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Betonfundament im Wasser

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Der Jens

unread,
Mar 14, 2012, 9:17:01 AM3/14/12
to
Hallo,

es müssen dringend ein paar Ständerfundamente gemacht werden, ca.
50*50*80 (B*L*T). Es soll nur eine einfache Überdachung gehalten werden.
Die jetzigen Einschlaghülsen sind in den letzten Jahren im Boden
versunken - es braucht etwas Standfesteres.

Allerdings steht das Oberflächenwasser bei uns noch "unter der
Rasenkante", so dass das Loch für das Fundament relativ schnell mit
Wasser voll läuft.
Kann man unter diesen Bedingungen trotzdem betonieren, oder geht das gar
nicht?

Fragt

Der Jens

Harald Klotz

unread,
Mar 14, 2012, 9:31:14 AM3/14/12
to
Der Jens schrieb:

> Allerdings steht das Oberflächenwasser bei uns noch
> "unter der Rasenkante", so dass das Loch für das
> Fundament relativ schnell mit Wasser voll läuft.
> Kann man unter diesen Bedingungen trotzdem betonieren,
> oder geht das gar nicht?

Beton bindet auch unter Wasser ab.
Ein Problem könnte sein, dass das Wasser deinen Beton vor
dem Abbinden ausschwemmmt, nur im Wasser stehen macht ihm
nichts.

Grüße Harald

jms

unread,
Mar 14, 2012, 9:35:30 AM3/14/12
to
Grossen leeren düngersack mit beton füllen und versenken.
Oder einen baukübel nehmen.

Jürgen Exner

unread,
Mar 14, 2012, 9:43:25 AM3/14/12
to
Der Jens <jens...@web.de> wrote:
>es müssen dringend ein paar Ständerfundamente gemacht werden, ca.
>50*50*80 (B*L*T). Es soll nur eine einfache Überdachung gehalten werden.
>Die jetzigen Einschlaghülsen sind in den letzten Jahren im Boden
>versunken - es braucht etwas Standfesteres.
>
>Allerdings steht das Oberflächenwasser bei uns noch "unter der
>Rasenkante", so dass das Loch für das Fundament relativ schnell mit
>Wasser voll läuft.

Bitte definiere "relativ schnell"

>Kann man unter diesen Bedingungen trotzdem betonieren, oder geht das gar
>nicht?

Beton zeichnet sich dadurch aus, dass er auch unter Wasser perfekt
aushaertet. Solange du also sicherstellen kannst, dass er sich auf
seinem Weg zum Grund des Loches nicht entmischt, wird es keine Probleme
geben.
Professionell senkt man einfach den Schlauch der Betonpumpe bis auf den
Grund ab, fuellt das Loch dann von unten her, und zieht den Schlauch mit
steigendem Betonspiegel langsam hoch.

Wie schnell laeuft das Loch denn voll? Kannst du es mit einer Pumpe
wasserfrei bekommen, Ansaugschlauch raus, und sofort Schubkarre mit
vorbereitetem Beton rein oder ist es in den 30 Sekunden schon halbvoll
gelaufen?

jue

Der Jens

unread,
Mar 14, 2012, 11:07:16 AM3/14/12
to
On 14.03.2012 14:43, Jürgen Exner wrote:

> Wie schnell laeuft das Loch denn voll? Kannst du es mit einer Pumpe
> wasserfrei bekommen, Ansaugschlauch raus, und sofort Schubkarre mit
> vorbereitetem Beton rein oder ist es in den 30 Sekunden schon halbvoll
> gelaufen?

Ja, bissel Zeit ist schon. Ich denke das passt dann schon so.

Jens

Wolfgang Horejsi

unread,
Mar 15, 2012, 1:30:02 AM3/15/12
to
"Der Jens" <jens...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9sbqh4...@mid.individual.net...
Als ich mal Fundamente gegossen habe, nahm ich 2 große Dosen, so je um 10
Liter, die gab es für lau in der Imbissbude, habe den oberen und unteren
Deckel mit einem Dosenöffner entfernt, die beiden Dosen übereinander
gesetzt, miteinander verbunden - da reicht ein breites Klebeband - und die
als verlorene Schalung ins Loch gesetzt.

--

Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

fox27

unread,
Mar 18, 2012, 6:19:39 PM3/18/12
to
On 14 Mrz., 14:17, Der Jens <jensp...@web.de> wrote:
> ... Ständerfundamente ... ca. > 50*50*80 (B*L*T). ... Oberflächenwasser bei uns noch "unter der
> Rasenkante", so dass das Loch für das Fundament relativ schnell mit
> Wasser voll läuft.
> Kann man unter diesen Bedingungen trotzdem betonieren, ...

Hallo,
Ja, das geht. Der Beton darf sich aber beim Einbauen nicht entmischen.
Deshalb soll er nicht durch das Wasser fallen. Um das zu erreichen,
verfährt man fachgerecht nach meinem 55-jährigen Maurerbuch so:

- Besondere Anforderungen an den Beton: Weich, fliessfähig,
Zementgehalt 350 kg/m**3 fertigem Beton (hoch!)
- Dickes Rohr besorgen (20 cm?), komfortabel mit einem Trichter oben.
Wenn es länger ist, ergibt sich mehr Druck unter dem eingefüllten
Beton. Dann fliesst er aus, bis er deutlich über dem unteren Ende des
Rohrs steht. Du musst ihn aber noch rasch einwerfen können.
- Das Rohr ins Wasser stellen und in dieser Lage sichern oder fest
halten. Ich würde ganz unten, also auf die Sohle gestellt anfangen.
Im Buch hat es eine Zeichnung, wo 20 cm über der Sohle begonnen wird.
Das Rohr soll immer tief in den Beton eintauchen. Im Buch steht 1 m,
aber das ist für Dich wohl zu viel.
- Beton so einwerfen, dass es im Rohr bei etappenweisen Hochziehen
desselben immer noch nur Beton hat. So verhindert man, dass der Beton
durch das Wasser fällt und ausgewaschen wird.
- Das Rohr etwas hochziehen
- Beton nachfüllen, bis er nicht mehr abfliesst (das ist von mir)
- Das Rohr etwas hochziehen
- etc.
- Es wird nicht verdichtet. Wegen der weichen Konsistenz ist das auch
nicht nötig.

Es dürfen keine Arbeitsfugen entstehen, Du musst also fähig sein, in
einem Satz zu betonieren und den Beton rasch ein zu bringen. Ich würde
alle Fundamente vorbereiten und Transportbeton bestellen. Teile dem
Lieferanten in diesem Falle mit, dass Du Unterwasserbeton brauchst und
frage, ob er den Zementgehalt 350 kg/m**3 liefert.
Wenn Du den Beton um's Verrecken selbst mischen willst, müsstest Du
also die 200 l pro Fundament vorbereiten und Hilfe haben, dass Du
schnell genug einbringen kannst.

Der grösste betonierbare Durchmesser liege bei einem Rohr bei ca. 6 m.

Dös kriagn ma! Grüsse und toi, toi, toi

fox27

unread,
Mar 19, 2012, 4:21:05 AM3/19/12
to
Nachtrag zum Posting Fox, 18.3.2012 2319 h

Am besten wäre es natürlich, wenn der Transportbeton direkt ab Wagen eingebracht werden könnte. Ob sich für die geringe Menge eine Betonpumpe lohnt ist fraglich. Vielleicht geht es aber vor oder nach einem Fremdauftrag „im Gleichen“. Das wäre ab zu sprechen.

Grüsse
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