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Alternative für Gipskarton im Keller gesucht.

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Ralph Altmann

unread,
Oct 22, 2001, 7:31:15 AM10/22/01
to
Hallo,

was würdet Ihr als Alternative für Gipskarton im Keller empfehlen? Ich
glaube mich zu erinnern, daß Andrea hier mal von Gipskarton im Keller
prinzipiell abgeraten hat. Mein Vorhaben: Installationsleitungen in
Waschküche sollen verdeckt werden, später soll die Wand auch gefliest
werden. Meine erste Idee war: 7,5cm Porenbeton als "Abstandhalter, darauf
vollflächig 5-cm-Porenbeton. Macht aber viel Arbeit, die PB-Steine glatt
aufzumauern. Große Platten wären besser (und auch dünner, 2-3 cm reichen ja
wohl). Fermacell nehmen, oder gibts noch was besseres?

Danke für alle Tips.

--
ne...@RalphAltmann.de

Bildbearbeitung und vieles mehr:
http://www.RalphAltmann.de

Biebl Robert

unread,
Oct 22, 2001, 2:44:11 PM10/22/01
to

Ralph Altmann <ne...@RalphAltmann.de> schrieb in im Newsbeitrag:
Xns9142897ED644An...@62.153.159.134...

> Hallo,
>
> was würdet Ihr als Alternative für Gipskarton im Keller empfehlen? Ich
> glaube mich zu erinnern, daß Andrea hier mal von Gipskarton im Keller
> prinzipiell abgeraten hat. Mein Vorhaben: Installationsleitungen in
> Waschküche sollen verdeckt werden, später soll die Wand auch gefliest
> werden. Meine erste Idee war: 7,5cm Porenbeton als "Abstandhalter, darauf
> vollflächig 5-cm-Porenbeton. Macht aber viel Arbeit, die PB-Steine glatt
> aufzumauern. Große Platten wären besser (und auch dünner, 2-3 cm reichen
ja
> wohl). Fermacell nehmen, oder gibts noch was besseres?
>
> Danke für alle Tips.

Hallo Ralph
Versuchs vielleicht mit wasserfesten Spanplatten. Die ziehen die
Feuchtigkeit
nicht so an wie Gipskarton und sind auch einfach zu verarbeiten. Mit dem
entsprechenden Kleber sind sie auch jederzeit problemlos zu fliesen.
Vorher evtl. grundieren.
viel Erfolg

Robert

Michael Petter

unread,
Oct 22, 2001, 5:34:04 PM10/22/01
to

> "Ralph Altmann" <ne...@RalphAltmann.de

> Hallo,
>
> was würdet Ihr als Alternative für Gipskarton im Keller empfehlen? Ich
> glaube mich zu erinnern, daß Andrea hier mal von Gipskarton im Keller
> prinzipiell abgeraten hat. Mein Vorhaben: Installationsleitungen in
> Waschküche sollen verdeckt werden, später soll die Wand auch gefliest
> werden. Meine erste Idee war: 7,5cm Porenbeton als "Abstandhalter, darauf
> vollflächig 5-cm-Porenbeton. Macht aber viel Arbeit, die PB-Steine glatt
> aufzumauern. Große Platten wären besser (und auch dünner, 2-3 cm reichen ja
> wohl). Fermacell nehmen, oder gibts noch was besseres?
>
> Danke für alle Tips.

Hallo Ralph!

Habe auch vor einen Kellerraum auszubauen. Mir erschien die Lösung mit den
Gipsplatten auch recht praktisch. Hatte deswegen in versch. Foren
gepostet. Alles lief darauf hinaus, <keine> Gipskartonplatten an die Wände zu
montieren. Das Problem der Schimmelbildung zwischen Mauerwerk und Platten
sei zu hoch.
Selbst ein Außendienstmitarbeiter von Fermacell war Vorort. Dieser
Mann, der ja eigentlich Umsatz machen muß, hat mir davon abgeraten. Mir bleibt
nichts anderes übrig, als Schlitze zu kloppen.
Ich muß dazu sagen, das mein Keller nicht, bzw. kaum gegen Feuchtigkeit
geschützt ist. Wie es bei einem Neubau mit sehr guter Dämmung aussieht,
weiß ich nicht.

Hoffe konnte ein wenig helfen

Gruß
Micha


--
Exklusive handgefertigte Stahlmöbel & Wohnaccessoirs

www.stahl-mit-stil.de

Andrea Glatthor

unread,
Oct 22, 2001, 7:29:34 PM10/22/01
to
Hallo ihr beiden,

"Michael Petter" <m.pe...@stahl-mit-stil.de> schrieb:
> "Ralph Altmann" <ne...@RalphAltmann.de

>> was würdet Ihr als Alternative für Gipskarton im Keller empfehlen? Ich
>> glaube mich zu erinnern, daß Andrea hier mal von Gipskarton im Keller
>> prinzipiell abgeraten hat.

