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Fahrradpedal geht nicht ab

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H.-P. Schulz

unread,
Jun 8, 2021, 5:16:12 AM6/8/21
to
Nein, mit sowas gehe ich *nicht* zur Fahrrad-NG!

Eine Seite habe ich schon; die rechte, die mit dem Rechtsgewinde.
Deshalb weiß ich auch sicher, dass jetzt, links, das Linksgewinde dran
ist ...

Es schwimmt schon alles in Caramba!

Zugegeben, mein 15er ist der längste nicht. Aber ich hab' schon mipm
Fäustel draufgehauen (... dabei wahrscheinlich dem Tretlager nichts
Gutes getan) -, es rückt und rührt sich nicht!

Muss ich jetzt wirklich zur Werkstatt?? Wie peinlich! (Und außerdem:
Find' mal eine! Da muss ich mit der Bahn in die nächste Stadt!)

Außerdem hab' ich sowieso das Gefühl, dass das schlimme Knarzen unter
Last gar nicht vom Pedal kommt - - sondern aus dem Tretlager.
Na, in dem Fall könnte ich das Rad auch gleich wegschmeißen. Denn das
ist kein Tretlager wie früher, sondern so eines, wie sie eben jetzt
überall drin sind: eingepresst. Das wäre dann natürlich ganz
unvermeidlich was für die Werkstatt.

Ist ein angeerbtes "City"-Rad, nichts Dolles. Aber fährt halt, und für
meine täglichen Kleinstrecken reicht 's. Aber das Knacken da unten
stört doch ziemlich.
Pedale hab' ich hier im örtlichen Supermarkt gekriegt (schau an!!),
keine große Ausgabe. Aber weiteres wäre eben umständlich.

Jemand einen Tip/Trick auf Lager, wie ich dieses Scheiß-Pedal doch
noch runter kriege?

Reindl_Wolfgang

unread,
Jun 8, 2021, 5:29:32 AM6/8/21
to
Am 08.06.21 um 11:16 schrieb H.-P. Schulz:
> Nein, mit sowas gehe ich *nicht* zur Fahrrad-NG!

Selber schuld…

> Eine Seite habe ich schon; die rechte, die mit dem Rechtsgewinde.
> Deshalb weiß ich auch sicher, dass jetzt, links, das Linksgewinde dran
> ist ...

> Jemand einen Tip/Trick auf Lager, wie ich dieses Scheiß-Pedal doch
> noch runter kriege?


Nachdem Du Dich an die Heimwerker wendest ist auch Heimwerker-Werkzeug
angesagt: Bohrmaschine mit HSS! SCNR

Wolfgang

Alfred Gemsa

unread,
Jun 8, 2021, 5:33:49 AM6/8/21
to
Am 08.06.2021 um 11:16 schrieb H.-P. Schulz:

> Jemand einen Tip/Trick auf Lager, wie ich dieses Scheiß-Pedal doch
> noch runter kriege?

Pedalkurbel vorsichtig heiß machen (Heißluftgebläse, Fön, Lötlampe,
etc.), gleichzeitig Pedalstange mit Kältespray behandeln.

Vielleicht hilft's,

Alfred

Marte Schwarz

unread,
Jun 8, 2021, 5:52:34 AM6/8/21
to
Hi H.-P.,

> Eine Seite habe ich schon; die rechte, die mit dem Rechtsgewinde.
> Deshalb weiß ich auch sicher, dass jetzt, links, das Linksgewinde dran
> ist ...
>
> Es schwimmt schon alles in Caramba!
>
> Zugegeben, mein 15er ist der längste nicht. Aber ich hab' schon mipm
> Fäustel draufgehauen (... dabei wahrscheinlich dem Tretlager nichts
> Gutes getan) -, es rückt und rührt sich nicht!

Lass mich raten, Stahl-Pedalachse in Alu-Kurbel. Letztere kommt mir nie
wieder ins Haus.

> Muss ich jetzt wirklich zur Werkstatt?? Wie peinlich! (Und außerdem:
> Find' mal eine! Da muss ich mit der Bahn in die nächste Stadt!)

Nee, Geh zur e-Bucht oder diesem Mega-Wahrenhaus und bestell Dir da
einen Stahlkurbelsatz samt zugehörigem Tretlager und Pedalen. Die kosten
nicht die Welt.

> Außerdem hab' ich sowieso das Gefühl, dass das schlimme Knarzen unter
> Last gar nicht vom Pedal kommt - - sondern aus dem Tretlager.

Das ist möglich. Ausgeranzte Pedallager spürst Du aber ganz schnell,
wenn Du das Lagerspiel von Hand austestest.

> Na, in dem Fall könnte ich das Rad auch gleich wegschmeißen. Denn das
> ist kein Tretlager wie früher, sondern so eines, wie sie eben jetzt
> überall drin sind: eingepresst. Das wäre dann natürlich ganz
> unvermeidlich was für die Werkstatt.

Die sind nicht eingepresst, das sind imer noch Gewinde. Man braucht ein
entsprechendes Werkzeug, zum einsetzen und dann einen großen Hebel...

> Pedale hab' ich hier im örtlichen Supermarkt gekriegt (schau an!!),
> keine große Ausgabe. Aber weiteres wäre eben umständlich.

> Jemand einen Tip/Trick auf Lager, wie ich dieses Scheiß-Pedal doch
> noch runter kriege?

Des Mannes Kraft, des Hebels Macht hat manches schon kaputt gemacht ;-)

Marte


schorsch

unread,
Jun 8, 2021, 5:57:11 AM6/8/21
to
Am 08.06.2021 um 11:16 schrieb H.-P. Schulz:
Kannst Du die ganze Kurbel vom Tretlager abbauen?
Geht bei älteren Konstruktion meist unkompliziert (mit dem passenden
Abzieher).

Dann die Kurbel mit entsprechenden Beilagen in den Schraubstock und noch
mal mit dem Schlüssel rangehen. Hier hilft dann u.U. auch der Hammer.

Ob das Tretlager schuld ist kann man abschätzen, wenn man die beiden
Kurbeln fasst und prüft, ob es im Lager wackelt (Spiel). Wenn ja, dann
spricht vieles für abgenutzte Lager.

Sollte das Tretlager so eines mit Kunsttoffpatrone sein, dann lässt sich
diese meist mit einem kleinen Bohrer (3-3,5) vorsichtig rundherum
beidseitig anbohren. Dann mit einem größeren Hammer auf die Achse
dreschen. Der größte Teil fliegt raus und den Rest kannst Du rauspolken.
Wenn Du Glück hast, ist das Gewinde beim Bohren heilgeblieben. Ansonsten
kann man es nachschneiden.

Viel Glück
Schorsch

Frank Möller

unread,
Jun 8, 2021, 5:59:54 AM6/8/21
to
Alfred Gemsa:
Dann nochmal Caramba drauf und nochmal warten, dann ordentlicher Schlüssel
mit Verlängerung.

--

Frank Möller

unread,
Jun 8, 2021, 5:59:54 AM6/8/21
to
H.-P. Schulz:

> Außerdem hab' ich sowieso das Gefühl, dass das schlimme Knarzen unter
> Last gar nicht vom Pedal kommt - - sondern aus dem Tretlager.

Jo, zu 99 % ist das so.

> Na, in dem Fall könnte ich das Rad auch gleich wegschmeißen.

Wenn Dir das lieber ist...

> Denn das ist kein Tretlager wie früher, sondern so eines, wie sie eben
> jetzt überall drin sind: eingepresst.

