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Schimmel im Neubau an Rigips-Deckenteilen?

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J. Kluesener

unread,
Feb 27, 2006, 2:46:47 PM2/27/06
to
Hi

Wir haben gerade gebaut und das Haus ist auch noch nicht bezugsfertig.
Natürlich auch noch dementsprechend sehr feucht im Haus. Jetzt haben wir
an manchen Rigips-Deckenteilen Schimmel entdeckt. Es ist zwar nur sehr
wenig, aber es fällt doch auf. Wir lüften morgens und abends komplett.
Mehr ist nicht drin da wir beide berufstätig sind. Ist die Frage ob das
passieren kann, da es ja auch noch so sehr feucht darin ist, oder darf
das auf keinen Fall passieren. Die Platten sehen auch *nicht* durchnäßt
aus, so als ob das Dach dort undicht wäre. Vielleicht ist das ja relativ
normal.

Was meint ihr?

Vielen Dank

Jens

Robert Pflüger

unread,
Feb 27, 2006, 5:01:19 PM2/27/06
to
Hallo,

J. Kluesener schrieb:
> ...


> Wir haben gerade gebaut und das Haus ist auch noch nicht bezugsfertig.

> ... Schimmel entdeckt. Es ist zwar nur sehr
> wenig, aber es fällt doch auf. ...

> Was meint ihr?

wenn Gipskarton schimmelt ... sind es nicht nur wenige Gramm Wasser.

Ursache finden ist mit einer Suche verbunden .. bisher sind viel zu
wenig Informationen herüber gekommen. am beurteilungsfähigsten wären
Bilder des auffälligen Schimmels ...

Jens Klüsener

unread,
Feb 28, 2006, 2:35:19 AM2/28/06
to
Robert Pflüger schrieb:

Ok, ich habe hier mal ein paar Bilder gemacht. Der längliche Fleck ist
ca. 20 cm lang und die rundlichen haben einen Durchmesser von ca. 10 cm.

http://www.kluesener.info/bau/pict2438_800x600.jpg

http://www.kluesener.info/bau/pict2439_800x600.jpg

http://www.kluesener.info/bau/pict2440_800x600.jpg

http://www.kluesener.info/bau/pict2441_800x600.jpg

http://www.kluesener.info/bau/pict2445_800x600.jpg

Vielen Dank

Jens

Reiner Stenzel

unread,
Feb 28, 2006, 2:35:26 AM2/28/06
to
Robert Pflüger schrieb:

>
> Ursache finden ist mit einer Suche verbunden .. bisher sind viel zu

> wenig Informationen herüber gekommen. Am beurteilungsfähigsten wären

> Bilder des auffälligen Schimmels ...

Und vielleicht noch einige Hinweise zu Eurem Heizverhalten (Temp.,
Absenkung, Heizkörper oder Fußbodenhzg.) Wo und womit trocknet Ihr die
Wäsche, wie oft wird wann geduscht/gekocht?
Was versteht Ihr unter "komplettem" Lüften (Durchzug, einseitig, Kipp)?
Welche Decke (EG, OG) was ist da drüber, wie gedämmt, evtl.Dachaufbau,
in welchen Räumen...
Habt Ihr schon mal ein Hygrometer befragt?

Große Güte, 1000 Fragen. Eigentlich müsste sich das wer anschauen.
--
befürchtet Reiner

Jens Klüsener

unread,
Feb 28, 2006, 2:40:08 AM2/28/06
to
Reiner Stenzel schrieb:
> Robert Pflüger schrieb:

> Und vielleicht noch einige Hinweise zu Eurem Heizverhalten (Temp.,
> Absenkung, Heizkörper oder Fußbodenhzg.) Wo und womit trocknet Ihr die
> Wäsche, wie oft wird wann geduscht/gekocht?
> Was versteht Ihr unter "komplettem" Lüften (Durchzug, einseitig, Kipp)?
> Welche Decke (EG, OG) was ist da drüber, wie gedämmt, evtl.Dachaufbau,
> in welchen Räumen...
> Habt Ihr schon mal ein Hygrometer befragt?

Wir wohnen noch nicht drin. Es st ein Neubau. Gerade fertig. Im EG keine
Probleme im DG (keine Dachschrägen, Haus ist komplett 2 stöckig) ist die
Decke aus Rigipsplatten. Darüber Dampfschutzfolie und Klemmdämmung.
Darüber ist ein Pyramidenförmiges Dach.

Geheizt wird af ca. 25 Grad. Sagte man uns, damit die Feuchtigkeit raus
geht. Lüften: Morgens und Abends (da wir nicht öfters dort sind) alle
Fenster und Türen auf für ca. 15 Minuten. Am Wochenende auch öfter.

Geduscht und Wäsche gewaschen wird dort noch nicht.

(Bitte Bilder auf dem vorherigen Posting ansehen)

Vielen Dank

Jens

Steffen Stein

unread,
Feb 28, 2006, 2:58:46 AM2/28/06
to
Jens Klüsener wrote:
> ...

> (Bitte Bilder auf dem vorherigen Posting ansehen)

da ist 1A Schimmel zu, allerfeinste Qualität, aber aussagekräfzig
sind die Bilder trotzdem nicht. Wo im Haus sind denn die
Schimmelflecke? EG- oder OG-Decke, eher Innen oder eher in Nähe der
Aussenwand, Dachschräge?
Wenn das Haus ein Neubau ist, dann geht ohnehin in Richtung
Gewährleistung....allerdings wird es schwer seine einen "Schuldigen"
zu finden, wenn einem nicht gerade die Baufehler vor die Füsse fallen.

Gruss Steffen

PS: schon über einen Bautrockner nachgedacht?

Jens Klüsener

unread,
Feb 28, 2006, 3:13:12 AM2/28/06
to
Steffen Stein schrieb:

> Jens Klüsener wrote:
>
>>...
>>(Bitte Bilder auf dem vorherigen Posting ansehen)
>
>
> da ist 1A Schimmel zu, allerfeinste Qualität, aber aussagekräfzig
> sind die Bilder trotzdem nicht. Wo im Haus sind denn die
> Schimmelflecke? EG- oder OG-Decke, eher Innen oder eher in Nähe der
> Aussenwand, Dachschräge?

