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Luftgebläse in Gas-Brennwertkessel Preis?

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Jo Warner

unread,
Mar 26, 2011, 1:57:11 PM3/26/11
to
Hallo,

vorgestern war der Heizungsservice da, weil laut Fehlercode an unserer
Gasheizung das Luftgebläse defekt war. Heute kam die schockierende Rechnung.

Kann es wirklich sein, dass ein simpler geschwindigkeitsgeregelter
Ventilator in einem Alugussgehäuse als Ersatzteil brutto 525 Euro
kostet? Heizungshersteller ist Sieger, Typ BK 13, Innenleben ist von
Buderus. Mir erscheint es absolut überteuert.

Gruß Jo

Volkmar Rau

unread,
Mar 26, 2011, 2:28:23 PM3/26/11
to
Ist das der Rechnungspreis oder Preis des Teils?


Karl-Otto Simonsen

unread,
Mar 26, 2011, 2:28:51 PM3/26/11
to

"Jo Warner" <kiw...@yahoo.de> schrieb

Wurde bei mir auch, inzwischen 2-mal, erneuert. Ich meine ich hab so ca.
470 - 490 Euro bezahlt. Hersteller Vaillant.

bis denne, karlotto

Jo Warner

unread,
Mar 26, 2011, 3:00:50 PM3/26/11
to
Am 26.03.2011 19:28, schrieb Volkmar Rau:

> Ist das der Rechnungspreis oder Preis des Teils?

Das ist der Ersatzteilpreis auf der Rechnung.

Ich habe eben mal das defekte Teil zerlegt, das dauerte keine zwei
Minuten. Auf dem eigentlichen Motor ist eine runde Platine, die separat
tauschbar wäre, der Motor selbst scheint auf den ersten Messeindruck hin
nicht durchgebrannt zu sein. Fremdspannung lege ich nicht an, weil ich
kein voll durchregelbares Netzgerät habe.

Gruß Jo

Lutz Schulze

unread,
Mar 26, 2011, 3:10:30 PM3/26/11
to

Ich bleibe bis auf weiteres bei meiner robusten Heizung von 1994.

Lutz

--
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Volkmar Rau

unread,
Mar 26, 2011, 3:26:21 PM3/26/11
to

Heftig, der Preis liegt bei vergleichbaren Teilen anderer Hersteller
deutlich drunter.

Jo Warner

unread,
Mar 26, 2011, 3:48:13 PM3/26/11
to
Am 26.03.2011 20:26, schrieb Volkmar Rau:

> Heftig, der Preis liegt bei vergleichbaren Teilen anderer Hersteller
> deutlich drunter.

So, weitere Erforschung ist fertig:
Der Lüftermotor ist ein EBM Papst Asynchronmotor. Mal mutig 230 V
draufgegeben, läuft.
Auf der Platine ist u. a. ein Kondensator mit 47 müF, also wohl der
Phasenkondensator für den Motor, dann eine Gruppe von vier Thyristoren,
ein Gleichrichter für die Versorgungsspannung der Platine nebst
Spannungskonstanthalter und unterseits ein paar SMD-Bauteile.

SMD-Teile und auch Thyristoren sterben, ohne zu rauchen oder zu glühen.
Da der Motor läuft, ist es wohl ein Platinenfehler. Ich erwarte von
einer Fachvertretungsfirma des Heizungsherstellers, dass sie nicht ex
und hopp und teuer neu rein machen, sondern Fehler suchen und nur das
tauschen, was kaputt ist.

Ich wurde ja schon schief angeguckt, als ich darauf bestand, dass der
kaputte Lüfter bei uns verbleibt, weil ich ihn selbst entsorgen könne.

Gruß Jo

Karl-Otto Simonsen

unread,
Mar 26, 2011, 3:48:35 PM3/26/11
to

"Volkmar Rau" <ra...@arcor.de> schrieb

Wenn ca. 10% (Vaillant) deutlich ist?

bis denne, karlotto

Karl-Otto Simonsen

unread,
Mar 26, 2011, 3:46:05 PM3/26/11
to

"Lutz Schulze" <lsch...@netzwerkseite.de> schrieb

> Am Sat, 26 Mar 2011 19:28:51 +0100 schrieb Karl-Otto Simonsen:
>
>>> vorgestern war der Heizungsservice da, weil laut Fehlercode an unserer
>>> Gasheizung das Luftgebläse defekt war. Heute kam die schockierende
>>> Rechnung.
>>>
>>> Kann es wirklich sein, dass ein simpler geschwindigkeitsgeregelter
>>> Ventilator in einem Alugussgehäuse als Ersatzteil brutto 525 Euro
>>> kostet?
>>> Heizungshersteller ist Sieger, Typ BK 13, Innenleben ist von Buderus.
>>> Mir
>>> erscheint es absolut überteuert.
>>
>> Wurde bei mir auch, inzwischen 2-mal, erneuert. Ich meine ich hab so ca.
>> 470 - 490 Euro bezahlt. Hersteller Vaillant.
>
> Ich bleibe bis auf weiteres bei meiner robusten Heizung von 1994.

Ich hab eine "robuste" von 1995.

bis denne, karlotto

Volkmar Rau

unread,
Mar 26, 2011, 4:01:24 PM3/26/11
to
Diese Teile werden nur Komplett getauscht. Und das ist gut so?

Volkmar Rau

unread,
Mar 26, 2011, 4:02:14 PM3/26/11
to
10% ist nicht deutlich;-)

Joerg

unread,
Mar 26, 2011, 5:59:39 PM3/26/11
to

Sobald irgendwo Elektronik drin ist gilt bei vielen Ersatzteilen fuer
Autos, Heizungen und dergleichen oft: Herstellkosten mal zehn, oder
mehr. Unser grosses ungeregeltes Geblaese hat keine $200 gekostet, Motor
inklusive Luefterkaefig und Kondensator. Zum Glueck ist da keinerlei
Elektronik drin. Als aber vor Jahren mal die Steuerplatine ausfiel
kostete die rund $350, und viel mehr als in einem einfachen
Transistorradio ist war da nicht drauf. Spasseshalber die alte
durchgesehen ... es war ein 24V Triac kaputt welcher bei Digikey
nichtmal 50 Cents gekostet haette. Hat mich etwas gewurmt.

Was lernen wir daraus? Low-tech rulez :-)

--
Regards, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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Kurt Harders

unread,
Mar 27, 2011, 1:46:02 AM3/27/11
to
Hallo Joerg,

Am 26.03.2011 22:59, schrieb Joerg:

> Sobald irgendwo Elektronik drin ist gilt bei vielen Ersatzteilen fuer
> Autos, Heizungen und dergleichen oft: Herstellkosten mal zehn, oder
> mehr. Unser grosses ungeregeltes Geblaese hat keine $200 gekostet, Motor
> inklusive Luefterkaefig und Kondensator. Zum Glueck ist da keinerlei
> Elektronik drin. Als aber vor Jahren mal die Steuerplatine ausfiel
> kostete die rund $350, und viel mehr als in einem einfachen
> Transistorradio ist war da nicht drauf. Spasseshalber die alte
> durchgesehen ... es war ein 24V Triac kaputt welcher bei Digikey
> nichtmal 50 Cents gekostet haette. Hat mich etwas gewurmt.
>
> Was lernen wir daraus? Low-tech rulez :-)

Gegenfrage: Was hätte die reparatur gekostet, wenn Du sie durchgeführt
hättest. Mit Deinem Stundensatz... Den dass jeder Heizungsmonteur Deine
Fehlersuche nachvollziehen kann, bezweifle ich. Bliebe also der Tausch
der Platine auf Verdacht.

Grüße, Kurt

--
KHTronik - Kurt Harders
Elektronik, Softwareentwicklung, Opensource-Beratung
Leimbacher Str. 36
42281 Wuppertal

T +49 202 2 50 11 64
F +49 202 2 50 11 65
M +49 171 8 36 82 33

Lutz Schulze

unread,
Mar 27, 2011, 2:53:10 AM3/27/11
to
Am Sat, 26 Mar 2011 20:46:05 +0100 schrieb Karl-Otto Simonsen:

>>>> Kann es wirklich sein, dass ein simpler geschwindigkeitsgeregelter
>>>> Ventilator in einem Alugussgehäuse als Ersatzteil brutto 525 Euro
>>>> kostet?
>>>> Heizungshersteller ist Sieger, Typ BK 13, Innenleben ist von Buderus.
>>>> Mir
>>>> erscheint es absolut überteuert.
>>>
>>> Wurde bei mir auch, inzwischen 2-mal, erneuert. Ich meine ich hab so ca.
>>> 470 - 490 Euro bezahlt. Hersteller Vaillant.
>>
>> Ich bleibe bis auf weiteres bei meiner robusten Heizung von 1994.
>
> Ich hab eine "robuste" von 1995.

Vermutlich frühe Brennwertheizung? In meiner robusten gibt es so einen
Ventilator gar nicht.

Karl-Otto Simonsen

unread,
Mar 27, 2011, 3:59:56 AM3/27/11
to

"Lutz Schulze" <lsch...@netzwerkseite.de> schrieb

> Am Sat, 26 Mar 2011 20:46:05 +0100 schrieb Karl-Otto Simonsen:
>
>>>>> Kann es wirklich sein, dass ein simpler geschwindigkeitsgeregelter
>>>>> Ventilator in einem Alugussgehäuse als Ersatzteil brutto 525 Euro
>>>>> kostet?
>>>>> Heizungshersteller ist Sieger, Typ BK 13, Innenleben ist von Buderus.
>>>>> Mir
>>>>> erscheint es absolut überteuert.
>>>>
>>>> Wurde bei mir auch, inzwischen 2-mal, erneuert. Ich meine ich hab so
>>>> ca.
>>>> 470 - 490 Euro bezahlt. Hersteller Vaillant.
>>>
>>> Ich bleibe bis auf weiteres bei meiner robusten Heizung von 1994.
>>
>> Ich hab eine "robuste" von 1995.
>
> Vermutlich frühe Brennwertheizung?

Ja.

> In meiner robusten gibt es so einen Ventilator gar nicht.

Das erste Brennwertgerät von Vaillant, Einbaujahr 1992, wurde, nachdem
die Garantie auf drei Jahre verlängert wurde, kurz vor Ablauf der Garantie
auf Kosten von Vaillant ausgetauscht.
Die neuen sollen ja besser sein.

bis denne, karlotto


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Volkmar Rau

unread,
Mar 27, 2011, 6:17:27 AM3/27/11
to
Am 27.03.2011 11:09, schrieb Ludger Averborg:

> On Sun, 27 Mar 2011 08:53:10 +0200, Lutz Schulze
> <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:
>
>> Vermutlich frühe Brennwertheizung? In meiner robusten gibt es so einen
>> Ventilator gar nicht.
>
> Und wie sorgt dein Gerät dann dafür, dass das stöchiometrisch richtige
> Gas-Luft-Gemisch entsteht -wenn nicht durch die Drehzahl des
> Ventilators?

Es gibt Geräte die sind raumluftabhängig und welche die
raumluftunabhängig arbeiten.
Atmosphärische Brenner mit Strömungssicherung sind raumluftabhängig.
Da brennts halt und die benötigte Luft findet ganz von allein den Weg
zum Brennstoff.
>
> Meine Heizung ist erst vier oder fünf Jahre alt, verfügt aber -genau
> wie der (nicht Brennwert-)Vorgänger- über so ein Gebläse. Die Drehzahl
> ist offenbar sogar bedeutend, sie kann jedenfalls angezeigt werden und
> ist ein Maß für die Kesselleistung.

Raumluftunabhängig halt. Ja die Drehzahl ist bedeutend um möglichst
nahe an eine vollkommene Verbrennung heranzukommen. Viel Brennstoff ->
viele Luft

MaWin

unread,
Mar 27, 2011, 8:02:00 AM3/27/11
to
"Joerg" <inv...@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:8v75ui...@mid.individual.net...

> durchgesehen ... es war ein 24V Triac kaputt welcher bei Digikey
> nichtmal 50 Cents gekostet haette. Hat mich etwas gewurmt.
>
> Was lernen wir daraus? Low-tech rulez :-)

Nein, man lernt, daß es sich auszahlt, die Kenntnisse zu haben,
um etwas selber reparieren zu können (und die Zeit dazu muß man
sich nehmen).
Man spart damit so viel Geld, so viel kann man mit seiner
eigentlichen Arbeit (die zusätzlich mit Steuer beaufschlagt wird)
gar nicht verdienen.

