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Gipskartonplatten auf Mauerwerk kleben?

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Rene Kaiser

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Nov 14, 1998, 3:00:00 AM11/14/98
to
Hallo,
habe nach langem drängen meiner Frau die alten Fliesen aus dem Badezimmer herausgestemmt. Diese waren direkt mit Mörtel auf die Steine gesetzt. Die Wand ist aber leider nicht ganz gerade sondern ist in der Mitte leicht in den Raum gewölbt.
Wer hat Tipps, wie ich die Gipskatonplatten, die ich als Untergrund für die Fliesen anbringen möchte gerade an die Wand bekomme.

Viele Dankund Gruesse aus Berenbostel bei Hannover.
Antworten und Hinweise bitte hier.
Fuer persoenlichen Kontakt bitte eMail an
101....@germanynet.de

Gerd Krug

unread,
Nov 14, 1998, 3:00:00 AM11/14/98
to
Reply to: 101....@germanynet.de (Rene Kaiser)

Hallo Rene,


> in der Mitte leicht in den Raum gewölbt. Wer hat Tipps, wie ich die
> Gipskatonplatten, die ich als Untergrund für die Fliesen anbringen
> möchte gerade an die Wand bekomme.

Ich hatte seinerzeit die Gipskartonplatten mit Gipsbatzen an die Wand
geheftet, dabei Keile unterlegt, damit sie bis zur Gipstrocknung nicht auf
den Fussboden rutschen sondern unten und oben je einen kleinen Spalt zur
Hinterlueftung und Gipstrocknung behalten. Solange Gips noch feucht ist,
kannst du mit langer Latte, Gummihammer und Wasserwaage ausrichten. Das
war 93; bis heute null Probleme

-> Gruesse aus meinem kleinen Gartenhaeuschen, Gerd


PK

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Nov 15, 1998, 3:00:00 AM11/15/98
to
Hi Rene,
IMHO hast Du da ganz üble Karten, Dir bleibt eigentlich nur das ganze Badezimmer, incl Badewanne, Dusche, WC...
leer zukloppen und die Wände neu zu verputzen und zu begradigen.Gipskarton auf die Wände kleben, das danach kacheln
-vergiss es
gruss
armin krefting
Rene Kaiser schrieb:

> Hallo,
> habe nach langem drängen meiner Frau die alten Fliesen aus dem Badezimmer herausgestemmt. Diese waren direkt mit Mörtel auf die Steine gesetzt. Die Wand ist aber leider nicht ganz gerade sondern ist in der Mitte leicht in den Raum gewölbt.


> Wer hat Tipps, wie ich die Gipskatonplatten, die ich als Untergrund für die Fliesen anbringen möchte gerade an die Wand bekomme.
>

Matthias Lieth

unread,
Nov 16, 1998, 3:00:00 AM11/16/98
to
Rene Kaiser wrote:
>
> Hallo,
> habe nach langem drängen meiner Frau die alten Fliesen aus dem Badezimmer herausgestemmt. Diese waren direkt mit Mörtel auf die Steine gesetzt. Die Wand ist aber leider nicht ganz gerade sondern ist in der Mitte leicht in den Raum gewölbt.
> Wer hat Tipps, wie ich die Gipskatonplatten, die ich als Untergrund für die Fliesen anbringen möchte gerade an die Wand bekomme.

Hi,
die Platten kannst Du mit Ansatzbinder auf die Wand kleben. Im Bad
sind feuchtraumgeeignete Platten zu verwenden, also die grünen
Gipskartonplatten oder z.B. Fermacell (www.fels.de). Bei dem
Fermacell-Ansatzbinder ist eine Rührmaschine notwendig, sonst
wird das Zeug nicht 'cremig' genug und klebt nicht. Die Platten
lassen sich mit einer langen Richtlatte und vorsichtigem klopfen
exakt ausrichten. Für Fermacell gibt es eine Verlegeanleitung, die
man anfordern kann.