Im OG (Rigipsplatten). 2x in der Nähe der Außenwände und einmal mitten
im Haus. Ich könnte von oben unter die Dämmung gucken. Das wäre doch
eigentlich eine Idee oder?

> Wenn das Haus ein Neubau ist, dann geht ohnehin in Richtung
> Gewährleistung....allerdings wird es schwer seine einen "Schuldigen"
> zu finden, wenn einem nicht gerade die Baufehler vor die Füsse fallen.
>

Der Bauleiter (Bau ist noch nicht abgenommen) sagte, dass das bei den
Witterungsverhältnissen wirklich ein Problem ist. Das wäre aber nur
oberflächlicher Schimmel. Der würde wieder verschwinden wenn das Haus
trocken genug ist. Aber so ein Bauleiter ist unter Umständen auch nicht
besonders ehrlich in dieser Hinsicht ;-) Er meinte da hilft nur lüften,
lüften und nochmals lüften.

> Gruss Steffen
>
> PS: schon über einen Bautrockner nachgedacht?
>

Wo bekommt man soetwas und was kostet das?

Vielen Dank

Jens

Reiner Stenzel

unread,
Feb 28, 2006, 3:14:05 AM2/28/06
to
Jens Klüsener schrieb:

OK, habt Ihr Estrich und heizt den gerade trocken?
Da zaubert Ihr wirklich literweise Wasser in die Luft, bis dass die
Schrauben rosten.
Bevor ich hier was mit zweifelhafter Dämmung/Dampfsperre rumorakele,
wären elektrische Bautrockner das Angesagte.
Ehe Euch der Rest der Bude verrottet, muss schleunigst das Wasser aus
der Hütte. Zweimal Lüften pro Tag ist lächerlich wenig.

Ein wenig stutzig macht mich die Ausführung in Bild 2440 und 2445.
Da gibt's offene Spalte und etwas unorthodox verteilte Schrauben. Wenn
die Dampfsperre von den Schrauben zerpiekst ist und Luft durch die
Spalten / Risse zieht, könnte es dort gerne kondensieren wollen. Ist
aber nur Rätselei meinerseits.

Auch mit intaktem Aufbau steigt die feuchte Warmluft gern ganz nach oben
um dort unter Wasserabgabe runter zu kühlen.

--
Trockner anwerfen! Reiner

Reiner Stenzel

unread,
Feb 28, 2006, 3:18:14 AM2/28/06
to
Jens Klüsener schrieb:

>
>>
>> PS: schon über einen Bautrockner nachgedacht?
>>
>
> Wo bekommt man soetwas und was kostet das?
>
Mennoh!
Gugel: Bautrockner Vermietung

Steffen Stein

unread,
Feb 28, 2006, 3:27:35 AM2/28/06
to

wahlweise: www.gelbeseiten.de -> Baugeräte- / Werkzeugverleih

Jens Klüsener

unread,
Feb 28, 2006, 3:39:57 AM2/28/06
to
Steffen Stein schrieb:


Ok, hab ich gefunden. Unser Haus hat eine innere Grundfläche von 8,50 x
8,50 und ist komplett zweistöckig (ohne Dachschrägen). Welchen Durchsatz
würdet ihr für solch einen Trockner empfehlen? Die üblichen Werte sind
180qm, 390qm, 710qm. Vielleicht hat zu schnelles Trocknen auch
Nachteile? Wie lange man solch ein Gerät dort stehen haben muß ist
wahrscheinlich von Bau zu Bau unterschiedlich. Aber gibt es da einen
Richtwert wo man sagen könnte (z.B. nach 4 Wochen sollte es wirklich
trocken sein, oder so)?

Vielen Dank

Jens

Jochen Kriegerowski

unread,
Feb 28, 2006, 3:25:36 AM2/28/06
to
"Jens Klüsener" <jensN...@kluesener.info> schrieb

> Aber so ein Bauleiter ist unter Umständen auch nicht besonders ehrlich in
> dieser Hinsicht ;-)

Wess Brot ich ess...

Deshalb ist es oft lohnend, selbst einen Bauleiter zu
beauftragen und dem von der Baufirma gestellten eher
zu misstrauen.

Gruß
Jochen

Johannes Dressel

unread,
Feb 28, 2006, 4:17:03 AM2/28/06
to
Jens Klüsener schrieb:


> Der Bauleiter (Bau ist noch nicht abgenommen) sagte, dass das bei den
> Witterungsverhältnissen wirklich ein Problem ist. Das wäre aber nur
> oberflächlicher Schimmel. Der würde wieder verschwinden wenn das Haus
> trocken genug ist. Aber so ein Bauleiter ist unter Umständen auch nicht
> besonders ehrlich in dieser Hinsicht ;-) Er meinte da hilft nur lüften,
> lüften und nochmals lüften.

Der Bauleiter einer ausführenden Firma leitet oft genauso wenig einen
Bau, wie ein Zitronenfalter keine Zitronen faltet.

Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschliessen. Hier ist etwas im
Argen.
Mich würde einmal interessieren, wie lange ihr für den Bau benötigt
habt. Es scheint so zu sein, als ob das alles sehr schnell ging.
Wenn ich das recht interpretiere, dann ist bereits ein Schraubenkopf
angerostet (Bild 2440).

Ich kenne diese Art Schimmelflecken auf Rigips, aber wirklich nur aus
Räumen, die viel zu feucht sind.

Will sagen, morgens und abends lediglich eine viertel Stunde lüften, ist
viel zu wenig, zumal ihr mit 25 Grad versucht, die Hütte zu trocknen.
Auch auf Bild 2440 ist zu sehen, daß die Fugen noch nicht gespachtelt
sind? Eine wunderbare Gelegenheit für Feuchtigkeit, zwischen Platte und
Folie zu verschwinden und dort eine gewisse Eigendynamik zu entwickeln.

Auf jeden Fall solltet ihr schnellstens reagieren, um Folgeschäden zu
vermeiden. Gibt es vielleicht Nachbarn, die sich um eine häufigere
Lüftung kümmern könnten? Eine gute Gelegenheit, die neuen Nachbarn
kennenzulernen.

--
Gruß aus Hessen
Johannes
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite
dieser Mail!