Wahrscheinlich ist das ein stinknormales Patronenlager mit Vierkantwelle
und aufgesetzten Kurbeln mit Vierkantaufnahme. Nur gibt es diese
Patronenlagern/Wellen mit verschiedenen Maßen, das ist schon alles an
"Zauberei".

> Das wäre dann natürlich ganz unvermeidlich was für die Werkstatt.

Die nebenan, zu denen Du nicht hinwillst, machen das zumeist auch dann
selber, wenn's festgefressen ist (sofern ein belastbarer Schraubstock
vorhanden ist).

> Jemand einen Tip/Trick auf Lager, wie ich dieses Scheiß-Pedal doch
> noch runter kriege?

Kurbel abnehmen und in den Schraubstock damit, dann 15er mit stabiler
Verlängerung.

--

Olaf Schultz

unread,
Jun 8, 2021, 6:05:52 AM6/8/21
to
On 6/8/21 11:16 AM, H.-P. Schulz wrote:
> Nein, mit sowas gehe ich *nicht* zur Fahrrad-NG!
>
> Eine Seite habe ich schon; die rechte, die mit dem Rechtsgewinde.
> Deshalb weiß ich auch sicher, dass jetzt, links, das Linksgewinde dran
> ist ...
>
> Es schwimmt schon alles in Caramba!

Mit einem Kurbelabzieher* die Kurbel von der Tretlagerwelle abziehen und
dann die Kurbel im Schraubstock einspannen. Ist schon mal eine gewaltige
Verbesserung der Angriffsmöglichkeiten.

Guten 15er Schlüssel mit breitem Maul (Hazet 600 z.B.) In der Kombi
Ring-Maul hier als 13, 14 und 15 vorhanden.. dann kann man auch gut mit
der Hand drücken.

Wärme (Alu hat einen größeren Ausdehnungskoeffizienten als Stahl) wurde
ja schon genannt. Aber nicht über ca. 150 Grad gehen:
Kunststoff/Dichtungen im Pedal machen dann dann so langsam den Abgang
und je nach Alu dürfte das schon auf die Festigkeitseigenschaften gehen.

Was klappen könnte: Einige Pedalachsen haben auf der "Rückseite" einen
Inbus. Dort mit einem Drehschlagschrauber (ca. 200 Nm z.B.) sein Glück
versuchen.

Es gibt Kombinationen, die mit der Zeit festgammeln. Hier
Stahlpedalachse in Thun Aerocorobrecho... da war ein Stück Gewindegang
innen abgebrochen und hatte sich quergestellt... hatte ich nach Aufsägen
des Kurbelauges festgestellt.

Viel Erfolg,

Olaf, in d.r.fahrrad wäre der Faden aber auch gut aufgehoben gewesen;-)

*Kostet wenig und kann man immer gebrauchen.

Thomas Prufer

unread,
Jun 8, 2021, 6:51:30 AM6/8/21
to
On Tue, 08 Jun 2021 11:47:12 +0200, Andreas Oehler <andreas...@gmx.de>
wrote:

>Eingepreßte Tretlager sind und waren unüblich.

Dochdoch, gab's schon mal als Standardware, und immer noch erhältlich:

<https://www.radpart.de/fahrradteile/tretlager/keil-innenlager-mit-konen-lagerschalen-40-mm-thompson-tretlager_2270_5890>
oder
<https://www.amazon.de/dp/B005FLFQAS>

Allerdings sind das die Tretlager wo die Kurbeln mit Keilen befestigt wurden,
also für größere Werte von "war"... und ISTR die kommen mit ein wenig klopfen
raus, also mehr "reingedrückt" als "eingepresst".


Thomas Prufer

Johann Mayerwieser

unread,
Jun 8, 2021, 7:24:29 AM6/8/21
to
Am Tue, 08 Jun 2021 11:47:12 +0200 schrieb Andreas Oehler:

> oder stecke halt ein ROhr auf Deinen Schlüssel zum Verlängern.

Und leg dick Schaumgummi dort auf, wo deine Hand bei brechendem Schlüssel
aufschlagen wird :)



--
Mailadresse ist gültig Mails werden nur gelesen, wenn im Betreff [usenet]
steht

H.-P. Schulz

unread,
Jun 8, 2021, 7:34:43 AM6/8/21
to
Danke erstmal so weit ...!

Ich habe _früher_ 'ne Menge an Fahrrädern geschraubt. Jetzt ist schon
seit längerem keinerlei Spezialwerkzeug vorhanden.
Manche Sachen muss man eben auch mal sein lassen.

Wenn ich eine Fahrradwerkstatt bei hätte, - klar ginge ich da hin mit
dem Ding.
Ich bin noch relativ neu hier rum. Habe zwei Städte in je ca 15km
Entfernung, - und Bahnverbindung.
Also alles im Grunde halb so schlimm.
Aber eben doch Aufwand.

Ja, das Tretlager ist wohl so ein Patronenteil. Aber sehen kann ich da
nichts; zu dunkel, zu verdreckt.

Aber ein Ding wär 's schon irgendwie, wenn da jetzt schon das
Tretlager zur Kasse ginge! Ich habe das Teil jetzt zwei Jahre in
_leichtem_ Betrieb. Fast täglich - aber leicht. Und nur im Nahbereich
(Einkauf, selten mal eine Spazierfahrt). Ich fahre nicht wie ein
Berserker, und ich bringe auch nur was über 70kg auf die Waage...

Ich hatte es als "neu" übernommen, - und das stimmte wohl auch. Das
Rad hatte nach der Anschaffung einige Jahre im Keller gestanden.

Das fragliche Pedal hat kein Lagerspiel und dreht sich auch
ordentlich. Also ist es im Grunde Fax, da weiter rumzumachen, denn es
ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Tretlager ...

Werde also wohl doch losziehen müssen. Und natürlich reparieren die
das nich "while U wait". Also zwo mal fahren.

Mal schaun ...

Gregor Szaktilla

unread,
Jun 8, 2021, 7:48:31 AM6/8/21
to
Am 08.06.21 um 13:34 schrieb H.-P. Schulz:
> Werde also wohl doch losziehen müssen. ...
> ... Also zwo mal fahren.

Hier (FR) gibt es AFAIK nur Fahrradschrauber, die einem in so einem Fall
ein Leihrad zur Verfügung stellen. Sieh's positiv: Du kannst mal einen
fremden Schrauber testen.

Gruß

Gregor

Juergen

unread,
Jun 8, 2021, 7:42:01 PM6/8/21
to
Am Tue, 08 Jun 2021 11:16:09 +0200 schrieb H.-P. Schulz
<h.p.s...@magenta.de> zum Thema "Fahrradpedal geht nicht ab":

>Eine Seite habe ich schon; die rechte, die mit dem Rechtsgewinde.
>Deshalb weiß ich auch sicher, dass jetzt, links, das Linksgewinde dran
>ist ...

>Zugegeben, mein 15er ist der längste nicht. Aber ich hab' schon mipm
>Fäustel draufgehauen (... dabei wahrscheinlich dem Tretlager nichts
>Gutes getan) -, es rückt und rührt sich nicht!

Sicherheitshalber: Du hast den Kurbelarm waagrecht gestellt und etwas
untergelegt (z.B. passendes Kantholz) dass sich nichts wegdrehen kann?

cu.
Juergen

--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

H.-P. Schulz

unread,
Jun 9, 2021, 3:52:41 AM6/9/21
to
Juergen <schrei...@web.de> schrieb:

>Sicherheitshalber: Du hast den Kurbelarm waagrecht gestellt und etwas
>untergelegt (z.B. passendes Kantholz) dass sich nichts wegdrehen kann?

