bei meiner U-Küche komme ich mit dem Ausrichten der Unterschränke mit der
Wasserwaage nicht voran.
Lege ich die Wasserwaage an verschiedenen Stellen an, so stimmt die
Ausrichtung an manchen Stellen, an anderen jedoch nicht.
An den Stellen, wo die Ausrichtung nicht stimmt, hat man natürlich immer
mehrere Möglichkeiten, diese zu begradigen.
Das Problem: Drehe ich an einem Fuß zwecks Begradigung, stimmt es hinterher
woanders nicht mehr. Oder aber ein anderer Fuß, der unten bleiben soll,
hebt sich dadurch an. :-)
Wie geht man da am besten vor? Es ist eine U-Form und die Schränke sind
größtenteils schon miteinander verschraubt. Gibt es da eine geeignete
Reihenfolge oder Vorgehensweise für die Ausrichtung?
Grüße
Magnus
Gar nicht so kompliziert:
Schritt 1: eine waagerechte Leiste sehr sorgfaeltig ausrichten und so an die
Wand schrauben, dass die Unterkante der Schraenke darauf aufsitzt. Bei einer
U-Kueche halt je eine Leiste pro Wand.
Schritt 2: Jeden einzelnen Schrank auf die Leiste stellen und
_fuer_sich_alleine_ ausrichten. Dabei die hinteren Fuesse nur soweit
ausdrehen, dass der Schrank darauf steht, aber nicht von der Leiste
abgehoben wird.
Schritt 3: erst wenn der einzelne Schrank korrekt ausgerichtet ist mit dem
Nachbarschrank verschrauben.
jue
Ich richte in der Länge nicht nach Wasserwaage sondern vorne nach gleichem
Abstand zum Boden aus, denn sonst passt bei einem schrägen Boden die
Abschlußleiste nicht. Ausrichten in die Tiefe dann mit Wasserwaage.
Franz
> Das Problem: Drehe ich an einem Fuß zwecks Begradigung, stimmt es hinterher
> woanders nicht mehr. Oder aber ein anderer Fuß, der unten bleiben soll,
> hebt sich dadurch an. :-)
Bei mir hat es folgendermaßen funktioniert:
1. mit Wasserwaage soweit möglich ausrichten
2. Arbeitsplatten auflegen
3. Füße rundum (wenig) nachziehen bis alle die gleiche Kraft brauchen
4. dieses nach 2 Tagen wiederholen
Die Höhe stimmte dann und es gab kein Gefälle, also wurde verschraubt.
Ernst-Peter
Scherz oder wie???
Dann ist bei schrägem Boden die Arbeitsplatte auch schräg. Ich kenne
das aus dem ein oder anderne Altbau mit 2 bis3 cm Höhendifferenz je
Meter Arbeitsplatte. Da freut man/frau sich dann drüber für die
nächsten Jahrzehnte in der Küche.
Bei schrägem Boden wird die Abschlußleiste an den Boden angepaßt -
Festolineal entsprechend anlegen und ssst -- fertich gesägt.
hth,
Andreas
Bitte was? Jetzt weiss ich endlich, warum in manchen Kuechen die
Arbeitsplatten und Kochflaechen so schief sind, dass man dort nicht
vernuenftig arbeiten kann.
>denn sonst passt bei einem schrägen Boden die
>Abschlußleiste nicht.
Wie waere es mit anpassen der Leiste? Genau dafuer ist die naemlich da.
jue
So ist das (Ausricht)Leben.
> die Schränke sind größtenteils schon miteinander verschraubt.
Alles wieder lösen.
> Gibt es da eine geeignete Reihenfolge oder Vorgehensweise für die
> Ausrichtung?
Sicher.
Ersten "Referenz"schrank peinlichst senk- und waagerecht ausrichten.
Am besten eignet sich dazu ein Hochschrank.
Aus praktischen Überlegungen heraus (Platz, Beschädigung der
Unterschränke...) zunächst die Oberschränke montieren.
Nächstanliegenden Unterschrank danach passend stellen, bis das I, L oder U
geschlossen ist. Das anderswo genannte, zuvor an der Wand angebrachte
Auflege-Referenzlatte an der Wand ist hilfreich. Ebenso eine Schlauchwaage.