Thomas Huebner

unread,
Feb 28, 2006, 4:55:41 AM2/28/06
to
J. Kluesener schrieb:

> Hi
>
> Wir haben gerade gebaut und das Haus ist auch noch nicht bezugsfertig.
> Natürlich auch noch dementsprechend sehr feucht im Haus. Jetzt haben wir
> an manchen Rigips-Deckenteilen Schimmel entdeckt.

Jens - nur so viel: Guck' dir das einmal an:
(link ggf, zusammenbasteln)
http://groups.google.de/groups?q=Richtiges+L%C3%BCften+-+Neubau&hl=de

Jens Klüsener

unread,
Feb 28, 2006, 5:56:29 AM2/28/06
to
Hi

Johannes Dressel schrieb:
> Jens Klüsener schrieb:
>

> Der Bauleiter einer ausführenden Firma leitet oft genauso wenig einen
> Bau, wie ein Zitronenfalter keine Zitronen faltet.
>
> Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschliessen. Hier ist etwas im
> Argen.
> Mich würde einmal interessieren, wie lange ihr für den Bau benötigt
> habt. Es scheint so zu sein, als ob das alles sehr schnell ging.
> Wenn ich das recht interpretiere, dann ist bereits ein Schraubenkopf
> angerostet (Bild 2440).

Also der Bau wurde im September bekonnen und wir sind auch noch nicht
eingezogen. Von der Feuchtigkeit her würde ich sagen (da meine Bekannten
auch alle gebaut habe) dass das genauso ist wie bei denen.

>
> Ich kenne diese Art Schimmelflecken auf Rigips, aber wirklich nur aus
> Räumen, die viel zu feucht sind.
>

Es sieht aber auch nicht aus als würden die Flecken durch den Rigips
hindurch entstanden sein. Dann würde man doch eine gewisse Feuchtigkeit
drum herum bemerken.

> Will sagen, morgens und abends lediglich eine viertel Stunde lüften, ist
> viel zu wenig, zumal ihr mit 25 Grad versucht, die Hütte zu trocknen.
> Auch auf Bild 2440 ist zu sehen, daß die Fugen noch nicht gespachtelt
> sind? Eine wunderbare Gelegenheit für Feuchtigkeit, zwischen Platte und
> Folie zu verschwinden und dort eine gewisse Eigendynamik zu entwickeln.
>

Ok, Fugen werden ab Mittwoch von mir geschlossen und Lüften muß halt
Mütterchen oder ein Bautrockner. Dann müßte der Bau allerdings auch
geschlossen bleiben.

Johannes Dressel

unread,
Feb 28, 2006, 7:04:21 AM2/28/06
to
Jens Klüsener schrieb:

> Also der Bau wurde im September bekonnen und wir sind auch noch nicht
> eingezogen. Von der Feuchtigkeit her würde ich sagen (da meine Bekannten
> auch alle gebaut habe) dass das genauso ist wie bei denen.

Aber es haben sicher nicht alle die gleiche Baufirma, die gleiche
Bauweise...etc

>> Ich kenne diese Art Schimmelflecken auf Rigips, aber wirklich nur aus
>> Räumen, die viel zu feucht sind.
>>
>
> Es sieht aber auch nicht aus als würden die Flecken durch den Rigips
> hindurch entstanden sein. Dann würde man doch eine gewisse Feuchtigkeit
> drum herum bemerken.

Vielleicht sitzt die Schimmelverursachende Feuchtigkeit schon genau
dort, wo sie eigentlich nicht sein sollte, nämlich zwischen der Platte
und der Folie. Wenn die Folie an manchen Stellen die Platte berührt,
dann bilden sich dort gerne Feuchtigkeitsnester.

>> Will sagen, morgens und abends lediglich eine viertel Stunde lüften,
>> ist viel zu wenig, zumal ihr mit 25 Grad versucht, die Hütte zu trocknen.
>> Auch auf Bild 2440 ist zu sehen, daß die Fugen noch nicht gespachtelt
>> sind? Eine wunderbare Gelegenheit für Feuchtigkeit, zwischen Platte
>> und Folie zu verschwinden und dort eine gewisse Eigendynamik zu
>> entwickeln.
>>
>
> Ok, Fugen werden ab Mittwoch von mir geschlossen und Lüften muß halt
> Mütterchen oder ein Bautrockner. Dann müßte der Bau allerdings auch
> geschlossen bleiben.

Zunächst wäre ich jetzt vorsichtig mit übereilten Aktionen. Wenn
Feuchtigkeit tatsächlich durch die Fugen hinter die Platte gekommen ist,
könnte sie dort vielleicht am schnellsten auch wieder raus. Wenn Du die
Fugen jetzt dicht machst, schaffst Du Dir u.U. ein weiteres Problem.

Ich möchte meinen, alles, was ihr im Moment tun müsst: Sorgt dafür, daß
die Feuchtigkeit kontrolliert und konsequent aus dem Bau kommt.

Thomas hat Dir einen Googlelink verpasst. Lies Dich mal mit ein wenig
Ruhe durch die verschiedenen Threads. Hier in der Gruppe ist das schon
einige Male Thema gewesen.
Ich meine mich daran erinnern zu können, daß jemand den Vorschlag
gemacht hatte, in der oberen Etage eines zu trocknenden Baus ein Fenster
auf Kipp zu stellen, ganz unten, also im Keller ebenfalls. Und dann
heizen, was das zeug hält. Somit könnte man eine ständige Bewegung der
Luftmassen von unten nach oben hinbekommen. Die aufgewärmte Luft nimmt
die Nässe mit nach oben und ab dafür. Vielleicht erinnert sich aber
einer der geneigten Mitleser besser als ich.

--
Gruß aus Hessen
Johannes
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite

dieser Nachricht!

