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Hilfe zu alten Pfaff Nähmaschinen

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Ole Jansen

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Feb 21, 2008, 1:57:15 AM2/21/08
to
Moin,

Bei der Suche nach einer gebrauchten Nähmaschine, die
auch Segeltuch, Leder usw. näht komme ich gerade nicht
weiter. Mit meiner alten Singer Gardinennähmaschine
geht's jedenfalls nicht, die kann gar kein dickes Garn
und nur Nadeln bis 135 (theoretisch jedenfalls...)

Kann mir jemand die Unterschiede zwischen den Modellen
Paff90, Pfaff260, Pfaff360 und Pfaff362 erklären?

Soweit mitbekommen ist die Pfaff90 ähnlich wie die
Pfaff260, hat aber einen Doppelumlaufgreifer für das
Untergarn, die Pfaff 360 ist im Prinzip eine Pfaff
260 mit Freiarm und die Pfaff362 ist der nicht mehr
ganz so stabile Nachfolger der Pfaff 360.

Kann das jemand so bestätigen/dementieren?
Welche Low-Budget Modelle sind sonst noch geeignet um
zB. Polster oder Taschen zu nähen? Freiarm wäre
nicht schlecht, muß aber nicht unbedingt sein.

Viele Grüße,

O.J.

Matthias Frank

unread,
Feb 21, 2008, 4:27:16 AM2/21/08
to
Ole Jansen schrieb:

> Kann mir jemand die Unterschiede zwischen den Modellen
> Paff90, Pfaff260, Pfaff360 und Pfaff362 erklären?
>

Schau mal da:
http://testberichte.ebay.de/Pfaff-130-138-230-238-332-260-262-360-362-90-97_W0QQugidZ10000000000808625

MFG
Matthias

Thorsten Ostermann

unread,
Feb 22, 2008, 4:04:06 AM2/22/08
to
Hallo Ole!

> Soweit mitbekommen ist die Pfaff90 ähnlich wie die
> Pfaff260, hat aber einen Doppelumlaufgreifer für das
> Untergarn, die Pfaff 360 ist im Prinzip eine Pfaff
> 260 mit Freiarm und die Pfaff362 ist der nicht mehr
> ganz so stabile Nachfolger der Pfaff 360.

Nicht ganz. Die 230 wurde wohl eweig gebaut, ganz am Anfang sogar noch
in schwarz, so wie hier [1]. Meine Frau hat so eine gut erhalten gekauft
und näht damit fast alles. Einen Kniehebel haben wir dafür noch neu
kaufen können. Später war der Lack der 230 dann "Hammerschlag grau". Die
230-260 Automatik hatte dann verschiedene Stiche integriert. Die 260
scheint das Nachfolgemodell von der 230-260 mit überarbeitetem Gußkopf
zu sein.
Die Maschinen gab es in unterschiedlichen Ausführungen:
- Zum Einklappen im Schränkchen, ältere Modelle mit Pedalantrieb(!)
- Als Haushaltsmaschine mit kleinem E-Motor hintendrann
- Als leichte Industriemaschine mit Untertischantrieb, teilweise auch
mit Kniehebel zum Füßchenheben.

> Kann das jemand so bestätigen/dementieren?
> Welche Low-Budget Modelle sind sonst noch geeignet um
> zB. Polster oder Taschen zu nähen? Freiarm wäre
> nicht schlecht, muß aber nicht unbedingt sein.

Was verstehst du unter "Freiarm"? Für richtig schwere Arbeiten (Leder,
feste Polster- und Taschenstoffe) sind die 90/260/360 sicherlich nicht
geeignet, vor allem nicht die Maschinen mit Haushaltsmotor. Schau dir
mal die 138'er an, dass dürfte eher was passendes sein, z.B. [2,3].