Für den Hersteller gilt:
Beim Verlauf ist er der Konkurenz ausgesetzt und muß billig
verkaufen.
Bei Ersatzteilen ist er Monopolist und kann beliebig zuschlagen
denn da ist die Regulierung des Makres komplett ausgeschaltet
und in unregulierten Märkten lebt es sich wie die Made im Speck.

Daher sind Gesetze notwendig, die es Drittanbietern erlauben,
Ersatzteile zu fertigen und anzubieten. Ob bei Autos oder bei
Heizungen und bei Druckertintenpatrronen.

Der derzeitige Weg, Patent und Markenverletzungen "der Kotflügel
sieht genau so aus wie bei einem Benz, ist also eine geschütztes
Design", "der Chip in der Druckerpatrone unterliegt einem Patent,
ist also nicht nachbaubar ohne Lizenz" ist der Gierweg der
Turbokapitalisten und muß bekämpft werden. Man erinnere sich,
Patente wurden mal erfunden ausschliesslich auf die Methode WIE
etwas hergestellt wird, nicht auf das Produkt ansich. Ebenso galt
mal, daß eine Kopie zu nicht-gewerblichen Zwecken selbstverständlich
erlaubt ist.
--
Manfred Winterhoff

Lutz Schulze

unread,
Mar 27, 2011, 8:18:59 AM3/27/11
to
Am Sun, 27 Mar 2011 11:09:49 +0200 schrieb Ludger Averborg:

> On Sun, 27 Mar 2011 08:53:10 +0200, Lutz Schulze
> <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:
>

>>Vermutlich frühe Brennwertheizung? In meiner robusten gibt es so einen
>>Ventilator gar nicht.
>

> Und wie sorgt dein Gerät dann dafür, dass das stöchiometrisch richtige
> Gas-Luft-Gemisch entsteht -wenn nicht durch die Drehzahl des
> Ventilators?

Gar nicht. Raumluftabängig, läuft einfach so und erfüllt problemlos die
Grenzwerte. Die vermutete Einsparung durch den Lüfter fressen ja wohl im
berichteten Fall die Reparaturen desselben auf.

Olaf Kaluza

unread,
Mar 27, 2011, 7:50:07 AM3/27/11
to
MaWin <ma...@gmx.net> wrote:

>Man spart damit so viel Geld, so viel kann man mit seiner

>eigentlichen Arbeit (die zus?tzlich mit Steuer beaufschlagt wird)
>gar nicht verdienen.

Das sage ich ja auch immer. Vermutlich kann man mit der richtigen
Ausbildung die sich privat nutzen laesst mittlerweile mehr Geld
einsparen als man woanders durch arbeiten verdienen koennte.

Einen Nachteil hat die Sache aber. Man hat nur noch alte Sache, weil
es ja nie einen Grund gibt etwas neues zu kaufen und die reparierten
Geraete auch nicht mehr kaputt gehen wenn man einmal gute Ersatzteile
einbaut.

Olaf

Message has been deleted
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Joerg

unread,
Mar 27, 2011, 9:37:51 AM3/27/11
to
Kurt Harders wrote:
> Hallo Joerg,
>
> Am 26.03.2011 22:59, schrieb Joerg:
>
>> Sobald irgendwo Elektronik drin ist gilt bei vielen Ersatzteilen fuer
>> Autos, Heizungen und dergleichen oft: Herstellkosten mal zehn, oder
>> mehr. Unser grosses ungeregeltes Geblaese hat keine $200 gekostet, Motor
>> inklusive Luefterkaefig und Kondensator. Zum Glueck ist da keinerlei
>> Elektronik drin. Als aber vor Jahren mal die Steuerplatine ausfiel
>> kostete die rund $350, und viel mehr als in einem einfachen
>> Transistorradio ist war da nicht drauf. Spasseshalber die alte
>> durchgesehen ... es war ein 24V Triac kaputt welcher bei Digikey
>> nichtmal 50 Cents gekostet haette. Hat mich etwas gewurmt.
>>
>> Was lernen wir daraus? Low-tech rulez :-)
>
> Gegenfrage: Was hätte die reparatur gekostet, wenn Du sie durchgeführt
> hättest. Mit Deinem Stundensatz... Den dass jeder Heizungsmonteur Deine
> Fehlersuche nachvollziehen kann, bezweifle ich. Bliebe also der Tausch
> der Platine auf Verdacht.
>

Den Fehler hatte ich nach rund fuenf Minuten gefunden. Soviel wie ein
Staranwalt verdiene ich nicht :-)

Die Heizung pulste immer an und aus, die Flamme "hielt nicht". Das
konnte nur das Ventil am Johnson Controls Klaestle sein oder dessen
Steuerung. Aber ich war damals viel unterwegs und so machte es der
Monteur eben "wie ueblich".

Noch schlimmer ist das bei Autos. Als ich vor einigen Wochen bei der
Abgasuntersuchung war fiel neben mir ein Rentner fast um. An seinem
Truck muesse ein Elektronikmodul gewechselt werden und das sollte ueber
$1000 kosten. Es gibt Autos die ich aus diesem Grunde nicht kaufen wuerde.

--
Gruesse, Joerg

Joerg

unread,
Mar 27, 2011, 9:42:57 AM3/27/11
to
Martin Gerdes wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> schrieb:
>

[...]

>> Sobald irgendwo Elektronik drin ist, gilt bei vielen Ersatzteilen fuer


>> Autos, Heizungen und dergleichen oft: Herstellkosten mal zehn, oder
>> mehr.
>

> Da ist dann derjenige gut dran, der sowas selbst reparieren kann. Zum
> Glück bist Du diesbezüglich ja Profi.
>

Einen kaputten Triac finden kann auch der Nicht-Profi. Das ist mir sogar
als Schueler gelungen und ich fand aauch heraus wo man einen neuen bekam :-)


>> Unser grosses ungeregeltes Geblaese hat keine $200 gekostet
>

> Hältst Du das für günstig?
>

Nein, aber das ist erheblich weniger als 525 Euro.


>> Als aber vor Jahren mal die Steuerplatine ausfiel
>> kostete die rund $350, und viel mehr als in einem einfachen
>> Transistorradio ist war da nicht drauf. Spasseshalber die alte
>> durchgesehen ... es war ein 24V Triac kaputt welcher bei Digikey
>> nichtmal 50 Cents gekostet haette. Hat mich etwas gewurmt.
>
>> Was lernen wir daraus?
>

> Das nächste Mal prüfen wir alle 24V-Triacs der Steuerplatine erst einmal
> selbst (die Meßmittel dazu haben wir ja), bevor wir den Heizungsservice
> rufen.
>

Wenn ich da gewesen waere haette ich das auch getan. Aber damals hatten
wir noch keine Holz- und Pelletoefen als Backup und es musste sofort
repariert werden. Ich finde dass die Rueckverfolgung eines 24V
Steuersignals nicht gerade Raketenwissenschaft ist. Ist kleines
Elektro-Einmaleins.

--
Gruesse, Joerg

Joerg

unread,
Mar 27, 2011, 10:00:20 AM3/27/11
to
MaWin wrote:
> "Joerg" <inv...@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:8v75ui...@mid.individual.net...
>
>> durchgesehen ... es war ein 24V Triac kaputt welcher bei Digikey
>> nichtmal 50 Cents gekostet haette. Hat mich etwas gewurmt.
>>
>> Was lernen wir daraus? Low-tech rulez :-)
>
> Nein, man lernt, daß es sich auszahlt, die Kenntnisse zu haben,
> um etwas selber reparieren zu können (und die Zeit dazu muß man
> sich nehmen).


Und dann steht man eines Tages vor einer Platine wo nur noch ein
riesiger Chip drauf ist, schlimmstenfalls noch im BGA-Gehaeuse.
Typenbezeichnung nicht entschluesselbar da herstellerspezifisch -> aus
die Maus.


> Man spart damit so viel Geld, so viel kann man mit seiner
> eigentlichen Arbeit (die zusätzlich mit Steuer beaufschlagt wird)
> gar nicht verdienen.
>

Exactamente! Es hat schon seinen Grund warum ich Sachen wie Fliesenlegen
und so selbst mache. Und dennoch meinen einige Sozis immer noch, die
Laffer-Kurve sei nur eine boese kapitalistische Erfindung, die gaebe es
gar nicht :-)


> Für den Hersteller gilt:
> Beim Verlauf ist er der Konkurenz ausgesetzt und muß billig
> verkaufen.
> Bei Ersatzteilen ist er Monopolist und kann beliebig zuschlagen
> denn da ist die Regulierung des Makres komplett ausgeschaltet
> und in unregulierten Märkten lebt es sich wie die Made im Speck.
>
> Daher sind Gesetze notwendig, die es Drittanbietern erlauben,
> Ersatzteile zu fertigen und anzubieten. Ob bei Autos oder bei
> Heizungen und bei Druckertintenpatrronen.
>

Noe, das kann der Markt regeln. Man muss nicht fuer alles Gesetze haben.
Ich mache das ganz einfach: Bevor ich ein Auto, eine Heizung oder
aehnlich teures kaufe tue ich so als haette ich das schon. Dann gehe ich
zum Haendler und frage z.B. was der linke Aussenspiegel kostet, oder
eben ein Ersatzgeblaese z.B. bei unserem Pelletofen. In Deutschland
nannte mir eine Firma einen Preis von rund 250DM, die andere in der
engeren Wahl befindliche etwa 530DM. Dreimal darfst Du raten welches
Auto ich gekauft habe.


> Der derzeitige Weg, Patent und Markenverletzungen "der Kotflügel
> sieht genau so aus wie bei einem Benz, ist also eine geschütztes
> Design", "der Chip in der Druckerpatrone unterliegt einem Patent,
> ist also nicht nachbaubar ohne Lizenz" ist der Gierweg der
> Turbokapitalisten und muß bekämpft werden. Man erinnere sich,
> Patente wurden mal erfunden ausschliesslich auf die Methode WIE
> etwas hergestellt wird, nicht auf das Produkt ansich. Ebenso galt
> mal, daß eine Kopie zu nicht-gewerblichen Zwecken selbstverständlich
> erlaubt ist.


Alles halb so wild. Juengstes Beispiel war die Dichtung fuer den
Pelletofen. Haben sie auf $40 raufgesetzt fuer ein Stueck glorifizierte
Glasfaser. Da hoerte der Spass auf und ich nahm eine passende von einem
anderen Hersteller. Und wieso soll man die zu nicht-gewerblichen Zwecken
nicht selbstschneidern? Bei $12 hatte ich nur keine Lust dazu.

--
Gruesse, Joerg

Jo Warner

unread,
Mar 27, 2011, 10:21:00 AM3/27/11
to
Am 27.03.2011 16:00, schrieb Joerg:

> Und dann steht man eines Tages vor einer Platine wo nur noch ein
> riesiger Chip drauf ist, schlimmstenfalls noch im BGA-Gehaeuse.
> Typenbezeichnung nicht entschluesselbar da herstellerspezifisch -> aus
> die Maus.

Ich trauere auch noch ein wenig der diskreten Elektronikbauweise nach
sowie Bauteilen, für deren Verarbeitung man kein OP-Mikroskop braucht.

> Alles halb so wild. Juengstes Beispiel war die Dichtung fuer den
> Pelletofen. Haben sie auf $40 raufgesetzt fuer ein Stueck glorifizierte
> Glasfaser. Da hoerte der Spass auf und ich nahm eine passende von einem
> anderen Hersteller. Und wieso soll man die zu nicht-gewerblichen Zwecken
> nicht selbstschneidern? Bei $12 hatte ich nur keine Lust dazu.

Ich hatte sowas mal bei einer Flächendichtung am Zylinderkopf eines
Hochdruckkompressors. Ersatzteil sollte 55 Euro kosten bei 3 Tage
Lieferzeit. Also los mit der kaputten Dichtung zum technischen
Großhandel. Kommentar: So schlechtes Material führen wir nicht. Ich
kriegte von der Rolle genug gutes Material für vier Dichtungen für 3
Euro, in 10 Minuten war daraus die neue Dichtung geschnitten/gestanzt,
fertig.

Mies ist die Strategie einiger Druckerhersteller mit dem Chip auf der
Kartusche, anstatt eine simple Reset-Taste für den Status "Toner leer"
einzubauen.

