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Anschluß eines Backofens

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Joachim Boensch

unread,
May 30, 2005, 3:13:05 PM5/30/05
to
Hallo NG,

ich möchte einen Einbaubackofen anschließen. Dabei sehe ich auch keine
besondere Schwierigkeit. In der beiliegenden Beschreibung des Gerätes
habe ich aber eine Bemerkung gefunden, die mich irritiert.

> Um die einschlägigen Sicherheitsvorschriften zu erfüllen
> muß installationsseitig ein allpoliger Trennschalter mit einer
> Kontaktöffnung von mindestens 3mm vorgesehen werden.

Ist das eine neue Vorschrift, die bei vorhandenen Installationen nicht
erforderlich ist? Die vorgesehenen Stromkreise sind ganz normal mit 16A
abgesichert. Die Sicherungen sind aber doch im Gegensatz zu
FI-Schutzschaltern keine allpoligen Trennschalter.

Der gleiche Hinweis steht auch in der Beschreibung einer
Einbau-Mikrowelle, für den Fall, daß das Gerät ohne Stecker fest an den
Stromkreis angeschlossen werden soll.

Dankbar für erhellende Info

Grüße

Joachim


--
reality.sys corrupted
restart universe?
Y/N

Achim Waldek

unread,
May 31, 2005, 12:46:01 AM5/31/05
to
Am Mon, 30 May 2005 21:13:05 +0200 schrieb Joachim Boensch:

> Hallo NG,
>
> ich möchte einen Einbaubackofen anschließen. Dabei sehe ich auch keine
> besondere Schwierigkeit. In der beiliegenden Beschreibung des Gerätes
> habe ich aber eine Bemerkung gefunden, die mich irritiert.
>
>> Um die einschlägigen Sicherheitsvorschriften zu erfüllen
>> muß installationsseitig ein allpoliger Trennschalter mit einer
>> Kontaktöffnung von mindestens 3mm vorgesehen werden.
>

Diese Trennschalter sind Vorschrift für die gesamte hauselektrik.
Da aber Bestandsschutz gilt, würde ich ohne mit der Wimper zu zucken, den
Backofen (wobei ich glaube, dass Du einen ganzen Herd meinst, da der
Backofen alleinbe eigentlich per Schukostecker ans Netz kommen kann) ganz
normal an den Herdanschluss anklemmen.
Gruß

Joachim Boensch

unread,
May 31, 2005, 1:59:37 AM5/31/05
to
Achim Waldek wrote:

>>
>>> Um die einschlägigen Sicherheitsvorschriften zu erfüllen
>>> muß installationsseitig ein allpoliger Trennschalter mit einer
>>> Kontaktöffnung von mindestens 3mm vorgesehen werden.
>>
> Diese Trennschalter sind Vorschrift für die gesamte hauselektrik.
> Da aber Bestandsschutz gilt, würde ich ohne mit der Wimper zu
> zucken, den Backofen (wobei ich glaube, dass Du einen ganzen Herd
> meinst, da der Backofen alleinbe eigentlich per Schukostecker ans
> Netz kommen kann) ganz normal an den Herdanschluss anklemmen.
> Gruß


Danke, da hab ich wieder was dazugelernt. Das ist ja eine recht
gravierende Änderung der geltenden Vorschriften. Gut, daß es
Bestandsschutz gibt.

Ich meine tatsächlich einen Backofen. Bisher gab es einen Herd, der
jetzt aber bei Austausch der Küche durch Backofen und Ceranfeld ersetzt
wird. Beides wird an den vorhandenen 3-Phasen-Stromkreis angeschlossen.
Deshalb keine Steckdose. Gerade an der Stelle ist die Wand armierter
Beton, da möchte ich kein Loch für eine Steckdose bohren und schließe
lieber direkt an.

Dieter Wiedmann

unread,
May 31, 2005, 2:39:12 AM5/31/05
to
Achim Waldek schrieb:

> Diese Trennschalter sind Vorschrift für die gesamte hauselektrik.

