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Vliestapete ("Glattvlies") kleben: Fiasko

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H.-P. Schulz

unread,
Nov 28, 2019, 12:23:05 PM11/28/19
to
Erster Versuch, Vliestapete zu kleben. Und dann gleich Decke ...
Ich bin nun sowieso nicht der große Tapezierer, aber ich mach's dann
doch - nur halt ungern.
Das Fiasko bestand in der Tatsache, dass ich _viel_ zu wenig Kleister
aufgetragen hatte. Die Angaben auf den Produkten sind wirklich total
irreführend!
Man muss die Wand/Decke scheint's wirklich richtig "einbuttern"! Das
hatte ich nicht gemacht. Ich hatte aufgerollt, was ich als "satt"
bezeichnen würde. Das reichte _NICHT_! Die Tapete klebte auf großen
Flächenstücken nicht. Das heißt also, wenn der Untergrund auch nur ein
bisschen was Richtung "saugfähig" ist, dass man doppelte Portion geben
muss.

Auch war der Kleister - nach Anweisung angesetzt - viel zu steif, ein
regelrechter Pudding! Natürlich soll es nicht rumtropfen, aber *so*
dick muss es dann ja auch wieder nicht sein!

Kurz&klein: Alles wieder abgezogen; wieder was gelernt.
Ob ich dieses Gelernte aber überhaupt nochmal zum Tragen bringen
werde, will ich mal dahinstellen.
Aber krieg' mal 'n Maler! Und dann noch für solchen Kleinkram!

Und dann noch was: Selbst die schärfste, neueste Cutterklinge
schneidet Tapete nicht vernünftig! Vielleicht mal 20 cm
hintereinander, aber dann, peng, hat's einen "Klotz" an der Klinge -
und die Chose reißt! (Ja, ich weiß, der Profi schwört auf das _kleine_
Cuttermesser ...)

Siegfried Jedath

unread,
Nov 28, 2019, 12:45:01 PM11/28/19
to
;-) ;-)
Kleister doch, wie in alten Zeiten, die Tapete ein.

Siggi

p.s.: geht doch nix über eine gute, scharfe Tapezierschere. :-)

--
Der Maler - Garant für Schutz und Schönheit

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 28, 2019, 12:47:29 PM11/28/19
to
On Thu, 28 Nov 2019 18:23:03 +0100, H.-P. Schulz <hps...@online.de>
wrote:

> (Ja, ich weiß, der Profi schwört auf das _kleine_
>Cuttermesser ...)


Du hast nichts über den Untergrund gesagt.

Und sag bitte nicht Cuttermesser. Das ist genau so schlimm wie
"lohnenswert". Danke! ;)

Gruß,
U.

Siegfried Jedath

unread,
Nov 28, 2019, 12:49:17 PM11/28/19
to
Warum nicht?
Siggi

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 28, 2019, 12:56:54 PM11/28/19
to
On Thu, 28 Nov 2019 18:49:16 +0100, Siegfried Jedath
<S.Je...@unity-mail.de> wrote:

>
>Warum nicht?


Im Englischen ist ein cutter ein Schneidemittel, auch Messer genannt.
Ein Cuttermesser ist also ein Messermesser. Und das ist doch irgendwie
doof, oder?


Gruß,
U.

Siegfried Jedath

unread,
Nov 28, 2019, 1:01:23 PM11/28/19
to
Ja,ja, ich bin des Englischen einigermassen mächtig.
Aber das ist doch Umgangssprache.
Der Metzger benutzt auch einen Cutter. Das ist aber keine einzelne
Messerklinge.
Hmmmm

Volker Neurath

unread,
Nov 28, 2019, 1:11:59 PM11/28/19
to
Siegfried Jedath <S.Je...@unity-mail.de> Wrote in message:

> Der Metzger benutzt auch einen Cutter.

Und spricht ihn "Kutter", wie in Fischkutter"

--

H.-P. Schulz

unread,
Nov 28, 2019, 1:15:37 PM11/28/19
to
Ulrich G. Kliegis
<diesemailadressevonUlliistzwaret...@kliegis.de>
schrieb:

>On Thu, 28 Nov 2019 18:23:03 +0100, H.-P. Schulz <hps...@online.de>
>wrote:
>
>> (Ja, ich weiß, der Profi schwört auf das _kleine_
>>Cuttermesser ...)
>
>
>Du hast nichts über den Untergrund gesagt.

