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Nachtspeichermonster - wo hinstellen?

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Jan Richling

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Jul 31, 2000, 3:00:00 AM7/31/00
to
Hallo allerseits,

Nachtspeicheroefen waren vor kurzem hier mal das Thema, und es gab ja auch
Antworten darauf, also sollten hier einige Experten anwesend sein ;-))

Gerade in den Tagen habe ich naemlich meine neue Wohnung besichtigt, die
sowas als Heizung hat, und mich dann trotz gewisser Bedenken dafuer
entschieden - die anderen Vorteile wiegen die Nachteile jener Oefen auf.

Und nun die Frage: Die Dinger stehen recht bloed an der Wand - ich wuerde
sie eigentlich lieber vors Fenster stellen oder so. Der Vermieter hat da
keine Einwaende erhoben, und die Kabel scheinen auch lang genug zu sein,
oder koennen vermutlich von einem Elektriker (ich will jetzt keine
Diskussion ueber den Eigenaustausch solcher Drehstromkabel lostreten - das
noetige Wissen, um das selbst zu machen, habe ich durchaus) ausgetauscht
werden gegen laengere.

Was muss man dabei beachten - wie dicht darf man z.B. an die Wand ran? Was
macht Sinn, was nicht? Dazu kommt ja noch, dass die Viecher alles andere
als leicht sind... darf man die einfach so auf Teppich stellen, oder aus
Hitzeschutzgruenden besser irgendwas noch drunter?

Gruesse,

Jan

-- UNFAKED eMail - nos...@richling.de - Do NOT remove "nospam" ---
/ Jan Richling - Uyna on IRCnet - http://www.richling.de /
/ PhD Student at Computer Architecture and Communication Group - /
/ Department of Computer Science - Humboldt University Berlin /


Der Elektriker - René Beitz

unread,
Jul 31, 2000, 3:00:00 AM7/31/00
to

Jan Richling <nos...@richling.de> schrieb in im Newsbeitrag:
vf94m8...@vega.informatik.hu-berlin.de...
> Hallo allerseits,

Hallo Jan


> Und nun die Frage: Die Dinger stehen recht bloed an der Wand - ich wuerde
> sie eigentlich lieber vors Fenster stellen oder so. Der Vermieter hat da
> keine Einwaende erhoben, und die Kabel scheinen auch lang genug zu sein,
> oder koennen vermutlich von einem Elektriker (ich will jetzt keine
> Diskussion ueber den Eigenaustausch solcher Drehstromkabel lostreten - das
> noetige Wissen, um das selbst zu machen, habe ich durchaus) ausgetauscht
> werden gegen laengere.
>
> Was muss man dabei beachten - wie dicht darf man z.B. an die Wand ran?

Es sollten mindestens 3cm Luft sein.

> Was macht Sinn, was nicht?

Kabel könnten mit Fußbodenkanal verlegt werden, den gibts auch mit
Teppichkante. Die Luftansaug- und Luftauslaßlöcher brauchen 10cm bzw. 1m
Abstand zu irgendwelchen Gegenständen oder ähnlichem.

> Dazu kommt ja noch, dass die Viecher alles andere
> als leicht sind... darf man die einfach so auf Teppich stellen, oder aus
> Hitzeschutzgruenden besser irgendwas noch drunter?

Besser was drunter. Dafür eignen sich Marmorfensterbänke oder ähnliches.
Auslegware kann man auch ausschneiden und bis an den Ofen ranstoßen lassen.

MfG
René


Siegfried Schmidt

unread,
Aug 1, 2000, 3:00:00 AM8/1/00
to
Hallo Jan,

>Und nun die Frage: Die Dinger stehen recht bloed an der Wand - ich wuerde
>sie eigentlich lieber vors Fenster stellen oder so.

In dem Fall würde ich vorher klären, warum sie nicht schon beim Aufstellen
unter die Fenster gestellt wurden.

Wenn Du Pech hast, reicht die Belastbarkeit der Decke an dieser Stelle
nicht aus.


Siegfried
--
http://www.netcologne.de/~nc-schmidsi

Jan Richling

unread,
Aug 1, 2000, 3:00:00 AM8/1/00
to
>> Dazu kommt ja noch, dass die Viecher alles andere
>> als leicht sind... darf man die einfach so auf Teppich stellen, oder aus
>> Hitzeschutzgruenden besser irgendwas noch drunter?

