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Dünnflüssiger Zement (oder ähnliches)?

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Stephan Petersen

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Feb 12, 2002, 9:03:24 AM2/12/02
to

Tach zusammen,

ich will eine beschädigte Tisch/Stand-Lampe reparieren, dazu will ich der
Einfachheit halber den Lampenfuß aus Porzellan mit einer Art Zement
ausgießen. Der Zement soll dem Fuß nicht nur das nötige Gewicht geben,
sondern auch den senkrechten Stab fixieren, der im Fuß steckt, und an dessen
oberem Ende der dann der eigentlich Schirm befestigt ist (der Fuß selbst
enthält natürlich keinerlei Elektrik).

Ich hatte an Zement gedacht, den ich ziemlich flüssig anrühren würde, damit
er sich gut im Fuß verteilt.

Meine Fragen: Härtet auch relativ flüssig angerührter Zement noch probemlos
und ohen zu großen Schwund aus? Gibt's eine besonders empfehlenswerte
Sorte/Marke? Oder sollte etwas anderes als Zement besser funktionieren?

Vielen Dank im voraus für Eure Tipps!

Stephan

Christian Schlamkow

unread,
Feb 12, 2002, 9:10:55 AM2/12/02
to
Stephan Petersen <sp...@gmx.de> wrote:
> Sorte/Marke? Oder sollte etwas anderes als Zement besser funktionieren?

Warum nicht einfach mit Gips?

Christian

Andrea Glatthor

unread,
Feb 12, 2002, 2:17:05 PM2/12/02
to
Hallo Stephan,

Stephan Petersen <sp...@gmx.de> schrieb:

> ich will eine beschädigte Tisch/Stand-Lampe reparieren, dazu will ich der
> Einfachheit halber den Lampenfuß aus Porzellan mit einer Art Zement
> ausgießen. Der Zement soll dem Fuß nicht nur das nötige Gewicht geben,
> sondern auch den senkrechten Stab fixieren, der im Fuß steckt, und an dessen
> oberem Ende der dann der eigentlich Schirm befestigt ist (der Fuß selbst
> enthält natürlich keinerlei Elektrik).
>
> Ich hatte an Zement gedacht, den ich ziemlich flüssig anrühren würde, damit
> er sich gut im Fuß verteilt.
>
> Meine Fragen: Härtet auch relativ flüssig angerührter Zement noch probemlos
> und ohen zu großen Schwund aus?

Nein. Wenn Du Zement (oder normalen Zementmörtel) mit so viel Wasser
anrührst, dass er fließt, dann wird er erstens nicht mehr so hart (was
der Stabilität des Lampenschirms abträglich wäe) und zweitens schwindet
er, was zur nachträglichen Lockerung (Wackeln) führt, weil kleine
Spalten zwischen Zement und Stab sowie Zement und Fuß entstehen. Du
könntest also den Stab hinterher ganz einfach senkrecht herausziehen und
auch etwas hin- und her bewegen.

> Gibt's eine besonders empfehlenswerte
> Sorte/Marke? Oder sollte etwas anderes als Zement besser funktionieren?

Der Vorschlag von Christian ("Gips") ist gut, aber auch dem normalen
Stuckgips müßtest Du etwas Betonverflüssiger zusetzen oder eine von Haus
aus fließfähige Mischung verwenden (so etwas wie Fließestrich oder diese
Modellgipse zum Ausgießen von Kautschuk-Formen).

Du bräuchtest also entweder einen fertigen Vergußmörtel (Zement- oder
Gipsbasis), oder einen Verflüssiger um damit selbst einen Vergußmörtel
herstellen zu können.

Da sich für Deine kleine Menge kein Sack Vergußmörtel lohnt und auch
Verflüssiger (= Estrichzusatzmittel) nicht in Kleinstmengen zu haben
sind, würde ich im Zweifel zum den Gießmassen aus dem Bastelfachgeschäft
raten. :-/

Andrea
--
Webverzeichnis für Heimwerker: http://www.d-r-h.de/db/

Horst Kalevar

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Feb 12, 2002, 2:32:07 PM2/12/02
to

"Andrea Glatthor" <a...@andrea-glatthor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a4bt73.3...@svbuc.de...

> Hallo Stephan,
>
> Stephan Petersen <sp...@gmx.de> schrieb:
>
> > ich will eine beschädigte Tisch/Stand-Lampe reparieren, dazu will
ich der
> > Einfachheit halber den Lampenfuß aus Porzellan mit einer Art
Zement
> > ausgießen.

