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Lampengehäuse unter Spannung

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Leonardo

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Aug 13, 2002, 6:04:56 AM8/13/02
to
Mal ne Frage an die alten Füchse:
Bin soeben umgezogen und habe die erste Lampe montiert. Aber Oha!
Meine routinemässige Prüfung mit dem Phasenprüfer ergab eine Spannung
auf dem Messinggehäuse. Wieder demontiert und alles geprüft: Phase zu
Neutralleiter: 230V. Lampenfassung, Phase, Neutral und Gehäuse alles
völlig isoliert (auch bei der Einstellung, wo die Widerstandsmessung
mich selbst als schwach leitend bezeichnet, ist die Lampe absolut
sauber). Der Befestigungshaken ist ebenfalls elektrisch tot. Wieder
montiert und gemessen: Das Gehäuse hat gegenüber dem Neutralleiter
eine Spannung von ca. 50 Volt, egal, ob die Glühbirne drin ist oder
nicht. Was ist da los?

Christoph Hensel

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Aug 13, 2002, 6:13:45 AM8/13/02
to
"Leonardo" <leonar...@freesurf.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:f53937a4.0208...@posting.google.com...

>> montiert und gemessen: Das Gehäuse hat gegenüber dem Neutralleiter
> eine Spannung von ca. 50 Volt, egal, ob die Glühbirne drin ist oder
> nicht. Was ist da los?

Vagabundierende Spannungen auf dem PE. Das findet man in Altbauten öfter.
Kommt von unzureichendem Potentialausgleichen und klassischer Nullung,
sowie durch Einsatz von Plastikrohren in Heizung und Wassernetz.
50V is ja noch ned gefährlich.
Gruß
Christoph

Leonardo

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Aug 13, 2002, 11:41:09 AM8/13/02
to
"Christoph Hensel" <Christop...@kitzel.de> wrote in message news:<ajamc0$m0c$1...@news.eusc.inter.net>...

> Vagabundierende Spannungen auf dem PE. Das findet man in Altbauten öfter.
> Kommt von unzureichendem Potentialausgleichen und klassischer Nullung,
> sowie durch Einsatz von Plastikrohren in Heizung und Wassernetz.
> 50V is ja noch ned gefährlich.
Christoph, vielen Dank für deine beruhigenden Worte. Sooo alt ist nun
der Bau aber auch nicht (so 20 Jährchen?), und nach Nullung sieht mir
das nicht aus (habe allerdings den Hauptanschluss noch nicht gesehen).
Ich bin mir solche Phänomene absolut nicht gewohnt, wo mans bei uns
doch immer so genau nimmt! 8-)
Ich hasse es schon, dass die Steckdose erst funktioniert, wenn der
Neutralleiter mit dem der Lampe zusammengeklemmt ist, was bei einer
leeren Wohnung eben nicht immer der Fall ist...
50 Volt ist vielleicht nicht viel, kommt aber drauf an, wieviel Ampere
dahinterstehen! Kann ich das irgendwie testen, ohne anzufassen?!?

Juergen Hannappel

unread,
Aug 13, 2002, 11:49:45 AM8/13/02
to
leonar...@freesurf.ch (Leonardo) writes:


[...]

> Ich hasse es schon, dass die Steckdose erst funktioniert, wenn der
> Neutralleiter mit dem der Lampe zusammengeklemmt ist, was bei einer

Bitte was? Das hoert sich nach Extrempfusch an...

--
Dr. Juergen Hannappel http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappe
mailto:hann...@physik.uni-bonn.de Phone: +49 228 73 2447 FAX ... 7869
Physikalisches Institut der Uni Bonn Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany
CERN: Phone: +412276 76461 Fax: ..77930 Bat. 892-R-A13 CH-1211 Genève 23

Lutz Illigen

unread,
Aug 13, 2002, 10:54:26 PM8/13/02
to
Juergen Hannappel <hann...@lisa2.physik.uni-bonn.de> wrote:

> leonar...@freesurf.ch (Leonardo) writes:
>
>
> [...]
>
>> Ich hasse es schon, dass die Steckdose erst funktioniert, wenn
>> der Neutralleiter mit dem der Lampe zusammengeklemmt ist, was
>> bei einer
>
> Bitte was? Das hoert sich nach Extrempfusch an...

Und 50 V ist die Grenze der dauernd zulässigen Berührungsspannung
unter normalen Bedingungen. Das kann für manchen schon zu viel sein.