> Besser was drunter. Dafür eignen sich Marmorfensterbänke oder ähnliches.
> Auslegware kann man auch ausschneiden und bis an den Ofen ranstoßen lassen.

Naja... da sind Dielen drunter, IMO ist das brandtechnisch nicht besser als
Auslegware. Momentan stehen sie auf der Auslegware, aber die werde ich ohnehin
rauswerfen.

Jan

------------------------------------------------------------------
/ Jan Richling - http://www.informatik.hu-berlin.de/~richling /

Dirk Salva

unread,
Aug 1, 2000, 3:00:00 AM8/1/00
to
rich...@informatik.hu-berlin.de (Jan Richling) schrieb am 01.08.00:


> Naja... da sind Dielen drunter, IMO ist das brandtechnisch nicht besser als
> Auslegware. Momentan stehen sie auf der Auslegware, aber die werde ich

Es gibt entsprechende feuerfeste Platten, die Du passend zuschneiden
kannst. Schlag mich, aber ich weiss nicht genau, worum es sich dabei
handelt. Sah aus wie Rigips, nur in grau ;-)
BTW: ich kann mir nicht vorstellen, dass Nachtspeicher an der
Aufliegeflaeche so heiss werden, dass eine Selbstentzuendung stattfinden
kann. Das wuerde sicherlich gar nicht genehmigt, u.a. deshalb, weil die
Grundflaeche ja auch mehr oder weniger direkt mit den Seitenflaechen
verbunden ist und man Teppich z.B. ja wohl immer - wenn schon nicht bis
darunter - mindestens "auf Stoss" verlegt. Wir haben ca. 24 Jahre mit
diversen Nachtspeichern gelebt, meine Erfahrung dazu:

- ich persoenlich empfinde Nachtspeicher als positiv, die Waerme als sehr
behaglich und auch eher weniger umstaendlich zu bedienen als Heizkoerper,
die mit Heisswasser durchspuelt werden. Ausserdem stellt sich (bei
geladenem Nachtspeicher) das Waermegefuehl in einer ansonsten kalten
Wohnung IMHO erheblich schneller als bei Heizkoerpern ein.

- die Nachtspeicher in unserer damaligen Wohnung standen teils direkt auf
dem Holzfussboden, teils auf der "Auslegware", einer stand auf solch einer
Flammschutzplatte (weil die halt grad zur Verfuegung stand ;-)). Nachdem
meine Eltern aus unserer alten Mietwohnung ausgezogen sind und die
Nachtspeicher entfernt wurden, war unter keinem der Nachtspeicher eine
Schmor- oder gar Brandspur sichtbar, auch nicht an der ca. 20 Jahre alten
Auslegware unterm Nachtspeicher im Kinderzimmer (da man ihn wohl schlecht
anheben kann, nur um den Teppichboden darunter wegzureissen). Im
Gegenteil, der Teppich dort sah noch sehr jugendlich aus ;-))

Im uebrigen sind Nachtspeicher sicherlich schon wesentlich laenger
asbestfrei als die von jemand anderem hier geschriebenen 5 Jahre.
Gewissheit schafft aber immer ein Blick auf's Typenschild mit
nachfolgendem Anruf beim Hersteller.

Du kannst Deine Nachtspeicher selbstverstaendlich nicht im aufgebauten
Zustand versetzen, ohne Schaeden zu riskieren. Normale Vorgehensweise:
Stromlos schalten, aufschrauben, abklemmen, Isolierung entfernen,
Schamottsteine vorsichtig entnehmen und stapeln, Heizstaebe vorsichtig
entnehmen, Nachtspeicher an den neuen Aufstellort transportieren, alles
wieder 'reinschmeissen, anschliessen, zuschrauben, fertig. Voll wuerde ich
sie nicht transportieren wg. Ruecken und evtl. Schaedigung der Heizstaebe
und Steine.

