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Stillgelegte Klärgrube von 1966 (7,5 m³) zur Zisterne umfunktionieren

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Marco Zamponi

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Sep 12, 2022, 9:32:34 AM9/12/22
to
Hallo!

Auf unserem Grundstück befindet sich eine alte "Klärgrube" aus Beton (rund, von oben zugänglich). Diese ist seit 1969 stillgelegt als das Haus an das Siel angeschlossen wurde. Sie wurde damals gesäubert und mit Erde gefüllt.
In der Klärgrube sind 4 abgetrennte Bereiche, von denen in drei ein Rohr mündet. Die Wände, die die Bereiche voneinander trennen sind alle gleich hoch. Also es scheint sich um kein 3 Kammern System zu handeln (Sind ja auch 4 Kammern).
Nun würde ich gerne das Regenwasser vom Haus dort sammeln. Aktuell wird dieses vom Fallrohr durch den Garten zu einer Sickergrube geleitet. So schildern es jedenfalls die alten Pläne.
Wenn ich das richtig sehe, müsste ich erstmal die Grube leeren (lassen), säubern, dann eine Verbindung zwischen den Kammern herstellen, das Regenwasser in die Grube leiten und dann einen Überlauf zu einer Sickergrube herstellen.

Ohne Details zu kennen, würdet ihr sagen, das ist generell machbar?

Danke schonmal!

Alfred Flaßhaar

unread,
Sep 12, 2022, 10:12:07 AM9/12/22
to
Am 12.09.2022 um 15:32 schrieb Marco Zamponi:
> Hallo!
>
(...)
>
> Ohne Details zu kennen, würdet ihr sagen, das ist generell machbar?
>
Im Prinzip - Ja -.
Aber, Mindestanforderungen:

Sind Wände und insbesondere die Grubendecke (Bauart) noch im ausreichend
sicheren Bauzustand (Standsicherheit/Tragfähigkeit)?

Welche Lasten (Eigenlasten, Verkehrslasten) sind auf der Grubendecke und
neben der Grube vorgesehen/zu erwarten?

Nach Aushub des Füllbodens ist Reinigung von Boden und Wand innere
Abdichtung erforderlich.

Sind bauliche Veränderungen für den Anschluß von Installationen (z. B.
Pumpe, Rohre) vorgesehen?

Freundliche Grüße, Alfred Flaßhaar





Frank Müller

unread,
Sep 13, 2022, 4:15:44 AM9/13/22
to
"Martin Gerdes" schrieb:
> Alfred Flaßhaar <Alfred.F...@gmx.de> schrieb:

>> innere Abdichtung erforderlich.

> Wozu? Die Klärgrube sollte damals so gebaut sein, daß sie dicht ist.

Wenn die Klärgrube richtig still gelegt
wurde dann hat man da vor dem befüllen
den Boden durchstoßen damit sich kein
Wasser darin sammeln kann.

Frank

Marc Haber

unread,
Sep 13, 2022, 12:59:18 PM9/13/22
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>Frank Müller <dw...@hotmail.com> schrieb:
>
>>>> innere Abdichtung erforderlich.
>
>>> Wozu? Die Klärgrube sollte damals so gebaut sein, daß sie dicht ist.
>
>> Wenn die Klärgrube richtig stillgelegt
>> wurde, dann hat man da vor dem Befüllen
>> den Boden durchstoßen, damit sich kein
>> Wasser darin sammeln kann.
>
>Und die Moral von der Geschicht? Usenet hat keine Augen, und wie es am
>Boden einer stillgelegten Klärgrube aussieht, wird man erst dann sehen,
>wenn sie geleert hat.

Immerhin weiß man jetzt was einen erwarten könnte. Daran hätte ICH
nämlich nicht im Traum gedacht,und so habe ich aus einem Thread mit
einem Thema das mich eigentlich gar nicht interessiert wieder etwas
gelernt.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
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Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Rupert Haselbeck

unread,
Sep 13, 2022, 2:30:10 PM9/13/22
to
Frank Müller schrieb:
> Wenn die Klärgrube richtig still gelegt
> wurde dann hat man da vor dem befüllen
> den Boden durchstoßen damit sich kein
> Wasser darin sammeln kann.

Es gibt aber doch eine Menge Gegenden, wo sich gerade dann mit
Sicherheit Wasser darin sammeln wird

MfG
Rupert

Marc Haber

unread,
Sep 14, 2022, 3:35:42 AM9/14/22
to
Aber dann ist es so hoch wie drumrum auch.

Klaus Scheffel

unread,
Sep 14, 2022, 4:08:44 AM9/14/22
to
Am 12.09.2022 um 15:32 schrieb Marco Zamponi:
> Hallo!
>
> Auf unserem Grundstück befindet sich eine alte "Klärgrube" aus Beton (rund, von oben zugänglich). Diese ist seit 1969 stillgelegt als das Haus an das Siel angeschlossen wurde. Sie wurde damals gesäubert und mit Erde gefüllt.
[...]
> Ohne Details zu kennen, würdet ihr sagen, das ist generell machbar?