Nee, hab 's bisher freihändig versucht. Aber ich versuch 's nachher
nochmal gemäß deiner Anleitung.

Aber ich weiß nicht recht ... wenn es bisher nicht losgekommen ist,
dann würde *noch mehr* Gewalt womöglich noch ganz was anderes
zerstören - - und die Reparatur in der Werkstatt würde nur desto
teurer.

Ich schau mal. Je nach Mut-Lage usw. werde ich entscheiden ... ;-))

Matthias Frank

unread,
Jun 9, 2021, 4:31:12 AM6/9/21
to
Am 09.06.2021 um 09:52 schrieb H.-P. Schulz:

> Aber ich weiß nicht recht ... wenn es bisher nicht losgekommen ist,
> dann würde *noch mehr* Gewalt womöglich noch ganz was anderes
> zerstören - - und die Reparatur in der Werkstatt würde nur desto
> teurer.
>

Kurbel ab und in den Schraubstock. was soll dann da kaputt gehen?

H.-P. Schulz

unread,
Jun 9, 2021, 4:48:04 AM6/9/21
to
Matthias Frank <ciba-fr...@web.de> schrieb:

>Am 09.06.2021 um 09:52 schrieb H.-P. Schulz:
>
>> Aber ich weiß nicht recht ... wenn es bisher nicht losgekommen ist,
>> dann würde *noch mehr* Gewalt womöglich noch ganz was anderes
>> zerstören - - und die Reparatur in der Werkstatt würde nur desto
>> teurer.
>>
>
>Kurbel ab

Mit meinem realexistierenden Werkzeug kriege ich die Kurbel nicht ab.
(Ich gehe davon aus, dass es einen Kurbelabzieher brauchte.)

> und in den Schraubstock. was soll dann da kaputt gehen?

Wahrscheinlich der 15er

Marte Schwarz

unread,
Jun 10, 2021, 4:01:49 AM6/10/21
to
Hi H.-P.
> Juergen <schrei...@web.de> schrieb:
>
>> Sicherheitshalber: Du hast den Kurbelarm waagrecht gestellt und etwas
>> untergelegt (z.B. passendes Kantholz) dass sich nichts wegdrehen kann?
>
> Nee, hab 's bisher freihändig versucht. Aber ich versuch 's nachher
> nochmal gemäß deiner Anleitung.
>
> Aber ich weiß nicht recht ... wenn es bisher nicht losgekommen ist,
> dann würde *noch mehr* Gewalt womöglich noch ganz was anderes
> zerstören - - und die Reparatur in der Werkstatt würde nur desto
> teurer.

Na ja, wenn Dein 15er bricht, dann ist das nur der Hinweis auf Werkzeug,
das man ohnehin nicht hätte kaufen sollen ;-) Ist mir auch schon
passiert. Der 15er Pedalschlüssel hat den 15er Gabelschlüssel aber
längst ersetzt. Eine Investition fürs Leben.

Ich mach es übrigens meist so, dass ich den Schlüssel so anlege, dass
ich gegen die Kurbel Kraft ausübe. Alternativ auch mit Kurbel unten
stehend und dann Kraft zum Boden ausüben, je nach Winkel, in dem der
Pedalschlüssel sich positionioeren lässt. Mit Unterlegen müsste es aber
auch gehen.

Marte


H.-P. Schulz

unread,
Jun 10, 2021, 5:41:25 AM6/10/21
to
Marte Schwarz <marte....@gmx.de> schrieb:


>Na ja, wenn Dein 15er bricht, dann ist das nur der Hinweis auf Werkzeug,
>das man ohnehin nicht hätte kaufen sollen ;-) Ist mir auch schon
>passiert. Der 15er Pedalschlüssel hat den 15er Gabelschlüssel aber
>längst ersetzt. Eine Investition fürs Leben.
>
>Ich mach es übrigens meist so, dass ich den Schlüssel so anlege, dass
>ich gegen die Kurbel Kraft ausübe. Alternativ auch mit Kurbel unten
>stehend und dann Kraft zum Boden ausüben, je nach Winkel, in dem der
>Pedalschlüssel sich positionioeren lässt. Mit Unterlegen müsste es aber
>auch gehen.

Bisher ist es nicht gegangen. Habe gestern noch mit Holzklotz zum
Abfangen des Stoßes versucht - erfolglos.
Sowas habe ich noch nie erlebt!
Mit 'nem 1,5kg-Fäustel auf den 15er drauf (der ist nur ca 16 cm lang)!
Nichts! Der 15er ist ein Maul/Ring von Gedore, also kein Chinapofel.
Wahrscheinlich hat er deshalb überhaupt bisher ausgehalten.

HC Ahlmann

unread,
Jun 10, 2021, 8:11:31 AM6/10/21
to
Mach einen Schweißpunkt drauf, dann löst Murphy das Gewinde.
--
Munterbleiben
HC

Gerald E:scher

unread,
Jun 10, 2021, 8:53:12 AM6/10/21
to
H.-P. Schulz schrieb am 10/6/2021 11:41:

> Marte Schwarz <marte....@gmx.de> schrieb:
>
>>Ich mach es übrigens meist so, dass ich den Schlüssel so anlege, dass
>>ich gegen die Kurbel Kraft ausübe. Alternativ auch mit Kurbel unten
>>stehend und dann Kraft zum Boden ausüben, je nach Winkel, in dem der
>>Pedalschlüssel sich positionioeren lässt. Mit Unterlegen müsste es aber
>>auch gehen.
>
> Bisher ist es nicht gegangen. Habe gestern noch mit Holzklotz zum
> Abfangen des Stoßes versucht - erfolglos.
> Sowas habe ich noch nie erlebt!

Ich auch nicht. Absichtlich in die flacshe NG posten, die brauchbaren
Tips ignorieren und ...

> Mit 'nem 1,5kg-Fäustel auf den 15er drauf (der ist nur ca 16 cm lang)!

... mit den Brutalo-Methoden fortfahren.

--
Gerald

H.-P. Schulz

unread,
Jun 10, 2021, 11:46:25 AM6/10/21
to
"Gerald E:scher" <Spa...@fahr-zur-Hoelle.org> schrieb:

>H.-P. Schulz schrieb am 10/6/2021 11:41:
>
>> Marte Schwarz <marte....@gmx.de> schrieb:
>>
>>>Ich mach es übrigens meist so, dass ich den Schlüssel so anlege, dass
>>>ich gegen die Kurbel Kraft ausübe. Alternativ auch mit Kurbel unten
>>>stehend und dann Kraft zum Boden ausüben, je nach Winkel, in dem der
>>>Pedalschlüssel sich positionioeren lässt. Mit Unterlegen müsste es aber
>>>auch gehen.
>>
>> Bisher ist es nicht gegangen. Habe gestern noch mit Holzklotz zum
>> Abfangen des Stoßes versucht - erfolglos.
>> Sowas habe ich noch nie erlebt!
>
>Ich auch nicht. Absichtlich in die flacshe NG posten, die brauchbaren
>Tips ignorieren und ...

Ich habe in meinem Leben schon ein paar Pedale abgeschraubt. Ich
glaube, ich weiß, wie das üblicher Weise geht.

>
>> Mit 'nem 1,5kg-Fäustel auf den 15er drauf (der ist nur ca 16 cm lang)!
>
>... mit den Brutalo-Methoden fortfahren.