Wenn die Wand sehr krumm ist, würde ich ein Lattengerüst auf die
Wand schrauben. Das kann durch Hinterlegen exakt ausgerichtet
werden. Auf die Latten werden dann die Platten geschraubt.

Gruß
Matthias

Ralf Reske

unread,
Nov 16, 1998, 3:00:00 AM11/16/98
to
PK wrote:

> IMHO hast Du da ganz üble Karten, Dir bleibt eigentlich nur das ganze Badezimmer, incl Badewanne, Dusche, WC...
> leer zukloppen und die Wände neu zu verputzen und zu begradigen.Gipskarton auf die Wände kleben, das danach kacheln
> -vergiss es

Und um so einen Schwachsinn zu lesen, zahlen Leute Gebuehren an
Provider :-{

Ralf Reske

Klaus Wensing

unread,
Nov 16, 1998, 3:00:00 AM11/16/98
to

Wieso Schwachsinn? Er hat das Problem offensichtlich richtig erkannt.
Aus bautechnischer Sicht ist es nicht nachvollziehbar und geradezu ein
Schildbürgerstreich, auf gemauerte Wände Gipskartonplatten
aufzubringen, um sie dann zu kacheln. Gips hat nun mal in Feuchträumen
nichts zu suchen. Es zieht Feuchtigkeit an, zersetzt sich und fängt
dann an zu faulen. Das kann eine Imprägnierung auch nur graduell
verhindern. In Bädern sollte man Gipskartonplatten meiden wie der
Teufel das Weihwasser. Es mag ja eine zeitlang gutgehen, aber
irgendwann bilden sich in der Verfugung der Fliesen Haarrisse, die die
Feuchtigkeit durchlassen. Aus fachlicher Sicht eine einfache aber
untaugliche Lösung. Ich habe schon Pilze aus Fliesenfugen wachsen
sehen.

Wenn Du nicht die Mörtelbatzen und die restliche Putzflächen
abschlagen willst, dann bringe lieber einen Ausgleichsputz auf den
Wänden ggf. auf Putzträger auf und klebe die Fliesen auf herkömmliche
Art.

Ciao
Klaus
--
Email: wen...@dialup.nacamar.de

Hannes Birnbacher

unread,
Nov 16, 1998, 3:00:00 AM11/16/98
to
Ralf Reske wrote:
>
> PK wrote:
>
> > IMHO hast Du da ganz üble Karten, Dir bleibt eigentlich nur das ganze Badezimmer, incl Badewanne, Dusche, WC...
> > leer zukloppen und die Wände neu zu verputzen und zu begradigen.Gipskarton auf die Wände kleben, das danach kacheln
> > -vergiss es
>
> Und um so einen Schwachsinn zu lesen, zahlen Leute Gebuehren an
> Provider :-{

Hmm. Und warum erklärst Du nicht mir und anderen interessiert
Mitlesenden, wie man sowas lösen kann? Gib Dir nen Stoss und häng dir
nen Zettel an den Monitor: "Gute Laune abwarten und dann den DAUs
erklären, wie man krumme Wände fliest";-)
--
Hannes Birnbacher, Windhagen

Harald Kubsch

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Nov 16, 1998, 3:00:00 AM11/16/98
to
Hallo Rene,


Rene Kaiser <101....@germanynet.de> schrieb in Nachricht
<72jtha$3sv$1...@newshost.germany.net>...


>Hallo,
>habe nach langem drängen meiner Frau die alten Fliesen aus dem
Badezimmer herausgestemmt. Diese >waren direkt mit Mörtel auf die Steine
gesetzt. Die Wand ist aber leider nicht ganz gerade sondern ist in >der
Mitte leicht in den Raum gewölbt.