Jo, hab' ich. :->

>> Mein Vorhaben: Installationsleitungen in
>> Waschküche sollen verdeckt werden, später soll die Wand auch gefliest
>> werden.

Waschküche liest sich schon feucht. Da wäre Gips ganz generell (also
auch unabhängig ob nun mit oder ohne Papier) der IMHO falsche Baustoff.

>> Meine erste Idee war: 7,5cm Porenbeton als "Abstandhalter, darauf
>> vollflächig 5-cm-Porenbeton. Macht aber viel Arbeit, die PB-Steine glatt
>> aufzumauern. Große Platten wären besser (und auch dünner, 2-3 cm reichen ja
>> wohl). Fermacell nehmen, oder gibts noch was besseres?

> Habe auch vor einen Kellerraum auszubauen. [... Experten raten von Gips ab ...]


> Mir bleibt nichts anderes übrig, als Schlitze zu kloppen.

Du meinst damit, dass Du jetzt putzt, oder?

Da bei Ralph Installationsleitungen verdeckt werden sollen, wird das bei
ihm wohl nicht gehen.

> Ich muß dazu sagen, das mein Keller nicht, bzw. kaum gegen Feuchtigkeit
> geschützt ist. Wie es bei einem Neubau mit sehr guter Dämmung aussieht,
> weiß ich nicht.

Auch nicht besser. Es sei denn, der Keller ist als ganz normaler
Wohnraum geplant und gebaut worden, mit allem drum und dran. Das ist
eigentlich nie der Fall (viel zu teuer). Und dann braucht man nicht mehr
nachträglich irgendwas vor die Wände zu setzen, weil ja schon alles
vorhanden ist. ;-)

Andrea
--
Die Linkliste http://www.d-r-h.de/links/ und die
Linkdatenbank http://www.d-r-h.de/db/ von de.rec.heimwerken.

Ralph Altmann

unread,
Oct 23, 2001, 3:57:43 AM10/23/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> schrieb in
<9r2h5t.3...@svbuc.de>:

(...)


>Waschküche liest sich schon feucht. Da wäre Gips ganz generell (also
>auch unabhängig ob nun mit oder ohne Papier) der IMHO falsche Baustoff.
>

(...)

...und dann soll in eine Ecke auch noch eine Dusche, später evtl auch noch
eine Sauna hinein.
Was würdest Du raten? Doch mit Porenbeton hochmauern? V-100-Spanplatten, wie
es Robert Bibl empfohlen hat? Ich hab beim Fliesenhändler auch noch solche
kaschierten Dämmplatten gesehen, relativ fest, in mehreren Dicken.

Die Duschecke kommt an die Innenwand, Dämmung sicher nicht nötig. Allerdings
muß auch ein Stück Außenwand auf diese Weise verkleidet werden, wo mir
zusätzliche Dämmung schon lieb wäre. Ja, ich weiß um die Probleme der
Innendämmung von Außenwänden, deshalb wäre hier Porenbeton wohl auch die
bessere Wahl (feuchtigkeitsbeständig), oder? Oder tropft das Tauwasser dann
hinter der Installationswand runter? Wäre ein Argument für diffusionsdichte
Dämmplatten, auf denen man direkt fliesen kann.

Gruß,
Ralph

Werner Reimann

unread,
Oct 23, 2001, 7:11:35 AM10/23/01
to
ne...@RalphAltmann.de (Ralph Altmann) wrote:


>....und dann soll in eine Ecke auch noch eine Dusche, später

>evtl auch noch
>eine Sauna hinein.
>Was würdest Du raten? Doch mit Porenbeton hochmauern?


Mit genügend Pech und Feuchtigkeit löst sich die oberste Schicht vom Porenbeton,
und die Fliesen werden locker.


>V-100-Spanplatten, wie es Robert Bibl empfohlen hat?


Halten zwar Feuchtigkeit aus, bewegen sich aber. V 100 heißt nicht, daß die
Dinger "tot" sind, sondern nur, daß die Verleimung Feuchtigkeit verträgt.


>Ich hab beim Fliesenhändler auch noch solche
>kaschierten Dämmplatten gesehen, relativ fest, in mehreren
>Dicken.


Die können wenigstens nicht vergammeln und sind guter Untergrund für Fliesen.
>
Alternative dazu: Eternit Duripanel. Die darf auch außen und statisch belastet
eingesetzt werden. Wasser wird ihr also nicht schaden.
Ist auch sehr hart und stabil, dafür nicht billig. Aber die Wediplatten sind auch
teuer.