Zementputz, - mit einzelnen Feldern Altanstrich.
>
>Und sag bitte nicht Cuttermesser. Das ist genau so schlimm wie
>"lohnenswert". Danke! ;)

Bei 'lohnenswert' kriege ich auch die Krätze!
Und 'Cuttermesser' ist nicht schön, aber im Gewerk etabliert.
Wie, genau, heißt denn so ein Ding - ich meine, mit dieser
Abbrech-Klinge - auf Starckteutsch??

H.-P. Schulz

unread,
Nov 28, 2019, 1:20:52 PM11/28/19
to
Siegfried Jedath <S.Je...@unity-mail.de> schrieb:


>;-) ;-)
>Kleister doch, wie in alten Zeiten, die Tapete ein.

Das erforderte einen Tapeziertisch - - so man keine Kleistermaschine
hat. Und deinen solchen habe ich nicht, - könnte ihn hier auch nicht
vernünftig aufstellen.

Außerdem: Änderte denn das was Grundlegendes an der nötigen
Kleistermenge? Die Tapete müsste ich doch dann gerade ebenso fett
einbuttern!
Nee, die Idee, die Wand einzukleistern, ist schon ganz nett.
Nun weiß ich ja, worauf zu achten ist, und vielleicht mache ich mich
nochmal bei; nicht Decke, sondern Wand!
>
>Siggi
>
>p.s.: geht doch nix über eine gute, scharfe Tapezierschere. :-)

Genau auf dieses Instrument bin ich dann auch gekommen.

Siegfried Jedath

unread,
Nov 28, 2019, 1:27:44 PM11/28/19
to
Echt??? ;-)

Siegfried Jedath

unread,
Nov 28, 2019, 1:30:39 PM11/28/19
to
Ist schon richtig. Schliesslich gibts dafür auch Sägeklingen.

Hast du die Decke grundiert oder vorgekleistert?

Siggi

Schorsch

unread,
Nov 28, 2019, 1:39:37 PM11/28/19
to
Am 28.11.2019 um 19:27 schrieb Siegfried Jedath:
> Am 28.11.2019 um 19:11 schrieb Volker Neurath:
>> Siegfried Jedath <S.Je...@unity-mail.de> Wrote in message:
>>
>>> Der Metzger benutzt auch einen Cutter.
>>
>> Und spricht ihn "Kutter", wie in Fischkutter"
>>
> Echt??? ;-)

Aber sowas von, was besonders im Schwäbischen lustig ist. Weil dort
"Kutter" ein Synonym für Müll ist.
"Wurstbrät aus dem Kutter" hat da so seinen ganz eigenen Klang.

Gruß
Schorsch

Schorsch

unread,
Nov 28, 2019, 1:41:00 PM11/28/19
to
Am 28.11.2019 um 19:15 schrieb H.-P. Schulz:
> Ulrich G. Kliegis
> <diesemailadressevonUlliistzwaret...@kliegis.de>
> schrieb:
>
>> On Thu, 28 Nov 2019 18:23:03 +0100, H.-P. Schulz <hps...@online.de>
>> wrote:
>>
>>> (Ja, ich weiß, der Profi schwört auf das _kleine_
>>> Cuttermesser ...)
>>
>>
>> Du hast nichts über den Untergrund gesagt.
>
> Zementputz, - mit einzelnen Feldern Altanstrich.
>>
>> Und sag bitte nicht Cuttermesser. Das ist genau so schlimm wie
>> "lohnenswert". Danke! ;) >
> Bei 'lohnenswert' kriege ich auch die Krätze!

Was ist an "lohnenswert" problematisch? Findest du dann "preiswert" auch
doof?

Gruß
Schorsch

Siegfried Jedath

unread,
Nov 28, 2019, 1:41:19 PM11/28/19
to
Ich dachte eher an Fischkutter ;-)

Bodo Mysliwietz

unread,
Nov 28, 2019, 1:42:34 PM11/28/19
to
Am 28.11.2019 um 18:56 schrieb Ulrich G. Kliegis:
> On Thu, 28 Nov 2019 18:49:16 +0100, Siegfried Jedath
> <S.Je...@unity-mail.de> wrote:
>
>>
>> Warum nicht?
>
>
> Im Englischen ist ein cutter ein Schneidemittel, auch Messer genannt.
> Ein Cuttermesser ist also ein Messermesser.

