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Wer hat Erfahrung mit Lehmfarbe?

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Harald Horn

unread,
Apr 20, 2010, 8:26:43 AM4/20/10
to
Hallo,

hat hier in der NG jemand Erfahrung mit Lehmfarbe für den Innenbereich?
Wird die Farbe ebenso verarbeitet, wie normale Dispersionsfarbe?
Speziell geht es um die Vega-Lehmfarbe von Kreidezeit. Kennt die
jemand? Muss die prinzipiell noch weiß abgetönt werden, damit sie
deckt?

Gruß,
Harald


S.Jedath

unread,
Apr 20, 2010, 8:53:12 AM4/20/10
to
??????????

Zitat (Kreidezeit):

..ist ein einfach zu verarbeitender, hervorragend deckender und fester
Anstrich mit
samtmatter Optik für Wände und Decken im Innenbereich.
Natürlicher weißer Ton erzeugt die behagliche Ästhetik echten Lehmes.


Also .....?

Siggi
--
Der Maler. Garant für Schutz und Schönheit.

MaWin

unread,
Apr 20, 2010, 9:27:17 AM4/20/10
to
"S.Jedath" <S.Je...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hqk83p$cpt$03$1...@news.t-online.com...

>
> ..ist ein einfach zu verarbeitender, hervorragend deckender und fester
> Anstrich mit
> samtmatter Optik für Wände und Decken im Innenbereich.
> Natürlicher weißer Ton erzeugt die behagliche Ästhetik echten Lehmes.
> Also .....?


Wer die Farbe mag :-)

und die Flecken an der Jacke wenn man mal an der Wand langschleift,
denn viele Lehmfarben kreiden und sind nicht besonders wischfest.
--
Manfred Winterhoff


Harald Horn

unread,
Apr 20, 2010, 9:33:04 AM4/20/10
to
Hallo,

> ??????????

gestern habe ich auf einigen Stücken Pappkarton Probeanstriche mit einer
kleinen Walze aufgebarcht. Das Ergebnis kam mir komisch vor, daher hab ich
hier einfach mal die Frage in die Runde geworfen; vielleicht wäre ja irgend
ein
neuralgisches Versäumnis meinerseits ?rausgekommen.

> Zitat (Kreidezeit):
>
> ..ist ein einfach zu verarbeitender, hervorragend deckender und fester
> Anstrich mit
> samtmatter Optik für Wände und Decken im Innenbereich.
> Natürlicher weißer Ton erzeugt die behagliche Ästhetik echten Lehmes.

na, ja, die Aussage kannte ich auch schon.

>
> Also .....?

Also werde ich es heute Abend einfach mal auf einem Stück Rauhfaser, das ich
noch nicht von der
Wand entfernt habe nochmal probieren. Lag dann warhscheinlich an der
ungeeigneten Wellpappe
als Untergrund.

Gruß,
Harald


S.Jedath

unread,
Apr 20, 2010, 9:38:07 AM4/20/10
to
Am 20.04.2010 15:27, schrieb MaWin:
> "S.Jedath"<S.Je...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:hqk83p$cpt$03$1...@news.t-online.com...
>>
>> ..ist ein einfach zu verarbeitender, hervorragend deckender und fester
>> Anstrich mit
>> samtmatter Optik fᅵr Wᅵnde und Decken im Innenbereich.
>> Natᅵrlicher weiᅵer Ton erzeugt die behagliche ᅵsthetik echten Lehmes.

>> Also .....?
>
>
> Wer die Farbe mag :-)
>
> und die Flecken an der Jacke wenn man mal an der Wand langschleift,
> denn viele Lehmfarben kreiden und sind nicht besonders wischfest.


Kann ich nix zu sagen, kenne die Farbe nicht.
Aber er glaubt Kreidezeit nicht, oder hat sich nicht informiert.
Tja ....

Siggi

--
Der Maler. Garant fᅵr Schutz und Schᅵnheit.

S.Jedath

unread,
Apr 20, 2010, 10:04:51 AM4/20/10
to
Am 20.04.2010 15:33, schrieb Harald Horn:
> Hallo,
>
>> ??????????
>
> gestern habe ich auf einigen Stücken Pappkarton Probeanstriche mit einer
> kleinen Walze aufgebarcht. Das Ergebnis kam mir komisch vor, daher hab ich
> hier einfach mal die Frage in die Runde geworfen; vielleicht wäre ja irgend
> ein
> neuralgisches Versäumnis meinerseits ?rausgekommen.