Gruß Jo

Jo Warner

unread,
Mar 27, 2011, 10:29:30 AM3/27/11
to
Am 27.03.2011 15:37, schrieb Joerg:

> Noch schlimmer ist das bei Autos. Als ich vor einigen Wochen bei der
> Abgasuntersuchung war fiel neben mir ein Rentner fast um. An seinem
> Truck muesse ein Elektronikmodul gewechselt werden und das sollte ueber
> $1000 kosten. Es gibt Autos die ich aus diesem Grunde nicht kaufen wuerde.

Das ist aber preiswert! Ich hatte mal bei einem VW Passat TDi den
gelegentlich auftretenden Fehler, dass er sich nicht starten ließ.
VW-Diagnose: Steuergerät kaputt, kostet 1300 Euro, und falls es doch
nicht daran liegt, muss ich trotzdem das neue Steuergerät bezahlen, weil
Elektronikteile nicht zurückgenommen werden. Der tatsächliche, von mir
selbst gefundene Fehler war eine defekte Kontaktplatte im Zündschloss,
Teilepreis 11 Euro

Jo


Helmut Hullen

unread,
Mar 27, 2011, 10:30:00 AM3/27/11
to
Hallo, Joerg,

Du meintest am 27.03.11:

>>> Was lernen wir daraus? Low-tech rulez :-)

>> Nein, man lernt, daß es sich auszahlt, die Kenntnisse zu haben,
>> um etwas selber reparieren zu können (und die Zeit dazu muß man
>> sich nehmen).


> Und dann steht man eines Tages vor einer Platine wo nur noch ein
> riesiger Chip drauf ist, schlimmstenfalls noch im BGA-Gehaeuse.
> Typenbezeichnung nicht entschluesselbar da herstellerspezifisch ->
> aus die Maus.

Oder auf dem Vielbeiner steht "ELV" drauf ...

Viele Gruesse!
Helmut

Olaf Kaluza

unread,
Mar 27, 2011, 9:38:29 AM3/27/11
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:

>Noch schlimmer ist das bei Autos. Als ich vor einigen Wochen bei der
>Abgasuntersuchung war fiel neben mir ein Rentner fast um. An seinem
>Truck muesse ein Elektronikmodul gewechselt werden und das sollte ueber
>$1000 kosten.

Gelegentlich fragt man sich ja ob man sich nicht selbstaendig machen
sollte und dann diese sachen einfach repariert....

>Es gibt Autos die ich aus diesem Grunde nicht kaufen wuerde.

Da bleibt aber nicht mehr viel was du noch kaufen kannst.

Olaf

Olaf Kaluza

unread,
Mar 27, 2011, 9:35:05 AM3/27/11
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:

>Und dann steht man eines Tages vor einer Platine wo nur noch ein
>riesiger Chip drauf ist, schlimmstenfalls noch im BGA-Gehaeuse.
>Typenbezeichnung nicht entschluesselbar da herstellerspezifisch -> aus
>die Maus.

Ach Joerg, du bist doch garnicht so doof wie du jetzt tust.
Das wirklich mal ein IC defekt ist, ist doch extremst selten. In 95%
der Faelle sind es nur kalte Loetstellen, Elkos oder auch mal ein
Leistungshalbleiter.

Ansonsten muss man halt erfinderisch sein. Ich habe vor vielen Jahren
mal einen Videorecorder defekt fuer 2-300DM gekauft. Das war damals
die oberstes Luxusklasse von Panasonic (NP1800DM). Da war wirklich ein
IC defekt. Und zwar einer der dicken Prozessoren der die Mechanik
steuerte. Da war ein Ausgangsport verbraten.
Den haette ich sogar von Panasonic bekommen. Preis weiss ich nicht
mehr mehr, aber damals hab ich mich noch nicht an so fette SMD Sachen
getraut. Da habe ich dann lange den Schaltplan studiert und das
fehlende Signal mit ein paar Gattern aus anderen Signalen
zusammengebastelt.

Aber natuerlich gibt es immer mal Dinge die man nicht reparieren
kann. Ist halt nur sehr selten.

>nannte mir eine Firma einen Preis von rund 250DM, die andere in der
>engeren Wahl befindliche etwa 530DM. Dreimal darfst Du raten welches
>Auto ich gekauft habe.

Ich meine mich dunkel zu entsinnen das es mal so vor 10-15Jahren
irgendeine Autozeitung gab die bei Autotests immer den Preis der
Bremsscheiben als Anhaltspunkt genannt haben. Folge war dann IMHO das
die Preise fuer Bremsscheiben stark gefallen sind. :-)
Es ist aber schon eine interessante Frage wieso soetwas heute nicht
mehr gemacht wird.
Gerade bei Autoersatzteilen sind die Preise in Deutschland so derb
ueberteuert da es schon Wegelagerei ist. Ich fand es immer
Bemerkenswert wenn ich fuer meinen Pontiac bei einer deutschen Firma
Ersatzeile bestellt habe, die sie wiederum in den USA bestellt haben
und die Sachen dann trotz eines weiteren Zwischenhaendlers die haelfte
gekostet haben wie bei uns. Und wir reden von Originalherstelleteile!

>Alles halb so wild. Juengstes Beispiel war die Dichtung fuer den
>Pelletofen. Haben sie auf $40 raufgesetzt fuer ein Stueck glorifizierte
>Glasfaser. Da hoerte der Spass auf und ich nahm eine passende von einem
>anderen Hersteller. Und wieso soll man die zu nicht-gewerblichen Zwecken
>nicht selbstschneidern? Bei $12 hatte ich nur keine Lust dazu.

Du bezahlst bei so Kleinteilen natuerlich auch viel fuers Handling und
die Lagerhaltung. Aber natuerlich sind 40$ einfach nur dreist. Gerade
bei Dichtungen empfiehlt es sich die als Meterware da zu haben und
selber zu schneiden. Nicht nur wegen dem Geld, man hat sie dann schon
da wenn man sie braucht und muss nicht erst gross bestellen.

Olaf

Jo Warner

unread,
Mar 27, 2011, 11:16:32 AM3/27/11
to
Am 27.03.2011 15:38, schrieb Olaf Kaluza:

> >Es gibt Autos die ich aus diesem Grunde nicht kaufen wuerde.
>
> Da bleibt aber nicht mehr viel was du noch kaufen kannst.

Doch, sogar eine ganze Menge, allerdings etwas ältere Baujahre. Die
haben auch den Vorteil, dass du nicht 15 Teile ausbauen musst, um an die
Zündkerzen zu kommen, und der jährliche Wertverlust ist minimal.

Volker Neurath

unread,
Mar 26, 2011, 4:25:50 PM3/26/11
to
Volkmar Rau wrote:

> Diese Teile werden nur Komplett getauscht.

Leider

> Und das ist gut so?

Nö.

Volker
--
Im übrigen bin ich der Meinung, dass TCPA/TCG verhindert werden muss

Wenn es vom Himmel Zitronen regnet, dann lerne, wie man Limonade macht

Volkmar Rau

unread,
Mar 27, 2011, 12:14:43 PM3/27/11
to
Am 27.03.2011 15:08, schrieb Ludger Averborg:

> On Sun, 27 Mar 2011 12:17:27 +0200, Volkmar Rau<ra...@arcor.de>
> wrote:
>
>> Atmosphärische Brenner mit Strömungssicherung sind raumluftabhängig.
>> Da brennts halt und die benötigte Luft findet ganz von allein den Weg
>> zum Brennstoff.
>
>Vermutlich frühe Brennwertheizung? In meiner robusten gibt es so einen
>Ventilator gar nicht.

Wo steht hier was von Brennwert. Auf robustbezogen, hat er wohl kein
Brennwertgerät.
Deine Frage nach wie die Luft dahinkommt ist also beantwortet.

Übrigens sollche Geräte werden auch heute noch produziert und verbaut.


Joerg

unread,
Mar 27, 2011, 12:19:31 PM3/27/11
to

Das ist der zweite Grund warum ich Elektronik in Autos und dergleichen
nicht mag: Die Diagnosefaehigkeit der Mechaniker oder Monteure laesst in
dieser Hinsicht oft zu wuenschen uebrig. Habe x-mal die Klage gehoert
dass ein Auto schon ewig in der Werkstatt steht weil so-und-so in Urlaub
ist und sich nur der mit sowas auskennt. Und auch er tauscht u.U. auf
Verdacht Module bis eines Erfolg bringt.

Olaf: So ein Auto ohne Firlefanz zu finden ist einfach. Man erkundigt
sich bei Leuten in Entwicklungslaendern, was da so gefahren wird und was
haelt. Und kauft das dann auch. Habe ich beim letzten Kauf getan und
nicht bereut.

Volkmar Rau

unread,
Mar 27, 2011, 12:28:19 PM3/27/11
to
Am 27.03.2011 15:12, schrieb Ludger Averborg:
> On Sun, 27 Mar 2011 12:17:27 +0200, Volkmar Rau<ra...@arcor.de>
> wrote:
>
>> Raumluftunabhängig halt. Ja die Drehzahl ist bedeutend um möglichst
>> nahe an eine vollkommene Verbrennung heranzukommen. Viel Brennstoff ->
>> viele Luft
>
> Wenig Brennstoff, nicht zu viel Luft. Eine genaue Luft-Gas-Mischung
> und ein entsprechend hoher CO2-Gehalt (bei minimalem CO-Gehalt) ist
> doch zwingend für einen hohen Wirkungsgrad.
>
Brenner wie Du meist arbeiten modulierend. Wenn der Wärmebedarf gering
ist auch der Brennstoffverbrauch geringer es wird weniger Luft benötigt
Es geht darum zum momentan benötigten Brennstoffmenge die passende
Luftmenge zu liefern. Eine vollkommene Verbrennung erreichst du eh nicht.
Also wird jedes Gerät mit Luftüberschuß gefahren. Ein Lamda von 1
habe ich noch nie an einen Gerät erlebt und werde es, bei jetziger
Technik auch nicht erleben. Wenn das Lust-Gasgemisch passt passt auch
zwangsläufig der CO2 Gehalt im Abgas was man vom CO Gehalt nicht so
sagen kann.
Der kann bei perfekter Einstellung trotzdem weitab von Gut und Böse
liegen.

Ernst Keller

unread,
Mar 27, 2011, 12:32:52 PM3/27/11
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:

Aber ziemlich alt, mein Opel von ca. 90 hatte schon Elektronik die auch Prompt
ausfiel(zum Glück nur sporadisch), Reparatur wäre teuer gewesen, darum anderes
Auto.

Ernst

Joerg

unread,
Mar 27, 2011, 12:37:21 PM3/27/11
to
Olaf Kaluza wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
>
> >Und dann steht man eines Tages vor einer Platine wo nur noch ein
> >riesiger Chip drauf ist, schlimmstenfalls noch im BGA-Gehaeuse.
> >Typenbezeichnung nicht entschluesselbar da herstellerspezifisch -> aus
> >die Maus.
>
> Ach Joerg, du bist doch garnicht so doof wie du jetzt tust.
> Das wirklich mal ein IC defekt ist, ist doch extremst selten. In 95%
> der Faelle sind es nur kalte Loetstellen, Elkos oder auch mal ein
> Leistungshalbleiter.
>

Oh nein, was meinst Du wie oft ich Schaltungen gesehen habe wo die
Entwickler offenbar nie etwas von Load Dump gehoert haben? So ab 50-60V
fetzt es dann Laengs- oder Schaltregler und so ziemlich alles was
dahinter liegt.


> Ansonsten muss man halt erfinderisch sein. Ich habe vor vielen Jahren
> mal einen Videorecorder defekt fuer 2-300DM gekauft. Das war damals
> die oberstes Luxusklasse von Panasonic (NP1800DM). Da war wirklich ein
> IC defekt. Und zwar einer der dicken Prozessoren der die Mechanik
> steuerte. Da war ein Ausgangsport verbraten.
> Den haette ich sogar von Panasonic bekommen. Preis weiss ich nicht
> mehr mehr, aber damals hab ich mich noch nicht an so fette SMD Sachen
> getraut. Da habe ich dann lange den Schaltplan studiert und das
> fehlende Signal mit ein paar Gattern aus anderen Signalen
> zusammengebastelt.
>
> Aber natuerlich gibt es immer mal Dinge die man nicht reparieren
> kann. Ist halt nur sehr selten.
>
> >nannte mir eine Firma einen Preis von rund 250DM, die andere in der
> >engeren Wahl befindliche etwa 530DM. Dreimal darfst Du raten welches
> >Auto ich gekauft habe.
>
> Ich meine mich dunkel zu entsinnen das es mal so vor 10-15Jahren
> irgendeine Autozeitung gab die bei Autotests immer den Preis der
> Bremsscheiben als Anhaltspunkt genannt haben. Folge war dann IMHO das
> die Preise fuer Bremsscheiben stark gefallen sind. :-)
> Es ist aber schon eine interessante Frage wieso soetwas heute nicht
> mehr gemacht wird.