Viele Grüße
Werner
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

W. Wacker

unread,
Oct 23, 2001, 2:48:49 PM10/23/01
to
Ralph Altmann:

[Gipskarton im Keller?]

Hi Ralph!

Ich habe seit sechs Jahren Gipskarton im Keller.
Sogar im Waschkeller. Damit habe ich bisher keine
Schimmelprobleme.

Und letztes Jahr habe ich in meinem Keller ein
kleines Büro abgezwackt. Mit Vierkantholz und
mit Gipskarton beplankt. Auch keine Probleme.

Und das, obwohl ich einen hohen Sporenanteil
in der Raumluft habe, weil' s bei mir im Schlafzimmer
wegen einer Kältebrücke (Baumangel) schimmelt.
(Dort ist aber kein Gipskarton sondern Putz)

Ausgehend von meiner Erfahrung spricht eigentlich
nichts gegen Gipskarton im Keller.

Gruß Winfried


Martin Benecke

unread,
Oct 24, 2001, 3:21:58 AM10/24/01
to
>Ich habe seit sechs Jahren Gipskarton im Keller.
>Sogar im Waschkeller. Damit habe ich bisher keine
>Schimmelprobleme.

Na das ist doch mal was gutes. Habe mich nämlich auch gerade dazu
entschlossen mit Gipsplatten den Keller zu verputzen. Aber sicherlich kann
man Deine gute Erfahrung auch nicht pauschaliesieren. Das hängt wohl ganz
entscheidend von der Isolation des Kellers ab und der Bodenbeschaffenheit
ausserhalb des Kellers. Ist der Boden ausserhalb des Kellers sehr nass, dann
ist das Problem sicher grösser als bei einem "trockenen" Boden. Bei uns z.B.
ist nur roter Sand, der nur wenig Feuchtigkeit enthält.

Gruß

Martin


Andrea Glatthor

unread,
Oct 24, 2001, 11:37:41 AM10/24/01
to
Hallo Ralph,

ne...@RalphAltmann.de (Ralph Altmann) schrieb:
> Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> schrieb

>> Waschküche liest sich schon feucht. Da wäre Gips ganz generell (also
>> auch unabhängig ob nun mit oder ohne Papier) der IMHO falsche Baustoff.

> ...und dann soll in eine Ecke auch noch eine Dusche, später evtl auch noch
> eine Sauna hinein.

Uiii. Das gibt hohe Luftfeuchtigkeit. :-)

> Was würdest Du raten? Doch mit Porenbeton hochmauern? V-100-Spanplatten, wie
> es Robert Bibl empfohlen hat? Ich hab beim Fliesenhändler auch noch solche
> kaschierten Dämmplatten gesehen, relativ fest, in mehreren Dicken.

Evtl. Wedi-Platten wie Werner auch schon vermutete: www.wedi.de
Oder Jackoboard www.gefinex-jackon.de, auch da kann gleich drauf
gefliest werden. Die brauchst Du aber nicht unbedingt. Deine Räume
werden ja nicht ständig beheizt, so dass die Dämmung nicht so wichtig
ist. Nur der Wärmeverlust der Sauna (so die denn an der Außenwand liegt)
wäre etwas höher.

> Die Duschecke kommt an die Innenwand, Dämmung sicher nicht nötig. Allerdings
> muß auch ein Stück Außenwand auf diese Weise verkleidet werden, wo mir
> zusätzliche Dämmung schon lieb wäre. Ja, ich weiß um die Probleme der
> Innendämmung von Außenwänden, deshalb wäre hier Porenbeton wohl auch die
> bessere Wahl (feuchtigkeitsbeständig), oder? Oder tropft das Tauwasser dann
> hinter der Installationswand runter? Wäre ein Argument für diffusionsdichte
> Dämmplatten, auf denen man direkt fliesen kann.

Bei deiner Konstellation ist die Dampfsperre oder Dampfbremse ganz
wichtig. Sonst hast Du tatsächlich viel Tauwasser zwischen
Außenmauerwerk und Innenwandschale.

Also Porenbeton verwenden (etwas dämmt der ja auch) - und wie bekommst
Du darauf jetzt die Dampfsperre? Komplett mit Betonspachtelmasse
drübergehen und dann diejenigen Flächen, die nicht gefliest werden, mit
einem dampfdiffusionshemmenden Anstrich versehen. Und unter die Fliesen
muss eh' eine Abdichtung hin. Die wirkt dann auch gleich als
Dampfbremse. Sollte funktionieren.

Andrea Glatthor

unread,
Oct 24, 2001, 11:44:21 AM10/24/01
to
Hallo Martin,

"Martin Benecke" <m...@l.s.de> schrieb:

> [...] mit Gipsplatten den Keller zu verputzen. [...]


