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Sparrenfelder ohne Unterkonstruktion mit Gipskartonplatten beplanken

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Jens Brenner

unread,
Mar 1, 2015, 3:22:55 AM3/1/15
to
Moin,

ich ziehe in Erwägung, meine ca. 75cm breiten Dachsparrenfelder ohne
zusätzliche Unterkonstruktion mit Gipskartonplatten direkt zu
beplanken. Davon verspreche ich mir weniger Raumverlust.

Gibt es hier bereits Erfahrungswerte, oder könnt Ihr einschätzen, ob
dies gelingt? Am Markt gibt es ja Platten in vielen verschiedenen
Abmessungen, die evtl. für dieses Unterfangen geeignet sein könnten.

Danke für Eure Tipps

--

Jens
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Marc Haber

unread,
Mar 1, 2015, 12:02:31 PM3/1/15
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>(Bei einem Neubau sind weniger Abweichungen zu erwarten als bei einem
>Altbau

Ernsthaft? Heute wird doch nur noch gepfuscht, weil alles
schnellschnellbillig sein muss. Vor 100 Jahren hat man noch
Qualitätsarbeit geliefert.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Lutz Schulze

unread,
Mar 1, 2015, 12:19:24 PM3/1/15
to
Am Sun, 01 Mar 2015 18:02:30 +0100 schrieb Marc Haber:

> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>>(Bei einem Neubau sind weniger Abweichungen zu erwarten als bei einem
>>Altbau
>
> Ernsthaft? Heute wird doch nur noch gepfuscht, weil alles
> schnellschnellbillig sein muss. Vor 100 Jahren hat man noch
> Qualitätsarbeit geliefert.

Na ja, z.B. schiefe Ziegelwände gab es auch damals, die dann dicker Putz
kaschierte.

Der Dachstuhl bei dem hier mittlerweile über 100 Jahre alten Haus sieht aber
in der Tat zumindest optisch super ausgeführt aus, auch in alten Scheunen
usw. habe ich so etwas schon einige Male gesehen. Ich verkleide den
Dachstuhl allerdings nicht, weil ich ihn gelegentlich optisch inspizieren
möchte (der Boden ist nur ungeheizter Lagerraum).

Ob da heute kürzer abgelagertes, d.h. noch nicht richtig trockenes Holz
verwendet wird das sich dann noch verzieht?

Lutz

--
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Jens Brenner

unread,
Mar 1, 2015, 2:54:27 PM3/1/15
to
Martin Gerdes schrieb:


> ... in meinem 1 bis 101 Jahre alten Haus ...

Das Haus ist 2 Jahre alt.

> Willst Du nicht mal preisgeben, welche Oberflächenqualität Du anstrebst?

Die Oberfläche muß nicht perfekt glatt und makellos sein. Größere
Ecken und Kanten sollten nicht vorkommen, leichte "Wellen" wären
tragbar.

> Welche Stabilität strebst Du denn an?

Es müssen keine (schweren) Gegenstände an der Wand befestigt werden.
Außer dem Eigengewicht muß die Wand nichts halten oder tragen.

> Mir wäre das zuviel. Man könnte
> natürlich eine Doppelbeplankung erwägen, erst OSB und darüber
> Gipskarton.

Würde Gipskarton doppelt beplankt, oder eine Gipsverbundplatte
(Fermacell o.ä.) für diese Einbausituation passen?

> Noch eins: Es gibt Spezialisten, die "Einmannplatten" tatsächlich allein
> unter die Sparren schrauben können.

Die Arbeiten werden nicht alleine durchgeführt.


--

Jens

Robert Pflüger

unread,
Mar 1, 2015, 4:18:02 PM3/1/15
to
Am 01.03.2015 um 18:02 schrieb Marc Haber:
> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>> (Bei einem Neubau sind weniger Abweichungen zu erwarten als bei einem
>> Altbau
>
> Ernsthaft? Heute wird doch nur noch gepfuscht, weil alles
> schnellschnellbillig sein muss. Vor 100 Jahren hat man noch
> Qualitätsarbeit geliefert.


sagen wir mal so, dass die Häuser die vor hundert Jahren "gepfuscht"
wurden, mittlerweile größtenteils abgebrochen wurden. Das was aus der
Bauzeit von vor hundert Jahren noch steht, ist es meist auch wert.

Robert

Michael S

unread,
Mar 2, 2015, 2:32:48 AM3/2/15
to
Am 01.03.2015 um 18:02 schrieb Marc Haber:
> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>> (Bei einem Neubau sind weniger Abweichungen zu erwarten als bei einem
>> Altbau
>
> Ernsthaft? Heute wird doch nur noch gepfuscht, weil alles
> schnellschnellbillig sein muss. Vor 100 Jahren hat man noch
> Qualitätsarbeit geliefert.

In meinem 50er-Jahrehaus sind Sparren und Pfetten so dünn, dass die
deutlich sichtbar durchhängen. Im 90er-Jahre Anbau haben die Sparren
mindestens den doppelten bis 3fachen Querschnitt.

Dort haben wir übrigens die Dampfbremse zwischen die Sparren getackert
und Nut&Feder-Bretter dazwischen angebracht. Die Sparren blieben
sichtbar, um auch die letzten cm Raumhöhe auszunutzen.
Das wurde dann meines Bruders Kinderzimmer. Die Baubehörde wollte uns
leider keinen 10cm höheren Anbau genehmigen.

Mein Kinderzimmer war im Altbau mit durchhängender Decke aber dafür mit
größerer Zimmerhöhe.