Die Meinung eines anderen Schreibers, dass der Boden unter den Fenstern
nicht tragfaehig genug sei, teile ich uebrigens nicht. Sieht man mal von
besonderen Umstaenden (Altschaeden o.ae.) ab, kann ich mir nicht
vorstellen, dass ein Boden am Rand weniger tragfaehig als in der Mitte
ist. Auch unterschiedliche Randtragfaehigkeiten habe ich noch nie gelesen,
zumindest nicht in Mauernaehe. Aber ich bin kein Statiker...


ciao, Dirk

--
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» FIDO: Dirk Salva 2:2444/1401.33 Internet: dsa...@nutrimatic.ruhr.de «
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Jan Richling

unread,
Aug 1, 2000, 3:00:00 AM8/1/00
to
Erst mal herzlichen Dank fuer deine wirklich aufschlussreiche Antwort! Die
hilft sehr...

>> Naja... da sind Dielen drunter, IMO ist das brandtechnisch nicht besser als
>> Auslegware. Momentan stehen sie auf der Auslegware, aber die werde ich
> Es gibt entsprechende feuerfeste Platten, die Du passend zuschneiden
> kannst. Schlag mich, aber ich weiss nicht genau, worum es sich dabei
> handelt. Sah aus wie Rigips, nur in grau ;-)
> BTW: ich kann mir nicht vorstellen, dass Nachtspeicher an der
> Aufliegeflaeche so heiss werden, dass eine Selbstentzuendung stattfinden
> kann. Das wuerde sicherlich gar nicht genehmigt, u.a. deshalb, weil die
> Grundflaeche ja auch mehr oder weniger direkt mit den Seitenflaechen
> verbunden ist und man Teppich z.B. ja wohl immer - wenn schon nicht bis
> darunter - mindestens "auf Stoss" verlegt. Wir haben ca. 24 Jahre mit
> diversen Nachtspeichern gelebt, meine Erfahrung dazu:

Okay, das deckt sich mit dem, was ich mir so vorgestellt habe - die warme Luft
steigt ja zudem nach oben, und man haette sie nicht auf den Teppich gestellt,
wenn das gefaehrlich waere.

> - ich persoenlich empfinde Nachtspeicher als positiv, die Waerme als sehr
> behaglich und auch eher weniger umstaendlich zu bedienen als Heizkoerper,
> die mit Heisswasser durchspuelt werden. Ausserdem stellt sich (bei
> geladenem Nachtspeicher) das Waermegefuehl in einer ansonsten kalten
> Wohnung IMHO erheblich schneller als bei Heizkoerpern ein.

Das klingt auch gut... ich habe damit halt noch keine Erfahrungen, und werde
die im kommenden Winter dann wohl sammeln. Weisst du, ob man dazu im Netz
vielleicht sinnvolle oder hilfreiche Infos irgendwo findet?

> - die Nachtspeicher in unserer damaligen Wohnung standen teils direkt auf
> dem Holzfussboden, teils auf der "Auslegware", einer stand auf solch einer
> Flammschutzplatte (weil die halt grad zur Verfuegung stand ;-)). Nachdem
> meine Eltern aus unserer alten Mietwohnung ausgezogen sind und die
> Nachtspeicher entfernt wurden, war unter keinem der Nachtspeicher eine
> Schmor- oder gar Brandspur sichtbar, auch nicht an der ca. 20 Jahre alten
> Auslegware unterm Nachtspeicher im Kinderzimmer (da man ihn wohl schlecht
> anheben kann, nur um den Teppichboden darunter wegzureissen). Im
> Gegenteil, der Teppich dort sah noch sehr jugendlich aus ;-))

Das spricht auch fuer obige Theorie - also werde ich wohl am besten Teppich
legen, und die Dinger dann neu hinstellen.

> Du kannst Deine Nachtspeicher selbstverstaendlich nicht im aufgebauten
> Zustand versetzen, ohne Schaeden zu riskieren. Normale Vorgehensweise:

DER Hinweis ist besonders wertvoll, danke! Ich hatte naemlich jetzt sehr naiv
vor, mir stabile Moebelroller zu besorgen, die Dinger da raufzuhebeln, und
durch die Gegend zu rollen.

> Stromlos schalten, aufschrauben, abklemmen, Isolierung entfernen,
> Schamottsteine vorsichtig entnehmen und stapeln, Heizstaebe vorsichtig
> entnehmen, Nachtspeicher an den neuen Aufstellort transportieren, alles
> wieder 'reinschmeissen, anschliessen, zuschrauben, fertig. Voll wuerde ich
> sie nicht transportieren wg. Ruecken und evtl. Schaedigung der Heizstaebe
> und Steine.