Wenn Du mit Gipskarton arbeitest mußt Du auf folgendes achten:
1. Gipskarton für Feuchträume nehmen (Grüne Platte)
2. Gipskartonplatten mit Ansatzgips an das Mauerwerk ansetzen, vorher
das Mauerwerk wässern !!
3. Nach unten einen Spalt lassen ca. 1 cm
4. Mach dir nicht zu viel Ansatzgips an, der Gips bindet sehr schnell ab
!!
5. Ausrichten der Platte mit Richtscheit und Wasserwaage, danach platte
nicht mehr bewegen.

Viel Spaß wünscht Harald

--
_____________________________________________
Zimmermeister Harald Kubsch
Zimmerei Kubsch & Grunke GbR, Wedemark, Mellendorf
In Mellendorf gibt es nicht nur die Hannover Scorpions !!!!
_____________________________________________

Ralf Reske

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to
Klaus Wensing wrote:

> Wieso Schwachsinn? Er hat das Problem offensichtlich richtig erkannt.
> Aus bautechnischer Sicht ist es nicht nachvollziehbar und geradezu ein
> Schildbürgerstreich, auf gemauerte Wände Gipskartonplatten
> aufzubringen, um sie dann zu kacheln.

Aha, auf gemauerte Waende keine Gipskartonplatten. Auf welche Waende
dann.

> Gips hat nun mal in Feuchträumen
> nichts zu suchen. Es zieht Feuchtigkeit an, zersetzt sich und fängt
> dann an zu faulen. Das kann eine Imprägnierung auch nur graduell
> verhindern. In Bädern sollte man Gipskartonplatten meiden wie der
> Teufel das Weihwasser. Es mag ja eine zeitlang gutgehen, aber
> irgendwann bilden sich in der Verfugung der Fliesen Haarrisse, die die
> Feuchtigkeit durchlassen. Aus fachlicher Sicht eine einfache aber
> untaugliche Lösung. Ich habe schon Pilze aus Fliesenfugen wachsen
> sehen.

Vielleicht sollte er halt mal seine Waende entfeuchten.

>
> Wenn Du nicht die Mörtelbatzen und die restliche Putzflächen
> abschlagen willst, dann bringe lieber einen Ausgleichsputz auf den
> Wänden ggf. auf Putzträger auf und klebe die Fliesen auf herkömmliche
> Art.

Und aus was ist dann dein Ausgleichsputz ?

Ralf Reske

Dessen Fliesen in Baedern auf Gipskartonplatten seit Jahren besser
halten als im schon lieb war, als er sie austauschen wollte.

Dietger Braun

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to

Ralf Reske schrieb in Nachricht <36514006...@informatik.uni-kl.de>...

>Klaus Wensing wrote:
>
>> Gips hat nun mal in Feuchträumen
>> nichts zu suchen.
>
>Dessen Fliesen in Baedern auf Gipskartonplatten seit Jahren besser
>halten als im schon lieb war, als er sie austauschen wollte.

Mein Erfahrungshorizont ist erst 23 Jahre alt, dafür aber immer noch
positiv: keine Probleme mit gefliester Gipskartonplatte im Bad und Sauna.
Vielleicht liegt das Geheimnis im kurzen, aber kräftigen lüften nach der
Wasserdampferzeugung.

Ralf Maserski

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to
Hallo Klaus,

Klaus Wensing schrieb:

> Aus bautechnischer Sicht ist es nicht nachvollziehbar und geradezu ein
> Schildbürgerstreich, auf gemauerte Wände Gipskartonplatten

> aufzubringen, um sie dann zu kacheln. Gips hat nun mal in Feuchträumen


> nichts zu suchen. Es zieht Feuchtigkeit an, zersetzt sich und fängt
> dann an zu faulen. Das kann eine Imprägnierung auch nur graduell
> verhindern. In Bädern sollte man Gipskartonplatten meiden wie der
> Teufel das Weihwasser.

was machst Du denn unter eine Dachschräge im Bad? Ich habe diese Aufgabe gerade vor mit und wollte eigentlich die grünen
Gipsplatten nehmen. Gibt es bessere Alternativen? Sowohl zum Fliesen als auch zum Überstreichen?.