> Ist der Boden ausserhalb des Kellers sehr nass, dann
> ist das Problem sicher grösser als bei einem "trockenen" Boden. Bei uns z.B.
> ist nur roter Sand, der nur wenig Feuchtigkeit enthält.

Die Hauptmenge des gefährlichen Wassers kommt nicht etwa durch die
Außenwand, sondern wird innen drin produziert, diffundiert durch die
Gipsplatten und kondensiert dahinter an der kalten Außenwand. :-(

Es kommt bei der Frage des Baustoffs (Risiko von Gipskarton tragbar oder
nicht?) auch sehr auf die Nutzung der Räume an. Wird viel Feuchte
produziert oder nicht? Wird geheizt oder nicht? Können hinter dem
Gipskarton Dämmplatten vollflächig auf das Mauerwerk geklebt werden oder
nicht?


Andrea

Michael Petter

unread,
Oct 24, 2001, 6:12:16 PM10/24/01
to

"Andrea Glatthor" <a...@andrea-glatthor.de> schrieb

> Die Hauptmenge des gefährlichen Wassers kommt nicht etwa durch die
> Außenwand, sondern wird innen drin produziert, diffundiert durch die
> Gipsplatten und kondensiert dahinter an der kalten Außenwand. :-(
>
> Es kommt bei der Frage des Baustoffs (Risiko von Gipskarton tragbar oder
> nicht?) auch sehr auf die Nutzung der Räume an. Wird viel Feuchte
> produziert oder nicht? Wird geheizt oder nicht? Können hinter dem
> Gipskarton Dämmplatten vollflächig auf das Mauerwerk geklebt werden oder
> nicht?
>
>
> Andrea

Hallo Andrea!

Sorry, das ich mich hier einklinke, wollte aber mal deine Meinung(natürlich auch
der anderen) zu meinem Problem hören! Hatte hier vor geraumer Zeit mal
gepostet, weiß nicht, ob du geschrieben hattest.

Folgende Gegebenheiten:

Angebauter Keller von 1975. Über dem Keller ist eine Terrasse. Im Zuge der
Umbauarbeiten letztes Jahr, wurde die Kellerdecke mit Bitumenbahnen komplett
neu abgedichtet. Das war nötig, da der Keller ständig naß war. Das Wasser
ist durch die beschädigte Decke in den Keller gelaufen und das über Jahre.
Dementsprechend sieht der Keller auch aus. Abgebröckelter Putz, Salzaus-
blühungen und Risse.

Nachdem wir die Decke fertig hatten (Herbst), war der Keller auch schön trocken.
Auch nach starken Regenfällen war alles schön trocken.
Bis ich Anfang Sommer eine feuchte Stelle in einer Ecke bemerkte. Auf der zum
Teil noch vorhandenen Fliesensockelleiste, waren Tropfen auszumachen und
der Boden davor war auch feucht.

Zu dem Zeitpunkt habe ich in mehreren Foren gepostet. Irgendjemand kam
auf die Idee, das es sich nicht um eindringendes Wasser sondern um Kondens-
wasser handelt. Ich hatte die Fenster auf Kipp und die Wäsche wurde zum
Trocknen aufgehängt Klingt auch irgentwie logisch. Warme Luft kommt von
draußen, und kühlt sich an der kalten Wandecke ab.
Was hältst du davon?

Irgentwie würde ich es mir wünschen, das es so ist und nicht Wasser von
draußen :-).
So, nun will ich aber diesen Raum auch wieder nutzen. Es sollte, wie bei
Ralph, eine Sauna installiert werden (ohne Dusche). Gleichzeitig soll ein
Partyraum integriert werden.Also kein Raum, wo ich mich täglich aufhalte.
Wie soll ich die Wände machen? Vielleicht gibt s ja doch eine Möglichkeit,
irgentwelche Platten vorzusetzten, oder zumindest über den alten Putz
drüber zu putzen. Ich krieg schon schlechte Laune bei dem Gedanken,
diesen ganzen Putz abzuschlagen. Der Raum ist ca. 55 m² groß.

Danke für die Hilfe

Michael Petter

unread,
Oct 24, 2001, 6:18:48 PM10/24/01
to

"Andrea Glatthor" <a...@andrea-glatthor.de> schrieb

> Hallo ihr beiden,
>
> "Michael Petter" <m.pe...@stahl-mit-stil.de> schrieb:
>
> > Habe auch vor einen Kellerraum auszubauen. [... Experten raten von Gips ab ...]
> > Mir bleibt nichts anderes übrig, als Schlitze zu kloppen.
>
> Du meinst damit, dass Du jetzt putzt, oder?

Siehe Posting weiter unten! :-)


>
> Da bei Ralph Installationsleitungen verdeckt werden sollen, wird das bei
> ihm wohl nicht gehen.