Steht diese Demontage in der Bedienungsanleitung (die ich [noch?] nicht habe)
beschrieben, oder beruht das jetzt eher auf eigenen Erfahrungen? Denn ich will
da ja nichts riskieren... die Wohnung ist ja gemietet. Und hinterher sollen sie
noch funktionieren ;-)) So, wie du es beschreibst, wuerde ich mir die Zerlegung
allerdings durchaus zutrauen, das klingt einfach. Und dann sind es auch keine
400 kg mehr, die im Stueck transportiert werden muessen, sindern wohl
wesentlich weniger.

Warum eigentlich die Heizstaebe raus? Die siend doch bestimmt nicht sonderlich
schwer...

> Die Meinung eines anderen Schreibers, dass der Boden unter den Fenstern
> nicht tragfaehig genug sei, teile ich uebrigens nicht. Sieht man mal von
> besonderen Umstaenden (Altschaeden o.ae.) ab, kann ich mir nicht
> vorstellen, dass ein Boden am Rand weniger tragfaehig als in der Mitte
> ist. Auch unterschiedliche Randtragfaehigkeiten habe ich noch nie gelesen,
> zumindest nicht in Mauernaehe. Aber ich bin kein Statiker...

DAS sehe ich genauso wie du. Sie stehen einfach so an der Wand, es sieht nicht
so aus, als waere das ein spezieller Ort. Mitten im Raum koennte es eng werden,
aber das habe ich ja nicht vor ;-) Zumal 400 kg auf solch einer Flaeche wohl
okay sind - man ueberlege, was ein volles Buecherregal wiegt, wenn man es an
aehnlicher Stelle zu stehen hat. Und das hat vermutlich noch unguenstigere,
weil kleinere Fuesse als so eine Heizung.

Noch mal vielen Dank, und viele Gruesse,

Siegfried Schmidt

unread,
Aug 1, 2000, 3:00:00 AM8/1/00
to
Hallo Jan,

>DER Hinweis ist besonders wertvoll, danke! Ich hatte naemlich jetzt sehr
>naiv vor, mir stabile Moebelroller zu besorgen, die Dinger da
>raufzuhebeln, und durch die Gegend zu rollen.

Damit hättest Du das Gehäuse verzogen.

>Warum eigentlich die Heizstaebe raus? Die siend doch bestimmt nicht
>sonderlich schwer...

Die Heizstäbe stecken in den Steinen und damit kommen die beim Zerlegen
zwangsläufig raus.

>> Die Meinung eines anderen Schreibers, dass der Boden unter den
>> Fenstern nicht tragfaehig genug sei, teile ich uebrigens nicht.

Die Belastbarkeit von Böden spielt beim Aufstellen von größeren Öfen,
Aquarien oder Wertschränken sehr wohl eine Rolle und wird auch in den
Checklisten der Hersteller abgefragt. Die üblichen 200kg/qm sind auch mit
dem relativ kompakten Ofen schnell erreicht. Konkret kenne ich einen Fall
wo ein Nachtspeicherofen nur mit einem Querriegel zur Lastverteilung unter
einem Fester plaziert werden durfte.

Ein Riß im Estrich sorgt schon für genügend Ärger, da braucht nicht gleich
das ganze Haus zusammenfallen. ;-)

Siegfried
--
http://www.netcologne.de/~nc-schmidsi

Dirk Salva

unread,
Aug 1, 2000, 3:00:00 AM8/1/00
to
rich...@informatik.hu-berlin.de (Jan Richling) schrieb am 01.08.00:

> Erst mal herzlichen Dank fuer deine wirklich aufschlussreiche Antwort! Die
> hilft sehr...

Danke, das freut mich. So bestaetigt sich, das ich nicht nur motzige
postings ablasse ;-))

[...]


> Okay, das deckt sich mit dem, was ich mir so vorgestellt habe - die warme
> Luft steigt ja zudem nach oben, und man haette sie nicht auf den Teppich
> gestellt, wenn das gefaehrlich waere.

Och, wenn's Dir nur darum geht: *so* heiss wird die ausgeblasene Luft eh'
nie, als Kind habe ich mich im Winter immer gerne vor die Ausblas-Oeffnung
gesetzt, um mich aufzuwaermen. Die Steine sind im vollgeladenen Zustand
wesentlich heisser, aber muss halt die Isolierung entsprechend ausreichen.

