterirdisch...
>
> Für so einen Fall wäre vielleicht eine kleine Solaranlage mit fetten
> Akkus zuverlässiger.
Akkus leben nicht ewig, sind außerdem dann für "Solarzwecke" optimiert und
stehen nicht gerade im Keller neben dem Sumpf...eine Solaranlage im
Inselbetrieb ist sicher recht praktisch bei Stromsperre und Hochwasser,
vielleicht kann man sogar seine Kühlgeräte weiterbetreiben. Aber soeine
Installation ist nicht billig...und der Umgang damit meist auch nicht.
Weshalb wohl bleibts meist bei Provisorien?
Wirklich Sinn machen "lose" Installationen, also festeingebaute Pumpen mit
langem Anschlußkabel samt Gummistecker in wasserdichten Steckdosen mit
ebenso wasserdichtem Deckel. Dann kann man die z.B. im Notfall über externen
Generator anstöpseln und benötigt keine abnahmepflichtige
Spezialinstallation im Keller. Die Kabel müssen natürlich bis dahin reichen,
wo man seinen Generator hinstellen will. Meist reicht da das nächstbeste
Kellerfenster nicht aus...Steckdose und Kabelhalter sollten auch hoch genug
an der Wand sitzen, weitab von jeder bequemen Mißbräuchlichkeit durch
Staubsauger und ähnliche Subjekte...
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mfg,
gUnther