Jens Klüsener

unread,
Feb 28, 2006, 7:19:47 AM2/28/06
to
Hi

Johannes Dressel schrieb:


> Ich meine mich daran erinnern zu können, daß jemand den Vorschlag
> gemacht hatte, in der oberen Etage eines zu trocknenden Baus ein Fenster
> auf Kipp zu stellen, ganz unten, also im Keller ebenfalls. Und dann
> heizen, was das zeug hält. Somit könnte man eine ständige Bewegung der
> Luftmassen von unten nach oben hinbekommen. Die aufgewärmte Luft nimmt
> die Nässe mit nach oben und ab dafür. Vielleicht erinnert sich aber
> einer der geneigten Mitleser besser als ich.
>

Das würde mich auch interessieren ob das Sinn macht. 50% der Befragten
sagen das solle man machen und die anderen 50% sagen das wäre das
Schlimmste was man machen kann.

Also Umfrage: Oben und unten (hab leider keinen Kelle) ein Fenster auf
kipp und heizen was die Heizung hergibt?

Vielen Dank

Jens

Johannes Dressel

unread,
Feb 28, 2006, 7:37:28 AM2/28/06
to
Jens Klüsener schrieb:

Hallo Jens,

dieser Vorschlag, wenn er denn überhaupt gut ist, macht latürnich nur
dann Sinn, wenn niemand ein Stoßlüften übernehmen kann.
Besser ist es jedenfalls, wenn die warme,feuchte Luft auf einen Schlag
herausgelüftet werden kann. Die sich erneut aufwärmende Raumluft kann
dann viel besser Feuchte aufnehmen.

Jochen Kriegerowski

unread,
Feb 28, 2006, 7:46:02 AM2/28/06
to
"Jens Klüsener" <jensN...@kluesener.info> schrieb

> Also Umfrage: Oben und unten (hab leider keinen Kelle) ein Fenster auf
> kipp und heizen was die Heizung hergibt?

Ja, aber nur wenn dadurch wirklich 'der Wind durchpfeift'. Unten werden
die Fensterlaibungen stark auskühlen, also darf da die warme Feuchte
Innenraumluft keine Chance zum Vorbeiströmen haben, sonst konden-
siert die Feuchtigkeit an der Stelle.
Oben ist es umgekehrt: Da darf die kalte Luft nicht eindringen, damit
keine Bauteile unter den Taupunkt abgekühlt werden.

Gruß
Jochen

Jens Klüsener

unread,
Feb 28, 2006, 7:57:52 AM2/28/06
to
Jochen Kriegerowski schrieb:


Hm, also alles in allem -> besser ist richtig Lüften

Ciao jens

Jochen Kriegerowski

unread,
Feb 28, 2006, 8:17:28 AM2/28/06
to
"Jens Klüsener" <jensN...@kluesener.info> schrieb

> Hm, also alles in allem -> besser ist richtig Lüften

So kann man das natürlich auch ausdrücken ;-)
Zumal ich diese 'Kamineffekt-Fensterkipp-Heizlüftung' nicht unbedingt
unbeaufsichtigt machen würde - falls sich der Wind dreht und die so
schön eingestellte Luftströmung plötzlich nicht mehr richtig strömt.

Gruß
Jochen

Mario G.

unread,
Feb 28, 2006, 8:29:13 AM2/28/06
to

Jens Klüsener schrieb:


> Wir wohnen noch nicht drin. Es st ein Neubau. Gerade fertig. Im EG keine
> Probleme im DG (keine Dachschrägen, Haus ist komplett 2 stöckig) ist die
> Decke aus Rigipsplatten. Darüber Dampfschutzfolie und Klemmdämmung.
> Darüber ist ein Pyramidenförmiges Dach.
>
> Geheizt wird af ca. 25 Grad. Sagte man uns, damit die Feuchtigkeit raus
> geht. Lüften: Morgens und Abends (da wir nicht öfters dort sind) alle
> Fenster und Türen auf für ca. 15 Minuten. Am Wochenende auch öfter.

Hi,

wir sind gerade fertig und sowas sollte nicht entstehen. Auch starkes
Heizen und wenig Lüften sollte das nicht bringen. Ich würde eher
vermuten, daß die Folie defekt ist. Dort trifft dann die kalte Luft
auf den Rigips und die warme feuchte Zimmerluft und setzt sich im
Rigips ab. Ich würde auf Austausch der Platten und Kontrolle der Folie
bestehen.
Lüften solltet ihr viel mehr. Eine Virtelstunde bringt nichts. Einige
Stunden am Tag oder in der Nacht sollten es sein.
Ein Fenster oben öffnen und unten die Heizung bringt nur etwas, wenn
sich die aufsteigende Warmluft oben nicht absetzen kann. Sprich: das
Dach darf noch keine Dämmung haben bzw. muß richtig abgedichtet sein,
was ich bei dir bezweifeln würde.
Die GK Platten würde ich auch noch nicht verfugen damit die Feucht die
bereits hinter ist auch noch weg kann.

Wie wird denn eigendlcih geheizt?

Mario

Jens Klüsener

unread,
Feb 28, 2006, 9:05:01 AM2/28/06
to
Mario G. schrieb:

> Jens Klüsener schrieb:
>
>
>
>>Wir wohnen noch nicht drin. Es st ein Neubau. Gerade fertig. Im EG keine
>>Probleme im DG (keine Dachschrägen, Haus ist komplett 2 stöckig) ist die
>>Decke aus Rigipsplatten. Darüber Dampfschutzfolie und Klemmdämmung.
>>Darüber ist ein Pyramidenförmiges Dach.
>>
>>Geheizt wird af ca. 25 Grad. Sagte man uns, damit die Feuchtigkeit raus
>>geht. Lüften: Morgens und Abends (da wir nicht öfters dort sind) alle
>>Fenster und Türen auf für ca. 15 Minuten. Am Wochenende auch öfter.
>
>
> Hi,
>
> wir sind gerade fertig und sowas sollte nicht entstehen. Auch starkes
> Heizen und wenig Lüften sollte das nicht bringen.

Das hat mir allerdings auch mein Bekannter (Gebäudeschätzer) genannt,
dass das schon vorkommen kann.

Ich würde eher
> vermuten, daß die Folie defekt ist. Dort trifft dann die kalte Luft
> auf den Rigips und die warme feuchte Zimmerluft und setzt sich im
> Rigips ab. Ich würde auf Austausch der Platten und Kontrolle der Folie
> bestehen.

OK

> Lüften solltet ihr viel mehr. Eine Virtelstunde bringt nichts. Einige
> Stunden am Tag oder in der Nacht sollten es sein.