> > Ich hatte an Zement gedacht, den ich ziemlich flüssig anrühren


würde, damit
> > er sich gut im Fuß verteilt.
> >
> > Meine Fragen: Härtet auch relativ flüssig angerührter Zement noch
probemlos
> > und ohen zu großen Schwund aus?
>
> Nein. Wenn Du Zement (oder normalen Zementmörtel) mit so viel Wasser
> anrührst, dass er fließt, dann wird er erstens nicht mehr so hart
(was
> der Stabilität des Lampenschirms abträglich wäe) und zweitens
schwindet
> er, was zur nachträglichen Lockerung (Wackeln) führt, weil kleine
> Spalten zwischen Zement und Stab sowie Zement und Fuß entstehen. Du
> könntest also den Stab hinterher ganz einfach senkrecht herausziehen
und
> auch etwas hin- und her bewegen.

Ardex K15 in 5 kg Beuteln?

http://www.ardex.de/bodenspachtel/ardur_k15.php

Gegen wackeln und rausziehen wird mit dem Dremel durch den Stab
gebohrt, sodaß die Masse in den Stab greifen kann.

Gruß
Horst

Patrick Kuban

unread,
Feb 12, 2002, 3:48:19 PM2/12/02
to
Hallo Stefan,

Am 12.02.02 schrieb Andrea Glatthor:

>> Zement ausgiessen. Der Zement soll dem Fuss nicht nur das noetige
>> Gewicht geben,

Naja, irgendwie nicht soo schwer ...

>> sondern auch den senkrechten Stab fixieren, der im

Laesst sich das vielleicht auch in Stahl machen, dessen spezifisches
Gewicht drei- bis viermal zu hoch ist? Oder kommst Du damit nicht in
den Lampenfuss rein?

> oder diese Modellgipse zum Ausgiessen von Kautschuk-Formen).

Der Modellgips ist da problemlos, haertet auch in duennfluessigen
Ansaetzen noch gut aus (ich mach' das recht haeufig gegen Geld ;-),
ausserdem schwindet er nicht, sondern dehnt sich eher noch aus.

> sind, wuerde ich im Zweifel zum den Giessmassen aus dem
> Bastelfachgeschaeft raten. :-/

Das duerfte wohl das problemloseste sein. Nur ist Gips erst recht nicht
schwer, sobald das ueberfluessige und nur zum Anruehren notwendige
Wasser verdunstet ist.

servus,
Patrick

Stefan Högy

unread,
Feb 12, 2002, 8:49:32 PM2/12/02
to
Hi Christian,

"Christian Schlamkow" wrote:
> Warum nicht einfach mit Gips?

Ein guter Grund gegen Gips wäre, das Gips
beim Abbinden quillt und er dann statt einer
ausgegossenen Lampe evtl. ein Puzzle hat?

SCNR
Stefan


Ludwig Becker-Nold

unread,
Feb 13, 2002, 3:08:18 AM2/13/02
to

Stephan Petersen schrieb:
>
<snip>

> Tach zusammen,


>
> Ich hatte an Zement gedacht, den ich ziemlich flüssig anrühren würde, damit
> er sich gut im Fuß verteilt.

> Vielen Dank im voraus für Eure Tipps!
>
> Stephan


Hallo

wie waer es mit Giesharz?

mfg
Lutz

Michael Harms

unread,
Feb 13, 2002, 6:56:12 AM2/13/02
to
Hallo

Misch Dir doch etwas Beton an. Wasser zu Zement 0,4 -0,6 (Massenanteile),
dann Sand (Quarz) hinzu bis ein "Erdfeuchtes" Gemisch entsteht (Steif).
Diese Mischung wird nach ca. 24h schon 75% der Endfestigkeit haben, und
kostet wenige Cents. Bis dahin muß die Lampe fixiert sein.
Die Lösung mit dem Kunstharz ist zu teuer, außerdem entsteht viel Wärme....


mfg
Michael


Stephan Petersen

unread,
Feb 14, 2002, 5:23:30 AM2/14/02
to

Hallo Andrea,

vielen Dank Dir und allen anderen für die vielen Tipps und Hinweise!!

> Nein. Wenn Du Zement (oder normalen Zementmörtel) mit so viel Wasser
> anrührst, dass er fließt, dann wird er erstens nicht mehr so hart (was
> der Stabilität des Lampenschirms abträglich wäe) und zweitens schwindet
> er, was zur nachträglichen Lockerung (Wackeln) führt, weil kleine
> Spalten zwischen Zement und Stab sowie Zement und Fuß entstehen. Du
> könntest also den Stab hinterher ganz einfach senkrecht herausziehen und
> auch etwas hin- und her bewegen.

Was ich machen kann ist den Stab in eine Metallplatte schrauben, die dann in
den Fuß zu liegen kommt und mit eingegossen wird (so, dass die Füllmasse die
Platte auch von unten her noch einschließt), dass sollte dann formschlüssig
genug sein...