Es eignet sich jeder x-beliebige, an den Enden transparenter Schlauch.
http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph08/versuche/14verb_gef/schlauchwaagek.jpg
http://www.schlauchwaage.de/images/clip0004.jpg
http://de.wikipedia.org/wiki/Schlauchwaage
Bündig verschrauben (du brauchst wahrscheinlich neue Bohrungen), und die
Unterschränke an der Wand verschrauben.
Arbeitsplatten probehalber auflegen.
Wenn Tischlergemäß ausgeführte Eckverbindungen: Diese auf Paßgenauigkeit und
stoßfreien Übergang prüfen, ggf. Füße der Unterschränke nachstellen.
Arbeitsplatten-Schnittkanten BIS AUF DIE ECKVERBINDUNGEN satt mit Silikon
spachteln. Nach dem Abbinden auflegen und verschrauben.
Besonders im Bereich der Kochmulde Ebenheit peinlichst prüfen und
einstellen.
Erst bei der Endmontage die Eckverbindungen BEIDSEITIG mit Silikon spachteln
und frisch montieren. Abgebundene Raupe mit einer Ziehklinke rissfrei
entfernen.
Nach einigen Tagen Ebenheit nochmals prüfen, da sich der Untergrund als auch
die Füße etwas "setzen" können.
--
Thomas
>YDann ist bei schrägem Boden die Arbeitsplatte auch schräg. Ich kenne
>das aus dem ein oder anderne Altbau mit 2 bis3 cm Höhendifferenz je
>Meter Arbeitsplatte. Da freut man/frau sich dann drüber für die
>nächsten Jahrzehnte in der Küche.
Aber auch darüber, dass evtl. bei einem "U" die Arbeitshöhe an manchen
Stellen etliche cm höher ist?
Franz
Das nun wiederum ist ein ganz anderes Thema. Als ich noch in Berlin wohnte
und die Kueche neu gemacht werden musste, habe ich die gesamten
Kuechenmoebel auf einen 10cm hohen Sockel gestellt. Und man wird's nicht
glauben, aber endlich waren die verdammten Rueckenschmerzen beim Abwaschen
weg.
Man sollte den Effekt nicht unterschaetzen. Die Standardhoehen fuer
Arbeitsplatten sind vor vielen Jahrzehnten mal irgendwie ermittelt worden.
Und seitdem "macht man das halt so". Aber Menschen werden heute deutlich
groesser als noch vor 30 oder 40 Jahren. Und es ist heutzutage keineswegs
immer die kleinere Frau, die in der Kueche steht. Nach meiner Einschaetzung
ist die typische Arbeitsplatzhoehe fuer eine 165+/-10cm grosse Person ok.
Alles was groesser als 175cm ist, braucht eine hoehere Arbeitsplatte.
"Das ist doch kein Problem, da kannst du dich doch einfach runterbuecken"
ist keine Loesung sondern ein Rezept fuer Rueckenschmerzen und anhaltende
Unlust zu Kuechenarbeiten. Ergonomie ist wichtig!
Wenn ich wieder eine Kueche einrichte, dann werde ich sie jedenfalls wieder
an mich anpassen und nicht umgekehrt.
jue
Jürgen Exner schrieb:
kann ich nur zustimmen. Wir haben mittlerweile bei 178/169 cm
Körpergröße etwas über 91 cm Arbeitsplattenhöhe. Insbesondere am
Spülbecken macht sich das sehr bemerkbar. Allerdings haben wir auch noch
einen Arbeitsplatz (60x60)mit ca. 87 cm. Das ist eine Ahornplatte die
zum Schneiden, Teigkneten, Auswellen etc. dient. Dabei ist eine etwas
tiefere Arbeitsplatte sehr angenehm.
Gruß
Schorsch
> endlich waren die verdammten Rueckenschmerzen beim Abwaschen weg.
Eine Spuelmaschine loest das Problem eleganter...
> Alles was groesser als 175cm ist, braucht eine hoehere Arbeitsplatte.
... bin ich nicht, dennoch ist meine um 6 cm hoehergesetzt.
--
Manfred Winterhoff
Magnus Warker wrote:
> bei meiner U-Küche komme ich mit dem Ausrichten der Unterschränke
> mit der Wasserwaage nicht voran.
