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Nasses Dach sinnvoll?

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Christian Müller

unread,
Aug 9, 2004, 2:23:12 PM8/9/04
to
Hallo Group,

bei diesen Temperaturen kommt man schon ins Grübeln,
was man dagegen tun kann.
Die Lösung kann unkonventionell, muß aber bezahlbar sein.
Mangels eigenen Hauses kann ich nicht testen, ob folgendes
eine Lösung wäre:

Wenn das Regenwasser eines nicht allzu hohen Hauses
sowieso in einem Regentank gesammelt wird, was spräche
dagegen, es wieder auf das Dach zu pumpen, um mittels
Verdunstungskälte das Haus von oben zu kühlen?

Mir fallen da nur zwei Kontras ein: Das ständige Geplätschere
und die einmaligen Anschaffungskosten für Pumpe, Schläuche
und Solar-Panel (elektrische Energie soll nicht dafür
ver(sch)wendet werden).

Gerade beim Schreiben fällt mir noch ein weiteres mögliches
Kontra ein: Verdunstet etwa soviel Wasser auf dem Dach, daß
es gar nicht möglich ist, soviel (kostenloses) Regenwasser
zu sammeln, wie nötig ist?


Gruß Christian
(hoffentlich bald Häuschenbesitzer)


Stephan Zabell

unread,
Aug 9, 2004, 3:40:13 PM8/9/04
to
"Christian Müller" <spamal...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:2nq0egF...@uni-berlin.de...
Dächer sind normalerweise gedämmt, so daß dieser Effekt wirkungslos ist.
Wäre dem nicht so, würden wir im Winter (wenn Schnee auf dem Dach liegt) gar
jämmerlich frieren.

schönen Abend
Stephan

Matthias Petri

unread,
Aug 9, 2004, 4:03:13 PM8/9/04
to
Hallo Christian,

"Christian Müller" schrieb:
snip


> es wieder auf das Dach zu pumpen, um mittels
> Verdunstungskälte das Haus von oben zu kühlen?

Den Gedanken hatten sicher schon viele, aber wenn dein Dach so schlecht
isoliert ist das Verdunstungskälte im Innenraum ankommt? Da behaupte ich
du solltest erstmal vernünftig isolieren.

> Mir fallen da nur zwei Kontras ein: Das ständige Geplätschere
> und die einmaligen Anschaffungskosten für Pumpe, Schläuche
> und Solar-Panel (elektrische Energie soll nicht dafür
> ver(sch)wendet werden).

Plätschern ist für viele eher angenehm. Daher gibt es schöne
Springbrunnen für Haus und Garten.


> Gerade beim Schreiben fällt mir noch ein weiteres mögliches
> Kontra ein: Verdunstet etwa soviel Wasser auf dem Dach, daß
> es gar nicht möglich ist, soviel (kostenloses) Regenwasser
> zu sammeln, wie nötig ist?

Ei, da müßt man mal nachrechnen... mach ich aber nicht und schätze deine
Bedenken treffen bei längerer Trockenheit zu. Unsere Zisterne wird mit
WC Spülung und Gartenbewässerung(Abends oder früh morgens, damit nicht
soviel verdunstet) Zeitweis stark beansprucht.


Du kannst die Verdunstungstheorie ja mal beim Auto testen.


Matthias Petri
--
CB400N BJ80 145Mm; XJ650 BJ81 174Mm(RIP); UT KTN125 BJ51 ?Mm; VX800 BJ93
54Mm, NSU MAX BJ53 ?Mm

Ingo Kiene

unread,
Aug 9, 2004, 4:07:15 PM8/9/04
to
On Mon, 9 Aug 2004 20:23:12 +0200, "Christian Müller"
<spamal...@yahoo.de> wrote:

>Hallo Group,
>
>bei diesen Temperaturen kommt man schon ins Grübeln,
>was man dagegen tun kann.
>Die Lösung kann unkonventionell, muß aber bezahlbar sein.
>Mangels eigenen Hauses kann ich nicht testen, ob folgendes
>eine Lösung wäre:
>
>Wenn das Regenwasser eines nicht allzu hohen Hauses
>sowieso in einem Regentank gesammelt wird, was spräche
>dagegen, es wieder auf das Dach zu pumpen, um mittels
>Verdunstungskälte das Haus von oben zu kühlen?