Hier wird das gemacht. Es werden die durchschnittlichen Wartungskosten
pro Jahr rausgefunden und dann veroeffentlicht. Nennt sich bei uns "True
cost to own".

http://www.edmunds.com/tco.html


> Gerade bei Autoersatzteilen sind die Preise in Deutschland so derb
> ueberteuert da es schon Wegelagerei ist. Ich fand es immer
> Bemerkenswert wenn ich fuer meinen Pontiac bei einer deutschen Firma
> Ersatzeile bestellt habe, die sie wiederum in den USA bestellt haben
> und die Sachen dann trotz eines weiteren Zwischenhaendlers die haelfte
> gekostet haben wie bei uns. Und wir reden von Originalherstelleteile!
>

Die Kuppe war ein Techniker bei unsere Firma. "Kannst Du mich mal zum
naechsten Autoladen fahren?" ... "Klar" ... in der Mittagspause los ...
"Was brauchst Du denn?" ... "Einen neuen Anlasser fuer meinen Chevy" ...
"Aber das ist doch einer von 1956, hast Du vorher angerufen?" ... "Noe,
sowas haben die immer".

Kann auch die Lichtmaschine gewesen sein, weiss ich nicht mehr, aber die
hatten das tatsaechlich.


> >Alles halb so wild. Juengstes Beispiel war die Dichtung fuer den
> >Pelletofen. Haben sie auf $40 raufgesetzt fuer ein Stueck glorifizierte
> >Glasfaser. Da hoerte der Spass auf und ich nahm eine passende von einem
> >anderen Hersteller. Und wieso soll man die zu nicht-gewerblichen Zwecken
> >nicht selbstschneidern? Bei $12 hatte ich nur keine Lust dazu.
>
> Du bezahlst bei so Kleinteilen natuerlich auch viel fuers Handling und
> die Lagerhaltung. Aber natuerlich sind 40$ einfach nur dreist. Gerade
> bei Dichtungen empfiehlt es sich die als Meterware da zu haben und
> selber zu schneiden. Nicht nur wegen dem Geld, man hat sie dann schon
> da wenn man sie braucht und muss nicht erst gross bestellen.
>

Bei einer grossen Dichtung hatte ich damit Pech. Ich konnte nirgends
diese Glasfaermatten kriegen und habe dann zaehneknirschend ueber $200
fuer vier Stueck hingeblaettert. Der Haendler sagte selbst "Yeah, that's
a rip-off".

Kristian Neitsch

unread,
Mar 27, 2011, 12:51:49 PM3/27/11
to
Am 27.03.2011 18:37 schrieb Joerg:

> Bei einer grossen Dichtung hatte ich damit Pech. Ich konnte nirgends
> diese Glasfaermatten kriegen und habe dann zaehneknirschend ueber $200
> fuer vier Stueck hingeblaettert. Der Haendler sagte selbst "Yeah, that's
> a rip-off".

Das scheints überall zu geben. Ich (besser: die Firma) zahle auch jedes
mal eine horrende Fantasiesumme für eine Handvoll O-Ringdichtungen für
die Kompressorwartung.


Kristian

--
Support the ban of Dihydrogen Monoxide
www.dhmo.org

Joerg

unread,
Mar 27, 2011, 12:56:41 PM3/27/11
to
Kristian Neitsch wrote:
> Am 27.03.2011 18:37 schrieb Joerg:
>
>> Bei einer grossen Dichtung hatte ich damit Pech. Ich konnte nirgends
>> diese Glasfaermatten kriegen und habe dann zaehneknirschend ueber $200
>> fuer vier Stueck hingeblaettert. Der Haendler sagte selbst "Yeah, that's
>> a rip-off".
>
> Das scheints überall zu geben. Ich (besser: die Firma) zahle auch jedes
> mal eine horrende Fantasiesumme für eine Handvoll O-Ringdichtungen für
> die Kompressorwartung.
>

Da gibt's hier noch was feines, das in meiner alten deutschen
Heimatstadt leider schon vor ueber 20 Jahren einging: Der lokale
Heimwerkerladen hat ein Magazin mit O-Ringen und sonstwas allem. Man
muss nur die Masse kennen, dann findet sich meist einer fuer ein paar
Groschen. Da hole ich mir dann immer gleich 5-10 von und verpacke die
restlichen einigermassen luftdicht in einer ZipLock Tuete.

Olaf Kaluza

unread,
Mar 27, 2011, 11:50:32 AM3/27/11
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:

>Doch, sogar eine ganze Menge, allerdings etwas ältere Baujahre. Die
>haben auch den Vorteil, dass du nicht 15 Teile ausbauen musst, um an die
>Zündkerzen zu kommen, und der jährliche Wertverlust ist minimal.

Dann erzaehl doch mal welches Auto mit gruener Umweltplakette, soviel
Luxus muss schon sein, du noch ohne elektronische Motorsteuerung
bekommst.

Olaf

Volkmar Rau

unread,
Mar 27, 2011, 1:08:18 PM3/27/11
to
Am 26.03.2011 21:25, schrieb Volker Neurath:
> Volkmar Rau wrote:
>
>> Diese Teile werden nur Komplett getauscht.
>
> Leider
>
>> Und das ist gut so?
>
> Nö.
Doch

Joerg

unread,
Mar 27, 2011, 1:09:26 PM3/27/11
to


Ach was, muss nicht alt sein. Du musst im Prinzip nur im Fernsehen
aufpassen was z.B. Rebellen in der Pampa so fahren. Und da sieht man
Autos wie den Toyota Hilux. Weil solche Autos nahezu unzerstoerbar sind.
Dann davon die Sardinendosenversion kaufen, also ohne ZV, elektrische
Fenster oder solchen ueberfluessigen Kokolores.

Ich musste mir allerdings angewoehnen Beifahrer immer zuerst aussteigen
zu lasseen, weil aber auch jeder das Knoeppschen zum Abschliessen vergisst.

Wer unbedingt was gusseisernes mit alemannischem Urspung aber aus
frischer Prouktion moechte, auch das geht prinzipiell:

http://www.volkswagen.com/br/pt/carros/kombi.html

Message has been deleted

Olaf Kaluza

unread,
Mar 27, 2011, 12:10:29 PM3/27/11
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:

>Olaf: So ein Auto ohne Firlefanz zu finden ist einfach. Man erkundigt
>sich bei Leuten in Entwicklungslaendern, was da so gefahren wird und was
>haelt. Und kauft das dann auch. Habe ich beim letzten Kauf getan und
>nicht bereut.

Sorry, aber das kannst du deiner Oma erzaehlen. In solchen Laendern
werden entweder alte Kisten gefahren die bei uns oder anderen reichen
Laendern ausgemustert wurden weil sie nicht mehr ueber den Tuev
kommen, oder es gibt Eigenbauten.
Schau mal hier:

http://www.kabeleins.de/auto/abenteuer_auto/themen/artikel/06615/

Selbst der Wagen hat in Brasilien mittlerweile schon einen modernen
Motor bekommen und damit IMHO wohl auch Elektronik. Und dann schau mal
was es fuer ein riesigen Aufwand ist sowas bei uns zuzulassen...

Oh..und erzaehl mal wie du irgendwas modernes ohne Einspritzung und
die dann notwendige ECU bei uns als Neuwagen zulassen willst wenn du
doch die gueltigen Abgasvorschriften einhalten musst.
Und du machst dir Sorgen um die Faehigkeiten deiner Mechaniker? Was
glaubst du wohl was passiert wenn du da mit einem Auto vorfaehrst was
die garnicht kennen und wo es bei uns keine Unterlagen zu gibt?

Man muss sicher nicht jeden Firlefanz haben, aber irgendwie kenn ich
niemanden mehr der noch ein Auto ohne Fensterheber und ohne
Zentralveriegelung hat. Ein Auto ohne Klimaanlage?
Unverklaeuflich. (in Deutschland!)
Ne..die Leute bekommen schon was sie wollen und verdienen. :)


Olaf

Kristian Neitsch

unread,
Mar 27, 2011, 1:53:56 PM3/27/11
to
Am 27.03.2011 18:56 schrieb Joerg:
> Kristian Neitsch wrote:
>> Am 27.03.2011 18:37 schrieb Joerg:
>>
>>> Bei einer grossen Dichtung hatte ich damit Pech. Ich konnte nirgends
>>> diese Glasfaermatten kriegen und habe dann zaehneknirschend ueber $200
>>> fuer vier Stueck hingeblaettert. Der Haendler sagte selbst "Yeah, that's
>>> a rip-off".
>>
>> Das scheints überall zu geben. Ich (besser: die Firma) zahle auch jedes
>> mal eine horrende Fantasiesumme für eine Handvoll O-Ringdichtungen für
>> die Kompressorwartung.
>>
>
> Da gibt's hier noch was feines, das in meiner alten deutschen
> Heimatstadt leider schon vor ueber 20 Jahren einging: Der lokale
> Heimwerkerladen hat ein Magazin mit O-Ringen und sonstwas allem. Man
> muss nur die Masse kennen, dann findet sich meist einer fuer ein paar
> Groschen. Da hole ich mir dann immer gleich 5-10 von und verpacke die
> restlichen einigermassen luftdicht in einer ZipLock Tuete.

Tja, problematisch ist halt, das mir nicht alle Parameter bekannt sind.
Welche Shorehärte, Temperaturstabilität, welche "Gummi"-Art, welche
*genauen* Abmaße. Und nein einfaches Messen der Dicke/Durchmesser reicht
manchmal nicht aus, da zu schlecht reproduzierbar.
Der Kompressorhersteller ist da im Fehlerfalle (sicher berechtigt)
extrem pingelig.

Kristian

--
The light at the end of the tunnel...
... is always the headlamp of an oncoming train!
Murphy

Jo Warner

unread,
Mar 27, 2011, 2:09:58 PM3/27/11
to
Am 27.03.2011 19:08, schrieb Volkmar Rau:

>>> Diese Teile werden nur Komplett getauscht.
>>
>> Leider
>>
>>> Und das ist gut so?
>>
>> Nö.
> Doch

Vorteil davon hat nicht der Kunde, sondern nur die Installationsfirma!
Teures Teil mit Gewinn noch teurer verkaufen.
Schmalspuriger ausgebildete Leute zum Kunden schicken können, denn
Module tauschen kann fast jeder Depp.

Siehe auch die nachgereichte Beschreibung der "Hauptrevision": Aus ner
Sprühdose was auf den Wärmetauscher aufbringen und die Kiste wieder
zumachen kann dekorativer jeder Aso-Graffiti-Schweinerierer!

Jo


Jo Warner

unread,
Mar 27, 2011, 2:12:36 PM3/27/11
to
Am 27.03.2011 19:09, schrieb Joerg:

> Wer unbedingt was gusseisernes mit alemannischem Urspung aber aus
> frischer Prouktion moechte, auch das geht prinzipiell:
>
> http://www.volkswagen.com/br/pt/carros/kombi.html

Die Kisten laufen tausendfach in Cairo als Sammeltaxis.

Jo Warner

unread,
Mar 27, 2011, 2:16:33 PM3/27/11
to
Am 27.03.2011 17:50, schrieb Olaf Kaluza:

> Dann erzaehl doch mal welches Auto mit gruener Umweltplakette, soviel
> Luxus muss schon sein, du noch ohne elektronische Motorsteuerung
> bekommst.

Ich habe aus guten Gründen einen Golf III als Kombi. Motorhaube
aufmachen und alles sofort sichtbar und zugänglich. Der 1,6 Liter/75
PS-Motor gilt als fast unkaputtbar. Und ich hab ne grüne Plakette. Wenns
mal das Steuergerät zerlegt, fahr ich zum Autoverwerter, hol mir aus
einem geshredderten Unfallwagen für wenige Euro gleich zwei Steuergeräte
und probiere aus, welches intakt ist (vermutlich beide), Das zweite
kommt in Reserve ins Regal.