Mir hat eigentlich so ziemlich jeder 15-20 Minuten empfohlen. Länger
kühlt nur unnötig die Wände aus.

> Ein Fenster oben öffnen und unten die Heizung bringt nur etwas, wenn
> sich die aufsteigende Warmluft oben nicht absetzen kann. Sprich: das
> Dach darf noch keine Dämmung haben bzw. muß richtig abgedichtet sein,
> was ich bei dir bezweifeln würde.
> Die GK Platten würde ich auch noch nicht verfugen damit die Feucht die
> bereits hinter ist auch noch weg kann.
>
> Wie wird denn eigendlcih geheizt?

Heizung. ca 25 Grad.

Ciao jens

Steffen Stein

unread,
Feb 28, 2006, 9:14:17 AM2/28/06
to
Jens Klüsener wrote:
> Mario G. schrieb:....

> > Lüften solltet ihr viel mehr. Eine Virtelstunde bringt nichts. Einige
> > Stunden am Tag oder in der Nacht sollten es sein.
>
> Mir hat eigentlich so ziemlich jeder 15-20 Minuten empfohlen. Länger
> kühlt nur unnötig die Wände aus.

das ist auch richtig so, im normalen "Wohnbetrieb" aber zum effektiven
Trockenlüften sollte es mehr als 2x 15min/Tag sein, da wäre so alle
2h für 20min Lüften das Richtige.

Gruss Steffen

Jens Klüsener

unread,
Feb 28, 2006, 9:43:30 AM2/28/06
to
Steffen Stein schrieb:

>
> das ist auch richtig so, im normalen "Wohnbetrieb" aber zum effektiven
> Trockenlüften sollte es mehr als 2x 15min/Tag sein, da wäre so alle
> 2h für 20min Lüften das Richtige.

Ja, dann hatte ich es falsch verstanden. Ich habe es so verstanden, dass
man mehrere Stunden in eins durch lüften solle.

Ciao jens

Frank Mollenhauer

unread,
Feb 27, 2006, 7:00:00 PM2/27/06
to
J. Kluesener (jensN...@kluesener.info)in <46h2prF...@individual.net>

> Wir haben gerade gebaut und das Haus ist auch noch nicht bezugsfertig.

> Natuerlich auch noch dementsprechend sehr feucht im Haus. Jetzt haben wir


> an manchen Rigips-Deckenteilen Schimmel entdeckt. Es ist zwar nur sehr

Hast Du schon eine Heizung drin?
Bautrockner?

--
Ciao, Homepage: http://www.kuddelsoft.de
Frank e-mail: kuddels...@gmx.de

J. Kluesener

unread,
Mar 1, 2006, 12:33:34 AM3/1/06
to
Frank Mollenhauer schrieb:

> J. Kluesener (jensN...@kluesener.info)in <46h2prF...@individual.net>
>
>>Wir haben gerade gebaut und das Haus ist auch noch nicht bezugsfertig.
>>Natuerlich auch noch dementsprechend sehr feucht im Haus. Jetzt haben wir
>>an manchen Rigips-Deckenteilen Schimmel entdeckt. Es ist zwar nur sehr
>
>
> Hast Du schon eine Heizung drin?
> Bautrockner?
>

Heizung ja, Bautrockner (noch) nicht. Da bin ich gerade mit dem
Bauunternehmen am Verhandeln.

Ciao Jens

Dirk Janssen

unread,
Mar 1, 2006, 3:37:41 AM3/1/06
to
Hallo,

also ich würde die verschimmelten Platten rausreißen. Das wollte ich
nicht in meiner Bude haben. Wenn ich mir Bild 2440 so anschaue, sind da
eh die falschen Schrauben drin, die ja schon rosten. Für Rigips nimmt
man phosphatierte Schrauben, damit genau so etwas nicht passiert. Die
Rostflecke werden durchschlagen und sind nachher schön auf der Tapete
sichtbar. Hatte ein Bekannter von mir auch bei seiner Renovierung, wo
er teilweise normale verzinkte Schrauben verwendet hat.

Ich würde einfach mal so eine Platte, die verschimmelt ist, rausnehmen
und schauen, ob es dahinter feucht ist. Ich vermute: Es ist so und die
Folie ist irgendwo beschädigt worden. Wahrscheinlich durch die
Schrauben oder wie auch immer.

Sollte es so sein, dass hinter den Platten die Feuchte sitzt, denke
ich, dass sowieso die Platten raus müssen.

Darf ich mal fragen, wer die Schrauben gesetzt hat. War das ein
Unternehmer oder warst Du das selber. Wenn selber, dann OK. Ist eben
Unwissenheit und immer die Gefahr beim Heimwerken. Ist mir auch schon
passiert, dass ich mal was falsches gemacht habe.

Wenn ein Unternehmer aber die falschen Schrauben verwendet, wäre das
echt ein Frechheit.

Dirk

Chris Schultz

unread,
Mar 1, 2006, 4:58:29 AM3/1/06
to

"J. Kluesener" <jensN...@kluesener.info> schrieb im Newsbeitrag
news:46h2prF...@individual.net...
> Hi

>
> Wir haben gerade gebaut und das Haus ist auch noch nicht bezugsfertig.
> Natürlich auch noch dementsprechend sehr feucht im Haus. Jetzt haben wir
> an manchen Rigips-Deckenteilen Schimmel entdeckt. Es ist zwar nur sehr
> wenig, aber es fällt doch auf. Wir lüften morgens und abends komplett.
> Mehr ist nicht drin da wir beide berufstätig sind. Ist die Frage ob das
> passieren kann, da es ja auch noch so sehr feucht darin ist, oder darf das
> auf keinen Fall passieren. Die Platten sehen auch *nicht* durchnäßt aus,
> so als ob das Dach dort undicht wäre. Vielleicht ist das ja relativ
> normal.