Wird teilweise bei Baucontainern praktiziert.
Dazu einfach die Ecken und Abläufe abkleben und einen Schlauch auf das
Dach. Nach Bedarf wird dann Wasser auf das Dach geleitet.
Bei einem Haus würde ich das jedoch nicht in großem Stil machen.
Pumpen und Wasser kosten Geld und wollen auch überwacht werden.

Gruß
Inge

e-a-ju...@t-online.de

unread,
Aug 9, 2004, 4:17:13 PM8/9/04
to

"Stephan Zabell" <mepr...@nurfuerspam.de> schrieb...

> Dächer sind normalerweise gedämmt, so daß dieser Effekt wirkungslos
ist.
> Wäre dem nicht so, würden wir im Winter (wenn Schnee auf dem Dach
liegt) gar
> jämmerlich frieren.

Blödsinn!;)
Latürnich funktioniert das!
Die Dämmung soll sowohl die Wärme drin halten (im Winter)
als auch die Wärme draussen halten (im Sommer).
Das funktioniert latürnich nicht 100 %ig.
Also bringt es sehr wohl etwas, sogar einiges, wenn man
den Wärmeeintrag unters Dach durch Verdunstungskälte auf
dem Dach reduziert.
mfg
Ernst-August


steffen heinz

unread,
Aug 9, 2004, 4:15:06 PM8/9/04
to
Christian Müller wrote:

>
> Wenn das Regenwasser eines nicht allzu hohen Hauses
> sowieso in einem Regentank gesammelt wird, was spräche
> dagegen, es wieder auf das Dach zu pumpen, um mittels
> Verdunstungskälte das Haus von oben zu kühlen?

wir schon gemacht...

>
> Mir fallen da nur zwei Kontras ein: Das ständige Geplätschere
> und die einmaligen Anschaffungskosten für Pumpe, Schläuche
> und Solar-Panel (elektrische Energie soll nicht dafür
> ver(sch)wendet werden).

soooo viel wasser brauchst du dafur nicht.

> Gerade beim Schreiben fällt mir noch ein weiteres mögliches
> Kontra ein: Verdunstet etwa soviel Wasser auf dem Dach, daß
> es gar nicht möglich ist, soviel (kostenloses) Regenwasser
> zu sammeln, wie nötig ist?

kommt auf das wetter an und die speichermöglichkeit! im lezten jahr hätte es
vielleict probleme gegeben


steffen


Johannes Dressel

unread,
Aug 9, 2004, 4:33:10 PM8/9/04
to
Christian Müller <spamal...@yahoo.de> wrote:

Hallo,

ich habe das einigemale in Niedersachsen und in Friesland gesehen.
Da wurden die Dächer leicht besprenkelt.
Ich habe seinerzeit einmal mit einem Bauer gesprochen, der das
praktiziert hat und er hatte mir von guten Erfahrungen berichtet.
Eigene Erfahrungen -> nein.

Gruß
Johannes

--
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur
auf der Rückseite dieser Mail!

Günter Obereder

unread,
Aug 10, 2004, 6:12:01 AM8/10/04
to
Also vor allem bei Blechdächern kann ich mir das schon vorstellen!
Da Wasser ja Wärme ca. 20-mal besser leitet als Luft ...
Abspritzen von Terassenböden, damit man wieder drauf gehen kann hilft ja
auch ...

Greets, Günter

Reiner Stenzel

unread,
Aug 10, 2004, 1:05:06 PM8/10/04
to
Günter Obereder wrote:
[...]

> Da Wasser ja Wärme ca. 20-mal besser leitet als Luft ...
[...]

Meinst du wirklich?
Mir ist sowas wie:
Wasser = 0,6 W/mK
Luft = 0,003 W/mK
im Hinterkopf.