Nein, das ist dann ein Messercutter.

> Und das ist doch irgendwie
> doof, oder?

:D

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Bodo Mysliwietz

unread,
Nov 28, 2019, 1:44:04 PM11/28/19
to
Am 28.11.2019 um 19:39 schrieb Schorsch:
So schließt sich aber der Kreis. ... ganz Filetstücke finden da selten
den weg rein.

H.-P. Schulz

unread,
Nov 28, 2019, 3:07:51 PM11/28/19
to
Schorsch <schors...@online.de> schrieb:
Hier ist zwar nicht desd, - aber gut ...

'lohnenswert' wird, wie ich es erlebe, im Sinne von "lohnt sich"
gebraucht. Und das ist schräg. Warum nicht "lohnt sich"?
Wenn etwas aber als wert, *be*lohnt zu werden, befunden wird, wäre das
Wort ja 'belohnenswert' oder '(einer) Belohnung wert'.

'preiswert' heißt nichts anderes, als dass <irgendwas> seinen Preis
wert sei, meint: nicht überteuert. Daran ist nichts Schräges, es ist
ein ganz normales, "richtiges" Adjektiv, eines, das aus der Wendung
"seinen Preis wert" zusammengezogen ist.

Marte Schwarz

unread,
Nov 28, 2019, 4:06:27 PM11/28/19
to
Hi H.-P.

> 'lohnenswert' wird, wie ich es erlebe, im Sinne von "lohnt sich"
> gebraucht. Und das ist schräg. Warum nicht "lohnt sich"?

Weil es sich geschwollener anhört. Ich muss ja auch akzeptieren, dass
Wörter wie "mittels" mittlerweile zum akzeptierten Sprachgebrauch
gehört, auch wenn man es durchweg durch ein einfaches "mit" ersetzen
kann. Neuerdings macht man etwas vermittels irgendwas.

Witzig wird es dann, wenn die Schreiber/innen vor lauter schwurbeln
nicht mehr aufs Papier bringen, was sie eigentlich ausdrücken wollten.
Das nimmt hier gerade groteske Züge an.

Marte

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 29, 2019, 8:04:04 AM11/29/19
to
On Thu, 28 Nov 2019 19:15:35 +0100, H.-P. Schulz <hps...@online.de>
wrote:

>
>Und 'Cuttermesser' ist nicht schön, aber im Gewerk etabliert.
>Wie, genau, heißt denn so ein Ding - ich meine, mit dieser
>Abbrech-Klinge - auf Starckteutsch??

Von Teppichmesser über Abbrechklingenmesser bis ...

Wenn man einfach nur Cutter sagen würde, übernöhme (sic!) man das
Original.

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 29, 2019, 8:05:43 AM11/29/19
to
On Thu, 28 Nov 2019 19:27:42 +0100, Siegfried Jedath
<S.Je...@unity-mail.de> wrote:

>
>Echt??? ;-)

Und dann gibt es doch noch dieses DeZochkütt! Oder so.
Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 29, 2019, 8:07:07 AM11/29/19
to
On Thu, 28 Nov 2019 19:39:34 +0100, Schorsch <schors...@online.de>
wrote:

>
>
>Aber sowas von, was besonders im Schwäbischen lustig ist. Weil dort
>"Kutter" ein Synonym für Müll ist.
>"Wurstbrät aus dem Kutter" hat da so seinen ganz eigenen Klang.

Nicht nur da. Nur der Schlachter und der Liebe Gott (tm) wissen, was
in der Bratwurst ist.

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 29, 2019, 8:11:26 AM11/29/19
to
On Thu, 28 Nov 2019 19:40:57 +0100, Schorsch <schors...@online.de>
wrote:

>
>Was ist an "lohnenswert" problematisch? Findest du dann "preiswert" auch
>doof?

Es ist so daneben wie grammatikalisch (richtig: grammatisch) oder
Analysten (richtig: Analytiker).