Bis die Tage
Ralf

Ralf Reske

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to
Dietger Braun wrote:

> Mein Erfahrungshorizont ist erst 23 Jahre alt, ...

Da kann ich mit meinen 20 Jahren Erfahrung mit Gipsplatten leider
nicht mithalten :-)

Aber vielleicht hier mal ein paar "Weisheiten".

Vom Ankleben mit Haftgips bin ich abgekommen, weil der Aufwand,
groessere Mengen anruehren, Latte, anklopfen, etc., mir irgendwann
zu aufwendig war. Ach macht sich das bei grossen Platten,
250 x 2,00 m, im Bezug auf die gerade Flaeche besser, als mit Ein-Mann-
oder MiniForm-Platten.
Die grossen Brummer, erst ab 12,5 mm Staerke machen
die als Einfach-Beplankung ueberhaupt Sinn, kann ich allein nicht
mehr schleppen. Mein Frau faellt als Helfer auch aus.

Ausserdem sind in unserem Altbau,(- Baujahr 53 Nachkriegsware, alles
zusammengestoppelt, Hauptsache es regnet nicht rein:-),
keine geraden, rechtwinkligen oder glatten Waende urspruenglich
ueberhaupt vorhanden gewesen. Sowas auf die klassische Art zu verputzen,
dazu bedarf es Handwerkerfaehigkeiten, Uebung macht ja den Meister, die
ich nie aufbrachte. Gipskartonplatten waren also der Retter in der Not.

Ich bin dann auch zur Unterlegung erst mit Holzlatten, spaeter mit
Federschienen aus Metall, nur 1cm hoch aber 6cm breit uebergegangen.
Vorteil: Dies Schienen kann man entweder A) mit Haftgips-Bollen und
bzw. B) mit Keilen und Schrauben. Damit und mit einem Baustellen-
Laser habe ich sogar, wenn's mir danach wahr, absolut rechtwinklige
Waende hinbekommen:-)
Sitzt der Unterbau, im Falle B laesst er sich immer noch korrigieren,
lassen sich die Gipskartonplatten leicht aufschrauben und erreichen
bei zweischaliger versetzter Auflage, auch a 9,5 mm, eine stabile
ebene Flaeche, deren Fugen gut verspachtelbar sind.
Im Hohlraeumchen dahinter lassen sich sehr gut Leitungen aller Art
verstecken. Wird am Unterbau nicht gespart, halten Spezialduebel
auch stramme Gewichte. Weiss man im Voraus, wo was angeschraubt
wird, dann kann man mit Holzbretter flaechig unterstuetzen, bzw.
Injektionsduebel finden ausreichend Platz zur Ausdehnung.

Dies gilt auch fuer E-Installationen mit Hohlraumdosen. Man kann
Zusatzleitungen legen, die erstmal locker rumbaumeln und die man
spaeter zwecks Erweiterung "fischen kann".
Schraubt man die Platten nach einem gleichmaesigen Schema, findet
man spaeter die Schrauben leicht wieder. Ich habe schon ganze
Waende wieder abgeschraubt, im Untergrund nachgeruestet und
das Material mit wenig Verlust wieder angeschraubt. Spachteln,
neue Tapete, fertig:-)

mfg Ralf Reske

Thomas Erstfeld / Dani Boy

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to

Hannes Birnbacher schrieb in Nachricht
<72q1v6$qka$2...@news02.btx.dtag.de>...

>Hmm. Und warum erklärst Du nicht mir und anderen interessiert
>Mitlesenden, wie man sowas lösen kann? Gib Dir nen Stoss und häng dir
>nen Zettel an den Monitor: "Gute Laune abwarten und dann den DAUs
>erklären, wie man krumme Wände fliest";-)


Hallo Hannes,

ich fuehl mich zwar nicht angesprochen, aber da ich vor einigen Wochen
das gleiche Problem hatte, hier mal eine Kurzschilderung.