Entscheident für die Kühlung ist ja aber auch nicht die Wärmeleitung (im
Idealfall kommt kein Tropfen in der Dachrinne mehr an), sondern die
aufgenommene Verdunstungsenergie.

Wieviel das wirklich bringt, hängt aber stark vom Dachaufbau ab.

--
_____
|____)
|\einer

Ozan Ayyüce

unread,
Aug 10, 2004, 2:31:23 PM8/10/04
to
Christian Müller:

> Wenn das Regenwasser eines nicht allzu hohen Hauses
> sowieso in einem Regentank gesammelt wird, was spräche
> dagegen, es wieder auf das Dach zu pumpen, um mittels
> Verdunstungskälte das Haus von oben zu kühlen?

Diesen Umweg kann man sich auch sparen und das Wasser mit einer
Dachbegrünung auf dem Dach halten. Und das nutzt wirklich was.

Ozan

Günter Obereder

unread,
Aug 10, 2004, 5:36:30 PM8/10/04
to
"Reiner Stenzel" <Rei...@nurfuerspam.de> schrieb im Newsbeitrag
news:2nsdi4F...@uni-berlin.de...

> Günter Obereder wrote:
> [...]
> > Da Wasser ja Wärme ca. 20-mal besser leitet als Luft ...
> [...]
>
> Meinst du wirklich?
> Mir ist sowas wie:
> Wasser = 0,6 W/mK
> Luft = 0,003 W/mK
> im Hinterkopf.

meines Wissens:
Wasser: 0,6 W/m*K
Luft: 0,024 W/m*K

> Entscheident für die Kühlung ist ja aber auch nicht die Wärmeleitung (im
> Idealfall kommt kein Tropfen in der Dachrinne mehr an), sondern die
> aufgenommene Verdunstungsenergie.

kommt drauf an, ob du durch Verdunstung oder durch kühlere Wassertemperatur
das Dach abkühlen willst.
Im Normalfall wird es wohl beides sein.

Greets, Günter


Christian Müller

unread,
Aug 11, 2004, 2:27:13 AM8/11/04
to
Matthias Petri schrieb:

> Unsere Zisterne wird mit WC Spülung und Gartenbewässerung
> (Abends oder früh morgens, damit nicht> soviel verdunstet)
> Zeitweis stark beansprucht.

Für wie lange hält denn eine Zisternenfüllung bei welcher
Gartengröße?
An die Regenwassernutzung für das WC habe ich nämlich auch
schon gedacht, diese Idee aber eingestellt, weil ich mir
da vorgestellt habe, daß das Wasser *dann* erst recht nicht reicht.


> Du kannst die Verdunstungstheorie ja mal beim Auto testen.

Wird etwas schwierig, weil das Wasser wohl eher vom Auto
abrutschen, als verdunsten wird:-)


Gruß Christian


Christian Müller

unread,
Aug 11, 2004, 2:32:46 AM8/11/04
to
Ingo Kiene schrieb:

> Wird teilweise bei Baucontainern praktiziert.

Ich bin erstaunt; so dumm war dann meine Idee nicht:-)

> Bei einem Haus würde ich das jedoch nicht in großem Stil machen.
> Pumpen und Wasser kosten Geld und wollen auch überwacht werden.

Das Wasser ist ja kostenlos, da Regenwasser. Aber wahrscheinlich
würde die Anlage schneller verschmutzen, als mir lieb ist, weil
der Dreck vom Dach ja immer wieder auf das Dach gepumpt wird.


Gruß Christian


Christian Müller

unread,
Aug 11, 2004, 2:38:57 AM8/11/04
to
steffen heinz schrieb:

>> [Wasser auf das Dach]

> soooo viel wasser brauchst du dafur nicht.

Das lässt sich ja ausprobieren:
An einem heißen Tag kann ich ja mal soviel Wasser auf das
Dach kippen, bis es fast in die Regenrinne läuft und dann
messen, wie lange es dauert, bis es verdunstet ist.

Diese Menge bestimmt ja auch die Minimalförderleistung
der Pumpe, die via Solarzelle versorgt werden will/muß.