<schnipp>
> Wie geht man da am besten vor? Es ist eine U-Form und die Schränke
> sind größtenteils schon miteinander verschraubt. Gibt es da eine
> geeignete Reihenfolge oder Vorgehensweise für die Ausrichtung?
Alles wieder voneinander lößen.
1. Den höchsten Punkt des L feststellen.
2. Höhenunterschied zum niedrigsten Punkt im L feststellen.
Dazu eignet sich hervoragende eine Richtlatte mit einer
funktionierenden Wasserwage.
Die Wasserwage sollte, wenn man sie um 180° dreht, genau die gleiche
Abweichung anzeigen. Wenn nicht, ab auf den Müll damit und eine neue
kaufen.
3. Wenn der Höhenunterschied sich in Grenzen hält und man dies mit
den höhenverstellbaren Füßen ausgleichen kann, fängt man am HÖCHSTEN
Punkt mit Aufbau an und richten einen Schrank nach dem anderen aus.
4. Mit der Richtlatte kann man auch über Eck oder auf großer Strecke
die Höhenunterschiede perfekt bestimmen und ausgleichen.
Alternativ kann man auch erst die drei "Endschränke" (Eckschrank und
die beiden Endschräke des L) aufstellen und ausrichten mit der
Richtlatte. Mit einem Hochschrank geht dies natürlich nicht. Die sind
eh meistens zu wackelig, da der Kühlschrank ja noch nicht eingebaut
ist.
Sind sie auf gleicher Höhe und ausgerichtet, Richtlatte auf Eckschrank
zum Endschrank legen, die anderen Schräke dazwischen schieben und
passend dazu hoch/runter schrauben und ausrichten.
5. Steht alles, Schränke miteinander Verschrauben, gut ist.
Das Anschrauben an die Wand ist nicht nötig.
Hochschränke sollte/muss man allerdings sichern durch anschrauben an
die Wand!
Der Sockel ist normalerweise ein(nige) cm niedriger und wird an den
Füße mit Kunstoffhalten befestigt.
Bei den Hängeschräken wird es schwieriger, wenn diese ein komplettes L
bilden. Vor allem mit Hochschränken. Sollt der Abstand zwischen
Hochschrank und Ecke nicht auf 1-2 cm genau passen muss mann ggf.
unterfüttern (zwei passend gehobelte Dachlatten).
Man fängt am Hochschrank an, und Arbeitet sich vorran.
Solltest du noch eine ältere Küche ohne höhenverstellbare Füße haben -
viel Spaß ;)
Prinzipiell geht es da genau so. Nur, dass du halt Funier/Holzstreifen
unterlegen darfst um den Höhenunterscheid auszugleichen. Wenns mehrere
cm sind, ist meist ein Unterbau einfacher und sieht deutlich besser aus
als 3,5 cm Holzklötzchen.
Gleichmäßig schräg geht auch, wenn die Schränke massiv gebaut sind und
sich nicht verziehen. Allerdings ist dann die Arbeitsplatte ebenfalls
krum. Bei einer alten Edelstahlkochmulde kann man ggf. noch die Platten
in Wage ausrichten. Bei einem Cerankochfeld sieht man schön in der
Pfanne wie krumm alles ist, wenn sich das Öl in einer Ecke sammelt.
Viel Glück!
--
Sebastian
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Answering into newsgroups please!
Ist es nicht eher so, dass die Bodentiefe unterschiedlich ist? .-)
Grüße
Magnus
Dann die Abdeckplatte darauf, ist das dann gerade?
Franz
Was fuer eine Abdeckplatte? Meinst du vielleicht die Arbeitsplatte?
> ist das dann gerade?
Da jeder Einzelschrank in sich ausgerichtet und an den Nachbarschrank
angepasst ist, weitestgehend ja. Fuer groessere Strecken nimmt man dann halt
Richtlatten, so dass sich kleine Fehler nicht systematisch aufsummieren.
Kleinere Nachkorrekturen sind sowieso anfangs in regelmaessigen Abstaenden
noetig, da sich die Moebel erst setzen muessen.
jue
Ich glaube, die Unterschränke müssen erst verschraubt werden, damit sie
relativ zueinander eine gerade Leiste ergeben.
Mein Schreiner meinte nun, ich solle erst mal die Arbeitsplatte drauf legen
und dann ausrichten, denn es käme letztendlich ja darauf an, dass diese
gerade ist.
