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Feuchte Waende im Neubau !?

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Matthias Buesing

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Sep 24, 1999, 3:00:00 AM9/24/99
to
Moin zusammen !

Wir haben im Laufe des letzten Winters ein Einfamilienhaus gebaut
resp. bauen lassen.

Nachdem wir im Mai eingezogen sind, sind alle Bilder wellig geworden
und haben sich z.T. verzogen. Anschliessend haben wir natuerlich alle
wieder abgenommen - naja, Waende zu feucht ;-(

Bekannte haben mir geraten, mind. 1 Jahr mit dem Aufhaengen von
Bildern zu warten - was meint Ihr ??

Gibt es irgendwelche Pi-mal-Daumen-Tests, um zu pruefen, ob's
inzwischen trocken genug ist ??

Vielen Dank im Voraus !

.\\atze

Stefan Beckmann

unread,
Sep 27, 1999, 3:00:00 AM9/27/99
to
bue...@nord-com.net (Matthias Buesing) schrieb:

>Wir haben im Laufe des letzten Winters ein Einfamilienhaus gebaut
>resp. bauen lassen.

Wir auch (Doppelhaushälfte).

>Nachdem wir im Mai eingezogen sind, sind alle Bilder wellig geworden
>und haben sich z.T. verzogen. Anschliessend haben wir natuerlich alle
>wieder abgenommen - naja, Waende zu feucht ;-(

Wir sind im April eingezogen. Wir hatten zunächst nur ein Bild
aufgehängt, das sich auch gewölbt hat.

>Bekannte haben mir geraten, mind. 1 Jahr mit dem Aufhaengen von
>Bildern zu warten - was meint Ihr ??

Ich habe irgendwo zum Thema Neubaufeuchtigkeit eine Redensart gelesen,
man solle im ersten Jahr Feinde im neuen Haus wohnen lassen, im
zweiten Jahr Freunde und im dritten Jahr selbst einziehen ;-) Es ist
sicherlich nicht falsch, ein Jahr incl. kompletter Heizperiode zu
warten, und dabei (wie eigentlich immer) gut und richtig zu lüften,
also die aufgeheizte (feuchte) Luft oft in möglichst kurzer Zeit gegen
frische Kaltluft auszutauschen (d.h. also keinesfalls die Fenster zur
Lüftung auf Kippe lassen).

>Gibt es irgendwelche Pi-mal-Daumen-Tests, um zu pruefen, ob's
>inzwischen trocken genug ist ??

Tja, dazu wüßte ich auch gerne noch ein par Tipps.

Leider haben wir jetzt noch ein etwas größeres Problem. Im Erdgeschoß
und Obergeschoß haben wir Laminat verlegen lassen, die Fußleisten
haben sich verzogen (stehen oben stark von der Wand ab). Und hinter
den Leisten hat sich Schimmel gebildet! Besonders stark ist die Wand
zur anderen Doppelhaushälfte betroffen. Hier gab es schon nach dem
Einzug Probleme, es waren lange feuchte Stellen auf der
Rauhfasertapete zu sehen, einige Stellen, die gelb wurden, sind
nachgrundiert und gestrichen worden. Wie ich dabei erfahren habe,
wurden die Wände wohl ohnehin schon grundiert, da der Bauträger
drängte und die Wände eigentlich noch zu feucht zum tapezieren waren!
An einer Kellerwand bilden sich übrigens kleinere Flecken und die
Wandfarbe wird blasig, was sich leicht abstreichen läßt - laut Aussage
des Bauträgers völlig normal und kein Grund zur Besorgnis, das
erledigt sich von selbst!? Während der Bauzeit im Winter stand das
Haus einige Zeit mit offenem Dach während es zu ausgiebigen
Regenfällen kam, wobei die Trennwände zwischen den Doppelhaushälften
bzw. die Füllung dazwischen sicherlich auch entsprechend naß geworden
ist!? Kann das der Grund sein, daß es besonders an diesen Wänden zu
Feuchtigkeitsproblemen kommt?
Ich bin mal auf das Gespräch mit dem Bauträger gespannt, der
sicherlich alles bagatellisieren und sagen wird, mit ein bißchen
Grundierung und Farbe ist die Sache erledigt. Wie kann man
feststellen, ob wegen des Schimmels neu tapeziert oder sogar neu
verputzt werden muß - nur über einen Sachverständigen?

