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Wechselstrom auf großer Wandfläche messbar

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J�rgen Hueglein

unread,
Jul 4, 2009, 8:48:48 AM7/4/09
to
Hallo zusammen,
Bei Renovierung ist mir bei der Leitungssuche mit einem guten Ger�t
aufgefallen, dass auf
mehreren W�nden gro�fl�chig Spannung anliegt. Mit einem digitalen Voltmeter
kann ich auf der R�ckseite der Wand, ca 12 cm Kalksandstein, noch 1,2 Volt
gegen Schutzkontakt an der Steckdose messen.
Ich hatte den Verdacht, dass die Stegleitung von einem Nagel getroffen
wurde, und habe den Putz aufgeschlitzt. da ist aber alles in Ordnung.
Gibt es einen anderen Grund f�r die Spannung auf dem Stein?
Kann das Induktion sein und ganz unbedenklich?
Bevor ich weiteren Putzschaden anrichte bitte ich Euch um Hilfe.

Gr��e
von
J�rgen


Franz Olfinger

unread,
Jul 4, 2009, 10:34:35 AM7/4/09
to
J�rgen Hueglein <j...@freenet.de> schrieb:

> Hallo zusammen,
> Bei Renovierung ist mir bei der Leitungssuche mit einem guten Ger�t
> aufgefallen, dass auf
> mehreren W�nden gro�fl�chig Spannung anliegt. Mit einem digitalen Voltmeter
> kann ich auf der R�ckseite der Wand, ca 12 cm Kalksandstein, noch 1,2 Volt
> gegen Schutzkontakt an der Steckdose messen.

Mess mal den Schutzkontakt gegen ein anderes Erdpotential, z.B.
Wasserleitung.
--
Gru� Franz

Dieter Wiedmann

unread,
Jul 4, 2009, 12:05:35 PM7/4/09
to
Jᅵrgen Hueglein schrieb:

> Mit einem digitalen Voltmeter
> kann ich auf der Rᅵckseite der Wand, ca 12 cm Kalksandstein, noch 1,2 Volt

> gegen Schutzkontakt an der Steckdose messen.

Mal abgesehn davon, dass ein DVM hier vᅵllig ungeeignet ist, seines
hohen Innenwiderstands wegen, im TN-C Netz ist das vᅵllig normal.


Gruᅵ Dieter

Bernd Nomi

unread,
Jul 4, 2009, 12:55:21 PM7/4/09
to
Jᅵrgen Hueglein schrieb:

Digital-Multimeter sind dafᅵr vᅵllig ungeeignet, gerade Laien sollten
sich lieber herkᅵmmliche Instrumente zulegen, diese hochohmigen
Digitalen tᅵuschen oft. Mit denen kannst Du auch Spannung an Deiner
Nasenspitze nachweisen. Spannend im wahrsten Sinn des Wortes wird es,
wenn z.B. ein Glimmlampenprᅵfer etwas anzeigt und eine Spannung auch bei
geringer Belastung noch aufrecht erhalten bleibt.

Falls das aber so sein sollte:


>
> Ich hatte den Verdacht, dass die Stegleitung von einem Nagel getroffen
> wurde, und habe den Putz aufgeschlitzt. da ist aber alles in Ordnung.

Stegleitung ist schon mal gar nicht in Ordnung, die wird gerne auch
sprᅵde und "undicht" wenn kein Nagel drin steckt. Ich kenne diesen
Effekt und hatte auch schon erlebt, dass es an den Hᅵnden kribbelte als
ich eine Tapete an einer Wand mit reichlich Wasser abweichen wollte.

> Gibt es einen anderen Grund fᅵr die Spannung auf dem Stein?
Nein

> Kann das Induktion sein und ganz unbedenklich?

Es kann keine Induktion sein da eine Wand keine Induktivitᅵt besitzt
(keine "Spule" ist) Es muss also ein Kriechstrom sein und der hat seine
Ursache in schadhafter Isolation. Unbedenklich ist sowas auf gar keinen
Fall, in Gegenteil: besorgniserregend bedenklich!