Gruß Christian


Christian Müller

unread,
Aug 11, 2004, 2:41:03 AM8/11/04
to
Johannes Dressel schrieb:

> ich habe das einigemale in Niedersachsen und in Friesland gesehen.
> Da wurden die Dächer leicht besprenkelt.

Hmm, da mir keine davon abrät, bekomme ich immer stärkeres
Interesse, das einfach mal zu probieren.
Schaden kann das ja nun wirklich nicht:-)


Gruß Christian


Christian Müller

unread,
Aug 11, 2004, 2:47:13 AM8/11/04
to
Ozan Ayyüce schrieb:

>>[Wasser auf das Dach]

> Diesen Umweg kann man sich auch sparen und das Wasser mit einer


> Dachbegrünung auf dem Dach halten. Und das nutzt wirklich was.

Hmm, sowas habe ich schonmal im Fernsehen gesehen.
Aber hält die Begrünung auch auf schrägen Dächern?


Gruß Christian


Jochen Kriegerowski

unread,
Aug 11, 2004, 3:54:48 AM8/11/04
to
"Christian Müller" <spamal...@yahoo.de> schrieb

> Hmm, sowas habe ich schonmal im Fernsehen gesehen.
> Aber hält die Begrünung auch auf schrägen Dächern?

Ab 10° Neigung braucht man Schubschwellen (waagerecht ver-
legte Kanthölzer) zur Absicherung gegen Abrutschen.
Bis 30° sind dann gar kein Problem. Es geht aber notfalls auch
bei steileren Dächern.

Gruß
Jochen

Reiner Stenzel

unread,
Aug 11, 2004, 6:49:43 AM8/11/04
to
Günter Obereder wrote:

> "Reiner Stenzel" <Rei...@nurfuerspam.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:2nsdi4F...@uni-berlin.de...
>
>>Günter Obereder wrote:
>>[...]
>>
>>>Da Wasser ja Wärme ca. 20-mal besser leitet als Luft ...
>>

>

> meines Wissens:
> Wasser: 0,6 W/m*K
> Luft: 0,024 W/m*K
>

Das ist deutlich richtiger als die Residualien aus meinem Hinterkopf.
Zänks

>>Entscheident für die Kühlung ist ja aber auch nicht die Wärmeleitung (im
>>Idealfall kommt kein Tropfen in der Dachrinne mehr an), sondern die
>>aufgenommene Verdunstungsenergie.
>
>
> kommt drauf an, ob du durch Verdunstung oder durch kühlere Wassertemperatur
> das Dach abkühlen willst.
> Im Normalfall wird es wohl beides sein.

Nicht ganz. Wenn die geringere Temperatur wirken soll, dann ist weniger
die Wärmeleitung (durch den dünnen Wasserfilm) als vielmehr die
Wärmekapazität die entscheidende Größe.
Und hier ist nicht der Faktor von ca. 4 für unseren Einsatz interessant,
sondern die tatsächlich enthaltene Energie.
Luft : 1,01 kJ/kg*K
Wasser: 4,18 kJ/kg*K

Bei vollständiger Ausnutzung eines Temperaturunterschiedes von
vielleicht 40 °C bekommen wir aus dem Liter Wasser also ca. 170 kJ an
"Kühlenergie" aus der Wärmekapazität.
Die Verdunstung desselben Liters "liefert" hingegen rund 2,25 MJ (0,6 kWh).
Ich würde also immer versuchen, möglichst wenig Wasser zu verplempern
und den Durchfluss so zu regeln, dass fast keine Wasser mehr in der
Rinne ankommt.


--
_____
|____)
|\einer

Gerd Kluger

unread,
Aug 12, 2004, 4:57:05 AM8/12/04
to
"Reiner Stenzel" <Rei...@nurfuerspam.de> wrote ...

> Bei vollständiger Ausnutzung eines Temperaturunterschiedes von
> vielleicht 40 °C bekommen wir aus dem Liter Wasser also ca. 170 kJ an
> "Kühlenergie" aus der Wärmekapazität.
> Die Verdunstung desselben Liters "liefert" hingegen rund 2,25 MJ (0,6 kWh).
> Ich würde also immer versuchen, möglichst wenig Wasser zu verplempern
> und den Durchfluss so zu regeln, dass fast keine Wasser mehr in der
> Rinne ankommt.