[1] http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=130198895379
[2] http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=250216445741
[3] http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=170195100923
--
PGP welcome!
Thorsten online: http://www.ostermann-net.de/electronic
Rund um Schrittmotor, Fräs-Bohr-Plotter & Mikrocontroller

Ole Jansen

unread,
Feb 23, 2008, 10:05:29 AM2/23/08
to
Hallo Thorsten,

Thorsten Ostermann schrieb:


>
> Nicht ganz. Die 230 wurde wohl eweig gebaut, ganz am Anfang sogar noch
> in schwarz, so wie hier [1]. Meine Frau hat so eine gut erhalten gekauft
> und näht damit fast alles. Einen Kniehebel haben wir dafür noch neu
> kaufen können. Später war der Lack der 230 dann "Hammerschlag grau". Die
> 230-260 Automatik hatte dann verschiedene Stiche integriert. Die 260
> scheint das Nachfolgemodell von der 230-260 mit überarbeitetem Gußkopf
> zu sein.

Danke für den Erfahrungsbericht! Gehe ich recht in der Annahme, daß die
maximale Nadelgröße 130 ist? (Reicht ja eigentlich auch für meine
Zwecke...)

>> Freiarm wäre
>> nicht schlecht, muß aber nicht unbedingt sein.
>
> Was verstehst du unter "Freiarm"?

Ist das jetzt eine Fangfrage?

Ich meine einen erkerförmig ausgeführt Unterkasten, sodaß nach Abnehmen
zB. einer Abdeckung dort Pulloverarme, Hosenbeine usw. rübergeschoben
werden können. (zB. Pfaff 360/362)

Profis brauchen sowas anscheinend nicht ;-)

> Für richtig schwere Arbeiten (Leder,
> feste Polster- und Taschenstoffe) sind die 90/260/360 sicherlich nicht
> geeignet, vor allem nicht die Maschinen mit Haushaltsmotor. Schau dir
> mal die 138'er an, dass dürfte eher was passendes sein, z.B. [2,3].

Uups, das ist dann aber nicht mehr Low Budget. Dafür gibt's ja schon
generalüberholte Dürrkopp Sattlermaschinen.

Wo wir gerade bei Ebay und sog. "Profi-Nähmaschinen" sind: Weiß jemand
warum die 90er Pfaff Modelle (mit 130er Nähsystem, Doppelumlaufgreifer)
vergleichsweise günstig im Vergleich zu den 230er Modellen versteigert
werden? Ist an denen irgendwas verkehrt?

O.J.

Thorsten Ostermann

unread,
Feb 26, 2008, 3:50:01 AM2/26/08
to
Hallo Ole!

> Danke für den Erfahrungsbericht! Gehe ich recht in der Annahme, daß die
> maximale Nadelgröße 130 ist? (Reicht ja eigentlich auch für meine
> Zwecke...)

Ich bin mir nicht sicher, meine Frau ist die Expertin. Es sind auf jeden
Fall Flachkolbennadeln.

>>> Freiarm wäre
>>> nicht schlecht, muß aber nicht unbedingt sein.
>>
>> Was verstehst du unter "Freiarm"?
>
> Ist das jetzt eine Fangfrage?

Nein, wie gesagt, ich bin nicht der Experte, deswegen war mir der
Begriff entfallen.

> Ich meine einen erkerförmig ausgeführt Unterkasten, sodaß nach Abnehmen
> zB. einer Abdeckung dort Pulloverarme, Hosenbeine usw. rübergeschoben
> werden können. (zB. Pfaff 360/362)
>
> Profis brauchen sowas anscheinend nicht ;-)

Genau. Oder nur für ganz spezielle Arbeiten. Die 230/260/360 haben immer
den gleichen Nähkopf, egal ob Haushaltmaschine (mit Freiarm) oder
Profimaschine im Tisch oder Oma-Maschine im Funierschränkchen.

Eine 260'er Haushaltsmaschine müsste meine Frau noch im Keller haben,
die sie wohl auch abgeben würde. Ihre 138'er will sie allerdings nicht
hergeben ;)

Gruß
Thorsten

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