Lutz

Christoph Hensel

unread,
Aug 14, 2002, 12:33:30 AM8/14/02
to

"Leonardo" <leonar...@freesurf.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:f53937a4.02081...@posting.google.com...

> Ich hasse es schon, dass die Steckdose erst funktioniert, wenn der
> Neutralleiter mit dem der Lampe zusammengeklemmt ist, was bei einer
> leeren Wohnung eben nicht immer der Fall ist...

Mooooment! DAS bedeutet ganz klar, das in Deiner Anlage eine
Nulleiterunterbrechung herrscht. Bitte rufe umgehend einen Fachmann an.
Innerhalb Berlins kommen meine Leute gern. das ist ein erst zu nehmender
defekt, der U.U. Dein Leben kosten kann. Sei froh, daß bis jetzt "nur" 50V
anliegen.
Gruß
Christoph, ernsthaft besorgt

Franz Wagner

unread,
Aug 14, 2002, 3:08:49 AM8/14/02
to

"Leonardo" <leonar...@freesurf.ch> wrote in message
news:f53937a4.0208...@posting.google.com...

> montiert und gemessen: Das Gehäuse hat gegenüber dem Neutralleiter
> eine Spannung von ca. 50 Volt, egal, ob die Glühbirne drin ist oder
> nicht. Was ist da los?

Du misst hier die Spannung über eine kapazitive Kopplung -
ungefährliche Spannung.
Aber mal abgesehen davon, müssen alle Metallteile einer Lampe mit Erde
verbunden sein.
Franz


Leonardo

unread,
Aug 14, 2002, 2:27:38 AM8/14/02
to
> >> Ich hasse es schon, dass die Steckdose erst funktioniert, wenn
> >> der Neutralleiter mit dem der Lampe zusammengeklemmt ist, was
> >> bei einer
> >
> > Bitte was? Das hoert sich nach Extrempfusch an...
Also das ist anscheinend so üblich:
Beim Lichtschalter kommen die 3 Drähte ins Zimmer rein. Dann gehen
alle 3 plus die geschaltete Phase vom Schalter hoch zur Lampe. Dort
sollte eine Klemme sein für geschaltete Phase und Neutralleiter. Daran
ist wieder der Neutralleiter für die Steckdose an der
gegenüberliegenden Wand angeklemmt. Nun gehen dieser Neutralleiter,
Phase und Erdung zu jener Steckdose. Es gibt eben nur dieses eine Rohr
im ganzen Zimmer. Wenn nun der letzte Mieter beim Abräumen auch die
Klemme mitgenommen hat, ist der Neutralleiter getrennt.

Aber was mach ich mit diesen 50 Volt?? Das Lampengehäuse ist doch von
allem anderen isoliert, wieso kann da Spannung drauf sein? Gibt es
eine Verbindung, die mein Messgerät nicht angibt? (handelsübliches
Analog-Multimeter)

Christoph Hensel

unread,
Aug 14, 2002, 3:39:19 AM8/14/02
to

"Leonardo" <leonar...@freesurf.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:f53937a4.0208...@posting.google.com...
> Also das ist anscheinend so üblich:

NEIN!

> Beim Lichtschalter kommen die 3 Drähte ins Zimmer rein. Dann gehen
> alle 3 plus die geschaltete Phase vom Schalter hoch zur Lampe. Dort
> sollte eine Klemme sein für geschaltete Phase und Neutralleiter. Daran
> ist wieder der Neutralleiter für die Steckdose an der
> gegenüberliegenden Wand angeklemmt.

Verbooooden!


>Nun gehen dieser Neutralleiter,
> Phase und Erdung zu jener Steckdose. Es gibt eben nur dieses eine Rohr
> im ganzen Zimmer. Wenn nun der letzte Mieter beim Abräumen auch die
> Klemme mitgenommen hat, ist der Neutralleiter getrennt.


