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Kellerboden nachträglich dämmen?

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Thomas Günther

unread,
Oct 27, 2008, 3:33:51 AM10/27/08
to
Hallo,

unser Keller ist mit Estrich auf Trennlage versehen. Streckenweise ist
der Estrich nur ca. 2cm dick. Mit einer Trockenbauwand habe ich einen
Raum abgetrennt, den ich als eine Art Hobby-Raum nutzen möchte. Statt
darin den Boden zu fliesen, habe ich mir überlegt, ihn mit OSB-Platten
auszulegen.

Macht es Sinn, unter den OSB-Platten Styropur- oder vielleicht besser
Styrodurplatten zu legen, um eine leicht erhöhte Wärmedämmung zu
erreichen? Wie dick sollten dann die OSB- und die Wärmedämmplatten
sein? Oder reichen evtl. dickere OSB-Platten? Wäs gibt es an kosten-
und arbeitsgünstigen Alternativen?


Gruss
Thomas


Matthias Frank

unread,
Oct 27, 2008, 4:39:33 AM10/27/08
to
Thomas Günther schrieb:

> Macht es Sinn, unter den OSB-Platten Styropur- oder vielleicht besser
> Styrodurplatten zu legen, um eine leicht erhöhte Wärmedämmung zu
> erreichen? Wie dick sollten dann die OSB- und die Wärmedämmplatten
> sein? Oder reichen evtl. dickere OSB-Platten? Wäs gibt es an kosten-
> und arbeitsgünstigen Alternativen?
>

Nur mal so als Hinweis, Keller sind meist eh schon niedriger als
Wohnräume. Wenn du da dann noch einen Bodenaufbau rein
machst könnte der Raum leicht erdrückend wirken.

MfG
Matthias

Rolf Sonofthies

unread,
Oct 27, 2008, 4:53:45 AM10/27/08
to
Thomas Günther schrieb:

> Macht es Sinn, unter den OSB-Platten Styropur- oder vielleicht besser
> Styrodurplatten zu legen, um eine leicht erhöhte Wärmedämmung zu
> erreichen?

Styrodur einzusetzen ist hier nicht sinnvoll (siehe Wasserbeständigkeit)
Styropor reicht aus.

> Wie dick sollten dann die OSB- und die Wärmedämmplatten sein?

Je dicker, desto bessere Dämmung. Aber sind die Aussenwände des Kellers
denn gedämmt? Wenn nein kannst Du Dir auch die Dämmung gegen Boden sparen.

> Oder reichen evtl. dickere OSB-Platten?

Für etwas mehr Fußwärme allemal.

> Wäs gibt es an kosten- und arbeitsgünstigen Alternativen?

einfache Span - "verlege" - platten


--
Rolf Sonofthies

Thomas Günther

unread,
Oct 27, 2008, 7:00:48 AM10/27/08
to
Am Mon, 27 Oct 2008 09:53:45 +0100
schrieb Rolf Sonofthies <eirlmo...@spammotel.com>:

> Thomas Günther schrieb:
>
> > Macht es Sinn, unter den OSB-Platten Styropur- oder vielleicht
> > besser Styrodurplatten zu legen, um eine leicht erhöhte
> > Wärmedämmung zu erreichen?
>
> Styrodur einzusetzen ist hier nicht sinnvoll (siehe
> Wasserbeständigkeit) Styropor reicht aus.

Gut, dann Styropor.


> > Wie dick sollten dann die OSB- und die Wärmedämmplatten sein?
>
> Je dicker, desto bessere Dämmung. Aber sind die Aussenwände des

Gut. Und wie, z.B. so:
1. Dampfsperre
2. 20er Styroporplatten auf den Estrich
3. 15er OSB-Verlegeplatten drauflegen

Oder besser
1. Dampfsperre
2. Unterbau, in den die 20er Styoporplatten eingelegt werden
3. 15er OSB-Verlegeplatten draufschrauben

(dickere Styropur-/OSB-Verlegeplatten nehmen?)

Derzeit beträgt der Abstand vom Estrich zur Decke ca. 210 cm.


> Kellers denn gedämmt? Wenn nein kannst Du Dir auch die Dämmung gegen
> Boden sparen.

Die Kellerwände bestehen aus 150er Stahlbetonwänden und von aussen
angeklebten 80er Styropor(?)platten.

Gruss
Thomas

Rolf Sonofthies

unread,
Oct 27, 2008, 7:31:23 AM10/27/08
to
Thomas Günther schrieb:

>>> Wie dick sollten dann die OSB- und die Wärmedämmplatten sein?
>> Je dicker, desto bessere Dämmung.

> Gut. Und wie, z.B. so:


> 1. Dampfsperre
> 2. 20er Styroporplatten auf den Estrich
> 3. 15er OSB-Verlegeplatten drauflegen
>
> Oder besser
> 1. Dampfsperre
> 2. Unterbau, in den die 20er Styoporplatten eingelegt werden
> 3. 15er OSB-Verlegeplatten draufschrauben

Der einzige bauphysikalische Unterschied ist die Dampfsperre, thermisch
sind die Systeme gleichwertig. Deren Notwendigkeit hängt von der
Abdichtung des Kellers ab. Bei deren Ausführung in Form einer sog.
"weißen Wanne" wäre die Dampfsperre zwingend erforderlich, bei einer
sog. "schwarzen Wanne" könntest Du auch darauf verzichten, schaden kann
sie dann auch nicht.

Die von Dir angegebene Wandstärke der Wände ist meines Wissens für eine
weiße Wanne zu gering, ich vermute eine schwarze Wanne.


