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Womit Kupferblech im sonnigen Außenbereich weiß streichen?

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Andreas Moss

unread,
Feb 9, 2011, 6:24:56 AM2/9/11
to
Hallo,

ich mᅵchte ein altes, also bereits oxidiertes und damit tief
dunkelbraunes Kupferblech weiᅵ streichen.

Ich habe aber das Gefᅵhl, dass darauf nicht jede Farbe gut haften wird,
falls ᅵberhaupt.
Welche Farbe und eventuell welche Sonderbehandlung des Kupferbleches
wᅵre denn nᅵtig?

Wissen muss man, dass das Blech auf dem Dach lange in der prallen Sonne
ist, der Anstrich also sehr hohe und sehr tiefe Temperaturen aushalten
muss und natᅵrlich auch nass wird.

Wichtig ist mir einfach nur, dass die dunkle, braune Flᅵche mᅵglichst
hell wird und das Licht gut reflektiert.

Vielen Dank
Andreas

S.Jedath

unread,
Feb 9, 2011, 8:51:14 AM2/9/11
to
Am 09.02.2011 12:24, schrieb Andreas Moss:
> Hallo,
>
> ich möchte ein altes, also bereits oxidiertes und damit tief
> dunkelbraunes Kupferblech weiß streichen.

Warum, um Gottes willen?
>
> Ich habe aber das Gefühl, dass darauf nicht jede Farbe gut haften wird,
> falls überhaupt.


> Welche Farbe und eventuell welche Sonderbehandlung des Kupferbleches

> wäre denn nötig?


>
> Wissen muss man, dass das Blech auf dem Dach lange in der prallen Sonne
> ist, der Anstrich also sehr hohe und sehr tiefe Temperaturen aushalten

> muss und natürlich auch nass wird.
>
> Wichtig ist mir einfach nur, dass die dunkle, braune Fläche möglichst


> hell wird und das Licht gut reflektiert.
>
> Vielen Dank
> Andreas


--
Der Maler. Garant für Schutz und Schönheit.

Harald Klotz

unread,
Feb 9, 2011, 8:59:52 AM2/9/11
to
Andreas Moss wrote:

> Wichtig ist mir einfach nur, dass die dunkle, braune Fläche möglichst


> hell wird und das Licht gut reflektiert.

Ich würde über eine Folienbeschichtung nachdenken.

Harald

Olaf Kaluza

unread,
Feb 9, 2011, 11:59:07 AM2/9/11
to
S.Jedath <S.Je...@gmx.de> wrote:


>Warum, um Gottes willen?

Diebstahlschutz? Kupfer wird doch heute ueberrall geklaut. :)

Olaf

Matthias Kordell

unread,
Feb 10, 2011, 5:00:34 AM2/10/11
to
Andreas Moss tut geschreibselt haben:

> Wichtig ist mir einfach nur, dass die dunkle, braune Fl�che
> m�glichst hell wird und das Licht gut reflektiert.

Ideal w�re daf�r die Fl�che z.B. galvansich zu vernickeln, sonst
verschiebst du evl. nur den Bereich, in dem das Licht absorbiert
wird. Oxidiertes Kupfer ist im langwelligen IR-Bereich noch total
gl�nzend, wenn Du das Blech streichst, wird es in dem Bereich gut
absorbieren. Allerdings erh�ht das Streichen auch die Abstrahlung im
IR-Bereich, welcher Efekt gr��er ist, m�sste man ausrechnen.

Matthias

Andreas Moss

unread,
Feb 10, 2011, 6:38:40 AM2/10/11
to
Am 10.02.2011 11:00, schrieb Matthias Kordell:
> Andreas Moss tut geschreibselt haben:

> verschiebst du evl. nur den Bereich, in dem das Licht absorbiert

> wird. Oxidiertes Kupfer ist im langwelligen IR-Bereich noch total

> glänzend, wenn Du das Blech streichst, wird es in dem Bereich gut
> absorbieren. Allerdings erhöht das Streichen auch die Abstrahlung im
> IR-Bereich, welcher Efekt größer ist, müsste man ausrechnen.

Hallo Matthias,

du machst da gerade ein ganz neues, von mir bisher noch gar nicht
bedachtes "Fass" auf.

Dabei kann ich gleich auch erklären, warum ich das Ganze überhaupt wollte:
Es handelt sich bei dem Blech um die Seitenwände einer Gaube. Darum
herum liegt eine Photovoltaik-Anlage. Die läuft zwar gut und der
Schatten durch die Gaube ist vollkommen berücksichtigt. Allerdings
wollte ich die Ausbeute durch Streulicht noch erhöhen.

Mein Gedankengang: Die dunkle Gaube verdeckt für die Module direkt
daneben einen großen Teil des Himmels und blockiert damit die indirekte
Strahlung aus diesem Teil des Himmels.
Streiche ich die Gaubenwände hell, so die Hoffnung, kommt wenigstens ein
Teil des Streuliches "zurück".

Jetzt erwähnst du aber die unterschiedliche Reflexion abhängig von der
Wellenlänge und das bringt mich auf den Gedanken, dass ja auch bei
Photovoltaik-Modulen nicht unbedingt das sichtbare Licht wirksam ist,
zumindest nicht alleine. Da kenne ich mich aber nicht aus.

Es könnte ja glatt der Fall sein, dass oxidiertes Kupfer schon jetzt
ideal ist, weil es den relevanten Wellenlängenbereich bereits
reflektiert, aus "Sicht des Moduls" also gar nicht dunkel ist!?