--
Michael

christian mock

unread,
Mar 2, 2015, 3:54:34 AM3/2/15
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

> Ernsthaft? Heute wird doch nur noch gepfuscht, weil alles
> schnellschnellbillig sein muss. Vor 100 Jahren hat man noch
> Qualitätsarbeit geliefert.

ernsthaft? vor 120 jahren hat man meiner erfahrung mit altbauten nach
weder winkel noch wasserwaagen gekannt. versuch doch mal, in einem
altbau einen größeren schrank fluchtend an die wand zu stellen...

man hat allerdings sehr solid gebaut, 1 m dicke ziegelmauern und
massive balken für die decken und so.

cm.

--
** christian mock in vienna, austria -- http://www.tahina.priv.at/
Inferring the workings of the US legal system from what's posted in
NANAE would be like trying to understand Europe by watching Monty
Python. -- Christopher H. in nanae

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 2, 2015, 3:58:00 AM3/2/15
to
Hallo Christian,

christian mock schrieb:

> ernsthaft? vor 120 jahren hat man meiner erfahrung mit altbauten nach
> weder winkel noch wasserwaagen gekannt. versuch doch mal, in einem
> altbau einen größeren schrank fluchtend an die wand zu stellen...

Eine senkrechte Wand erreicht man aber in der Praxis nicht mit Winkel und
Wasserwaage (was natürlich auch ginge), sondern mit einem Lot. Das kennt
man aber schon seit Jahrtausenden.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.

Lutz Schulze

unread,
Mar 2, 2015, 4:07:30 AM3/2/15
to
Am Mon, 2 Mar 2015 08:54:33 +0000 (UTC) schrieb christian mock:

>> Ernsthaft? Heute wird doch nur noch gepfuscht, weil alles
>> schnellschnellbillig sein muss. Vor 100 Jahren hat man noch
>> Qualitätsarbeit geliefert.
>
> ernsthaft? vor 120 jahren hat man meiner erfahrung mit altbauten nach
> weder winkel noch wasserwaagen gekannt. versuch doch mal, in einem
> altbau einen größeren schrank fluchtend an die wand zu stellen...

Das ist hier eigentlich kein Problem, ziemlich exakt gemauert. Aber Fugen,
etwa 1,5 bis 2 cm hoch bei 7cm Ziegelstärke. Gemauert wurde mit Sand und
Kalk und wahrscheilich einer Schaufel Zement für das ganze Haus. Schwer, da
an beliebiger Stelle richtigen Halt für Dübel zu finden.

> man hat allerdings sehr solid gebaut, 1 m dicke ziegelmauern und
> massive balken für die decken und so.

Die Aussenmauern sind hier 36 cm stark, die Deckenbalken in der Tat knapp 30
Zentimeter hoch und sehr solide.

21 Fenster und 11 Innentüren für etwa 130 qm auf 2 Stockwerken, dazu dann
noch Dachboden und Keller ;-)

Wilhelm Greiner

unread,
Mar 2, 2015, 4:30:02 AM3/2/15
to
Hi,
* Jens Brenner <jensb...@email.de> schrieb:
> Martin Gerdes schrieb:
> Würde Gipskarton doppelt beplankt, oder eine Gipsverbundplatte
> (Fermacell o.ä.) für diese Einbausituation passen?

OSB Platten sind irgendwie stabiler, haben nut und Feder und es
wird auch mit dem Anschrauben der Gipskartonplatten einfacher.

Das ganze wird dann auch gerader, die gleichen ein wenig aus.

Die 13 Milimeter mehr reissen es doch auch nicht raus oder?

So eine Platte wirkt schon ein wenig wie eine Dampfsperre,
soll auf dem Boden vielleicht später doch einmal geheizt werden,
würd ich noch eine Folie zwischen die Platten machen, sonst nicht.

Die OSB Platten sollten nicht direkt im Kältebereich sein,
aber es ist ja eh Dämmung zwischen den Sparren nehm ich mal
an.



Wilhelm
Message has been deleted

Wolfgang Kynast

unread,
Mar 2, 2015, 4:50:50 AM3/2/15
to
On Mon, 02 Mar 2015 10:37:00 +0100, "Ludger Averborg" posted:


>Frag mal jemanden, der ein Haus Baujahr 1927 gekauft hat,
>was der von der Qualitätsarbeit von damals hält.

Mein Geburtshaus ist noch etwas älter und steht 1a da.

Auf schwäbisch: 's gibt hald sotte und sotte, abr ofd mehr sotte wie
sotte.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Uwe St?ckel

unread,
Mar 2, 2015, 4:59:22 AM3/2/15
to
Am 02.03.2015 um 10:37 schrieb Ludger Averborg:
> Frag mal jemanden, der ein Haus Baujahr 1927 gekauft hat,
> was der von der Qualitätsarbeit von damals hält.

Alles gut, nur eben anders...
:o)

in meinem Falle (Bj. ~30) sind die Wände recht präzise, die einzige
echte Herausforderung ist das Dübeln in manchen Wänden.
In der Fuge hält wenig, dafür ist der Ziegel etwas härter.
Wenn man etwas zu kräftig drückt, schiebt der Bohrer den Ziegel durch
die Wand...

Der nette Mann, der mir eine Kernbohrung für den Trockner zum Festpreis
verkaufte, hat dabei und hinterher ziemlich geflucht. Der Ziegel fraß
die Bohrkrone besser als die Krone den Ziegel.
Den Durchbruch für einen Rauchzug wollte er dann nicht mehr machen...