Preiswert ist die zusammengefaßte Form von seinen Preis wert. Wenn
etwas Preiswert ist, lohnt der Kauf. Der Kauf wäre dann lohnend. Aber
der Kauf ist nicht wert zu lohnen, denn das ist doch einfach nur
Blödfug. Genau das aber bedeutet das Wort lohnenswert, es ist wert, zu
lohnen.

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 29, 2019, 9:20:02 AM11/29/19
to
Ingrid sagt:

>Wenn
>etwas Preiswert ist, lohnt der Kauf.

Wenn etwas preiswert ist, ist es richtig.

Recht hat die Gute.

Gruß,
U.

Schorsch

unread,
Nov 29, 2019, 10:56:23 AM11/29/19
to
Am 29.11.2019 um 14:11 schrieb Ulrich G. Kliegis:
> On Thu, 28 Nov 2019 19:40:57 +0100, Schorsch <schors...@online.de>
> wrote:
>
>>
>> Was ist an "lohnenswert" problematisch? Findest du dann "preiswert" auch
>> doof?
>
> Es ist so daneben wie grammatikalisch (richtig: grammatisch) oder
> Analysten (richtig: Analytiker).

In beiden Fällen ist es nicht so einfach. Unterscheidet man eine
Reflexionsebene, dann bekommt die Unterscheidung eben doch ihren Sinn.
Analyse ist die Tätigkeit und Analyst der Täter. Die Lehre von der
Analyse ist die Analytik und Analytiker der, der über Analyse nachdenkt.

Ebenso mit grammatisch und grammatikalisch. Übrigens ebenso ontisch und
ontologisch.
Gerne vermischt wird dann psychisch und psychologisch, was eben so
funktioniert. Ein psychisches Problem kann für die Psychologie zum
Problem werden. Dann hat der Therapeut ein psychologisches Problem.

>
> Preiswert ist die zusammengefaßte Form von seinen Preis wert. Wenn
> etwas Preiswert ist, lohnt der Kauf.

Dabei wird natürlich unterstellt, es gäbe einen Unterschied des Preises
zum Wert, wie von Marx und vielen seiner Vorläufer angenommen. Zumindest
große Teile der Ökonomen bestreitet heutzutage einen solchen Unterschied.

> Der Kauf wäre dann lohnend. Aber
> der Kauf ist nicht wert zu lohnen, denn das ist doch einfach nur
> Blödfug. Genau das aber bedeutet das Wort lohnenswert, es ist wert, zu
> lohnen.

Genau das höre ich da auch. Es ist Wert, einen "Lohn" dafür zu zahlen.
"Lohnenswert" wäre dann eben nicht auf Waren bezogen, sondern auf
Dienst, die entlohnt werden. Also: es ist wert, es zu entlohnen.

Und da hat es doch dann seinen guten Sinn.

Kurz: ganz so einfach und eindeutig sehe ich das nicht.

Gruß
Schorsch


HC Ahlmann

unread,
Nov 29, 2019, 12:18:59 PM11/29/19
to
Marte Schwarz <marte....@gmx.de> wrote:

> Witzig wird es dann, wenn die Schreiber/innen vor lauter schwurbeln
> nicht mehr aufs Papier bringen, was sie eigentlich ausdrücken wollten.
> Das nimmt hier gerade groteske Züge an.

Grotesk ja, witzig nein – so sehe ich derartige Schwurbeleien in
Schulbuch-Manuskripten. Da schnurren Zweizeiler auf die Hälfte oder
weniger zusammen, die Autoren jammern über Streichungen und die
Verlagsredaktionen wundern sich über den Mangel an Substanz. Der größere
Korrekturaufwand geht dann oft zulasten anderer Aufgaben.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Bodo Mysliwietz

unread,
Nov 29, 2019, 1:46:32 PM11/29/19
to
Am 28.11.2019 um 22:06 schrieb Marte Schwarz:

> Witzig wird es dann, wenn die Schreiber/innen vor lauter schwurbeln
> nicht mehr aufs Papier bringen, was sie eigentlich ausdrücken wollten.
> Das nimmt hier gerade groteske Züge an.