Grüße
Magnus
Ja.
Gruß,
Detlef
Und du glaubst ernsthaft, es sei einfacher 20 Fuesse gleichzeitig
einzustellen, als 5 Mal 4 Fuesse?
>Mein Schreiner meinte nun, ich solle erst mal die Arbeitsplatte drauf legen
>und dann ausrichten, denn es käme letztendlich ja darauf an, dass diese
>gerade ist.
Ja, du kannst zur Not auch die Arbeitsplatte nehmen. Eine ganz einfache
Richtlatte ist aber um Groessenordnungen einfacher zu handhaben.
jue
>>Ich glaube, die Unterschränke müssen erst verschraubt werden, damit sie
>>relativ zueinander eine gerade Leiste ergeben.
>
> Und du glaubst ernsthaft, es sei einfacher 20 Fuesse gleichzeitig
> einzustellen, als 5 Mal 4 Fuesse?
Er glaubt zu Recht, dass es witzlos ist, 5 Schraenke zu haben,
die zwar alle waagerecht stehen, aber alle verschieden hoch sind
was die Auflagehoehe der Arbeitsplatte angeht.
Oder dass es doppelte Arbeit ist, erst den einen, dann den
anderen an den einen, dann den naechsten an die beiden, dann
den vierten an die drei anzupassen, wenn beim fuenften
herauskommt, dass die Anfangshoehe ungeschickt gewaehlt war,
weil sich dieser letzte nicht mehr anpassen laesst, sei es
weil er zu hoch oder zu niedrig fuer den Einstellbereich der
Fuesse ist,
und man noch mal alle neu einstellen muss.
Trotzdem fuehrt wohl kein Weg drumrum :-) denn aneinandergeschraubt
ist es noch muehsamer.
--
Manfred Winterhoff
Aehmm, na ja, also, eigentlich, genau genommen, und ueberhaupt: wer so
daemlich ist, die Schraenke nicht auf gleiche Hoehe auszurichten, der sollte
vielleicht besser keine Kueche installieren.
>Oder dass es doppelte Arbeit ist, erst den einen, dann den
>anderen an den einen, dann den naechsten an die beiden, dann
>den vierten an die drei anzupassen, wenn beim fuenften
>herauskommt, dass die Anfangshoehe ungeschickt gewaehlt war,
Das kann bei einem blutigen Anfaenger schon eher passieren. Aber auch nur
einmal. Danach weiss man, dass sorgfaeltige Vorbereitung einschliesslich
Ausmessen der Hoehe ueber die gesamte Laenge der Schraenke ein Muss ist.
>weil sich dieser letzte nicht mehr anpassen laesst, sei es
>weil er zu hoch oder zu niedrig fuer den Einstellbereich der
>Fuesse ist,
>und man noch mal alle neu einstellen muss.
>Trotzdem fuehrt wohl kein Weg drumrum :-) denn aneinandergeschraubt
>ist es noch muehsamer.
Wie du sagst: 19 Fuesse neu justieren, die sich alle gegenseitig
beeinflussen, weil Fuss Nummer 20 sich nicht mehr einstellen laesst, ist in
der Tat noch muehsamer.
jue
so sehe ich das auch, die Arbeitsplatte muß gerade sein, und wenn sie
nur auf dem ersten und letzten Unterschrank aufliegt.
Danach, wie hier irgendwo mal beschrieben, alle anderen Unterschränke
die Füße solange hochdrehen bis die auch unter der Arbeitsplatte drücken.
Dabei Gefühl walten lassen, nicht daß dann einer in der Mitte die Platte
hochdrückt.
Bei allen Füßen muß nur das Wackeln weg.
Dann kannst Du alles untereinander verschrauben.
Ciao
Stefan
> Danach, wie hier irgendwo mal beschrieben, alle anderen Unterschränke die
> Füße solange hochdrehen bis die auch unter der Arbeitsplatte drücken.
> Dabei Gefühl walten lassen, nicht daß dann einer in der Mitte die Platte
> hochdrückt.
Ein kleines Bisschen schon: Wenn die Platte nur auf den beiden Schränken
am Ende aufliegt wird sie etwas durchhängen. Die paar Millimeter müssen
die mittleren Schränke geradebiegen.