<mode=selten so gelacht>
Kannst du da mal ein konkretes Produkt nennen?
</mode>


Gruß Dieter

Christoph Hensel

unread,
May 31, 2005, 2:40:09 AM5/31/05
to
Achim Waldek wrote:
> Diese Trennschalter sind Vorschrift für die gesamte hauselektrik.
> Da aber Bestandsschutz gilt, würde ich ohne mit der Wimper zu zucken,
> den Backofen (wobei ich glaube, dass Du einen ganzen Herd meinst, da
> der Backofen alleinbe eigentlich per Schukostecker ans Netz kommen
> kann) ganz normal an den Herdanschluss anklemmen.

Den Backofen an eine Steckdose zu klemmen halte ich für bedenklich und
auf keinen Fall empfehlenswert. Ein Backofen hat heutzutage sehr schnell
über 3,6kW. Der Herdanschluß ist immer die richtige Wahl. So denn
Ceranfeld und neuer Backofen zusammen nicht wesentlich mehr
Anschlußleistung haben als der frühere Herd ist dagegen nix zu sagen.
Wurde jedoch aus dem 4 Platten Sti-No-Herd nun ein 6 Zonen Ceranfeld mit
Bräterzone und ein fetter Backofen mit Grill, pyrolytischer
Selbstreinigung, Mikrowelle, etc. sollte man den Zuleitungsquerschnitt
überprüfen. Solche Kombinationen schaffen gern mal 20kW. Das mit dem
Bestandsschutz ist beim Auswechseln von geräten eh hinfällig. Die
Zuleitung hat für die angeschlossene Leistung ausreichend zu sein.

Gruß
Christoph

Lutz Illigen

unread,
May 31, 2005, 10:02:39 AM5/31/05
to
"Joachim Boensch" <Guck...@gmx.de> wrote:

> Ich meine tatsächlich einen Backofen. Bisher gab es einen Herd,
> der jetzt aber bei Austausch der Küche durch Backofen und
> Ceranfeld ersetzt wird. Beides wird an den vorhandenen
> 3-Phasen-Stromkreis angeschlossen.

GGGGRRRRR

Lutz
--
E-Mail an Adresse im FROM wird ungelesen gelöscht

Joachim Boensch

unread,
May 31, 2005, 12:24:26 PM5/31/05
to
Lutz Illigen wrote:


>> Ich meine tatsächlich einen Backofen. Bisher gab es einen Herd,
>> der jetzt aber bei Austausch der Küche durch Backofen und
>> Ceranfeld ersetzt wird. Beides wird an den vorhandenen
>> 3-Phasen-Stromkreis angeschlossen.
>
> GGGGRRRRR
>

Na gut, wenn du es so betrachtest, kann ich nicht widersprechen. :)

Aber die Beschreibung, aus der ich zitiert habe, gehört wirklich zu
einem Backofen und nicht zu einem Herd.

Thomas Einzel

unread,
May 31, 2005, 2:22:33 PM5/31/05
to
Joachim Boensch wrote:
...

> Aber die Beschreibung, aus der ich zitiert habe, gehört wirklich zu
> einem Backofen und nicht zu einem Herd.

Hallo,
der Backofen hat einen serienmäßigen 16A Stecker und damit max. 3,6kW? Das
Ceranfeld eine 4 poliger Anschlußleitung und einer Leistung bis 7kW? Dann
betrachte beides zusammen als einen "auseinandergezogenen" Herd (bis 11kW)
und schließe es genau so an deinen Drehstromanschluß an, nein, laß es von
einem Fachmann anschließen, der kann dann gleich die Absicherung und
Querschnitte überprüfen.

Was spricht dagegen als Trenneinrichtung einen RCD
(Fehlerstrom-Schutzschalter) zu verwenden? Deine Anlage hat doch einen?

BTW: Lutz warum knurrst du?

Thomas

Ups?:


> reality.sys corrupted
> restart universe?
> Y/N

Y <Enter> ??? ...achso!
Z <Ent


Joachim Boensch

unread,
May 31, 2005, 3:18:43 PM5/31/05
to
Thomas Einzel wrote:
>
> Hallo,
> der Backofen hat einen serienmäßigen 16A Stecker und damit max.
> 3,6kW?
Er hat keinen Stecker, ist aber für eine 16A-Absicherung ausgelegt.

> Das Ceranfeld eine 4 poliger Anschlußleitung und einer
> Leistung bis 7kW? Dann betrachte beides zusammen als einen
> "auseinandergezogenen" Herd (bis 11kW) und schließe es genau so an
> deinen Drehstromanschluß an,

Das habe ich ja vor. Anschluß an eine Steckdose ist zwar möglich und
wird auch hier von einigen empfohlen, aber ich würde das nicht machen.

