Vor einigen Tagen ist die Feinsicherung (Bezeichnung "TT, 1A, 250V") am
Trafo meiner (Seil-) Halogenlampe durchgebrannt. Die Deckenlampe ist
etwa 2 Jahre alt, ich habe mir erstmal nichts Schlimmes gedacht und eine
neue gekauft und eingesetzt.
Dass diese nun nach 2 Tagen wieder hinüber ist, macht mich schon
stutzig. Allerdings ist die neue Sicherung mit "T1L 250V" beschriftet,
woraus ich nicht recht schlau werde.
Hat man mir vielleicht doch eine falsche Sicherung verkauft (nicht träge
genug, falsche Stromstärke)?
Da der Trafo scheinbar korrekt funktioniert, ist mir nicht klar, wie ich
ihn ernsthaft mit Multimeter o. ä. prüfen könnte. Kennt Ihr
Möglichkeiten?
Für jede Hilfe dankbar, Matthias
--
Mac OS X is like a wigwam: no Windows, no Gates, Apache inside.
> Dass diese nun nach 2 Tagen wieder hinüber ist, macht mich schon
> stutzig. Allerdings ist die neue Sicherung mit "T1L 250V" beschriftet,
> woraus ich nicht recht schlau werde.
Moin,
wurden vielleicht schon mal die Leuchtmittel ("Birnen")
gewechselt und dabei welche mit einer höheren
Wattzahl verwendet?
Jörg
> wurden vielleicht schon mal die Leuchtmittel ("Birnen") gewechselt und
> dabei welche mit einer höheren Wattzahl verwendet?
Habe ich direkt eben geprüft: Nein. Allerdings war eine Stiftlampe stark
geschwärzt, obwohl sie noch durchgängig war und leuchtete. Ich habe sie
dennoch getauscht. Die neue Sicheung hat schon das erste Einschalten
nicht überlebt.
Wem sagt die Bezeichnung "T1L 250V" auf einer Feinsicherung etwas? Ich
habe immer noch das Gefühl, eine falsche bekommen zu haben. Eigentlich
hätte ich eine "TT" (träge?) Sicherung für 1 Ampere gebraucht.
Ciao, Matthias
> Vor einigen Tagen ist die Feinsicherung (Bezeichnung "TT, 1A, 250V") am
> Trafo meiner (Seil-) Halogenlampe durchgebrannt. Die Deckenlampe ist
> etwa 2 Jahre alt, ich habe mir erstmal nichts Schlimmes gedacht und eine
> neue gekauft und eingesetzt.
Moin,
da Du die Leuchtmittel kontrollierst hast, solltest Du mal folgendermassen
vorgehen:
entferne alle Leuchtmittel.
Entferne die Seile vom Trafo. Jetzt kannst Du mit dem Multimeter
durchmessen, ob ein Kurzschluss auf den Seilen oder Fassungen
vorliegt.
Wenn nicht, dann die Seile wieder befestigen und _ein_ Leuchtmittel
einsetzen.
Neue Sicherung rein und einschalten.
Brennt die Sicherung gleich wieder durch, kannst Du dich schon
nach einem neuen Trafo umsehen.
Deine gekaufte Sicherung müsste richtig sein, ich würde sie auch
als 1 A Träge definieren.
Sollte die Sicherung halten, dann ein Leuchtmittel nach dem
anderen wieder reinsetzen. Sollte die Sicherung auch nach
dem einsetzen sämtlicher Leuchtmittel halten, hast Du
erst einmal Glück gehabt. Auch Feinsicherungen haben eine
Fertigungstoleranz und können schon vor dem Gebrauch leicht
angeschlagen sein.
Sollte die Sicherung dann auch wieder nach kurzer Zeit
durchbrennen, dann den Trafo wechseln.
Sollte die Sicherung schon beim Versuch wieder alle Leuchtmittel
in Betrieb zu nehmen durchbrennen, dann den Trafo wechseln.
Viel Erfolg
Jörg
> Brennt die Sicherung gleich wieder durch, kannst Du dich schon
> nach einem neuen Trafo umsehen.