Jo

Jo Warner

unread,
Mar 27, 2011, 2:23:15 PM3/27/11
to
Am 27.03.2011 18:51, schrieb Kristian Neitsch:

> Das scheints überall zu geben. Ich (besser: die Firma) zahle auch jedes
> mal eine horrende Fantasiesumme für eine Handvoll O-Ringdichtungen für
> die Kompressorwartung.

Es gibt Spezialfirmen für O-Ringe. Leg denen ein Muster hin und sie
ermitteln dir Shore-Härte, Werkstoff und mehr und bauen dann tütenweise
die Dinger exakt passend für Appel und Ei.

Wer O-Ringe ständig braucht und sie beim Hersteller kauft, hat selbst
Schuld.

Carsten Becher

unread,
Mar 27, 2011, 2:41:01 PM3/27/11
to
On Sun, 27 Mar 2011 09:56:41 -0700, Joerg wrote:

> Kristian Neitsch wrote:
>> Am 27.03.2011 18:37 schrieb Joerg:
>>
>>> Bei einer grossen Dichtung hatte ich damit Pech. Ich konnte nirgends
>>> diese Glasfaermatten kriegen und habe dann zaehneknirschend ueber $200
>>> fuer vier Stueck hingeblaettert. Der Haendler sagte selbst "Yeah,
>>> that's a rip-off".
>>
>> Das scheints überall zu geben. Ich (besser: die Firma) zahle auch jedes
>> mal eine horrende Fantasiesumme für eine Handvoll O-Ringdichtungen für
>> die Kompressorwartung.
>>
>>
> Da gibt's hier noch was feines, das in meiner alten deutschen
> Heimatstadt leider schon vor ueber 20 Jahren einging: Der lokale
> Heimwerkerladen hat ein Magazin mit O-Ringen und sonstwas allem. Man
> muss nur die Masse kennen, dann findet sich meist einer fuer ein paar
> Groschen. Da hole ich mir dann immer gleich 5-10 von und verpacke die
> restlichen einigermassen luftdicht in einer ZipLock Tuete.

Die gibts hier so alle halbe jahre oder so beim Aldi für < 3€ im Kilopack.

--
cu
Carsten

Email Adresse funktioniert und führt direkt nach /dev/nul

Jo Warner

unread,
Mar 27, 2011, 2:46:06 PM3/27/11
to
Am 27.03.2011 20:41, schrieb Carsten Becher:

>> Da gibt's hier noch was feines, das in meiner alten deutschen
>> Heimatstadt leider schon vor ueber 20 Jahren einging: Der lokale
>> Heimwerkerladen hat ein Magazin mit O-Ringen und sonstwas allem. Man
>> muss nur die Masse kennen, dann findet sich meist einer fuer ein paar
>> Groschen. Da hole ich mir dann immer gleich 5-10 von und verpacke die
>> restlichen einigermassen luftdicht in einer ZipLock Tuete.
>
> Die gibts hier so alle halbe jahre oder so beim Aldi für< 3€ im Kilopack.

Die sind aber in einer Firma voller Maschinen garantiert voll daneben:
Falsche Größen, falsche Shore-Härte, falscher Werkstoff.


Kristian Neitsch

unread,
Mar 27, 2011, 2:56:26 PM3/27/11
to

Der Hersteller den ich hier habe nimmt pro Kleinserie eine saftigen
Aufschlag und ich brauche so 20 verschiedene Größen. Das der selber
herausfindet was benötigt wird hab ich auch nicht erlebt, der will immer
alle Daten vorher haben. Aber wenn ich mal Zeit hab such ich einen
Hersteller der sowas kann.

Matthias Kohrs

unread,
Mar 27, 2011, 3:53:26 PM3/27/11
to
Am 27.03.2011 19:09, schrieb Joerg:

> Wer unbedingt was gusseisernes mit alemannischem Urspung aber aus
> frischer Prouktion moechte, auch das geht prinzipiell:
>
> http://www.volkswagen.com/br/pt/carros/kombi.html
>

Was es nicht alles noch gibt... weißt du ob der hierzulande
zulassungsfähig ist?

CYA! Matthias

Joerg

unread,
Mar 27, 2011, 4:42:06 PM3/27/11
to
Olaf Kaluza wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
>
> >Olaf: So ein Auto ohne Firlefanz zu finden ist einfach. Man erkundigt
> >sich bei Leuten in Entwicklungslaendern, was da so gefahren wird und was
> >haelt. Und kauft das dann auch. Habe ich beim letzten Kauf getan und
> >nicht bereut.
>
> Sorry, aber das kannst du deiner Oma erzaehlen. In solchen Laendern
> werden entweder alte Kisten gefahren die bei uns oder anderen reichen
> Laendern ausgemustert wurden weil sie nicht mehr ueber den Tuev
> kommen, oder es gibt Eigenbauten.


Nix Oma. Sieh doch mal genau hin wenn sie Fernsehberichte zeigen. Da
fahren Autos wie Toyota Hilux oder Nissan Frontier, robust und heftig
ueberladbar. Von nagelneu bis steinalt. Also war die Sache fuer mich
recht simpel: Ich wollte was gusseisernes, aber geschlossene Kabine,
ergo Jeep-artig. Jetzt habe ich sowas, SUV auf Pickup-Truck Basis.
Hinten Blattfedern, vorn Torsionsstaebe. Wo war nochmal das Problem?


> Schau mal hier:
>
> http://www.kabeleins.de/auto/abenteuer_auto/themen/artikel/06615/
>
> Selbst der Wagen hat in Brasilien mittlerweile schon einen modernen

> Motor bekommen und damit IMHO wohl auch Elektronik. ...


Klar, der hat jetzt einen FlexFuel Motor bekommen weil man sowas in
Brasilien braucht. Ist in USA auch recht praktisch.


> ... Und dann schau mal


> was es fuer ein riesigen Aufwand ist sowas bei uns zuzulassen...
>

Dass das deutsche Vorschriftenwerk manchmal ein Dickicht ist und auch
nicht immer sinnvoll, ist klar. Frueher hatte ich ab und zu Autos mit
schwarzen und gelben Nummernschildern gefahren, da gab es das Problem
nicht <floet> ... (ich hatte aber NL-Wohnsitz und NL-Fuehrerschein).


> Oh..und erzaehl mal wie du irgendwas modernes ohne Einspritzung und
> die dann notwendige ECU bei uns als Neuwagen zulassen willst wenn du
> doch die gueltigen Abgasvorschriften einhalten musst.


Afrikaner und Suedamerikaner fahren durchaus moderne Autos, und meist
die gleichen wie wir. Also mit ECU, auch wenn sie niemals zum TUEV
muessen. Die wissen aber genau welche davon halten und welche nicht.
Autos mit zwei Dutzend uC wirst Du dort kaum finden, da die nicht halten.


> Und du machst dir Sorgen um die Faehigkeiten deiner Mechaniker? Was
> glaubst du wohl was passiert wenn du da mit einem Auto vorfaehrst was
> die garnicht kennen und wo es bei uns keine Unterlagen zu gibt?
>

In Eldama Ravine, Nakuru oder Nairobi duerfte jeder Automechaniker
wissen was ein Toyota Hilux oder Mitsubishi Mighty Max ist und wie man
die repariert. Was komplizierteres muss man da nicht fahren.


> Man muss sicher nicht jeden Firlefanz haben, aber irgendwie kenn ich
> niemanden mehr der noch ein Auto ohne Fensterheber und ohne
> Zentralveriegelung hat. Ein Auto ohne Klimaanlage?
> Unverklaeuflich. (in Deutschland!)
> Ne..die Leute bekommen schon was sie wollen und verdienen. :)
>

Tja, dann sollen sie eben in der Werkstatt feste zahlen, ist ja nicht
mein Geld :-)

Joerg

unread,
Mar 27, 2011, 4:46:16 PM3/27/11
to

Wahrscheinlich eklig teuer. Ein Bekannter hat mal einen Ford Pickup
Truck nach Umzug von USA nach Deutschland zugelassen, damals gut 2000DM
gelatzt. Die haben teils etwas spinnerte Regeln, a la "wo kein Stempel
drauf ist muss es Murks sein und raus damit" oder so. Zum Glueck habe
ich mit sowas nix mehr am Hut :-)

Message has been deleted

Jo Warner

unread,
Mar 28, 2011, 3:02:46 AM3/28/11
to
Am 27.03.2011 22:42, schrieb Joerg:

> In Eldama Ravine, Nakuru oder Nairobi duerfte jeder Automechaniker
> wissen was ein Toyota Hilux oder Mitsubishi Mighty Max ist und wie man
> die repariert. Was komplizierteres muss man da nicht fahren.

Gilt auch für Ägypten. Da musst du außerhalb von Kairo lange suchen nach
einem neueren VW oder BMW, weil niemand diese vollcomputerisierten
Kisten reparieren kann, wenn sie streiken.

Martin Kienass

unread,
Mar 28, 2011, 3:02:24 AM3/28/11
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> schrieb:
[...]
> SMD-Teile und auch Thyristoren sterben, ohne zu rauchen oder zu glühen.
> Da der Motor läuft, ist es wohl ein Platinenfehler. Ich erwarte von
> einer Fachvertretungsfirma des Heizungsherstellers, dass sie nicht ex
> und hopp und teuer neu rein machen, sondern Fehler suchen und nur das
> tauschen, was kaputt ist.

Da sind Deine Erwartungen einfach falsch. Selbst der werkseigene
Kundendienst des Herstellers hätte den kompletten Lüfter inkl.
Steuerplatine getauscht. Die Platine einzeln gibt es nicht als
Ersatzteil.
Der Preis, den man Dir da abgeknöpft hat, kann in Ordnung sein. Andere
Hersteller haben vergleichbare Ersatzteile zwar für weniger als die
Hälfte des Preises in der Liste, aber beim Stichwort "Gebläse Sieger"
kommen hier Datanorm-Listenpreise von 160 bis 525€ aus dem Materialstamm
verschiedener Großhändler.
Es kommt also darauf an, welches Gebläse genau verbaut ist.

> Ich wurde ja schon schief angeguckt, als ich darauf bestand, dass der
> kaputte Lüfter bei uns verbleibt, weil ich ihn selbst entsorgen könne.

Es ist auch nicht unbedingt üblich, dass Kunden den ausgebauten Schrott
behalten wollen. Aber natürlich Dein gutes Recht.


--
____________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß, Hamburg

guck mal, ich kann Seifenblasen: oO o . O.°oO°o. ( by Pinguin)

Jo Warner

unread,
Mar 28, 2011, 6:14:05 AM3/28/11
to
Am 26.03.2011 18:57, schrieb Jo Warner:
> Hallo,
>
> vorgestern war der Heizungsservice da, weil laut Fehlercode an unserer
> Gasheizung das Luftgebläse defekt war. Heute kam die schockierende
> Rechnung.
>
> Kann es wirklich sein, dass ein simpler geschwindigkeitsgeregelter
> Ventilator in einem Alugussgehäuse als Ersatzteil brutto 525 Euro
> kostet? Heizungshersteller ist Sieger, Typ BK 13, Innenleben ist von
> Buderus. Mir erscheint es absolut überteuert.

So, Aktualisierung, weil eben ein sehr kompetenter Mensch im Haus war,
der im Rahmen einer Rückrufaktion den Brenner tauschte:

Sieger verkauft als Ersatzteile gar nicht Lüftermotor, Lüftergehäuse und
Steuerplatine einzeln, setzt also voll auf Handwerkerdeppen, die keine
Diagnose defekter Bauteile mehr können, sondern nur das Komplettteil
tauschen können.

Aber auch die Aussage des kompetenten Menschen, dass die sogenannte
Hauptrevision der Firma mangelhaft war. Er guckte den Wärmetauscher an
und fragte mich, wann die letzte Wartung war. Die Aussage "vor vier
Tagen" wollte er nicht glauben, bis ich ihm die Rechnung zeigte. Man
sollte mal eine Blacklist schlechter Handwerksfirmen aufbauen!