Hallo,
ist der Schimmel oberflächlich direkt mittig auf den Platten oder an den
Rändern und Spalten?
Ist er nur mittig auf den Platten und sind diese nicht durchnässt (wie Du
schreibst) ist das jahreszeitbedingt völlig normal, aber ein Mangel, den der
Bauträger normalerweise zu beseitigen hat.
Üblicherweise hilft Abwaschen mit neutralem Reiniger und anschliessendes
Trockenwischen.
Wie Du schon erkannt hast, muss sehr gut gelüftet und geheizt werden. Vorher
sollte man auch nicht tapezieren.
Da niemand mehr das Trocknen eines Neubaus abwarten will, gehört der "Haken"
halt dazu. Normalerweise zahlen Bauträger die (sehr stark erhöhten!)
Heizkosten in der ersten Kälteperiode, ist aber Verhandlungssache.
Tritt der Schimmel an Ritzen und Spalten zum Dach auf und greift Wände und
Putz an, trifft das da oben nicht zu! Dann kann was an der Dachhaut
beschädigt sein.
Grüße
Chris

Thomas Huebner

unread,
Mar 1, 2006, 9:03:07 AM3/1/06
to
Jens Klüsener schrieb:

> [Heizen und Dauerlüften] Das würde mich auch interessieren ob das Sinn macht. 50% der Befragten

> sagen das solle man machen und die anderen 50% sagen das wäre das
> Schlimmste was man machen kann.

Schöne, nichtssagende Empfehlungen.
Wurde bei den Meinungen auch gesagt WARUM nicht oder doch dauergelüftet
werden soll?
Ich denke, die bisher genannten Gründe FÜR das Dauerlüften und Heizen
und oder Trocknereinsatz sind stichhaltiger.

--
Thomas

Jens Klüsener

unread,
Mar 1, 2006, 10:45:30 AM3/1/06
to
Hi

> Darf ich mal fragen, wer die Schrauben gesetzt hat. War das ein
> Unternehmer oder warst Du das selber. Wenn selber, dann OK. Ist eben
> Unwissenheit und immer die Gefahr beim Heimwerken. Ist mir auch schon
> passiert, dass ich mal was falsches gemacht habe.

Es war tatsächlich ein Unternehmer.
Hätte uns eigentlich gleich auffallen müssen. Die Platten hat er auch
schon das zweite mal dort neu gemacht. Das erste mal hat er einen zu
großen Lattenabstand gewählt und die Platten hingen durch. Aber ich habe
ihn nicht beauftragt, das war der Gesamtleiter. Damit habe ich nichts zu
tun. Aber was du da sagst hört sich plausibel an. Das werde ich gleich
mal testen.

Vielen Dank

Jens

Jens Klüsener

unread,
Mar 1, 2006, 10:52:19 AM3/1/06
to
Chris Schultz schrieb:

> "J. Kluesener" <jensN...@kluesener.info> schrieb im Newsbeitrag
> news:46h2prF...@individual.net...
>
>>Hi
>>
>>Wir haben gerade gebaut und das Haus ist auch noch nicht bezugsfertig.
>>Natürlich auch noch dementsprechend sehr feucht im Haus. Jetzt haben wir
>>an manchen Rigips-Deckenteilen Schimmel entdeckt. Es ist zwar nur sehr
>>wenig, aber es fällt doch auf. Wir lüften morgens und abends komplett.
>>Mehr ist nicht drin da wir beide berufstätig sind. Ist die Frage ob das
>>passieren kann, da es ja auch noch so sehr feucht darin ist, oder darf das
>>auf keinen Fall passieren. Die Platten sehen auch *nicht* durchnäßt aus,
>>so als ob das Dach dort undicht wäre. Vielleicht ist das ja relativ
>>normal.
>
>
> Hallo,
> ist der Schimmel oberflächlich direkt mittig auf den Platten oder an den
> Rändern und Spalten?
> Ist er nur mittig auf den Platten und sind diese nicht durchnässt (wie Du
> schreibst) ist das jahreszeitbedingt völlig normal, aber ein Mangel, den der
> Bauträger normalerweise zu beseitigen hat.

Ja. die sind so zwischen 30 und 60 cm von den Außenwänden entfernt.
Manche sogar mittem im Raum.

Reiner Stenzel

unread,
Mar 1, 2006, 10:53:34 AM3/1/06
to
Thomas Huebner schrieb:
Ooch, nicht das schon wieder...
Das haben die Jungs doch gerade ausführlich erklärt.

Dauerlüften:
1. Heizkörper erwärmen die Bude zum Teil mit Warmluft.
2. Dauerlüften befördert diese Warmluft auf dem kürzesten Weg aus der
Hütte, ohne dass besondere Mengen an Feuchtigkeit aufgenommen werden können.
3. Wände und Decken bleiben kalt: Kondensation
4. Fensterlaibungen werden eisekalt: noch mehr Kondensation
5. BRÄH!

Zeitlich begrenztes Stoßlüften:
1. Warme Luft kreist in der Bude
2. Warme Luft nimmt Feuchtigkeit auf
3. Warme Luft heizt Decken und Wände
4. Feuchte Warmluft wird schnell nach draußen befördert, ehe sich Decken
und Wände nennenswert abkühlen können.
5. Mmmmh!

Ist doch aber alles schon x-mal durchgekaut worden.

--
nörgelt Reiner

Josef Fischer

unread,
Mar 1, 2006, 11:37:57 AM3/1/06
to

Auch noch wichtig: Die Stromkosten für Bautrockner sind durchaus nicht
zu vernachlässigen.


Reiner Stenzel

unread,
Mar 1, 2006, 2:18:40 PM3/1/06
to
Josef Fischer schrieb:


Im Vergleich zu den Sanierungskosten nassverschimmelter Räume und zu den
kaum in Geld aufzuwiegenden gesundheitlichen Schäden durch evtl.
karzinogene Schimmelsporen sind die Stromkosten lächerlich gering.

--
meint Reiner

Josef Fischer

unread,
Mar 1, 2006, 6:27:48 PM3/1/06
to
Reiner Stenzel wrote:

> Im Vergleich zu den Sanierungskosten nassverschimmelter Räume und zu
> den kaum in Geld aufzuwiegenden gesundheitlichen Schäden durch evtl.
> karzinogene Schimmelsporen sind die Stromkosten lächerlich gering.

Es ging mir eher darum, dass man vorher klären sollte, wer denn im
einzelnen was zahlt, bevor man vom Bauträger Bautrockner aufstellen
lässt...