Genau. Und welcher Temperaturunterschied wird denn übrigbleiben,
wenn die Brühe erst dreimal über das Dach gelaufen ist?

Gruß
Gerd

Gerd Kluger

unread,
Aug 12, 2004, 4:52:45 AM8/12/04
to
"Christian Müller" <spamal...@yahoo.de> wrote ...

> steffen heinz schrieb:
>
> >> [Wasser auf das Dach]
>
> > soooo viel wasser brauchst du dafur nicht.

Ich behaupte das Gegenteil. Er wird Unmengen davon brauchen
(insbesondere wenn die Ziegel unglasiert sind).

> Das lässt sich ja ausprobieren:
> An einem heißen Tag kann ich ja mal soviel Wasser auf das
> Dach kippen, bis es fast in die Regenrinne läuft und dann
> messen, wie lange es dauert, bis es verdunstet ist.

So geht es nicht, Du mußt schon realistische Bedingungen
schaffen, d.h. da Du Dein Dach ja konstant bewässern willst,
mußt Du das auch während des Tests machen.

Gruß
Gerd

steffen heinz

unread,
Aug 12, 2004, 5:43:55 AM8/12/04
to
Gerd Kluger wrote:
>
> Genau. Und welcher Temperaturunterschied wird denn übrigbleiben,
> wenn die Brühe erst dreimal über das Dach gelaufen ist?

wenn die brühe 3 mal drübergelaufen ist machst du was falsch!
die brühe soll eben so eben nict in der dachrinne ankommen!
was kült ist nict die wassertempratur sondern die verdunstungskälte


steffen


Christian Müller

unread,
Aug 12, 2004, 2:48:59 AM8/12/04
to
Jochen Kriegerowski schrieb:

>>[grünes Dach, statt nasses Dach]

> Ab 10° Neigung braucht man Schubschwellen (waagerecht ver-
> legte Kanthölzer) zur Absicherung gegen Abrutschen.
> Bis 30° sind dann gar kein Problem. Es geht aber notfalls auch
> bei steileren Dächern.

Ich bin überrascht.
Das sind ja schon ein paar Möglichkeiten, die ich in meine
bautechnischen Gedanken einfließen lassen kann, wenn ich dann
Besitzer des Dachs (mit Haus drunter) bin.


Gruß Christian


Christian Müller

unread,
Aug 12, 2004, 6:36:09 AM8/12/04
to
ich danke der Group für die zahlreichen Anregungen.

Gerd Kluger

unread,
Aug 12, 2004, 12:16:25 PM8/12/04
to
"steffen heinz" <nospam_a...@cityweb.de> wrote ...

Bester Steffen, ich habe das sehr wohl verstanden, ich bezog mich
ja nur auf die - auch meines erachtens wahnwitzige Idee - den
Temperaturunterschied auszunutzen zu wollen.

Gruß
Gerd

steffen heinz

unread,
Aug 12, 2004, 1:24:20 PM8/12/04
to
Gerd Kluger wrote:
> "steffen heinz" <nospam_a...@cityweb.de> wrote ...

> Bester Steffen, ich habe das sehr wohl verstanden, ich bezog mich
> ja nur auf die - auch meines erachtens wahnwitzige Idee - den
> Temperaturunterschied auszunutzen zu wollen.

ach so...
wer hatte denn die blöde idee ;-)

steffen


Günter Obereder

unread,
Aug 12, 2004, 2:14:15 PM8/12/04
to
Also ihr habt sicher recht!
Mir ist es eher um die Geschwindigkeit gegangen, als um die Kühlleistung pro
Menge.