Mit der "Brutalo-Methode" habe ich ja nicht angefangen, sondern habe
erst zu ihr gegriffen, als alles Übliche nicht gewirkt hatte.

Gerald E:scher

unread,
Jun 10, 2021, 2:42:06 PM6/10/21
to
H.-P. Schulz schrieb am 10/6/2021 17:46:

> "Gerald E:scher" <Spa...@fahr-zur-Hoelle.org> schrieb:
>
>>Ich auch nicht. Absichtlich in die flacshe NG posten, die brauchbaren
>>Tips ignorieren und ...
>
> Ich habe in meinem Leben schon ein paar Pedale abgeschraubt.

Ich habe in meinem Leben *viel* mehr Pedale als du abgeschraubt und auch
die widerspenstigen *alle* zerstörungsfrei herunter bekommen.

>>> Mit 'nem 1,5kg-Fäustel auf den 15er drauf (der ist nur ca 16 cm lang)!
>>
>>... mit den Brutalo-Methoden fortfahren.
>
> Mit der "Brutalo-Methode" habe ich ja nicht angefangen, sondern habe
> erst zu ihr gegriffen, als alles Übliche nicht gewirkt hatte.

Nein, üblich wäre, u.a. einen Pedalschlüssel zu verwenden und den hast
du offensichtlich nicht angeschafft. Wie schon gesagt, flacshe NG.
Hier sind normallange 15er Gabelschlüssel sicherlich üblich, aber für
Pedale nicht das richtige Werkzeug.

--
Gerald

H.-P. Schulz

unread,
Jun 10, 2021, 4:20:59 PM6/10/21
to
"Gerald E:scher" <Spa...@fahr-zur-Hoelle.org> schrieb:

>Nein, üblich wäre, u.a. einen Pedalschlüssel zu verwenden und den hast
>du offensichtlich nicht angeschafft.

Nee, tatsächlich nicht. Weil ich eben kein Fahrradbastler mehr bin.
Und früher, wo ich mal sowas Ähnliches war, hatte ich auch keinen - -
und *trotzdem* kriegte ich alle Pedale ab, *mit dem 15er*.
Da liegt es doch nicht völlig fern, es auch dieses Mal wieder mit dem
15er zu versuchen, nicht?
Aber egal, Werkstatt existiert, die wollen ja auch mal was verdienen
...

Marte Schwarz

unread,
Jun 11, 2021, 4:09:19 AM6/11/21
to
Hi H.-P.
> Sowas habe ich noch nie erlebt!

Ich schon. Zwischen Alu und Stahl kommt ab sofort immer Trennpaste.

> Mit 'nem 1,5kg-Fäustel auf den 15er drauf (der ist nur ca 16 cm lang)!
> Nichts! Der 15er ist ein Maul/Ring von Gedore, also kein Chinapofel.

Ja, es geht wenig über Gedore und Elora ;-)

Wenn es eine Alukurbel ist, wird schlagen nicht reichen. Mach ein Rohr
auf den Gabelschlüssel und machs mit dem Hebel.

Viel Erfolg
Marte

H.-P. Schulz

unread,
Jun 11, 2021, 4:26:55 AM6/11/21
to
Marte Schwarz <marte....@gmx.de> schrieb:

> Mach ein Rohr
>auf den Gabelschlüssel und machs mit dem Hebel.

Wenn ich mal eins hätte!

... Ich nehm 's jetzt von der komischen Seite.

Bernd Lammer

unread,
Jun 11, 2021, 5:45:13 AM6/11/21
to
H.-P. Schulz schrieb am 08.06.2021 um 11:16:

> Zugegeben, mein 15er ist der längste nicht. Aber ich hab' schon mipm
> Fäustel draufgehauen (... dabei wahrscheinlich dem Tretlager nichts
> Gutes getan) -, es rückt und rührt sich nicht!

Falls möglich, würde ich, wie hier schon erwähnt, die Kurbel abnehmen,
in einen Schraubstock spannen und dann mit längerem Schlüssel oder
Verlängerung arbeiten.

> Außerdem hab' ich sowieso das Gefühl, dass das schlimme Knarzen unter
> Last gar nicht vom Pedal kommt - - sondern aus dem Tretlager.

Ich habe seit über 20 Jahren kein defektes Tretlager mehr gehabt,
welches Knarzen verursacht hat. Knarzen kam hier meist von den Pedalen,
und war durch Einseitigkeit halbwegs gut identifizierbar.
Dieses Wochenende habe ich Knarzen "am" Tretlager meines Sohnes
beseitigt. Das Lager selbst war noch in Ordnung, aber es hatte sich
Aluoxid gebildet und die Lagerschalen hatten nicht mehr ausreichend
Spannung.
Also Lager ausgebaut, sauber gemacht, die linke Seite mit Klebeband
unterfüttert, gefettet und wieder eingebaut. Knarzen weg.

Ganz ohne Spezialwerkzeug für Fahrräder würde ich aber eher zu jemandem
gehen, der das Zeug hat.

--
Bernd

Gerald E:scher

unread,
Jun 11, 2021, 10:48:02 AM6/11/21
to
Bernd Lammer schrieb am 11/6/2021 11:45:

> H.-P. Schulz schrieb am 08.06.2021 um 11:16:
>
>> Zugegeben, mein 15er ist der längste nicht. Aber ich hab' schon mipm
>> Fäustel draufgehauen (... dabei wahrscheinlich dem Tretlager nichts
>> Gutes getan) -, es rückt und rührt sich nicht!
>
> Falls möglich, würde ich, wie hier schon erwähnt, die Kurbel abnehmen,

Meine Glaskugel sagt mir: Ist nicht möglich, ähnliche Probleme wie beim
Pedal.

> Ich habe seit über 20 Jahren kein defektes Tretlager mehr gehabt,
> welches Knarzen verursacht hat. Knarzen kam hier meist von den Pedalen,

Knarzen kommt häufig von Mikrobewegungen innerhalb des Tretlagergewindes
bei Tretlagern und Fahrradrahmen aus Alu. Dagegen hilft einkleben mit
Inas rosanem Nagellack Loctite 222 (niedrigfest) ;-) BTDTGTT

--
Gerald

Nico Hoffmann

unread,
Jun 11, 2021, 2:54:11 PM6/11/21
to
H.-P Schulz müht sich ab:

> Bisher ist es nicht gegangen. Habe gestern noch mit Holzklotz zum
> Abfangen des Stoßes versucht - erfolglos.
> Sowas habe ich noch nie erlebt!
> Mit 'nem 1,5kg-Fäustel auf den 15er drauf (der ist nur ca 16 cm lang)!
> Nichts! Der 15er ist ein Maul/Ring von Gedore, also kein Chinapofel.

Früher, als ich noch jung war und öfter mal ein Ei gegessen habe,
habe ich mal ein Pedal mitsamt dem Alugewinde, in das es
hineingeschraubt war, aus der Kurbel herausgedreht.

Mach das Alu warm. Ich glaube, damit kommst du am besten weiter.

N.
--
Immer das Gemache mit den Signaturen!

Marte Schwarz

unread,
Jun 13, 2021, 5:58:00 AM6/13/21
to
Hi H.-P.
>> Mach ein Rohr

> Wenn ich mal eins hätte!