> Bevor ich weiteren Putzschaden anrichte bitte ich Euch um Hilfe

Systematische Suche ist das einzig Richtige. Gibt es mehrere
Stromkreise, schalte alle nacheinander aus und wieder ein oder klemme
vorᅵbergehend mal eine Leitung nach der anderen ab, die durch die Wand
laufen. Eventuell den Hammer auspacken und ne neue Leitung verlegen.
Vielleicht, was auch "gerne" gemacht wird, hat da jemand frᅵher mal eine
Leitung abgeschnitten und einfach eingegipst!?
Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt. Ich hatte schon gesehen,
dass ein ganzes Zimmer ᅵber Klingeldraht (2x0,5 starr, schwach isoliert)
von der Etage darunter versorgt wurde. Die Isolierung des Klingeldrahtes
war fast vᅵllig weggebrannt, dass es dabei keinen Kurzschluᅵ oder einen
Wohnungsbrand gegeben hatte, war groᅵes Glᅵck und lag sicher auch daran,
dass man frᅵher kaum Gerᅵte im Wohnzimmer hatte, die wirklich viel Strom
verbrauchten.

J�rgen Hueglein

unread,
Jul 6, 2009, 9:10:49 PM7/6/09
to

"J�rgen Hueglein" <j...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4a4f4fb3$0$30224$9b4e...@newsspool1.arcor-online.net...

> Hallo zusammen,
> Bei Renovierung ist mir bei der Leitungssuche mit einem guten Ger�t
> aufgefallen, dass auf
> mehreren W�nden gro�fl�chig Spannung anliegt. Mit einem digitalen
> Voltmeter kann ich auf der R�ckseite der Wand, ca 12 cm Kalksandstein,
> noch 1,2 Volt gegen Schutzkontakt an der Steckdose messen.


Vielen Dank f�r Eure Infos.
Ich habe nun mit einem anal-VM gemessen, da war nichts mehr.
Differenz zwischen Schutzleiter und Wasserrohr ca 1 Volt ~
Ob es sich hier um ein TN-C-Netz handelt, wei� ich nicht.
Jedenfalls haben wir schon einige Meter Putz freigelegt und neu verkabelt.
Die Stegleitung war knochenhart und nicht mehr zu gebrauchen.
Das Baujahr des Hauses war 1986.
Weiteren Pfusch haben wir entdeckt: Ein Stromsto�rel. f�r die Schalttafel
war im 2. OG in die Wand eingelassen, die Kontakte mit einer Plastikt�te
abgedeckt und dann zugegipst.
Auch gibt es im ganzen Haus keine Klemmdosen oder Verteiler, alles wurde in
tiefen Schalterdosen randvoll versteckt. An fast allen Schaltern sind die
Dr�hte zu weit abisoliert und z.Teil 2 cm blank herausragend. Die T�rklingel
an der Haust�re ist wohl noch nie gegangen, denn das Kabel ist mit allen 4
Adern unterbrochen. Lediglich die Sprechanlage an der Stra�e geht mit
Klingel.
Ich k�nnte den Elektriker erw�rgen!!!!
Elektriker bin ich zwar nicht, sondern "Strippenzieher"(gewesen), aber was
Pfusch ist kann ich schon noch beurteilen

Gru� an Euch alle und Dank f�r die schnelle Reaktion

Gru� J�rgen


Chris

unread,
Jul 7, 2009, 12:58:12 AM7/7/09
to
J�rgen Hueglein wrote:

> verkabelt. Die Stegleitung war knochenhart und nicht mehr zu
> gebrauchen.

Die graue Masse um die Stegleitung ist keine Isolierung sondern dient
nur dazu die Adern bis zum Verputzen auf Abstand zu halten. Ein
Aush�rten ist total normal und nicht schlimm.
Gru�
Christoph

Helmut Barth

unread,
Jul 7, 2009, 4:04:01 AM7/7/09
to
Salut!

