eine der beiden Ecken meiner U-Küche scheint nicht rechtwinklig zu sein.
Beim Anhalten eines Wandeckschranks lässt sich dieser hin und her bewegen.
Drücke ich ihn flach an die eine Wand, steht er von der anderen Wand etwas
(minimal) ab.
Die Wände für sich sind jeweils gerade, was ich mit einer angelegten Leiste
überprüft habe. Der Winkel an sich ist aber zumindest 50 cm tiefer bei der
Arbeitsplatte rechtwinklig.
Ich überlege nun, wie ich damit umgehen soll. Ich wollte nun die mittlere
Seite des U's zuerst aufhängen und dann hoffen, dass die Seiten sich
irgendwie akzeptabel anbringen lassen.
Oder sollte ich mit Unterlegscheiben dafür sorgen, dass der Eckschrank zu
beiden Wänden ungefähr den gleichen Abstand hat?
Ich müsste das irgendwie vorher feststellen, damit ich die hängenden
Schränke nicht wieder abbauen muss. (Sie werden angeschraubt, nicht
eingehängt).
Für Tipps wäre ich echt dankbar!
Grüße
Magnus
"Minimal" ist undefiniert.
Wie groß ist das Maß von der Ecke bis zum Schrankkante und zum wie groß ist
der Spalt?
Maßangaben mit Einheit sind hilfreich.
--
Thomas
>
> eine der beiden Ecken meiner U-Küche scheint nicht rechtwinklig zu sein.
> Beim Anhalten eines Wandeckschranks lässt sich dieser hin und her bewegen.
> Drücke ich ihn flach an die eine Wand, steht er von der anderen Wand etwas
> (minimal) ab.
Grundsätzlich ist es nicht schlecht, wenn hinter dem Wandschrank die
Luft durch kann. Dann bleibt die Wand besser trocken.
--
Liebe Grüße, Gerd - Hier steht die Satelliten FAQ,
PC-Tipps, Mopped, Katzen, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/
Ist diese Beschreibung so zu verstehen, dass der tatsaechliche Winkel
groesser als 90 Grad ist?
Und was heisst "minimal". Hast du da eine Groessenangabe in einer allgemein
nachvollziehbaren Einheit? Und wie lang ist der Schenkel? Nur der Eckschrank
oder kommen da noch 15 Ellen und und 4 Fingerbreit?
>Die Wände für sich sind jeweils gerade, was ich mit einer angelegten Leiste
>überprüft habe. Der Winkel an sich ist aber zumindest 50 cm tiefer bei der
>Arbeitsplatte rechtwinklig.
Was? Den letzten Satz verstehe ich nicht.
>Ich überlege nun, wie ich damit umgehen soll. Ich wollte nun die mittlere
>Seite des U's zuerst aufhängen und dann hoffen, dass die Seiten sich
>irgendwie akzeptabel anbringen lassen.
Jetzt verstehe ich noch weniger. Was haben Haengeschraenke (ich nehme an, du
meinst damit die Oberschranke?) mit der Arbeitsplatte zu tun?
>Oder sollte ich mit Unterlegscheiben dafür sorgen, dass der Eckschrank zu
>beiden Wänden ungefähr den gleichen Abstand hat?
>
>Ich müsste das irgendwie vorher feststellen, damit ich die hängenden
>Schränke nicht wieder abbauen muss. (Sie werden angeschraubt, nicht
>eingehängt).
Bei einem Winkel der Waende von weniger als 90 Grad ergibt sich die Loesung
von allein. Montiere den Eckschrank. Es ist dabei ziemlich egal, ob er in
Flucht mit einem Schenkel ist oder ob du die Ausrichtung zwischen beiden
Schenkeln mittelst. Im ersten Fall hast du einen keilfoermigen Spalt auf nur
einer Seite, im anderen Fall zwei halb so grosse Spalten auf beiden Seiten.
Aber zumindest die Sichtfront ist geschlossen.
Bei einem Winkel von mehr als 90 Grad wird die Sache komplizierter. Wenn die
Abweichung _bis_zum_Ende_des_Schenkels(!) nur minimal ist, dann koenntest du
ueberlegen, ob du die Kueche trotzdem rechtwinklig aufbaust. Minimal heisst
hier, dass sich der Spalt zwischen Schraenken und Wand auch am Ende des
Schenkels noch durch die Abdeckleiste abdecken laesst. In dem Fall kann man
die Schraenke zur Wand hin entsprechend unterfuettern, sollte aber sofern
die Stirnseite des Schenkels sichtbar ist, dort den Spalt zur Wand durch
eine Sichtblende verkleiden.