> Da sich für Deine kleine Menge kein Sack Vergußmörtel lohnt und auch
> Verflüssiger (= Estrichzusatzmittel) nicht in Kleinstmengen zu haben
> sind, würde ich im Zweifel zum den Gießmassen aus dem Bastelfachgeschäft
> raten. :-/
>

Wieviel Schwund oder Volumenzunahme zeigen diese Massen eigentlich? Wenn es
für eine Glätmasse oder einen Vergussmörtel heißt, dass sich beim Aushärten
keine Risse bilden, dann ist das ja wahrscheinlich auch nur eine relative
Angabe :-)

Ist ein Mittel auf Gipsbasis nicht ziemlich bröckelig, oder haben die
Modellgipse noch Zusätze, die sie fester machen?

Viele Grüße,

Stephan

Andrea Glatthor

unread,
Feb 14, 2002, 3:03:44 PM2/14/02
to
Stephan Petersen <sp...@gmx.de> schrieb:

> Was ich machen kann ist den Stab in eine Metallplatte schrauben, die dann in
> den Fuß zu liegen kommt und mit eingegossen wird (so, dass die Füllmasse die
> Platte auch von unten her noch einschließt), dass sollte dann formschlüssig
> genug sein...

Ja.

>> Da sich für Deine kleine Menge kein Sack Vergußmörtel lohnt und auch
>> Verflüssiger (= Estrichzusatzmittel) nicht in Kleinstmengen zu haben
>> sind, würde ich im Zweifel zum den Gießmassen aus dem Bastelfachgeschäft
>> raten. :-/

> Wieviel Schwund oder Volumenzunahme zeigen diese Massen eigentlich? Wenn es
> für eine Glätmasse oder einen Vergussmörtel heißt, dass sich beim Aushärten
> keine Risse bilden, dann ist das ja wahrscheinlich auch nur eine relative
> Angabe :-)

Modellgipsgießmassen schwinden meist nicht, sondern quellen etwas. Das
Quellmaß ist dabei durch Additive recht einfach zu beeinflussen und
somit bei jedem Anbieter unterschiedlich. Es drückt Dir jedenfalls nicht
den Metallfuß kaputt. :-)
Zementgebundene Mörtel haben dagegen Schwindmaße in der Größenordnung
von (ganz grob) 1 bis 5 mm pro Meter. Wenn man sie mit zu viel Wasser
anmischt, dann steigt das schnell auf Werte über 10 mm/m.

> Ist ein Mittel auf Gipsbasis nicht ziemlich bröckelig, oder haben die
> Modellgipse noch Zusätze, die sie fester machen?

Oh, die sind ziemlich hart. Wenn damit Modelle mit zart geformten
Strukturen hergestellt werden, dann sollen die ja nicht gleich beim
schief angucken brechen.

Peter Metzig

unread,
Feb 17, 2002, 6:26:46 AM2/17/02
to

>> Nein. Wenn Du Zement (oder normalen Zementmörtel) mit so viel
Wasser
>> anrührst, dass er fließt, dann wird er erstens nicht mehr so hart
(was
>> der Stabilität des Lampenschirms abträglich wäe) und zweitens
schwindet
>> er, was zur nachträglichen Lockerung (Wackeln) führt, weil kleine
>> Spalten zwischen Zement und Stab sowie Zement und Fuß entstehen.
Du
>> könntest also den Stab hinterher ganz einfach senkrecht
herausziehen und
>> auch etwas hin- und her bewegen.
>
Hallo Stephan, ich hab ja nicht so richtig mitgekriegt, was du
machen willst. Schaut aber so aus, als ob du mit Epoxidharz gut
zurechtkommen würdest. Kannst du auch als Epoxidharzmörtel (mit
Quarzsand gemischt)verwenden. Wenns eine größere Menge sein soll und
Du Zementmörtel nehmen möchtest: Mach den Zementmörtel so dünn an,
wie er noch gut abbindet. Dann kannst du Epoxidharz dazugeben,
soviel du willst. Das nimmt man zum Vergüten des Mörtels, wobei der
Mörtel dadurch umso dünnflüssiger wird, je mehr Harz du zugibst.
Gruss, Peter

Stephan Petersen

unread,
Feb 18, 2002, 9:27:44 AM2/18/02
to

Hallo Peter,

danke für Deine Tipps, jetzt habe ich so viele Möglichkeiten aufgezeigt
bekommen, dass ich noch gar nicht weiss, wlche ich (zuerst) versuche :-)

Viele Grüße,

Stephan

Stephan Petersen

unread,
Feb 18, 2002, 9:26:13 AM2/18/02
to

Hallo Andrea,

danke nochmal für Deine detaillierten Antworten!

Stephan

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