--
keine Sig...

heinz tauer

unread,
Mar 2, 2015, 5:13:07 AM3/2/15
to
Am 02.03.2015 um 10:37 schrieb Ludger Averborg:
> On Sun, 01 Mar 2015 18:02:30 +0100, Marc Haber
> <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>
>> Ernsthaft? Heute wird doch nur noch gepfuscht, weil alles
>> schnellschnellbillig sein muss. Vor 100 Jahren hat man noch
>> Qualitätsarbeit geliefert.
> Qualität im Sinne von Hundertwasser und Waldorf:
> ("Die gerade Linie ist gottlos", "das Gebäude krankt an
> Geometrie", ...)
>
> Keine grade Wand, kein rechter Winkel.

Hundertwasser war ein genialer Künstler! Was kann der für schlechte
Bauausführung?

>
> Keine Sperre zwischen unisoliertem Natursteinfundament und
> Mauerwerk.
>
> Putz 1:1 (ein Pferdewagen Sand, eine Schippe Kalk)
>
> Frag mal jemanden, der ein Haus Baujahr 1927 gekauft hat,
> was der von der Qualitätsarbeit von damals hält.
>
>

Es gab damals genau wie Heute Qualität und Pfusch - redet also nicht so
einen Unsinn.

--
H.T.

Robert Waldner

unread,
Mar 2, 2015, 5:54:27 AM3/2/15
to
christian mock <c...@tahina.priv.at> wrote:
> Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>
>> Ernsthaft? Heute wird doch nur noch gepfuscht, weil alles
>> schnellschnellbillig sein muss. Vor 100 Jahren hat man noch
>> Qualitätsarbeit geliefert.

> ernsthaft? vor 120 jahren hat man meiner erfahrung mit altbauten nach
> weder winkel noch wasserwaagen gekannt. versuch doch mal, in einem
> altbau einen größeren schrank fluchtend an die wand zu stellen...

Vor oder nachdem man die 41 Schichten Putz und Farbe entfernt und neu
verputzt hat? Und sich evt. um den Richtung Raummitte durchhaengenden
Boden gekuemmert hat?

cheers,
&rw
--
-- Contrary to popular belief, Unix *is* user-friendly.
-- It's just not ignorant- and idiot-friendly.
Message has been deleted

Andreas Borutta

unread,
Mar 2, 2015, 6:26:45 AM3/2/15
to
Martin Gerdes schrieb:

>>Es müssen keine (schweren) Gegenstände an der Wand befestigt werden.
>>Außer dem Eigengewicht muß die Wand nichts halten oder tragen.
>
> An 1 Gipskartonplatte von üblicher Stärke (12,5 mm) kannst Du bei einer
> Stützweite von 75 cm überhaupt nichts befestigen. Ich möchte bereits
> bezweifeln, daß Du die Stöße stabil verspachtelt bekommst.

Meinst Du damit, dass sich beim Spachteln der rechtwinklig zu den
Sparren verlaufenden Stöße die Platte durchbiegt und so dass Spachteln
schwierig/unmöglich wird?

> Ich habe hier
> WIMRE 40 cm Abstand zwischen den (inneren) Dachlatten (also halbe
> Stützweite, dazu günstigere Abstützung. Du müßtest ja mitten auf dem
^^^^^^^^^^^^^^
> Sparren stoßen und schrauben.
^^^^^^^

Was spräche gegen diesen Punkt?

Andreas
--
http://borumat.de
http://fahrradzukunft.de

Marc Haber

unread,
Mar 2, 2015, 6:27:47 AM3/2/15
to
Wilhelm Greiner <wilhelm...@web.de> wrote:
>OSB Platten sind irgendwie stabiler, haben nut und Feder und es
>wird auch mit dem Anschrauben der Gipskartonplatten einfacher.
>
>Das ganze wird dann auch gerader, die gleichen ein wenig aus.
>
>Die 13 Milimeter mehr reissen es doch auch nicht raus oder?
>
>So eine Platte wirkt schon ein wenig wie eine Dampfsperre,
>soll auf dem Boden vielleicht später doch einmal geheizt werden,
>würd ich noch eine Folie zwischen die Platten machen, sonst nicht.

Es gibt Fertighausfirmen, die bauen aus Dämmung plus OSB plus
Gipskarton plus Spachtelung ganz ohne Dampfsperre eine "atmungsaktive
Klimawand", und daraus gebaute Häuser bestehen den Blower-Door-Test
wie von der KFW gefordert mit Bravour.

Bernd Nebendahl

unread,
Mar 2, 2015, 7:31:30 AM3/2/15
to
Bei 75cm Sparrenabstand wäre eine 25mm GK-Platte wohl anzuraten (ja
sowas gibt es).

Bernd

Jens Brenner

unread,
Mar 2, 2015, 7:47:50 AM3/2/15
to
Martin Gerdes schrieb:

> Den wesentlichen Punkt: "Soll Wohnraum werden" bzw. "soll Abstellraum
> werden" hast Du gesnippt.

Es entsteht ein offener Raum, der zu ca. 50% als Abstellfläche dienen
soll, aber auch als Erweiterung unserer Wohnfläche gedacht ist, so
dass dort z.B. Kinder spielen können.

--

Jens

Andreas Borutta

unread,
Mar 2, 2015, 7:49:40 AM3/2/15
to
Bernd Nebendahl schrieb:
Möchtest Du damit implizit auf meine obige Frage mit ja antworten?

>> Meinst Du damit, dass sich beim Spachteln der rechtwinklig zu den
>> Sparren verlaufenden Stöße die Platte durchbiegt und so dass Spachteln
>> schwierig/unmöglich wird?

Beruht die Antwort auf der Erfahrung, dass man wirklich keine Chance
hat, den Stoß zu spachteln oder ginge es, wenn man vorsichtig ist?

Siegfried Schmidt

unread,
Mar 2, 2015, 8:17:16 AM3/2/15
to
Andreas Borutta schrieb:

> Was spräche gegen diesen Punkt?