So sieht es aus, Mist! Der Trafo nackt lässt schon die Sicherung
schmelzen. Allerdings habe ich "nur" träge Sicherungen ("T"), orginl war
eine extra-träge ("TT") drin. Meine letzte Hoffnung...
Ciao, Matthias
Begrab sie, deine Hoffnung. "Nackter" Trafo bedeutet 0A. Da ist
es wurscht ob TT oder Superflink.
--
Grüße aus Berlin
Marco
"Herr Roddenberry, wie funktioniert eigentlich der
Heisenberg-Kompensator?" "Sehr gut, Danke!"
> Hi!
>
> Vor einigen Tagen ist die Feinsicherung (Bezeichnung "TT, 1A, 250V") am
> Trafo meiner (Seil-) Halogenlampe durchgebrannt. Die Deckenlampe ist
> etwa 2 Jahre alt, ich habe mir erstmal nichts Schlimmes gedacht und eine
> neue gekauft und eingesetzt.
>
> Dass diese nun nach 2 Tagen wieder hinüber ist, macht mich schon
> stutzig. Allerdings ist die neue Sicherung mit "T1L 250V" beschriftet,
> woraus ich nicht recht schlau werde.
>
> Hat man mir vielleicht doch eine falsche Sicherung verkauft (nicht träge
> genug, falsche Stromstärke)?
T1L sagt mir leider nichts, aber wenn sie T = "träge" ist, ist sie
wahrscheinlich nicht träge genug, da am Original TT "superträge" bedeutet.
mfG
Peter
Marco Marx schrieb:
>>So sieht es aus, Mist! Der Trafo nackt lässt schon die Sicherung
>>schmelzen. Allerdings habe ich "nur" träge Sicherungen ("T"), orginl war
>>eine extra-träge ("TT") drin. Meine letzte Hoffnung...
>
>
> Begrab sie, deine Hoffnung. "Nackter" Trafo bedeutet 0A. Da ist
> es wurscht ob TT oder Superflink.
Du hast immer noch den Einschaltstromstoss und die Verlustleistung.
Auch ein Trafo im Leerlauf lässt Strom fliessen!
Der Einschaltstrom ist bei Rongekerntrafos besonders ausgeprägt.
Gerald
> Du hast immer noch den Einschaltstromstoss und die Verlustleistung.
> Auch ein Trafo im Leerlauf lässt Strom fliessen!
Ich weiß :o) Aber da der Verfasser des Treads nicht vom "Fach"
ist, wollte ich es nicht zu kompliziert machen.
Außerdem ist beides viel zu gering um bei einem "nackten" Trafo
die Sicherung auch nur aufzuwecken :o)
> So sieht es aus, Mist! Der Trafo nackt lässt schon die Sicherung
> schmelzen. Allerdings habe ich "nur" träge Sicherungen ("T")
So, bei einer 2 A flinken Sicherung reicht es noch für 4/5 der
Maximal-Wattzahl, dann ist Schicht.
Ich glaube noch einfach nicht an einen Trafo-Defekt. Ich hatte den
Ringtrafo nun auch runter, keinerlei Schmorgeruch o. ä.
Was riskiere ich, wenn ich mit einer höheren Ampere-Zahl absichere. z.
B. 10 A?
> Ich weiß :o) Aber da der Verfasser des Treads nicht vom "Fach"
> ist, wollte ich es nicht zu kompliziert machen.
Wenn ich einer "korrekte" Sicherung auftreiben könnte, würde ich ja auch
eher an einen Defekt des Trafos glauben, aber ich hatte bekam eben nur
die träge 1 Ampere und eine flinke 2 Ampere. Beide sind nun
Geschichte...
Was kann an einem Ringkerntrafo denn so kaputt gehen, dass er mit einer
"F 2A"-Sicherung noch ca 125 W von 185 W maximal verträgt und dann die
Sicherung fliegt?
Was risikiere ich, wenn ich versuchsweise bis 10 A absichere?