Hi,
gewartet bis es trocken war? Sicher. Manche 'Leim'-farben werden erst
beim Trocknen richtig weiss.


>
>> Zitat (Kreidezeit):
>>
>> ..ist ein einfach zu verarbeitender, hervorragend deckender und fester
>> Anstrich mit
>> samtmatter Optik für Wände und Decken im Innenbereich.
>> Natürlicher weißer Ton erzeugt die behagliche Ästhetik echten Lehmes.
>
> na, ja, die Aussage kannte ich auch schon.

Haste auch die Produktinformation gelesen?
Die Bindemittel deuten darauf hin, dass die doch ein "bisschen" fester
ist als Leimfarbe.


>
>>
>> Also .....?
>
> Also werde ich es heute Abend einfach mal auf einem Stück Rauhfaser, das ich
> noch nicht von der
> Wand entfernt habe nochmal probieren. Lag dann warhscheinlich an der
> ungeeigneten Wellpappe
> als Untergrund.

Lass dem Pulver genügend Zeit zu quellen. Dann noch mal gründlich
durchrühren.
D.h. fürs Streichen: rühr die Farbe einen Tag vorher in 3/4 der
Wassermenge an und verdünn sie dann vorm streichen.
Aber nicht zu lange (Tage) stehen lassen. Es wird ja immer wärmer, das
mag solche Farbe gar nicht. :-)

Gruss Siggi

Harald Horn

unread,
Apr 20, 2010, 10:25:08 AM4/20/10
to
Hallo,

> gewartet bis es trocken war?

Nein.

>Manche 'Leim'-farben werden erst beim Trocknen richtig weiss.

Und genau das sind die kleinen, aber feinen und wichtigen Kommentare, die
ich
mir bei meinem Posting erhofft hatte :-) .

> Lass dem Pulver genügend Zeit zu quellen.

Werde, wie schon gesagt, heute nochmal einen Probeanstrich auf Rauhfaser
machen.
Gestern hatte ich die Farbe wie vorgeschrieben 30min quellen lassen. Aber
ich hatte
irgendwie auch schon vermutet, daß es besser ist, es noch gründlicher
quellen zu lassen.

Gruß,
Harald


Jo Warner

unread,
Apr 20, 2010, 10:30:57 AM4/20/10
to
Harald Horn schrieb:

> Hallo,
>
> hat hier in der NG jemand Erfahrung mit Lehmfarbe für den Innenbereich?
> Wird die Farbe ebenso verarbeitet, wie normale Dispersionsfarbe?
> Speziell geht es um die Vega-Lehmfarbe von Kreidezeit.

Ganz blöde Frage: Wozu muss man sowas verwenden? Geht es da nur um
irgend einen Ökospleen oder hat sie handfeste Alltagsvorteile, die
normale Dispersionswandfarben nicht haben?

Gruß Jo

S.Jedath

unread,
Apr 20, 2010, 11:43:13 AM4/20/10
to

Nun, meine Meinung da zu ist bekannt. (?)
Aber ich bin auch nicht empfindlich. Sonst würde ich meinen Beruf nicht
mehr ausüben.
Aber, es gibt durchaus Leute, die allergisch auf "normale" Farben
reagieren. Bzw. auf die Inhaltsstoffe. Wenn man das von sich oder
Familienangehörigen weiss, so sind die "alten, natürlichen" Farben die
bessere Wahl.

J�rgen Exner

unread,
Apr 20, 2010, 11:48:51 AM4/20/10
to
"S.Jedath" <S.Je...@gmx.de> wrote:
>Am 20.04.2010 15:33, schrieb Harald Horn:
>gewartet bis es trocken war? Sicher. Manche 'Leim'-farben werden erst
>beim Trocknen richtig weiss.

Der OP redet aber von Lehmfarbe.

Schreibfehler? Verstaendnisfehler? Synonyme? Untergruppe?
In meinereiner habe noch nie von Lehmfarben gehoert.

jue

Thomas Einzel

unread,
Apr 20, 2010, 12:04:08 PM4/20/10
to
S.Jedath schrieb am 20.04.2010 17:43:
> Am 20.04.2010 16:30, schrieb Jo Warner:
>> Harald Horn schrieb:
...

>>> hat hier in der NG jemand Erfahrung mit Lehmfarbe für den Innenbereich?
...