[...]


> > geladenem Nachtspeicher) das Waermegefuehl in einer ansonsten kalten
> > Wohnung IMHO erheblich schneller als bei Heizkoerpern ein.
> Das klingt auch gut... ich habe damit halt noch keine Erfahrungen, und werde
> die im kommenden Winter dann wohl sammeln.

Nun ja, wie gesagt, ich bin damit aufgewachsen, das ist sowieso etwas
voellig anderes, als wenn man sich neu auf solch eine Technik einlaesst.
Hauptsache, Du stehst der Sache nicht negativ gegenueber...

> Weisst du, ob man dazu im Netz
> vielleicht sinnvolle oder hilfreiche Infos irgendwo findet?

Noe, leider nicht.

> DER Hinweis ist besonders wertvoll, danke! Ich hatte naemlich jetzt sehr
> naiv vor, mir stabile Moebelroller zu besorgen, die Dinger da raufzuhebeln,
> und durch die Gegend zu rollen.

Womit Du sicherlich einige - wenn auch kleinere - Zerstoerungen geschafft
haettest...

[...]


> Steht diese Demontage in der Bedienungsanleitung (die ich [noch?] nicht
> habe) beschrieben, oder beruht das jetzt eher auf eigenen Erfahrungen? Denn

Wohl kaum, da Nachtspeicher i.A. wohl eher von Elektrikern istalliert und
aufgestellt werden. Eigene Erfahrungen. Die Technik ist verhaeltnismaessig
simpel und ueberschaubar. Auch entsprechend robust. Wenn ein Stein
zerbricht ist das zwar unschoen, tut der Funktion aber keinen groesseren
Abbruch.

> Warum eigentlich die Heizstaebe raus? Die siend doch bestimmt nicht
> sonderlich schwer...

Die Heizstaebe (sehen auch so aus wie uebliche Heizstaebe z.B. in
Tauchsiedern) werden in vorgesehene Aussparungen der Steine gelegt und mit
hitzefesten Steckverbindungen angeschlossen. Sie werden also nicht von
einer extra Haltevorrichtung unterstuetzt, so dass Du sie bei Entfernen
der Steine zwanglaeufig herausnehmen musst.

Jan Richling

unread,
Aug 2, 2000, 3:00:00 AM8/2/00
to
>>DER Hinweis ist besonders wertvoll, danke! Ich hatte naemlich jetzt sehr
>>naiv vor, mir stabile Moebelroller zu besorgen, die Dinger da
>>raufzuhebeln, und durch die Gegend zu rollen.

> Damit hättest Du das Gehäuse verzogen.

Gut, dass ichs nicht versucht habe ;-)

>>Warum eigentlich die Heizstaebe raus? Die siend doch bestimmt nicht
>>sonderlich schwer...

> Die Heizstäbe stecken in den Steinen und damit kommen die beim Zerlegen
> zwangsläufig raus.

Okay, das ist einleuchtend. Wie gesagt, ich habe die Dinger bislang nur von
weitem als grosse Kisten gesehen, zerlegt habe ich die noch nicht.

>>> Die Meinung eines anderen Schreibers, dass der Boden unter den
>>> Fenstern nicht tragfaehig genug sei, teile ich uebrigens nicht.

> Die Belastbarkeit von Böden spielt beim Aufstellen von größeren Öfen,

> Aquarien oder Wertschränken sehr wohl eine Rolle und wird auch in den
> Checklisten der Hersteller abgefragt. Die üblichen 200kg/qm sind auch mit
> dem relativ kompakten Ofen schnell erreicht. Konkret kenne ich einen Fall
> wo ein Nachtspeicherofen nur mit einem Querriegel zur Lastverteilung unter
> einem Fester plaziert werden durfte.

Naja... ich weiss ja nicht... ein grosses Buecherregal, vollgeraeumt bis oben
hin... das kommt doch auch locker auf 400 kg oder mehr.

> Ein Riß im Estrich sorgt schon für genügend Ärger, da braucht nicht gleich
> das ganze Haus zusammenfallen. ;-)

Das sind da Dielenboeden...