> Wenn ich einer "korrekte" Sicherung auftreiben könnte, würde ich ja auch
> eher an einen Defekt des Trafos glauben
Der ist hin. Wenn er standardmäßig mit 1A TT gesichert ist, müßen auch
2A F locker halten.
> Was risikiere ich, wenn ich versuchsweise bis 10 A absichere?
Du riskierst einen Wohnungsbrand.
Dein Trafo scheint einen Windungsschluß zu haben.
Schmeiß ihn weg. Mit Strom ist nicht zu spaßen.
>So, bei einer 2 A flinken Sicherung reicht es noch für 4/5 der
>Maximal-Wattzahl, dann ist Schicht.
Entweder du berechnest die Wattzahl falsch oder dein Trafo
hat nen Windungsschluß.
>Was riskiere ich, wenn ich mit einer höheren Ampere-Zahl absichere. z.
>B. 10 A?
Du machst dich strafbar. Das ist Fahrläßigkeit. Das kann zu einem Brand
führen und Menschenleben kosten. Laß das bitte.
Geiz ist zwar geil, aber manchmal falsch
Matthias Arndt schrieb:
> So, bei einer 2 A flinken Sicherung reicht es noch für 4/5 der
> Maximal-Wattzahl, dann ist Schicht.
Klemmst Du die Lampe während dem Betrieb an oder oder schaltest Du
hinterher ein?
> Ich glaube noch einfach nicht an einen Trafo-Defekt. Ich hatte den
> Ringtrafo nun auch runter, keinerlei Schmorgeruch o. ä.
>
> Was riskiere ich, wenn ich mit einer höheren Ampere-Zahl absichere. z.
> B. 10 A?
Kannst Du mal testweise machen wenn Du dabei bleibst mit einem
griffbereiten Feuerlöscher...
Ein üblicher Defekt ist ein Windungschluss, dann würde die Sicherung
aber sofort fliegen.
Solltest es doch noch einmal mit der superträgen Sicherung versuchen -
Rinkerntrfos habe den Nachteil ihre Magnetisierung sehr gut zu behalten
(so wurden früher Computer-Speicher aufgebaut - ein Rinkern ein Bit).
Wird der Strom jetzt bei ungekehrter Phasenlage eingeschaltet kann der
Strom schon ein vielfaches des Nennstromes betragen.
Gerald
> Was kann an einem Ringkerntrafo denn so kaputt gehen, dass er mit einer
> "F 2A"-Sicherung noch ca 125 W von 185 W maximal verträgt und dann die
> Sicherung fliegt?
Moin,
rechnen wir das mal mit "geschönten" Zahlen:
Eine 1A Absicherung primärseitig lässt einen max.
Strom von 1A zu, dass sind 230V x 1A = 230W.
Dieses ist auch die maximale Leistung, die sekundärseitig
zur Verfügung steht.
Bei einer 2A Sicherung sind das schon 460 W.
Warum wird jetzt nur mit 1A Sicherung abgesichert? Der
Trafo ist für grössere Lasten nicht ausgelegt.
So, Du hast jetzt herausgefunden, dass bei einer 2A Sicherung
noch eine zusätzliche Last von 125W abverlangt werden kann.
460W - 125W = 335W. Diese Leistung muss schon vorher
irgendwo "verbraten" werden, höchstwahrscheinlich direkt
im Trafo. 335W (ca 1,5A) sind auch mehr als 230W,
die eine 1A Sicherung zulässt.
Egal ob superträge, träge, flink oder superflink, sie
wird immer durchbrennen.
Du kannst ja mal einen Versuch machen (aber mit grösster Vorsicht).
Bau wieder eine 2A Sicherung ein und lass den Trafo im Leerlauf
(d.h. ohne irgendwelche Leuchtmittel) laufen. Er müsste sich
relativ schnell sehr stark erhitzen.
> Was risikiere ich, wenn ich versuchsweise bis 10 A absichere?
Brandgeruch
Jörg
> Wem sagt die Bezeichnung "T1L 250V" auf einer Feinsicherung etwas?
Träge, 1A
> Ich
> habe immer noch das Gefühl, eine falsche bekommen zu haben. Eigentlich
> hätte ich eine "TT" (träge?) Sicherung für 1 Ampere gebraucht.