> nein, laß es von einem Fachmann
> anschließen, der kann dann gleich die Absicherung und Querschnitte
> überprüfen.

Absicherung mit 3x16A und Querschnitt 5x2,5 sind alle in Ordnung. Da
war ja vorher schon ein moderner leistungsfähiger Herd dran. Die neuen
Geräte verbrauchen nicht mehr.
Nur einige Puristen hier vertreten die Meinung, daß man an die
Herdanschlußdose nicht beides anschließen kann, weil eine
Herdanschlußdose per Definition nur für ein Gerät mit einem Kabel
genutzt werden darf.

>
> Was spricht dagegen als Trenneinrichtung einen RCD
> (Fehlerstrom-Schutzschalter) zu verwenden? Deine Anlage hat doch
> einen?

Nur einen zweipoligen für eine Phase. Daran hängt das Bad, sonst
nichts.

>
> BTW: Lutz warum knurrst du?
>

Wegen meiner Antwort auf das Posting von Achim Waldek. Als ich
geschrieben habe, war mir nicht bewußt, daß man die als haarespalten
auslegen kann. Das ist mir erst beim Nachlesen nach dem knurren so
bewußt geworden. :)

Grüße

Joachim


--

Thomas Einzel

unread,
Jun 1, 2005, 2:28:01 AM6/1/05
to
Joachim Boensch schrieb:

Hallo Joachim!

> [Backofen] ... hat keinen Stecker, ist aber für eine 16A-Absicherung


> ausgelegt.
>
> > Das Ceranfeld eine 4 poliger Anschlußleitung und einer
> > Leistung bis 7kW? Dann betrachte beides zusammen als einen
> > "auseinandergezogenen" Herd (bis 11kW) und schließe es genau so an
> > deinen Drehstromanschluß an,
>
> Das habe ich ja vor. Anschluß an eine Steckdose ist zwar möglich und
> wird auch hier von einigen empfohlen, aber ich würde das nicht machen.

Der Teufel liegt im Detail. An einen Drehstrom-Herdanschluß sollte man
keinesfalls irgendwelche Abzweige, Anschlußdosen, Verzweigungen oder
gar Steckdosen etc. anbauen. Entweder man funktioniert es als Zuleitung
an einem Unterverteiler um, oder baut nur drei Steckdosen dran (Knebel
der LS im Verteiler verbinden) oder eben einen Herd. Ein herkömmlicher
Herd besteht aus einem Backofen und einem Kochfeld. Bei einem
Einbauherd ist beides mehr oder minder lose - aber an einem Anschluß.
Du hast einen Einbauherd, getrennt nach Kochfeld und Backofen, ob das
nun 72mm oder 53cm maximal auseinander sein darf, ist AFAIK in keiner
Vorschrift beschrieben. Ich habe dir vorgeschlagen daraus *einen*
"auseinandergezogenen Herd (bis 11kW)" zu machen und "genau so"
anzuschließen. D.h. ein Anschluß geht zur Herdanschlußdose.

Wenn du den Backofen als seperates Gerät an deinen 16A Küchenkreis
anschließt ist das Zuschalten einer Mikrowelle oder eines
Geschirrspülers bereits der Grund warum der LS auslöst. Das kann es
nicht sein. Es sei denn du hast zusätzlich zum Herdanschluß min. 2
seperate Kreise á 16A, dann einen Kreis als Backofenkreis definieren
und das Kochfeld allein an den Herdanschluß legen.
(in meine nächste Küche lege ich eine UV mit 5x6mm². Grrr)

> > nein, laß es von einem Fachmann
> > anschließen, der kann dann gleich die Absicherung und Querschnitte
> > überprüfen.
>
> Absicherung mit 3x16A und Querschnitt 5x2,5 sind alle in Ordnung.

Das weiß ich nicht, auch nicht ob Querschnitt, Verlegeart und
Spannungsfall mit Absicherung und Leitungslänge im konkreten Fall so
in Ordnung geht. Vermutlich ja, aber prüfen sollte das min. eine
Fachkraft vor Ort.

> Da war ja vorher schon ein moderner leistungsfähiger Herd dran. Die
> neuen Geräte verbrauchen nicht mehr.