Der Aufwand sollte vertretbar sein, ob nun selbst den Minibagger zu
bedienen und einen Abnehmer für den Aushub zu finden, oder eine Firma
mit der Reinigung zu beauftragen.
Eine ähnliches Vorhaben für eine ca. 120 Jahre alte Einkammergrube
(~12 qm) habe ich hinter mir. Der Zulaufschacht hat einen Filter aus
Niro-Fliegengitter und einen Überlauf erhalten. Die Reinigung erfolgte
händisch. Zum Abschluss mit einem Hochdruckreiniger und einer kräftigen
Tauchpumpe.
Auf jedem Fall bilden solche Behälter in dieser Zeit der zunehmenden
Wetterkapriolen eine gute Gelegenheit Wasser-Reserven, insbesondere für
die gärtnerische Nutzung, vorzuhalten.


--
mfg
Klaus Scheffel

https://klaus-scheffel.de


Rupert Haselbeck

unread,
Sep 14, 2022, 4:50:10 AM9/14/22
to
Marc Haber schrieb:
> Rupert Haselbeck wrote:
>> Frank Müller schrieb:
>>> Wenn die Klärgrube richtig still gelegt
>>> wurde dann hat man da vor dem befüllen
>>> den Boden durchstoßen damit sich kein
>>> Wasser darin sammeln kann.
>>
>> Es gibt aber doch eine Menge Gegenden, wo sich gerade dann mit
>> Sicherheit Wasser darin sammeln wird
>
> Aber dann ist es so hoch wie drumrum auch.

ACK
Darum leuchtet mir ja nicht so recht ein, warum man den Boden
durchlöchern soll, wenn man gerade nicht will, dass da Wasser rein kommt

MfG
Rupert

Thorsten Böttcher

unread,
Sep 14, 2022, 5:05:49 AM9/14/22
to
Damit das Wasser was von außen reinkommt wieder abfließen kann.
Stichwort Regen.
Wenn der Grundwasserspiegel so hoch wie die Zisterne (oder höher) ist,
kann man sich das Auffangen des Regenwassers auch sparen.

Rupert Haselbeck

unread,
Sep 14, 2022, 5:21:07 AM9/14/22
to
Thorsten Böttcher schrieb:
> Rupert Haselbeck:
>> Marc Haber schrieb:
>>> Rupert Haselbeck wrote:
>>>> Frank Müller schrieb:
>>>>> Wenn die Klärgrube richtig still gelegt
>>>>> wurde dann hat man da vor dem befüllen
>>>>> den Boden durchstoßen damit sich kein
>>>>> Wasser darin sammeln kann.
>>>>
>>>> Es gibt aber doch eine Menge Gegenden, wo sich gerade dann mit
>>>> Sicherheit Wasser darin sammeln wird
>>>
>>> Aber dann ist es so hoch wie drumrum auch.
>>
>> ACK
>> Darum leuchtet mir ja nicht so recht ein, warum man den Boden
>> durchlöchern soll, wenn man gerade nicht will, dass da Wasser rein kommt
>
> Damit das Wasser was von außen reinkommt wieder abfließen kann.
> Stichwort Regen.

Gegen eindringendes Regenwasser sollte eine Klärgrube ja abgedichtet sein

> Wenn der Grundwasserspiegel so hoch wie die Zisterne (oder höher) ist,
> kann man sich das Auffangen des Regenwassers auch sparen.

Als das, was hier jetzt als Kontrollschacht fungiert, noch als
3-Kammer-Klärgrube diente, war eine Anforderung der Lieferfirma, dass da
stets genügend Wasser (oder was man halt so nennt...) drin sein sollte,
damit das Ding nicht aufschwimmen möge.

MfG
Rupert

Thorsten Böttcher

unread,
Sep 14, 2022, 5:34:22 AM9/14/22
to
Am 14.09.2022 um 11:20 schrieb Rupert Haselbeck:
> Thorsten Böttcher schrieb:
>> Rupert Haselbeck:
>>> Marc Haber schrieb:
>>>> Rupert Haselbeck wrote:
>>>>> Frank Müller schrieb:
>>>>>> Wenn die Klärgrube richtig still gelegt
>>>>>> wurde dann hat man da vor dem befüllen
>>>>>> den Boden durchstoßen damit sich kein
>>>>>> Wasser darin sammeln kann.
>>>>>
>>>>> Es gibt aber doch eine Menge Gegenden, wo sich gerade dann mit
>>>>> Sicherheit Wasser darin sammeln wird
>>>>
>>>> Aber dann ist es so hoch wie drumrum auch.
>>>
>>> ACK
>>> Darum leuchtet mir ja nicht so recht ein, warum man den Boden
>>> durchlöchern soll, wenn man gerade nicht will, dass da Wasser rein kommt
>>
>> Damit das Wasser was von außen reinkommt wieder abfließen kann.
>> Stichwort Regen.
>
> Gegen eindringendes Regenwasser sollte eine Klärgrube ja abgedichtet sein

Auch nachdem sie still gelegt wurde?
Der OP schrieb "von oben zugänglich und mit Erde verfüllt".
Für mich klingt das einfach nach zuschütten und Gras drauf Pflanzen.