Gruß
Jochen
stimmt, eine Arbeitsplatte hängt auf 5m schon gewaltig durch ;-)
Aber Du hast recht, deshalb schrieb ich ja daß die Unterschränke leicht
drücken sollen...
Ciao
Stefan
> Dann kannst Du alles untereinander verschrauben.
Es spricht überhaupt nichts dagegen, z.B. vier nebeneinander stehende
Korpusse miteinander zu verschrauben.
Die lassen sich zu diesem Zweck prima mit Schraubzwingen fixieren.
Wenn dann die Platte draufgelegt und vermittels der Unterschränke
ausgerichtet wird, geht das ratzfatz.
Dann müssen lediglich noch die Verstellfüsse gleichmässig angezogen
werden und die Kocherei kann beginnen.
--
Gruß aus Hessen
Johannes
Aus techn. Gründen befindet sich die Signatur
auf der Rückseite dieser Nachricht!
Hallo Magnus,
habe alle bisherigen Antworten auf deine Anfrage gelesen, und will dir
aber trotzdem ein paar Tips geben.
Vorab aber sei gesagt, dass ich ein paar jahre gewerblich Küchen
montiert habe.
Ertensmal sei gesgt: Eine Küche muß absolut genau im Wasser stehen!
Besonders im Herdreich. Es gibt nichts blöderes, als wenn dir das Fett
in der Pfanne immer an einer Seite steht. Es ist also durchaus üblich,
dass mal den Blendsockel vorne anpassen muß!
Die Füße sind ab Werk in der Regel so eingestellt, dass sie jeweils in
beide Richtungen etwa einen Zentimeter verstellt werden können. Dies
reicht in der Regel auch aus. Jeder Schrank wird einzeln ausgerichtet.
Damit trägt auch jeder Schrank seine Last. Vergiß die Idee der der
Randleite, das ist nur Zeitverschwendung.
Wir haben dies in der Regel wie folgt gemacht:
Einer lag am Boden und hat den Schrank ausgerichtet, oben hat der
Kollege gesagt wohin. Dann den nächsten Schrank mit den vorderen und
unteren Kante bündig gestellt und dann den Schrank ausgerichtet.
So haben wir uns durch alle Formen der Küche gearbeitet.Geschirrspüler
mit reinstellen und ausrichten. Darauf achten, dass zwichen den beiden
angrenzenden Schränken genau 60 bzw 45 cm eingehalten wird.Ausschnitte
in den Rückwänden für Steckdosen, Herdanschlußdose und Sanitär nicht
vergessen.Die Hochschränke kamen dann zum Schluß.
Jetzt wurden die einzelnen Schränke mit Zwingen zusammengehalten und mit
jeweils vier Schrauben verbunden. Die komplette Küche genau dahinstellen
wo sie hingehört.Wenn die Hochschränke bei der Arbeitsplattenmontage
hinderlich waren wurden sie ein paar Zentimeter abgerückt. Vorgefertigte
Eckpassleiten evtl jetzt montieren, oder zumindest deren Mass genau
berücksichtigen. Bei U oder L- Küchen dabei darauf achten, daß die
Unterschränke nicht evtl unter den Fließenspiegel gestellt werden, damit
die Hänger noch reinpassen.
Nun werden die Abrbeitsplatten angepasst und probeweise aufgelegt.
Kontrollieren, ob die Veribnder der Arbeitsplatten von unten erreichbar
sind, oder ob man da noch irgendwas nachneiden muß. Kontollieren, ob
genügend Platz ist um die Platten bei der Montage in die Fische zu schieben.
Nun werden an den aufliegenden Platten die Ausschnitte für Kochfeld und
Becken angerissen. Darauf achten, ob irgenwelche Traverse dem Becken im
Weg sind, und dies evtl schmäler sägen.
Nach Ausschnitt des Beckens muß die rohe Kante des Ausschnitts gegen
Feuchtigkeit versiegelt werden. Dies kann man z.Bsp machen, in dem man
diese dick mit Silikon einschmiert. Der Ausschnitt des Kochfelds muß
nicht unbedingt versiegelt werden. Auf keinen Fall das Kochfeld mit
Silikon abdichten, da dies im Garantiefall zu Poblemen beim Wiederausbau
führen kann.Das Kochfeld erst zum Schluß montieren damit dieses bei der
Küchenmontage nicht beschädigt wird.