Neu installieren, sofort

Gruß
Christoph

Leonardo

unread,
Aug 14, 2002, 7:54:50 AM8/14/02
to
>Mooooment! DAS bedeutet ganz klar, das in Deiner Anlage eine
>Nulleiterunterbrechung herrscht. Bitte rufe umgehend einen Fachmann
an.
...
> Du misst hier die Spannung über eine kapazitive Kopplung -
> ungefährliche Spannung.
> Aber mal abgesehen davon, müssen alle Metallteile einer Lampe mit Erde
> verbunden sein.
Aber diese Verkabelung ist bei uns wirklich gang und gäbe; vielleicht
ist der Schweizer Strom weniger gefährlich...8-)
Früher war es ja auch üblich, jede neue Steckdose einfach an der
letzten eines Stranges anzudocken.
Das Metallgehäuse zu erden finde ich eine gute Idee; dazu muss ich die
Erdleitung (die ja bei der Lampe vorbei zur Steckdose durchläuft)
anzapfen -- wohl lieber nicht mit einer einfachen Klemme (siehe oben),
sondern mit einer echten Abzweigung! Ohne Längenverlust wird das aber
knifflig. Oder ich ziehe neue Drähte ein -- oder besorge eine
0815-Lampe mit Kunststoffgehäuse...
Vielen Dank einstweilen für eure guten Ratschläge.
Leonardo (leicht verwirrt)

Franz Wagner

unread,
Aug 14, 2002, 3:50:06 PM8/14/02
to

"Leonardo" <leonar...@freesurf.ch> wrote in message
news:f53937a4.02081...@posting.google.com...

> Früher war es ja auch üblich, jede neue Steckdose einfach an der
> letzten eines Stranges anzudocken.

Das darfst Du immer noch.

> Das Metallgehäuse zu erden finde ich eine gute Idee

Das ist Vorschrift !

> Erdleitung (die ja bei der Lampe vorbei zur Steckdose durchläuft)
> anzapfen -- wohl lieber nicht mit einer einfachen Klemme (siehe
oben),

Ein bischen Pfusch hast Du ja schon, da kannst Du da auch noch eine
Klemme setzen.

> 0815-Lampe mit Kunststoffgehäuse...

Den Erdanschluß an der Lampe brauchst Du sowieso, wenn Du später mal
ne andere Lampe montieren willst.

Franz


Lutz Illigen

unread,
Aug 14, 2002, 10:47:59 PM8/14/02
to
"Christoph Hensel" <Christop...@kitzel.de> wrote:

> "Leonardo" <leonar...@freesurf.ch> ...


>> Also das ist anscheinend so üblich:
>
> NEIN!

Das weisst Du doch gar nicht.

>> Beim Lichtschalter kommen die 3 Drähte ins Zimmer rein. Dann
>> gehen alle 3 plus die geschaltete Phase vom Schalter hoch zur
>> Lampe. Dort sollte eine Klemme sein für geschaltete Phase und
>> Neutralleiter. Daran ist wieder der Neutralleiter für die
>> Steckdose an der gegenüberliegenden Wand angeklemmt.
>
> Verbooooden!

Nicht unbedingt, vielleicht ist das ja eine schweizer Deckendose.

>> Nun gehen dieser Neutralleiter,
>> Phase und Erdung zu jener Steckdose. Es gibt eben nur dieses
>> eine Rohr im ganzen Zimmer. Wenn nun der letzte Mieter beim
>> Abräumen auch die Klemme mitgenommen hat, ist der Neutralleiter
>> getrennt.

> Neu installieren, sofort

s.o.

Lutz

Lutz Illigen

unread,
Aug 14, 2002, 10:48:03 PM8/14/02
to
"Franz Wagner" <Wagne...@hotmail.com> wrote:

> Aber mal abgesehen davon, müssen alle Metallteile einer Lampe
> mit Erde verbunden sein.

Wie macht mann das? SCNR

Lutz

chris schultz

unread,
Aug 15, 2002, 2:58:51 AM8/15/02
to
Lutz Illigen <use...@lutz-illigen.de> wrote in message news:<ajf8k2.3...@lutz-illigen.myfqdn.de>...

Eingraben ;-)=)
Entschuldigung, das musste einfach sein...
Chris

Horst Raas

unread,
Aug 15, 2002, 2:19:04 AM8/15/02
to
Lutz Illigen schrieb:

Naja, bei Gartenlampen ist es ja noch relativ einfach, die stecken
einfach in der Erde. Bei Lampen in Innenräumen sieht es schon ganz
anders aus. Da hilft nur der Sack Torf aus dem Baumarkt, oder besser:
richtige, vorgedüngte Blumenerde aus dem Elektrogroßhandel. Die hat
eine bessere Leitfähigkeit als Torf, da sie mehr Mineralien enthält.
Leicht angefeuchtet und in die Lampenauslassdose gedrückt und alles
wird gut.

:)

tschüss
Horst

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