Wirst doch als Heimwerker irgendwas finden, was als Hebelverlängerung
taugt. Im Zweifel geh zum Schrotthändler oder auch zum Baumarkt. Ein
Stück Hebelverlängerung braucht man als Heimwerker doch ständig. Hier
liegen auch immer wieder mal alte Fahrradleichen herum, aus deren Rahmen
lassen sich auch geeignete Hebelverlängerungen sägen.

Marte

Marte Schwarz

unread,
Jun 13, 2021, 6:04:12 AM6/13/21
to
Hi Gerald,
> Knarzen kommt häufig von Mikrobewegungen innerhalb des Tretlagergewindes
> bei Tretlagern und Fahrradrahmen aus Alu. Dagegen hilft einkleben mit
> Inas rosanem Nagellack Loctite 222 (niedrigfest) ;-) BTDTGTT

Mein Fahrradhändler des kleinsten Mistrauens empfahl mir bei den
Pedalgewinden grundsätzlich frisch zu fetten, um das Knarzen dort zu
unterbinden.
Tretlager mit Kugelbrühen hatte ich leider schon dreimal in den letzten
30 Jahren. An meinem aktuellen Rad hab ich vor 2 Jahren das gekapselte
Lager gewechselt. Hat bei Ebay vom Chinahändler aus deutschem Lager
versendet keine 20 € gekostet. Es hat ein bisschen Einlesen in
entsprechenden Foren gebraucht, bis ich begriffen hatte, wie man das
alte Lager heraus bekommt. Gewußt wie, gings dann verblüffend einfach.

Marte

Marte Schwarz

unread,
Jun 14, 2021, 6:28:18 AM6/14/21
to
Hi Ludger,
>> liegen auch immer wieder mal alte Fahrradleichen herum, aus deren Rahmen
>> lassen sich auch geeignete Hebelverlängerungen sägen.
>>
> Fahrradrohr sägen macht überhaupt keinen Spaß. Das ist ein sehr harter, sehr
> zäher Cr-Mo Stahl (meist 25CrMo4).

Ums besser ;-)
Seit einigen Tagen habe ich eine Akku-Flex dazu bekommen. Das Teil macht
richtig Spaß.

Marte

H.-P. Schulz

unread,
Jul 6, 2021, 7:42:46 AM7/6/21
to
JFTR

Ich war nun also mit dem Rad in der Stadt.
Kleiner, knuffiger Innenstadt-Fahrradladen mit Werkstatt, worinnen ein
Tier von Kerl waltete: Vollausstattung (stark, dick, Kahlkopf,
Tattoos). Dem trug ich mein Anliegen (Problem: kriege linkes Pedal
nicht ab.) vor.
Er sogleich sich den Pedalschlüssel gegriffen (das ist also ein ca.
30cm langer, etwas stärkerer 15er) und raus.

Er setzt an. Ich denke, der Bursche hat doch einiges mehr Kraft als
ich, das passende Werkzeug - und: Erfahrung.

Auf Anhieb .... schafft er 's *nicht*! Laute des Erstaunens.
Nochmal, günstigerer Ansatzwinkel; ich halte gegen.

NICHT!

Er: Das habe ich noch nicht erlebt!
Ich: Ich auch nicht, deshalb bin ich ja hier.

Er sagt, das auf jeden Fall die Kurbel - also das Pedalgewinde in
derselben - am Arsch sei.
Dann nochmal versuchen.
Es bewegt sich!!!
... wird aber nicht leichter. Ist nach ca. 15° noch genauso gefressen
wie vorher.
Und nochmal bewegt er 's ein wenig. Aber nichts geht auf.

Schluss. Aus. Weg.

Dann Rad reingeholt in die Werkstatt, Kurbel ab, neue (gebrauchte ausm
Wunderkarton) dran, Pedal drauf, - fertch.

25 EYPO fand ich zwar etwas stark, aber der Monteur war 's auch, drum
keine weitere Verhandlung.

Und was soll ich sagen: Es war das Pedal! Nichts knackt oder knarzt
mehr.

Moral: Man lernt nie aus! Selbst ein Profi, der seit 35 Jahren nichts
anderes macht, kam ins Staunen.

Was nun aber auf ewig ungelöst bleiben wird, ist, *warum* das so
festgefressen war. Das Rad habe ich vor ~zwei Jahren angeerbt, neu.

Es gibt ja Pressgewinde (zB bei Scheren), aber eigentlich nicht bei
Fahrradpedalen.

Jetzt habe ich zwar in der Aufregung vergessen, neue Bremsbeläge für
die V-Bremse zu kaufen, - aber die kriege ich ja zur Not auch "im
Internet" wie wir immer sagen ...

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 6, 2021, 11:05:25 AM7/6/21
to
Am 06.07.2021 um 13:42 schrieb H.-P. Schulz:

> Dann Rad reingeholt in die Werkstatt, Kurbel ab, neue (gebrauchte ausm
> Wunderkarton) dran, Pedal drauf, - fertch.
>
> 25 EYPO fand ich zwar etwas stark, aber der Monteur war 's auch, drum
> keine weitere Verhandlung.

Passt.


> Was nun aber auf ewig ungelöst bleiben wird, ist, *warum* das so
> festgefressen war. Das Rad habe ich vor ~zwei Jahren angeerbt, neu.

Gewinde beim Zusammenbau geschmiert und dann angezogen ... Gewinde nun
überzogen?!

> Jetzt habe ich zwar in der Aufregung vergessen, neue Bremsbeläge für
> die V-Bremse zu kaufen, - aber die kriege ich ja zur Not auch "im
> Internet" wie wir immer sagen ...

Vielleicht macht der der Hulk aber auch einen guten Preis ... oder in
einigen sehr großen Supermärkten ... oder in manchen Baumärkten (noch).

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

H.-P. Schulz

unread,
Jul 6, 2021, 11:33:15 AM7/6/21
to
Bodo Mysliwietz <druidef...@gmx.de> schrieb:

>Gewinde beim Zusammenbau geschmiert und dann angezogen ... Gewinde nun
>überzogen?!

Der Witz ist ja, dass es rechts anstandslos ging.
Vielleicht geht sowas - also das über-Ziehen eines Gewindes - ja *nur*
"ab Werk". Irgendwie maschinell oder so. Aber so richtig vorstellen
kann ich 's mir doch nicht.

Die neue Kurbel ist natürlich nicht ganz gleich der Kettenblattseite;
stärker - wahrscheinlich sogar besser. Aber, was soll 's ...
>
>> Jetzt habe ich zwar in der Aufregung vergessen, neue Bremsbeläge für
>> die V-Bremse zu kaufen, - aber die kriege ich ja zur Not auch "im
>> Internet" wie wir immer sagen ...
>
>Vielleicht macht der der Hulk aber auch einen guten Preis ... oder in
>einigen sehr großen Supermärkten ... oder in manchen Baumärkten (noch).

Unser Dorf-Edeka hat ja eine kleine Fahrrad-Wand (Prophete) (da habe
ich ja die neuen Pedale her), aber eben leider keine Bremsbeläge oder
Komplettsätze.

Nico Hoffmann

unread,
Jul 6, 2021, 12:53:19 PM7/6/21
to
H.-P Schulz ist wieder mobil:

> Dann Rad reingeholt in die Werkstatt, Kurbel ab, neue (gebrauchte ausm
> Wunderkarton) dran, Pedal drauf, - fertch.
>
> 25 EYPO fand ich zwar etwas stark, aber der Monteur war 's auch, drum
> keine weitere Verhandlung.

Find' ich preiswert für Arbeitszteit & Material.


> Was nun aber auf ewig ungelöst bleiben wird, ist, *warum* das so
> festgefressen war.