Jᅵrgen Hueglein schrieb:

> Vielen Dank fᅵr Eure Infos.
> Ich habe nun mit einem anal-VM gemessen, [snip]

Sozusagen eine Messung fᅵr den Arsch ..

SCNR, Helmut

Frank Müller

unread,
Jul 7, 2009, 5:53:34 AM7/7/09
to
J�rgen Hueglein schrieb:


> Die Stegleitung war knochenhart und nicht mehr zu gebrauchen.
> Das Baujahr des Hauses war 1986.

Dasmacht gar nichts, f�r die Isolierung ist nur die Einzeladerisolierung
zust�ndig.

> Weiteren Pfusch haben wir entdeckt: Ein Stromsto�rel. f�r die
> Schalttafel war im 2. OG in die Wand eingelassen, die Kontakte
> mit einer Plastikt�te abgedeckt und dann zugegipst.

Das ist allerdings gro�er Pfusch.

> Auch gibt es im ganzen Haus keine Klemmdosen oder Verteiler,
> alles wurde in tiefen Schalterdosen randvoll versteckt.

Das hingegen ist Stand der Technik. Abzweigdosen sollte man vermeiden,
denn tritt einmal ein Fehler auf (und die kommen vor!), ist die sch�ne
Tapete gleich mit hin!

> An fast allen Schaltern sind die
> Dr�hte zu weit abisoliert und z.Teil 2 cm blank herausragend.

Leicht zu korrigierender Pfusch.

> Die T�rklingel an der Haust�re ist wohl noch nie gegangen, denn das
> Kabel ist mit allen 4 Adern unterbrochen. Lediglich die Sprechanlage
> an der Stra�e geht mit Klingel.

Bist du sicher, dass die Adern schon immer unterbrochen waren?

> Ich k�nnte den Elektriker erw�rgen!!!!

Bist du sicher, dass ein Elektriker die Installation durchgef�hrt hat?

> Elektriker bin ich zwar nicht, sondern "Strippenzieher"(gewesen), aber
> was Pfusch ist kann ich schon noch beurteilen

Was bitte ist der Unterschied zwischen Strippenzieher und Elektriker?

Fr"Elektroinstalateur"nk

--
o
_ /-_
( )+( )

J�rgen Hueglein

unread,
Jul 9, 2009, 2:47:45 PM7/9/09
to

"Frank M�ller" <fmuel...@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:124696...@user.newsoffice.de...

>> Elektriker bin ich zwar nicht, sondern "Strippenzieher"(gewesen), aber
>> was Pfusch ist kann ich schon noch beurteilen
>
> Was bitte ist der Unterschied zwischen Strippenzieher und Elektriker?
>
> Fr"Elektroinstalateur"nk
>
Als Strippenzieher bezeichnete man die Telefonmonteure.
Bevor es Tel-Anlagen mit Automat gab, wurden Reihenanlagen verbaut, Max 4
Amt + bis 12 Nebenstellen. Jeder App. war mit bis zu 100 Adern verbunden,
die in 36-er Rohr eingezogen wurden. Wir kamen da mit vielen Drahtrollen a
100 m unterschiedlicher Farben zu Kunden und legten diese in den Fluren so
oft aus, bis die erforderliche Aderzahl erreicht war. Dann ging es ans
L�ten. Ankommend und Abgehend je 100 Adern,
+ bis 100 in den App hinein.

Ich hoffe, Du kannst Dir jetzt vorstellen, woher der Begriff kommt.
Inzwischen hie�en die Fernmelde-Elektroniker, wie der Beruf jetzt hei�t,
wei� ich auch nicht.

Gru� J�rgen


Karl Rannseier

unread,
Jul 20, 2009, 6:26:15 AM7/20/09
to
Jᅵrgen Hueglein schrieb:

> Inzwischen hieᅵen die Fernmelde-Elektroniker, wie der Beruf jetzt heiᅵt,
> weiᅵ ich auch nicht.

Telefonklempner.


Karl

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