Richtig

>
> > Ich muß dazu sagen, das mein Keller nicht, bzw. kaum gegen Feuchtigkeit
> > geschützt ist. Wie es bei einem Neubau mit sehr guter Dämmung aussieht,
> > weiß ich nicht.
>

> Und dann braucht man nicht mehr
> nachträglich irgendwas vor die Wände zu setzen, weil ja schon alles
> vorhanden ist. ;-)

Das ist beim Neubau aber auch nicht immer die Regel! :-)
>
> Andrea

Andrea Glatthor

unread,
Oct 25, 2001, 5:38:02 AM10/25/01
to
Hallo Michael,

"Michael Petter" <m.pe...@stahl-mit-stil.de> schrieb:

> Folgende Gegebenheiten:
>
> Angebauter Keller von 1975. Über dem Keller ist eine Terrasse.

> [ Sanierung ]


> Nachdem wir die Decke fertig hatten (Herbst), war der Keller auch schön trocken.
> Auch nach starken Regenfällen war alles schön trocken.
> Bis ich Anfang Sommer eine feuchte Stelle in einer Ecke bemerkte. Auf der zum
> Teil noch vorhandenen Fliesensockelleiste, waren Tropfen auszumachen und
> der Boden davor war auch feucht.
>
> Zu dem Zeitpunkt habe ich in mehreren Foren gepostet. Irgendjemand kam
> auf die Idee, das es sich nicht um eindringendes Wasser sondern um Kondens-
> wasser handelt. Ich hatte die Fenster auf Kipp und die Wäsche wurde zum
> Trocknen aufgehängt Klingt auch irgentwie logisch. Warme Luft kommt von
> draußen, und kühlt sich an der kalten Wandecke ab.
> Was hältst du davon?

Klingt sachlich fundiert. :-) So wie Du das schilderst, würde ich auch
als erstes auf Kondenswasser tippen. Kannst Du Luftfeuchtigkeiten
messen? Leg doch mal ein Hygrometer in den Raum und dann guck in
Temperaturtabellen, bei welcher Temperatur das Tauwasser ungeföähr
auftritt. :->

> Irgentwie würde ich es mir wünschen, das es so ist und nicht Wasser von
> draußen :-).
> So, nun will ich aber diesen Raum auch wieder nutzen. Es sollte, wie bei
> Ralph, eine Sauna installiert werden (ohne Dusche). Gleichzeitig soll ein
> Partyraum integriert werden.Also kein Raum, wo ich mich täglich aufhalte.
> Wie soll ich die Wände machen? Vielleicht gibt s ja doch eine Möglichkeit,
> irgentwelche Platten vorzusetzten, oder zumindest über den alten Putz
> drüber zu putzen. Ich krieg schon schlechte Laune bei dem Gedanken,
> diesen ganzen Putz abzuschlagen. Der Raum ist ca. 55 m² groß.

Mit drüberputzen ist das so eine Sache. Es gibt spezielle
Renovierungsputze (z.B. Colfirmit hat so etwas), die auf fast allen
Altputzen haften (IIRC sogar auf gestrichenen Untergründen). Aber aus
einem nicht-tragenden Putz machen die auch keinen tragenden. Der Altputz
bei Dir hat ja schon einiges erlebt, wenn ich das so lese, oder?

Wenn der Altputz aber noch okay ist, dann könntest Du durchaus mit einem
relativ weichen Putz (z.B. einem Sanierputz) verputzen. Diese Putze gibt
es auch in weiß. Dann hättest Du einen total diffusionsoffenen Putz als
Oberfläche. Wenn Du aber keine geputzte Oberfläche willst, dann bleiben
auch nur die wasserfesten Bauplatten. Dann am besten mit Dämmung
dahinter, denn zumindest in der einen Ecke siehst Du ja wie sich hohe
Luftfeuchte an kühlen Wänden bemerkbar macht. :-(

Thomas Prufer

unread,
Oct 25, 2001, 5:54:52 AM10/25/01
to
On Thu, 25 Oct 2001 00:12:16 +0200, "Michael Petter"
<m.pe...@stahl-mit-stil.de> wrote:

>Zu dem Zeitpunkt habe ich in mehreren Foren gepostet. Irgendjemand kam
>auf die Idee, das es sich nicht um eindringendes Wasser sondern um Kondens-
>wasser handelt. Ich hatte die Fenster auf Kipp und die Wäsche wurde zum
>Trocknen aufgehängt Klingt auch irgentwie logisch. Warme Luft kommt von
>draußen, und kühlt sich an der kalten Wandecke ab.
>Was hältst du davon?