Frank Mollenhauer

unread,
Mar 3, 2006, 5:14:03 AM3/3/06
to
J. Kluesener (jensN...@kluesener.info)in <46kphnF...@individual.net>

>> Hast Du schon eine Heizung drin?
>> Bautrockner?

> Heizung ja, Bautrockner (noch) nicht. Da bin ich gerade mit dem
> Bauunternehmen am Verhandeln.

Wenn die Heizung laeuft, solltest Du auf jeden Fall so einen Trockner
reinstellen.
Bei 200 l Wasser habe ich aufgehoert zu zaehlen. Aber es ist schon eine
Menge Wasser, die damit rausgeholt wird.

--
Au revoir, Homepage: http://www.kuddelsoft.de
Frank e-mail: kuddels...@gmx.de

Jens Klüsener

unread,
Mar 6, 2006, 2:35:24 AM3/6/06
to
Hi

Wir haben jetzt einen im Haus stehen. Der hat an zwei Abenden ca 90 l
Wasser heraus geholt. Aber prinzipiell kann man ja nich davon ausgehen,
dass die 90 l aus den Wänden kommen. Das meiste wird doch in der Luft
sein. Denmach dürfe man doch auch nicht lüften oder? Dann bringt man die
Feuchtigkeit ja wieder herein.

Weiß jemand wieviel Wasser bei wieveil Grad in der Luft gespeichert
werden können (maximal) ?

Unser Haus ist zwar noch Feucht aber ich würde das nicht
überdurchschnittlich nennen. War in anderen Neubauten genauso. Ist die
Frage, wie lange man den Trockner denn dort drin stehen lassen sollte?
Gibt es da eine Faustregel?

Vielen Dank

Jens

Frank Mollenhauer schrieb:

Jochen Kriegerowski

unread,
Mar 6, 2006, 2:48:43 AM3/6/06
to
"Jens Klüsener" <jensN...@kluesener.info> schrieb

> Denmach dürfe man doch auch nicht lüften oder? Dann bringt man die
> Feuchtigkeit ja wieder herein.

Zu dieser Jahreszeit bei den derzeitigen Temperaturen? Nein.

> Weiß jemand wieviel Wasser bei wieveil Grad in der Luft gespeichert werden
> können (maximal) ?

Ja. Zur Zeit draußen (-4°C) maximal knapp 3 Gramm Wasser pro
Kubikmeter Luft
Drinnen (19°C) maximal ungefähr 14 g/m3
100 % Luftfeuchte draußen wird drinnen zu ungefähr 20%, so bald
sich die Luft erwärmt hat.

Mehr Werte im Internet, wenn du nach 'Mollier-Diagramm' oder
'hx-Diagramm' suchst.

Gruß
Jochen

Jens Klüsener

unread,
Mar 6, 2006, 3:53:39 AM3/6/06
to
Jochen Kriegerowski schrieb:

> "Jens Klüsener" <jensN...@kluesener.info> schrieb
>
>> Denmach dürfe man doch auch nicht lüften oder? Dann bringt man die
>> Feuchtigkeit ja wieder herein.
>
>
> Zu dieser Jahreszeit bei den derzeitigen Temperaturen? Nein.

Also kann man ruhig Lüften ohne den Effekt zu zerstören? Hab ich das
richtig verstanden?


>
> Ja. Zur Zeit draußen (-4°C) maximal knapp 3 Gramm Wasser pro
> Kubikmeter Luft
> Drinnen (19°C) maximal ungefähr 14 g/m3
> 100 % Luftfeuchte draußen wird drinnen zu ungefähr 20%, so bald
> sich die Luft erwärmt hat.

Das würde bedeuten, wenn unser Haus ca. 650 qm Raumluft hat und wir eine
Temperatur von ca 20 Grad haben, es dort eigentlich aus der Luft nur ca.
9-10 Liter Wasser geholt werden können (650 * 15 = 9750g). Wenn wir aber
am Wochenende so ca. 80 L bekommen haben. Müßten schon ca 70 l aus den
Wänden und dem Estrich gekommen sein, oder? Wobei wir aber bestimmt auch
keine 100% Luftfeuchtigkeit im Haus hatten und nach dem Wochenende auch
keine 0%. Dann ist das ja wirklich eine sehr große Menge Wasser.

Das Gerät scheint sich zu lohnen.


Vielen Dank

Jens

Jochen Kriegerowski

unread,
Mar 6, 2006, 4:39:30 AM3/6/06
to
"Jens Klüsener" <jensN...@kluesener.info> schrieb

> Also kann man ruhig Lüften ohne den Effekt zu zerstören? Hab ich das
> richtig verstanden?

Im Winter: Bedenkenlos - bis auf evtl. Gefahr von Frostschäden an
Leitungen o.ä.

> Das würde bedeuten, wenn unser Haus ca. 650 qm Raumluft hat und wir eine
> Temperatur von ca 20 Grad haben, es dort eigentlich aus der Luft nur ca.
> 9-10 Liter Wasser geholt werden können (650 * 15 = 9750g).

Richtig.

> Müßten schon ca 70 l aus den Wänden und dem Estrich gekommen sein,
> oder?

Beim Erhärten von Beton (und Mörtel) wird ungefähr 1/4 des zugemischten
Wassers chemisch gebunden. 75 % sind das so genannte 'Überschuss-
wasser', das im Laufe der Zeit verdunstet.
Wenn in einem Kubikmeter Frischbeton z.B. 120 Liter Wasser enthalten
sind, werden ca. 90 Liter davon nach und nach in die Umgebung abgegeben.

> Das Gerät scheint sich zu lohnen.

Sieht so aus.

Gruß
Jochen

Robert Pflüger

unread,
Mar 6, 2006, 12:29:14 PM3/6/06
to
Hallo,

Jens Klüsener schrieb:
> ...


> Weiß jemand wieviel Wasser bei wieveil Grad in der Luft gespeichert
> werden können (maximal) ?