Vielleicht stelle ich mir unter eine Klärgrube auch was falsches vor.


Rupert Haselbeck

unread,
Sep 14, 2022, 6:49:26 AM9/14/22
to
Thorsten Böttcher schrieb:
> Rupert Haselbeck:
>> Gegen eindringendes Regenwasser sollte eine Klärgrube ja abgedichtet sein
>
> Auch nachdem sie still gelegt wurde?
> Der OP schrieb "von oben zugänglich und mit Erde verfüllt".
> Für mich klingt das einfach nach zuschütten und Gras drauf Pflanzen.
>
> Vielleicht stelle ich mir unter eine Klärgrube auch was falsches vor.

Stimmt natürlich, wir können freilich nur rätseln, was der OP meint.
Was ich hier habe, war so ein Fertigteil, welches ich mir
ärgerlicherweise einbauen lassen musste, weil der Schmutzwasserkanal
noch nicht fertig war, als das Haus stand und wir einziehen
wollten/mussten, weil die Mietwohnung bereits gekündigt war. Das war/ist
ein runder Schacht aus Beton mit etwa 3,5 Metern Durchmesser und etwa 4
Metern (oder etwas mehr, geht jedenfalls deutlich unter die
Kellersohle), welcher durch zwei Wände in drei Kammern unterteilt war.
Die Zwischenwände waren, nach gründlicher Reinigung, herausnehmbar. Oben
verjüngt sich das Teil hin zu einem Loch mit noch etwa ein Meter
Durchmesser. Deckel drauf und es ist/war wasser- und geruchsdicht.
Aber vielleicht redet der OP ja von einer Grube, wie man sie in früheren
Zeiten baute, eine Wanne aus Beton oder Mauerwerk, welche oben mit einer
Lage an Rundhölzern abgedeckt wurde, welche alle 10 Jahre oder so
erneuert werden mussten. Warum sollte man sie ansonsten auch verfüllen,
nachdem man die Grube nicht mehr nutzte?

MfG
Rupert

HC Ahlmann

unread,
Sep 14, 2022, 7:17:38 AM9/14/22
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

> Rupert Haselbeck <mein-re...@gmx.de> wrote:
> >Frank Müller schrieb:
> >> Wenn die Klärgrube richtig still gelegt
> >> wurde dann hat man da vor dem befüllen
> >> den Boden durchstoßen damit sich kein
> >> Wasser darin sammeln kann.
> >
> >Es gibt aber doch eine Menge Gegenden, wo sich gerade dann mit
> >Sicherheit Wasser darin sammeln wird
>
> Aber dann ist es so hoch wie drumrum auch.

Dann ist es ein Brunnen (Grundwassernentnahme), keine Zisterne
(Regenwasserspeicher), und bedarf der Zustimmung der unteren
Wasserbehörde zur Wasserentnahme.
--
Munterbleiben
HC

Marc Haber

unread,
Sep 14, 2022, 8:09:45 AM9/14/22
to
Rupert Haselbeck <mein-re...@gmx.de> wrote:
>Darum leuchtet mir ja nicht so recht ein, warum man den Boden
>durchlöchern soll, wenn man gerade nicht will, dass da Wasser rein kommt

Ich denke man möchte weder dass die Zisterne aufschwimmt noch durch
erhöhtes Gewicht in Bewegung kommt.

Marco Zamponi

unread,
Sep 15, 2022, 8:35:27 AM9/15/22
to
Danke für die anregende Diskussion!
Ich wollte mal etwas mehr Details zu der Grube geben. Ich hoffe, auf diesem Wege gelingt mir das. Ich habe eine Zeichnung gemacht und ein paar Fotos angehängt.
https://imgur.com/a/H3q8Szs
"Mit Erde gefüllt" wurden lediglich die einzelnen 4 Kammern. Man schaut auf dem ersten Foto von oben auch den geöffneten "Gullydeckel". Dann kann man über eine Metallstufe auf eine "Plattform" gelangen , die wiederum nach unten geöffnet ist. Da schaut man dann auf die 4 Kammern der Grube. 2 davon sind bereits von Erde wieder befreit worden. Da man dort aber nur sehr mühselig rankommt, haben die Vorbesitzer das irgendwann aufgegeben.
In drei der 4 Kammern münden Tonrohre, das sieht man auf dem 2. Foto ganz gut. Es sieht auf den ersten und zweiten Blick alles gut erhalten aus.
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