Gruß Jo

Matthias Frank

unread,
Mar 28, 2011, 8:31:32 AM3/28/11
to
Am 27.03.2011 14:02, schrieb MaWin:
> "Joerg"<inv...@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:8v75ui...@mid.individual.net...
>
>> durchgesehen ... es war ein 24V Triac kaputt welcher bei Digikey
>> nichtmal 50 Cents gekostet haette. Hat mich etwas gewurmt.
>>
>> Was lernen wir daraus? Low-tech rulez :-)
>
> Nein, man lernt, daß es sich auszahlt, die Kenntnisse zu haben,
> um etwas selber reparieren zu können (und die Zeit dazu muß man
> sich nehmen).
> Man spart damit so viel Geld, so viel kann man mit seiner
> eigentlichen Arbeit (die zusätzlich mit Steuer beaufschlagt wird)
> gar nicht verdienen.

Schön wenn dein Hobby Elektronikbasteleien oder div anderes Heimwerken
ist, falls nicht hast du ein Problem.

Ich lasse mittlerweile wieder mehr machen, weil mir meine Freizeit
die ich gerne mit anderen Dingen verbringen mehr wert ist.
Ich kann einiges machen, was man sich halt so relativ einfach
aneignet im Leben, wie alles mit Ab-/Wasser, tapezieren, anstreichen
aber mich jetzt nochmal in Elektronikkram einzuarbeiten,
kein Bock. Zumal ich z.b. gar keine Fernseher will der 15 Jahre
alt ist.

Es gibt auch in dem Bereich ein Kosten/Nutzen Vergleich und das
Problem ist, ich muss mir erstmal was kaufen bevor ich es
reparieren kann, d.h. komplett auf Erwerbstätigkeit zu verzichten
ist auch nicht so einfach.

MfG
Matthias

Volkmar Rau

unread,
Mar 28, 2011, 12:07:22 PM3/28/11
to

>
> Aber auch die Aussage des kompetenten Menschen, dass die sogenannte
> Hauptrevision der Firma mangelhaft war. Er guckte den Wärmetauscher an
> und fragte mich, wann die letzte Wartung war. Die Aussage "vor vier
> Tagen" wollte er nicht glauben, bis ich ihm die Rechnung zeigte. Man
> sollte mal eine Blacklist schlechter Handwerksfirmen aufbauen!
>
> Gruß Jo

Aua, wieder ein schwarzes Schaf erwischt.
Und was Kostet nun das Lüftermodul?

Joerg

unread,
Mar 28, 2011, 12:59:15 PM3/28/11
to
Martin Gerdes wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> schrieb:
>
>>>> Sobald irgendwo Elektronik drin ist, gilt bei vielen Ersatzteilen fuer
>>>> Autos, Heizungen und dergleichen oft: Herstellkosten mal zehn, oder
>>>> mehr.
>
>>> Da ist dann derjenige gut dran, der sowas selbst reparieren kann. Zum
>>> Glück bist Du diesbezüglich ja Profi.
>
>> Einen kaputten Triac finden kann auch der Nicht-Profi.
>
> Toll! Fragt sich halt, wie.
>

Smiley vergessen oder war die Frage jetzt tatsaechlich ernst gemeint?

Das mache ich mit einem chinesischen bonbonfarbenenen $3-Multimeter. Bei
Gartenbewaesserungs-Computern gehen Triacs bei Gewittern schonmal kaputt
und da will man kein Oszi rausschleppen. Braucht man auch nicht. Messen
ob Steuerspannung kommt oder nicht. Dann kurz Triac ueberbruecken, sehen
ob die Ventilinduktivitaet einen Funken zieht. Wenn beides der Fall ist
und der Kreis schaltet nicht -> Kaputt, neues Triac und Loetkolben holen.

>> Das ist mir sogar als Schueler gelungen, und ich fand auch heraus, wo
>> man einen neuen bekam :-)
>
> Du spieltest somit damals bereits in einer anderen Liga.
>

An sich nur die normale jugendliche Neugier. Bei vielen vermisse ich die
heutzutage.


>>>> Als aber vor Jahren mal die Steuerplatine ausfiel
>>>> kostete die rund $350, und viel mehr als in einem einfachen
>>>> Transistorradio ist war da nicht drauf. Spasseshalber die alte


>>>> durchgesehen ... es war ein 24V Triac kaputt welcher bei Digikey
>>>> nichtmal 50 Cents gekostet haette. Hat mich etwas gewurmt.
>>>> Was lernen wir daraus?

>>> Das nächste Mal prüfen wir alle 24V-Triacs der Steuerplatine erst einmal
>>> selbst (die Meßmittel dazu haben wir ja), bevor wir den Heizungsservice
>>> rufen.
>
>> Wenn ich dagewesen waere, haette ich das auch getan. Aber damals hatten
>> wir noch keine Holz- und Pelletoefen als Backup und es musste sofort
>> repariert werden.
>
> Fürs nächste Mal braucht Deine Frau also einen weiteren Elektroingenieur
> als Backup (wenn Du wieder mal auf Dienstreise sein solltest, wenn die
> Heizung ausfällt).
>

Das will ich aber nicht hoffen :-)

BTW, die ist mit Werkzeugen recht gut vertraut. Kam mal voellig mit
Schlamm besprenkelt rein. "Was ist denn passiert?" ... "Ein Rohr in der
Bewaesserung war zu, da habe ich das mal eben alles zerlegt, und geht
jetzt wieder".


>> Ich finde dass die Rueckverfolgung eines 24V Steuersignals nicht gerade
>> Raketenwissenschaft ist.
>
> Alles, was man kann, ist keine Raketenwissenschaft.
>

Sowas ist wirklich nicht schwer zu lernen. Schon gar nicht wenn man
Internet hat. Unsereins musste dafuer frueher 7km per Fahrrad zur
Stadtbuecherei und mit viel Pech war das Buch wo es dringestanden haette
gerade verliehen. Kopierer gab es auch noch keine.


>> Ist kleines Elektro-Einmaleins.
>
> Für einen Handwerker hingegen, dem man noch sagen muß, welches Ende
> eines Schraubenziehers man gemeinhin in die Hand nimmt, ist alles
> "Raketenwissenschaft".
>
> Das mit dem Affen, der zur Reparatur einfach nur Module stecken muß (wie
> es früher mal hieß), ist so ja nicht gekommen.
>

Aber fast. Ich kenne etliche denen sie fuer viel Geld ein neues
Elektronikmodul einbauten und nach kurzer Zeit ging dieselbe Warnlampe
im Armaturenbrett wieder an. Oder der Wagen bockte immer noch.

Carsten Becher

unread,
Mar 28, 2011, 1:51:59 PM3/28/11
to

Sagen wir mal so- als Ersatzteil für einen halbwegs ernstzunehmenden
Kompressor trotz ölfest nur im Notfall :-)
Für Haus- und Hofaktionen jedoch durchaus brauchbar.

Jo Warner

unread,
Mar 28, 2011, 4:02:18 PM3/28/11
to
Am 28.03.2011 18:07, schrieb Volkmar Rau:

> Aua, wieder ein schwarzes Schaf erwischt.

Ja, leider! :-( Wer von den mitlesenden Usern in Ostholstein wohnt, darf
mir eine Mail schicken, dann gibts den Namen der Firma zur Kenntnis, wo
man sich lieber nicht hinwendet.

> Und was Kostet nun das Lüftermodul?

525 Euro incl. Märchensteuer! Also etwa so viel wie ein Linienflug nach
Miami und retour.

Gruß Jo


Joerg

unread,
Mar 28, 2011, 4:32:47 PM3/28/11
to

Also: Vor Anschaffung der naechsten Heizung (oder jeglichen anderen
technischen Investitionsguetern) vorher so tun als haettest Du die
Anlage schon, und nach Ersatzteilpreisen forschen. Das duennt die
schwarzen Schafe unter den Herstellern schonmal ganz gut aus. Mache ich
fast immer. Es gab Dinge die ich danach nicht gekauft habe.

Wolfgang Horejsi

unread,
Mar 29, 2011, 12:57:06 AM3/29/11
to
"Jo Warner" <kiw...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:imlftp$qre$1...@online.de...

> SMD-Teile und auch Thyristoren sterben, ohne zu rauchen oder zu glühen. Da
> der Motor läuft, ist es wohl ein Platinenfehler. Ich erwarte von einer
> Fachvertretungsfirma des Heizungsherstellers, dass sie nicht ex und hopp
> und teuer neu rein machen, sondern Fehler suchen und nur das tauschen, was
> kaputt ist.

Das erinnert mich an einen Computer-Bildschirm. Der Hersteller der
Computeranlage beantwortete meine konkrete Anfrage nach einem Ersatzteil
sinngemäß etwa so: Wir stellen Computeranlagen her, der Bildschirm IST das
Ersatzteil. Ersatzteile werden nicht repariert. Als ich später einmal bei
einem Druckerhersteller nach Reparatur-Unterlagen für einen
Tintenstrahldrucker fragte, erklärte man mir glaubwürdig, dass solche
Details lediglich in der Entwicklungsabteilung in den USA verfügbar seien.
So ist das heute nun einmal und es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass
der Hersteller einer Heizung solche Steuerungsplatinen einfach zukauft und
schon deshalb nicht in der Lage ist, mehr als einen Austausch zu leisten. Im
Prinzip ist allerdings solch eine Platine doch eher simpel aufgebaut und
besteht zu 90% aus Standardbauteilen. Ein guter Elektroniker hat da auch
gute Chancen, ohne Ersatzteile und ohne Serviceunterlagen und mit etwas
Glück den Fehler zu finden und zu beheben.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Bernd Laengerich

unread,
Mar 29, 2011, 2:33:34 AM3/29/11
to
Am 28.03.2011 18:59, schrieb Joerg:

> BTW, die ist mit Werkzeugen recht gut vertraut. Kam mal voellig mit

Wenn man sich seinerzeit ein geeignetes Exemplar *) ausgesucht hat, ist das
alles unproblematisch, wie bei gutem Werkzeug. Meine rief mich in der Firma
mal an und fragte ein Detail zum Radwechsel, sie tauschte die
Sommer/Winterräder an ihrem Auto. Ungläubiges Staunen bei meinen Kollegen.

Bernd
*) Vorsicht vor versteckten Mängeln in der Software :)

Volker Neurath

unread,
Mar 29, 2011, 3:57:30 AM3/29/11
to
Volkmar Rau wrote:

> Am 26.03.2011 21:25, schrieb Volker Neurath:
>>> Und das ist gut so?
>>
>> Nö.
> Doch

Begründung?

Volker


--
Wenn es vom Himmel Zitronen regnet -- lerne, Limonade zu machen.

Volker Neurath

unread,
Mar 29, 2011, 4:00:05 AM3/29/11
to
Wolfgang Horejsi wrote:

> So ist das heute nun einmal und es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass
> der Hersteller einer Heizung solche Steuerungsplatinen einfach zukauft und
> schon deshalb nicht in der Lage ist, mehr als einen Austausch zu leisten.

Niemand sprach davon, die Steuerplatine zu reparieren. Aber es ist nicht
einzusehen, die komplette Kombination aus Steuerplatine und Gebläse
auszutauschen, wenn nur die Steuerplatine defekt ist.
Das ist in meinen augen schlichte Geldschneiderei - höflich ausgedrückt.

Jo Warner

unread,
Mar 29, 2011, 5:57:01 AM3/29/11
to
Am 29.03.2011 09:57, schrieb Volker Neurath:
> Volkmar Rau wrote:
>
>> Am 26.03.2011 21:25, schrieb Volker Neurath:
>>>> Und das ist gut so?
>>>
>>> Nö.
>> Doch
>
> Begründung?

Ist doch klar:
Teure Baugruppen statt Einzelbauteile verkaufen erhöht Umsatz und Gewinn
bei Hersteller und Handwerksbetrieb.
Baugruppe tauschen kann fast jeder Depp, der Handwerksbetrieb kann also
minderqualifizierteds Personal beschäftigen.

Joerg

unread,
Mar 29, 2011, 9:59:33 AM3/29/11
to


Auch im Betriebssystem gibt es Unterschiede. "Warum liegen denn auf der
Bettdecke zwei Kissen rum?" ... "Weil das schoen aussieht" ... "Ok, aber
die sehen zu unbequem aus um drauf zu liegen" ... "Die sind doch auch
nicht zum Benutzen da"

Jo Warner

unread,
Mar 29, 2011, 10:49:16 AM3/29/11
to
Am 29.03.2011 15:59, schrieb Joerg:

>> *) Vorsicht vor versteckten Mängeln in der Software :)

> Auch im Betriebssystem gibt es Unterschiede. "Warum liegen denn auf der
> Bettdecke zwei Kissen rum?" ... "Weil das schoen aussieht" ... "Ok, aber
> die sehen zu unbequem aus um drauf zu liegen" ... "Die sind doch auch
> nicht zum Benutzen da"

Du Proll! :-)

Das ist Deko, ein Designer hat gesagt, sowas muss sein, und der hat
dafür viel Geld kassiert! Schmeiß sie runter, bezahlt hast du sie
trotzdem mit dem Zimmerpreis.