>> Ganz blöde Frage: Wozu muss man sowas verwenden? Geht es da nur um
>> irgend einen Ökospleen oder hat sie handfeste Alltagsvorteile, die
>> normale Dispersionswandfarben nicht haben?
...

> Aber, es gibt durchaus Leute, die allergisch auf "normale" Farben
> reagieren. Bzw. auf die Inhaltsstoffe. Wenn man das von sich oder
> Familienangehörigen weiss, so sind die "alten, natürlichen" Farben die
> bessere Wahl.

Lehmfarbe habe ich noch nicht verwendet, aber Streichkalk. Letztere hat
gegenüber Dispersionsfarben u.a. den Vorteil alkalisch zu sein und zu
bleiben - hilft z.B. auch an sehr schwierigen Stellen gegen Schimmel.

Zumindest der Streichkalk den wir verwendet hatten, war nicht "kalkend",
d.h. wenn man mit den Händen darüber streicht, ist keine Farbe an den
Fingern.

Thomas

Thomas Einzel

unread,
Apr 20, 2010, 12:03:52 PM4/20/10
to

S.Jedath

unread,
Apr 20, 2010, 12:05:36 PM4/20/10
to

Ich wusste was er meinte ......
Na ja, du bist ja auch kein Maler.
Die Fa. Kreidezeit bezeichnet sie halt so.

Jürgen Exner

unread,
Apr 20, 2010, 12:39:44 PM4/20/10
to

Schoene Liste. Aber was ist der Bezug zu Leimfarben?

jue

S.Jedath

unread,
Apr 20, 2010, 1:08:05 PM4/20/10
to

Sagen wir, dass sie zur Gruppe der mit natürlichen Bindemitteln
gebundenen Farben gehört. Wie Leimfarbe. :-)

Das weisst du doch. Aber ....

Jürgen Exner

unread,
Apr 20, 2010, 1:15:21 PM4/20/10
to
"S.Jedath" <S.Je...@gmx.de> wrote:
>Am 20.04.2010 18:39, schrieb Jürgen Exner:
>> Thomas Einzel<Usene...@einzel.de> wrote:
>>> Jürgen Exner schrieb am 20.04.2010 17:48:
>>>> "S.Jedath"<S.Je...@gmx.de> wrote:
>>>>> Am 20.04.2010 15:33, schrieb Harald Horn:
>>>>> gewartet bis es trocken war? Sicher. Manche 'Leim'-farben werden erst
>>>>> beim Trocknen richtig weiss.
>>>>
>>>> Der OP redet aber von Lehmfarbe.
>>>>
>>>> Schreibfehler? Verstaendnisfehler? Synonyme? Untergruppe?
>>>> In meinereiner habe noch nie von Lehmfarben gehoert.
>>>
>>> mit Farben: http://www.google.de/products?q=lehmfarbe
>>
>> Schoene Liste. Aber was ist der Bezug zu Leimfarben?
>>
>> jue
>
>Sagen wir, dass sie zur Gruppe der mit natürlichen Bindemitteln
>gebundenen Farben gehört. Wie Leimfarbe. :-)

Aha, danke.

>Das weisst du doch. Aber ....

Jetzt ja.

jue

Sevo Stille

unread,
Apr 20, 2010, 3:33:53 PM4/20/10
to
Am 20.04.2010 16:30, schrieb Jo Warner:

> Ganz blᅵde Frage: Wozu muss man sowas verwenden? Geht es da nur um
> irgend einen ᅵkospleen oder hat sie handfeste Alltagsvorteile, die
> normale Dispersionswandfarben nicht haben?

Direkt auf die Wand gibt es schon einen klaren Vorteil dahingehend, daᅵ
sie (genau wie Streichkalk und Silikatfarbe) quasi wie Putz auf die Wand
auftrᅵgt - durch die Kumulation von Schichten wird im Laufe der
Jahrhunderte irgendwann die Wand dicker, aber sie bleibt materiell
homogen. D.h. die Wand bleibt auch in einzelnen Partien reparabel - bei
Acryl auf Wand ist irgendwann die Totalsanierung mit Abklopfen und
Neuverputzen unvermeidbar...

Weiterer Vorteil: Vᅵllig geruchlos in der Verarbeitung.

Gruᅵ Sevo

Sevo Stille

unread,
Apr 20, 2010, 3:15:18 PM4/20/10
to
Am 20.04.2010 14:26, schrieb Harald Horn:

> hat hier in der NG jemand Erfahrung mit Lehmfarbe f�r den Innenbereich?