Das ist leicht zu beantworten: Stahlachse in Alugewinde plus ein
Elektrolyt, z.B. Streusalzpampe im Winter. Zusammen ergibt das quasi
ein elektrochemisches Element, bei dem das Alu weggammelt.
Wundert mich gar nicht.

Schlimmer ist nur noch Edelstahl-Alu.

Marte Schwarz

unread,
Jul 7, 2021, 2:28:01 AM7/7/21
to
Hi Nico,

>> Dann Rad reingeholt in die Werkstatt, Kurbel ab, neue (gebrauchte ausm
>> Wunderkarton) dran, Pedal drauf, - fertch.
>>
>> 25 EYPO fand ich zwar etwas stark, aber der Monteur war 's auch, drum
>> keine weitere Verhandlung.
>
> Find' ich preiswert für Arbeitszteit & Material.

Nicht zu vergessen, die Ladenmiete, die nichtproduktive Arbeitszeit, Die
Buchhaltung, die Reinigung der Bude, Lagerkosten der Ersatzteile,
Vorhaltungskosten der Ersatzteile, die nie jemand braucht...

Als einer, der eine ganze Zeit lang als Selbständiger sein Brot
verdiente, wundere ich mich oft über Stundensätze von manchen Mechanikern.

>> Was nun aber auf ewig ungelöst bleiben wird, ist, *warum* das so
>> festgefressen war.
>
> Das ist leicht zu beantworten: Stahlachse in Alugewinde plus ein
> Elektrolyt, z.B. Streusalzpampe im Winter. Zusammen ergibt das quasi
> ein elektrochemisches Element, bei dem das Alu weggammelt.

Dann wäre es aber sehr leicht heraus gegangen. Hier ist was anderes
passiert: Metalle lösen sich teilweise gegenseitig an. Bei ALU wird dies
für gewöhnlich durch eine Al2O3-Schicht verhindert. Wenn aber das
Gewinde vom Pedal NICHT gefettet wurde und dazu noch recht rau ist, dann
schabt dieses Gewinde die Oxidschicht ab und schafft die Chance für eine
kalte Metalllösung. Das ist wie bei der Amalgambildung, nur noch
langsamer. Die Materialwanderung ist auch nur ein paar Atomlagen stark,
aber sehr fest, ähnlich wie verlötet, was letztlich auch nichts anderes
ist, nur dass man durch Hitze den Lösungsprozess beschleunigt.
Ich meine mich daran erinnern zu können, dass nicht der Stahl selbst mit
dem Alu löse, sondern das aufgebrachte Zink bzw Nickel. Bei letzterem
bin ich mir aber unsicher.
Das Ganze stammt von einem Fahrradfreak, der selbst in der Metallurgie
arbeitet. Ich hatte das mit der Alukurbel nämlich auch schon. Sein Tip
damals: Egal welche Kurbel, Pedalgewinde IMMER fetten, besser noch
Keramikpaste. Bei Alukurbeln noch gründlicher. Besser noch: Auf
Alukurbeln verzichten und die 100 g Gewichtsunterschied am Fahrer sparen;-)

Marte

schorsch

unread,
Jul 7, 2021, 3:44:12 AM7/7/21
to
Hi Marte,

Am 07.07.2021 um 08:27 schrieb Marte Schwarz:
> Hi Nico,
>
[die Treppl-Story]
>
>>> Was nun aber auf ewig ungelöst bleiben wird, ist, *warum* das so
>>> festgefressen war.
>>
>> Das ist leicht zu beantworten: Stahlachse in Alugewinde plus ein
>> Elektrolyt, z.B. Streusalzpampe im Winter. Zusammen ergibt das quasi
>> ein elektrochemisches Element, bei dem das Alu weggammelt.
>
> Dann wäre es aber sehr leicht heraus gegangen. Hier ist was anderes
> passiert: Metalle lösen sich teilweise gegenseitig an. Bei ALU wird dies
> für gewöhnlich durch eine Al2O3-Schicht verhindert. Wenn aber das
> Gewinde vom Pedal NICHT gefettet wurde und dazu noch recht rau ist, dann
> schabt dieses Gewinde die Oxidschicht ab und schafft die Chance für eine
> kalte Metalllösung. Das ist wie bei der Amalgambildung, nur noch
> langsamer. Die Materialwanderung ist auch nur ein paar Atomlagen stark,
> aber sehr fest, ähnlich wie verlötet, was letztlich auch nichts anderes
> ist, nur dass man durch Hitze den Lösungsprozess beschleunigt.
> Ich meine mich daran erinnern zu können, dass nicht der Stahl selbst mit
> dem Alu löse, sondern das aufgebrachte Zink bzw Nickel. Bei letzterem
> bin ich mir aber unsicher.
> Das Ganze stammt von einem Fahrradfreak, der selbst in der Metallurgie
> arbeitet. Ich hatte das mit der Alukurbel nämlich auch schon. Sein Tip
> damals: Egal welche Kurbel, Pedalgewinde IMMER fetten, besser noch
> Keramikpaste. Bei Alukurbeln noch gründlicher. Besser noch: Auf
> Alukurbeln verzichten und die 100 g Gewichtsunterschied am Fahrer sparen;-)

Besten Dank für diese Erklärung. Das klingt so unwahrscheinlich das es
perfekt stimmen muss. Und das meine ich ganz ernst. So hatte ich das
noch nicht gedacht aber es leuchtet vollkommen ein.

Kaltverschweißung kannte ich ja schon (in der Ausbildung wurde gewarnt,
dass Endmaße immer wieder zerlegt werden müssten, um dem Vorzubeugen).
Kaltverlätung ist ein neues Konzept, aber passt.

Besten Gruß
Schorsch

H.-P. Schulz

unread,
Jul 7, 2021, 3:50:55 AM7/7/21
to
Marte Schwarz <marte....@gmx.de> schrieb:

>Als einer, der eine ganze Zeit lang als Selbständiger sein Brot
>verdiente, wundere ich mich oft über Stundensätze von manchen Mechanikern.

Die 25 Euro war der 10-Minuten-Satz ...
>
>(...) Hier ist was anderes
>passiert: Metalle lösen sich teilweise gegenseitig an. Bei ALU wird dies
>für gewöhnlich durch eine Al2O3-Schicht verhindert. Wenn aber das
>Gewinde vom Pedal NICHT gefettet wurde und dazu noch recht rau ist, dann
>schabt dieses Gewinde die Oxidschicht ab und schafft die Chance für eine
>kalte Metalllösung. Das ist wie bei der Amalgambildung, nur noch
>langsamer. Die Materialwanderung ist auch nur ein paar Atomlagen stark,
>aber sehr fest, ähnlich wie verlötet, was letztlich auch nichts anderes
>ist, nur dass man durch Hitze den Lösungsprozess beschleunigt.

Interessant. Aber hätte es dann nicht, wenn einmal *überhaupt* bewegt
(er schaffte es ja ein paar Grad weit!), leichter abgehen müssen? Dann
wäre die "Verbindung" ja quasi zerrissen, und alles müsste dann normal
weitergehen. Ging es aber nicht: Nach den paar Grad saß es noch
genauso fest. Freilich, er hat dann einfach aufgehört, im sicheren
Wissen, dass, selbst wenn man es jetzt eventuell - unter reichlich
Schweißverlust - runter kriegte, das Gewinde auf jeden Fall nicht mehr
für ein neues Pedal taugen würde.

