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Verzinntes Kupfer ent-zinnen

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Frank Möller

unread,
Jul 15, 2014, 5:38:45 AM7/15/14
to

Hallo,

ich habe eine �ltere Kupferpfanne, die innen mit Zinn beschichtet ist.
Diese Zinn-Beschichtung w�rde ich gern r�ckstandsfrei entfernen, schon aus
nostalgischen Gr�nden.

Mir ist klar, da� die Pfanne dann nicht mehr f�r saures verwendbar ist,
daf�r wird sie aber ohnehin nicht verwendet, f�r sowas gibt's Edelstahl
usw. Und wie man mit Pfannen aus blankem Kupfer umgeht, ist mir aus meiner
Kindheit durchaus bekannt.

Wie kann man der Zinn-Beschichtung zuleiber�cken, ohne dabei das Kupfer zu
sehr zu sch�digen?

Ein Versuch mit Rohrfrei und Stahlwolle hat nur minimal geholfen. Dort, wo
die Pfanne schon Kratzer in der Zinn-Beschichtung hatte, sind die Kratzer
halt ein bi�chen breiter geworden und das Kupfer schimmert etwas mehr
durch. Aber ansonsten sitzt die Zinn-Schicht fest.

Gibt's da praktikable Ideen/Vorschl�ge?

Vielen Dank!

[XP + F'up2 de.rec.heimwerken]

--

Schorsch

unread,
Jul 15, 2014, 5:47:38 AM7/15/14
to
warmmachen und auswischen?
warmmachen und mit soner Entl�tungslitze absaugen?
Spezialisten aufsuchen? Vielleicht geht galvanisch was?

Gru�
Schorsch

Gerd Kluger

unread,
Jul 15, 2014, 5:49:50 AM7/15/14
to
Am 15.07.2014 11:38, schrieb Frank M�ller:
>
Ich m�chte mal behaupten, dass Du das �berhaupt nicht weg bekommst,
au�er durch vollst�ndige, mechanische Abtragung.

Gru�
Gerd

Message has been deleted

Don Caron

unread,
Jul 15, 2014, 5:52:08 AM7/15/14
to
Am 15.07.2014 11:38, schrieb Frank M�ller:
>
> Hallo,
>
> ich habe eine �ltere Kupferpfanne, die innen mit Zinn beschichtet ist.
> Diese Zinn-Beschichtung w�rde ich gern r�ckstandsfrei entfernen, schon aus
> nostalgischen Gr�nden.

dann kannst du die Beschichtung auch dranlassen, ist wohl so hergestellt
worden.
glaube nicht das di das Zinn abbekomst, au�er vielleicht duch brutale
Methoden wie schleifen oder abdrehen...


--
Es kommen h�rtere Tage.
Die auf Widerruf gestundete Zeit
wird sichtbar am Horizont.
(Ingeborg Bachmann)

Don Caron
Message has been deleted

Frank Möller

unread,
Jul 15, 2014, 9:45:26 AM7/15/14
to
Ludger Averborg schrieb am Tue, 15 Jul 2014 13:13:24 +0200:

> In vergangenen Zeiten, als noch in Kupfergeschirr gekocht
> wurde, war das selbstverst�ndlich innen verzinnt

N�, die Kupferpfannen, die meine Gro�mutter von ihren Leuten aus dem 19 Jh.
geerbt hatte, waren nie verzinnt, schon gar nicht "selbstverst�ndlich".

> -und musste regelm��ig nachverzinnt werden

N�, "mu�te" nicht und wurde auch nicht.

--

Frank Möller

unread,
Jul 15, 2014, 9:55:01 AM7/15/14
to
Schorsch schrieb am Tue, 15 Jul 2014 11:47:38 +0200:
> Am 15.07.2014 11:38, schrieb Frank M�ller:

>> ich habe eine �ltere Kupferpfanne, die innen mit Zinn beschichtet ist.
>> Diese Zinn-Beschichtung w�rde ich gern r�ckstandsfrei entfernen, schon aus
>> nostalgischen Gr�nden.

>> Mir ist klar, da� die Pfanne dann nicht mehr f�r saures verwendbar ist,
>> daf�r wird sie aber ohnehin nicht verwendet, f�r sowas gibt's Edelstahl
>> usw. Und wie man mit Pfannen aus blankem Kupfer umgeht, ist mir aus meiner
>> Kindheit durchaus bekannt.

>> Wie kann man der Zinn-Beschichtung zuleiber�cken, ohne dabei das Kupfer zu
>> sehr zu sch�digen?