Ich hab neulich einen Raum mit der Hausmarken-Lehmfarbe von Bauhaus
gestrichen. Die kreidet nicht, ist aber sehr rauh und dadurch recht
schmutzempfindlich - in den kritischen Bereichen um Lichtschalter herum
habe ich sie daher mit Tapetenschutz (Capaplex) �berstrichen. In
strapazierten R�umen w�re es wohl ratsam, den ganzen Sockel damit zu
behandeln oder mit einer abwaschbaren Acrylfarbe zu streichen.

> Wird die Farbe ebenso verarbeitet, wie normale Dispersionsfarbe?

In etwa. Streicht sich wie Leimfarbe, d.h. ist nass dunkler und
durchscheinend. Mu� gr�ndlich (maschinell) aufger�hrt werden. Positiv:
Deckt sehr gut und ist so geruchlos, da� selbst meine schwangere Frau
nicht gest�rt war.

> Speziell geht es um die Vega-Lehmfarbe von Kreidezeit. Kennt die

> jemand? Muss die prinzipiell noch wei� abget�nt werden, damit sie
> deckt?

Wie gesagt, die Bauhaus-Farbe kreidet nicht und deckt sehr gut. Ist so
wei� wie Kalk bzw. andere Naturfarben, und ist Ton in Ton mit der
Leimfarbe meiner Decke, d�rfte aber gegen optisch aufgehellte oder
hochwertige Acrylfarben mit hohem Titanweiss-Gehalt gelblich wirken.

Sevo

S.Jedath

unread,
Apr 20, 2010, 2:28:04 PM4/20/10
to
Am 20.04.2010 19:43, schrieb MaWin:
> "Jᅵrgen Exner"<jurg...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:l5mrs55qj8pbaqn6s...@4ax.com...

>
>>> mit Farben: http://www.google.de/products?q=lehmfarbe
>> Schoene Liste. Aber was ist der Bezug zu Leimfarben?
>
> Da steht Zellulose mit drin, als Bindemittel also Leim, Tapetenkleister,
> also ist es eine Leimfarbe mit Lehm als Pigment, meiner Erfahrung nach
> mit weniger Leim als Leimfarbe, geht beim drᅵberwischen teilweise wieder
> ab.

Hi,

>> geht beim drᅵberwischen teilweise wieder
>> ab.

Glaube ich nicht. Wird wohl eine Festigkeit von herkᅵmmlichen einfachen
Wandfarben haben. Dafᅵr sprechen auch die Hinweise darauf, welche
Untergrᅵnde geeignet u. nicht geeignet sind.
Und die wᅵren schᅵn blᅵd so was ins Produktblatt zu schreiben wenns
nicht stimmt. Da hᅵtte ich dann schnell eine neue Lederjacke oder die
Uralte bei wenigstens in der Reinigung. ;-)

Aber, wie gesagt, ich hab das Zeugs noch nie verarbeitet.

> als Bindemittel also Leim, Tapetenkleister,

Bitte zum Farben ansetzen, keinen Tapetenkleister nehmen. Das gibt in
den meisten Fᅵllen Murks. Dafᅵr gibts Farbenleim.


Gruss Siggi

--

MaWin

unread,
Apr 20, 2010, 1:43:27 PM4/20/10
to
"J�rgen Exner" <jurg...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:l5mrs55qj8pbaqn6s...@4ax.com...

>>mit Farben: http://www.google.de/products?q=lehmfarbe


> Schoene Liste. Aber was ist der Bezug zu Leimfarben?

Da steht Zellulose mit drin, als Bindemittel also Leim, Tapetenkleister,


also ist es eine Leimfarbe mit Lehm als Pigment, meiner Erfahrung nach

mit weniger Leim als Leimfarbe, geht beim dr�berwischen teilweise wieder
ab.
--
Manfred Winterhoff


Stephan Lang

unread,
Apr 20, 2010, 5:35:46 PM4/20/10
to
Harald Horn schrieb:
Ich nehme an, du meinst Leimfarbe. Unter Leimfarbe versteht man Farbe,
die aus Pigment (weiß: Kreidemehl) und einem wasserlöslichen Bindemittel
(i.a. Methylcellulose) besteht. Muss/Kann man übrigens nicht fertig
kaufen, sondern soll/darf man selber mischen (Kreidemehl vom Fachhandel,
Glutolin Farbenleim, richtig verarbeiten, sumpfen lassen, usw.).
Nachteile:
- Leimfarbe geht etwas ab (kreidet), allerdings nur, wenn man intensiv
reibt (wenns stärker abgeht, war die Wand zu saugfähig)
- muss abgewaschen werden vor dem Überstreichen
- nicht abwischbar (also Fleckenentfernung, weil schnell die Farbe mit
abgeht)

