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Decken mit runden Wandübergängen tapezieren ?

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andreas...@lycos.de

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Jan 2, 2006, 4:22:05 AM1/2/06
to
Hallo,

ich will demnächst tapezieren und hab Decken mit runden Übergängen
zu den Wänden, mit einem Radius von ca 20 cm. Das sieht zwar toll aus
aber wie tapeziert man sowas ? Der Vorbesitzer ist daran schon
gescheitert, beim Trocknen hat sich wohl die Tapete gespannt und aus
den Rundungen sind Vielecke geweorden. An den Raumecken ist es am
kompliziertesten, da müsste man ja dreidimensional tapezieren.
Eine mögliche Lösung wäre wohl gar nicht tapezieren sondern nur
streichen. Die Decken sehen in einigen Räumen aber ziemlich uneben
aus, da müsste man da vermutlich erst noch aufwändig spachteln. Wie
geht man da am besten vor ?

Jochen Kriegerowski

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Jan 2, 2006, 5:57:29 AM1/2/06
to
<andreas...@lycos.de> schrieb

> ich will demnächst tapezieren und hab Decken mit runden Übergängen
> zu den Wänden

Sogenannte Vouten. Sehr edel!

> aber wie tapeziert man sowas ?

Gar nicht.

> Die Decken sehen in einigen Räumen aber ziemlich uneben
> aus, da müsste man da vermutlich erst noch aufwändig spachteln.

Du tapezierst Wände (und Decken) bis knapp vor den Beginn der
Krümmung. Unenbenheiten siehst du aber nachher trotzdem, also
ist ohnehin Spachteln angesagt.

Falls du die Decke tapezierst und nicht nur streichst, würde ich
um die Tapete einen (Kunststoff-) Stuckrahmen kleben: Eigentlich
sollte die Decke ohne Absatz in die Vouten übergehen, aber was
man nicht verstecken kann (Hier: den Unterschied Tapete - Anstrich)
sollte man deutlich betonen. Die gleiche Leiste dann noch mal als
oberen Abschluss der Wand-Tapete!

Gruß
Jochen

andreas...@lycos.de

unread,
Jan 2, 2006, 7:19:14 AM1/2/06
to

> Du tapezierst Wände (und Decken) bis knapp vor den Beginn der
> Krümmung. Unenbenheiten siehst du aber nachher trotzdem, also
> ist ohnehin Spachteln angesagt.
>
> Falls du die Decke tapezierst und nicht nur streichst, würde ich
> um die Tapete einen (Kunststoff-) Stuckrahmen kleben: Eigentlich
> sollte die Decke ohne Absatz in die Vouten übergehen, aber was
> man nicht verstecken kann (Hier: den Unterschied Tapete - Anstrich)
> sollte man deutlich betonen. Die gleiche Leiste dann noch mal als
> oberen Abschluss der Wand-Tapete!
>

Leisten will ich da nicht, das soll nicht so teuer werden mit der
Renovierung und nachfolgende Renovierungen sollen möglichst einfach
werden. Also am besten so dass man es in Zukunft nur einfach
überstreichen muss.
Aber wie bekomme ich den Übergang Tapete-Voute gerade ? Da bräuchte
ich ja ein riesiges Lineal um die Tapete am Übergang nochmal gerade
und glatt zu schneiden.

Matthias Kryn

unread,
Jan 2, 2006, 7:54:59 AM1/2/06
to
andreas...@lycos.de schrieb:

> Aber wie bekomme ich den Übergang Tapete-Voute gerade ? Da
> bräuchte ich ja ein riesiges Lineal um die Tapete am Übergang
> nochmal gerade und glatt zu schneiden.

60cm-Lineal, Alu, Baumarkt: WIMRE 15,- Euro.

Ähnlich:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000CEJ0FA/303-6643965-0602633, 9.95 Euro.

HTH und Grüße
Matthias

Ka Prucha

unread,
Jan 2, 2006, 8:19:04 AM1/2/06
to
Andreas Hohnmann schrieb

> ich will demnächst tapezieren und hab Decken mit runden Übergängen
> zu den Wänden, mit einem Radius von ca 20 cm. Das sieht zwar toll aus
> aber wie tapeziert man sowas ?

Servus

Das "Vergnügen" mit den runden Kanten hatte ich in meiner Wohnung schon
öfter. Die "Ecken" waren allerdings nicht Kugelsegmente, sondern hatten
eine (elliptische) Schnittkante zweier Zylinder.

Das wichtigste war reichlich sehr guter Kleister und die Tapete in die
Rundung zu schieben, nicht zu ziehen. Wenn sie dabei genug gestaucht,
und langsam getrocknet werden, sind die nächsten Jahre problemlos.

Mein Großvater arbeitete früher (vor Tapetenzeitalter) noch mit
Musterwalzen und das größte Problem waren und sind bei den Hohlkehlen
zu ungleichmäßige Radien.