Dass du die Stosskanten aller Platten schneiden musst, wenn die
Sparrenabstände nicht zufällig im exakten Plattenraster sind.

Siegfried

--
Diese Nachricht kann zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten, diese sind mit
Risiken und Ungewissheiten verbunden und basieren auf gegenwärtigen
Erwartungen. Die tatsächlichen Ereignisse können daher wesentlich von den
Darstellungen abweichen.

Jens Brenner

unread,
Mar 2, 2015, 8:28:50 AM3/2/15
to
Bernd Nebendahl schrieb:

> Bei 75cm Sparrenabstand wäre eine 25mm GK-Platte wohl anzuraten (ja
> sowas gibt es).

Es gibt Gipsfaserplatten z.B. mit folgender Abmessung: 10x1000x1500 mm
Hat jemand hiermit Erfahrung? Damit könnte man 2 Sparrenfelder
überspannen. Gelesen habe ich, dass die Stabilität besser als bei
Gipskarton sein soll.
--

Jens
Message has been deleted
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Andreas Borutta

unread,
Mar 2, 2015, 8:59:26 AM3/2/15
to
Siegfried Schmidt schrieb:

> Andreas Borutta schrieb:

>>> Ich habe hier
>>> WIMRE 40 cm Abstand zwischen den (inneren) Dachlatten (also halbe
>>> Stützweite, dazu günstigere Abstützung. Du müßtest ja mitten auf dem
>>> ^^^^^^^^^^^^^^
>>> Sparren stoßen und schrauben.
>>> ^^^^^^^
>
>> Was spräche gegen diesen Punkt?
>
> Dass du die Stosskanten aller Platten schneiden musst, wenn die
> Sparrenabstände nicht zufällig im exakten Plattenraster sind.

Das ist klar.
Dafür spart man sich die Arbeit für das Setzen der Unterlattung und
weiterhin keinen Raum durch diese Unterkonstruktion.

Wilhelm Greiner

unread,
Mar 2, 2015, 9:30:02 AM3/2/15
to
Hi,
* Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:
> Siegfried Schmidt schrieb:
> > Andreas Borutta schrieb:
> >>> Ich habe hier
> >>> WIMRE 40 cm Abstand zwischen den (inneren) Dachlatten (also halbe
> >>> Stützweite, dazu günstigere Abstützung. Du müßtest ja mitten auf dem
> >>> Sparren stoßen und schrauben.
> >> Was spräche gegen diesen Punkt?
> > Dass du die Stosskanten aller Platten schneiden musst, wenn die
> > Sparrenabstände nicht zufällig im exakten Plattenraster sind.
> Das ist klar.

Es ist auch nicht viel Futter da für die Schrauben, da brechen
die Platten meisst so halbrund weg und es ist nicht so stabil.

Bei den 75 cm Abstand ist das Spachteln ein wenig schwieriger,
geht aber. Es reisst aber (wenn sich mal jemand ranlehnt)
in der mitte dann bestimmt irgendwann.

Einfach murks imho.

Mach dünne OSB Platten drunter (ich habe sie zusätzlich
noch verklebt mit Holzleim ;) - dann macht das alles auch
mehr Spass beim verarbeiten.


Ob man zwischen den OSB Platten und dem Rigips noch eine
Dampfsperre macht ist eine Glaubensfrage :)

Ich würde es bei beheizten, als Wohnraum genutzten Flächen
lieber machen.


Wirklich "atmen" kann eine Solche Schicht aber eh nicht,
der mu Wert von OSB Platten ist wohl bei 300 oder so,
das iss schon recht dicht.

Wilhelm

Lutz Schulze

unread,
Mar 2, 2015, 10:02:26 AM3/2/15
to
Am Mon, 02 Mar 2015 14:38:01 +0100 schrieb Ludger Averborg:

> On Mon, 2 Mar 2015 10:07:21 +0100, Lutz Schulze
> <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:
>
>>Die Aussenmauern sind hier 36 cm stark, die Deckenbalken in der Tat knapp 30
>>Zentimeter hoch und sehr solide.
>>
>>21 Fenster und 11 Innentüren für etwa 130 qm auf 2 Stockwerken, dazu dann
>>noch Dachboden und Keller ;-)
>
> Kommt mir irgendwie bekannt vor. Mansarddach?

Nein, zwei komplette Vollgeschosse, darüber dann noch der Dachboden.

Lutz Schulze

unread,
Mar 2, 2015, 10:15:56 AM3/2/15
to
Am Mon, 2 Mar 2015 16:02:16 +0100 schrieb Lutz Schulze:

> Am Mon, 02 Mar 2015 14:38:01 +0100 schrieb Ludger Averborg:
>
>> On Mon, 2 Mar 2015 10:07:21 +0100, Lutz Schulze
>> <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:
>>
>>>Die Aussenmauern sind hier 36 cm stark, die Deckenbalken in der Tat knapp 30
>>>Zentimeter hoch und sehr solide.
>>>
>>>21 Fenster und 11 Innentüren für etwa 130 qm auf 2 Stockwerken, dazu dann
>>>noch Dachboden und Keller ;-)
>>
>> Kommt mir irgendwie bekannt vor. Mansarddach?
>
> Nein, zwei komplette Vollgeschosse, darüber dann noch der Dachboden.