Vorteile:
++ spannungsarm, d.h. die Farbe haftet an der Wand und bildet nicht
einen sich selbst stabilisierenden Film, der irgendwann abplatzt (wie
Dispersionsfarbe)
+ billig
+ wieder mit Wasser entfernbar

Nimm Leimfarbe für Putz direkt (wenn nicht Silikatfarben, Kalk, usw.),
insbes.: nimm Leimfarbe für Zierstuck. Dispersionsfarbe ist in solchen
Fällen absoluter Pfusch. Wenn Dir ein Maler dazu rät, hat er keine Ahnung.

Für Rauhfasertapete nimm Dispersionsfarbe: billig, schnell, sauber,
modern, ohne Tata überstreichbar. Wenn der Schichten zuviele sind, wird
neu tapeziert.

Übrigens: Kaseinfarbe (gibts von dem Hersteller auch) ist zwar
leimgebunden (Kaseinleim), aber keine richtige Leimfarbe. Ist auch nicht
wasserlöslich. Nicht mit der Rolle zu verarbeiten (wird nix). Solange du
keinen Tempel renovierst,...

Stephan

Bernd Hohmann

unread,
Apr 20, 2010, 6:43:32 PM4/20/10
to
Harald Horn wrote:

Ich hatte mal paar Kunden im Bereich "ökologisches Bauen" (betreute dort
die EDV) die alles von "Kreidezeit" verarbeitet haben - und da hatte ich
viel Zeit zum Diskutieren ;-)

Letztendlich (gemäss Datenblatt von "Vega Lehmfarbe") besteht die Farbe
aus Ton und Marmormehlen sowie feingemahlenen Abfällen aus der
Holzindustrie als Andicker und wird von "Pflanzenkasein" undeklarierter
Gestehung (aber Hauptsache die Veganer werden nicht verschreckt),
Kieselgur als Füllmittel, Soda als Reaktionspartner von Kasein,
Methylcellulose (ist ein ganz ganz böses, synthetisches Produkt) an der
Wand gehalten wobei es mit diversen Erd- und Mineralpigmenten
undeklarierter Herkunft (die bestimmt niemand auf seine Radioaktivität
getestet hat) die Farbtönung gibt.

Die Bedingungen für den Untergrund des Auftrags ergeben sich aus dem
Produktdatenblatt - genauso wie die geeigneten Werkzeuge
http://www.kreidezeit.de/Produktinformationen/PDFs_Datenblaetter/Vega_Lehmfarbe.pdf


Und ja: lässt sich wie normale Dispersionsfarbe verarbeiten. Leider muss
man erst warten, bis die Quellmittel und Kleber ausgetrocknet sind (und
damit die Pigmente ihren Zweck erfüllen) so dass man versucht ist, mehr
dieser Farbe aufzutragen als es wirklich nötig ist.

Gehörter Tipp: ganz normal sparsam wie kraftvoll deckende
Dispersionsfarbe auftragen und lieber an den Problemstellen nochmal
nachstreichen - der Lehmputz verträgt das weil man ja eh keine
"perfekte" Oberfläche haben will.

Bernd

--
Wenn Frauen nicht wissen was sie machen sollen, ziehen sie sich aus ...
Und wenn Männer nicht wissen, was sie machen sollen, dann schauen sie
sich Frauen an, die nicht wussten, was sie machen sollen ...

Jo Warner

unread,
Apr 21, 2010, 2:04:38 AM4/21/10
to
Bernd Hohmann schrieb:

> Letztendlich (gemäss Datenblatt von "Vega Lehmfarbe") besteht die Farbe
> aus Ton und Marmormehlen sowie feingemahlenen Abfällen aus der
> Holzindustrie als Andicker und wird von "Pflanzenkasein" undeklarierter
> Gestehung (aber Hauptsache die Veganer werden nicht verschreckt),

Moin aha, Vega steht also für vegane Wandfarbe. Was es nicht alles gibt!