Glasplatte mit Kittring an die Wand, oder Plastikfolie mit Klebeband.
Wasser dahinter -- Mist. Wasser davor -- Kondenswasser.

Thomas Prufer

Michael Petter

unread,
Oct 26, 2001, 6:04:28 PM10/26/01
to

"Andrea Glatthor" <a...@andrea-glatthor.de> schrieb

> Hallo Michael,
>
> "Michael Petter" <m.pe...@stahl-mit-stil.de> schrieb:
>
> > Folgende Gegebenheiten:

[...]

> Klingt sachlich fundiert. :-)

Naja, was man so aufschnappt bei meinem geposte! :-)

> So wie Du das schilderst, würde ich auch
> als erstes auf Kondenswasser tippen. Kannst Du Luftfeuchtigkeiten
> messen? Leg doch mal ein Hygrometer in den Raum und dann guck in
> Temperaturtabellen, bei welcher Temperatur das Tauwasser ungeföähr
> auftritt. :->

Werd ich mal versuchen. Und was sagt mir dann diese Temperaturtabelle?

>
> > Irgentwie würde ich es mir wünschen, das es so ist und nicht Wasser von
> > draußen :-).
> > So, nun will ich aber diesen Raum auch wieder nutzen. Es sollte, wie bei
> > Ralph, eine Sauna installiert werden (ohne Dusche). Gleichzeitig soll ein
> > Partyraum integriert werden.Also kein Raum, wo ich mich täglich aufhalte.
> > Wie soll ich die Wände machen? Vielleicht gibt s ja doch eine Möglichkeit,
> > irgentwelche Platten vorzusetzten, oder zumindest über den alten Putz
> > drüber zu putzen. Ich krieg schon schlechte Laune bei dem Gedanken,
> > diesen ganzen Putz abzuschlagen. Der Raum ist ca. 55 m² groß.
>
> Mit drüberputzen ist das so eine Sache. Es gibt spezielle
> Renovierungsputze (z.B. Colfirmit hat so etwas), die auf fast allen
> Altputzen haften (IIRC sogar auf gestrichenen Untergründen). Aber aus
> einem nicht-tragenden Putz machen die auch keinen tragenden. Der Altputz
> bei Dir hat ja schon einiges erlebt, wenn ich das so lese, oder?

Das siehst du richtig! Es geht mir auch darum, ob der Altputz wegen seinem
hohen Salzgehalt runter muß?


>
> Wenn der Altputz aber noch okay ist, dann könntest Du durchaus mit einem
> relativ weichen Putz (z.B. einem Sanierputz) verputzen. Diese Putze gibt
> es auch in weiß. Dann hättest Du einen total diffusionsoffenen Putz als
> Oberfläche. Wenn Du aber keine geputzte Oberfläche willst, dann bleiben
> auch nur die wasserfesten Bauplatten. Dann am besten mit Dämmung
> dahinter, denn zumindest in der einen Ecke siehst Du ja wie sich hohe
> Luftfeuchte an kühlen Wänden bemerkbar macht. :-(

Putz als Oberfläche ist O.K.! Mit Sanierputz habe ich mich auch schon
beschäftigt. Ich könnte doch den losen Putz abschlagen und die entstandenen
Löcher z.B. mit Hagalith zu putzen und dann komplett den Sanierputz auftragen.
Wie bekomme ich denn das Kondenswasser in den Griff?

>
> Andrea

Gruß

Michael Petter

unread,
Oct 26, 2001, 6:06:28 PM10/26/01
to

"Thomas Prufer" <pru...@i-dial.de> schrieb

> Glasplatte mit Kittring an die Wand, oder Plastikfolie mit Klebeband.
> Wasser dahinter -- Mist. Wasser davor -- Kondenswasser.
>
> Thomas Prufer

Hallo Thomas!

Toller Tip! Werd ich ausprobieren!

Gruß

Andrea Glatthor

unread,
Oct 26, 2001, 7:47:16 PM10/26/01
to
Hallo Michael,

"Michael Petter" <m.pe...@stahl-mit-stil.de> schrieb:
> "Andrea Glatthor" <a...@andrea-glatthor.de> schrieb

>> [ Tauwasser an der Kellerinnenwand? ] Kannst Du Luftfeuchtigkeiten


>> messen? Leg doch mal ein Hygrometer in den Raum und dann guck in
>> Temperaturtabellen, bei welcher Temperatur das Tauwasser ungeföähr
>> auftritt. :->
>
> Werd ich mal versuchen. Und was sagt mir dann diese Temperaturtabelle?