Ich für meinen Teil bin froh das jetzt Anstrich wieder modern ist und
habe nur noch in einem Kellerraum dicke Tapeten.

mfg Ka Prucha

andreas...@lycos.de

unread,
Jan 2, 2006, 8:28:47 AM1/2/06
to

> 60cm-Lineal, Alu, Baumarkt: WIMRE 15,- Euro.
>

Ich mein jetzt die Kante über de ganze Wand. Wenn das über die ganze
Länge nicht gerade ist, fällt das doch sofort auf. Vielleicht
Reisszwecke in die Ecken und Schnur spannen und daran mit dem Linael
schneiden ?

andreas...@lycos.de

unread,
Jan 2, 2006, 8:33:16 AM1/2/06
to
> Das "Vergnügen" mit den runden Kanten hatte ich in meiner Wohnung schon
> öfter. Die "Ecken" waren allerdings nicht Kugelsegmente, sondern hatten
> eine (elliptische) Schnittkante zweier Zylinder.

So ist es bei mir auch.


>
> Das wichtigste war reichlich sehr guter Kleister und die Tapete in die
> Rundung zu schieben, nicht zu ziehen. Wenn sie dabei genug gestaucht,
> und langsam getrocknet werden, sind die nächsten Jahre problemlos.

Was meinst du mit gestaucht ? Und was ist sehr guter Kleister ? Für
Rauhfaser nimmt man doch sowieso schon den stärksten. Sollte man in
den Vouten vielleicht noch etwas verdünnten Weissleim streichen, macht
man doch in Bädern so.

Jochen Kriegerowski

unread,
Jan 2, 2006, 9:53:33 AM1/2/06
to
<andreas...@lycos.de> schrieb

> Leisten will ich da nicht, das soll nicht so teuer werden mit der
> Renovierung und nachfolgende Renovierungen sollen möglichst einfach
> werden. Also am besten so dass man es in Zukunft nur einfach
> überstreichen muss.

Letzteres geht durchaus mit den Leisten - und sie kosten nicht die
Welt; aber wenn du sie nicht magst - auch gut.

> Aber wie bekomme ich den Übergang Tapete-Voute gerade ? Da bräuchte
> ich ja ein riesiges Lineal um die Tapete am Übergang nochmal gerade
> und glatt zu schneiden.

Ein Strich mit der Schlagschnur, und dann ein möglichst langes Lineal.
Mit den Leisten hingegen... ;-)

Gruß
Jochen

Ka Prucha

unread,
Jan 2, 2006, 10:14:29 AM1/2/06
to
Andreas Hohnmann schrieb

>> Das wichtigste war reichlich sehr guter Kleister und die Tapete in die
>> Rundung zu schieben, nicht zu ziehen. Wenn sie dabei genug gestaucht,
>> und langsam getrocknet werden, sind die nächsten Jahre problemlos.

> Was meinst du mit gestaucht ?

Die Fasern der gut eingeweichte Papierbahn können zueinander verschoben
werden. Dadurch kann die Tapete etwas gedehnt oder gestaucht
(zusammengeschoben) werden.
Durch das stauchen ist nachher etwas Reserve für das schrumpfen beim
Trocknen vorhanden.

> Und was ist sehr guter Kleister ? Für Rauhfaser nimmt man doch sowieso
> schon den stärksten. Sollte man in den Vouten vielleicht noch etwas
> verdünnten Weissleim streichen, macht man doch in Bädern so.

Genau, in einem Behälter Weißleim mit Tapetenkleister mischen.
Wichtig ist, das er dabei glitschig genug bleibt, damit die Tapete noch
rutschen kann.

mfg Ka Prucha

S.Jedath

unread,
Jan 4, 2006, 3:29:37 PM1/4/06
to
On 2 Jan 2006 04:19:14 -0800, andreas...@lycos.de wrote:

>
>> Du tapezierst Wände (und Decken) bis knapp vor den Beginn der
>> Krümmung. Unenbenheiten siehst du aber nachher trotzdem, also
>> ist ohnehin Spachteln angesagt.

Hi,
dito.


>>
>> Falls du die Decke tapezierst und nicht nur streichst, würde ich
>> um die Tapete einen (Kunststoff-) Stuckrahmen kleben: Eigentlich
>> sollte die Decke ohne Absatz in die Vouten übergehen, aber was
>> man nicht verstecken kann (Hier: den Unterschied Tapete - Anstrich)
>> sollte man deutlich betonen. Die gleiche Leiste dann noch mal als
>> oberen Abschluss der Wand-Tapete!
>>

dito.


>
>Leisten will ich da nicht, das soll nicht so teuer werden mit der
>Renovierung und nachfolgende Renovierungen sollen möglichst einfach
>werden. Also am besten so dass man es in Zukunft nur einfach
>überstreichen muss.

Auch mit den Leisten ist die spätere Renovierung nur um einen Tick ...


>Aber wie bekomme ich den Übergang Tapete-Voute gerade ? Da bräuchte
>ich ja ein riesiges Lineal um die Tapete am Übergang nochmal gerade
>und glatt zu schneiden.

Da nimt man z.B, eine Schlagschnur.

Gruss Siggi

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