Das Becken wird in der Regel vor der Montage der Platten in diese
eingebaut, da man an die Klammern sonst sehr schlecht oder garnicht mehr
dran kommt.
Nun werden die Platten miteinander verleimt. Die Kanten werden voher
nicht! mit Silikon eingeschmiert. Dies trägt zu dick auf, so dass der
Stoß immer sichtbar bleibt und Dreck reingerieben wird. Mit Leim nicht
sparen, so dass er auch oben rausquillt. Die Spanner unten fast ganz
anziehen, die Plattenstöße sauber ausrichten und nun die Spanner fest
anziehen. Schränke und Platte nun auf gleiches Abstandsmaß der
Vorderkanten ausrichten, evtl Hochschränke beirücken, mit den restlichen
Unterschränken verbinden und dann Schränke von unten mit den Platten
verschrauben.
So, wenn du mit den Hängern nicht klar kommst kannst du dich ja wieder
melden.
Gruß
Hans
>> Grüße
>> Magnus
>
> Hallo Magnus,
>
> habe alle bisherigen Antworten auf deine Anfrage gelesen, und will dir
> aber trotzdem ein paar Tips geben.
> Vorab aber sei gesagt, dass ich ein paar jahre gewerblich Küchen
> montiert habe.
> So, wenn du mit den Hängern nicht klar kommst kannst du dich ja wieder
> melden.
> Gruß
> Hans
>
Ach ja, Schreibfehler sind mein perönlicher Stil und dürfen ignoriert
werden.
Gruß
Hans
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Das hat mir wirklich was
gebracht!
Noch eine Frage zum Spülbecken: Den Rand habe ich mit einer mitgelieferten
Paste abgedichtet. Ein Bekannter meinte, dass das Versiegeln der
Schnittflächen nicht nötig sei, da es sich um Vollholz handele. Wie ist das
zu verstehen? Wann braucht man Silikon und wo muss das dann hin?
Viele Grüße
Magnus
Hallo Markus,
bei Vollholz brauchst du die Ausschnittkante natürlich nicht versiegeln.
Ich war von beschichteter Spanplatte ausgegangen.
Gruß
hans
Kitt.
> Ein Bekannter meinte, dass das
> Versiegeln der Schnittflächen nicht nötig sei, da es sich um Vollholz
> handele.
DAS hast du bisher nicht mitgeteilt.
Stabholz verleimt oder wirklich massiv?
Oberflächenversiegelung wie?
> Wie ist das zu verstehen? Wann braucht man Silikon
Bei handelsüblichen, Melaminharz-laminierten Arbeitsplatten mit
Spanplattenkern.
> und wo muss das dann hin?
Auf den bei Ausschnitten zwangsläufig entstehenden Schnittflächen.
Das Silikon verhindert das aufquellen, falls Flüssigkeiten in die sonst
offenen Schnittfläche wegen der Kapillarwirkung eindringen würde. Die
Arbeitsplatte wird dann unbrauchbar.
--
Thomas
Spanplatte saugt Feuchtigkeit auf wie ein Schwamm und quillt dann auf.
Deshalb muss die Schnittflaeche bei einer Arbeitsplatte aus dem sonst
ueblichen holzfaserverstaerkten Kunststoff (aka Spanplatte) komplett gegen
Feuchtigkeit versiegelt werden.
>Wann braucht man Silikon und wo muss das dann hin?
Das ist eine ganz andere Frage. Silikon oder andere geeignete Dichtmasse
verwendet man, um die Raender von Einsaetzen wie z.B. Spuele und Kochmulde
dicht mit der Oberflaeche der Arbeitsplatte zu verbinden, so dass kein Dreck
oder Feuchtigkeit zwischen Einsatz und Arbeitsplatte eindringen kann.
Manchmal ist es auch ein Moosgummidichtung o.ae.
jue
>Deshalb muss die Schnittflaeche bei einer Arbeitsplatte aus dem sonst
>ueblichen holzfaserverstaerkten Kunststoff (aka Spanplatte) komplett gegen
>Feuchtigkeit versiegelt werden.
Und ich empfehle auch alle Kanten des Spülenunterschrankes zu
versiegeln (ich habe wasserfesten Holzleim genommen), da es dort schon
mal naß werden kann.