Hier fand ich etwas ähnliches, die Apotheke ohne den Aufbau im Dach, aussen
11 x 8 Meter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_%28Baumeisterfamilie%29

christian mock

unread,
Mar 2, 2015, 10:26:10 AM3/2/15
to
Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:
> Am Mon, 2 Mar 2015 08:54:33 +0000 (UTC) schrieb christian mock:
>
>>> Ernsthaft? Heute wird doch nur noch gepfuscht, weil alles
>>> schnellschnellbillig sein muss. Vor 100 Jahren hat man noch
>>> Qualitätsarbeit geliefert.
>>
>> ernsthaft? vor 120 jahren hat man meiner erfahrung mit altbauten nach
>> weder winkel noch wasserwaagen gekannt. versuch doch mal, in einem
>> altbau einen größeren schrank fluchtend an die wand zu stellen...
>
> Das ist hier eigentlich kein Problem, ziemlich exakt gemauert. Aber Fugen,

ich kann hier keinen schrank aufstellen, ohne daß ich irgendwo
ausgleichen muß, damit er grad steht.

> etwa 1,5 bis 2 cm hoch bei 7cm Ziegelstärke. Gemauert wurde mit Sand und
> Kalk und wahrscheilich einer Schaufel Zement für das ganze Haus. Schwer, da
> an beliebiger Stelle richtigen Halt für Dübel zu finden.

ja genau. und beim bohren kommt der putz großflächig von der wand
gebröselt.

>> man hat allerdings sehr solid gebaut, 1 m dicke ziegelmauern und
>> massive balken für die decken und so.
>
> Die Aussenmauern sind hier 36 cm stark, die Deckenbalken in der Tat knapp 30
> Zentimeter hoch und sehr solide.

kinderkram. hier hat's 1m dicke mauern im EG und noch 60cm im 3.
stock. baujahr möglicherweise 185x, laut baubehörde 188x.

cm.

--
Es ist jedenfalls VIEL besser als "Sie haben keinen Virus versandt und
hätten auch keinen erhalten, aber irgendwo in den Weiten des Internet
wurde eine mail gekillt, die zufällig ihre Adresse im From hatte."
-- Matthias Kahlert in aip

Lutz Schulze

unread,
Mar 2, 2015, 10:51:31 AM3/2/15
to
Am Mon, 2 Mar 2015 15:26:08 +0000 (UTC) schrieb christian mock:

> kinderkram. hier hat's 1m dicke mauern im EG

So wohnte ich früher auch mal, allerdings waren das Bruchsteinwände in einer
alten Mühle.

Dort gingen die Deckenbalken vom EG zum 1. OG über 10 Meter ohne Auflage in
Form von tragenden Wänden durch (das Gebäude wurde 1910 von einer Mühle zum
Wohnhaus umgebaut) und arbeiteten bei Feuchteänderungen entsprechend. Als
Installateure neue Abflussrohre aus Kunststoff installierten und die sowohl
im EG als auch im 1. OG mit Schellen befestigten zerriss es die nach ein
paar Wochen (die Rohre waren damals geklebt). Erst eine Schiebemuffe löste
das Problem, da waren problemlos 5 cm Bewegung drin.

Bodo Mysliwietz

unread,
Mar 2, 2015, 12:41:54 PM3/2/15
to
Am 02.03.2015 um 09:57 schrieb Martin Schoenbeck:
> Hallo Christian,
>
> christian mock schrieb:
>
>> ernsthaft? vor 120 jahren hat man meiner erfahrung mit altbauten nach
>> weder winkel noch wasserwaagen gekannt. versuch doch mal, in einem
>> altbau einen größeren schrank fluchtend an die wand zu stellen...
>
> Eine senkrechte Wand erreicht man aber in der Praxis nicht mit Winkel und
> Wasserwaage (was natürlich auch ginge), sondern mit einem Lot. Das kennt
> man aber schon seit Jahrtausenden.

Jetzt weiß ich wofür man den Siemens-Lufthaken erfunden hat. Irgendwo
mußt das Lot bei einem Neubau ja aufgehangen werden ;-)

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Bodo Mysliwietz

unread,
Mar 2, 2015, 12:45:45 PM3/2/15
to
Am 02.03.2015 um 10:59 schrieb Uwe St?ckel:

> Der nette Mann, der mir eine Kernbohrung für den Trockner zum Festpreis
> verkaufte, hat dabei und hinterher ziemlich geflucht. Der Ziegel fraß
> die Bohrkrone besser als die Krone den Ziegel.
> Den Durchbruch für einen Rauchzug wollte er dann nicht mehr machen...

Klasse Story. Und sicher war der bei den nächsten "Festpreisanfragen"
vorgewarnt.

Georg Wieser

unread,
Mar 2, 2015, 1:37:34 PM3/2/15
to
Am 01.03.2015 um 09:22 schrieb Jens Brenner:
> Moin,
>
> ich ziehe in Erwägung, meine ca. 75cm breiten Dachsparrenfelder ohne
> zusätzliche Unterkonstruktion mit Gipskartonplatten direkt zu
> beplanken. Davon verspreche ich mir weniger Raumverlust.
>
> Gibt es hier bereits Erfahrungswerte, oder könnt Ihr einschätzen, ob
> dies gelingt? Am Markt gibt es ja Platten in vielen verschiedenen
> Abmessungen, die evtl. für dieses Unterfangen geeignet sein könnten.
>
> Danke für Eure Tipps
>

Bei einem sehr sauber und exakt gearbeitetem Dachstuhl und 12,5er
Gipsplatten machbar. Aber es wird nicht wirklich glatt....

Wenigstens einer Korrekturlage Latten sollte drin sein.

Georg Wieser

unread,
Mar 2, 2015, 1:53:00 PM3/2/15
to
Wenn der Stoß auf mittig auf dem Sparren liegt Null Problem. Allerdings
ist eine Gewebelage empfehlenswert, da das ganze mangels Lattung
durchaus heftig arbeiten kann.

Ach ja. "Vorsichtig" musst Du beim Spachteln nicht sein.