S.Jedath

unread,
Apr 21, 2010, 8:20:42 AM4/21/10
to
Am 21.04.2010 00:43, schrieb Bernd Hohmann:
> Harald Horn wrote:
>
>> hat hier in der NG jemand Erfahrung mit Lehmfarbe für den Innenbereich?
>> Wird die Farbe ebenso verarbeitet, wie normale Dispersionsfarbe?
>> Speziell geht es um die Vega-Lehmfarbe von Kreidezeit. Kennt die
>> jemand? Muss die prinzipiell noch weiß abgetönt werden, damit sie
>
> Ich hatte mal paar Kunden im Bereich "ökologisches Bauen" (betreute dort
> die EDV) die alles von "Kreidezeit" verarbeitet haben - und da hatte ich
> viel Zeit zum Diskutieren ;-)

Oder viel zu diskutieren. ? ;-)


>
> Letztendlich (gemäss Datenblatt von "Vega Lehmfarbe") besteht die Farbe
> aus Ton und Marmormehlen sowie feingemahlenen Abfällen aus der
> Holzindustrie als Andicker und wird von "Pflanzenkasein" undeklarierter
> Gestehung (aber Hauptsache die Veganer werden nicht verschreckt),
> Kieselgur als Füllmittel, Soda als Reaktionspartner von Kasein,
> Methylcellulose (ist ein ganz ganz böses, synthetisches Produkt) an der
> Wand gehalten wobei es mit diversen Erd- und Mineralpigmenten
> undeklarierter Herkunft (die bestimmt niemand auf seine Radioaktivität
> getestet hat) die Farbtönung gibt.

Hast du das Rezept mitgehen lassen?
Zu welcher Richtung tendierst du?
Mal ehrlich.


>
> Die Bedingungen für den Untergrund des Auftrags ergeben sich aus dem
> Produktdatenblatt - genauso wie die geeigneten Werkzeuge
> http://www.kreidezeit.de/Produktinformationen/PDFs_Datenblaetter/Vega_Lehmfarbe.pdf
>
>
> Und ja: lässt sich wie normale Dispersionsfarbe verarbeiten. Leider muss
> man erst warten, bis die Quellmittel und Kleber ausgetrocknet sind (und
> damit die Pigmente ihren Zweck erfüllen) so dass man versucht ist, mehr
> dieser Farbe aufzutragen als es wirklich nötig ist.

Der Maler kennt das und streicht, zügig, durch.


>
> Gehörter Tipp: ganz normal sparsam wie kraftvoll deckende
> Dispersionsfarbe auftragen und lieber an den Problemstellen nochmal
> nachstreichen - der Lehmputz verträgt das weil man ja eh keine
> "perfekte" Oberfläche haben will.

Dieser Wunsch ist mir so von keinem Kunden bekannt. Eher das Gegenteil.
Doch nicht so'n Penibler, oder erkannt das anstreichen auch gelernt sein
will? (Nix für ungut)

Siggi

--
Der Maler. Garant für Schutz und Schönheit.

Bernd Hohmann

unread,
Apr 21, 2010, 8:36:55 AM4/21/10
to
S.Jedath wrote:

>> [Vega Lehmfarbe]


>
> Hast du das Rezept mitgehen lassen?

Was drin ist, ist deklariert. Wo es herkommt und welchen
Qualitätsprüfungen es unterworfen wurde, nicht. Wie man eine Farbe aus
den Zutaten herstellt, weiss.

> Zu welcher Richtung tendierst du?

Teurer Schabernak :-)

>> Gehörter Tipp: ganz normal sparsam wie kraftvoll deckende
>> Dispersionsfarbe auftragen und lieber an den Problemstellen nochmal
>> nachstreichen - der Lehmputz verträgt das weil man ja eh keine
>> "perfekte" Oberfläche haben will.
>
> Dieser Wunsch ist mir so von keinem Kunden bekannt. Eher das Gegenteil.

Die meissten Anwender dieser Produkte hätten es gerne heimelig
natürlich, da gehören optisch perfekte Oberflächen nicht so dazu.

Harald Horn

unread,
Apr 21, 2010, 9:53:40 AM4/21/10
to
Hallo,

> Nun, meine Meinung da zu ist bekannt. (?)

mir nicht. Erz�hl? doch mal. Noch experimentiere ich hier n�mlich
mit Proben.