Hab grad eine 2-tägige Motorrad-Tour hinter mir.
Hitze-Blitze!!!
Wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, ob ich mich nach dem
Aus-der-Montur-schälen mit einer Sprühflasche oder mit einem Sprung in den
Pool abkühlen hätte sollen ... ich wär wieder in den Pool gesprungen ;-)

Greets, Günter


Christian Müller

unread,
Aug 12, 2004, 3:57:03 PM8/12/04
to
Gerd Kluger schrieb:

> > An einem heißen Tag kann ich ja mal soviel Wasser auf das
> > Dach kippen, bis es fast in die Regenrinne läuft und dann
> > messen, wie lange es dauert, bis es verdunstet ist.
>
> So geht es nicht, Du mußt schon realistische Bedingungen
> schaffen, d.h. da Du Dein Dach ja konstant bewässern willst,
> mußt Du das auch während des Tests machen.

Damit wollte ich einen Grenzwert ermitteln.
Wenn ich 10 Liter Wasser auf dem aufgeheizten Dach verschütte
und davon kommt nichts in der Rinne an, muß es ja verdunsten.
Wenn das Verdunsten 1 Minute dauert, würde ich also 10L/min ->
600L/h -> 6000L/d verbrauchen (mein Tag hat 10 Stunden:-) ).
Die Regentonne (eher ein -Tank) müsste also entsprechend
groß dimensioniert sein.

In der Praxis wird das weniger sein, weil 10 Liter Flüssigkeit
schon eine ziemlich große Fläche benetzen und weil nach dem
ersten "Durchlauf" die Dachtemperatur sinkt (was ja Zweck der
ganzen Aktion ist).
Will sagen: Da ich überhaupt keine Idee habe, wieviel Wasser
ich da brauche, kommt mir diese Grenzwertrechnung ganz recht.
Auf jeden Fal geht das wohl nicht ohne einen Versuch:-)

Wenn aber die Bewässerung alleine mit Regenwasser und Sonnenlicht
für die Pumpe auskommt, ist das eine umweltfreundliche und
preiswerte Alternative zu einer Klimaanlage.


Gruß Christian


Gerd Kluger

unread,
Aug 13, 2004, 5:54:56 AM8/13/04
to
"Christian Müller" <spamal...@yahoo.de> wrote ...
> Gerd Kluger schrieb:
>
> > > An einem heißen Tag kann ich ja mal soviel Wasser auf das
> > > Dach kippen, bis es fast in die Regenrinne läuft und dann
> > > messen, wie lange es dauert, bis es verdunstet ist.
> >
> > So geht es nicht, Du mußt schon realistische Bedingungen
> > schaffen, d.h. da Du Dein Dach ja konstant bewässern willst,
> > mußt Du das auch während des Tests machen.
>
> Damit wollte ich einen Grenzwert ermitteln.
> Wenn ich 10 Liter Wasser auf dem aufgeheizten Dach verschütte
> und davon kommt nichts in der Rinne an, muß es ja verdunsten.
> Wenn das Verdunsten 1 Minute dauert, würde ich also 10L/min ->
> 600L/h -> 6000L/d verbrauchen (mein Tag hat 10 Stunden:-) ).
> Die Regentonne (eher ein -Tank) müsste also entsprechend
> groß dimensioniert sein.

Sorry Christian, aber Deine Abschätzung ist total Panne.
Wenn von den 10 Litern nichts ankommt, kann es auch einfach sein,
dass sich die Ziegel vollgesogen haben. Außerdem kannst Du
nicht einfach 10 Liter Wasser runterkippen und dann warten, bis
das Dach wieder trocken ist. Dann spielt die Temperatur des
Daches auch noch eine Rolle und die ist anders wenn da schon
stundenlang Wasser drübergelaufen ist. Um eine einigermassen
sinnvolle Aussage machen zu können, müsstest Du einen genau
definierten Bereich des Daches erstmal mit dem Schlauch
vorwässern (ich würde sagen mindestens ne Viertel Stunde),
dann ab einem bestimmten Zeitpunkt die Wasseruhr ablesen
(lassen) und das Wasser aus der Rinne auffangen. Da Du da sowieso
schon ne Menge Messfehler drin hast, würd ich das wenigstens
ne weitere Viertel Stunde laufen lassen. So, und dann musst
Du noch möglichst genau! die Dachfläche bestimmen, die Du
da beregnet hast.