Georg Wieser

unread,
Mar 2, 2015, 1:56:05 PM3/2/15
to
Nimm günstige Nut- und Federbretter, die verzeihen viel, lassen sich
fast beliebig stoßen, brauchen nicht unbedingt eine Unterlage und wenns
eng wird kannst Du sie mit Wagnerstiften direkt durchs Brett nageln und
sparst die diese elendige Klammerei.

Da bricht auch nix, wenn man mal dagegenrumpelt und wenns später mal
"elegant" werden soll, dann kannste da drauf ne 12er Rigips schrauben.

Andreas Borutta

unread,
Mar 2, 2015, 2:06:33 PM3/2/15
to
Georg Wieser schrieb:

>>>> Meinst Du damit, dass sich beim Spachteln der rechtwinklig zu den
>>>> Sparren verlaufenden Stöße die Platte durchbiegt und so dass Spachteln
>>>> schwierig/unmöglich wird?
>>
>> Beruht die Antwort auf der Erfahrung, dass man wirklich keine Chance
>> hat, den Stoß zu spachteln oder ginge es, wenn man vorsichtig ist?
>
> Wenn der Stoß auf mittig auf dem Sparren liegt Null Problem.

Den Stoß meinte ich nicht, sondern den Stoß rechtwinklig zu den
Sparren.

Robert Pflüger

unread,
Mar 2, 2015, 6:32:51 PM3/2/15
to
Am 02.03.2015 um 10:59 schrieb Uwe St?ckel:
> Am 02.03.2015 um 10:37 schrieb Ludger Averborg:
>> Frag mal jemanden, der ein Haus Baujahr 1927 gekauft hat,
>> was der von der Qualitätsarbeit von damals hält.
>
> Alles gut, nur eben anders...
> :o)
>
> in meinem Falle (Bj. ~30) sind die Wände recht präzise, die einzige
> echte Herausforderung ist das Dübeln in manchen Wänden.
> In der Fuge hält wenig, dafür ist der Ziegel etwas härter.
> Wenn man etwas zu kräftig drückt, schiebt der Bohrer den Ziegel durch
> die Wand...
>
> Der nette Mann, der mir eine Kernbohrung für den Trockner zum Festpreis
> verkaufte, hat dabei und hinterher ziemlich geflucht. Der Ziegel fraß
> die Bohrkrone besser als die Krone den Ziegel.

tja, die lockeren Steine verkanten sich an der Bohrkrone ... mit "null
Vorschub" kommt man aber auch nicht voran. Oft reißt es dann noch den
einen oder anderen Hartmetall-Zahn an der Bohrkrone aus.

> Den Durchbruch für einen Rauchzug wollte er dann nicht mehr machen...
>


Robert

Robert Pflüger

unread,
Mar 2, 2015, 6:42:24 PM3/2/15
to
Am 02.03.2015 um 14:28 schrieb Jens Brenner:
die können dann dünner sein als Gipskartonplatten.
allerdings lassen sich Gipskartonplatten einfacher (mit dem
Cuttermesser) zuschneiden.

Robert

Jens Brenner

unread,
Mar 3, 2015, 2:20:57 AM3/3/15
to
Georg Wieser schrieb:

> Nimm günstige Nut- und Federbretter, die verzeihen viel, lassen sich
> fast beliebig stoßen, brauchen nicht unbedingt eine Unterlage und wenns
> eng wird kannst Du sie mit Wagnerstiften direkt durchs Brett nageln und
> sparst die diese elendige Klammerei.
>
> Da bricht auch nix, wenn man mal dagegenrumpelt und wenns später mal
> "elegant" werden soll, dann kannste da drauf ne 12er Rigips schrauben.

Guter Gedanke. Vielen Dank.
Über Nut & Feder Bretter hatte ich ganz zu Anfang der Planungen
bereits nachgedacht, die Sache aber dann nicht weiterverfolgt.

Wenn ich mich richtig erinnere, dann gibt es diese Bretter auch in
hell. In meinem Kinderzimmer sind nämlich dunkle Bretter montiert und
diese sind über die Jahre noch viel dunkler geworden, was mir nicht
gefällt.

Bei nachträglichem Aufschrauben der Gipskartonplatten gibt es dann
aber die Probleme mit dem Durchstossen der Dampfbremse, oder nicht?

--

Jens
Message has been deleted

HC Ahlmann

unread,
Mar 3, 2015, 5:19:16 AM3/3/15
to
Robert Pflüger <in...@robertpflueger.com> wrote:

> die [Gipsfaserplatten;HC] können dann dünner sein als Gipskartonplatten.
> allerdings lassen sich Gipskartonplatten einfacher (mit dem Cuttermesser)
> zuschneiden.

Gipsfaserplatten lassen sich auch gut mit einem Cutter anritzen und über
einem Rundstab (Besenstiel) oder einer Kante (Plattenstapel) brechen,
aber sind sonst etwas biegesteifer und weniger bruchempfindlich als
Gipskartonplatten.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Andreas Borutta

unread,
Mar 3, 2015, 1:16:49 PM3/3/15
to
Martin Gerdes schrieb:

> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:
>
>>>>> An 1 Gipskartonplatte von üblicher Stärke (12,5 mm) kannst Du bei einer
>>>>> Stützweite von 75 cm überhaupt nichts befestigen. Ich möchte bereits
>>>>> bezweifeln, daß Du die Stöße stabil verspachtelt bekommst.
>
>>>> Meinst Du damit, dass sich beim Spachteln der rechtwinklig zu den
>>>> Sparren verlaufenden Stöße die Platte durchbiegt und so dass Spachteln
>>>> schwierig/unmöglich wird?
>
> Ja.
>
>>>>> Ich habe hier WIMRE 40 cm Abstand zwischen den (inneren) Dachlatten
>>>>>(also halbe Stützweite, dazu günstigere Abstützung. Du müßtest ja
>>>>> mitten auf dem Sparren stoßen und schrauben.
>>>>> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>
>>>> Was spräche gegen diesen Punkt?
>
> Reißt leicht aus. Bei 10 cm Sparrenbreite hat man gerade mal 5 cm
> Auflagefläche für die beiden Platten -- und die biegen sich halt bei 75
> cm Stützweite, wenn man dagegenkommt. Das zieht an den Schrauben.