Gru�,
Harald


Harald Horn

unread,
Apr 21, 2010, 9:59:18 AM4/21/10
to
Hallo,

>[...]und wird von "Pflanzenkasein" undeklarierter Gestehung (aber
>Hauptsache die Veganer werden nicht verschreckt)[...]

zu denen zähle ich mich als bekennender Steakfan nun wirklich nicht.
Aber das Pflanzenkasein hat auch den Vorteil, daß es nicht so nach
Kuhstall stinkt, wie jenes tierischen Ursprungs..

Vor allem geht?s mir bei dem ganzen darum, einfach mal was anderes
auszuprobieren. Bin weder ein Veganer noch ein Grüner Überzeugungstäter.
Und die Panscherei mit dem Pigmenten macht auch einfach Spass :-) .

Warum sollten die Pigmente radioaktiv sein? Urangrün ist jetzt nicht
gerade dabei, und darum müsste man sich dann bei allem, was aus dem
Erdboden kommt, dauernd Sorgen machen.

Gruß,
Harald


S.Jedath

unread,
Apr 21, 2010, 6:33:05 PM4/21/10
to
Am 21.04.2010 15:59, schrieb Harald Horn:
> Hallo,
>
>> [...]und wird von "Pflanzenkasein" undeklarierter Gestehung (aber
>> Hauptsache die Veganer werden nicht verschreckt)[...]
>
> zu denen zähle ich mich als bekennender Steakfan nun wirklich nicht.
> Aber das Pflanzenkasein hat auch den Vorteil, daß es nicht so nach
> Kuhstall stinkt, wie jenes tierischen Ursprungs..

Du warst noch nie in einem ordentlich geführten Kuhstall?
(modern oder alt hergebracht)


>
> Vor allem geht?s mir bei dem ganzen darum, einfach mal was anderes
> auszuprobieren. Bin weder ein Veganer noch ein Grüner Überzeugungstäter.
> Und die Panscherei mit dem Pigmenten macht auch einfach Spass :-) .

Du hättest vielleicht Maler werden sollen? Besser nicht!
Denn zu allen Arbeiten gehören ordentliche Vorarbeiten.
D.h., auch die theoretische Vorbereitung (z.B. Lehre, als Heimwerker
möglichst viel Information) gehört dazu.
Für den Maler ist der Umgang mit Farben keine Panscherei. Ebenso wenig
für den Heimwerker.
Gezielter Einsatz der Werkstoffe mit möglichst wenig Verlust und
geringen Kosten ist das Ziel.
Panschen und Pinseln gehört in den Kindergarten.

Spass kann es trotzdem machen.
Es geht nix über eine perfekt renovierte Wohnung, in der man als Hand/
Heimwerker mit Problemen konfrontiert wurde.
(Ups, brach so aus mir raus ...)


>
> Warum sollten die Pigmente radioaktiv sein? Urangrün ist jetzt nicht
> gerade dabei, und darum müsste man sich dann bei allem, was aus dem
> Erdboden kommt, dauernd Sorgen machen.
>

Es gab Zeiten, da wurden:
italienische Fliesen verteufelt, da radioaktive Inhaltsstoffe.
Dann die darauf liegenden Teppiche wegen "Schmutzsammler"
Dann wieder die Fliesen als allein Glücklichmacher;
und Teppichboden als Milbensammler .....

Plötzlich sind Dokumente im Umlauf, in denen steht: wer als Kleinkind
nicht im Dreck gewühlt hat, ist anfälliger bei: Allergien,
Ansteckungskrankheiten, usw.


Sorry, mach schon Schluss.

Schöne Nacht noch.

Bernd Hohmann

unread,
Apr 21, 2010, 7:17:51 PM4/21/10
to
S.Jedath wrote:

> Du hättest vielleicht Maler werden sollen? Besser nicht!
> Denn zu allen Arbeiten gehören ordentliche Vorarbeiten.
> D.h., auch die theoretische Vorbereitung (z.B. Lehre, als Heimwerker
> möglichst viel Information) gehört dazu.
> Für den Maler ist der Umgang mit Farben keine Panscherei. Ebenso wenig
> für den Heimwerker.

Nun park Dich mal langsam ein.

Hier ist "heimwerken" angesagt und entsprechend hilfreich zu antworten.

Ich bekomm ja auch keinen Koller wenn ich in den EDV-Gruppen agiere.