Wenn Du im Keller Luftfeuchte, Lufttemperatur und nach Möglichkeit auch
die Wandoberflächentemperatur gemessen hast, dann guck in
http://www.d-r-h.de/luftfeuchte-tab02.html nach -- in der linken Spalte
die Lufttemperatur nehmen und dann nach rechts in der Zeile bis zur
Spalte mit der Luftfeuchte ... in dem Tabellenkästchen steht dann die
Taupunkt-Temperatur.
Beispiel: 16°C und 80% rel.Luftfeuchte --> Tautemperatur von 12,6°C.
Wenn Deine Außenwand irgendwo kälter als 13°C wird (das kann auch unter
der Wandoberfläche sein, der Wasserdampf wandert ja hinein), dann fällt
dort Tauwasser aus und die Wand wird nass. Wenn Du ein Thermometer zum
Messen der tatsächlichen Wandtemperatur hast, kannst Du die
Tauwassergefahr gut einschätzen -- bist Du weit weg oder nah dran,
drunter oder drüber, ist die Wand in der Ecke tatsächlich deutlich
kälter als der Rest?
Der Trick von Thomas -- Glasplatte mit Kittring oder Plastikfolie mit
Klebeband -- ist auch gut brauchbar, sagt aber nur ja/nein. Entweder ist
der Taupunkt unterschritten oder er ist es nicht. Er kann keine Aussage
darüber machen, wie weit man noch davon weg ist. [BTW: Der Kittring muss
möglichst dünn sein -- die Glasplatte soll ja Wandtemperatur annehmen
und nicht auf einem wärmedämmenden Kitt sitzen.]

[...]


>> Mit drüberputzen ist das so eine Sache. Es gibt spezielle

>> Renovierungsputze, die auf fast allen Altputzen haften. Aber aus


>> einem nicht-tragenden Putz machen die auch keinen tragenden. Der Altputz
>> bei Dir hat ja schon einiges erlebt, wenn ich das so lese, oder?

> Das siehst du richtig! Es geht mir auch darum, ob der Altputz wegen seinem
> hohen Salzgehalt runter muß?

So wie Du den Putz beschrieben hast "Abgebröckelter Putz, Salzaus-
blühungen und Risse." würde ich ihm nicht mehr viel zutrauen. :-/
Dabei geht es gar nicht einmal um den Salzgehalt, denn damit käme ein
Sanierputz schon klar (zumal ja kein Salz mehr nachkommt), sondern in
erster Linie um die Tragfähigkeit. Was traust Du dem Putz noch zu?

>> Wenn der Altputz aber noch okay ist, dann könntest Du durchaus mit einem

>> relativ weichen Putz (z.B. einem Sanierputz) verputzen. [...]

> Putz als Oberfläche ist O.K.! Mit Sanierputz habe ich mich auch schon
> beschäftigt. Ich könnte doch den losen Putz abschlagen und die entstandenen
> Löcher z.B. mit Hagalith zu putzen und dann komplett den Sanierputz auftragen.

Zum Löcher zuputzen würde ich keinen Gipsputz nehmen. Aber vom Prinzip
her -- ja, so würde es gehen, wenn ...

> Wie bekomme ich denn das Kondenswasser in den Griff?

... eben genau dieses Problem gelöst ist. :-|

Mal angenommen Du stellst bei den Versuchen mit Glasplatte bzw. den
Temperatur- und Feuchtemessungen fest, dass es sich bei dem Wasser in
der Raumecke tatsächlich um Tauwasser handelt, dass aber nur diese Ecke
akut gefährdet ist (der Rest der Wandoberfläche wäre also deutlich
wärmer). Dann würde ich in eben dieser Ecke den alten Putz komplett
entfernen, dann Wärmedämmplatten vollflächig aufkleben (vollflächig
damit keine Hinterlüftung möglich ist) und die komplette Wandfläche dann
überputzen. Je nach Dicke des Altputzes nimmt man dabei die passende
Bauplattendicke und dann könnte das übergangslos funktionieren.

Das ist aber aber eben mit vielen WENNs behaftet. ;-(

*Wenn* das Wasser kein Tauwasser ist und *wenn* nur der Eckbereich
betroffen ist und *wenn* der Altputz wirklich nur stellenweise
ausgebessert werden muss und großteils tragfähig ist und *wenn* man das
Kellerklima nach der Nutzungsänderung jetzt richtig einschätzt (der
Partyraum ist dabei nicht weiter schwierig, aber die Sauna?).


Andrea
--
Jeder der etwas herstellt wäre der letzte, der es benutzt.

Ralph Altmann

unread,
Oct 29, 2001, 3:28:32 AM10/29/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> schrieb in
<9r6u94.3...@svbuc.de>:

Hallo Andrea,

dank Eurer Ratschläge und in Verfolgung der Diskussion (in der es ja
inzwischen um viel schwerere Probleme geht;-)) bin ich zu den folgenden
Entscheidungen gekommen:

>(...)