Meine Frage nach o.a. Leistungen war keine Prosa.

> Nur einige Puristen hier vertreten die Meinung, daß man an die
> Herdanschlußdose nicht beides anschließen kann, weil eine
> Herdanschlußdose per Definition nur für ein Gerät mit einem Kabel
> genutzt werden darf.

? Du hast doch nur *einen* Einbauherd, den du auch fest anschließen
(lassen) willst?

BTW: Warum finde ich das Wort "Herdanschluß*" in der DIN 5/2005 nicht?

> > Was spricht dagegen als Trenneinrichtung einen RCD
> > (Fehlerstrom-Schutzschalter) zu verwenden? Deine Anlage hat doch
> > einen?
> Nur einen zweipoligen für eine Phase. Daran hängt das Bad, sonst
> nichts.

Da hast du IMO dringenderen Handlungsbedarf.
...


> > BTW: Lutz warum knurrst du?
> >
> Wegen meiner Antwort auf das Posting von Achim Waldek. Als ich
> geschrieben habe, war mir nicht bewußt, daß man die als haarespalten
> auslegen kann. Das ist mir erst beim Nachlesen nach dem knurren so
> bewußt geworden. :)

Viele glauben, dass man an "dicke" Herdanschlußleitung noch eine
Steckdose anklemmen kann, das ist nicht so, aber fast eine Jehova
Frage. Du willst das aber gar nicht, du willst nur einen Einbauherd
anschließen, deine Frage war nur IMO ein bischen unglücklich
formuliert.

Kurios: der Herdanschluß bei meiner Oma wurde von einem Elektromeister
(Anfang der 80er, Ostzone) an einer Art Miniverteiler mit zwei oder
drei LS gelegt und hatte: eine integrierte Steckdose ;-) Wirklich.

> reality.sys corrupted
> restart universe?
> Y/N

Schon wieder?

Thomas

Joachim Boensch

unread,
Jun 1, 2005, 3:04:50 PM6/1/05
to
Thomas Einzel wrote:

>
> Ich habe dir
> vorgeschlagen daraus *einen* "auseinandergezogenen Herd (bis 11kW)"
> zu machen und "genau so" anzuschließen. D.h. ein Anschluß geht zur
> Herdanschlußdose.

Wie das auszuführen wäre, kann ich mir nicht vorstellen. Bei einem
Gerät geht ein 5-poliges Kabel vom Schaltkasten zur Herdanschlußdose.
Bei getrennten Geräten sind da nunmal zwei Kabel. Ich kann natürlich
eine Verteilerdose setzen und die beiden Kabel dort zusammenführen und
mit einem Kabel weitergehen. Aber wo wäre da der reale Unterschied zu
zwei Kabeln in die Herdanschlußdose außer einer zusätzlichen
Trennstelle?
Eine Unterverteilung mit drei Sicherungen wäre natürlich eine
Alternative, aber das war doch nicht gemeint, oder?

> auch nicht ob Querschnitt, Verlegeart und
> Spannungsfall mit Absicherung und Leitungslänge im konkreten Fall so
> in Ordnung geht. Vermutlich ja, aber prüfen sollte das min. eine
> Fachkraft vor Ort.

Bei aller Dankbarkeit für die wertvollen Hinweise, die ich von dir
erhalten habe, klingt das für mich doch zu sehr nach "Bedenkenträger".

>
> ? Du hast doch nur *einen* Einbauherd, den du auch fest anschließen
> (lassen) willst?

Siehe oben, da habe ich Verständnisschwierigkeiten, was das in der
Ausführung bedeuten soll.


Grüße

Joachim

Joachim Boensch

unread,
Jun 1, 2005, 3:28:39 PM6/1/05
to

Ich habe diesen Teil mal abgetrennt und antworte separat.

Thomas Einzel wrote:

>
>>> Was spricht dagegen als Trenneinrichtung einen RCD
>>> (Fehlerstrom-Schutzschalter) zu verwenden? Deine Anlage hat doch
>>> einen?
>> Nur einen zweipoligen für eine Phase. Daran hängt das Bad, sonst
>> nichts.
>
> Da hast du IMO dringenderen Handlungsbedarf.