Ich wüsste eher gern, warum ein "Molekularküche"-Essen, dessen Menge
beim mittelgroßen Hamster in eine Backentasche passt, beim Sternekoch 40
Euro kostet. Bei Sterneköchen ist der Gegenwert von gelieferter Ware zu
Rechnungspreis noch viel übler als beim schlechtesten Handwerker und
grenzt schon an Zahnärzte, bei denen ein gefülltes kleines Loch 100 Euro
kostet.
Ich fahr lieber zum Chinabuffet, zahle 15 Euro, futter mich pappsatt,
und seinen Klebereis kann er behalten, ich ess nur, was teuer und lecker
ist. Auch das ist selektive Ersatzteilstrategie.

Jo

Message has been deleted

Joerg

unread,
Mar 29, 2011, 12:45:39 PM3/29/11
to
Jo Warner wrote:
> Am 29.03.2011 15:59, schrieb Joerg:
>
>>> *) Vorsicht vor versteckten Mängeln in der Software :)
>
>> Auch im Betriebssystem gibt es Unterschiede. "Warum liegen denn auf der
>> Bettdecke zwei Kissen rum?" ... "Weil das schoen aussieht" ... "Ok, aber
>> die sehen zu unbequem aus um drauf zu liegen" ... "Die sind doch auch
>> nicht zum Benutzen da"
>
> Du Proll! :-)
>
> Das ist Deko, ein Designer hat gesagt, sowas muss sein, und der hat
> dafür viel Geld kassiert! Schmeiß sie runter, bezahlt hast du sie
> trotzdem mit dem Zimmerpreis.
>

Ist in unserem Haus, da kostet das Zimmer nicht :-)


> Ich wüsste eher gern, warum ein "Molekularküche"-Essen, dessen Menge
> beim mittelgroßen Hamster in eine Backentasche passt, beim Sternekoch 40
> Euro kostet. Bei Sterneköchen ist der Gegenwert von gelieferter Ware zu
> Rechnungspreis noch viel übler als beim schlechtesten Handwerker und
> grenzt schon an Zahnärzte, bei denen ein gefülltes kleines Loch 100 Euro
> kostet.


Das Lochfuellen ist inzwischen erheblich teurer. Du warst vielleicht
lange nicht mehr beim Zahnarzt.

Frueherer Kollege, in Sachen Gourmetrestaurants ein ziemlicher Banause"
"Oh, das sieht aber sehr uebersichtlich aus. Und wann kommt das richtige
Essen"?"


> Ich fahr lieber zum Chinabuffet, zahle 15 Euro, futter mich pappsatt,
> und seinen Klebereis kann er behalten, ich ess nur, was teuer und lecker
> ist. Auch das ist selektive Ersatzteilstrategie.
>

Pass aber auf Deine Blutwerte auf wenn Du da oefter hingehst. Glutamat
und Co lassen gruessen. Wenn wir schon essen gehen dann darf das auch
ruhig was kosten. Meist Sushi beim Japaner.

Joerg

unread,
Mar 29, 2011, 1:05:55 PM3/29/11
to
Martin Gerdes wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> schrieb:
>
>>>>>> Sobald irgendwo Elektronik drin ist, gilt bei vielen Ersatzteilen fuer
>>>>>> Autos, Heizungen und dergleichen oft: Herstellkosten mal zehn, oder
>>>>>> mehr.
>
>>>>> Da ist dann derjenige gut dran, der sowas selbst reparieren kann. Zum
>>>>> Glück bist Du diesbezüglich ja Profi.
>
>>>> Einen kaputten Triac finden kann auch der Nicht-Profi.
>
>>> Toll! Fragt sich halt, wie.
>
>> Smiley vergessen oder war die Frage jetzt tatsaechlich ernst gemeint?
>
> Zweiteres.

>
>> Das mache ich mit einem chinesischen bonbonfarbenenen $3-Multimeter.
>
> ... das auch nicht jeder zuhause hat.
>

Dann sollte man in der Tat fuer alles elektrische einen Handwerker
kommen lassen. Fuer alles andere vermutlich auch.


>> Bei Gartenbewaesserungs-Computern gehen Triacs bei Gewittern schonmal kaputt
>

> Was war nochmal ein Triac? Für den Durchschnittsmenschen ist Elektronik
> jeder Art ein Buch mit sieben Siegeln, der weiß noch nicht einmal, daß
> von diesen vielen kleinen Käferchen jedes seinen eigenen Namen hat,
> geschweige denn, daß er ihre Funktion kennt.
>
> Häufige Fehleinschätzung von Profis. Die können sich vielfach überhaupt
> nicht vorstellen, auf welch unterirdisch niedrigem Niveau ein Laie
> Fehler machen kann.
>

Kann auch der Laie vermeiden. So wie ein Nachbar, ehemaliger Chefkoch
auf einem riesigen Schiff der Navy. Der hat kein Problem "mal eben" was
fuer 400 Leute zu kochen, aber den Triac hat er mich finden lassen.


>> und da will man kein Oszi rausschleppen. Braucht man auch nicht. Messen

> ^^^^


>> ob Steuerspannung kommt oder nicht. Dann kurz Triac ueberbruecken, sehen

> ^^^^^^^^^^^^^^ ^^^^^ ^^^^^ ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^


>> ob die Ventilinduktivitaet einen Funken zieht. Wenn beides der Fall ist

> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ ^^^^^^^^^^^^


>> und der Kreis schaltet nicht -> Kaputt, neues Triac und Loetkolben holen.

> ^^^^^ ^^^^^^^^^^^^^^ ^^^^^ ^^^^^^^^^^
>
> Ich habe mir spaßeshalber mal erlaubt, in obigem Abschnitt all die
> Wörter zu markieren, die ein Laie nicht (oder nicht richtig) versteht.
>

24VAC zum Test mit "Sprinkler Circuit" verbinden stand bei dem
Controller sogar in der Anleitung. Das ueberbrueckt den Triac. Wer den
Trick mit dem Funken nicht kennt muss eben jemanden rausschicken der
sieht ob das Ventil aufmacht (und u.U. dabei nass wird).


>>>> Das ist mir sogar als Schueler gelungen, und ich fand auch heraus, wo
>>>> man einen neuen bekam :-)
>
>>> Du spieltest somit damals bereits in einer anderen Liga.
>
>> An sich nur die normale jugendliche Neugier.
>

> Nein. Andere Liga. Schon damals.
> Nicht jeder Jugendliche war zu Deinen Jugendzeiten Elektronikbastler
> (obwohl es damals davon sicherlich mehr gab als heute).
>

In unserer Schulklasse mehr als die Haelfte aller Jungs. Die
Nichtbastler waren "Exoten", einer wurde z.B. Archaeologieprofessor, ein
anderer Journalist :-)


>> Bei vielen vermisse ich die heutzutage.
>

> O tempo'a o mo'es!
>

Frueher musste man allein aus der Notwendigkeit heraus basteln. Wer die
coolste Stereoanlage haben wollte musste zumindest den Endverstaerker
selbstbauen. Da ging kein (bezahlbarer) Weg dran vorbei. Heute bekommen
die Kids von den Eltern iPhones einfach so. Nicht gut.


>>>> Ich finde, dass die Rueckverfolgung eines 24V Steuersignals nicht gerade

>>>> Raketenwissenschaft ist.
>
>>> Alles, was man kann, ist keine Raketenwissenschaft.
>
>> Sowas ist wirklich nicht schwer zu lernen.
>

> Sicherlich nicht, und doch siehst Du die Chose aus Sicht eines
> Elektronikingenieurs mit langjähriger Erfahrung. Ein Durchschnittsmensch
> weiß vielleicht noch, was Plus und was Minus ist -- dahinter aber
> beginnt bereits die Wolke des Unbekannten.
>

Alles eine Frage der Eigeninitiative. Ich bin z.B. kein KFZ-Ingenieur,
weiss aber recht genau wie der Motor meines Autos funktioniert. Ich bin
kein Wasserbauingenieur, weiss aber wie ich so ziemlich alles an unserem
Filter- und Pumpensystem reparieren kann. Mein Vater hatte Huettenkunde
studiert und der machte so gut wie alles selbst. Dito mein Opa, der gar
nicht studiert hatte sondern Lokomotivfuehrer war.


>>> Das mit dem Affen, der zur Reparatur einfach nur Module stecken muß (wie
>>> es früher mal hieß), ist so ja nicht gekommen.
>
>> Aber fast.
>

> Nein, vor allem scheint Dir nicht aufgegangen zu sein, wie ich den Satz
> meinte.
>
> Sachkompetenz läßt sich nur begrenzt ersetzen. Wenn die Ursache
> außerhalb des steckbaren Elektronikteils liegt, kann man dasselbe
> austauschen, soviel man will und beseitigt den Fehler damit dennoch
> nicht (oder schlimmer: Man beseitigt den Fehler nur temporär, wenn der
> eigentliche Fehler daran liegt, daß durch einen Netzteilfehler zuviel
> Spannung auf die Elektronik kommt, die diese eine gewisse Zeit
> funktionieren und dann kaputtgehen läßt).
>

So hatte ich den Satz auch verstanden. Denn genau das passiert heute
dauernd. "Aeh, das liegt am Steuergeraet" ... "Oh, wohl doch nicht, aber
jetzt haben wir es eingebaut und Sie muessen es bezahlen".

Lutz Schulze

unread,
Mar 29, 2011, 1:30:03 PM3/29/11
to
Am Tue, 29 Mar 2011 10:05:55 -0700 schrieb Joerg:

>>>>> Das ist mir sogar als Schueler gelungen, und ich fand auch heraus, wo
>>>>> man einen neuen bekam :-)
>>
>>>> Du spieltest somit damals bereits in einer anderen Liga.
>>
>>> An sich nur die normale jugendliche Neugier.
>>
>> Nein. Andere Liga. Schon damals.
>> Nicht jeder Jugendliche war zu Deinen Jugendzeiten Elektronikbastler
>> (obwohl es damals davon sicherlich mehr gab als heute).
>>
>
> In unserer Schulklasse mehr als die Haelfte aller Jungs.

Das waren damals wirklich andere Zeiten, dafür kann aber der Nachwuchs
nichts.

Allerdings können die auch Dinge die wir nicht hinbekommen.

Lutz

--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

Joerg

unread,
Mar 29, 2011, 1:49:27 PM3/29/11
to
Lutz Schulze wrote:
> Am Tue, 29 Mar 2011 10:05:55 -0700 schrieb Joerg:
>
>>>>>> Das ist mir sogar als Schueler gelungen, und ich fand auch heraus, wo
>>>>>> man einen neuen bekam :-)
>>>
>>>>> Du spieltest somit damals bereits in einer anderen Liga.
>>>> An sich nur die normale jugendliche Neugier.
>>> Nein. Andere Liga. Schon damals.
>>> Nicht jeder Jugendliche war zu Deinen Jugendzeiten Elektronikbastler
>>> (obwohl es damals davon sicherlich mehr gab als heute).
>>>
>> In unserer Schulklasse mehr als die Haelfte aller Jungs.
>
> Das waren damals wirklich andere Zeiten, dafür kann aber der Nachwuchs
> nichts.
>

Aber die Eltern. Ich wurde noch so erzogen dass nichts weggeworfen wird
wenn man es reparieren kann. Egal ob ein Fernseher, ein Wasserhahn oder
sonstwas. Das geht auch heute noch. Aber nein, dann kommen solche
Kracher, hier passiert: "Habt Ihr einen neuen Fernseher?" ... "Ja
mussten wir kaufen weil der alte kaputt war" ... "Abgefackelt oder so?"
... "Nein, unser Hund hat das Kabel durchgebissen". Da fiel mir nix mehr
ein.


