Martin Kienass schrieb:
> Michael Jürgens <
m...@pflichtwatschen.de> schrieb:
>> Am 11.07.2012 08:11, schrieb Martin Kienass:
>
> [...]
>>> Also nix mit Messeinsatz trocken wechseln.
>>
>>
http://datenblatt.stark-elektronik.de/wasserzaehler/Einstrahlzaehler.pdf
>>
>> So einer war das bei uns in der Wohnung.
>> Da wurde nur die Messkapsel getauscht.
>
> Ich kenne nur Modelle, die komplett gewechselt werden
> müssen. Das heißt dann bei dem abgebildten Modell:
> Überwurfmuttern der Verschraubungen lösen, also vorher
> Wasser abstellen.
Das abgebildete Model ist so eines.
Zerstörungsfrei bekommst du das Zählwerk nicht heraus, das
ist per Bördelung befestigt.
>> Der Techem-Mensch kam, sah und schraubte.
>> Kragen runter, Kapsel raus, neue Kapsel drauf und Kragen
>> (Abdeckung) wieder drauf.
>> Kein Absperren.
>
> Faszinierend. Wie gesagt, kannte ich so noch nicht.
Ich bisher auch nicht, ich finde auch per Google absolut
nichts was so funktionieren könnte.
>> Muss man vielleicht die Flügelräder mittlerweile nicht
>> mehr tauschen?
>
> Kann ich mir nicht vorstellen. Flügelrad und Zählwerk
> sind bei diesen sogenannten Trockenläufern magnetisch
> gekoppelt, müssen also für genaue Messungen auch
> aufeinander abgestimmt sein.
Die magnetische Kopplung ist eine zu 1 zu 1 Kupplung,
arbeitet wie eine Klauenkupplung, nur dass sie bei
Schwergängigkeit des Zählwerks durchrutschen würde. Da muss
nichts abgestimmt werden.
Das Rollenzählwerk allein arbeitet über Zahnräder, daran
gibt es nichts was sich verändern könnte und daher eine neue
Eichung erforderlich macht.
Das Verschleisteil ist das Flügelrad, die Kammer und die
Wasserführung.
Das kann sich durch mechanischen Verschleiss, Kalk und
Verschmutzungen verändern, so dass es nicht mehr mit der
korrekten Geschwindigkeit läuft.
> Entweder hat Techem da ein spezielles Verfahren, die
> Eichung trotzdem zu gewährleisten oder irgendetwas ist
> doch ein wenig anders verlaufen als du es wahrgenommen
> hast.
Ich vermute letzteres, im Keller wurde abgesperrt. ;-)
> Der Sinn des Zählertausches bei Eichfristablauf
> liegt ja gerade u.a. darin, verfälschte Messergebnisee
> durch Verschleiß an beweglichen Teilen möglichst zu
> vermeiden - und bewegliche Teile sind nunmal das Zählwerk
> _und_ das Flügelrad.
Genau das, und die kommen ohne Wasserberührung nicht aus.
Denkbar wäre noch eine elektronsiche Technik, welche die
Strömung ohne Wasserberührung misst, aber eichfähig ist es
für mich kaum vorstellbar.
> Vieleicht hat der Techem-Techniker doch vorher im Keller
> den WW-Strang abgesperrt und entleert?
> Aber dann hätte er eigentlich "klassisch" wie oben
> beschrieben den kompletten Zähler gewechselt.
Es wird der komplette Zähler getauscht.
Nur sitzt der Zähler nicht zwischen 2 Rohranschlüssen, das
wäre im Bad entweder hässlich oder müsste irgendwie
aufwendig hinter eine Klappe verschwinden, sondern in einem
Topf, der in der Mitte den Zulauf und aussen herum den
Ablauf hat. Die komplette Mimik sitzt dann in dem
aufgeschraubten Teil.
Wenn du Einrohrzähler für Gas kennst, Zu- und Abgang sind
bei dem ebenso wie bei diesen Wasserzählern.
http://www.ebay.de/itm/360434559486
Hier kannst du es in der 2. Abbildung sehen, in der Mitte
der Zulauf, aussen läuft es ab.
Die komplette Messmimik sitzt innerhalb des Teils.
> Oder (ganz
> böser Gedanke) hat Techem Euch einen Zählerwechsel
> verkauft, der gar kein echter war?
>
> Es gibt nichts, was es nicht gibt, so oder so.
Nur was hat er dann gewechselt?
Grüße Harald