Rätselhaft bleibt auch weiter dieser eklatante Unterschied zum rechten
Pedal: Das habe ich ja - mit meinem eher murksigen Werkzeug - sogar
eher leicht ab bekommen.

>(...) Besser noch: Auf
>Alukurbeln verzichten und die 100 g Gewichtsunterschied am Fahrer sparen;-)

Aber sowas von!

schorsch

unread,
Jul 7, 2021, 3:55:41 AM7/7/21
to
Am 07.07.2021 um 09:50 schrieb H.-P. Schulz:
> Marte Schwarz <marte....@gmx.de> schrieb:
>
>> Als einer, der eine ganze Zeit lang als Selbständiger sein Brot
>> verdiente, wundere ich mich oft über Stundensätze von manchen Mechanikern.
>
> Die 25 Euro war der 10-Minuten-Satz ...

Erstens glaube ich das nicht, das waren mehr als 10 Minuten. Und
zweitens war das inklusive Kurbel und Pedal.

H.-P. Schulz

unread,
Jul 7, 2021, 4:04:20 AM7/7/21
to
schorsch <schors...@online.de> schrieb:
OK, war gelogen. Es waren <15 Minuten. Kurbel war - wie schon gesagt -
aus der Wunderkiste. Pedal war natürlich das zweite des Paars, das ich
gekauft hatte und deren erstes schon montiert war.

Die evtl. besonders starke Abnutzung des Pedalschlüssels wird die
Sache wohl etwas teurer gemacht haben.

H.-P. Schulz

unread,
Jul 7, 2021, 4:54:47 AM7/7/21
to
Martin ?rautmann <t-us...@gmx.net> schrieb:

>On Wed, 7 Jul 2021 09:44:10 +0200, schorsch wrote:
>> Kaltverschweißung kannte ich ja schon (in der Ausbildung wurde gewarnt,
>> dass Endmaße immer wieder zerlegt werden müssten, um dem Vorzubeugen).
>> Kaltverlätung ist ein neues Konzept, aber passt.
>
>Gerade beim Kontakt zweier verschiedener Metalle - Alukurbel und
>Stahlachse - solltest du auch Kontaktkorrosion beachten.
>
>https://de.wikipedia.org/wiki/Bimetallkorrosion
>
>Deswegen sind Sattelstützen, klassische Lenkervorbauten, Tretlagerhülsen
>und Pedalgewinde vor Einbau sorgfältig zu fetten. Das bremst dieses
>"verbacken".

Was _befestigende_ Gewinde betrifft, glaube ich gehört zu haben (und
es ist auch plausibel), dass fetten grundsätzlich nicht angezeigt sei.

Es ist das Ding mit den zwei unterschiedlichen Metallen (galv. Element
usw.), das den Tag entscheidet.

Marte Schwarz

unread,
Jul 7, 2021, 5:13:21 AM7/7/21
to
Hi H.-P.

> Was _befestigende_ Gewinde betrifft, glaube ich gehört zu haben (und
> es ist auch plausibel), dass fetten grundsätzlich nicht angezeigt sei.

Bei Pedalgewinden immer, selbst bei Stahlkurbeln.

Auch bei Ständern passiert das liebend gerne. Der Block ist aus Alu, die
Schraube verzinkt. Das hält bombig, da hilft kein Caramba oder anderes
Kriechöl. Ausbohren neues Gewinde einen mm größer und dann ein Helicoil
dazu, hat letztlich geholfen.

Marte

Gerald E:scher

unread,
Jul 7, 2021, 5:29:39 AM7/7/21
to
H.-P. Schulz schrieb am 7/7/2021 10:54:

> Martin ?rautmann <t-us...@gmx.net> schrieb:
>
>>Gerade beim Kontakt zweier verschiedener Metalle - Alukurbel und
>>Stahlachse - solltest du auch Kontaktkorrosion beachten.
>>
>>https://de.wikipedia.org/wiki/Bimetallkorrosion
>>
>>Deswegen sind Sattelstützen, klassische Lenkervorbauten, Tretlagerhülsen
>>und Pedalgewinde vor Einbau sorgfältig zu fetten. Das bremst dieses
>>"verbacken".
>
> Was _befestigende_ Gewinde betrifft, glaube ich gehört zu haben (und
> es ist auch plausibel), dass fetten grundsätzlich nicht angezeigt sei.

Wer hat dir /den/ Bären aufgebunden? An Fahrrädern sind Gewinde
grundsätzlich zu fetten (es mag Ausnahmen geben), in manchen Fällen ist
auch Schraubenkleber eine gute Wahl.

> Es ist das Ding mit den zwei unterschiedlichen Metallen (galv. Element
> usw.), das den Tag entscheidet.

Wenn du weiterhin galvanische Elemente haben möchtest, dann belasse die
Pedalgewinde ungefettet.

--
Gerald

schorsch

unread,
Jul 7, 2021, 5:37:15 AM7/7/21
to
Am 07.07.2021 um 10:08 schrieb Martin Τrautmann:
> On Wed, 7 Jul 2021 09:44:10 +0200, schorsch wrote:
>> Kaltverschweißung kannte ich ja schon (in der Ausbildung wurde gewarnt,
>> dass Endmaße immer wieder zerlegt werden müssten, um dem Vorzubeugen).
>> Kaltverlätung ist ein neues Konzept, aber passt.
>
> Gerade beim Kontakt zweier verschiedener Metalle - Alukurbel und
> Stahlachse - solltest du auch Kontaktkorrosion beachten.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Bimetallkorrosion
>
> Deswegen sind Sattelstützen, klassische Lenkervorbauten, Tretlagerhülsen
> und Pedalgewinde vor Einbau sorgfältig zu fetten. Das bremst dieses
> "verbacken".
>
Danke für die Erleuchtung, die alles bestätigt, was ich in der
Berufsschule über Korrosionsschutz gelernt habe :-)

Gerald E:scher

unread,
Jul 7, 2021, 5:40:54 AM7/7/21
to
Marte Schwarz schrieb am 7/7/2021 08:27:

> Ich meine mich daran erinnern zu können, dass nicht der Stahl selbst mit
> dem Alu löse, sondern das aufgebrachte Zink bzw Nickel. Bei letzterem
> bin ich mir aber unsicher.

Bei Billig-Pedalen, wie ich sie beim OP annehme, sind die Achsen nicht
galvanisiert, nicht einmal verzinkt.

> Das Ganze stammt von einem Fahrradfreak, der selbst in der Metallurgie
> arbeitet. Ich hatte das mit der Alukurbel nämlich auch schon. Sein Tip
> damals: Egal welche Kurbel, Pedalgewinde IMMER fetten, besser noch
> Keramikpaste.

Mit Kupferpaste habe ich bessere Erfahrung gemacht. Jedenfalls die
Keramikpaste von Liquimoly benötigt zum Lösen ein lästig hohes
Drehmoment, keine Ahnung weshalb. Mit Kupferpaste behandelte Gewinde
lassen sich nach Jahren und Jahrzehnten mühelos lösen.

> Bei Alukurbeln noch gründlicher. Besser noch: Auf
> Alukurbeln verzichten und die 100 g Gewichtsunterschied am Fahrer sparen;-)

Stahlkurbeln gibt es nur mehr in der Schrottklasse, und der
Gewichtsunterschied ist *etwas* höher als nur 100 g.