Zuerst in dem Bereich, der verfliest werden soll, den alten Putz
komplett entfernen. Falls Du nicht raumhoch fliesen willst, erhaeltst Du
zwar durch die Platten einen Absatz, welcher jedoch, mit einer
entsprechenden Leiste verkleidet, auch zum positiven Gesamteindruck
beitragen kann. Anschliessend die feuchtraumgeeigneten Gipskartonplatten
(bzw. Gipsfaserplatten) mit dem entsprechenden Plaster an die Wand
kleben. Der Plaster wird nicht vollflaechig, sondern lediglich in Batzen
bzw. Streifen gemaess Herstellerangaben auf die Platten aufgetragen. Man
sollte alle Platten fuer eine Wand vorher zuschneiden und anschliessend
nacheinander ankleben, da der Plaster nur ca. eine Stunde zu verarbeiten
ist und einem nach dem Ankleben max. 30 Minuten zum Ausrichten der
Platten mittels Richtlatte, Wasserwaage und Gummihammer bleiben. Dabei
darauf achten, dass an allen Kanten ein ausreichender Abstand (ca. 1-2
cm) zu Waenden, Decken und Nachbarplatten bleibt. Nur so kann der
Plaster vernuenftig austrocknen.

Nach dem Austrocknen des Plasters werden die Kanten verspachtelt. Dabei
sollte eine Kante um die vorhandenen Bade- und/oder Duschwanne mit Acryl
abgedichtet werden. Nachdem diese abgetrocknet ist, werden die
Gipskartonplatten grundiert (entfaellt bei Gipsfaserplatten) und evtl.
mit einer entsprechenden Sperrschicht (z.B. von Lu**to) im Bereich von
Wanne und Dusche gestrichen. Darauf kann man jedoch laut Auskunft meines
Fliesenlegers ruhig verzichten, wenn man die Fliesen mit wasserdichtem
(-festem?) Fleskleber klebt und anschliessend mit Flexfugenmoertel
verfugt. Damit wird das Ganze so wasserdicht, das den Platten nichts
mehr passieren kann. Saemtliche kanten sind anschliessend natuerlich mit
Silikon zu verfugen.

Noch eine kleine Ausfuehrung zu den Platten. Ich persoenlich bevorzuge
Gipsfaserplatten (z.B. Ferm**ell, siehe www.fels.de ), da diese nicht so
labberig sind, wie Gipskartonplatten und beim Aufhaengen von Lasten auch
eine hoehere Tragkraft haben. Das Mehrgewicht spielt eher eine
untergeordnete Rolle, da bei beiden Ein-Mann-Platten eh nur von
Bodybuildern problemlos verklebt werden koennen. Zwei Leute sollten es
schon sein. Ein weiterer Vorteil ist, wie bereits oben erwaehnt, dass
die Gipsfaserplatten nicht grundiert werden muessen. Lt. Auskunft eines
Fachhandwerkers sind Gipskartonplatten naemlich mit
loesungsmittelhaltiger Grundierung zu behandeln (ist irgendwie klar, da
Wasser und Gips sich nicht gut vertragen). Wer das schon mal in
geschlossenen Raeumen gemacht hat und es freiwillig wieder machen will,
hat, glaube ich, ein kleines Suchtproblem;-)).

Genauere Info's gibts in kostenlosen Broschueren z.B. der o.g. Firma,
welche in jedem besseren Baumarkt vorhanden sind bzw. kostenlos ueber
das Internet bestellt werden koennen (nein, ich hab mit der Firma nichts
zu tun!).

Ich hoffe, nichts wesentliches vergessen zu haben.