Die bessere und bei langen Schenkeln/groesseren Abweichungen einzige Methode
ist, die Schraenke direkt an der Wand zu montieren. In diesem Fall entsteht
an der Frontseite zwischen Eckschrank und angrenzendem Schrank ein sehr
auffaelliger, haesslicher Spalt, den man durch ein entsprechendes Passstueck
fuellen muss. Noch schlimmer: die Arbeitsplatten lassen sich nicht mehr
rechtwinkling (=vorfabriziert) stossen, sondern muessen an Ort und Stelle
passend auf Gehrung bzw. mit nichtrechtwinkligem Ende geschnitten werden.
Das ist alles andere als einfach!
Wegen dieser zwei Gruende versucht man dann doch manchmal zu tricksen und
die Kueche doch wie oben beschrieben rechtwinklig aufzubauen. Aber meistens
geht es halt nicht.
jue
Ja, er ist etwas größer, so dass der Schrank nicht gleichzeitig an beiden
Wänden anliegt.
> Und was heisst "minimal".
Wenn eine Seite anliegt, hat man an der anderen vielleicht 0.5 cm Luft.
> Und wie lang ist der Schenkel?
Beide Schenkel sind 60 cm lang.
> Nur der Eckschrank oder kommen da noch 15 Ellen und und 4 Fingerbreit?
Es handelt sich um eine Ecke des U's. Es folgen noch mehrere Hängeschränke.
>>Die Wände für sich sind jeweils gerade, was ich mit einer angelegten
>>Leiste überprüft habe. Der Winkel an sich ist aber zumindest 50 cm tiefer
>>bei der Arbeitsplatte rechtwinklig.
> Was? Den letzten Satz verstehe ich nicht.
Bei meiner Küche kommt ca. 50 cm unterhalb der Hängeschränke die
Arbeitsplatte. Hier trat das Problem nicht auf, d. h. auf dieser Höhe ist
die Wand rechtwinklig.
>>Ich überlege nun, wie ich damit umgehen soll. Ich wollte nun die mittlere
>>Seite des U's zuerst aufhängen und dann hoffen, dass die Seiten sich
>>irgendwie akzeptabel anbringen lassen.
> Jetzt verstehe ich noch weniger. Was haben Haengeschraenke (ich nehme an,
> du meinst damit die Oberschranke?) mit der Arbeitsplatte zu tun?
Fast nichts, nur, dass sie sich an denselben Wänden befinden (s. o.).
> Bei einem Winkel von mehr als 90 Grad wird die Sache komplizierter. Wenn
> die Abweichung _bis_zum_Ende_des_Schenkels(!) nur minimal ist, dann
> koenntest du ueberlegen, ob du die Kueche trotzdem rechtwinklig aufbaust.
> Minimal heisst hier, dass sich der Spalt zwischen Schraenken und Wand auch
> am Ende des Schenkels noch durch die Abdeckleiste abdecken laesst.
Das müsste gehen.
Ich hatte aber auch Bedenken, weil die Hängeschränke von innen verschraubt
werden und nicht in Haken eingehängt werden. Wenn ein Abstand zur Wand
bleibt, kann ich die Schrauben nicht fest anziehen, da sich sonst die
Winkel verziehen. Ich hoffe, dass das verständlich ist.
> In dem
> Fall kann man die Schraenke zur Wand hin entsprechend unterfuettern,
> sollte aber sofern die Stirnseite des Schenkels sichtbar ist, dort den
> Spalt zur Wand durch eine Sichtblende verkleiden.
Was bedeutet "unterfüttern" und was ist die "Stirnseite"?
> Noch schlimmer: die Arbeitsplatten lassen sich
> nicht mehr rechtwinkling (=vorfabriziert) stossen, sondern muessen an Ort
> und Stelle passend auf Gehrung bzw. mit nichtrechtwinkligem Ende
> geschnitten werden.
Diese passen ja perfekt. Daher kommt meine Hoffnung, dass es sich nur um
eine lokal begrenzte Unebenheit handelt, z. B. Unebenheiten im Putz.
Vielleicht müsste man nur etwas Putz wegklopfen. Dazu müsste ich aber wissen
(daher auch meine Frage), an welcher Stelle die Wand "falsch" ist. Im
günstigsten Fall müsste dies eine Stelle sein, die man ausbessern kann. Im
ungünstigsten Fall sind beide Wände in sich gerade und der Winkel halt
wirklich nicht rechtwinklig.
Danke für die Tipps.
Grüße
Magnus
Es gibt ja zwei Schenkelenden: Das Ende des Schenkels des Eckschranks und
das Ende der gesamten Schrankreihe.
Der von mir angegebene Abstand zur Wand von 0.5 cm bezieht sich auf das Ende
des Schenkels des Eckschranks.
Die Frage ist, ob sich dieser Abstand bis zum Ende der Schrankreihe
fortpflanzt oder ob sich die benachbarten Schränke (alle miteinander
verschraubt) irgendwie an die Wand drücken lassen.