Danke für den Erfahrungsbericht.
Dann lag ich mit meiner Vermutung falsch, dass Gipskarton bei so einer
Breite der Unterkonstruktion zwar empfindlich aber mit Vorsicht doch
akzeptabel nutzbar ist.

Mal sehen, vielleicht finde ich noch ein hinreichend großes altes
Rigipsstück und mache aus Spaß noch einen Versuch.

>>> Dass du die Stosskanten aller Platten schneiden musst, wenn die
>>> Sparrenabstände nicht zufällig im exakten Plattenraster sind.
>
>> Das ist klar.
>> Dafür spart man sich die Arbeit für das Setzen der Unterlattung und
>> weiterhin keinen Raum durch diese Unterkonstruktion.
>
> Sofern die Sparrenunterfläche eben ist. Ist sie das?

Ich kann den Grad der Unebenheit mangels Messung nicht beziffern.
Aber Jens schrieb ja schon, dass das Ergebnis nicht von Giebel bis
Giebel supereben sein muss.

> Macht es viel aus,
> wenn in einem Abstellraum unter den Sparren noch je zusätzlich 6 cm
> "verloren" gehen?

Es ist ja kein reiner Abstellraum.
Und dem OP macht es tendenziell was aus. Mir ginge es genauso.

> Mir hat der Baumarktfritze (in drastischer Überschätzung seiner
> Möglichkeiten) gesagt, er dürfe mir an sich Steinwollematten mit 120 mm
> Stärke überhaupt nicht verkaufen, da die Vorschrift sage, daß ...

Nur am Rande: die Sparrenhöhe beträgt 180mm und ist auch in dieser
Stärke gedämmt.
Message has been deleted

Olaf Schultz

unread,
Mar 4, 2015, 1:04:51 PM3/4/15
to
Martin Gerdes wrote:
> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:
>
>>>>>>> Ich habe hier WIMRE 40 cm Abstand zwischen den (inneren) Dachlatten
>>>>>>> (also halbe Stützweite, dazu günstigere Abstützung. Du müßtest ja
>>>>>>> mitten auf dem Sparren stoßen und schrauben.
>>>>>>> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>>
>>>>>> Was spräche gegen diesen Punkt?
>>> Reißt leicht aus. Bei 10 cm Sparrenbreite hat man gerade mal 5 cm
>>> Auflagefläche für die beiden Platten -- und die biegen sich halt bei 75
>>> cm Stützweite, wenn man dagegenkommt. Das zieht an den Schrauben.
>
>> Danke für den Erfahrungsbericht.
>> Dann lag ich mit meiner Vermutung falsch, dass Gipskarton bei so einer
>> Breite der Unterkonstruktion zwar empfindlich aber mit Vorsicht doch
>> akzeptabel nutzbar ist.
>
>> Mal sehen, vielleicht finde ich noch ein hinreichend großes altes
>> Rigipsstück und mache aus Spaß noch einen Versuch.
>
> 5 Euro Materialkosten plus Hin- und Rückweg zum Baumarkt :-)
>
> Zugegeben: Mit dem Fahrrad geht der Transport selbst einer Einmannplatte
> eher schlecht.

Nimmt man den Fahrradanhänger dafür, so what. Bei zehn Platten wird es
dann aber bergauf spannend...:-)

Geht auch mit den 60x200er Platten...

Olaf, irgendwo hab ich noch Bilder von solchen Transporten:-)

Georg Wieser

unread,
Mar 4, 2015, 1:33:11 PM3/4/15
to
Merk Dir, wo die Sparren sind, dann ist das kein Problem.
Ich hab den Speicher aus pragmatischen Gründen ohne Klammern gemacht und
die Bretter alle mit Wagnerstiften (Nägel mit ganz kleinen
Versenkköpfen) gemacht. Wenn ich danach suche finde ich genau die Sparren.

Und ja, die Bretter sind üblicherweise Nadelholz hell, werden aber im
Laufe der Jahre honigfarben.

Georg Wieser

unread,
Mar 5, 2015, 2:12:01 PM3/5/15
to
Das geht schon. Notfalls mittig zwischen den Sparren eine ca 50cm Lange
Dachlatte rein erst mit der unteren Platte verschrauben dann die obere
drauf und verschrauben, das hält locker.

Georg Wieser

unread,
Mar 5, 2015, 2:15:15 PM3/5/15
to
Am 03.03.2015 um 19:16 schrieb Andreas Borutta:

>
> Danke für den Erfahrungsbericht.
> Dann lag ich mit meiner Vermutung falsch, dass Gipskarton bei so einer
> Breite der Unterkonstruktion zwar empfindlich aber mit Vorsicht doch
> akzeptabel nutzbar ist.
>
> Mal sehen, vielleicht finde ich noch ein hinreichend großes altes
> Rigipsstück und mache aus Spaß noch einen Versuch.

Mach das. Du wirst sehen es "geht", aber toll ist anders.
Leg billige Nut und Feder unter.