Da würde ich auf "extra-träge" (frag nicht, wie das korrekt heißt)
tippen. So etwas würde zu der Anwendung (Trafo mit - im Verhältnis zum
Betriebsstrom - sehr hohem Einschaltstromstoß) passen. Solche Spezial-
typen sind nicht handelsüblich.
Der nächsthöhere Wert (1,25 A träge) könnte mit dem Stromstoß klarkommen.
Sicherungen altern - könnt eine Ursache für den Defekt sein. Andererseits
kann der Trafo selber einen Defekt aufweisen. Wie sieht es denn aus, wenn
Du eine Lampe weniger betreibst?
Tschüß
GERD
--
Forth (F-PC) für Anfänger: "Brettis Forth Ecke", auch Eisenbahn/Modellbahn
in: BBS Chat Noir --> www.chatnoir.de
G.Brets...@jpberlin.de
Tel. 030-6734583
Definitiv falsch. Kurz vor Weihnachten brachte ein Kollege einen
Ringkerntrafo eines Halogensystems (4 x 35 W) mit. Gleichfalls mit
1 A T abgesichert, mit genau demselben Problem wie angefragt.
Stromzange ran ans Oszi, und siehe da: Trafo im Leerlauf brachte einen
Einschaltstrom von maximal 30 A für etwa 6 ms. Je nach Lage des
Schaltzeitpunktes bezügl. Augenblickswert der Wechselspannung, kann also
auch weniger sein.
(für Laien: von der Form her natürlich nicht rechteckförmig
30 A x 6 ms, sondern etwa wie eine Sinushalbwelle mit 6 ms Dauer)
Bei Belastung mit Widerständen entspr. des Lampenwiderstandes war's dann
eben 1 A mehr.
Soviel zu deiner Behauptung. Und: nein, ich hab jetzt nicht nach der
Sicherungskennlinie gesucht.
Eine 2,5 A T Sicherung half dann. Die lag grad rum. Ob 1,25A/1,6A/2A
auch schon geholfen hätte weiß ich daher nicht.
Helfen würde sicher auch ein elektronischer Halogentrafo entsprechender
Leistung. Soo teuer sind die ja auch nicht mehr.
fg und hth
Toralf
Jörg Leppin schrieb:
> rechnen wir das mal mit "geschönten" Zahlen:
> Eine 1A Absicherung primärseitig lässt einen max.
> Strom von 1A zu, dass sind 230V x 1A = 230W.
Schon falsch.
Es ist der Mindeststrom den sie im Dauerbetrieb verträgt.
Kurzzeitig kann der Strom deutlich höher sein, sonst würde
sie keinen Einschaltvorgang überleben.
Die Umgebungstemperatur spielt auch noch eine Rolle.
Gerald
> Da würde ich auf "extra-träge" (frag nicht, wie das korrekt heißt)
> tippen. So etwas würde zu der Anwendung (Trafo mit - im Verhältnis zum
> Betriebsstrom - sehr hohem Einschaltstromstoß) passen. Solche Spezial-
> typen sind nicht handelsüblich.
>
> Der nächsthöhere Wert (1,25 A träge) könnte mit dem Stromstoß klarkommen.
Dir stellvertretend für alle anderen Antworter vielen Dank!
Ich werde morgen (in einem anderen Geschäft) versuchen, eine 1A TT oder
1,25 T zu bekommen. Wenn es damit auch schief geht, wird der Trafo
entsorgt.
Ich danke Euch für die deutlichen Worte, obwohl ich gedacht habe, die
"normalen" Sicherungsautomaten würden einen Kurzschluss, der zum
Wohnungsbrand führen könnte, verhindern...
Ciao & gute Nacht, Mattias
> Klemmst Du die Lampe während dem Betrieb an oder oder schaltest Du
> hinterher ein?
Im ausgeschalteten Zustand, d. h. ich habe hinterher eingeschaltet...
> Kannst Du mal testweise machen wenn Du dabei bleibst mit einem
> griffbereiten Feuerlöscher...