Weiß da jemand Bescheid?

Gruß,
Andreas

Sabine Sauer

unread,
Feb 10, 2011, 11:35:57 AM2/10/11
to

"Andreas Moss" <a.m...@directbox.com> schrieb im Newsbeitrag
news:ij0inu$e69$02$1...@news.t-online.com...

mal aus den Bauch, ohne zu wissen, ob energiereicheres Licht eher von
weis oder von glänzender CU Gammelschicht reflektiert wird, würde ich
sagen, lass es sein, der Aufwand ist den theoretischen Mehrertrag nicht
wert.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das bisschen Reflektion ernsthaft
auf
die Erträge auswirkt. Frag doch mal in einem PV Forum. Oder überleg Dir
gleich
die Gauben mit Spiegeln zu verkleiden.

mfg

SS
>
> Gruß,
> Andreas

Matthias Kordell

unread,
Feb 10, 2011, 12:26:07 PM2/10/11
to
Andreas Moss tut geschreibselt haben:

> Am 10.02.2011 11:00, schrieb Matthias Kordell:
> > Andreas Moss tut geschreibselt haben:
>
> > verschiebst du evl. nur den Bereich, in dem das Licht absorbiert
> > wird. Oxidiertes Kupfer ist im langwelligen IR-Bereich noch total
> > glänzend, wenn Du das Blech streichst, wird es in dem Bereich gut
> > absorbieren. Allerdings erhöht das Streichen auch die Abstrahlung
> > im IR-Bereich, welcher Efekt größer ist, müsste man ausrechnen.
>
> Hallo Matthias,
>
> du machst da gerade ein ganz neues, von mir bisher noch gar nicht
> bedachtes "Fass" auf.
>
> Dabei kann ich gleich auch erklären, warum ich das Ganze überhaupt
> wollte: Es handelt sich bei dem Blech um die Seitenwände einer
> Gaube. Darum herum liegt eine Photovoltaik-Anlage. Die läuft zwar
> gut und der Schatten durch die Gaube ist vollkommen berücksichtigt.
> Allerdings wollte ich die Ausbeute durch Streulicht noch erhöhen.

Ach so, ich dachte, Dir geht es um ein Blech, dass dir zu heiß wird.


> Mein Gedankengang: Die dunkle Gaube verdeckt für die Module direkt
> daneben einen großen Teil des Himmels und blockiert damit die
> indirekte Strahlung aus diesem Teil des Himmels.
> Streiche ich die Gaubenwände hell, so die Hoffnung, kommt
> wenigstens ein Teil des Streuliches "zurück".

Das bischen Streulicht aus dem blauen Himmel ist vernachlässigbar
gegenüber den 1000W/m² der Sonne. Weiterhin hat Silizium einen sehr
hohen Brechungsindex, so dass das Streulicht nicht sehr gut in das
Solarmodul eindringen kann.



> Jetzt erwähnst du aber die unterschiedliche Reflexion abhängig von
> der Wellenlänge und das bringt mich auf den Gedanken, dass ja auch
> bei Photovoltaik-Modulen nicht unbedingt das sichtbare Licht
> wirksam ist, zumindest nicht alleine. Da kenne ich mich aber nicht
> aus.

Stimmt, bei Si-Solarmodulen ist der Wirkungsgrad abhängig von der
Wellenlänge. Am effektivsten sind sie bei ca. 900nm, bei längeren
Wellenlängen bricht der Wirkungsgrad recht steil zusammen (1050µm
ca. 40% vom Maximum), bei kürzeren Wellenlängen (also der sichtbare
Bereich) geht es etwas langsamer (550µm ca. 40% vom Maximum). Daher
wird auch an floureszierenden Beschichtungen geforscht, die aus
einem blau- bis UV-Photon mehrere IR-Photonen machen.


> Es könnte ja glatt der Fall sein, dass oxidiertes Kupfer schon
> jetzt ideal ist, weil es den relevanten Wellenlängenbereich bereits
> reflektiert, aus "Sicht des Moduls" also gar nicht dunkel ist!?

Ich habe leider kein Absorptionsspektrum von Kupferoxid gefunden.

Matthias

Wolfgang Horejsi

unread,
Feb 11, 2011, 3:03:32 AM2/11/11
to
"Andreas Moss" <a.m...@directbox.com> schrieb im Newsbeitrag
news:ij0inu$e69$02$1...@news.t-online.com...
> Dabei kann ich gleich auch erklären, warum ich das Ganze überhaupt wollte:
> Es handelt sich bei dem Blech um die Seitenwände einer Gaube. Darum
> herum liegt eine Photovoltaik-Anlage. Die läuft zwar gut und der
> Schatten durch die Gaube ist vollkommen berücksichtigt. Allerdings
> wollte ich die Ausbeute durch Streulicht noch erhöhen.


Ich würde mir vorab ein Bild vom zu erwartenden Erfolg verschaffen, indem
ich eine helle Platte, Styroporplatte, mit der später zu verwendenden Farbe
gestrichenes Blech oder ähnliches vor die Kupferwand halte und dabei eine
hoffentlich vorhandene Leistungsanzeige beobachte. Platte davor, ablesen,
Platte weg, vergleichen. Das Ganze kannst du dann mehrfach wiederholen und
dann ggfls. deinen Plan frustriert ad acta legen - oder duchführen.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

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