S.Jedath

unread,
Apr 24, 2010, 5:07:12 PM4/24/10
to
Am 22.04.2010 01:17, schrieb Bernd Hohmann:
> S.Jedath wrote:
>
>> Du hättest vielleicht Maler werden sollen? Besser nicht!
>> Denn zu allen Arbeiten gehören ordentliche Vorarbeiten.
>> D.h., auch die theoretische Vorbereitung (z.B. Lehre, als Heimwerker
>> möglichst viel Information) gehört dazu.
>> Für den Maler ist der Umgang mit Farben keine Panscherei. Ebenso wenig
>> für den Heimwerker.
>
> Nun park Dich mal langsam ein.
>
> Hier ist "heimwerken" angesagt und entsprechend hilfreich zu antworten.

Hi,
ich bin wirklich nicht auf Konfrontation aus, aber das:


> Für den Maler ist der Umgang mit Farben keine Panscherei. Ebenso wenig für den Heimwerker.

> Gezielter Einsatz der Werkstoffe mit möglichst wenig Verlust und geringen Kosten ist das Ziel.
> Panschen und Pinseln gehört in den Kindergarten.

.... ist nicht richtig?

Gruss Siggi

Harald Horn

unread,
Apr 24, 2010, 5:42:50 PM4/24/10
to
Hallo,

> Du warst noch nie in einem ordentlich geführten Kuhstall?
> (modern oder alt hergebracht)

Ich halte mich eher selten in Kuhställen auf. Die, die ich bisher
gesehen habe, verströmten allerdings alls gleichermaßen ein gewisses
Odeur. Du willst jetzt nicht im Ernst behaupten, es gäbe Kuhställe,
dennen man diese Tatsache nicht "anriecht"?

>> Vor allem geht?s mir bei dem ganzen darum, einfach mal was anderes
>> auszuprobieren. Bin weder ein Veganer noch ein Grüner Überzeugungstäter.
>> Und die Panscherei mit dem Pigmenten macht auch einfach Spass :-) .
>
> Du hättest vielleicht Maler werden sollen? Besser nicht!
> Denn zu allen Arbeiten gehören ordentliche Vorarbeiten.
> D.h., auch die theoretische Vorbereitung

Als was würdest du meine Fragerei hier in der NG denn bezeichnen?
Ob Produkt A abgetönt mit Pigment B in der Konzentration C den Farbton
ergibt, den ich mir für mein Wohnzimmer wünsche, werde ich aber nur
durch Experimente herausfinden.

> Für den Maler ist der Umgang mit Farben keine Panscherei.
> Ebenso wenig
> für den Heimwerker.
> Gezielter Einsatz der Werkstoffe mit möglichst wenig Verlust und
> geringen Kosten ist das Ziel.
> Panschen und Pinseln gehört in den Kindergarten.

Ach, so, das Wort "Panscherei" stört dich. Kann ich jetzt allerdings
gut nachvollziehen. Ich höre es auch nicht gerne, wenn die Arbeit im
Elektroniklabor als "Basteln" bezeichnet wird. Können wir uns auf
"Eperimentieren" einigen? Wobei, da der Umgang mit Farbe und Pinsel für
mich jetzt nicht den Broterwerb darstellt und auch der Spass mit im
Vordergrund steht, darf die Bezeichnung der Tätigkeit eigentlich schon
eine etwas infantile Konnotation haben...

> Es gab Zeiten, da wurden:
> italienische Fliesen verteufelt, da radioaktive Inhaltsstoffe.
> Dann die darauf liegenden Teppiche wegen "Schmutzsammler"
> Dann wieder die Fliesen als allein Glücklichmacher;
> und Teppichboden als Milbensammler .....

Ja. Es wird alle Jubeljahre eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Echte
"Killer" sind wohl selten dabei. Meine Pommes ordere ich gerne mit extra
Acrylamid...

> Plötzlich sind Dokumente im Umlauf, in denen steht: wer als Kleinkind
> nicht im Dreck gewühlt hat, ist anfälliger bei: Allergien,
> Ansteckungskrankheiten, usw.

Das ist allerdings in der Tat so und ich kenne persönlich einige
Beispiele von Leuten, die dank Mamas Hygienefimmel einmal im Quartal
erkältet sind. Übrigens ein großese Problem in der Halbleiterindustrie:
Reinraumarbeiter werden wesentlich häufiger krank, kein Scherz...

>
> Sorry, mach schon Schluss.

Ich verzeihe dir noch mal ;-)

Gruß,
Harald

S.Jedath

unread,
Apr 24, 2010, 6:03:53 PM4/24/10
to

Ich wusste doch, dass du ein Herzchchen, sorry, zum Herzen bist ...

Gruss Siggi

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