>> Ein Versuch mit Rohrfrei und Stahlwolle hat nur minimal geholfen. Dort, wo
>> die Pfanne schon Kratzer in der Zinn-Beschichtung hatte, sind die Kratzer
>> halt ein bi�chen breiter geworden und das Kupfer schimmert etwas mehr
>> durch. Aber ansonsten sitzt die Zinn-Schicht fest.

>> Gibt's da praktikable Ideen/Vorschl�ge?

> warmmachen und auswischen?

Hatte ich schon versucht, funktioniert nicht. Bin mit 'nem mobilen
Gasbrenner drauf. Offenbar - wie es f�r Kupfer ja typisch ist - wird die
W�rme so schnell an das umgebende Material weitergeleitet, da� das nicht
reicht.

Umgekehrt zum (Nach-)Verzinnen las ich auch, man br�uchte einen Pizzaofen
mit mindestens 300 �C und m�sse die Pfanne da komplett reintun. Erscheint
mir nachvollziehbar.

> warmmachen und mit soner Entl�tungslitze absaugen?
^^^^^^^^^^^^^^^
F�r das Geld, was man da allein f�r die L�tlitze br�uchte, kann man sich
warscheinlkich gleich mehrere Pfannen neumachen lassen. ;-)

> Spezialisten aufsuchen? Vielleicht geht galvanisch was?

Ich dachte irgendwie an S�ure o. �. und hatte gehofft, jemand h�tte das
vielleicht schon mal probiert. Wichtig w�re, da� da mehr das Zinn als das
Kupfer angegriffen wird.

--

Frank Möller

unread,
Jul 15, 2014, 10:02:43 AM7/15/14
to
Don Caron schrieb am Tue, 15 Jul 2014 11:52:08 +0200:
> Am 15.07.2014 11:38, schrieb Frank M�ller:

>> ich habe eine �ltere Kupferpfanne, die innen mit Zinn beschichtet ist.
>> Diese Zinn-Beschichtung w�rde ich gern r�ckstandsfrei entfernen, schon aus
>> nostalgischen Gr�nden.

> dann kannst du die Beschichtung auch dranlassen, ist wohl so hergestellt
> worden.

Ja, die ist offensichtlich so hergestellt worden.

> glaube nicht das di das Zinn abbekomst, au�er vielleicht duch brutale
> Methoden wie schleifen oder abdrehen...

Nee, da m��te man IMO am besten mit Chemie rangehen, vielleicht gepaart mit
Kratzen (etwa Stahlwolle). Nur welches Zeug, was auch eher an das Zinn als
an das Kupfer geht?

--

Frank Möller

unread,
Jul 15, 2014, 9:59:54 AM7/15/14
to
Bei rein mechanischer Abtragung, etwa mittels Sandstrahlen, w�rde ich
bef�rchten, da� viel von dem Kupfer mit weggeht und wom�glich der
Pfannenboden unangenehm d�nn wird.

--

Schorsch

unread,
Jul 15, 2014, 10:50:44 AM7/15/14
to
das ist sicher nicht ganz einfach und wer hat schon Lust, sich hier
durchs Netz zu recherchieren.
Aber frag doch mal die hier:
http://www.schloetter.de/fileadmin/pdf/public_de/01/01041_Stripper_L_60.pdf

Es scheint zu funktionieren.

Gru�
Schorsch

Harald Klotz

unread,
Jul 15, 2014, 10:31:06 AM7/15/14
to
Schorsch schrieb:

> warmmachen und auswischen?

Wie warm?
Was willst du auswischen, einn letzten d�nnen Film bekommst du nicht
herunter.

> warmmachen und mit soner Entl�tungslitze absaugen?

Auch Entl�stlitze holt nicht die letzte Schicht herunter.

> Spezialisten aufsuchen? Vielleicht geht galvanisch was?

M�glich, dass man es weg�tzen kann.
Ab welcher Temperatur verbrennt Zinn?
So heisst, dass es verbrennt, die Pfanne danach ordentlich polieren w�re
meine einzige Idee.

Ansonsten haftet es so gut, dass man es nur mechanisch herunterbekommt.

Gr��e Harald

J�rgen Exner

unread,
Jul 15, 2014, 12:07:47 PM7/15/14
to
Frank M�ller <hobby...@woozah.com> wrote:
>ich habe eine �ltere Kupferpfanne, die innen mit Zinn beschichtet ist.
>Diese Zinn-Beschichtung w�rde ich gern r�ckstandsfrei entfernen
>
>Wie kann man der Zinn-Beschichtung zuleiber�cken, ohne dabei das Kupfer zu
>sehr zu sch�digen?