Achtung, die Dampfsperre darf keine Löcher bekommen, eine einfache
PE-Folie tut es also nicht, die hat schon nach dem ersten Drüberlaufen
Löcher. Und noch einmal Achtung: Die Dampfsperre muss seitlich an den
Wänden über die gesamte Aufbauhöhe der zusätzlichen Schichten
hochgeführt werden, damit a. der "Dampf" da unten rauskommt, aber b.
nicht seitlich in die Holzwerkstoffplatten einzieht.

Bei Verwendung von Verlegeplatten mit umlaufend Nut- und Feder kannst Du
auf die Unterkonstruktion verzichten, die "schwimmen" als in sich
verleimte Platte darauf. Wenn Du Dir die Mühe schon machen willst,
kannst Du aber auch gleich 40 mm Styropor verlegen, die Mehrkosten sind
relativ gering und ob's Dir auf die 20 mm Höhe ankommt musst Du entscheiden.

> (dickere Styropur-/OSB-Verlegeplatten nehmen?)
>
> Derzeit beträgt der Abstand vom Estrich zur Decke ca. 210 cm.

Die dicksten Platten im Handel sind ca. 21 mm stark.

> Die Kellerwände bestehen aus 150er Stahlbetonwänden und von aussen
> angeklebten 80er Styropor(?)platten.

Na da hoffentlich Styrodur und eine bituminöse "schwarze" Abdichtung
zwischen Beton und den Dämmplatten.


--
Rolf Sonofthies

Thomas Günther

unread,
Oct 27, 2008, 7:52:44 AM10/27/08
to
Am Mon, 27 Oct 2008 12:31:23 +0100
schrieb Rolf Sonofthies <eirlmo...@spammotel.com>:

[...]


>
> Die von Dir angegebene Wandstärke der Wände ist meines Wissens für
> eine weiße Wanne zu gering, ich vermute eine schwarze Wanne.

Also, eine weisse ist es auf jeden Fall nicht. Ob der Rest eine
schwarze darstellen soll: Keine Ahnung. Der Keller ist nachträglich
(hat uns ungefähr 2 Jahre Rechtsstreit gekostet) an den senkrechten und
waagerechten Stossfugen der Betonelemente abgedichtet worden. Das hat
eine auf Abdichtungen spezialisierte Firma übernommen. Die haben die
Fugen mit einer Dichtmasse ausgefüllt und eine Art PCI-Bahn
draufgeklebt und anschliessend die Wärmedämmung an den so abgedichteten
Stellen wieder hergestellt. Das von denen zur Wärmedämmung verwendete
Material ist sehr feinporiges blaues oder lilanes/pinkes
Styro*-Material.


> Achtung, die Dampfsperre darf keine Löcher bekommen, eine einfache
> PE-Folie tut es also nicht, die hat schon nach dem ersten

[...]


> kannst Du aber auch gleich 40 mm Styropor verlegen, die Mehrkosten
> sind relativ gering und ob's Dir auf die 20 mm Höhe ankommt musst Du
> entscheiden.

Danke für die Infos!


[...]


> > Die Kellerwände bestehen aus 150er Stahlbetonwänden und von
> > aussen angeklebten 80er Styropor(?)platten.
>
> Na da hoffentlich Styrodur und eine bituminöse "schwarze" Abdichtung
> zwischen Beton und den Dämmplatten.

Nein, zumindest die Originaldämmung dürfte aus Styropurplatten bestehen,
die noch überall, wo keine Stossfugen sind, drauf ist.
Dieses schwarze Bitumenzeugs ist allerdings unter den Platten drunter.


Gruss
Thomas

Rolf Sonofthies

unread,
Oct 27, 2008, 8:06:24 AM10/27/08
to
Thomas Günther schrieb:

>> Die von Dir angegebene Wandstärke der Wände ist meines Wissens für
>> eine weiße Wanne zu gering, ich vermute eine schwarze Wanne.
>
> Also, eine weisse ist es auf jeden Fall nicht. Ob der Rest eine
> schwarze darstellen soll: Keine Ahnung. Der Keller ist nachträglich
> (hat uns ungefähr 2 Jahre Rechtsstreit gekostet) an den senkrechten und
> waagerechten Stossfugen der Betonelemente abgedichtet worden. Das hat
> eine auf Abdichtungen spezialisierte Firma übernommen. Die haben die
> Fugen mit einer Dichtmasse ausgefüllt und eine Art PCI-Bahn
> draufgeklebt und anschliessend die Wärmedämmung an den so abgedichteten
> Stellen wieder hergestellt. Das von denen zur Wärmedämmung verwendete
> Material ist sehr feinporiges blaues oder lilanes/pinkes
> Styro*-Material.

sehr wahrscheinlich Styrodur

>> Na da hoffentlich Styrodur und eine bituminöse "schwarze" Abdichtung
>> zwischen Beton und den Dämmplatten.
>
> Nein, zumindest die Originaldämmung dürfte aus Styropurplatten bestehen,
> die noch überall, wo keine Stossfugen sind, drauf ist.
> Dieses schwarze Bitumenzeugs ist allerdings unter den Platten drunter.

Styropor hat wegen seiner sehr beschränken Druck- und
Feuchtebeständigkeit auch nur eine eingeschränkte Zulassung als
Perimeterdämmung. Ich würde es in diesem Bereich deshalb nicht
einsetzen, mag jetzt aber die DIBt-Zulassung nicht nachlesen, da stehen
die zugelassenen Einsatzbereiche drin. Die Reparateure haben es auch
nicht eingesetzt. Das Zeug ist halt billiger, aber nicht Stabil und
verliert im Laufe der Zeit auch einen Teil seiner Dämmwirkung. Wirklich
Sorgen machen würde ich mir nur, wenn es unter der Bodenplatte läge, was
aber nicht der Fall zu sein scheint.


--
Rolf Sonofthies

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