Und eine letzte Frage ;-( Im Obergeschoß ist in den Schrägen zwischen
Dachschräge und Wand die Tapete rissig und blasig. Wodurch kann so
etwas entstehen bzw. ist es normal, daß das Dach noch "arbeitet"?

wern...@my-deja.com

unread,
Sep 28, 1999, 3:00:00 AM9/28/99
to

> Und eine letzte Frage ;-( Im Obergeschoß ist in den Schrägen zwischen
> Dachschräge und Wand die Tapete rissig und blasig. Wodurch kann so
> etwas entstehen bzw. ist es normal, daß das Dach noch "arbeitet"?
>
Das Holz fürs Dach wird normalerweise mit einer Feuchtigkeit von ca 30
% eingebaut und trocknet dann in 1 - 2 Jahren auf 12-15 % runter.
Außerdem arbeiten verschiedene Materialien immer verschieden. Die Risse
wirst Du also nicht los. Deswegen macht man eine Schattenfuge als
Abschluß.

MfG
Werner


Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.

Christian Wagener

unread,
Sep 28, 1999, 3:00:00 AM9/28/99
to
Am Mon, 27 Sep 1999 23:31:44 GMT, wurde von stefan....@cityweb.de
(Stefan Beckmann) hier folgendes gepostet:

Hallo

>>Gibt es irgendwelche Pi-mal-Daumen-Tests, um zu pruefen, ob's
>>inzwischen trocken genug ist ??
>Tja, dazu wüßte ich auch gerne noch ein par Tipps.

Den Maler fragen. Die haben normalerweise ein kleines Gerät um die
Restfeuchte zu messen.

>Leider haben wir jetzt noch ein etwas größeres Problem. Im Erdgeschoß
>und Obergeschoß haben wir Laminat verlegen lassen, die Fußleisten
>haben sich verzogen (stehen oben stark von der Wand ab). Und hinter
>den Leisten hat sich Schimmel gebildet!

Das größte Problem wird wohl noch kommen. Wenn der Estrich eine zu
hohe Restfeuchte für die Nachfolge-Gewerke hatte, werden sich die
Bodenfliesen in Bad und Küche über kurz oder lang zur Decke heben.



>Besonders stark ist die Wand
>zur anderen Doppelhaushälfte betroffen. Hier gab es schon nach dem
>Einzug Probleme, es waren lange feuchte Stellen auf der
>Rauhfasertapete zu sehen, einige Stellen, die gelb wurden, sind
>nachgrundiert und gestrichen worden. Wie ich dabei erfahren habe,
>wurden die Wände wohl ohnehin schon grundiert, da der Bauträger
>drängte und die Wände eigentlich noch zu feucht zum tapezieren waren!

Tja. Da sollte sich der Maler aber jetzt schnellstens Gedanken machen
wie er aus der Misere wieder rauskommt. Offensichtlicher kann man kaum
noch pfuschen. Bei zu hoher Restfeuchte 'darf' nun mal nicht tapeziert
werden. Ob der Bauträger nun drängelt oder nicht. Im Notfall gibt es
schließlich Bautrockner.

>An einer Kellerwand bilden sich übrigens kleinere Flecken und die
>Wandfarbe wird blasig, was sich leicht abstreichen läßt - laut Aussage
>des Bauträgers völlig normal und kein Grund zur Besorgnis, das
>erledigt sich von selbst!?

Fließendes Wasser ist ja heutzutage Standard. Aber an der Kellerwand?
;-)

> Während der Bauzeit im Winter stand das
>Haus einige Zeit mit offenem Dach während es zu ausgiebigen
>Regenfällen kam, wobei die Trennwände zwischen den Doppelhaushälften
>bzw. die Füllung dazwischen sicherlich auch entsprechend naß geworden
>ist!? Kann das der Grund sein, daß es besonders an diesen Wänden zu
>Feuchtigkeitsproblemen kommt?

Ja

>Ich bin mal auf das Gespräch mit dem Bauträger gespannt, der
>sicherlich alles bagatellisieren und sagen wird, mit ein bißchen
>Grundierung und Farbe ist die Sache erledigt. Wie kann man
>feststellen, ob wegen des Schimmels neu tapeziert oder sogar neu
>verputzt werden muß - nur über einen Sachverständigen?

Bei DER Mängelliste würde ich den Sachverständigen zum Gespräch mit
dem Bauträger gleich mitnehmen. Dann sind die Profis unter sich...

>Und eine letzte Frage ;-( Im Obergeschoß ist in den Schrägen zwischen
>Dachschräge und Wand die Tapete rissig und blasig. Wodurch kann so
>etwas entstehen bzw. ist es normal, daß das Dach noch "arbeitet"?

Ein Dach arbeitet ständig. Die Ursache der Rissbildung sollte deshalb
genauestens untersucht werden. Wahrscheinlich wurde 'vergessen' eine
Fuge anzuordnen.

schönen Gruß aus Alfeld,
Chris
--
Vom "Insider": Tipps + Tricks für Bauherren
http://www.betonbauer.de
oder: Wie erkenne ich den Pfusch am Bau?


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