Im Test hat mit einer 10 A T alles funktioniert, ohne dass sich der
Trafo (innerhalb von ca. 3 Minuten) deutlich erwärmte.
> Ein üblicher Defekt ist ein Windungschluss, dann würde die Sicherung
> aber sofort fliegen.
Beim Windungsschluss habe ich doch einen Kurzschluss auf der
Primärseite, der neben der Feinsicherung spätestens den
Sicherungsautomaten zum Auslösen bringen sollte, oder?
Egal, morgen probiere ich noch, eine 1 A TT bzw. 1,25 A T aufzutreiben,
sonst muss der Trafo weg. Mist!
Danke & tschüß, Matthias
> Ich danke Euch für die deutlichen Worte, obwohl ich gedacht habe, die
> "normalen" Sicherungsautomaten würden einen Kurzschluss, der zum
> Wohnungsbrand führen könnte, verhindern...
Machen sie auch. Allerdings sind sie zum Schutz der (fest verlegten)
_Leitung_ da. Sie heissen ja auch _Leitungs_ -schutzschalter.
Daher hat dein Trafo auch eine eigene _Geräte_ -sicherung, weil ein
_Leitungs_ -schutzschalter *kein* _Gerät_ schützt.
Mermgfurt
Detlef Neubauer
NP: Red Hot Chili Peppers - On Mercury
Matthias Arndt schrieb:
> Gerald Oppen <Gerald...@web.de> wrote:
>
>
>>Klemmst Du die Lampe während dem Betrieb an oder oder schaltest Du
>>hinterher ein?
>
>
> Im ausgeschalteten Zustand, d. h. ich habe hinterher eingeschaltet...
Dann probier es mal bei eingeschaltener Beleuchtung. Hält dann die
Sicherung ist es der Einschaltstrom...
>>Kannst Du mal testweise machen wenn Du dabei bleibst mit einem
>>griffbereiten Feuerlöscher...
>
>
> Im Test hat mit einer 10 A T alles funktioniert, ohne dass sich der
> Trafo (innerhalb von ca. 3 Minuten) deutlich erwärmte.
Dann ist es kein Windungsschluss.
> Beim Windungsschluss habe ich doch einen Kurzschluss auf der
> Primärseite, der neben der Feinsicherung spätestens den
> Sicherungsautomaten zum Auslösen bringen sollte, oder?
Das kommt darauf an wo der Schluss ist. Sind vorher noch ein
paar Windungen Kupfer im Stromfluss ist der Strom schnell unterhalb
des Auslösestroms.
Windungsschlüsse betreffen übrigens oft nur eine einzige Windung.
Das heiss die Primärwicklung arbeitet praktisch normal, Du hast aber
eine "Sekundärwicklung" mit einer Windung die Kurzgeschlossen ist.
Der Strom wird dann nur durch den Kupferwiderstand begrenzt und heizt
den Trafo kräftig ein...
Gerald
Detlef Neubauer schrieb:
> Daher hat dein Trafo auch eine eigene _Geräte_ -sicherung, weil ein
> _Leitungs_ -schutzschalter *kein* _Gerät_ schützt.
Als Bestätigung:
Im Haus gegenüber gab es vor ein paar Wochen einen Dachstuhlbrand wegen
eines defekten Halogentrafos...
Gerald
> Stromzange ran ans Oszi, und siehe da: Trafo im Leerlauf brachte einen
> Einschaltstrom von maximal 30 A für etwa 6 ms.
Yepp siehe http://www.tauscher-transformatoren.de/html/body_6_eup.html
Lutz
> Definitiv falsch. Kurz vor Weihnachten brachte ein Kollege einen
> Ringkerntrafo eines Halogensystems (4 x 35 W) mit. Gleichfalls mit
> 1 A T abgesichert, mit genau demselben Problem wie angefragt.
> Stromzange ran ans Oszi, und siehe da: Trafo im Leerlauf brachte einen
> Einschaltstrom von maximal 30 A für etwa 6 ms.
Das klingt verdächtig nach Windungsschluß in der Sekundärwicklung.