> Allerdings können die auch Dinge die wir nicht hinbekommen.
>

Ja, z.B. mit den Daumen 5000 Text Messages pro Monat schreiben :-)

Lutz Schulze

unread,
Mar 29, 2011, 2:07:31 PM3/29/11
to
Am Tue, 29 Mar 2011 10:49:27 -0700 schrieb Joerg:

>> Allerdings können die auch Dinge die wir nicht hinbekommen.
>>
>
> Ja, z.B. mit den Daumen 5000 Text Messages pro Monat schreiben :-)

Da mangelt es schon am Handy + entsprechendem Tarif, hat(te) keines unserer
Kinder.

Aber die Kleinste kann mit jetzt 14 schon sehr gut selbst Musik machen
(Keyboard und Gitarre), kann prima und geduldig Videos erstellen und vieles
mehr.

Gut, Hausarbeit macht sie wahrscheinlich ähnlich gern wie wir damals ;-)

Aber wer gibt sich auch mit so etwas ab wo er gerade der Welt zeigt wer da
jetzt aufregendes kommt?

Joerg

unread,
Mar 29, 2011, 2:25:58 PM3/29/11
to
Lutz Schulze wrote:
> Am Tue, 29 Mar 2011 10:49:27 -0700 schrieb Joerg:
>
>>> Allerdings können die auch Dinge die wir nicht hinbekommen.
>>>
>> Ja, z.B. mit den Daumen 5000 Text Messages pro Monat schreiben :-)
>
> Da mangelt es schon am Handy + entsprechendem Tarif, hat(te) keines unserer
> Kinder.
>

Dann gehoert Ihr zu der inzwischen recht kleinen Gruppe "gute Eltern" :-)


> Aber die Kleinste kann mit jetzt 14 schon sehr gut selbst Musik machen
> (Keyboard und Gitarre), kann prima und geduldig Videos erstellen und vieles
> mehr.
>

Ein Neffe in Berlin mit seiner Freundin ebenfalls. Die spielen in einer
Band, er Schlagzeug, sie Saxophon.


> Gut, Hausarbeit macht sie wahrscheinlich ähnlich gern wie wir damals ;-)
>
> Aber wer gibt sich auch mit so etwas ab wo er gerade der Welt zeigt wer da
> jetzt aufregendes kommt?
>

Eltern muessen die Kids aber regelmaessig zu Frust-Jobs mit rannehmen.
So lernte ich z.B. von Vattern das wieder in Gang setzen einer bockigen
Oelheizung. Russgeschwaerzt kamen wir aus dem Keller, aber das Dingen
lief wieder. War weder seine noch meine Lieblingsbeschaeftigung, musste
aber sein denn sonst war im Haus das grosse Schlottern angesagt.

Wolfgang Horejsi

unread,
Mar 30, 2011, 3:06:10 AM3/30/11
to
"Volker Neurath" <nean...@expires-31-03-2011.news-group.org> schrieb im
Newsbeitrag news:130138...@neanderix.newsoffice.de...

>> So ist das heute nun einmal und es ist gar nicht so unwahrscheinlich,
>> dass der Hersteller einer Heizung solche Steuerungsplatinen einfach
>> zukauft und schon deshalb nicht in der Lage ist, mehr als einen Austausch
>> zu leisten.
>
> Niemand sprach davon, die Steuerplatine zu reparieren. Aber es ist nicht
> einzusehen, die komplette Kombination aus Steuerplatine und Gebläse
> auszutauschen, wenn nur die Steuerplatine defekt ist.
> Das ist in meinen augen schlichte Geldschneiderei - höflich ausgedrückt.

Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass der Hersteller die Platine samt
Motor von einem Zulieferer kauft, der Motor wird gekauft und die Platine
gibt es einfach dazu, so wie sie hier beschrieben wurde, dürfte sie so
einfach aufgebaut sein, dass der Zulieferer den Motor immer nur mit Platine
anbietet.

Nicht dass ich das gut finde.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Wolfgang Horejsi

unread,
Mar 30, 2011, 3:14:48 AM3/30/11
to
"Jo Warner" <kiw...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:imsrhc$f1t$1...@online.de...

> Ich wüsste eher gern, warum ein "Molekularküche"-Essen, dessen Menge beim
> mittelgroßen Hamster in eine Backentasche passt, beim Sternekoch 40 Euro
> kostet. Bei Sterneköchen ist der Gegenwert von gelieferter Ware zu
> Rechnungspreis noch viel übler als beim schlechtesten Handwerker und
> grenzt schon an Zahnärzte, bei denen ein gefülltes kleines Loch 100 Euro
> kostet.
> Ich fahr lieber zum Chinabuffet, zahle 15 Euro, futter mich pappsatt, und
> seinen Klebereis kann er behalten, ich ess nur, was teuer und lecker ist.
> Auch das ist selektive Ersatzteilstrategie.

Das nennt sich Erlebnisgastronomie. Für billiges Geld satt werden kannst du
auch zuhause. Da ist dann auch das Bier billiger. Es gibt Menschen, die
finden es schön, eine echte Rolex zu tragen, auch wenn man die nicht von
einer falschen unterscheiden kann. Manch einer hat ein Piercing aus echt
Gold mit Brillianten an einer Stelle, die kaum jemals jemand sieht. Der
Gipfel war für mich eine Büroklammer als Ohrschmuck. Niemand wusste, dass
die Büroklammer nicht vergoldet, sondern aus purem Gold handgearbeitet war.
Wer in solche Sachen investiert, ist dann auch gerne bereit, 40 Euro oder
mehr für ein Essen auszugeben, das am Ende nicht einmal dick macht.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Lutz Schulze

unread,
Mar 30, 2011, 3:25:27 AM3/30/11
to
Am Wed, 30 Mar 2011 09:14:48 +0200 schrieb Wolfgang Horejsi:

> Wer in solche Sachen investiert, ist dann auch gerne bereit, 40 Euro oder
> mehr für ein Essen auszugeben, das am Ende nicht einmal dick macht.

Ist doch auch gut so, Geld sollte in Bewegung bleiben.

Dumm wird es wenn man es so ausgibt obwohl man es sich nicht leisten kann.

Jo Warner

unread,
Mar 30, 2011, 8:59:43 AM3/30/11
to
Am 29.03.2011 18:45, schrieb Joerg:

> Pass aber auf Deine Blutwerte auf wenn Du da oefter hingehst. Glutamat
> und Co lassen gruessen. Wenn wir schon essen gehen dann darf das auch
> ruhig was kosten. Meist Sushi beim Japaner.

Hier gibts einen guten Chinesen, der erfreulicherweise auf dem Buffet
genug Hauptgerichte stehen hat mit kleinen Schildern, dass da kein oder
nur wenig Glutamat drin ist. Er kann nämlich gut kochen, da muss sowas
nicht sein.

Jo


Jo Warner

unread,
Mar 30, 2011, 9:09:20 AM3/30/11
to
Am 29.03.2011 20:25, schrieb Joerg:

> Eltern muessen die Kids aber regelmaessig zu Frust-Jobs mit rannehmen.
> So lernte ich z.B. von Vattern das wieder in Gang setzen einer bockigen
> Oelheizung. Russgeschwaerzt kamen wir aus dem Keller, aber das Dingen
> lief wieder. War weder seine noch meine Lieblingsbeschaeftigung, musste
> aber sein denn sonst war im Haus das grosse Schlottern angesagt.

Dann mach sowas heute mal mit einem Teenie. "Bäh, das ist ja dreckig und
ich werde dreckig" ist noch die harmloseste Aussage. Und Mädchen lernen
heute noch nicht mal mehr Kochen und Knöpfe annähen, sondern
Mikrowellenbedienung und die Anschrift der nächsten türkischen
Änderungsschneiderei.


Message has been deleted

Joerg

unread,
Mar 30, 2011, 12:43:11 PM3/30/11
to
Martin Gerdes wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> schrieb:
>
>>>>>> Einen kaputten Triac finden kann auch der Nicht-Profi.
>>>> Das mache ich mit einem chinesischen bonbonfarbenenen $3-Multimeter.
>
>>> ... das auch nicht jeder zuhause hat.
>
>> Dann sollte man in der Tat fuer alles elektrische einen Handwerker
>> kommen lassen. Fuer alles andere vermutlich auch.
>
> Wozu "für alles andere auch"? Elektronikkenntnis ist eine
> Spezialkompetenz, wie beispielsweise auch Holzbearbeitung eine
> Spezialkompetenz ist. Es ist durchaus denkbar, daß jemand das absolute
> Händchen für Holz hat, von Elektronik aber keinen Schimmer einer Ahnung.
> Derjenige kann dennoch ein erfolgreicher und begabter Heimwerker sein --
> aber er läßt von elektronischen Dingen sinnvollerweise die Finger.
>

Nu ja, die Reinarbeitung in so eine recht einfache Sache taete ich schon
von einem begabten Heimwerker erwarten. Und hier in der Gegend tun die
das ja auch. Daher konnte man frueher z.B. ein Triac hier im Dorf
kaufen. Der Laden ging aber ein, weil sie nur noch Kids hinter der Theke
hatten und meinten, deren "Know-How" reiche. Jetzt muss man ins
Nachbardorf fahren oder bestellen.

>>> Häufige Fehleinschätzung von Profis. Die können sich vielfach überhaupt
>>> nicht vorstellen, auf welch unterirdisch niedrigem Niveau ein Laie
>>> Fehler machen kann.
>
>> Kann auch der Laie vermeiden. So wie ein Nachbar, ehemaliger Chefkoch
>> auf einem riesigen Schiff der Navy. Der hat kein Problem "mal eben" was
>> fuer 400 Leute zu kochen, aber den Triac hat er mich finden lassen.
>

> Dabei ist es doch so einfach, einen kaputten Triac zu erkennen und ihn
> auszutauschen! Genauso einfach, wie für 400 Leute so zu kochen, daß man
> nicht hinterher an der höchsten Rah aufgehängt wird. Ich nehme an, auch
> das machst Du mit der linken Hand.
>

25 Leute hatten wir schonmal bewirtet, aber bei 400 wuerde ich das
lieber anderen ueberlassen :-)


>> 24VAC zum Test mit "Sprinkler Circuit" verbinden stand bei dem
>> Controller sogar in der Anleitung.
>

> Was ist "24VAC", was ist "Sprinkler Circuit", ...


Sorry, Ami-Ausdruecke, kennt aber so ziemlich jeder Hausbesitzer. Und
ich denke Du kennst sie auch.


> ... was ist "verbinden"?
>

Telefonzange auseinanderdruecken und drueberhalten. Das war aber jetzt
einfach :-)


> Was man kann, ist immer einfach.


>
>> Alles eine Frage der Eigeninitiative. Ich bin z.B. kein KFZ-Ingenieur,
>> weiss aber recht genau wie der Motor meines Autos funktioniert.
>

> Das könnte eine Fehleinschätzung sein.
>

Der Meinung war auch eine rheinische Autowerkstatt als ich denen sagte,
dass vermutlich ein Ventil an Vatterns neuem Auto kaputt ist. "Pah, so
ein Elektrolurch, was weiss der schon von Motoren". Bis sie den
Zylinderkopf endlich abnahmen und ein Spalt in einem Ventil klaffte.


> Ich glaube nicht, daß dies hier weiterführt.
>

Mich fuehrt es weiter, wenn ich mir Kenntnisse aus anderen Bereichen
aneigne. Sonst koennte ich auch meinen Job nicht machen. Der Kunde
gestern hat mich z.B. auch nicht gefragt ob ich mich mit Pumpen und
dergleichen auskenne. Die gingen einfach davon aus dass das entweder der
Fall ist oder dass ich mich erkundige. So wie ich von denen
(Maschinenbauer) erwarte, dass sie sich gedanklich reinklemmen wenn ich
ihnen erklaere warum man noch den Watchdog-Timer in der Software des
Micro Controller aktivieren sollte.

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Joerg

unread,
Mar 30, 2011, 6:08:56 PM3/30/11
to
Martin Gerdes wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> schrieb:
>
>>>>>>>> Einen kaputten Triac finden kann auch der Nicht-Profi.
>>>>>> Das mache ich mit einem chinesischen bonbonfarbenenen $3-Multimeter.
>
>> Nu ja, die Reinarbeitung in so eine recht einfache Sache taete ich schon
>> von einem begabten Heimwerker erwarten.
>
> Logisch.
> Klassische Fehleinschätzung, wie so oft von Dir.
>

Nee, wir leben aber offenbar in zwei voellig verschiedenen Welten.


> Und damit hier Schluß.
>

Jo, bleiben wir in den verschiedenen Welten :-)

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