Jan Richling

unread,
Aug 2, 2000, 3:00:00 AM8/2/00
to
>> Erst mal herzlichen Dank fuer deine wirklich aufschlussreiche Antwort! Die
>> hilft sehr...
> Danke, das freut mich. So bestaetigt sich, das ich nicht nur motzige
> postings ablasse ;-))

*grins* Ist doch prima... ich denke mal, ich werde da spaeter auch noch weitere
Fragen zu dem Thema haben...

>> Okay, das deckt sich mit dem, was ich mir so vorgestellt habe - die warme
>> Luft steigt ja zudem nach oben, und man haette sie nicht auf den Teppich
>> gestellt, wenn das gefaehrlich waere.

> Och, wenn's Dir nur darum geht: *so* heiss wird die ausgeblasene Luft eh'
> nie, als Kind habe ich mich im Winter immer gerne vor die Ausblas-Oeffnung
> gesetzt, um mich aufzuwaermen. Die Steine sind im vollgeladenen Zustand
> wesentlich heisser, aber muss halt die Isolierung entsprechend ausreichen.

Das muesste sie ja, sonst wuerden die Dinger ja nicht funktionieren...

Wuerdest du versuchen, sie jetzt im Sommer mal irgendwie hochzufahren, falls
das von der Stromversorgung her geht - so rein als Test, oder sich drauf
verlassen, dass es dann spaeter geht, wenn ich sie brauche?

>> Das klingt auch gut... ich habe damit halt noch keine Erfahrungen, und werde
>> die im kommenden Winter dann wohl sammeln.

> Nun ja, wie gesagt, ich bin damit aufgewachsen, das ist sowieso etwas
> voellig anderes, als wenn man sich neu auf solch eine Technik einlaesst.

Na, dann werde ich wohl noch weiter mit Fragen nerven ;-) (wenn ich darf...)

> Hauptsache, Du stehst der Sache nicht negativ gegenueber...

Naja... zuerst waren diese Dinger fast ein Argument, die Wohnung NICHT zu
nehmen, aber nachdem ich hier dann ein wenig was drueber gelesen habe, hat sich
das relativiert, und nun nehme ich sie ja... also stehe ich ihnen sozusagen
neutral gegenueber.

>> Steht diese Demontage in der Bedienungsanleitung (die ich [noch?] nicht
>> habe) beschrieben, oder beruht das jetzt eher auf eigenen Erfahrungen? Denn

> Wohl kaum, da Nachtspeicher i.A. wohl eher von Elektrikern istalliert und
> aufgestellt werden. Eigene Erfahrungen. Die Technik ist verhaeltnismaessig
> simpel und ueberschaubar. Auch entsprechend robust. Wenn ein Stein
> zerbricht ist das zwar unschoen, tut der Funktion aber keinen groesseren
> Abbruch.

Gut... zerstoeren wollte ich es nicht... aber nach den letzten Antworten kann
ich mir lebhaft vorstellen, wie so ein Ding von innen aussieht - und sehe da
auch kein Problem, das zu zerlegen und auch funktionstuechtig wieder
zusammenzubauen.

>> Warum eigentlich die Heizstaebe raus? Die siend doch bestimmt nicht
>> sonderlich schwer...

> Die Heizstaebe (sehen auch so aus wie uebliche Heizstaebe z.B. in
> Tauchsiedern) werden in vorgesehene Aussparungen der Steine gelegt und mit
> hitzefesten Steckverbindungen angeschlossen. Sie werden also nicht von
> einer extra Haltevorrichtung unterstuetzt, so dass Du sie bei Entfernen
> der Steine zwanglaeufig herausnehmen musst.

Okay, das macht Sinn.

Jan Richling

unread,
Aug 2, 2000, 3:00:00 AM8/2/00
to
>>Und nun die Frage: Die Dinger stehen recht bloed an der Wand - ich wuerde
>>sie eigentlich lieber vors Fenster stellen oder so.

> In dem Fall würde ich vorher klären, warum sie nicht schon beim Aufstellen
> unter die Fenster gestellt wurden.

> Wenn Du Pech hast, reicht die Belastbarkeit der Decke an dieser Stelle
> nicht aus.

Das habe ich den Vermieter heute gefragt - es ist kein Problem. Es ist ein
Altbau aus der Zeit, als man die Decken noch ueberdimensioniert stabil
gebaut hat.

Jan

-- UNFAKED eMail - nos...@richling.de - Do NOT remove "nospam" ---

/ Jan Richling - Uyna on IRCnet - http://www.richling.de /

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