Wo sollen sonst die 30A herkommen.
-Schalter ein-Stromfluß in Primärkreis beginnt-Magnetfeldaufbau in PS-
Magnetfeldänderung in SS-Spannungsinduktion in SS-hoher Strom in
SS (bei Windungschluß)-Strom in SS steigt an-Magnetfeldaufbau in
SS-Magnetfeldänderung in PS-SPannungsinduktion in PS-hoher
Strom in PS-Sicherung fliegt
PS=Primärseite
SS=Sekundärseite
Sollte kein Wiindungsschluß in der Sekundärseite vorliegen,
induziert sich die Primärspule nur selber. Das nennt man induktiven
Wiederstand und begrenzt den Einschaltstrom.
Moin,
daher ja auch meine Einleitung, dass es "geschönte" Zahlen sind.
Übrigens, die Auslösechararakteristik, den Wirkungsgrad des
Transformators, die elektrischen
Eigenschaften des Transformators und noch andere Werte, die
zu einer ausführlichen Berechnung mit einfliessen würden, habe
ich auch nicht berücksichtigt.
Ich wollte nur aufzeigen, dass der Transformator nicht mehr in
Ordnung sein wird.
Wenn hier schon so auf die Auslösecharakteristik rumgeritten
wird, dann kann sicherlich auch erklärt werden, warum eine
1A träge durchbrennt, aber eine 2A flinke nicht, wenn es nur um
den Einschaltstrom geht.
Jörg
> dann kann sicherlich auch erklärt werden, warum eine 1A träge durchbrennt,
> aber eine 2A flinke nicht, wenn es nur um den Einschaltstrom geht.
Neenee:
1 A TT = Orginalbestückung, 1 x durchgebrannt (Alter, defektes
Leuchtmittel, defekter Trafo oder ...), leider bisher keinen Ersatz
bekommen
1 A T = als Ersatz x-fach durchgebrannt beim Einschalten
2 A F = als Ersatz ok bei 125W Leuchtmittel, durchgebrannt beim
Einschalten bei 145W Leuchtmittel
10 A T = als Test funktioniert, auch ohne Erwärmung, ist mir aber zu
gefährlich
Ich tippe immer noch auf einen zu hohen Einschaltstrom bei nicht
extra-trägen Sicherungen. Wahrscheinlich hätte sich das ganze Chaos
nicht ergeben, wenn ich eine Ersatzsicherung dem Orginal entsprechend
bekommen hätte. Heute starte ich noch einen Versuch, sonst muss die
Lampe bis zur nächsten Reichelt-Bestellung warten...
Jörg Leppin schrieb:
> Moin,
> daher ja auch meine Einleitung, dass es "geschönte" Zahlen sind.
>
> Übrigens, die Auslösechararakteristik, den Wirkungsgrad des
> Transformators, die elektrischen
> Eigenschaften des Transformators und noch andere Werte, die
> zu einer ausführlichen Berechnung mit einfliessen würden, habe
> ich auch nicht berücksichtigt.
An den Zahlen ist ja nichts auszusetzen, aber an der Formulierung
"maximaler Strom".
> Ich wollte nur aufzeigen, dass der Transformator nicht mehr in
> Ordnung sein wird.
Dass kann noch nicht sicher gesagt werden da bisher noch nicht
die vorgesehen Sicherung verwendet wurde.
Ein satter Windungschluss kann jedenfalls ausgeschlossen werden.
Gerald
Wie ist der Trafo eigentlich angeschlossen?
Mit Schutzleiter?
Über Steckdose?
kannst Du die "Polarität" mal wechseln, also P und N tauschen und
schauen ob sich was ändert?
Gerald
> Wie ist der Trafo eigentlich angeschlossen?
Mit Schutzleiter fest installiert als Deckentrafo. Was würde sich den
ändern, wenn ich Phase und Null tausche?
Ciao, Matthias
... sonst hiesse er ja auch 'Geräteschutzschalter' - oder noch besser
'hellseher', denn er müsste ja genau wissen was für Geräte angeschlossen
sind und wann es für eines davon kritisch wird ...