Suchmaschine nach hxdiagramm
führt z.B. zu
http://www.twd.kueken.de/files/hxdiagramm.jpg

wie man dieses Diagramm liest:
Eine Lufttemperatur von 20°C und relative Luftfeuchtigkeit von 1,0
(100%) führt zu 15 g Wasser je kg Luft.
20° und 0,5 (50% rel Feuchtigkeit) führt zu ca. 7,5 g Wasser je kg Luft
(oder 7,4)

um zu entscheiden ob man Lüften soll oder besser nicht ist das
hinreichend genau.

mfg

Robert

Thomas Huebner

unread,
Mar 8, 2006, 11:49:32 AM3/8/06
to
Jens Klüsener schrieb:

> Also kann man ruhig Lüften ohne den Effekt zu zerstören? Hab ich das
> richtig verstanden?

Jens, du hast
http://groups.google.de/groups?q=Richtiges+L%C3%BCften+-+Neubau&hl=de
nicht durchgearbeitet.
Dort sind die Hintergründe eigentlich recht gut beschrieben.

--
Thomas

Thomas Huebner

unread,
Mar 8, 2006, 11:53:06 AM3/8/06
to
Reiner Stenzel schrieb:

> Thomas Huebner schrieb:
>
>> Jens Klüsener schrieb:
>>> [Heizen und Dauerlüften] Das würde mich auch interessieren ob das
>>> Sinn macht. 50% der Befragten sagen das solle man machen und die
>>> anderen 50% sagen das wäre das Schlimmste was man machen kann.
>>
>> Schöne, nichtssagende Empfehlungen.
>> Wurde bei den Meinungen auch gesagt WARUM nicht oder doch
>> dauergelüftet werden soll?
>> Ich denke, die bisher genannten Gründe FÜR das Dauerlüften und Heizen
>> und oder Trocknereinsatz sind stichhaltiger.
>>

> [Orkanartiger Durchzug bäh]

Du vergisst: die Zu- und Abluft so weit drosseln, dass nur sehr wenig
Zug entsteht.
DAS ist besser als Stoßlüften.

--
Thomas

Reiner Stenzel

unread,
Mar 9, 2006, 10:46:36 AM3/9/06
to
Thomas Huebner schrieb:

> Reiner Stenzel schrieb:
>
>> Thomas Huebner schrieb:
>>
>>> Jens Klüsener schrieb:
>>>> [Heizen und Dauerlüften] Das würde mich auch interessieren ob das
>>>> Sinn macht. 50% der Befragten sagen das solle man machen und die
>>>> anderen 50% sagen das wäre das Schlimmste was man machen kann.
>>>
>>> Schöne, nichtssagende Empfehlungen.
>>> Wurde bei den Meinungen auch gesagt WARUM nicht oder doch
>>> dauergelüftet werden soll?
>>> Ich denke, die bisher genannten Gründe FÜR das Dauerlüften und Heizen
>>> und oder Trocknereinsatz sind stichhaltiger.

WO stehen in diesem Faden überhaupt, und zudem stichhaltige Gründe für
das Dauerlüften?

>>>
>> [Orkanartiger Durchzug bäh]

Nö, im Geigentel. Der verkürzt die benötigte Lüftungsdauer und somit die
Auskühlung der Gemäuers.
Dass Begriffe wie "Durchzug" und "Orkan" bei manchen Leuten irgendwie
negativ rüberkommen ist klar, hilft uns bei physikalischen Vorgängen
allerdings nicht wirklich weiter.

>
> Du vergisst: die Zu- und Abluft so weit drosseln, dass nur sehr wenig
> Zug entsteht.

Das ist aber nicht einmal der Ansatz einer Begründung.
Ich begründe mir hier die Finger fusselig, und Du behauptest einfach:


> DAS ist besser als Stoßlüften.
>

Warum? Darüber verlierst Du kein Wort.

Gedrosselter Zug = Weniger Feuchtetransport.
Es müssen aber nicht unerhebliche Mengen an feuchter Luft aus der Bude
bugsiert werden.
Dafür bräuchte man eine Mindestdurchströmung.
Damit baut sich eine stabile Strömung von Einlass zu Auslass auf.
Eine Durchmischung wird stark reduziert, es bilden sich kaum stationäre
Konvektionswalzen in den Zimmern aus, die für einen effektiven Wärme-
und Feuchtetransport sorgen könnten.
Jetzt schreibe ich aber nicht alles NOCHMAL hin, weil Dir auf meine
Begründungen nicht ein Gegenargument eingefallen ist.

--
besorgte Grüße, Reiner

roger-s...@t-online.de

unread,
Mar 10, 2006, 4:28:05 AM3/10/06
to
Bautrockner gibt's auch bei Obi im Geräteverleih. Und nicht auf
irgendwelche Aussagen die vom Bauleiter oder sonstigen Abhängigen
kommen hören. Es gibt so viele Berichte über Bauten, die wieder
abgerissen werden mussten weil aufgrund von Schimmel unbewohnbar.
Auf jeden Fall unabhängige Sachverständige (Achtung:
Sachverständiger ist kein geschützter Titel und man muss schon suchen
oder auf Empfehlung beauftragen)
hinzuziehen und sofort jede Zahlung stoppen.

Bauabnahme erst dann wenn JEDER Schimmel weg ist und Schimmel ist nicht
nur oberflächlich sondern dringt überall ein und auch da wo man ihn
nicht sieht.
Das mit dem Lüften ist richtig aber wenn man auf feuchtem Bau dämmt,
wird das nie was. Ansonsten sollte man schauen. Feuchtigkeit steigt
nach oben und kondensiert und es muss einen Ablauf für dieses Wasser
geben und eine ausreichende Lüftung, damit die Restfeuchte des
normalen Lebens auch trocknen kann.

Und die Aussage, dass der Bau erst richtig trocknen muss finde ich
bedenklich. Wenn man drin wohnt, dann entsteht ebenfalls jede Menge
Feuchtigkeit durch die normalen Ausdünstungen der Menschen die sich
dort aufhalten, durch Wäschewaschen, Kochen usw. usw.

Stefan Wagner

unread,
Mar 10, 2006, 1:15:32 PM3/10/06
to
N.N. wrote:
> Auf jeden Fall unabhängige Sachverständige (Achtung: Sachverständiger
> ist kein geschützter Titel [...]) hinzuziehen

http://svv.ihk.de/ ist das Verzeichnis der öffentlich bestellten und
vereidigten Sachverständigen. Die _sind_ in ihrer Fachkunde überprüft.

Gruß

Stefan

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