Gruss
--
Thomas Erstfeld boy-er...@online-club.de
*Verbietet Tierversuche! Nehmt lieber Rechtsanwaelte, da gibt es
naemlich mehr von.;-)*


Gereon Stein

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to Ralf Maserski
Ralf Maserski schrieb:

Bei uns sieht's wie folgt aus:

Altbau, ca. 1937 (eben wirklich _alt_). Altes Bad im Anbau war nicht
zu gebrauchen, also ein Zimmer im 1. OG geopfert und ein großes (16qm)
Bad eingebaut. Für die dazu notwendigen Installationen (Zu- und Ablei-
tungen) habe ich schlicht eine Kreuzkonstruktion aus 8er Kanthölzern
aufgebracht (erst drei Stück waagerecht auf die Wand, dann in 60er
Mittelabstand = eine Rigipsbreite senkrechte Balken davor
hergeschraubt). Positiver Seiteneffekt: Der Unterputz-Krempel (a.k.a.
WC- und Bidetträger) liess sich prächtig montieren (unser Klempner
hatte Spass). Dann die "grüne" Rigips draufgeschraubt und
beigespachtelt. Schliesslich mit einem _vernünftigen_ Feuchtraum-
Grundierungsmittel vorgestrichen und die Ecken (wie man das so tun soll)
mit Dichtband extra gesichert. Dann verfliest und die - grosszügig
bemessenen - Eckfugen mit Silikon zugezogen. Hält bombig, und wenn wir
an der Installation mal was machen müssen, ist die Wand mit überschau-
barem Aufwand zu öffnen und wieder zu reparieren. Was wir uns übrigens
gespart haben (obwohl man's tun kann und sollte) ist die Füllung der
Hohlräume mit Mineralwolle. Da die Leitungen auf der Wand verankert
sind, hält sich das Geräusch in Grenzen, und man glaubt gar nicht,
was 'ne 12,5er Rigips mit draufgeklebten Fliesen schon für Schalldämmung
bringt. Und bei 34er Aussenmauern... what shall's?!? (Und Klinkern steht
nach Wiederherstellung der Renovierungskasse auch noch irgendwann
mal an :-)

Aber jede Bausubstanz ist anders...

> Bis die Tage
> Ralf
Gruss

Jerry

Karl-Alfred Niebling

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
Ralf Reske schrieb:

>
> Klaus Wensing wrote:
>
> > Wieso Schwachsinn? Er hat das Problem offensichtlich richtig erkannt.
> > Aus bautechnischer Sicht ist es nicht nachvollziehbar und geradezu ein
> > Schildbürgerstreich, auf gemauerte Wände Gipskartonplatten
> > aufzubringen, um sie dann zu kacheln.
>
> Aha, auf gemauerte Waende keine Gipskartonplatten. Auf welche Waende
> dann.
>
> > Gips hat nun mal in Feuchträumen
> > nichts zu suchen. Es zieht Feuchtigkeit an, zersetzt sich und fängt
> > dann an zu faulen. Das kann eine Imprägnierung auch nur graduell
> > verhindern. In Bädern sollte man Gipskartonplatten meiden wie der
> > Teufel das Weihwasser. Es mag ja eine zeitlang gutgehen, aber
> > irgendwann bilden sich in der Verfugung der Fliesen Haarrisse, die die
> > Feuchtigkeit durchlassen. Aus fachlicher Sicht eine einfache aber
> > untaugliche Lösung. Ich habe schon Pilze aus Fliesenfugen wachsen
> > sehen.
>
> Vielleicht sollte er halt mal seine Waende entfeuchten.
>
> >
> > Wenn Du nicht die Mörtelbatzen und die restliche Putzflächen
> > abschlagen willst, dann bringe lieber einen Ausgleichsputz auf den
> > Wänden ggf. auf Putzträger auf und klebe die Fliesen auf herkömmliche
> > Art.
>
Innenwand - und Innendeckenputz für Feuchträume
DIN 18550 Teil 1 4.2.3.3.
Innenwand - und Innendeckenputze für Feuchträume müssen gegen
langzeitig einwirkende Feuchtigkeit beständig sein. Daher
scheiden für diese Putzanwendungen Putzsysteme unter
Verwendung von Mörteln mit Baugips DIN 1168 aus; für häusliche
Küchen und Bäder sind solche Putzsysteme jedoch geeignet.
Wandbekleidungen und Beläge auf dem Putz, wie keramische
Fliesen, die einer direkten Wasserbelastung, z.B. Duschkabinen
und im Wannenbereich, ausgesetzt sind, können besondere
Maßnahmen erforderlich machen. ( Grüne Platte, Voranstrich,
usw. )
Also nichts mit Schwachsinn