Schön geschwurbelt ;)

H.-P. Schulz

unread,
Nov 29, 2019, 2:08:00 PM11/29/19
to
Marte Schwarz <marte....@gmx.de> schrieb:

>Hi H.-P.
>
>> 'lohnenswert' wird, wie ich es erlebe, im Sinne von "lohnt sich"
>> gebraucht. Und das ist schräg. Warum nicht "lohnt sich"?
>
>Weil es sich geschwollener anhört. Ich muss ja auch akzeptieren, dass
>Wörter wie "mittels" mittlerweile zum akzeptierten Sprachgebrauch
>gehört,

'mittels' ist ein sozusagen alt-ehrwürdiges Wort, an welchem es nicht
das geringste auszusetzen gibt.

> auch wenn man es durchweg durch ein einfaches "mit" ersetzen
>kann.

Na, - ichweißnich ... 'mit' als Präposition für ein Objekt des Mittels
("Werkzeugs") finde ich immer etwas stumpf, einfältig.
Umgangsprachlich mag das ab einem gewissen Niveau hingehen, aber schon
in etwas gehobener Ugs. halte ich auf eine Unterscheidung zwischen
Koordination ('mit' (ggs. 'ohne')) und Vermittlung ('mittels'):

Mittels eines Spezialbohrers gelang es, die abgedrehte Schraube zu
entfernen.

Mit Getriebeautomatik kostet der Wagen tausend Euro mehr.

Freilich gibt es etliche Wendungen, bei denen 'mit' das Mittel
präponiert: "mit der bloßen Faust", "mit Pfeil und Bogen", "mit aller
Kraft" u.a.m..

> Neuerdings macht man etwas vermittels irgendwas.

'vermittels' ist die um eine Silbe erweiterte ("geschwollene") Version
von 'mittels'. Geschmacksache; evtl. sogar Stilfrage.

Detlef Sax

unread,
Nov 30, 2019, 4:19:25 AM11/30/19
to
On Thu, 28 Nov 2019 18:56:43 +0100, Ulrich G Kliegis wrote:
[...]
> Im Englischen ist ein cutter ein Schneidemittel, auch Messer genannt.
> Ein Cuttermesser ist also ein Messermesser. Und das ist doch irgendwie
> doof, oder?

Erst mal einen Cocktail anrühren.

Detlef
--
https://www.12schrittefrei.de/
http://www.noart.de/

Schorsch

unread,
Nov 30, 2019, 5:16:12 AM11/30/19
to
Am 30.11.2019 um 10:19 schrieb Detlef Sax:
> On Thu, 28 Nov 2019 18:56:43 +0100, Ulrich G Kliegis wrote:
> [...]
>> Im Englischen ist ein cutter ein Schneidemittel, auch Messer genannt.
>> Ein Cuttermesser ist also ein Messermesser. Und das ist doch irgendwie
>> doof, oder?
>
> Erst mal einen Cocktail anrühren.
>

Da muss man aber schon einen speziellen Wortschatz haben, um hier einen
Pleonasmus zu sehen:-)

SCNR
Schorsch

Bodo Mysliwietz

unread,
Nov 30, 2019, 5:25:05 AM11/30/19
to
Vorallem damit *rühren*!

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 30, 2019, 1:26:07 PM11/30/19
to
On Fri, 29 Nov 2019 20:07:57 +0100, H.-P. Schulz <hps...@online.de>
wrote:

>
>'mittels' ist ein sozusagen alt-ehrwürdiges Wort, an welchem es nicht
>das geringste auszusetzen gibt.

Schlimm ist die durch die RSR entstandene Konjunktion mithilfe. Ein
von deren Machern, federführend legasthenisch vorbelastet,
mißverstandenes gleichklingendes, aber anders fungierendes Substantiv
- die Mithilfe. "Dank der Mithilfe vieler Engagierter..." Und dann
noch die Verbindung mit "von": "Das wurde mithilfe von vielen Leuten
vergnutzt."

Ähm, zwar off topic, aber ischa Usenet. Freizeit und Abend teuer.