Dazu möchte ich mich etwas ausführlicher äußern. Als diese Häuser vor
16 Jahren gebaut wurden, habe ich mich selbst gefragt, warum nur ein
FI-Schalter fürs Bad eingebaut wurde.
Ich wollte die Frage nicht an die ausführende Firma stellen und habe
mir aus dem Branchenbuch einen Meisterbetrieb gesucht, dort angerufen
und gefragt.
Ich wurde zum Meister durchgestellt und habe von ihm eine freundliche
und ausführliche Antwort bekommen.
Er gab mir diese Erklärung: Wenn die Installation neu ist, funktioniert
es perfekt. Nach 20 Jahren sind Leitungen, Dosen und Geräte aber nicht
mehr so frisch und es entstehen minimale Kriechströme, die sich
aufsummieren, wenn das ganze Haus am FI-Schalter hängt. Irgendwann
fängt der FI-Schutzschalter an, bei hoher Luftfeuchtigkeit auszulösen
und der Hausbesitzer nimmt das Ding dann raus. Damit entfällt der
Schutz auch da, wo er wirklich notwendig ist, im Bad. Aus diesem Grund
wird der FI-Schutz auf das Bad beschränkt. Naja, diese Gefahr besteht
zumindest bei mir nicht. Ich weiß ja, wozu der gut ist und würde auf
den Schutz im Bad ganz sicher nicht verzichten.

Es handelt sich also um eine Frage der Schutzphilosophie. Ich glaube
nicht, daß ich jetzt das ganze Haus an einen FI-Schalter legen werde.
Über einen FI-Schutzschalter für den Herdstromkreis denke ich
allerdings ernsthaft nach, aufgrund der Problematik mit zwei Geräten.
Den könnte ich noch im Sicherungsfeld unterbringen. Das ist allerdings
nicht ganz einfach, weil die Sicherungen nach Phasen getrennt
angeordnet sind. Die drei Herdsicherungen liegen also nicht zusammen.


>
>> reality.sys corrupted
>> restart universe?
>> Y/N
>
> Schon wieder?
>

Immer noch, sieh dich doch mal um. :)

Grüße

Joachim

--

Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen hinterher.


Thomas Einzel

unread,
Jun 2, 2005, 3:50:53 PM6/2/05
to
Joachim Boensch wrote:
...

>> Ich habe dir
>> vorgeschlagen daraus *einen* "auseinandergezogenen Herd (bis
>> 11kW)" zu machen und "genau so" anzuschließen. D.h. ein Anschluß
>> geht zur Herdanschlußdose.
>
> Wie das auszuführen wäre, kann ich mir nicht vorstellen.

Hallo Joachim, deswegen ja auch mein Rat diese paar Handgriffe durch einen
Elektrobetrieb durchführen zu lasssen. Dein Kochfeld benötigt 2 der
Außenleiter, dein Bachofen einen, man muß es nur so anschließen wie einen
Herd.

> Aber wo
> wäre da der reale Unterschied zu zwei Kabeln in die
> Herdanschlußdose außer einer zusätzlichen Trennstelle?

Bei einem Hers wird von der Herdanschlußdose eine Leitung an den
Herdanschlußkasten (oder wie man das Teil auch immer nennen mag)
angeschlossen. Der weitere Anschluß wird innerhalb des Herdes vorgenommen.
Bei Einbauherden ist das kein geschlossener Aufbau. Ich hatte geraden deinen
Einbauherd genau so anzuschließen. Kann ja sein, dass du nicht verstehst was
ich meine, aber eine Anleitung "rechte Hand an rechten Griff" möchte ich
nicht posten.Wer nur halbwegs elektrotechnische Kenntnisse hat, weiß
einigermaßen was ich meine, für alle anderen wäre es fahrlässig.

> Eine Unterverteilung mit drei Sicherungen wäre natürlich eine
> Alternative, aber das war doch nicht gemeint, oder?

Nein.

>> auch nicht ob Querschnitt, Verlegeart und
>> Spannungsfall mit Absicherung und Leitungslänge im konkreten Fall
>> so in Ordnung geht. Vermutlich ja, aber prüfen sollte das min.
>> eine Fachkraft vor Ort.
>
> Bei aller Dankbarkeit für die wertvollen Hinweise, die ich von dir
> erhalten habe, klingt das für mich doch zu sehr nach
> "Bedenkenträger".