Aber meiner m.M. nach kannst Du Dir die Arbeit auch sparen ;-)

Gruß
Gerd

Christian Müller

unread,
Aug 15, 2004, 11:33:02 AM8/15/04
to
Gerd Kluger schrieb:

> Um eine einigermassen sinnvolle Aussage machen zu können,
> müsstest Du einen genau definierten Bereich des Daches

> erstmal mit dem Schlauch vorwässern [...]

> Aber meiner m.M. nach kannst Du Dir die Arbeit auch sparen ;-)

Meine Arbeitsleistung stelle ich mir nicht in Rechnung und einem
Kind kannst du nicht sagen, daß eine Herdplatte heiß ist:-)

Aber du hast mir einen Tipp gegeben, wie ich meine Theorie
ohne große Investition prüfen kann:
Ich werde einfach nur eine Hälfte des Dachs bewässern und
die Temperatur direkt unter den Ziegeln messen - sowohl auf
der nassen Seite, als auf der trockenen Seite und als dritten
Wert die Raumtemperatur.

Entweder verwende ich dafür Regenwasser aus dem Tank oder ich
fülle ein Platschbecken mit Wasser und lasse das den Tag über
in der Sonne stehen.
Somit habe ich eine ähnliche Wassertemperatur, wie im Regentank.
Denn meine oberste Forderung an das Projekt ist: Es soll kein
Frischwasser und kein Strom aus dem Leitungsnetz entnommen
werden.

Wenn die Anlage im Unterhalt nichts kostet (außer alle paar
Tage mal die Verschmutzungen vom Dach fegen), kann sie ruhig
einen schlechten Wirkungsgrad haben - sofern eine spürbare
Abkuhlung eintritt.

Die Alternative wäre eine Klimaanlage, die deutliche Kosten
verursacht. Soweit kenne ich mich schon, daß ich die Anlage
auch intensiv einsetzen würde.


Gruß Christian


Matthias Petri

unread,
Aug 17, 2004, 5:07:01 PM8/17/04
to
Hallo Christian,

"Christian Müller" schrieb:
snip


> Für wie lange hält denn eine Zisternenfüllung bei welcher
> Gartengröße?

Witterungsabhängig und je nach Bewässerungsverhalten, letztes Jahr waren
nach vier Wochen die sechs Kubikmeter definitiv alle und es wurde
Frischwasser nachgefüllt.

> An die Regenwassernutzung für das WC habe ich nämlich auch
> schon gedacht, diese Idee aber eingestellt, weil ich mir
> da vorgestellt habe, daß das Wasser *dann* erst recht nicht reicht.

Bei normaler Niederschlagshäufigkeit(so rein statistisch gesehen) langen
die sechs Kubikmeter Zisterne bei einer Entwässerungsfläsche um die 150
Quadratmeter schon.

> > Du kannst die Verdunstungstheorie ja mal beim Auto testen.
>
> Wird etwas schwierig, weil das Wasser wohl eher vom Auto
> abrutschen, als verdunsten wird:-)

Dächer sind normal auch darauf ausgelegt, daß Wasser davon abfließt,
also ist der Vergleich doch gegeben. Ich wollt damit sagen, dass du
keine merkliche Kühlung hinbekommst.

Matthias Petri

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Aug 27, 2004, 10:04:27 AM8/27/04
to
On Wed, 11 Aug 2004, Christian Müller wrote:

> Matthias Petri schrieb:


>
> > Du kannst die Verdunstungstheorie ja mal beim Auto testen.
>
> Wird etwas schwierig, weil das Wasser wohl eher vom Auto
> abrutschen, als verdunsten wird:-)

Wir haben das mal im Urlaub (Ruhetag auf dem Campingplatz) gemacht. Ein
paar alte Bettlaken, die wir dabei hatten, oben auf Dach, Front- und
Heckscheibe vom Passat, ordentlich mit Wasser getraenkt. Wird wirklich
kuehler. AFAIR ca. 5 l in 2 h.

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