Es gibt auch noch eine weitere Möglichkeit:
Gipskartonstreifen von ca. 10 cm Breite im Abstand von 62,5 cm
an die Wand mit Ansetzgips ankleben. Die Streifen genau
ausrichten mittels Setzlatte. Nach abbinden des Ansetzmörtels
die Streifen nochmals von der Seite verfüllen. Anschließend
kannst du die Gipskartonplatten im dünnbettverfahren auf die
Streifen kleben.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Alfred Niebling
Stukkateurgeschäft
Kelternstr. 42
72555 Metzingen

Visit my homepage!
http://home.t-online.de/home/stuck.niebling/home.htm
>====================================================


Hannes Birnbacher

unread,
Nov 19, 1998, 3:00:00 AM11/19/98
to
Thomas Erstfeld / Dani Boy wrote:

> loesungsmittelhaltiger Grundierung zu behandeln (ist irgendwie klar, da
> Wasser und Gips sich nicht gut vertragen). Wer das schon mal in
> geschlossenen Raeumen gemacht hat und es freiwillig wieder machen will,
> hat, glaube ich, ein kleines Suchtproblem;-)).

Och, seit ich mir mal ne Plombe umständehalber mit Pattex wieder
eingeklebt habe, fahr ich auf Lösungsmittel voll ab;-).
Danke Dir für Deine Ausführungen (ausgedruckt für den "Aufheben für alle
Zeit" Ordner:-)

--
Hannes Birnbacher, Windhagen


Heiko Stark

unread,
Nov 19, 1998, 3:00:00 AM11/19/98
to
Rene Kaiser wrote:

> Hallo,
> habe nach langem drängen meiner Frau die alten Fliesen aus dem Badezimmer herausgestemmt. Diese waren direkt mit Mörtel auf die Steine gesetzt. Die Wand ist aber leider nicht ganz gerade sondern ist in der Mitte leicht in den Raum gewölbt.

> Wer hat Tipps, wie ich die Gipskatonplatten, die ich als Untergrund für die Fliesen anbringen möchte gerade an die Wand bekomme.

Hallo Rene,grobe Unebenheiten lassen sich besser ausgleichen, wenn man zuerst GiKa-Reststreifen an die Wand
klebt; bei Unebenheiten >3cm zu empfehlen.
Die Staerke der Moeterlbatzen verringert sich und die Platten lassen sich besser lotrecht ausrichten.
Ich wollte bei mir sicher gehen und habe die gruenen GiKa Platten mit Tiefengrund vorbehandelt und im
Nassbereich (hinter Badewanne und Waschbecken) mit Flexogum von PC* eingestrichen. Die Innenecken sind mit
Gummistreifen, die in feuchtes Flexogum eingedrueckt wurden, abgedichtet.

Heiko

Bernd Huber

unread,
Nov 19, 1998, 3:00:00 AM11/19/98
to
>Gips hat nun mal in Feuchträumen nichts zu suchen. Es zieht Feuchtigkeit
an, zersetzt sich und fängt
>dann an zu faulen.

Willst du etwa behaupten, daß allen Fertighäusern nach ein paar Jahren die
Bäder wegfaulen??
Gipskarton mit Knauf Uniflott verfugen,dabei Bewehrungsstreifen verwenden,
auch wenn draufsteht, daß das nicht nötig ist. Wände mit Absperrgrund
isolieren, Flex Fliesenkleber drauf und fertig ist der Lack.


Aber die elegantere Lösung ist sicherlich Beulen abklopfen und Wände gerade
verputzen. Mit Putzschienen gar nicht so schwer.

Gruß Bernd

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