Schade. Ist dir schon aufgefallen, dass von anderen keine weiteren Tipps
gekommen sind? (Christoph ist AFAIK Elektromeister, Lutz ist AFAIK ebenfalls
vom Fach)
...


>> ? Du hast doch nur *einen* Einbauherd, den du auch fest
>> anschließen (lassen) willst?
>
> Siehe oben, da habe ich Verständnisschwierigkeiten, was das in der
> Ausführung bedeuten soll.

Eben. Deswegen sind meine Bedenken real.

IMO - Thomas

Thomas Einzel

unread,
Jun 2, 2005, 3:50:38 PM6/2/05
to
Joachim Boensch wrote:
...

> Dazu möchte ich mich etwas ausführlicher äußern. Als diese Häuser
> vor 16 Jahren gebaut wurden, habe ich mich selbst gefragt, warum
> nur ein FI-Schalter fürs Bad eingebaut wurde.
> Ich wollte die Frage nicht an die ausführende Firma stellen und
> habe mir aus dem Branchenbuch einen Meisterbetrieb gesucht, dort
> angerufen und gefragt.
> Ich wurde zum Meister durchgestellt und habe von ihm eine
> freundliche und ausführliche Antwort bekommen.
> Er gab mir diese Erklärung: Wenn die Installation neu ist,
> funktioniert es perfekt. Nach 20 Jahren sind Leitungen, Dosen und
> Geräte aber nicht mehr so frisch und es entstehen minimale
> Kriechströme, die sich aufsummieren, wenn das ganze Haus am
> FI-Schalter hängt. Irgendwann fängt der FI-Schutzschalter an, bei
> hoher Luftfeuchtigkeit auszulösen und der Hausbesitzer nimmt das
> Ding dann raus. Damit entfällt der Schutz auch da, wo er wirklich
> notwendig ist, im Bad. Aus diesem Grund wird der FI-Schutz auf das
> Bad beschränkt.

Eine schöne Gruselstory.
An ihr ist ein Funken Wahrheit, aber nur, wenn man *einen* RCD
(Fehlerstromschutzschalter) mit einem Differenz-Nennauslösestrom von 30mA
für das gesamte Haus einbaut. Man sollte Licht und Steckdosenkreise trennen
und (wenn vorhanden) für den Außenbereich einen extra RCD vorsehen. Ist eine
Gefriertruhe vorhanden, sollte man dieser ebenso einen extra RCD spendieren.
Kostet nicht mal 40Eur/Stück + Einbau. Bei vorgeschlagenen 2 bis 4 RCDs je
Wohung/Haus sicher eine vertretbare, einmalige Versicherungsprämie.
...


> Es handelt sich also um eine Frage der Schutzphilosophie.

Eben!

> Ich
> glaube nicht, daß ich jetzt das ganze Haus an einen FI-Schalter
> legen werde. Über einen FI-Schutzschalter für den Herdstromkreis
> denke ich allerdings ernsthaft nach, aufgrund der Problematik mit
> zwei Geräten. Den könnte ich noch im Sicherungsfeld unterbringen.
> Das ist allerdings nicht ganz einfach, weil die Sicherungen nach

> Phasen getrennt angeordnet sind.Die drei Herdsicherungen liegen
> also nicht zusammen.

Das ist egal, der Schutzschalter wird ohnehin mit Leitungen angeschlossen.
Der Herd muß übrigens an unterschiedlichen Außenleiter angeschlossen werden,
damit der Neutralleiter nicht abbrennt. (durch die Phasenverschiebung von je
120° fließt bei ohmschen Lasten der Strom unterscheidlicher Außenleiter nie
gleichzeitig)

Wenn schon, dann *Lass* deine Kreise vernünftig auf mehrere RCDs aufteilen
(siehe oben). Die Neutralleiter der einzelnen Kreise dürfen *nach* den RCDs
nirgendwo untereinander verbunden sein - sonst hast du unter Last eine
Fehlauslösung nach der anderen.

BTW: Ich habe übrigens 7 RCDs á 30mA und einen selektiven mit 300mA (im
Verteilernetz zu den Unterverteilungen) im Haus. Kein Größenwahn, nichts
überflüssig und alles wohl durchdacht. Mein Haus hat keinen Endstromkreis
ohne 30mA RCD! Das ist ein Teil meiner Schutzphilosophie.

IMO! - Thomas

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