--
Gerald

Nico Hoffmann

unread,
Jul 7, 2021, 2:03:12 PM7/7/21
to
Marte Schwarz schreibt:

> Hi Nico,

>> Das ist leicht zu beantworten: Stahlachse in Alugewinde plus ein
>> Elektrolyt, z.B. Streusalzpampe im Winter. Zusammen ergibt das quasi
>> ein elektrochemisches Element, bei dem das Alu weggammelt.
>
> Dann wäre es aber sehr leicht heraus gegangen.

Genauso leicht wie sie Stahlschraube aus ihrer Stahl-Einschweißmutter,
die ich letzte Woche mit "bergmännischen" Methoden entfernen mußte?


> Hier ist was anderes
> passiert: Metalle lösen sich teilweise gegenseitig an. Bei ALU wird dies
> für gewöhnlich durch eine Al2O3-Schicht verhindert. Wenn aber das
> Gewinde vom Pedal NICHT gefettet wurde und dazu noch recht rau ist, dann
> schabt dieses Gewinde die Oxidschicht ab und schafft die Chance für eine
> kalte Metalllösung. Das ist wie bei der Amalgambildung, nur noch
> langsamer. Die Materialwanderung ist auch nur ein paar Atomlagen stark,
> aber sehr fest, ähnlich wie verlötet, was letztlich auch nichts anderes
> ist, nur dass man durch Hitze den Lösungsprozess beschleunigt.
> Ich meine mich daran erinnern zu können, dass nicht der Stahl selbst mit
> dem Alu löse, sondern das aufgebrachte Zink bzw Nickel. Bei letzterem
> bin ich mir aber unsicher.


Zum einen wäre ich skeptisch, ob Pedalgewinde verzinkt oder verickelt
sind. Die Pedale, die ich hier liegen habe, sind z.B. brüniert.

Zum anderen lassen sich Schrauben auch nach langer Zeit noch gut
lösen, i.d.R. dann, wenn sie trocken geblieben sind. Auch bei
unterschiedlichen Materialien.


> Das Ganze stammt von einem Fahrradfreak, der selbst in der Metallurgie
> arbeitet. Ich hatte das mit der Alukurbel nämlich auch schon. Sein Tip
> damals: Egal welche Kurbel, Pedalgewinde IMMER fetten, besser noch
> Keramikpaste. Bei Alukurbeln noch gründlicher.

Wo Fett ist, kommt kein Wasser hin.

Matthias Kohrs

unread,
Jul 14, 2021, 5:04:51 PM7/14/21
to
Wenn wir uns jemals beruflich begegnen sollten, dann sei gewarnt: Ich
bin nicht billiger.

Material geht extra.

CYA! Matthias

Hannes Kuhnert

unread,
Jul 15, 2021, 3:29:33 AM7/15/21
to
Marte Schwarz schrieb:
> Hi H.-P.,
>
>> Eine Seite habe ich schon; die rechte, die mit dem Rechtsgewinde.
>> Deshalb weiß ich auch sicher, dass jetzt, links, das Linksgewinde dran
>> ist ...
>>
>> Es schwimmt schon alles in Caramba!
>>
>> Zugegeben, mein 15er ist der längste nicht. Aber ich hab' schon mipm
>> Fäustel draufgehauen (... dabei wahrscheinlich dem Tretlager nichts
>> Gutes getan) -, es rückt und rührt sich nicht!
>
> Lass mich raten, Stahl-Pedalachse in Alu-Kurbel. Letztere kommt mir nie
> wieder ins Haus.

Fahrräder sind ja auch zum Draußenfahren.

>> Außerdem hab' ich sowieso das Gefühl, dass das schlimme Knarzen unter
>> Last gar nicht vom Pedal kommt - - sondern aus dem Tretlager.

>> Na, in dem Fall könnte ich das Rad auch gleich wegschmeißen. Denn das
>> ist kein Tretlager wie früher, sondern so eines, wie sie eben jetzt
>> überall drin sind: eingepresst. Das wäre dann natürlich ganz
>> unvermeidlich was für die Werkstatt.
>
> Die sind nicht eingepresst, das sind imer noch Gewinde.

Es gibt sowohl eingeschraubte als auch eingepresste.

Mit eingepressten habe ich keine Erfahrung. Meines Wissens kann man aber
auch die hobbymäßig ein- und ausbauen.

Bei einem nicht all zu neuen Cityrad ist freilich ein geschraubtes zu
vermuten.

Oft sind die schlampigerweise ohne Fett eingebaut und festgegammelt und
die Befestigungselemente lassen sich nicht mehr regulär herausschrauben.
Dann hat man Glück, wenn es Kunststoffteile sind: Zwar zerbröselt der
Schraubantrieb, aber man kriegt sie mit Gewalt und vertretbarem Aufwand
herausgekloppt.
--
Hannes Kuhnert

Hannes Kuhnert

unread,
Jul 15, 2021, 3:30:24 AM7/15/21
to
H.-P. Schulz schrieb:
> Nein, mit sowas gehe ich *nicht* zur Fahrrad-NG!

Okay, dann schreib ich eben hier, was ich sonst in de.rec.fahrrad
geschrieben hätte.

Haben schon andere gemacht? Gut!

> Muss ich jetzt wirklich zur Werkstatt?? Wie peinlich!

Je nach individueller Disposition mag ein Werkstattbesuch peinlich sein.

Erst recht peinlich wäre es allerdings, ein Fahrrad wegzuwerfen, weil
man ein Pedal nicht ab bekommt oder das kaputte Tretlager nicht
gewechselt kriegt.
--
Hannes Kuhnert

Hannes Kuhnert

unread,
Jul 15, 2021, 3:51:57 AM7/15/21
to
H.-P. Schulz schrieb:
> schorsch <schors...@online.de> schrieb:
>
>> Am 07.07.2021 um 09:50 schrieb H.-P. Schulz:
>>> Die 25 Euro war der 10-Minuten-Satz ...
>>
>> Erstens glaube ich das nicht, das waren mehr als 10 Minuten. Und
>> zweitens war das inklusive Kurbel und Pedal.
>
> OK, war gelogen. Es waren <15 Minuten. Kurbel war - wie schon gesagt -
> aus der Wunderkiste.

Ich fahr gerne Teile aus Wunderkisten und habe dafür selbstredend schon
manchen Euro auf die Theke gelegt.

Mögen die Teile auch irgendwo abgefallen sein – eine Wunderkiste
unterhält sich nicht von selbst.
--
Hannes Kuhnert

Hannes Kuhnert

unread,
Jul 15, 2021, 4:19:25 AM7/15/21
to
Alfred Gemsa schrieb:
> Am 08.06.2021 um 11:16 schrieb H.-P. Schulz:
>
>> Jemand einen Tip/Trick auf Lager, wie ich dieses Scheiß-Pedal doch
>> noch runter kriege?
>
> Pedalkurbel vorsichtig heiß machen (Heißluftgebläse, Fön, Lötlampe,
> etc.), gleichzeitig Pedalstange mit Kältespray behandeln.

Den Tipp des Erwärmens, um ein Pedal zu lösen, hatte ich neulich in
einer Werkstatt* bekommen. Damit ging es ganz einfach.

Auf Kältespray kann man erstmal verzichten. Ich wäre auch skeptisch, ob
das angesichts der Wärmeleitung über das Gewinde überhaupt nützen kann.

* Das war eine Selbsthilfewerkstatt. Andermal war ich mit etwas
ähnlichem, für mich zunächst unlösbarem in einer Fremdhilfewerkstatt:
zack, war die Verbindung gelöst. Details der Ausstattung und die
Erfahrung machen eben einen Unterschied.
--
Hannes Kuhnert
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