Ich fuerchte, dass wird nicht ganz einfach.
Elektrochemisch sind sich Kupfer und Zinn sehr aehnlich, damit duerften
galvanische Methoden schwierig sein.
Rein chemisch bildet Zinn eine Schutzschicht und ist gegen die ueblichen
Saeuren und Laugen ziemlich bestaendig. Es wird merklich eigentlich nur
von starken Saeuren und Laugen angegriffen, aber die greifen dann auch
das Kupfer an.
Die erfolgversprechendste Methode scheint noch mechanisch zu sein, aber
selbst dabei solltest du bedenken, dass an der Kontaktschicht zwischen
Kupfer und Zinn wohl eine duenne Legierungsschicht entstanden sein
duerfte.

Wenn du mich fragst: vergiss es einfach, dies ist keine gute Idee.. Eine
neue Kupferpfanne kaufen wird sehr viel einfacher und vermutlich auch
billiger.

jue

Gunther Mannigel

unread,
Jul 15, 2014, 1:59:32 PM7/15/14
to
Am 15.07.2014 11:38, schrieb Frank M�ller:
> ich habe eine �ltere Kupferpfanne, die innen mit Zinn beschichtet ist.
> Diese Zinn-Beschichtung w�rde ich gern r�ckstandsfrei entfernen, schon aus
> nostalgischen Gr�nden.

Soweit ich das aus der Elektrotechnik kenne: Gar nicht mehr.
Zinn und Kupfer ergeben eine Legierung, die nur noch im Ganzen
mechanisch oder durch S�ureangriff entfernt werden kann.

Gru�
Gunther


Martin Pochert

unread,
Jul 15, 2014, 3:25:34 PM7/15/14
to
Am 15.07.2014 16:31 schrieb Harald Klotz:

> Ab welcher Temperatur verbrennt Zinn?
> So heisst, dass es verbrennt, die Pfanne danach ordentlich polieren w�re
> meine einzige Idee.

Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist. Die �u�erste Schicht Zinn
mag ja verbrennen, aber der Rest wird sich mit dem Kupfer legieren,
m�glicherweise brennt man so sogar L�cher in die Pfanne.
Gru�
Martin

Martin Pochert

unread,
Jul 15, 2014, 3:38:09 PM7/15/14
to
Am 15.07.2014 11:38 schrieb Frank M�ller:
>
> Hallo,
>
> ich habe eine �ltere Kupferpfanne, die innen mit Zinn beschichtet ist.
> Diese Zinn-Beschichtung w�rde ich gern r�ckstandsfrei entfernen, schon aus
> nostalgischen Gr�nden.

Das einzigste, was mir einf�llt ist dies:
<http://shop.schula.de/product_info.php/products_id/8530>

Inhaltsstoffe sind wohl Salpeters�ure und Kaliumdichromat. Wird
vermutlich auch das Kupfer angreifen, aber das Zinn wesentlich
schneller. Muss man halt beobachten.
Bei verzinnten Goldsachen funktioniert es zuverl�ssig incl. der
legierten Grenzschicht. Mit Kupfer wei� ich es nicht.
Wenn Du mit einem Totalverlust der Pfanne leben kannst, ist es
vielleicht einen Versuch wert. :-)
Gru�
Martin

--
Wer fehl erfindet darf Siebe halten.

gUnther nanon�m

unread,
Jul 16, 2014, 12:56:53 AM7/16/14
to

"Frank M�ller" <hobby...@woozah.com> schrieb im Newsbeitrag
news:150714.113845.441%23...@m-id.dr.tr.vu...
Hi,
wennste nicht im Backofen braten willst, umgedreht, damits gut rausl�uft,
dann bleibt nur schmirgeln. Anfangs mit Drahtb�rste, sp�ter mit Sand.
Kupfer und Zinn bilden eine Legierung, daher mu� auch ein bi�chen Kupfer mit
weg. Und leider auch die in altem Kupfer �blichen Lunker und Riefen
weggerieben werden. Sonst wird die Patina sp�ter sehr bunt.
Also immer losgeschruppt. Mit normaler Stahlb�rste auf Bohrmaschine sollte
das flott gehen. Aber erst ganz abreiben, bevor man auf Farb�nderung achtet,
gell?


--
mfg,
gUnther


Siegfried Schmidt

unread,
Jul 17, 2014, 9:43:01 AM7/17/14
to
Hans-Juergen Lukaschik schrieb:

> Der Schmelzpunkt von reinem Kupfer ist 1084 Grad Celsius, der von
> reinem Zinn 231,8 Grad Celsius.
> Vielleicht hilft dir das etwas.