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 30, 2019, 1:27:48 PM11/30/19
to
On Sat, 30 Nov 2019 11:25:02 +0100, Bodo Mysliwietz
<druidef...@gmx.de> wrote:

>Am 30.11.2019 um 11:16 schrieb Schorsch:
>> Am 30.11.2019 um 10:19 schrieb Detlef Sax:
>>> On Thu, 28 Nov 2019 18:56:43 +0100, Ulrich G  Kliegis wrote:
>>> [...]
>>>> Im Englischen ist ein cutter ein Schneidemittel, auch Messer genannt.
>>>> Ein Cuttermesser ist also ein Messermesser. Und das ist doch irgendwie
>>>> doof, oder?
>>>
>>> Erst mal einen Cocktail anrühren.
>>>
>>
>> Da muss man aber schon einen speziellen Wortschatz haben, um hier einen
>> Pleonasmus zu sehen:-)
>
>Vorallem damit *rühren*!

Gerührt. Nicht geschüttelt.

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 30, 2019, 6:43:14 PM11/30/19
to
On Sat, 30 Nov 2019 19:25:53 +0100, Ulrich G. Kliegis
<diesemailadressevonUlliistzwaret...@kliegis.de>
wrote:

>
>Schlimm ist die durch die RSR entstandene Konjunktion mithilfe.

Ingrid hat mal wieder recht. Ganz schlimm ist, daß ich hier statt
Präposition Konjunktion geschrieben habe. Und das als Altsprachler.
Das mit Unterkoffeinierung zu erklären, ist zwar trivial, aber
trotzdem nicht schön. Immerhin, noch gemerkt.

Kann nur besser werden.

Schönen Sonntach!

Gruß,
U.

H.-P. Schulz

unread,
Dec 1, 2019, 5:48:24 AM12/1/19
to
>On Fri, 29 Nov 2019 20:07:57 +0100, H.-P. Schulz <hps...@online.de>
>wrote:
>
>>
>>'mittels' ist ein sozusagen alt-ehrwürdiges Wort, an welchem es nicht
>>das geringste auszusetzen gibt.
>
>Schlimm ist die durch die RSR entstandene Konjunktion mithilfe.

Das mit "Konjunktion" hast Du ja selbst schon gemerkt ...

Aber. 'mithilfe' finde ich, so, als Wort an sich, eher unauffällig, ja
mitunter nützlich. Es kömmt eben auf die stilistisch adäquate
Verwendung an (... wie eigentlich immer)!

In "Was mit passendem Werkzeug allein nicht gelang, wurde mithilfe
erfahrenen Rats doch geschafft." ist 'mithilfe' passender als etwa
'durch', 'infolge' oder 'mit der Hilfe'.

'Mithilfe', das Nomen, ist eigentlich unzweideutig
verwendungsbestimmt: Es geht um - meist "minderrangige" -
Assistenz/Beteiligung, die Mensch Mensch leistet.

"Beim Deichbau ist jede Mithilfe willkommen, und sei es auch nur das
Heranbringen von Verpflegung."
"Er war nicht überzeugt - und verweigerte darum jegliche Mithilfe."

> Ein
>von deren Machern, federführend legasthenisch vorbelastet,
>mißverstandenes gleichklingendes, aber anders fungierendes Substantiv
>- die Mithilfe.

Dieser Satz kein Verb.

> "Dank der Mithilfe vieler Engagierter..." Und dann
>noch die Verbindung mit "von": "Das wurde mithilfe von vielen Leuten
>vergnutzt."

Immer noch kein Verb!
>
>Ähm, zwar off topic, aber ischa Usenet. Freizeit und Abend teuer.

Kauf' halt ein paar Verben! :)

Uwe Weiss

unread,
Dec 1, 2019, 8:35:55 AM12/1/19
to
Am 28.11.2019 um 18:23 schrieb H.-P. Schulz:
> Erster Versuch, Vliestapete zu kleben. Und dann gleich Decke ...

"Und dann gleich Decke"? Falsch gedacht. Ok. Vliestapete zu kleben ist
imho deutlich schwieriger, als "normale" Tapete zu kleben. An
durchschnittlich glatten Wänden komme ich als Hobbytapezierer mit
"normaler" Raufasertapete zu besseren Ergebnissen als mit Vliesraufaser.
Tapete mit Papierrücken erlaubt Fehler - sie lässt sich an den Nähten
besser korrigieren.
Aber: Vliestapete entfaltet imho gerade an Decken ihre Vorteile - sofern
der Untergrund *perfekt* vorbereitet ist.
Man muss dann halt nicht überkopf mit nassen Tapetenbahnen rumeiern,
sondern bringt die trockene Bahn an die nasse Decke. Aber auch da gilt
für Gelegenheitstapezierer: schlechter Untergrund = schlechtes Ergebnis.