Grüße
Magnus
> Wenn eine Seite anliegt, hat man an der anderen vielleicht 0.5 cm Luft.
Könntest du nicht die paar Millimeter an Boden und Decke der Eck-
schränke keilförmig weghobeln, so dass auch der Eckschrank diese
90 + x° Winkel hat?
> Im
> ungünstigsten Fall sind beide Wände in sich gerade und der Winkel halt
> wirklich nicht rechtwinklig.
Wenn der Winkel in Hängeschrankhöhe >90°, und in Arbeitsplattenhöhe
=90° ist *kann* die Wand nicht in sich gerade sein.
Gruß
Jochen
> Die Frage ist, ob sich dieser Abstand bis zum Ende der Schrankreihe
> fortpflanzt oder ob sich die benachbarten Schränke (alle miteinander
> verschraubt) irgendwie an die Wand drücken lassen.
Bewaffne Dich mit geeignetem Meßwerkzeug (Richtlatte, lange Wasserwaage,
Bandmaß, Zollstock ...) und messe Deine Wände und den Winkel dazwischen
genau aus.
Pythargoras (3^2 + 4^2 = 5^2) hilft aufm Bau bei sowas meistens.
Abweichungen von wenigen Millimetern sind schon wegen Dicke des Putzes nicht
selten und werden in der Praxis dann gerne mal mit einer Leiste abgedeckt,
wenn absolut maßhaltige Möbel eingebaut werden.
Wolfgang
Das laesst duch Anlegen einer Richtlatte leicht herausfinden.
jue
Dann muesstest du die Seitenwand des Eckschranks aber auch im gleichen
Winkel mit abschleifen. Nicht wirklich praktikabel. Eine in den Spalt
eingesetzte Blendleiste von 3-4mm Staerke ist praktischer.
jue
Das ist aber schon erheblich mehr als minimal.
>> Und wie lang ist der Schenkel?
>Beide Schenkel sind 60 cm lang.
>
>Es handelt sich um eine Ecke des U's. Es folgen noch mehrere Hängeschränke.
Missverstaendniss. Ich schrieb ganz bewusst von Schenkel, weil ich
Verwechslungen mit Schrankbreite/tiefe vermeiden wollte. Offensichtlich ist
das nicht gelungen. D.h. deine 0.5cm multiplizieren sich nochmals mit der
Anzahl der folgenden Schraenke zu einem Spalt, der sich bis zum Ende des
Kuechenzeilenschenkel um mehrere Zentimeter oeffnet.
>Bei meiner Küche kommt ca. 50 cm unterhalb der Hängeschränke die
>Arbeitsplatte. Hier trat das Problem nicht auf, d. h. auf dieser Höhe ist
>die Wand rechtwinklig.
Glueck gehabt! Aber dann ist die Wand nicht gerade sondern windschief.
>>>Ich überlege nun, wie ich damit umgehen soll. Ich wollte nun die mittlere
>>>Seite des U's zuerst aufhängen und dann hoffen, dass die Seiten sich
>>>irgendwie akzeptabel anbringen lassen.
>> Bei einem Winkel von mehr als 90 Grad wird die Sache komplizierter. Wenn
>> die Abweichung _bis_zum_Ende_des_Schenkels(!) nur minimal ist, dann
>> koenntest du ueberlegen, ob du die Kueche trotzdem rechtwinklig aufbaust.
>> Minimal heisst hier, dass sich der Spalt zwischen Schraenken und Wand auch
>> am Ende des Schenkels noch durch die Abdeckleiste abdecken laesst.
>
>Das müsste gehen.
Nein, das geht ueberhaupt nicht, weil die letzten Schraenke dann mehrere
Zentimeter von der Wand abstehen wuerden.
>Ich hatte aber auch Bedenken, weil die Hängeschränke von innen verschraubt
>werden und nicht in Haken eingehängt werden. Wenn ein Abstand zur Wand
>bleibt, kann ich die Schrauben nicht fest anziehen, da sich sonst die
>Winkel verziehen. Ich hoffe, dass das verständlich ist.
Deshalb unterfuettert man die Schraube zur Wand hin.
>> In dem
>> Fall kann man die Schraenke zur Wand hin entsprechend unterfuettern,
>> sollte aber sofern die Stirnseite des Schenkels sichtbar ist, dort den
>> Spalt zur Wand durch eine Sichtblende verkleiden.
>
>Was bedeutet "unterfüttern" und was ist die "Stirnseite"?
Stirnseite ist die Seitenwand des letzten Schranks in der Reihe, die die
letztendlich sichtbar ist. Ist bei mehreren cm Abweichung aber sowieso keine
brauchbare Alternative.
Unterfuettern heisst etwas unterlegen (passendes duennes Stueck Holz), so
dass der Schrank fest auf diesem Stueck Holz aufliegt.
>Diese passen ja perfekt. Daher kommt meine Hoffnung, dass es sich nur um
>eine lokal begrenzte Unebenheit handelt, z. B. Unebenheiten im Putz.
man Richtlatte
>Vielleicht müsste man nur etwas Putz wegklopfen. Dazu müsste ich aber wissen
>(daher auch meine Frage), an welcher Stelle die Wand "falsch" ist. Im
>günstigsten Fall müsste dies eine Stelle sein, die man ausbessern kann. Im
>ungünstigsten Fall sind beide Wände in sich gerade und der Winkel halt
>wirklich nicht rechtwinklig.
Miss deine Waende mit einer Richtlatte aus! Ohne jenes sind alles nur wilde
Vermutungen.
jue
> Dann muesstest du die Seitenwand des Eckschranks aber auch im gleichen
> Winkel mit abschleifen. Nicht wirklich praktikabel. Eine in den Spalt
> eingesetzte Blendleiste von 3-4mm Staerke ist praktischer.
Ein kleiner Spalt (dürften nicht mehr als 3 mm sein) entsteht, aber wenn
man den Eckschrank nicht an den Wandwinkel anpasst hat man doch
einen Versrpung zum nchsten Schrank von 5 mm, in der Front.
Oder einen Knick, wenn man den benachbarten Schrank an der einen
Seite auch mit 5 mm Wandabstand montiert und auf der anderen bün-
dig zur Wand damit das Ende der ganzen Schrankreihe nich mehrere cm
in dem Raum ragt. Bei Hochglanz- oder Glastüren würde der Knick
evtl. stören.
Gruß
Jochen
> Ich überlege nun, wie ich damit umgehen soll. Ich wollte nun die mittlere
> Seite des U's zuerst aufhängen und dann hoffen, dass die Seiten sich
> irgendwie akzeptabel anbringen lassen.
Du hängst die Wandschränke der Seiten nicht direkt an die Wand, sondern
an Holzleisten, die du mit dünnem Sperrholz unterfüttert so anbringst,
dass sie im rechten Winkel zur Stirnwand stehen. Vorausgesetzt, dass die
Winkel in beiden Ecken größer als 90° sind. Sonst kommen die Holzleisten
an die anderen Wände.
Den Winkel überprüfst du am besten nach der Pythagoras-Methode, so
spielt der Putz in der Ecke eine untergeordnete Rolle. Also die Längen
der Wände sind a (Stirnwand) und b (eine Seitenwand), c ist dann die
Hypothenuse des Dreiecks, das die zwei Wände aufspannten, dann muss
gelten c²=a²+b², bei mehr als 90° ist c²>a²+b².
Ozan
Stimmt. Du hast halt die Wahl zwischen Pest und Cholera.
jue
Für eine Montage von Bauteilen auf Distanz ( Luft zur Wand ) gibt es
spezielle Distanzschrauben die ein Bauteil in der Position befestigen
in der es sich grade befindet.
Diese Schrauben werden z.B. bei der Montage von Fenstern oder beim
ausgleichen von Unterkonstruktionen für Deckenelemente verwendet.
Allerdings empfehle ich mindestens eine Materialdicke von 19mm um das
Bauteil sicher zu befestigen.
falls noch Fragen ausstehen stehe ich gerne zu Verfügung.
weiter Infos können in meinem neuen Heimwerkerforum unter www.selbst-schreinern.de
-> heimwerkerforum oder unter http://53790.dynamicboard.de eingeholt
werden.
> Für eine Montage von Bauteilen auf Distanz ( Luft zur Wand ) gibt es
> spezielle Distanzschrauben die ein Bauteil in der Position befestigen
> in der es sich grade befindet.
Bis zu welcher Distanz reichen da Unterlegscheiben und ab wann sollte man
diese Distanzschrauben nehmen?
Grüße
Magnus
Meiner Einschätzung nach würde ich ab einem Luftspalt von ca. 10mm
Distanzschrauben verwenden.
Bei weniger Luft würde ich keine Unterlegscheiben verwenden sondern
auf die passende Dicke zugerichtete Holz-Stücke bzw. Sperrholz. Mit
Unterlegscheiben kann man zwar leicht durch aufeinanderlegen die Dicke
verändern, aber es wird schwierig werden diese genau auf die Schraube
in dem Spalt zu positionieren zudem haben sie nur eine kleine
Anpressfläche. Die Holzunterlagen würde ich mit Klebeband an der
Schrankaussenseite befestigen und dann mit der Schraube durch die
Schrankeite und der Unterlage in der Wand befestigen. Die Schraube an
sich sollte möglicht ein Teilgewinde haben um ein sicheres anpressen
an der Wand zu gewährleisten.
gruß der Schreiner