Das wird nicht viel helfen, denn dazwischen gibt es viele mᅵgliche
Abstufungen:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Diagramme_binaire_Cu_Sn_bronze.svg

Siegfried


--
Diese Nachricht kann zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten, diese sind
mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und basieren auf gegenwᅵrtigen
Erwartungen. Die tatsᅵchlichen Ereignisse kᅵnnen daher wesentlich von
den Darstellungen abweichen.

Frank Möller

unread,
Jul 22, 2014, 6:25:24 AM7/22/14
to
Danke f�r den Tip. Nach Aussage der Fa. Schl�tter geht es wohl offenbar mit
dem L 60 oder L 80 tats�chlich, wenn man danach noch einen Gang mit dem
"Kupferaktivierer S 40" nachschiebt, der die verbleibende Schicht mit
einlegiertem Zinn bearbeitet. Nur d�rfen sie das Zeug (Gefahrstoffe) nicht
an Privatleute abgeben. Ok, dann la� ich das. W�re nett gewesen, aber sooo
wichtig ist es dann auch nicht.

--

Frank Möller

unread,
Jul 22, 2014, 6:35:18 AM7/22/14
to
Mit den richtigen Essenzen ginge es wohl, siehe:
news:220714.122524.812#6...@m-id.dr.tr.vu

--

Frank Möller

unread,
Jul 22, 2014, 6:35:14 AM7/22/14
to
Martin Pochert schrieb am Tue, 15 Jul 2014 21:38:09 +0200:
> Am 15.07.2014 11:38 schrieb Frank M�ller:

>> ich habe eine �ltere Kupferpfanne, die innen mit Zinn beschichtet ist.
>> Diese Zinn-Beschichtung w�rde ich gern r�ckstandsfrei entfernen, schon aus
>> nostalgischen Gr�nden.

> Das einzigste, was mir einf�llt ist dies:
> <http://shop.schula.de/product_info.php/products_id/8530>

> Inhaltsstoffe sind wohl Salpeters�ure und Kaliumdichromat. Wird
> vermutlich auch das Kupfer angreifen, aber das Zinn wesentlich
> schneller. Muss man halt beobachten.

Danke, aber das ist wohl speziell f�r Gold gemacht, Wirkung auf Kupfer
ungewi� und die Menge ist ja auch nur f�r Kleinzeugs.

> Bei verzinnten Goldsachen funktioniert es zuverl�ssig incl. der
> legierten Grenzschicht. Mit Kupfer wei� ich es nicht.
> Wenn Du mit einem Totalverlust der Pfanne leben kannst, ist es
> vielleicht einen Versuch wert. :-)

Nachdem ich die Essenzen ja nicht bekomme, werd ich's lassen, sooo wichtig

Frank Möller

unread,
Jul 22, 2014, 6:30:14 AM7/22/14
to
J�rgen Exner schrieb am Tue, 15 Jul 2014 09:07:47 -0700:
> Frank M�ller <hobby...@woozah.com> wrote:

>> ich habe eine �ltere Kupferpfanne, die innen mit Zinn beschichtet ist.
>> Diese Zinn-Beschichtung w�rde ich gern r�ckstandsfrei entfernen

>> Wie kann man der Zinn-Beschichtung zuleiber�cken, ohne dabei das Kupfer zu
>> sehr zu sch�digen?

> Ich fuerchte, dass wird nicht ganz einfach.
> Elektrochemisch sind sich Kupfer und Zinn sehr aehnlich, damit duerften
> galvanische Methoden schwierig sein.
> Rein chemisch bildet Zinn eine Schutzschicht und ist gegen die ueblichen
> Saeuren und Laugen ziemlich bestaendig. Es wird merklich eigentlich nur
> von starken Saeuren und Laugen angegriffen, aber die greifen dann auch
> das Kupfer an.

Es w�rde wohl gehen, siehe: news:220714.122524.812#6...@m-id.dr.tr.vu

Wenn man das Zeug aber (privat) nicht bekommt, hat's ja auch keinen Sinn.

> Die erfolgversprechendste Methode scheint noch mechanisch zu sein, aber
> selbst dabei solltest du bedenken, dass an der Kontaktschicht zwischen
> Kupfer und Zinn wohl eine duenne Legierungsschicht entstanden sein
> duerfte.

> Wenn du mich fragst: vergiss es einfach, dies ist keine gute Idee..

So wird's wohl sein.

--

Frank Möller

unread,
Jul 22, 2014, 6:36:28 AM7/22/14
to
Frank M�ller schrieb am Tue, 15 Jul 2014 11:38:45 +0200:

> [...]

Danke f�r die Antworten, nach news:220714.122524.812#6...@m-id.dr.tr.vu hat
sich's jetzt aber erledigt.

--
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