>Evtl. Wedi-Platten wie Werner auch schon vermutete: www.wedi.de
>Oder Jackoboard www.gefinex-jackon.de, auch da kann gleich drauf
>gefliest werden. Die brauchst Du aber nicht unbedingt. Deine Räume
>werden ja nicht ständig beheizt, so dass die Dämmung nicht so wichtig
>ist. Nur der Wärmeverlust der Sauna (so die denn an der Außenwand liegt)
>wäre etwas höher.
>

Wedi-Platten, wegen Lieferbarkeit (und trotz Preis), auf Streifen aus 7,5-
cm-Porenbeton, die direkt an die Wand gemörtelt werden. Metallständerwand
ginge sicher auch(?), doch ich denke, das schwingt zu sehr (obwohl es sicher
viel schneller gebaut ist). Die Platten sind gleichzeitig Dampfsperre, denke
ich.
Duschecke (liegt an Innenwänden zum restlichen Keller): Zwischenräume werden
gar nicht ausgefüllt(?)
Außenwand (ca. 2/3 im Erdreich): Zwischenräume mit Mineralwolle dämmen?
Eine gewisse Hinterlüftung der Wand wird sich kaum verhindern lassen, da von
oben Heizungs- und Wasserrohre hinein- und unten teilweise wieder
hinausführen. Die geben aber selbst nur Wärme ab, wenn die Waschküche
benutzt/beheizt wird, was aber sicher selten der Fall ist. Außerdem werden
die Rohre natürlich isoliert.

>Also Porenbeton verwenden (etwas dämmt der ja auch) - und wie bekommst
>Du darauf jetzt die Dampfsperre? Komplett mit Betonspachtelmasse
>drübergehen und dann diejenigen Flächen, die nicht gefliest werden, mit
>einem dampfdiffusionshemmenden Anstrich versehen. Und unter die Fliesen
>muss eh' eine Abdichtung hin. Die wirkt dann auch gleich als
>Dampfbremse. Sollte funktionieren.

Ein Teil der Außenwand soll keine Vorwandschale erhalten, aber doch gefliest
werden. Hier auch Wedi-Platten anzubringen, ist mir eigentlich zu teuer.
Dachte an Fliesen im Dickbett, oder vorher die (jetzt rohen) Ziegel nur
verspachteln. Brauch ich da auch eine Dampfsperre?

Gruß,
Ralph


--

Andrea Glatthor

unread,
Oct 29, 2001, 10:04:42 AM10/29/01
to
Hallo Ralph,

ne...@RalphAltmann.de (Ralph Altmann) schrieb:

> Duschecke (liegt an Innenwänden zum restlichen Keller): Zwischenräume werden
> gar nicht ausgefüllt(?)

War das jetzt 'ne Frage(?) :-)

Zur Innenwand hin ist das IMHO in Ordnung. So genau kenne ich mich aber
auch nicht aus.

> Außenwand (ca. 2/3 im Erdreich): Zwischenräume mit Mineralwolle dämmen?
> Eine gewisse Hinterlüftung der Wand wird sich kaum verhindern lassen, da von
> oben Heizungs- und Wasserrohre hinein- und unten teilweise wieder
> hinausführen. Die geben aber selbst nur Wärme ab, wenn die Waschküche
> benutzt/beheizt wird, was aber sicher selten der Fall ist. Außerdem werden
> die Rohre natürlich isoliert.

Da bin ich mir jetzt auch unsicher ob lieber offen lassen oder lieber
ausstopfen. :-/

> Ein Teil der Außenwand soll keine Vorwandschale erhalten, aber doch gefliest
> werden. Hier auch Wedi-Platten anzubringen, ist mir eigentlich zu teuer.
> Dachte an Fliesen im Dickbett, oder vorher die (jetzt rohen) Ziegel nur
> verspachteln. Brauch ich da auch eine Dampfsperre?

Eine Dampfsperre wohl nicht, aber Du musst ohne Wärmedämmung hinter den
Fliesen natürlich damit rechnen, dass der Wasserdampf auf den Fliesen
kondensiert und die Fugen anfangen zu schimmeln.

Andrea
--
Es gibt nichts Neues mehr. Alles, was man erfinden kann, ist schon
erfunden worden. (Charles H. Duell, Leiter des US-Patentamtes bei
seinem Rücktritt, 1899.)

Michael Petter

unread,
Nov 2, 2001, 2:22:34 PM11/2/01
to
Hallo Andrea!

Sorry, das ich mich erst jetzt melde! Wir bauen gerade unser Geschäft
um, und da bin ich voll eingespannt!

Danke für deine Erklärungen! Werde bei Gelegenheit den Test durch-
führen und dann noch einmal posten. Komme im Moment wirklich
nicht dazu!

Gruß
Michael

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