Gruß

-Uwe-

Volker Neurath

unread,
Dec 1, 2019, 1:00:33 PM12/1/19
to
Siegfried Jedath <S.Je...@unity-mail.de> Wrote in message:
> Am 28.11.2019 um 19:11 schrieb Volker Neurath:
>> Siegfried Jedath <S.Je...@unity-mail.de> Wrote in message:
>>
>>> Der Metzger benutzt auch einen Cutter.
>>
>> Und spricht ihn "Kutter", wie in Fischkutter"
>>
> Echt??? ;-)
>
>

Jepp.
--

H.-P. Schulz

unread,
Dec 1, 2019, 1:43:34 PM12/1/19
to
Uwe Weiss <uwe...@web.de> schrieb:

> Aber auch da gilt
>für Gelegenheitstapezierer: schlechter Untergrund = schlechtes Ergebnis.

Richtig. Und außerhalb von Werbevideos, in der wirklichen Welt, ist
eben _jeder_ Untergrund nur irgend eine Variante von schlecht.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2019, 12:41:18 PM12/2/19
to
Am 01.12.2019 um 19:00 schrieb Volker Neurath:
> Siegfried Jedath <S.Je...@unity-mail.de> Wrote in message:

>>>> Der Metzger benutzt auch einen Cutter.
>>>
>>> Und spricht ihn "Kutter", wie in Fischkutter"
>>>
>> Echt??? ;-)
>>
>>
>
> Jepp.

Jeep.
SCNR

Ulrich G. Kliegis

unread,
Dec 3, 2019, 9:37:01 AM12/3/19
to
On Sun, 01 Dec 2019 11:48:20 +0100, H.-P. Schulz <hps...@online.de>
wrote:

>
>Kauf' halt ein paar Verben! :)

Waren in den Schwarzmarkttagen leider schon alle wech.

Hat kein Subjekt. Vordergründig.

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Dec 3, 2019, 9:39:17 AM12/3/19
to
On Mon, 2 Dec 2019 18:41:15 +0100, Bodo Mysliwietz
<druidef...@gmx.de> wrote:

>Am 01.12.2019 um 19:00 schrieb Volker Neurath:
>> Siegfried Jedath <S.Je...@unity-mail.de> Wrote in message:
>
>>>>> Der Metzger benutzt auch einen Cutter.
>>>>
>>>> Und spricht ihn "Kutter", wie in Fischkutter"
>>>>
>>> Echt??? ;-)
>>>
>>>
>>
>> Jepp.
>
>Jeep.
>SCNR


Seggt Kuddl vun'n Fischkutter. Kutteln sind was anderes.

Schulzgetz.

Gruß,
U.

H.-P. Schulz

unread,
Dec 10, 2019, 4:29:53 AM12/10/19
to
JFTR

Ich habe jetzt die Tapete von der Decke wieder entfernt und einfach so
weiß drauf gestrichen. Hält. Sieht zwar nicht überragend aus, aber es
muss und wird genügen.

Auf die Wände habe ich dann nochmal mit der Vliestapete versucht - und
richtig doll Kleister gegeben. Hält. Weiß drauf: Sieht sogar ganz
passabel aus. Die Tapete ist Erfurt "Feinputz"-Optik.
Jetzt ist also erstmal fertig im Bad.

Ach ja: Dem "Dusch"zonenstück (über der Wanne, über den Fliesen) habe
ich zwei Anstriche Acryl glänzend weiß gegeben. Wenn man da nicht
ausdauernd mit heißem Wasser gegen braust, hält das.

Ist jetzt alles kein Luxusbad, eher son bisschen rustikal, aber besser
als vordem sieht's allemal aus, und es hat nicht viel gekostet - außer
Arbeit. Später irgendwann kann man ja nochmal "nachfassen". :)
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