Am 14.03.2012 20:40, schrieb Georg Wieser:
>
>
> "MaWin" <
m...@private.net> schrieb im Newsbeitrag
> news:jjnfcl$ghn$1...@news.albasani.net...
>> "Stefan Koschke" <
stefan....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
>> news:9s8ma3...@mid.individual.net...
>>>
>>> nur sollte man heutzutage eher auf Fliestapete (auch mit
>>> Rauhfaser-Struktur erhältlich für die di9e diese mögen),
>>
>> Kenne ich nicht.
>>
>> Vermutlich meinst du die unsäglichen Vliestapeten.
>
> Stimmt! Die sind es wirklich!
>
>>
>> Vliestapeten sind für Trockenbauwände aus Rigips gedacht und notwendig.
>
> Endlich mal total daneben ;-)
> Mawin und daneben kommt nicht oft vor ;-)
Nein, Manfred hat durchaus Recht.
>
> Trockenbau und Rigipswände gehen wunderbar mit Rauhfaser konventionell.
> Aber wie bei fast allen anderen Untergründen tut ein Wechselgrund not.
> Rigips ohne Wechselgrund = die von Dir beschriebene Katastrophe.
> Rigips und Wechselgrund = Geht besser ab als Vlies ;-)
Nur, das Malervlies spaltbar und trocken abziehbar ist.
Auch Vliestapeten sind trocken abziehbar.
Wechselgrund ist da kontraproduktiv.
Aber noch mal in Ruhe:
Malervlies lässt sich nur schneiden. Reissen ist fast nicht möglich.
Daher, und eigentlich ist es nur für Rigips und andere "schwierige"
Untergründe geeignet/gedacht (gewesen). Ähnlich der Glasfaser.
Malervlies benötigt speziellen Kleister (dem ich zusätzlich immer noch
Kleber zusetze).
Malervlies braucht möglichst ebene Flächen. Ob seiner
Materialeigenschaft lässt es sich nicht Treiben, Schieben oder sonst
was. Nähte (mehr als 1mm auseinander) sollte man nach spachteln.
Alles weitere spar ich jetzt mal.
>> Für Rigipswände ist es auch notwendig, daß sich die Vliestapeten trocken
>> ablösen lassen, denn eine Rauhfasertapete ohne Beschädigung von der
>> Rigipspappe zu bekommen ist eher unmöglich, das Wasser weicht ja auch
>> die Pappe ein. Da ist es einfacher gleich die ganze Rigipsbeplankung
>> mit Tapete runterzureissen und neu zu machen, denn *natürlich* wurde
>> vorher vergessen, Tapetenwechselgrund zu streichen.
>
> Na da war er ja doch noch, der Wechselgrund. Und ich hatte schon gedacht
> Du hättest mal was nicht gewusst ......
Ich habe noch nie in meinem Leben Wechselgrund verwendet.
Neue Rigipswände gehören vor einem Anstrich und vor dem Tapezieren
grundiert. Und zwar mit einem Putzgrund, dem man etwas Farbe zugeben
kann, um die Farbunterschiede des Untergrundes (Rigips/Spachtel)
ausgleichen kann.
Malervlies wie ich beschrieben habe verkleben.
Vliestapeten sind in der Regel auch trocken abziehbar, brauchts also
keinen Wechselgrund.
Wenn du aber auf eine nicht grundierte (Putzgrund) klebst, nutzt dir das
nichts, weil der Kleister so unterschiedlich und so unterschiedlich
schnell auf trocknet, dass du garantiert "trockene" Stellen hast, die
nur minimal kleben. Die ziehst du dann komplett ab. Dir wird nichts
anderes übrig bleiben ALLES runter zu holen.
Mit auf Wechselgrund geklebter und anschliessend gestrichener Rauhfaser
habe ich schon erlebt, das sich die Rauhfaser beim Streichen an den
Nähten löste.
Seit dem verlange ich da Erschwerniszuschlag. ;-)
Von manchen anderen "Fällen" will ich gar nicht erzählen.
Es gibt so viel Ramsch auf dem Markt .... Ein Maler braucht das alles
nicht. Oft erschwert es die Arbeit nur.
Gruss Siggi
--
Der Maler - Garant für Schutz und Schönheit