Andreas Borutta

unread,
Mar 5, 2015, 6:19:22 PM3/5/15
to
Georg Wieser schrieb:

> Am 02.03.2015 um 20:06 schrieb Andreas Borutta:
>> Georg Wieser schrieb:
>>
>>>>>> Meinst Du damit, dass sich beim Spachteln der rechtwinklig zu den
>>>>>> Sparren verlaufenden Stöße die Platte durchbiegt und so dass Spachteln
>>>>>> schwierig/unmöglich wird?
>>>>
>>>> Beruht die Antwort auf der Erfahrung, dass man wirklich keine Chance
>>>> hat, den Stoß zu spachteln oder ginge es, wenn man vorsichtig ist?
>>>
>>> Wenn der Stoß auf mittig auf dem Sparren liegt Null Problem.
>>
>> Den Stoß meinte ich nicht, sondern den Stoß rechtwinklig zu den
>> Sparren.

> Das geht schon. Notfalls mittig zwischen den Sparren eine ca 50cm Lange
> Dachlatte rein erst mit der unteren Platte verschrauben dann die obere
> drauf und verschrauben, das hält locker.

Das ist klar, aber es ist naturgemäß auch ein ordentlicher
Mehraufwand.

Ich war vor allem neugierig, ob ohne solch eine Verstärkung bei der
76er Sparrenweite das Spachteln der horizontalen Stöße problemlos
klappt.

Georg Wieser

unread,
Mar 7, 2015, 5:53:44 AM3/7/15
to
Der "Mehraufwand" ist ein Witz.
Das Stückchen Latte reinschrauben dauert 30 sec. hilft aber richtig.
Obwohl die Latte keine weiteren Auflagen etc hat stabilisiert die den
Stoß enorm!

Andreas Borutta

unread,
Mar 7, 2015, 7:24:45 AM3/7/15
to
Georg Wieser schrieb:
Zum Zeitaufwand teile ich Deine optimistische Einschätzung nicht.
Du vergißt z.B. das Zuschneiden der Latten und das später nötige
Zuspachteln der zusätzlichen Schrauben.

Ein weitere Nachteil ist das Schwächen der Dämmung durch Eindrücken
durch die Latte.
Dadurch entstehen Hohlräume neben der Latte.

Die enorme Stabilisierung ist klar.
Diese Technik haben wir an diversen Stellen beim Boden verwendet.

Georg Wieser

unread,
Mar 7, 2015, 8:25:31 AM3/7/15
to
Zuschneiden... 10 Sekunden für 6 Latten aus einer Dachlatte.
Spachteln 2 Sekunden oben zwei Sekunden unten weil Du eh die Fläche incl
des Stoßes spachtelst und damit die beiden Schrauben nahe dem Stoß dabei
sind.

Über die Dämmungsschwächung mache ich mir echt keinen Hals bei gut 2cm.
Letztendlich isolieren die "Luftkammern" nämlich auch.
Message has been deleted

Georg Wieser

unread,
Mar 8, 2015, 6:11:47 AM3/8/15
to
Am 07.03.2015 um 20:00 schrieb Martin Gerdes:
> Georg Wieser <XYZichhoffe...@arcor.de> schrieb:
>
>>> Den Stoß meinte ich nicht, sondern den Stoß rechtwinklig zu den
>>> Sparren.
>
>> Das geht schon. Notfalls mittig zwischen den Sparren eine ca 50cm Lange
>> Dachlatte rein
>
> horizontal oder vertikal?
>
>> erst mit der unteren Platte verschrauben, dann die obere
>> drauf und verschrauben, das hält locker.
>

90° zum Stoß. Bei einem Dach zwischen den Sparren ohne Lattung also
höchstwahrscheinlich vertikal.

Jens Brenner

unread,
Mar 11, 2015, 10:52:17 AM3/11/15
to
Georg Wieser schrieb:

> Ich hab den Speicher aus pragmatischen Gründen ohne Klammern gemacht und
> die Bretter alle mit Wagnerstiften (Nägel mit ganz kleinen
> Versenkköpfen) gemacht. Wenn ich danach suche finde ich genau die Sparren.

Gute Idee. Danke für den Tipp.
Hattest Du keine Bedenken wegen des Durchnagelns der Dampfbremse?

Ich habe nun recht breite Profilholzbretter mit den Abmessungen
19x146x3900 im Auge.

Bei der Befestigung bin ich noch unsicher. Klammern zu Verschrauben
finde ich wegen der Möglichkeit des Rückbaus ganz interessant, kann
aber nicht richtig einschätzen, ob die Blechklammern nicht die
Dampfbremse beschädigen werden.

Eine andere Möglichkeit wäre, die Profilhölzer mit Dielenschrauben mit
Senkkopf und Bohrspitze zu verschrauben.
https://www.foerch.de/produkte/produktdetails.aspx?g=83e8a481-7728-4d54-96ef-7338c2367f88&p=02766adb-1f56-4674-91e0-6f9ec97715c1

Was haltet Ihr vom direkten Verschrauben?

--

Jens

Jens Brenner

unread,
Mar 11, 2015, 1:11:48 PM3/11/15
to
Georg Wieser schrieb:


> Bei einem sehr sauber und exakt gearbeitetem Dachstuhl und 12,5er
> Gipsplatten machbar. Aber es wird nicht wirklich glatt....

Benötigt man tatsächlich eine Konterlattung aus technischer Sicht
(Hinterlüftung), so wie es hier beschrieben wird?

http://www.bauen.de/ratgeber/ausbau-renovierung/daemmung/waermedaemmung/artikel/artikel/dampfsperre-richtig-anbringen-1.html
[...] Zum Abschluss wird die Konterlattung aufgebracht. Diese dient
als Abstandshalter zwischen Dampfsperre und Rauminnenwand. Nur so kann
eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet werden. Auf der
Konterlattung kann nun die Innenwand aufgebracht werden.

--

Jens
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