Jörg Leppin schrieb:
> Wenn hier schon so auf die Auslösecharakteristik rumgeritten
> wird, dann kann sicherlich auch erklärt werden, warum eine
> 1A träge durchbrennt, aber eine 2A flinke nicht, wenn es nur um
> den Einschaltstrom geht.
Nach dem Datenblatt von
http://www.eska-fuses.de/
hält eine Sicherung
2A Flink 10ms - 300ms bei 8A
1A TT 150ms - 3s bei 10A
1A T 20ms - 300ms bei 10A
Das zeigt zumindest mal dass TT erheblich länger einen hohen
Einschaltstrom verträgt als T, aber auch dass die Toleranzen recht gross
sind.
Gerald
Matthias Arndt schrieb:
> Mit Schutzleiter fest installiert als Deckentrafo. Was würde sich den
> ändern, wenn ich Phase und Null tausche?
Gibt manchmal interessante Effekte...
Im Praxissemster haben wir z.b. Trafos für ein Batterieladegerät
selbst gewickelt. Bei einem kam dann im Funktionstest raus
das in der einen Richtung die gewünschte Ladespannung von
irgendwas um die 14Volt zu messen waren, nach umdrehen des Steckers
aber 90V... Als Ursache hatte sich dann herausgestellt dass der Draht
von der Schutzwicklung zwischen Primär und Sekundärwicklung nicht
abisoliert wurde (Lackdraht) und so ohne elektrischen Kontakt
eingelötet wurde. Damit gab es ein Kapazitives "übersprechen"
von Sekundär auf Primärwicklung in Abhängikeit davon ob jetzt der
Wicklungsanfang oder das Wicklungsende auf Phase lag.
Doe Spannung brach bei Belastung natürlich recht schnell zusammen,
hatte aber schon eine Weile gedauert bis der Fehler entdeckt war.
So kann das Steckerdrehen eben manchmal auch helfen einem Fehler auf
die Spur zu kommen, und der Test lässt sich ja recht einfach durchführen.
Gerald
>On Fri, 2 Jan 2004 14:02:41 +0100, Matthias Arndt wrote:
>
>> Hat man mir vielleicht doch eine falsche Sicherung verkauft (nicht träge
>> genug, falsche Stromstärke)?
>T1L sagt mir leider nichts, aber wenn sie T = "träge" ist, ist sie
>wahrscheinlich nicht träge genug, da am Original TT "superträge" bedeutet.
>mfG
>Peter
1.Eine kaputte Sicherung hat zu 90% eine Ursache die NICHT an der
Sicherung zu suchen ist. Falls die Sicherung total schwarz geworden
sein sollte, lag garantiert ein Kurzschluss vor, der auch mit der 3.
Sicherung der richtigen Größe kaum behoben sein wird.
2. DA hilft nur vorher Fehler suchen. Kurzschluß durch kaputte oder zu
große Lampe, defekte Kabelisolation, Trafo mit Windungschluss usw. ?
HTH Gerd
Gerd schrieb:
> 1.Eine kaputte Sicherung hat zu 90% eine Ursache die NICHT an der
> Sicherung zu suchen ist. Falls die Sicherung total schwarz geworden
> sein sollte, lag garantiert ein Kurzschluss vor, der auch mit der 3.
> Sicherung der richtigen Größe kaum behoben sein wird.
>
> 2. DA hilft nur vorher Fehler suchen. Kurzschluß durch kaputte oder zu
> große Lampe, defekte Kabelisolation, Trafo mit Windungschluss usw. ?
Bisher sieht es noch so aus als ob er einfach nicht die richtige
Sicherung verwedet hat.
Gerald
> Wo sollen sonst die 30A herkommen.
Indem der Kern beim ersten Stromanstieg in die Sättigung kommt.
> Sollte kein Wiindungsschluß in der Sekundärseite vorliegen,
> induziert sich die Primärspule nur selber. Das nennt man induktiven
> Wiederstand und begrenzt den Einschaltstrom.
Aber nur solange dieser Widerstand auch da ist.
Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx